<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Kloster_Reepsholt</id>
	<title>Kloster Reepsholt - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Kloster_Reepsholt"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kloster_Reepsholt&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-07T16:08:44Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kloster_Reepsholt&amp;diff=1375412&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Definitiv: /* Geschichte */ wl</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kloster_Reepsholt&amp;diff=1375412&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-01-09T21:17:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte: &lt;/span&gt; wl&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Reepsholt kloster.jpg|miniatur|Gedenkstein für das ehemalige Stift.]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kloster Reepsholt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war das erste [[Kloster]] im heutigen [[Ostfriesland]]. [[Reepsholt]] ist heute Teil der Gemeinde [[Friedeburg]]. Das [[Stift (Kirche)|Chorherren-Stift]] löste sich noch vor der [[Reformation]] im 15. Jahrhundert auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Schwestern Reingert und Wendila, die offenbar aus begüterten Kreisen stammten, schenkten [[Adaldag]], dem Erzbischof von [[Erzbistum Bremen|Bremen]], im 10. Jahrhundert Güter. Diese umfassten die Höfe &amp;#039;&amp;#039;Hripesholt&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;More&amp;#039;&amp;#039; sowie Land &amp;#039;&amp;#039;in diversis locis&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmidt&amp;quot;&amp;gt;Heinrich Schmidt: &amp;#039;&amp;#039;Die beiden Kirchen von Reepsholt. Überlegungen zum Wechselverhältnis von Kirchenbau und Gemeinde im hochmittelalterlichen Ostfriesland&amp;#039;&amp;#039;. In: Heinrich Schmidt: &amp;#039;&amp;#039;Ostfriesland und Oldenburg. Gesammelte Beiträge zur norddeutschen Landesgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. Ostfriesische Landschaftliche Verlags- und Vertriebsgesellschaft, Aurich 2008. S. 269–283&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser sollte dort laut Urkunde „ein Stift und eine Gemeinschaft von Klerikern“ errichten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klosterbuch&amp;quot;&amp;gt;Burkhard Schäfer: &amp;#039;&amp;#039;Reepsholt&amp;#039;&amp;#039;. In: Josef Dolle unter Mitarbeit von Dennis Knochenhauer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Niedersächsisches Klosterbuch. Verzeichnis der Klöster, Stifte, Kommenden und Beginenhäuser in Niedersachsen und Bremen von den Anfängen bis 1810&amp;#039;&amp;#039;. Teil 3, Bielefeld 2012, ISBN 3-89534-959-3, S. 1289 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Kaiser [[Otto II. (HRR)|Otto II.]] bestätigte die von Adaldag betriebene Gründung des Stiftes am 9. Juni 983 in [[Verona]]. Ausdrücklich bekräftigte er in der Urkunde, dass Ort und Stift fortan der Verfügungsgewalt der Bremer Kirche unterliege. Gleichzeitig verlieh er dem Stift den Königsschutz sowie die Immunität und befreite es von allen Abgaben. Es unterstand fortan nur der [[Jurisdiktion (Kirche)|Jurisdiktion]] der Bremer Kirche und diente der Verbreitung des Christentums in der Region. Das Bistum Bremen besetzte es mit zwölf [[Regulierte Chorherren|regulierten Chorherren]]. Zudem bekam das Stift einen Teil der von Adaldag aus Rom mitgebrachten [[Reliquie]]n. Patron des Stiftes war [[Mauritius (Heiliger)|Mauritius]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;ochr&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vermutlich wurde das Stift im Verlauf des 11. Jahrhunderts an das Bremer [[Domkapitel]] übertragen, das spätestens ab dem 12. Jahrhundert auch den Propst von Reepsholt stellte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klosterbuch&amp;quot; /&amp;gt; 1134 erweiterte Bischof [[Adalbero von Bremen]] dessen Rechte. Er richtete in Reepsholt eine Propstei ein, der fortan auch die Kapellen zu Etzel, Marx, Horsten und Dykhusen sowie die eben erst gebaute [[St.-Petri-Kirche (Westerstede)|St.-Petri-Kirche]] zu [[Westerstede]], möglicherweise auch (Alt-)[[Gödens]], Abickhafe und Wiesede, angehörten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ochr&amp;quot; /&amp;gt; Damit war das Stift Zentrum einer als [[Archidiakonat]] anzusehenden Unterteilung der Bremer [[Diözese]].&amp;lt;ref&amp;gt;Antje Sander-Berke, Heinrich Schmidt, Peter Schmid: &amp;#039;&amp;#039;Fromme Friesen: Mittelalterliche Kirchengeschichte Frieslands&amp;#039;&amp;#039;. Oldenburg 1997. ISBN 3-89598-449-3, S. 110.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dennoch blieb seine Strahlkraft auf die Region gering. Es wurde in einer Zeit, in der die Landesgemeinde [[Östringen (Gau)|Östringen]] ihre Strukturen, ihr Selbstgefühl und ihre Identität entwickelte, wohl als vornehmlich bremische Institution wahrgenommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmidt&amp;quot; /&amp;gt; Deutlich wurde dies zu Beginn des 12. Jahrhunderts, als die Einwohner von Reepsholt nur wenige Schritte vom Stift (etwa 200 Meter weiter nordwestlich) entfernt damit begannen, eine [[St. Mauritius (Reepsholt)|eigene Kirche]] zu bauen, die noch heute Mittelpunkt des Gemeindelebens ist, obwohl sie bis dahin Gottesdienste im Stift besuchten. [[Heinrich Schmidt (Historiker)|Heinrich Schmidt]] deutet dies in Zeiten der aufziehenden [[Friesische Freiheit|Friesischen Freiheit]] als „Streben nach einer ausgebildeten Eigenständigkeit auch im lokalen Bereich.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmidt&amp;quot; /&amp;gt; Gleichzeitig wurde auch an der Stiftskirche gearbeitet, die dadurch zu einem „mächtigen Steinbau“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmidt&amp;quot; /&amp;gt; wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im frühen 15. Jahrhundert setzte der Niedergang des Stiftes ein. In Urkunden werden Kriegswirren und „andere unglückliche Umstände“ (möglicherweise Sturmfluten) erwähnt. Daraufhin wurde Reepsholt in das [[Domkapitel Bremen|Domstift]] St. Willehad Bremen [[Inkorporation (Kirche)|inkorporiert]]. Papst [[Eugen IV.]] bestätigte diesen Schritt 1434.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klosterbuch&amp;quot; /&amp;gt; Danach löste sich das Stift wohl langsam auf. Schon 1474 soll die Stiftskirche nicht mehr gestanden haben. Die Propstei war zuvor an die Gemeindekirche übergegangen, die auch das [[Patrozinium]] übernahm und dem heiligen Mauritius geweiht war. Um 1500 wird das Stift von Erzbischof [[Johann III. Rode von Wale]] als desolat und total zerstört beschrieben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ochr&amp;quot; /&amp;gt; Die letzten Gebäudeteile sollen 1534 beseitigt worden sein. Auch Archiv und Bibliothek sind nicht überliefert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klosterbuch&amp;quot; /&amp;gt; An den Standort des ehemaligen Stiftes am &amp;#039;&amp;#039;Klimp&amp;#039;&amp;#039; erinnert heute ein Gedenkstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Baugeschichte ==&lt;br /&gt;
Im Ergebnis archäologischer Grabungen umfasste der Stiftsbezirk eine Fläche von 130 × 130 Metern. Er entstand über frühchristlichen Bestattungen in drei Bauphasen, bei denen wahrscheinlich frühe Holzkirchen errichtet wurden. Um 1200 begann der Bau der Backsteinkirche, die etwa 40 Meter lang und 12 Meter breit war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klosterbuch&amp;quot; /&amp;gt; Die Ausstattung des Stiftes ging mit der Auflösung verloren. Zur Zeit seines 17. [[Abt]]es Oltmann (1374) hatte es zwei Orgeln erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensdeutung ==&lt;br /&gt;
Nach der ersten Erwähnung im Jahre 983 als &amp;#039;&amp;#039;Hripesholt&amp;#039;&amp;#039; wird der Ort später &amp;#039;&amp;#039;Ripesholt&amp;#039;&amp;#039; (1100), &amp;#039;&amp;#039;Repesholte&amp;#039;&amp;#039; (1202), &amp;#039;&amp;#039;Repsholt&amp;#039;&amp;#039; (1719) bezeichnet. Die heutige Schreibweise ist seit 1825 gängig. Der Ortsname wird vom [[Ostfriesische Sprache|ostfriesisch]]-[[Ostfriesisches Platt|niederdeutschen]] Wort &amp;#039;&amp;#039;ripe&amp;#039;&amp;#039; (rîp) hergeleitet, dessen Bedeutung mit Rand wiedergegeben wird. Reepsholt bedeutet demnach „Wald am Rand oder Ufer“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ochr&amp;quot;&amp;gt;Ortschronisten der Ostfriesischen Landschaft: [https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/HOO/HOO_Reepsholt.pdf &amp;#039;&amp;#039;Reepsholt, Gemeinde Friedeburg, Landkreis Wittmund&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 893&amp;amp;nbsp;kB), eingesehen am 21. November 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Standort und Wirtschaftstätigkeit ==&lt;br /&gt;
Das Kollegiatstift wurde auf einem Geestrücken auf einer Höhe von 7,8 Metern über Meeresniveau (NN) gegründet. Es lag im Gau [[Östringen (Gau)|Östringen]]. In unmittelbarer Nähe verlief der alte Fernweg, der von Oldenburg nach Jever führte. Über ein Tief hatte Reepsholt zudem Zugang zum Jadebusen und damit zur offenen See.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmidt&amp;quot; /&amp;gt; Von den in der Schenkungsurkunde genannten Orten ist nur der Hof &amp;#039;&amp;#039;Hrispesholt&amp;#039;&amp;#039; als Vorgänger des heutigen Dorfes bekannt. Die Lage des anderen Hofes, &amp;#039;&amp;#039;More&amp;#039;&amp;#039;, ist unbekannt, wird aber im Bereich von Desenhamm östlich von [[Dose (Friedeburg)|Dose]] vermutet. Möglicherweise verfügte das Stift auch über Rechte an mindestens drei Wirtschaftshöfen in unmittelbarer Umgebung. Dort gibt es zudem Flurnamen wie Popentuun, Krützhamm oder Hilgenkämpe, die darauf hindeuten, dass die Ländereien einst dem Stift gehörten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klosterbuch&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Burkhard Schäfer: &amp;#039;&amp;#039;Reepsholt&amp;#039;&amp;#039;. In: Josef Dolle unter Mitarbeit von Dennis Knochenhauer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Niedersächsisches Klosterbuch. Verzeichnis der Klöster, Stifte, Kommenden und Beginenhäuser in Niedersachsen und Bremen von den Anfängen bis 1810&amp;#039;&amp;#039;. Teil 3, Bielefeld 2012, ISBN 3-89534-959-3, S. 1289 f.&lt;br /&gt;
* Siefke Ortgies Siefken: &amp;#039;&amp;#039;Tausend Jahre Reepsholt: 983 - 1983. Geschichte des Stiftes für Regular-Kanoniker und der Propstei Reepsholt in Ostfriesland&amp;#039;&amp;#039;. Mettcker, Jever 1983.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Im Galopp um die Hügel und ab in die Erde! Aus der Geschichte des Klosters Reepsholt.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Ostfriesland Magazin]] 1986, Nr. 5, S. 26&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Schmidt (Historiker)|Heinrich Schmidt]]: &amp;#039;&amp;#039;Die beiden Kirchen von Reepsholt. Überlegungen zum Wechselverhältnis von Kirchenbau und Gemeinde im hochmittelalterlichen Ostfriesland&amp;#039;&amp;#039;. In: Heinrich Schmidt: &amp;#039;&amp;#039;Ostfriesland und Oldenburg. Gesammelte Beiträge zur norddeutschen Landesgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. Ostfriesische Landschaftliche Verlags- und Vertriebsgesellschaft, Aurich 2008. S. 269–283&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=53/29/09/N |EW=07/50/51/E |type=landmark |region=DE-NI}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Kloster in Ostfriesland|Reepsholt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgegangenes Bauwerk in Niedersachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Friedeburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religion (Friedeburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chorherrenstift|Reepsholt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christentumsgeschichte (Niedersachsen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Landkreis Wittmund)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (Friedeburg)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Definitiv</name></author>
	</entry>
</feed>