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	<title>Klosterkirche Verchen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2026-02-12T06:53:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Verchen-klosterkirche.jpg|mini|hochkant|Klosterkirche in Verchen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Verchen-Klosterkirche-innen-001.JPG|mini|Blick zum Chor mit historischen Glasfenstern]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Verchen-mittelschrein.jpg|mini|hochkant|Mittelschrein des Altars um 1420]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Verchen-schnitzaltar.jpg|mini|Reste eines Schnitzaltars aus dem 16. Jhd.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Klosterkirche&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; in [[Verchen]], einer Gemeinde im [[Landkreis Mecklenburgische Seenplatte]] in [[Mecklenburg-Vorpommern]], geht auf das ehemalige [[Kloster Verchen]] zurück, das an dieser Stelle vom 13. bis zum 16. Jahrhundert bestand. Zu den bedeutendsten Kunstschätzen der Kirche zählen vor allem die [[Bleiglasfenster]] im Chor, außerdem haben sich die Überreste mehrerer Altäre des 15. und 16. Jahrhunderts in der Kirche erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Baugeschichte und Architektur ==&lt;br /&gt;
Mit dem Bau der Kirche wurde nach dem Umzug des Klosters nach Verchen im Jahr 1269 begonnen. Den Kern der Kirche bildet ein rechteckiger [[Backstein]]bau mit Flachdecke und schlanken [[Spitzbogen]]fenstern, die an der Südseite zu Dreiergruppen, an der Nordseite gereiht oder zu Zweiergruppen angeordnet sind. Im 15. Jahrhundert wurde die Kirche um den fünfseitigen nach Osten ausgerichteten [[Chor (Architektur)|Chor]] sowie um den an der Nordseite aufragenden Turm ergänzt, in dessen Untergeschoss eine Seitenkapelle eingerichtet war, die heute als Eingangshalle dient. Die Fassade des Turms wird von mehreren [[Blende (Architektur)|Blenden]] gegliedert. An der Südseite der Kirche ist eine [[Sakristei]] angebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausstattung ==&lt;br /&gt;
=== Glas- und Wandmalereien ===&lt;br /&gt;
Zu den bedeutendsten Kunstschätzen der Kirche zählen die [[Glasmalerei]]en aus dem späten 15. Jahrhundert in drei Chorfenstern. Diese zählen zu den ältesten erhaltenen Glasmalereien in Mecklenburg-Vorpommern und zeigen in der mittleren Fenstergruppe eine Kreuzigungsgruppe, in der südöstlichen Fenstergruppe eine [[Anna selbdritt]] zwischen Petrus und Paulus sowie nach Nordosten eine Madonna zwischen Christophorus und Johannes Baptist. Im unteren Bereich des südöstlichen Chorfensters sind drei Wappen regionaler Adelsfamilien angebracht, von denen sich die Wappen der [[Maltzahn]] (Mitte) und der [[Hahn (mecklenburgisches Adelsgeschlecht)|Hahn]] (rechts) identifizieren lassen. Inschriften am unteren Rand des Nordostfensters erinnern an eine Restaurierung im 19. Jahrhundert und an die Beteiligung verschiedener Förderer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
File:Verchen-Klosterkirche-781.JPG|Madonna mit Christophorus und Johannes Baptist (Nordostfenster)&lt;br /&gt;
File:Verchen-Klosterkirche-782.JPG|Der Gekreuzigte mit Maria und Johannes (Ostfenster)&lt;br /&gt;
File:Verchen-Klosterkirche-780.JPG|Anna selbdritt mit Petrus und Paulus (Südostfenster)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An den Wänden des Langhauses sowie im Chorgewölbe haben sich verschiedene Malereien aus dem 15. Jahrhundert erhalten. Neben szenischen Darstellungen (im Langhaus teilweise verdeckt) fallen vor allem die außergewöhnlichen [[Drolerie]]n mit farbigen Fratzenköpfen im Chorgewölbe auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Altäre und Figuren ===&lt;br /&gt;
Der [[Altaraufsatz|Aufsatz]] des Altars im Chor besteht aus dem Mittelschrein eines Schnitzaltars aus der Zeit um 1420 mit einer [[Fassung (Bemalung)|farbig gefassten]] [[Verkündigung an Maria|Verkündigungsszene]] und einer Darstellung der [[Dreifaltigkeit]] auf Engelspodest, darüber ein [[Maßwerk]]kamm desselben Alters. Die bemalte [[Predella]] mit [[Schweißtuch der Veronika]], gehalten von Engeln und flankiert von Petrus und Paulus, stammt aus der Zeit um 1500.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Turmkapelle werden außerdem die Überreste eines weiteren Schnitzaltars mit verschiedenen Heiligenfiguren vom Anfang des 16. Jahrhunderts ausgestellt. Das im Chorbogen aufgehängte hölzerne [[Kruzifix]] sowie drei große Schnitzfiguren (trauernder Johannes sowie Maria und nochmals Johannes) stammen ebenfalls noch aus dem 15. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonstige Ausstattung ===&lt;br /&gt;
Die farbig gefasste [[Kanzel]] mit reichem Schnitzdekor stammt aus der Mitte des 17. Jahrhunderts. Die [[Orgel]] auf der im hinteren Teil des Langhauses eingezogenen [[Empore]] wurde 1881 von [[Barnim Grüneberg]] in Stettin gefertigt. Sie umfasst acht [[Register (Orgel)|Register]] auf einem [[Manual (Musik)|Manual]] und [[Pedal (Orgel)|Pedal]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://organindex.de/index.php?title=Verchen,_Klosterkirche |titel=Informationen zur Orgel auf Organ index |abruf=2023-10-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirche ist im Besitz von drei historischen Glocken, die 1460, 1619 von [[Dietrich Lamprecht]] und 1740 von [[Michael Begun]] in Friedland gegossen wurden. Zum Kirchenschatz zählen ferner verschiedene liturgische Geräte aus Silber und Zinn aus dem 15. bis 18. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erinnerung an den Ersten Weltkrieg ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Verchen Kirche mit Findlingen 2876.jpg|alternativtext=Denkmal für den 1. Weltkrieg|mini|Erinnerung an die gefallenen Soldaten des 1. Weltkrieges. Foto April 2022]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Verchen DM 1. WK 2812.jpg|alternativtext=Ehrung der Gefallenen des 1. Weltkrieges. |mini|Jedem Gefallenen ist ein Stein gewidmet. Foto April 2022]]&lt;br /&gt;
Eine Gruppe von Findlingen auf dem Kirchhof erinnert an die Soldaten, die den Wahnsinn des Ersten Weltkrieges mit ihrem Leben bezahlen mussten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glocken ==&lt;br /&gt;
Zur Zeit des [[Friedrich Wilhelm I. (Preußen)|Soldatenkönigs]] gab es Streit um die große Glocke. Im benachbarten mecklenburgischen Seltz war die Kirche abgebrannt. Die heil gebliebene Glocke kam nach Verchen. Es entbrannte ein längerer Rechtsstreit, ob die Glocke bezahlt oder geborgt war. Die Bewohner des Dorfes Verchen wandten sich an den Soldatenkönig. Das entscheidende Argument war wohl: „Da Verchen an der Grenze zu Mecklenburg liegt, können die Deserteure bei einer Flucht nicht verfolgt werden, weil eine kleine Glocke nicht genügend weit zu hören ist.“ Der König entschied endgültig und zu Gunsten der Gemeinde Verchen. Für gefasste Deserteure bedeutete dies oft den qualvollen Tod. &lt;br /&gt;
[[Datei:Verchen Glocken 2823A.jpg|alternativtext=Das Geläut von Verchen.|mini|Glocken im separat stehenden Glockenturm. Foto April 2022]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Bau- und Kunstdenkmale in der DDR, Bezirk Neubrandenburg&amp;#039;&amp;#039;, Berlin 1986, S. 110–113.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{LBMV PPN|313079307}}&lt;br /&gt;
* [https://www.kirchengemeinde-verchen-kummerow.de Website der Kirchengemeinde]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=53.85116|EW=12.904402|type=landmark|region=DE-MV}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Verchen, Klosterkirche}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Verchen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude der Propstei Demmin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude der Kirchenprovinz Pommern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut im 13. Jahrhundert]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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