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	<title>Kloster Schuttern - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kloster_Schuttern&amp;diff=234974&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-23660-82: /* Geschichte */Satz entfernt, der so keinen Sinn ergibt, die Herren von Geroldseck sind erst fast 300 Jahre nach den späten Karolingern im Ostfrankenreich, weiteres auf Disk</title>
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		<updated>2026-04-27T14:48:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte: &lt;/span&gt;Satz entfernt, der so keinen Sinn ergibt, die Herren von Geroldseck sind erst fast 300 Jahre nach den späten Karolingern im Ostfrankenreich, weiteres auf Disk&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Territorium im Heiligen Römischen Reich&lt;br /&gt;
|Name= Reichsabtei Schuttern&lt;br /&gt;
|Wappen = [[Datei:Freiburg Haus zum Landeck Wappen.jpg|350px]] Links (heraldisch rechts) das Abteiwappen&lt;br /&gt;
|Karte = [[Datei:Reichsstädte Offenburg - Gengenbach - Zell am Harmersbach, Michal 1725.png|350px]]&lt;br /&gt;
|Bildtext = Die Abtei Schuttern im Westen an der Schutter nördlich von Lahr („Lohr“) gelegen&lt;br /&gt;
|Alternativnamen = Reichskloster &lt;br /&gt;
|Vorläufer = karolingischem und ottonischem Reichskloster; bischöflichem [[Eigenkloster]]&lt;br /&gt;
|Periode = [[Frühmittelalter]] (als Königs- und Reichskloster); Am Beginn der [[Frühe Neuzeit|Frühen Neuzeit]]&lt;br /&gt;
|Regierungsform = [[Wahlmonarchie]]&lt;br /&gt;
|Staatsoberhaupt = [[Reichsabt]]&lt;br /&gt;
|Region-ISO = [[Baden-Württemberg|DE-BW]]&lt;br /&gt;
|Reichstag = [[Reichsfürstenrat]]: 1 [[Kuriatstimme|Kuriatsstimme]] auf der [[Schwäbische Prälatenbank|Schwäbischen Prälatenbank]]&lt;br /&gt;
|Reichsmatrikel = 3 zu Ross, 13 [[Fußsoldat]]en, 90 [[Gulden]] (1521) &lt;br /&gt;
|Reichskreis = [[Schwäbischer Reichskreis]]&lt;br /&gt;
|Karte Reichskreis = [[Datei:Seltzlin map 1572.JPG|350px]] (Karte des Schwäbischen Kreises nach David Seltzlin 1572)&lt;br /&gt;
|Kreistag = Kreisstandschaft; 6 zu Ross und 26 Fußsoldaten (1532);&lt;br /&gt;
|Hauptstädte/Residenzen = [[Schuttern]], [[Propstei Wippertskirch]], [[Heiligenzeller Schlössle]]&lt;br /&gt;
|Dynastien = &lt;br /&gt;
|Konfession/Religion = [[römisch-katholische Kirche|römisch-katholisch]]&lt;br /&gt;
|Sprache/n = [[Deutsche Sprache|deutsch]]; [[Lateinisch]]&lt;br /&gt;
|Fläche = &lt;br /&gt;
|Einwohner = &lt;br /&gt;
|Währung = &lt;br /&gt;
|Nachfolger = 1801: [[Herzogtum Modena]]; 1803: [[Johanniterorden]]; 1805: [[Kurfürstentum Baden]]&lt;br /&gt;
|Siehe auch = &lt;br /&gt;
|Lage = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reichsabtei Schuttern&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (lat. &amp;#039;&amp;#039;Abbatia Schotterensis&amp;#039;&amp;#039;; Patrozinium: [[Maria (Mutter Jesu)|St. Maria]] und St. [[Petrus und Paulus]]) war ein [[Benediktiner]]kloster in [[Schuttern]] an der [[Schutter (Kinzig)|Schutter]] gelegen (heute Ortsteil der Gemeinde [[Friesenheim (Baden)|Friesenheim]] im [[Ortenaukreis]] in [[Baden-Württemberg]]). Es ist eine der vier frühen Mönchsabteien in der [[Ortenau]] und gehörte einst zum [[Erzbistum Straßburg|Bistum Straßburg]] und heute zum [[Erzbistum Freiburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Über die Gründung des Klosters Schuttern – gemäß der eigenen klösterlichen Tradition im Jahre 603 – liegen keinerlei Quellennachrichten vor. Eine frühmittelalterliche [[Cella|Zelle]], die nach einem nicht weiter zu identifizierenden [[Offo]] &amp;#039;&amp;#039;Offoniswilare&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Offonis Cella&amp;#039;&amp;#039; benannt ist, dürfte auf die vom [[Elsass]] ausgehende Christianisierung des rechtsrheinischen Landes im Vorfeld des Bistums Straßburg, auf die Wirkung der iro-schottischen Mission und damit auf das 7., wenn nicht schon auf das 6. Jahrhundert zurückgehen. Die weitere Geschichte des Klosterbesitzes in [[Ortenau]] und [[Breisgau]] legt eine Verflechtung mit dem elsässischen Herzogsgeschlecht der [[Etichonen]] und der ihnen verbundenen Adelssippen nahe, auch wenn das Kloster selbst, möglicherweise erst in karolingischer Zeit, unter den Schutz des Reichs gestellt wurde. Am Platz des Klosters selbst bestand eine römische Siedlung, wohl eine größere und repräsentativ ausgestattete [[Villa rustica]] des 4. nachchristlichen Jahrhunderts, von der [[Spolie]]n beim Bau der Klosterkirche und bei der Anlage der Gräber wiederverwendet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Versuch, den in der Klostertradition des 13. und 14. Jahrhunderts verehrten Klostergründer Offo mit einer [[Memoria (Architektur)|Memoria]], einer bereits in karolingischer Zeit mit einem Mosaik besonders ausgezeichneten Gedenkstelle, in Verbindung zu bringen, muss trotz ausführlicher archäologischer Dokumentation des Baubefundes Spekulation bleiben. Die Hochstilisierung des Offo als Klostergründer steht im Zusammenhang mit der politischen Agitation des Spätmittelalters gegen die amtierenden Klostervögte aus dem Haus Geroldseck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kloster wurde zwischen 746 und 753 durch [[Pirminius|Pirmin]] der [[Benediktinerregel]] unterstellt und errang in karolingischer Zeit eine bedeutende wirtschaftliche Stellung, so dass es 817 im [[Kapitularien|Kapitulare]] [[Ludwig der Fromme|Ludwigs des Frommen]] über das Heeresaufgebot der Reichsklöster (&amp;#039;&amp;#039;Notitia de servitio monasteriorum&amp;#039;&amp;#039;) in der Liste der 16 vermögendsten Reichsklöster erscheint. Gleichzeitig wurde hier eine hochqualifizierte [[Schreibschule]] gepflegt, wie ein vom damaligen [[Abt]] Beretrich in Auftrag gegebenes und von Diakon Liutharius geschriebenes [[Evangeliar]], heute in der [[British Library]] in London, belegt.&amp;lt;ref&amp;gt;London, British Library, Additional 47673; siehe auch [https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/bl_add47673 Digitalisat] der Universitätsbibliothek Heidelberg&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf der Seite 202v ist zu lesen: &amp;#039;&amp;#039;Ego Liutharius diaconus hunc biblum scripsi ob iussu bertrici abbatis, ad salutem querentibus anime vel legentibus…&amp;#039;&amp;#039;. [[Thomas Coke, 1. Earl of Leicester]] erwarb es und bewahrte es in seiner Bibliothek [[Holkham Hall]]. Danach kam es über den Nachfolger [[Thomas William Coke, 1st Earl of Leicester of Holkham]] in die [[British Library|Britische Bibliothek]].&lt;br /&gt;
[[Datei:SchutternGospelsFolio19rIncMatt.jpg|mini|Folio 16r aus den Schuttern-Evangelien (British Library, MS Add. 47673), Incipit zum Matthäusevangelium]]&lt;br /&gt;
Erst mit der Entmachtung der [[Etichonen]] als Herzöge des [[Elsass]] scheint sich der Einfluss der Königtums wieder geltend machen zu können; Kaiser [[Otto II. (HRR)|Otto II.]] verlieh dem Kloster 975 ein [[Kirchliche Immunität|Immunitätsprivileg]], das es aus der Gerichtsbarkeit der regionalen weltlichen Gewalten befreite und gewährte den Mönchen die [[Abtswahl bei den Benediktinern|freie Abtswahl]]. 1007/1009 schenkte der spätere Kaiser [[Heinrich II. (HRR)|Heinrich II.]] Schuttern zusammen mit [[Kloster Gengenbach]] dem von ihm neu gegründeten [[Hochstift Bamberg]], und bei seinem Besuch in Schuttern im Jahr 1016 übereignete er dem Kloster wegen seiner großen Armut die benachbarte Pfarrkirche von [[Friesenheim (Baden)|Friesenheim]]. Wenn jemals wirklich ein Bezug auf einen Klostergründer Offo bestand, wurde diese Tradition in dieser Zeit unterdrückt; das Kloster erscheint ab 1025 unter den Namen Schuttern (Scutera). Ob ein inhaltlicher und traditionsmäßiger Zusammenhang zwischen der Neuorientierung des Klosters als Bamberger [[Eigenkloster]], dem Namenswechsel und dem Motiv des Brudermords von [[Kain]] und [[Abel (Bibel)|Abel]] auf einem zu Beginn des 11. Jahrhunderts angelegten Bodenmosaik – dem ältesten seiner Art in Deutschland – an der Stelle der Memoria besteht, muss offenbleiben.&lt;br /&gt;
[[Datei:Klosteranlage Schuttern.jpg|mini|links|Reichsabtei Schuttern, Radierung von Franz Xaver Schönbaechel, Ende des 17. Jahrhunderts]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schutterns Kloster- und Pfarrkirche.jpg|mini|links|Schutterns Kloster- und Pfarrkirche]]&lt;br /&gt;
Zahlreiche Feuersbrünste setzten dem Kloster im 12. und noch im 13. Jahrhundert zu und vernichteten neben den romanischen Klostergebäuden vermutlich auch den größten Teil der urkundlichen Überlieferung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Jahr 1235 beginnt die urkundliche Belegbarkeit der [[Vogtei (HRR)|Klostervogtei]], über die in der vorhergehenden Zeit nur spekuliert werden kann. Belege, dass die [[Zähringer|Herzöge von Zähringen]] als Inhaber der Ortenauer Grafschaft vor 1218 die Vogtei ausgeübt hätten, bestehen nicht. Andererseits liegt die Vermutung nahe, dass die [[Herren von Geroldseck]] bereits vor 1235 Vogteirechte zur Aneignung von Klosterbesitz in nicht geringem Umfang missbraucht haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Absterben der Herren von Geroldseck in der [[Roeder von Diersburg (Adelsgeschlecht)|Diersburger Linie]] fiel die Vogtei 1277/1278 an das Haupthaus Geroldseck in der Hohengeroldsecker Linie zurück und war von da an von den von dort ausgehenden politischen Wirrnisse betroffen. Die Vogteirechte dienten den Geroldseckern als Basis, in der mittlerweile zur Stadt (1327) erhobenen Siedlung Schuttern eine [[Wasserschloss Schuttern|Burg]] zu errichten, die sie in der Zeit des [[Ludwig IV. (HRR)#Thronstreit (1314–1325)|habsburgisch-wittelsbachischen Thronstreits]] im frühen 14. Jahrhundert als Stützpunkt nutzten. Als Reaktion darauf zerstörten die Bürger der Stadt [[Straßburg]] 1334/1335 Kloster und Stadt. Im Zuge der geroldseckischen Erbauseinandersetzungen annektierten die [[Kurpfalz|Pfalzgrafen bei Rhein]] 1486 das Geroldsecker Territorium. Damit übernahmen sie 1486/1495 auch die Vogtei über Schuttern, die ihnen [[Maximilian I. (HRR)|Maximilian I.]] in der [[Landshuter Erbfolgekrieg|Bayerischen Fehde]] 1504 jedoch wieder abnahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der [[Bauernkrieg]] zog das Kloster 1525 in Mitleidenschaft. 1548 wurde es durch einen weiteren [[Großbrand]] in Schutt und Asche gelegt. Die [[Stadtrechte]] gingen in diesen Wirren wieder verloren. Im Jahr 1521 wurde die Abtei Schuttern allerdings in [[Reichstag zu Worms (1521)|Worms]] als altes Reichskloster und quasi reichsunmittelbare Abtei in die [[Reichsmatrikel]] aufgenommen. 1532 wird Schuttern zudem als Mitglied des [[Schwäbischer Reichskreis|Schwäbischen Reichskreises]] mit einem eigenen Kontingent in der Kreismatrikel geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Erneuerung des klösterlichen Lebens trat die [[Abtei]] Schuttern 1490 dem reformorientierten benediktinischen Klosterverband der [[Bursfelder Kongregation]] bei und gehörte ihr bis zu dem 1623 vom Straßburger Fürstbischof erzwungenen Austritt an. Im Jahr darauf, 1624, trat die Abtei auf Druck des Fürstbischofs in die neu gegründete &amp;#039;&amp;#039;Straßburger Benediktinerkongregation&amp;#039;&amp;#039; ein. Reformansätze wurden unter Mithilfe der Abteien Weingarten, Ochsenhausen und St. Blasien verfolgt. 1633 unter dem Abt [[Tobias Rösch]] zerstörten die Schweden das Kloster und vertrieben die Mönche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der politischen Orientierung nach [[Vorderösterreich|Österreich]] ab 1504 wurde der Abt des weiterhin formell der Bamberger Kirche gehörenden Klosters zum Ende des 17. und Beginn des 18. Jahrhunderts praktisch Mitglied der vorderösterreichischen Landstände. Der Turm der barocken Kirche wurde in den Jahren 1722–23 unter Abt Placidus II. Hinderer (1708–1727) errichtet. Sein Bau wird dem Vorarlberger Baumeister [[Peter Thumb]] zugeschrieben, auch wenn es keine ausreichenden Belege dafür gibt. Auch den barocken Klosterneubau errichtete ab 1722 Peter Thumb. Österreichisches Militär schlug 1743 Unruhen unter den Schutterner Bauern nieder. Unter Abt Karl Vogel (1753–1786) erlebte das Kloster noch einmal eine Blüte, in welcher in den Jahren 1767–1772 die heutige spätbarocke [[Abteikirche]] durch den Baumeister [[Joseph Michael Schnöller]] errichtet wurde und 1772 [[Konsekration#Weitere Konsekrationshandlungen|konsekriert]] werden konnte. Deren Innenausstattung fertigte der Stuckateur Christian Eitel&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hermann Brommer]]: &amp;#039;&amp;#039;Joseph Michael Schnöller (1707–1767) –- Ein Tiroler Barockbaumeister am Oberrhein&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Badische Heimat]]&amp;#039;&amp;#039;, Heft 1, März 1979, S. 17 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anno 1770 übernachtete hier [[Marie-Antoinette]], Tochter Maria Theresias und zukünftige Gemahlin des französischen Thronfolgers [[Ludwig XVI.]], auf ihrer [[Brautfahrt der Marie-Antoinette|Reise von Wien]] nach [[Versailles]] zum letzten Mal auf deutschem Boden.&lt;br /&gt;
Im [[Friede von Lunéville|Frieden von Lunéville]] 1801 wurde Schuttern mitsamt dem österreichischen [[Breisgau]] Besitz des [[Herzog von Modena|Herzogs von Modena]] und kam dann im [[Friede von Pressburg|Frieden von Pressburg]] 1805 an [[Baden (Land)|Baden]]. Das [[Benediktinerkloster]] selbst mit dem Mönchskonvent unter seinem letzten Abt Placidus III. Bacheberle (1786–1806), war seit 1803 im Besitz der [[Johanniterorden|Johanniter]] und wurde erst 1806 von Baden aufgehoben. Auch die Klostergüter- und Besitzungen des ehemaligen Reichsklosters in der Ortenau, im Breisgau sowie im Elsass, in Schwaben und in Lothringen fielen damit an Baden. Die barocken Klostergebäude, die ihm noch kurz vorher den Glanz einer kleinen barocken Residenz gegeben hatten, wurden abgebrochen, die Klosterkirche wurde Pfarrkirche des Dorfes Schuttern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Baudenkmäler ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Mosaik Schuttern - Kain erschlägt Abel.jpg|mini|Teil vom Mosaik in Schuttern, Kain erschlägt Abel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einziger Überrest des alten Klosters ist die weithin sichtbare ehemalige barocke Abteikirche und heutige [[Mariä Himmelfahrt (Schuttern)|Pfarrkirche Mariae Himmelfahrt]], in deren Untergeschoss die Reste des ottonischen Bodenmosaiks von [[Kain]] und [[Abel (Bibel)|Abel]] sichtbar gemacht sind. Der Turm der Kirche entstand 1722 unter französischen Stileinflüssen, 1767 bis 1772 folgte das Langhaus. Dessen [[Vierungskuppel]] wurde 1821 abgebrochen, ein Brand vernichtete 1853 die barocke Ausstattung. Das heutige Erscheinungsbild geht auf die Gesamtrestaurierung der Kirche Ende der 1970er Jahre zurück, während der auch umfangreiche archäologische Untersuchungen durchgeführt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Liste der Äbte und Reichsäbte von Schuttern ==&lt;br /&gt;
Im [[Reichenauer Verbrüderungsbuch]] genannte Äbte aus „Offinwilare“&lt;br /&gt;
* Beretrich&lt;br /&gt;
* Erchanpertus&lt;br /&gt;
* Wenibertus&lt;br /&gt;
* Adalbertus&lt;br /&gt;
* Petrus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Abtliste wurde den Annalen von Schuttern entnommen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Folkerus I., Simon, Dieboldus, Thomas I., Anselmus, Hugo, Berholdus I., Johannes I., Eberhardus I., Landolphus I., Adelhelmus I., Erchenbertus I., Willo, Emicho (Ernicho), Gottfridus I., Bertholdus II., Rudmannus, Gottfridus II., Hubertus, Wernerus, Poppo, Folkerus II., Alberikus, Rupertus, Friedrich I., Domnus (?)&lt;br /&gt;
* Beretricus oder Beretrich, um 817&lt;br /&gt;
* Petrus, 830&lt;br /&gt;
* Berchtholdus II.&lt;br /&gt;
* Anselmus II.&lt;br /&gt;
* Albertus oder Alberikus&lt;br /&gt;
* Egilbertus oder Egibertus, 881&lt;br /&gt;
* Dieboldus oder Theobaldus II., +938&lt;br /&gt;
* Ewihardus oder Eberhardus, Guthardus, 939&lt;br /&gt;
* Folkerus III., 975-1008&lt;br /&gt;
* Eckebertus, 1008-1016&lt;br /&gt;
* Reginboldus, 1016-1027&lt;br /&gt;
* Rustenus, auch Abt in Gengenbach, 1027-1034&lt;br /&gt;
* Folkerus IV. oder Folkbertus&lt;br /&gt;
* Anselm III., zugleich Abt von Gengenbach, 1069&lt;br /&gt;
* Rupertus I. oder Robertus, zuvor Abt von Reichenau, +1077&lt;br /&gt;
* Poppo, zugleich Abt von Gengenbach, +1083&lt;br /&gt;
* Hugo, zugleich Abt von Gengenbach, um 1100&lt;br /&gt;
* Eberhardus II., 1102, 1127&lt;br /&gt;
* Udalrikus&lt;br /&gt;
* Conradus I., vom [[Kloster Michelsberg]] 1135-1162&lt;br /&gt;
* Swigertus oder Swigerus, 1162-1187&lt;br /&gt;
* Dietricus oder Theodoricus, 1187-1215&lt;br /&gt;
* Henricus I., 1215–1245&lt;br /&gt;
* Bertholdus III. von [[Uttenheim (Erstein)|Uttenheim]], 1245–1252&lt;br /&gt;
* Rudolphus I., 1252–1256&lt;br /&gt;
* Friedericus II., 1256–1262&lt;br /&gt;
* Hermannus de Burner, ein Straßburger Patrizier, 1262–1295&lt;br /&gt;
* Rudolphus II., 1295–1324&lt;br /&gt;
* Leutphridus Lente (Lempfrit, Lenfrit, Lentfrit), entstammt einer Rheinauer Patrizierfamilie, 1324–1337&lt;br /&gt;
* Jsenbertus, 1337–1350&lt;br /&gt;
* Wilhelmus I. aus Lahr, 1350-1370&lt;br /&gt;
* Henricus II. von [[Burg Schnellingen|Schnellingen]], 1370–1379&lt;br /&gt;
* Wernherus II. von [[Lützelburg (Adelsgeschlecht)|Lützelburg]], 1379–1409&lt;br /&gt;
* Fridericus III. de [[Burg Wiedergrün|Wiedergrün]] von [[Burg Staufenberg (Schwarzwald)|Staufenberg]], 1409-1416&lt;br /&gt;
* Johannes II. Armbruster von Straßburg, 1416-1439&lt;br /&gt;
* Paulus Forster, 1439–1442 und 1460-1466&lt;br /&gt;
* Wilhelmus II. Schaub, 1442–1460&lt;br /&gt;
* Johannes III. Vill (Full) aus Schuttern, 1466–1491&lt;br /&gt;
* Johannes IV. de Widel aus [[Gernsbach]], 1491–1518&lt;br /&gt;
* Conradus II. Frick, 1518–1535&lt;br /&gt;
* Rudolphus III. Garb, 1535-1550, zuvor Prior im [[Kloster Hugshofen]]&lt;br /&gt;
* Thomas II. Bodenwald aus Freiburg, 1550-1555&lt;br /&gt;
* Stephanus Weitinger aus [[Horb]], 1555-1557&lt;br /&gt;
* Martinus Schimpfer, 1557-1562, früher Abt im [[Kloster Schwarzach]]&lt;br /&gt;
* Fridericus IV. Burger aus [[Alpirsbach]], 1562–1593&lt;br /&gt;
* Jakobus I. Rapp aus Freiburg, 1593–1600&lt;br /&gt;
* Johannes IV. Knörr, 1600–1624&lt;br /&gt;
* [[Tobias Rösch]] aus [[Epfenhofen]], 1624–1638 († im Exil im Franziskanerkloster Offenburg)&lt;br /&gt;
* Konradus III. Fuchs, 1638–1639 (nur im Exil, † im [[Kloster Sion (Klingnau)|Kloster Sion]])&lt;br /&gt;
* Benedictus II. Bebel aus [[Ensisheim]], 1639–1641 (nur im Exil, † in Offenburg)&lt;br /&gt;
* Vincenz Haug aus [[Görwihl]], von [[St. Blasien]] postuliert, 1641–1656, auch Abt im [[Münster Schwarzach|Kloster Schwarzach]] von 1643 bis 1649&lt;br /&gt;
* Benedictus II. Fusier aus [[Breisach]], 1656–1658&lt;br /&gt;
* Blasius Sarwey aus [[Konstanz]], von [[St. Blasien]] postuliert, 1658–1674&lt;br /&gt;
* Placidus I. Heuß aus [[Breisach]], 1674–1687&lt;br /&gt;
* Jakobus II. Vogler aus [[Engen]], 1688–1708, Bruder von [[Romanus Vogler]], von 1672 bis 1695 Abt zu [[Kloster St. Blasien (Schwarzwald)|St. Blasien]]&lt;br /&gt;
* Placidus II. Hinderer aus [[Baden-Baden]], 1708–1727&lt;br /&gt;
* Franziskus I. Müntzer aus [[Freiburg im Breisgau|Freiburg]], 1727–1751, Bruder von Leopold Müntzer, Abt im [[Kloster Tennenbach]] von 1725 bis 1754&lt;br /&gt;
* Karolus Vogel aus [[Baden-Baden]], 1751–1786&lt;br /&gt;
* Placidus III. Bacheberle, aus [[Oberkirch (Baden)|Oberkirch]], 1786–1806, letzter Abt des Klosters (Ultimus Abbas)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Luisa Galioto: &amp;#039;&amp;#039;Die Abtei Schuttern: vom Stützpunkt zur monastischen Durchdringung der Ortenau zum repräsentativen und kulturellen Zentrum&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Ortenau]]&amp;#039;&amp;#039; 84. Bd. (2004), S. 253–266.&lt;br /&gt;
* Karl List: &amp;#039;&amp;#039;Die frühe Geschichte des Reichsklosters Schuttern. Ergebnisse der Grabung 1972–1975&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Wolfgang Müller (Kirchenhistoriker)|Wolfgang Müller]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Klöster der Ortenau&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Die Ortenau&amp;#039;&amp;#039; 58. Bd. (1978), S. 96–115.&lt;br /&gt;
* Gerhard Kaller: &amp;#039;&amp;#039;Kloster Schuttern&amp;#039;&amp;#039;. In: Wolfgang Müller (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Klöster der Ortenau&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Die Ortenau&amp;#039;&amp;#039; 58. Bd. (1978). S. 116–149.&lt;br /&gt;
* [[Hermann Brommer]]: &amp;#039;&amp;#039;Joseph Michael Schnöller (1707–1767) – Ein Tiroler Barockbaumeister am Oberrhein&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Badische Heimat]]&amp;#039;&amp;#039;, Heft 1, März 1979.&lt;br /&gt;
* Karl List: &amp;#039;&amp;#039;Die Reichsabtei Schuttern. Ergebnisse der Grabungen in den Jahren 1972 bis 1975.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Denkmalpflege in Baden-Württemberg]]&amp;#039;&amp;#039;, 4. Jg. (1975), Heft 3, S. 107–116. ([http://www.denkmalpflege-bw.de/fileadmin/media/publikationen_und_service/nachrichtenblaetter/archiv/1975-3.pdf PDF]) [nicht ausgewertet]&lt;br /&gt;
* Ludwig Heizmann: &amp;#039;&amp;#039;Benediktiner-Abtei Schuttern in der Ortenau: geschichtliche Beschreibung mit 4 Abbildungen&amp;#039;&amp;#039;. 1915.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Josua Uffenheimer]]&lt;br /&gt;
* [[Paul Volz (Theologe, 1480)|Paul Volz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{KlosterBW|796|Benediktinerabtei Schuttern}}&lt;br /&gt;
* [https://www.ub.uni-heidelberg.de/helios/digi/schuttern.html Virtuelle Klosterbibliothek Schuttern]&lt;br /&gt;
* [http://www.1400jahre-schuttern.de/ Historischer Verein Schuttern]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=48.3819 |EW=7.8524 |type=landmark |region=DE-BW}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=4203703-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Benediktinerkloster in Baden-Württemberg|Schuttern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kloster (7. Jahrhundert)|Schuttern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichsabtei|Schuttern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude im Ortenaukreis|Schuttern Kloster]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal in Friesenheim (Baden)]]&lt;/div&gt;</summary>
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