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	<title>Klosterschule - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T17:01:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Klosterschule&amp;diff=57634&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gudrun Meyer: /* Benediktiner und weitere Orden */ fehlendes Wort</title>
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		<updated>2025-08-31T19:58:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Benediktiner und weitere Orden: &lt;/span&gt; fehlendes Wort&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die Klosterschule im Allgemeinen. Für die Klosterschulen, die während der &amp;#039;&amp;#039;bulgarischen Aufklärung&amp;#039;&amp;#039; entstanden sind, siehe [[Klosterschule (Bulgarien)]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:StiftsgymnasiumMelk1890.jpg|mini|Ein Benediktiner im [[Stiftsgymnasium Melk]], um 1890]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Klosterschulen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (lateinisch &amp;#039;&amp;#039;Scholae monasticae, claustrales&amp;#039;&amp;#039;) waren mit [[Kloster|Klöstern]] verbundene [[Seminar (Bildungseinrichtung)|Bildungseinrichtungen]], in denen [[Ordensgemeinschaft|Ordensleute]] und weltliche Lehrer Unterricht erteilten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Schueler+.JPG|mini|Knaben auf dem Weg in die Klosterschule. Bologneser Handschrift des [[Decretum Gratiani]], kirchenrechtliche Fragen der &amp;#039;&amp;#039;[[Oblation (Kloster)|Oblation]]&amp;#039;&amp;#039; illustrierend (14. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
Bei ihrer Entstehung im 6. Jahrhundert hatten Klosterschulen zunächst nur die Ausbildung von [[Ordenspriester|Ordensgeistliche]]n zum Ziel, wurden aber bald auch für [[Laie (Religion)|Laien]] erweitert. Als die ältesten, dauerhaft bestehenden Schulen in Europa gelten die ehemaligen [[Domschule|Kathedralschulen]] in den englischen Bischofsstädten [[Canterbury]] (597), [[Rochester (Kent)|Rochester]] (604) und [[York]] (627), die an Klöstern gegründet wurden. Zwischen 800 und 1050 gewannen unter anderem die Klosterschulen von Fulda, Reichenau, St. Gallen, Chartres und Tours Bedeutung für die allgemeine, aber etwa auch die medizinische&amp;lt;ref&amp;gt;[[Paul Diepgen]], [[Heinz Goerke]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Ludwig Aschoff|Aschoff]]/Diepgen/Goerke: Kurze Übersichtstabelle zur Geschichte der Medizin.&amp;#039;&amp;#039; 7., neubearbeitete Auflage. Springer, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1960, S. 17.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bildung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Benediktiner und weitere Orden ====&lt;br /&gt;
Die ersten Klosterschulen im Abendland werden der Legende nach auf [[Benedikt von Nursia]], den Ordensgründer der [[Benediktiner]] (†  547), und seinen Zeitgenossen [[Cassiodorus]] zurückgeführt. Im [[Frankenreich]] war eine der ersten Schulen in der [[Abtei Saint-Pierre (Bèze)]], wo die &amp;#039;&amp;#039;Schola Monastica&amp;#039;&amp;#039; ab [[655]] bestand, doch in der Krise des 8. Jahrhunderts wurde dieses Kloster für Jahrzehnte geschlossen. Wesentlichen Aufschwung nahmen die Klosterschulen unter [[Karl der Große|Karl dem Großen]], namentlich durch [[Benedikt von Aniane]]. Seit dieser Zeit teilten die Klosterschulen ihre Schüler in &amp;#039;&amp;#039;exteriores&amp;#039;&amp;#039;,  die Laien bleiben wollten, z. B. adlige Zöglinge, die in der Verwaltung etwas leisten sollten, und &amp;#039;&amp;#039;interiores&amp;#039;&amp;#039; ein, also für eintretende Novizen, [[Oblation (Kloster)|Oblaten]] (&amp;#039;&amp;#039;pueri oblati&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Franz-Michael Konrad |Titel=Geschichte der Schule von der Antike bis zur Gegenwart |Ort=München |Datum=2007 |ISBN=978-3-406-55492-6 |Seiten=28-34}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Rolle spielte immer auch die Ausbildung des Chors in der &amp;#039;&amp;#039;[[Choralschola|schola cantorum]]&amp;#039;&amp;#039;, denn Gesang gehörte nach [[Hrabanus Maurus]] zum [[Kontemplation|kontemplativen Leben]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gudrun Gleba |Titel=Klosterleben im Mittelalter |Ort=Darmstadt |Datum=2004 |ISBN=3-534-15401-0 |Seiten=83-85}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Nachfolger [[Ludwig der Fromme]] bemühte sich vergeblich, die Priester nach der Regel des [[Chrodegang|Chrodegang von Metz]] an einem Ort zwangsweise zum gemeinsamen Leben zu vereinen, damit sie am Gottesdienst teilnahmen und ihr Bibelstudium absolvierten. So häufig die [[Bischofssynode]]n die Verbesserung der Schulen einforderten, so schlecht stand es vermutlich damit in Wirklichkeit. Mitkaiser [[Lothar I. (Frankenreich)|Lothar]] sah sich 824 durch den weitgehenden Bildungsverlust in Italien gezwungen, acht Schulstandorte in den Hauptorten zu organisieren: Turin, Pavia, Cremona u.&amp;amp;nbsp;a.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Pierre Riché |Titel=Die Welt der Karolinger |Auflage=2., durchges. Aufl |Ort=Stuttgart |Datum=1999 |ISBN=978-3-15-010463-7 |Seiten=231-263}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Benediktiner pflegten ihren Unterricht zuerst vorwiegend in Irland sowie Britannien und verbreiteten ihn von dort aus während der [[Iroschottische Mission|iroschottischen Missionsreisen]] über Europa, in [[Gallien]], [[Spanien]] und durch [[Willibrord]] und [[Bonifatius]] auch in den östlichen Regionen des Fränkischen Reiches. Schreibschulen wurden zu einem wesentlichen Faktor für die kulturelle Blüte eines Klosters, so etwa im 9. Jahrhundert im [[Fürstabtei St. Gallen|Kloster St. Gallen]]. Dort existierten zwei Schulen für das Lesen und Schreiben, eine innere für angehende Mönche und eine äußere für weltliche Schüler. Der Novize musste die [[Professurkunde]] mit dem Inhalt der Gelübde eigenhändig schreiben oder, wenn er das nicht konnte, einen anderen darum bitten. Der Bildungsstand im Kloster war unterschiedlich; den Urkunden zufolge konnte bei der [[Ordensgelübde|Profess]] wahrscheinlich ein Teil der Mönche noch gar nicht schreiben und unterzeichnete deshalb mit einem Kreuz, wie es außerhalb der Klöster damals die Regel war. Abseits der Klöster und Bischofssitze gab es wohl lokale Schreibschulen, an denen Geistliche unterrichteten. Hierzu liegen allerdings kaum Quellen vor.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Peter Erhart |Titel=Lesen und Schreiben |Hrsg=Stiftarchiv Sankt Gallen |Sammelwerk=Lebenswelten des frühen Mittelalters in 36 Kapiteln. |Verlag=Kunstverlag Josef Fink |Ort=Lindenberg |Datum=2019 |ISBN=978-3-95976-182-6 |Seiten=13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem 12. Jahrhundert traten die [[Zisterzienser]] sowie die [[Bettelorden]] der [[Dominikaner]], [[Franziskanische Orden|Franziskaner]] und [[Karmeliten]] hinzu, die auch außerhalb der Klöster lehrten. Stets waren in diesen Schulen Geistliche die Lehrer. Später kamen die [[Prämonstratenser]] und die von [[Gerhard Groote]] gestifteten „[[Brüder vom gemeinsamen Leben]]“ hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mädchenbildung in Frauenklöstern ====&lt;br /&gt;
Auch Mädchen lernten in den Klöstern die Anfänge und konnten zu höheren Studien gelangen. Viele Frauenklöster betrieben Erziehung für die Töchter des Adels, von denen nicht wenige als Nonnen ein [[humanistisch]]es Gelehrtenniveau erreichten, wie [[Hrotsvit|Hroswitha von Gandersheim]] oder [[Hildegard von Bingen]]. Ein weiteres Beispiel ist [[Heloisa]], die Nichte des Kanonikers [[Fulbert (Kanoniker)|Fulbert]] von Paris. Sie begann im Kloster [[Notre-Dame (Argenteuil)]] und durfte wegen ihrer Begabung an die höhere Pariser Schule. Später wurde sie Äbtissin und bildete selbst im [[Le Paraclet|Parakletenkloster]] aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Régine Pernaud |Titel=Heloise und Abaelard ein Frauenschicksal im Mittelalter |Verlag=dtv |Ort=München |Datum=1994 |ISBN=978-3-423-30394-1 |Seiten=202-207}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Klosterschulen im deutschsprachigen Raum ====&lt;br /&gt;
Klosterschulen blieben im deutschsprachigen Raum lange Zeit die einzigen gelehrten Bildungsanstalten. Die ältesten Klosterschulen, die ihren Höhepunkt in ottonischer und salischer Zeit bzw. unter [[Karl der Große|Karl dem Großen]] erreichten, sind die 724 gegründete [[Kloster Reichenau|Reichenau]], [[Fürstabtei St. Gallen|St. Gallen]] (Mitte des 8. Jahrhunderts), [[Kloster Niederaltaich|Niederaltaich]] (731 bzw. 741), [[Rabanus-Maurus-Schule / Domgymnasium Fulda|Fulda]] (748), [[Prüm]] (752),  [[Bad Hersfeld|Hersfeld]] (769), [[Kremsmünster]] (777), [[Corvey]] (815), [[Stiftsgymnasium Melk|Melk]] a.d. Donau (985), [[Stift Sankt Florian|St. Florian]] (1071), [[Stift Admont|Admont]] (1074) sowie [[Hirsau]] (1091), das [[Schottenstift]] (1155) in [[Wien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== {{Anker|Pfarrschule}} Dom- und Pfarrschulen als Konkurrenz ====&lt;br /&gt;
Seit der karolingischen Zeit entstanden Dom- oder [[Kathedralschule]]n der Bischofsstädte, zu denen immer ein Kloster gehörte. Entscheidenden Auftrieb gab ihnen die [[Admonitio generalis]] (789), mit der Karl der Große eine Gründung überall vorschrieb, um die [[Christianisierung]] voranzutreiben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Peter Erhart |Titel=Auf dem Land |Hrsg=Stiftarchiv Sankt Gallen |Sammelwerk=Lebenswelten des frühen Mittelalters in 36 Kapiteln. |Verlag=Kunstverlag Josef Fink |Ort=Lindenberg |Datum=2019 |ISBN=978-3-95976-182-6 |Seiten=25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In den wachsenden Städten kamen weitere Pfarreischulen hinzu (&amp;#039;&amp;#039;Pfarrschulen&amp;#039;&amp;#039; unter dem jeweiligen Pfarrer, auch [[Küsterschule]]n unter Assistenz des Küsters).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Land waren die Priester nach einer Verordnung [[Theodulf von Orléans|Theodulfs von Orléans]], eines wichtigen Beraters Karls des Großen, verpflichtet, Schulen zu halten, in denen sie Lese- und Schreibunterricht anboten. Solch eine Schule ist um 820 im unterrätischen Gerichtsort Rankweil durch die Nennung eines Lehrers (magister) Andreas und zweier Schüler Valerius und Vigilius bezeugt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die höhere Bildung ging ab dem 13. Jahrhundert an die in Italien, England und Frankreich neu entstehenden [[Universität]]en über. Eine bedeutende Schule im Übergang war z.&amp;amp;nbsp;B. in Paris [[Saint-Victor (Paris)|Saint-Victor]] mit [[Wilhelm von Champeaux]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Rainer Berndt]]: &amp;#039;&amp;#039;Sankt Viktor, Schule von&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Theologische Realenzyklopädie]]&amp;#039;&amp;#039; (TRE), Bd. 30, Berlin/New York 1999, S. 42–46, hier S. 43.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Unterricht ====&lt;br /&gt;
Der [[Elementarunterricht]] umfasste Lesen, Kirchengesang, Rechnen und Latein für den Gottesdienst (Paternoster, [[Credo]]). Das reichte auch für den einfachen [[Weltklerus]]. Der höhere Unterricht in den Klosterschulen richtete sich nach [[Paulus Diaconus]], dessen Empfehlungen auch immer Zeit zum Spielen vorsahen. Der Lehrstoff umfasste als theologischen Lehrkursus&lt;br /&gt;
das [[Bibelstudium]], die kirchlichen Ordnungen und Regeln sowie als antikes Erbe die sieben [[Freie Künste|freien Künste]], das [[Trivium]] (Grammatik, Rhetorik und Dialektik) und das [[Quadrivium]] (Musik, Arithmetik, Geometrie und Astronomie).&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Durch den [[Klosterplan von St. Gallen]] sind wir über die Methoden, die Hilfsmittel wie Lexika, Wörterbücher und die Prüfungen informiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühe Neuzeit ===&lt;br /&gt;
In der [[Römisch-katholische Kirche|katholischen Kirche]] verdrängten in der frühen Neuzeit oft die neu konzipierten [[Jesuitenkolleg]]ien die älteren Lehranstalten der Benediktiner, während die neueren der [[Barnabiten]] und [[Piaristen]] im Hintergrund blieben. Die Schulen der Bettelorden bestanden weiter. Die Aufhebung des [[Jesuiten]]ordens beendete dies im späten 18. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Theologische Hauslehranstalt ====&lt;br /&gt;
Die klostereigenen [[Theologische Hauslehranstalt|Theologischen Hauslehranstalten]] in Österreich und der Schweiz fokussierten ihre Ausbildung auf den theologischen Bereich, weil sie bereits auf in den Klosterschulen vorgebildete Knaben zurückgreifen konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Klosterschulen für Mädchen ====&lt;br /&gt;
In der Frühen Neuzeit wurden weitere neue Kongregationen zur Mädchenerziehung gegründet, etwa die [[Ursulinen]], die [[Katharinerinnen]] und die [[Englische Fräulein|Englischen Fräulein]]. Die Klosterschulen für Mädchen wurden in katholischen Ländern besonders von höheren Ständen genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Andreas Rutz]] |Titel=Bildung - Konfession - Geschlecht :religiöse Frauengemeinschaften und die katholische Mädchenbildung im Rheinland (16. - 18. Jahrhundert) |Ort=Mainz |Datum=2006 |ISBN=978-3-8053-3589-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im 20. Jahrhundert haben sich diese Schulen sozial geöffnet, doch leiden alle Frauenorden im deutschsprachigen Raum, die in der Erziehung tätig sind, im 21. Jahrhundert an mangelndem Nachwuchs. Daher sind viele Einrichtungen etwa der Ursulinen zu bischöflichen Schulen geworden oder werden durch neu gegründete Stiftungen unterhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://angela-dueren.de/wir-ueber-uns/geschichte/ |titel=Geschichte – St. Angela-Schule Düren |sprache=de-DE |abruf=2022-02-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Evangelische Klosterschulen ====&lt;br /&gt;
In einigen Ländern, die sich der [[Reformation]] anschlossen, wurden die Einkünfte mehrerer Klöster und [[Domstift]]er zur Stiftung von [[Gelehrtenschule]]n verwendet, welche immer noch die Namen Klosterschulen, [[Domschule]]n oder [[Fürstenschule]]n führen. Auch wurden ganze Klöster in Schulen umgewandelt. So entstanden beispielsweise in [[Sachsen]] die Schulen in [[Schulpforta]], [[Meißen]] und [[Merseburg]] (später nach [[Grimma]] verlegt); in Thüringen die Schule in [[Klosterschule Roßleben|Roßleben]]; [[Klosterschule Ilfeld|Ilfeld]] gehörte bis 1866 als Exklave zu [[Königreich Hannover|Hannover]]. In Württemberg wurden nach der Reformation durch die 1556 erlassene &amp;#039;&amp;#039;Klosterordnung&amp;#039;&amp;#039; die vierzehn verbliebenen Mönchsklöster mit einer Ausnahme ebenfalls in Klosterschulen umgewandelt. Von diesen Klosterschulen existieren heute einzig noch die [[Evangelische Seminare Maulbronn und Blaubeuren|Evangelischen Seminare Maulbronn und Blaubeuren]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sexueller Missbrauch in Klosterschulen ==&lt;br /&gt;
Bereits in der [[Zeit des Nationalsozialismus]] wurde [[Sexueller Missbrauch in der römisch-katholischen Kirche|sexueller Missbrauch]] in Klosterschulen zum Gegenstand öffentlicher Angriffe gegen diese Erziehungsform.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Hans Günter Hockerts]] |Titel=Die Sittlichkeitsprozesse gegen katholische Ordensangehörige und Priester, 1936/1937: Eine Studie zur nationalsozialistischen Herrschaftstechnik und zum Kirchenkampf |Sammelwerk=Veröffentlichungen der Kommission für Zeitgeschichte bei der Katholischen Akademie in Bayern. Series B: Forschungen |Nummer=6 |Verlag=Matthias-Crunewald-Verlag |Ort=Mainz |Datum=1971 |ISSN=1937-5239 |DOI=10.1086/ahr/77.4.1148-a}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bestehende Missstände wurden gezielt ausgenutzt, um den Kirchenkampf gegen die katholische Kirche zu begründen und katholische Schulen zu schließen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Sven Felix Kellerhoff |Titel=Nationalsozialismus: Die katholische Kirche ein &amp;quot;Sexualsumpf&amp;quot;? |Sammelwerk=Die Welt |Datum=2013-06-07 |Online=https://www.welt.de/geschichte/article116887321/Die-katholische-Kirche-ein-Sexualsumpf.html |Abruf=2022-02-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Als sexueller Missbrauch von Abhängigen in den 1930er und 1940er Jahren sind beispielsweise die Übergriffe des Internatsleiters der [[Regensburger Domspatzen]], [[Friedrich Zeitler]], zu nennen. Der Priester Zeitler gestand 1959 in einem Strafprozess wegen „Unzucht mit Abhängigen“, dass er einen Zögling bereits 1941 im Domspatzen-Internat sexuell missbraucht hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Robert Werner: &amp;#039;&amp;#039;Die Causa Georg Zimmermann&amp;#039;&amp;#039;. [[regensburg-digital]].de, 11. Mai 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Debatte um den sexuellen Missbrauch in katholischen Klosterschulen erhielt neue Beispiele durch Fälle z.&amp;amp;nbsp;B. im [[Benediktinergymnasium Ettal]] oder in den jesuitischen Gymnasien [[Canisius-Kolleg Berlin]] und [[Aloisiuskolleg]] Bad Godesberg um 2010.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der ältesten Schulen im deutschsprachigen Raum]]&lt;br /&gt;
* [[Liste frühmittelalterlicher Schulgründungen in West- und Zentraleuropa]]&lt;br /&gt;
* [[Klosterschule (Bulgarien)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Georg Schwaiger (Historiker)|Georg Schwaiger]]: &amp;#039;&amp;#039;Orden und Klöster. Das christliche Mönchtum in der Geschichte&amp;#039;&amp;#039;, München 2002&lt;br /&gt;
* [[Roland Girtler]]: &amp;#039;&amp;#039;Die alte Klosterschule – eine Welt der Strenge und der kleinen Rebellen&amp;#039;&amp;#039;, Wien: Böhlau 2000. ISBN 978-3-205-21041-2 (enthält eine Geschichte seit der Zeit Benedikts)&lt;br /&gt;
* [[Juliane Jacobi]]: &amp;#039;&amp;#039;Mädchen- und Frauenbildung in Europa. Von 1500 bis zur Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;. Campus, Frankfurt a.&amp;amp;nbsp;M. 2013. ISBN 978-3-593-39955-3&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4298025-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4298025-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Konfessionelle Schule| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Katholisches Bildungswesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schulgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Universitätsgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klostergeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Internatsform]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gudrun Meyer</name></author>
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