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	<title>Kloster Walderbach - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Dieringer63: Link auf Archiv für österreichische Geschichte; Kleinkram</title>
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		<updated>2026-01-23T21:57:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Link auf Archiv für österreichische Geschichte; Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Zisterzienserkloster&lt;br /&gt;
 | Titel = Kloster Walderbach&lt;br /&gt;
 | Bild = WALDERBACH ANSICHT.jpg&lt;br /&gt;
 | Beschreibung = &lt;br /&gt;
 | Bildbreite = &lt;br /&gt;
 | Lage = {{DEU}}&amp;lt;br /&amp;gt;[[Bayern]]&lt;br /&gt;
 | Bistum = [[Bistum Regensburg|Regensburg]]&lt;br /&gt;
 | Breitengrad = 49.1845&lt;br /&gt;
 | Längengrad = 12.3783&lt;br /&gt;
 | Region-ISO = DE-BY&lt;br /&gt;
 | Nummer = 192&lt;br /&gt;
 | Patrozinium = &lt;br /&gt;
 | Gründungsjahr = [[1130]]&lt;br /&gt;
 | Ursprungsorden = [[Augustiner-Chorherren]]&lt;br /&gt;
 | zisterziensisch = [[1669]]&lt;br /&gt;
 | Auflösung = [[1803]]&lt;br /&gt;
 | Wiederbesiedlung = &lt;br /&gt;
 | Wiederauflösung = &lt;br /&gt;
 | Mutterkloster = [[Kloster Waldsassen]]&amp;lt;br /&amp;gt; [[Kloster Aldersbach]]&lt;br /&gt;
 | Primarabtei = [[Kloster Morimond]]&lt;br /&gt;
 | Kongregation = [[Oberdeutsche Zisterzienserkongregation]]&lt;br /&gt;
 | Tochterklöster = &amp;#039;&amp;#039;keine&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kloster Walderbach&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch: &amp;#039;&amp;#039;Kloster Waldersbach&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Walderbaum&amp;#039;&amp;#039;; lat. &amp;#039;&amp;#039;Monasterium Walderbacum&amp;#039;&amp;#039; u.&amp;amp;nbsp;ä.)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Historischer Verein für Niederbayern |Titel=Verhandlungen des Historischen Vereins für Niederbayern |Datum=1870 |Online=https://books.google.de/books?id=M-RBAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA99 |Abruf=2023-05-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Paul Joachimsohn |Titel=Die humanistische Geschichtschreibung in Deutschland |Verlag=P. Hanstein |Datum=1895 |Online=https://books.google.de/books?id=UhAPAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA196 |Abruf=2023-05-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ist eine ehemalige [[Abtei]] der [[Zisterzienser]] in [[Walderbach]] in [[Bayern]] und wird als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kreismuseum Walderbach&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; vom [[Landkreis Cham]] genutzt.&lt;br /&gt;
[[Datei:WALDERBACH KIRCHE.jpg|mini|Klosterkirche von Nordwest]]&lt;br /&gt;
[[Datei:WALDERBACH SEITENSCHIFF.jpg|mini|hochkant|Nördliches Seitenschiff]]&lt;br /&gt;
[[Datei:WALDERBACH ROMANIK.jpg|mini|hochkant|Romanisches Eingangsportal]]&lt;br /&gt;
[[Datei:WALDERBACH NORDEN.jpg|mini|Nordseite]]&lt;br /&gt;
[[Datei:WALDERBACH GRAB.jpg|mini|hochkant|Grabplatte mit Relief]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kloster Walderbach-1.JPG|mini|Klostergebäude]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Von der Gründung bis zur Klosteraufhebung 1556 ===&lt;br /&gt;
Um 1140 gründete Burggraf &amp;#039;&amp;#039;Otto I. von [[Burggraf von Regensburg|Riedenburg]]&amp;#039;&amp;#039; aus dem Haus der [[Babonen]] in Walderbach ein der [[Maria (Mutter Jesu)|Gottesmutter]] und dem Hl. [[Nikolaus von Myra|Nikolaus]] geweihtes [[Augustiner-Chorherrenstift]] als [[Hauskloster]] und Familiengrablege. Das Kloster wurde 1143 erstmals urkundlich erwähnt, als es in ein [[Zisterzienser]]kloster umgewandelt und dadurch vom [[Kloster Waldsassen]] aus besetzt wurde. Von Walderbach aus wurden keine weiteren Klöster gegründet. Die Klostergründung wird als Machtdemonstration der Babonen gegenüber den [[Diepoldinger-Rapotonen]] gesehen, die kurz zuvor die Klöster [[Kloster Reichenbach am Regen|Reichenbach]] und Waldsassen gegründet hatten. Neben dem Klostergründer ist auch &amp;#039;&amp;#039;Richardis&amp;#039;&amp;#039;, eine Schwester des [[Leopold V. (Österreich)|Leopold V.]] von Österreich, als Wohltäterin des Klosters zu erwähnen; sie schenkte dem Kloster 300 Menschen, Kinder nicht mitgerechnet, von denen die Männer fünf und die Frauen drei Pfennige an Abgaben zu leisten hatten. Der Stifter stattete das Kloster mit Besitzungen in [[Mittelfranken]] (z.&amp;amp;nbsp;B. Auernheim bei [[Treuchtlingen]], Hofstetten und Meckenhausen bei [[Hilpoltstein]]) und [[Niederösterreich]] (z.&amp;amp;nbsp;B. Gottsdorf bei [[Persenbeug]] oder Untergrafendorf bei [[Böheimkirchen]]), aber auch in der [[Oberpfalz]] (z.&amp;amp;nbsp;B. Biberbach bei [[Treffelstein]], Taimering bei [[Riekofen]]) aus. Papst [[Innozenz IV.]] stellt 1249 das Kloster und seine Besitzungen unter seinen Schutz; dabei werden 94 Ortschaften, Häuser, Grundstücke und eine [[Grangie]] aufgezählt. Die Besitzungen von Walderbach wurde auch durch Schenkungen von Adelsfamilien im Einzugsbereich des [[Regen (Fluss)|Regen]] bedeutsam erweitert, wobei Schenkungen der Familien der [[Satzenhofen]], der Segensberger, der [[Peilstein (Adelsgeschlecht)|Peilsteiner]], der [[Albrecht I. von Hohenfels|Hohenfelser]], der [[Schloss Kürn|Kürner zu Kürn]], der [[Schloss Hauzendorf|Hautzendorfer]], der [[Buchberg (Oberpfalz)|Buchberger]], der [[Zenger (Adelsgeschlecht)|Zenger]] von [[Schloss Altendorf|Altendorf]], den [[Burgstall Oberlichtenwald|Lichtenwaldern]], den [[Hofer von Lobenstein]] oder denen von [[Burgstall Neuhaus (Nittenau)|Neuhaus]] zu nennen sind. Für die Hofer von Lobenstein wurde das Kloster auch die Grablege. Der Grundbesitz blieb bis zur Klosterauflösung 1803 erhalten. Das Kloster erreichte im 13. und 14. Jahrhundert seine Blüte und besaß auch eine reichhaltige Bibliothek. Anfang des 15. Jahrhunderts sah sich das Generalkapitel der Zisterzienser in Cîteaux veranlasst, wegen des Verfalls der Klostersitten in Walderbach einzugreifen. Allerdings wurde wenig später das Kloster durch die [[Hussitenkriege]] überfallen und gebrandschatzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klosteraufhebung, erneute Gründung und Säkularisation ===&lt;br /&gt;
Im Zuge der von [[Ottheinrich]] 1556 eingeleiteten [[Reformation]] wurde das Kloster aufgehoben und von weltlichen Administratoren verwaltet. Ende 1562 verließ das letzte Ordensmitglied das Kloster und 1563 wurde es offiziell aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1669 wurde das Kloster wieder begründet und von Zisterziensern aus dem [[Kloster Aldersbach]] neu besiedelt. Die Gebäude wurden Ende des 17. Jahrhunderts im [[Barock|barocken]] Stil neu aufgebaut. Die teilweise aus dem 12. Jahrhundert stammende Klosterkirche blieb dabei weitgehend unverändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kloster wurde 1803 im Zuge der [[Säkularisation in Bayern|Säkularisation]] endgültig aufgelöst. Die Realien und einige Gebäude wurden 1804 versteigert. Die Kirche wurde katholische [[Pfarrkirche]] und in den Klostergebäuden wurden nacheinander [[Rentamt]], Landgericht, Pfarramt und eine Försterwohnung untergebracht. Im westlichen Seitenflügel wurde eine Brauerei eingerichtet. Heute ist in einem Flügel das Museum des Landkreises Cham untergebracht. Bibliothek und Archiv wurden aufgelöst und nach [[Amberg]] verbracht und befinden sich heute im [[Staatsarchiv Amberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klosterkirche ==&lt;br /&gt;
=== Architektur ===&lt;br /&gt;
[[Architekturgeschichte|Baugeschichtlich]] von Interesse sind der weitgehend in seiner ursprünglichen [[Romanik|romanischen]] Form erhaltene Kirchenbau und die original erhaltenen ornamentalen Malereien auf den Rippen, Scheid- und Gurtbögen der Gewölbe. Der dreigeschossige [[Rokoko]]turm der Kirche mit Pilastergliederung und [[Zwiebelhaube]] wurde erst 1779 an Stelle der ursprünglich romanischen Vorhalle erbaut. An der Nordseite der Kirche steht ein langgestreckter gotischer Kapellenanbau aus dem 14. Jahrhundert mit an der Ostseite zweibahnigen, sonst einbahnigen Maßwerkfenstern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirche ist eine romanische Hallenkirche aus dem letzten Drittel des 12. Jahrhunderts zu acht Jochen mit Kreuzrippengewölbe. Der durch Grabungen belegte ursprüngliche Ostabschluss mit drei [[Apsis|Apsiden]] ist nicht erhalten. Er wurde in der Zeit des Rokoko durch einen dreiseitigen Ostabschluss ersetzt. Im Übrigen ist die Raumwirkung durch die für den Zisterzienserorden typische, fortschrittliche Form der Gewölbe geprägt. Nach [[Georg Dehio]] gehört die Klosterkirche von Walderbach zu den interessantesten Gewölbebauten des bayerischen Stammlands. Das Außenbauwerk ist durch die im 18. Jahrhundert vergrößerten Rundbogenfenster bestimmt. Im Westen wird die Kirche durch ein um 1200 entstandenes zweistufiges Gewändeportal mit eingestellten, vielfältig profilierten Säulen erschlossen, das heute im Innern des Turms steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Innern ist die romanische Bauform des Langhauses sehr gut erhalten. Kreuzförmige Pfeiler mit eingestellten Rundstäben tragen die im Mittelschiff querrechteckigen, in den Seitenschiffen quadratischen Kreuzrippengewölbe. Im Westen ist eine unterwölbte Empore eingebaut. In den beiden westlichen Jochen nimmt die Mittelschiffsbreite leicht nach Osten hin zu. Der Chor ist durch ein [[Tonnengewölbe]] mit [[Stichkappe]]n über einer Pilastergliederung abgeschlossen. Über dem leicht einspringenden [[Chorbogen]] ist das Wappen des von 1752 bis 1768 amtierenden Abtes Gerardus Paumann angebracht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;dehio&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausstattung ===&lt;br /&gt;
Mehrere Altäre aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts bilden die Hauptwerke der Ausstattung. Der Hauptaltar ist ein breit proportionierter, viersäuliger Baldachinaufbau mit spätbarock-frühklassizistischer Ornamentik. Das Altarblatt zeigt die Patrone der Kirche St. Nikolaus und Maria; als Seitenfiguren mit goldener Fassung sind links der [[Bernhard von Clairvaux|heilige Bernhard]], rechts die [[Luitgard von Wittichen|heilige Luitgard]] kniend vor dem Gekreuzigten dargestellt. An den Säulensockeln sind elfenbeinfarben gefasste Schnitzreliefs mit Szenen aus dem Leben des heiligen Nikolaus zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sechs Seitenaltäre sind als flache Säulenaufbauten mit Ornamenten aus Ranken-, Bandel- oder Muschelwerk gestaltet. Die östlichen Altäre sind mit reich gefassten Reliquientabernakeln der Heiligen Probus und Fausta sowie mit Altarblättern von Valentin Reischl aus Waldmünchen ausgestaltet, die links den heiligen Sebastian und rechts den heiligen [[Johann Nepomuk]] zeigen. Die mittleren Altäre sind dem heiligen Bernhard bzw. den [[Vierzehn Nothelfer]]n geweiht. Der nordwestliche Seitenaltar zeigt im Gemälde den Tod des heiligen Joseph und als Seitenfiguren die Heiligen Joachim und Anna, der gegenüberliegende Altar im Gemälde das [[Martyrium]] der heiligen Barbara und als Seitenfiguren die Heiligen [[Johannes der Täufer|Johann Baptist]] und Elisabeth.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kanzel ist mit Rocailleornamentik ausgestattet und als Bekrönung mit einem Engel, der die Gesetzestafeln präsentiert. Der Orgelprospekt aus der Zeit um 1760 wurde von Conrad Wild geschaffen und trägt das Wappen des Abts Gerardus Paumann († 1768).&amp;lt;ref name=&amp;quot;dehio&amp;quot; /&amp;gt; Das Werk aus dem Jahr 1983 stammt von [[Ignaz Weise|Michael Weise]] und hat 24 [[Register (Orgel)|Register]] auf zwei [[Manual (Musik)|Manualen]] und [[Pedal (Orgel)|Pedal]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://orgbase.nl/scripts/ogb.exe?database=ob2&amp;amp;%250=2009329&amp;amp;LGE=NL&amp;amp;LIJST=lang|titel=Informationen zur Orgel auf orgbase.nl|abruf=2019-04-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die auf das Jahr 1735 datierten Kreuzwegbilder sind mit lateinischen und deutschen Sprüchen versehen, die 15. Station zeigt die [[Helena (Mutter Konstantins des Großen)|heilige Helena]]. Von den Grabdenkmälern ist besonders die Grabplatte des Stifters von Kloster Walderbach, Burggraf Otto I. († 1143) im Plattenboden vor dem Chorbogen historisch bedeutsam. An den Emporenpfeilern sind die Rotmarmorplatten mit den figürlichen Reliefs der Äbte Georg († 1536, Nordseite) und Georg Thannhauser († 1521, Südseite) zu beachten. Ein weiteres ungewöhnliches Epitaph ist die Ätzplatte mit einer Darstellung der Kreuzigung sowie mit zahlreichen Wappen der [[Ahnenprobe]] für die Jungfrau Agnes Hofer von Lobenstein († 1599), eine Regensburger Arbeit aus dem Jahr 1606.&amp;lt;ref name=&amp;quot;dehio&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klostergebäude ==&lt;br /&gt;
Die südlich anschließenden Klostergebäude wurden um 1680 neu erbaut. Sie sind um einen rechteckigen Innenhof gruppiert, an den Südflügel schließt sich in westlicher Richtung ein Verlängerungsbau an. Seit 1962 sind in den Klostergebäuden ein Museum, ein Kindergarten und ein Gasthof untergebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Klostergebäude sind dreigeschossige Walmdachbauten mit [[Diamantquader]]n als Eckbetonung und Fensterbekrönung. An dem erwähnten Verlängerungsbau ist ein leicht asymmetrisch angeordneter, segmentbogenförmig vorspringender [[Risalit]] mit etwas anspruchsvollerer Gliederung (unter anderem durch [[Volutengiebel]]) angebaut, hinter dem sich der zweigeschossige Festsaal befindet. Im Westflügel und im östlichen Teil des Verlängerungstrakts ist die [[Prälatur]] untergebracht. Über dem Eingang an der Westseite ist ein Erker mit drei schmiedeeisernen Fenstergittern vom Beginn des 18. Jahrhunderts angeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den zumeist gewölbten Räumen ist die Stuckierung der Decken aus der Bauzeit weitgehend erhalten geblieben. Im zweigeschossigen Festsaal, an den sich einst an der Westseite der Gästeflügel anschloss, sind lange, ursprünglich gewölbte Fenster nach beiden Seiten und ein flaches [[Spiegelgewölbe]] mit Stichkappen angeordnet. Das Deckengewölbe von 1768, das [[Otto Gebhard]] aus Prüfening zugeschrieben wird, zeigt das Gastmahl Josephs in Ägypten. Zwischen den Stichkappen sind die Wappen der Äbte Gerardus Paumann (1752–1768), Nivardus Bixel (1768–1775) und des Klosters (Wappen der Königin von Ungarn und der Burggrafen von Regensburg-Steffling) dargestellt, an der West- und der Ostseite die Jahreszeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ersten Obergeschoss des Westtrakts ist ein [[Einstützenraum]] mit zwei kreuzgratgewölbten Jochen und einem gelbglasierten, klassizistischen Kachelofen aus dem Jahr 1817 eingebaut. Südöstlich schließt sich ein Raum mit einem Deckenfresko an, das die Heilige Maria Magdalena als Büßerin darstellt und mit „[[Cosmas Damian Asam|C. D. Asam]] invenit 1718“ bezeichnet ist. Im Westtrakt sind außerdem zwei Türrahmungen aus dem Jahr 1680 zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Klostereinfriedungsmauer aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts und die Gartenmauer mit zwei Portalen aus dem 17./18. Jahrhundert sind zu großen Teilen erhalten. Nördlich des Klosterbezirks ist das ehemalige Klosterrichterhaus mit einer Gedenktafel für den hier geborenen [[Franz Xaver Witt]] von 1913 erbaut, ein Bauwerk mit Satteldach aus dem 17./18. Jahrhundert, das später aufgestockt und als Schulhaus verwendet wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;dehio&amp;quot;&amp;gt;Georg Dehio: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler. Bayern V: Regensburg und die Oberpfalz.&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Kunstverlag, München, Berlin 2008, ISBN 978-3-422-03118-0, S. 830–834.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Museum ==&lt;br /&gt;
Das in den historischen Räumen des Klostergebäudes untergebrachte volkskundliche Kreismuseum Walderbach dokumentiert die regionale Kulturgeschichte und zeigt auf drei Etagen 200 Jahre Alltagskultur der bäuerlichen und kleinbürgerlichen Bevölkerung im Landkreis Cham.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Heribert Batzl]]: &amp;#039;&amp;#039;Walderbach. Aus der Geschichte eines oberpfälzischen Zisterzienserklosters.&amp;#039;&amp;#039; Landratsamt, Cham 1988, ISBN 3-931210-02-2, 144 Seiten.&lt;br /&gt;
* Heribert Batzl: &amp;#039;&amp;#039;Säkularisation des Jahres 1803. Das Ende des Klosters Walderbach&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Die Oberpfalz&amp;#039;&amp;#039;, 91, 2003, S. 280–284.&lt;br /&gt;
* Manuela Daschner: &amp;#039;&amp;#039;Die Besitzungen des Zisterzienserklosters Walderbach (1669–1802). Grundherrschaft, Verwaltungssystem und Wirtschaftsführung eines Oberpfälzer Klosters&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Regensburger Beiträge zur Regionalgeschichte&amp;#039;&amp;#039;, 15, Archiv des St. Katharinenspitals, Ed. Vulpes, Regensburg 2013.&lt;br /&gt;
* Manuela Daschner: Das Kloster Walderbach und seine Besitzungen im Mittelalter. In Tobias Appl; Manfred Knedlik (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Oberpfälzer Klosterlandschaft. Die Klöster, Stifte und Kollegien der Oberen Pfalz.&amp;#039;&amp;#039; [[Friedrich Pustet KG|Friedrich Pustet]], Regensburg 2016, ISBN 978-3-7917-2759-2, S. 102–114.&lt;br /&gt;
* Hans Faltermeier: &amp;#039;&amp;#039;Die Musikpflege im Kloster Walderbach am Ende des 18. Jahrhunderts und sein bedeutendster Komponist, Eugen Pausch (1758–1838)&amp;#039;&amp;#039;. In: Manfred Knedlik, Georg Schrott (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Solemnitas ; barocke Festkultur in Oberpfälzer Klöstern. Beiträge des 1. Symposions des Kultur- und Begegnungszentrums Abtei Waldsassen vom 25. bis 27. Oktober 2002&amp;#039;&amp;#039;. Veröffentlichungen des Kultur- und Begegnungszentrums Abtei Waldsassen 1, Kallmünz 2003, S. 75–93.&lt;br /&gt;
* Harald Gieß: &amp;#039;&amp;#039;Der Festsaal im ehemaligen Zisterzienserkloster Walderbach. Geschichte – Ausstattung – Restaurierung&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch der bayerischen Denkmalpflege&amp;#039;&amp;#039;, 45/46 (1991/92; 1999), S. 145–165.&lt;br /&gt;
* Bärbel Kleindorfer-Marx: &amp;#039;&amp;#039;Die Zisterzienserabtei Walderbach&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Geschichte im Landkreis Cham&amp;#039;&amp;#039; 2 (1985), S. 25–37.&lt;br /&gt;
* Theodor Mayer: &amp;#039;&amp;#039;Fundatio monasterii in Walderbach nebst Vorerinnerungen über die Familie der Regensburger Burggrafen, Grafen von Stevening und Ridenburg&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Archiv für österreichische Geschichte|Archiv für Kunde österreichischer Geschichts-Quellen]]&amp;#039;&amp;#039; 12 (1854), S. 247–266.&lt;br /&gt;
* Georg Prantl: &amp;#039;&amp;#039;Der Baubestand des Zisterzienserklosters Walderbach im Jahre 1803&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Geschichte im Landkreis Cham&amp;#039;&amp;#039; 10 (1993), S. 151–157.&lt;br /&gt;
* Norbert E. Schmid: &amp;#039;&amp;#039;850 Jahre Zisterzienserkloster Walderbach. Publikationen und Ausstellungen&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Die Oberpfalz&amp;#039;&amp;#039;, 81, 1993, S. 254–255.&lt;br /&gt;
* Florian Stuiber-Kilger: &amp;#039;&amp;#039;Die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen der Säkularisation am Beispiel der Klöster Walderbach und Reichenbach&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Rodinger Heimat&amp;#039;&amp;#039;, 5, 1988, S. 137–141.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[s:Des Perlenfischers Töchterlein|Des Perlenfischers Töchterlein]]&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Fliegende Blätter]]&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, 1845, Hefte 12 und 13, S. 89–92 und 97–101 ([[Wikisource]]) – Erzählung mit Bezügen zum Kloster Walderbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [https://www.pfarrei-walderbach.de/seite/367225/Geschichte%20Pfarrkirche%20St.%20Maria%20und%20St.%20Nikolaus%20Walderbach.html Hervorragende Darstellung zum Bau, zur Geschichte und zum Ideal der Zisterzienser]&lt;br /&gt;
* {{KlosterBayern|KS0422||Zisterzienserkloster Walderbach – Romanik im Regental|autor=Peter Morsbach}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.bavarikon.de/object/bav:BSB-CMS-0000000000007741?lang=de Sammlungen und Ausstellungen unter Beteiligung des Kreismuseum Walderbach] im Kulturportal [[bavarikon]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=4321661-4|VIAF=249128491|REMARK=Siehe auch {{GND|1094733-4}} für das „Kreismuseum (Walderbach)“.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Zisterzienserkloster in Bayern|Walderbach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Augustiner-Chorherren-Stift in Bayern|Walderbach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kloster (12. Jahrhundert)|Walderbach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baugruppe (Städtebau) in Bayern|Walderbach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baugruppe (Städtebau) in Europa|Walderbach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Umgenutztes Bauwerk im Landkreis Cham|Walderbach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baugruppe (Städtebau) der Romanik|Walderbach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sakralbau im Landkreis Cham]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Walderbach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1143]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klosteranlage|Walderbach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (Landkreis Cham)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Landkreis Cham)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christentum im Landkreis Cham]]&lt;/div&gt;</summary>
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