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	<title>Kloster Pontigny - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;L. aus W.: +kat</title>
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		<updated>2025-07-03T16:51:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+kat&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Zisterzienserkloster&lt;br /&gt;
| Titel = Zisterzienserabtei Pontigny&lt;br /&gt;
| Bild = Pontigny005.JPG&lt;br /&gt;
| Beschreibung = Südostansicht der Klosterkirche&lt;br /&gt;
| Bildbreite =&lt;br /&gt;
| Lage = {{FRA}}&amp;lt;br /&amp;gt; Region [[Bourgogne-Franche-Comté]]&lt;br /&gt;
| Bistum = einst [[Bistum Auxerre|Auxerre]]; heute [[Erzbistum Sens|Sens]]&lt;br /&gt;
| Breitengrad = 47/54/33.91/N&lt;br /&gt;
| Längengrad = 3/42/52.10/E&lt;br /&gt;
| Region-ISO = FR&lt;br /&gt;
| Nummer = 3&lt;br /&gt;
| Patrozinium = St. [[Edmund of Abingdon|Edmund]]&lt;br /&gt;
| Gründungsjahr = 1114&lt;br /&gt;
| Ursprungsorden =&lt;br /&gt;
| zisterziensisch =&lt;br /&gt;
| Auflösung = 1791&lt;br /&gt;
| Wiederbesiedlung =&lt;br /&gt;
| Wiederauflösung =&lt;br /&gt;
| Mutterkloster = [[Kloster Cîteaux]]&lt;br /&gt;
| Primarabtei =&lt;br /&gt;
| Kongregation =&lt;br /&gt;
| Tochterklöster = 19 Klöster, &amp;#039;&amp;#039;Liste [[#Geschichte|siehe Artikel]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Plan.abbaye.Pontigny.png|mini|hochkant=1.2|Klosterplan von Pontigny]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pontigny FR21 abbaye IMF4006.jpg|mini|hochkant=1.2|Abteikirche mit [[Narthex]] und [[Treppenturm]] von Westen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pontigny Abbaye vue arriere.jpg|mini|hochkant=1.2|[[Chor (Architektur)|Chor]] der Abteikirche mit [[Kapellenkranz]] und [[Strebebögen]] von Osten]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pontigny Abbatiale Innen Chor 2.jpg|mini|hochkant=1.2|Chor mit [[Chorgestühl]] &amp;#039;&amp;#039;(stalles)&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kloster Pontigny&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (lat. &amp;#039;&amp;#039;Abbatia Pontiniacum&amp;#039;&amp;#039;) ist eine ehemalige [[Primarabtei]] des [[Zisterzienserorden]]s, am Flüsschen [[Serein]] in [[Frankreich]] gelegen, ca. 300&amp;amp;nbsp;m östlich des ca. 800 Einwohner zählenden Orts [[Pontigny]], knapp 20&amp;amp;nbsp;km (Fahrtstrecke) nordöstlich von [[Auxerre]] bzw. nordwestlich von [[Chablis]] im [[Département Yonne]] im Nordwesten der Region [[Bourgogne-Franche-Comté]] und 13,5&amp;amp;nbsp;km von der Grenze zur Region [[Grand Est]] (Großer Osten). Es liegt 147&amp;amp;nbsp;km südöstlich von Paris,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.l-itineraire.com/de_paris_a_pontigny itineraire.com – &amp;#039;&amp;#039;de Paris vers Pontigny&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; 133&amp;amp;nbsp;km nordwestlich des Mutterklosters [[Kloster Cîteaux|Cîteaux]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.l-itineraire.com/de_saint-nicolas-les-citeaux_a_pontigny itineraire.com – &amp;#039;&amp;#039;de Saint-Nicolas-lès-Cîteaux vers Pontigny&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; und 179&amp;amp;nbsp;km nordnordwestlich&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.l-itineraire.com/de_cluny_a_pontigny itineraire.com – &amp;#039;&amp;#039;de Cluny vers Pontigny&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; der [[Kloster Cluny|Benediktinerabtei Cluny]], des Ausgangspunkts der burgundischen Romanik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Zisterzienserabtei von Pontigny ist eine der vier Primarabteien, die vom Mutterkloster aller Zisterzienser, der [[Kloster Cîteaux|Abtei Cîteaux]], aus gegründet wurden. Das turmlose gotische Mönchskloster, die „zweite Tochter von Cîteaux“, steht auf ehemals unwegsamem Sumpfgebiet und wurde im Jahr 1114 mit 12 [[Mönch]]en unter [[Abt]] Hugo von Mâcon aufgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Grafschaft Auxerre]], in der Pontigny lag, gehörte im 12. Jahrhundert noch gar nicht zu Burgund. Sie war 1006–1273 mit der [[Grafschaft Nevers]] verbunden, kam 1242 erstmals durch Heirat an einen [[Liste der Herrscher von Burgund|Herzog von Burgund]], [[Odo (Burgund)|Odo]], dann 1265–1270 an den [[Kapetinger]] [[Johann von Damiette]], dann ans [[Grafschaft Flandern|flandrische]] [[Haus Dampierre]] und schließlich durch Heirat der Erbin [[Margarete III.]] mit [[Philipp II. (Burgund)|Herzog Philipp II.]] 1369 endgültig an das [[Herzogtum Burgund]]. Das [[Bistum Auxerre]], dem Pontigny angehörte, war ein [[Suffragan]] des [[Erzbistum Sens|Erzbistums Sens]], dem auch die [[Bistum Paris|Bistümer Paris]] und [[Bistum Chartres|Chartres]] und damit die außer [[Reims]] wichtigsten Zentren des [[krondomäne|französischen Kronlandes]] unterstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
König [[Ludwig VI. (Frankreich)|Ludwig VI.]] gewährte der Abtei 1131 lukrative Privilegien. In der Folgezeit empfing sie reiche Zuwendungen durch [[Theobald II. (Champagne)|Thibaut (Teobald) II.]], Graf der [[Champagne]] und (als Thibaut IV) [[Grafschaft Blois|Graf von Blois]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pontigny selbst wurde zum Mutterkloster für 43 Tochterabteien in Europa, darunter die unmittelbaren Tochtergründungen der Klöster [[Kloster Bourras|Bourras]], [[Abtei Cadouin|Cadouin]], [[Kloster Fontainejean|Fontainejean]], [[Kloster Jouy|Jouy]], [[Kloster Saint-Sulpice|Saint-Sulpice]], [[Kloster Quincy|Quincy]], [[Kloster Chaalis|Chaalis]], [[Kloster Les Roches|Les Roches]], [[Kloster Cercamp|Cercamp]], [[Kloster Trizay|Trizay]], [[Kloster L’Estrée|L’Estrée]], [[Kloster L’Étoile|L’Étoile]], [[Kloster Notre-Dame-de-Ré|Notre-Dame-de-Ré]], [[Kloster Dalon|Dalon]], [[Kloster Le Pin|Le Pin]] und [[Kloster Valence|Valence]] sowie im damaligen Ungarn (heute Rumänien) des [[Kloster Igriș|Klosters Igriș]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Verlauf der [[Französische Revolution|Französischen Revolution]] wurde das Kloster aufgehoben; die Klostergebäude wurden bis auf die Kirche, einen Flügel des Kreuzgangs und das Gebäude der Laienbrüder zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Regionalrat Bourgogne-Franche-Comté erwarb 2003 die Kirche mit dem umliegenden Areal und verkaufte beides 2020 einer Stiftung, die dort ein Hotel, ein Gourmetrestaurant und Museen errichten möchte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://orf.at/stories/3193485 &amp;#039;&amp;#039;Urkloster der Zisterzienser in Frankreich wird Hotel&amp;#039;&amp;#039;], orf.at vom 12. Dezember 2020, abgerufen am 16. Mai 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Architektur ==&lt;br /&gt;
Heute steht nur noch die Kirche aus exakt behauenem hellen [[Kalkstein]]. Mit 108&amp;amp;nbsp;m Länge und 25&amp;amp;nbsp;m Breite ist sie die größte erhaltene Abteikirche der Zisterzienser. Sie war die zweite Kirche des Klosters. Der Baubeginn ist nicht chronikalisch erwähnt, die höchste Wahrscheinlichkeit haben die Jahre 1137, 1138 (in diesem erwarb das Kloster einen Steinbruch) oder 1140. Mitsamt dem [[Narthex]] (Vorhalle) kann sie 1170 fertiggestellt worden sein. Der erste, gerade geschlossene Chor bestand wohl aus nur einem einzigen Joch und hatte noch keinen Umgang, aber zu beiden Seiten schlossen an die Ostseite des Querhauses je drei Kapellen an.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.universalis.fr/encyclopedie/abbaye-de-pontigny/ Encyclopædia universalis: &amp;#039;&amp;#039;Abbaye de Pontigny&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Schon 1185 bis 1212 wurde dieser einfache Chor durch den heutigen polygonalen Chor mit [[Strebewerk]] und einem entsprechenden Chorumgang mit [[Kapellenkranz]] ersetzt. Dessen Fassade ist wie die der Seitenschiffe des Langhauses aus leicht bräunlichem [[Sandstein]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher ist die ursprüngliche Gestaltung nur noch im Langhaus und im Querhaus erhalten. Die Seitenschiffe des Langhauses haben noch spitzbogige [[Kreuzgratgewölbe]] nach dem mit [[Abtei Cluny#Cluny III|Cluny III]] (Baubeginn 1088) eingeführten Muster. Als Neuerung gegenüber der burgundischen [[Romanik]] mit ihren [[Tonnengewölbe]]n über den Mittelschiffen und ihren fast durchweg rundbogigen Wandöffnungen ist jedoch im Langhaus von Pontigny das Mittelschiff in Joche gegliedert und mit [[Kreuzrippengewölbe]]n gedeckt, und alle Fenster sind spitzbogig. Mit dieser Kombination hatte die Klosterkirche von Anfang an Anteil an der gleichzeitig im nahen [[Krongut|Kronland]] aufkommenden Gotik ([[Kathedrale von Sens]] ab 1135, Chorumgang der [[Kathedrale von Saint-Denis|Basilika von Saint-Denis]] ab 1140). Weil ursprünglicher Chor und erhaltenes Langhaus ohne [[Strebebogen|Strebebögen]] errichtet wurden (wie sie die romanische Abteikirche Cluny III hatte), wird sie trotzdem zumeist als romanisch bezeichnet. Eine für die Stilzuordnung allerdings belanglose Besonderheit weisen die Vorlagen des Mittelschiffsgewölbes auf: Die Diagonalrippen stützen sich auf die Ecken vom Boden ausgehender flacher rechteckiger Wandpfeiler, aber die Gurtbögen stützen sich auf Halbsäulen, die nicht am Boden beginnen, sondern mehrere Meter über dem Fußboden auf Konsolen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im jüngeren Chor stützen sich Rippen wie Gurtbögen auf am Boden beginnende Dienste mit runden Querschnitten. Und der die Seitenschiffe fortsetzende Chorumgang und seine Kapellen haben ebenso Kreuzrippengewölbe wie der Hochchor.&lt;br /&gt;
Außen ist der Chor mit Strebebögen ohne [[Fiale|Fial]]&amp;amp;shy;aufsätze ausgestattet. Ähnliche Strebebögen erhielt etwa gleichzeitig der [[Limburger Dom]]. Wie an vielen anderen Kirchen der &amp;#039;&amp;#039;Ersten Gotik&amp;#039;&amp;#039; haben die Fenster von Schiff und Chor kein [[Maßwerk]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wände und Gewölbestrukturen beider Teile der Kirche sind in schlichtem Weiß gehalten – wie die [[Kutte]]n der Zisterzienser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lage des [[Kreuzgang]]s und der übrigen Klostergebäude ([[Kapitelsaal]], [[Refektorium]], [[Dormitorium]] etc.) auf der Nordseite der Kirche war zwar nicht üblich, befand sich aber durchaus in Übereinstimmung mit den Ordenstraditionen (vgl. [[Kloster Obazine]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitat ==&lt;br /&gt;
Klaus Bußmann (1977):&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;Der Zisterzienserorden hat die neuen Möglichkeiten der Rippenwölbung über Spitzbogen sehr schnell begriffen, sie in die Strenge und Einfachheit seines Architektursystems integriert und einen Bautypus daraus entwickelt – wie er in Pontigny in der ältesten erhaltenen Form vor uns steht –, der sich rasch in ganz Europa ausbreitete dank der straffen Organisation des Ordens […] und der leichten Handhabung des Systems, das auf die technisch komplizierten Aufrisslösungen und statischen Experimente der Wandauflösung der Île-de-France verzichtete zugunsten eines soliden, kraftvollen Aufbaues der Wand, der der burgundischen Tradition entsprach und den Bausitten fremder Länder entgegenkam: ein zweigeschossiger Aufriss aus Arkadenzone und Obergaden mit großen einfachen Lanzettfenstern, eine kräftige Durchbildung der einzelnen Joche mit eckigen Gurtbögen und Halbsäulenvorlagen, die häufig nicht bis zum Boden herabreichen, sondern auf Konsolen abgefangen werden.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Bußmann: &amp;#039;&amp;#039;Burgund&amp;#039;&amp;#039;, Köln 1977, S. 189:&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
(Tatsächlich ist auch bei Zisterzienserkirchen die Gestaltung der Spitzbogenfenster ohne oder mit Maßwerk eine Frage der Stilstufe, wie der Vergleich der frühgotischen Kirche des [[Kloster Sonnenkamp|Klosters Sonnenkamp]] in [[Neukloster]] mit dem hochgotischen [[Doberaner Münster]] lehrt. Auch ist ein zweizoniger Wandaufriss zwar in der Île-de-France unüblich, aber der Gotik insgesamt nicht fremd, wie ein [[:Datei:Das Freiburger Münster von innen.jpg|Blick]] ins [[Freiburger Münster]] zeigt.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausstattung ==&lt;br /&gt;
Die Kirche enthält außer einer später hinzugefügten hölzernen [[Chorschranke]], dem [[Chorgestühl]] &amp;#039;&amp;#039;(stalles)&amp;#039;&amp;#039; und einem [[Baldachingrabmal]] keinerlei Ausstattungsgegenstände.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Frankreich 12. Jh (ohne Süd).png|mini|hochkant=2.0|Pontigny [[Herzogtum Burgund]], [[Champagne|Grafschaft Champagne]] und der [[Krongut|Krondomäne]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Quelle reformatorischer Ansätze ===&lt;br /&gt;
Abt [[Guichard von Pontigny|Guichard]], der den Bau der heutigen Kirche initiierte, scheint später als [[Bistum Lyon|Bischof von Lyon]] die Bewegung der [[Waldenser]] unterstützt zu haben, die seit seinem Nachfolger im Bischofsamt, [[Jean Bellesmains]], von der Amtskirche verfolgt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.persee.fr/doc/rhr_0035-1423_2000_num_217_1_1070 Michel Rubellin: &amp;#039;&amp;#039;Guichard de Pontigny et Valdès à Loyn : la rencontre de deux idéaux réformateurs&amp;#039;&amp;#039; (www.persee.fr)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zufluchtsort ===&lt;br /&gt;
Im Lauf seiner Geschichte war das Kloster des Öfteren Zufluchtsort:&lt;br /&gt;
* [[Thomas Becket]], der [[Erzbischof von Canterbury]], weilte hier in den Jahren 1164 bis 1166. Er war wegen seines Konfliktes mit [[Heinrich II. (England)|Heinrich II.]] aus England geflohen und verließ das Kloster, nachdem der König massiv Druck auf die Zisterzienser ausgeübt hatte.&lt;br /&gt;
* Der [[Theologe]] [[Stephen Langton]] hielt sich hier von ca. 1207 bis 1213 auf, bis der Widerstand des englischen Königs [[Johann Ohneland]] gegen seine Ernennung als Erzbischof von Canterbury nachließ und er nach England einreisen konnte, um sein Amt auszuüben.&lt;br /&gt;
* [[Edmund Rich]] von Abingdon, Hochschullehrer und Geistlicher, fand hier im Jahr 1240 Unterkunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ort säkularer Kultur ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1909 ging das Kloster  in den Besitz von [[Paul Desjardins]] über, der anschließend jeweils in den Jahren 1910 bis 1914 und danach von 1922 bis 1939 französische und internationale Intellektuelle bei den „Dekaden von Pontigny“ versammelte. Unter anderen nahmen teil: [[Antoine de Saint-Exupéry]], [[Jean-Paul Sartre]], [[Simone de Beauvoir]], [[T.S. Eliot]], [[Thomas Mann]], [[Heinrich Mann]] und [[Helmut Kuhn (Philosoph)|Helmut Kuhn]]. Letzterer war ein jüdischer Philosoph aus Berlin, der ab 1936 die Abbaye Pontigny als Zufluchtsort ansah und von hier aus mit seiner Familie sein zukünftiges Exil in [[Großbritannien (Insel)|Großbritannien]] plante. In Pontigny machte Helmut Kuhn die Bekanntschaft von [[Katherine Gilbert|Katharine Gilbert]], einer amerikanischen Philosophin, die als erste Frau an der [[Duke University]] lehrte. Sie verschaffte Helmut Kuhn ab 1938 eine Professur an der Universität [[Chapel Hill (North Carolina)|Chapel Hill]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christiane Goldenstedt |Titel=&amp;quot;Du hst mich heimgesucht bei Nacht&amp;quot;. Die Familie Kuhn im Exil |Verlag=Books on demand |Ort=Norderstedt |Datum=2013 |ISBN=978-3-7322-0766-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Mutterhaus der [[Mission de France]] ist in Pontigny. Dadurch hat Pontigny den [[Kirchenrecht|kirchenrechtlichen]] Status einer [[Territorialprälatur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weinbau ==&lt;br /&gt;
Neben den religiösen Aufgaben spielte auch der [[Weinbau]] eine große Rolle. Die Mönche von Pontigny legten einen der ersten Weinberge der Region an, der die Grundlage für den berühmten Wein von [[Chablis (Weinbaugebiet)|Chablis]] bildete. Sie führten im Gebiet auch die [[Chardonnay]]-Rebe ein, die bis heute bedeutendste weiße Rebsorte von Chablis, und verankerten den Weinbau als zentralen Bestandteil der Landwirtschaft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;jr134&amp;quot;&amp;gt;[[Jancis Robinson]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Oxford-Weinlexikon.&amp;#039;&amp;#039; 2., vollständig überarbeitete Ausgabe. Hallwag, München 2003, ISBN 3-7742-0914-6, S. 134.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Im Kloster beigesetzte Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Adela von Champagne]], (* 1145; † 4. Juni 1206 Paris), Gemahlin [[Ludwig VII. (Frankreich)|Ludwigs VII.]], Königin von Frankreich&lt;br /&gt;
* [[Edmund Rich]], (* um 1180 in Abingdon/England; † 16. November 1240 in [[Soisy-Bouy]], Frankreich), Erzbischof von Canterbury, Heiliger&lt;br /&gt;
* [[Paul Desjardins]] (* 22. November 1859 in Paris; † 13. März 1940 in Pontigny), Philosoph und Schriftsteller&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jakobsweg ==&lt;br /&gt;
Das Kloster war und ist ein Anlaufpunkt auf einer der beiden von [[Vézelay]] ausgehenden Routen des [[Jakobsweg]]s nach [[Santiago de Compostela]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Lucien Bégule: &amp;#039;&amp;#039;Die Abtei Fontenay&amp;#039;&amp;#039;. 6. Aufl., durchgesehen und verbessert von Hubert Aynard. Aus dem Französischen übersetzt und mit Anmerkungen versehen von Bernhard Nessler. Laurens, Malakoff 1984.&lt;br /&gt;
* Terryl N. Kinder: &amp;#039;&amp;#039;Architecture of the Cistercian abbey of Pontigny, the 12th century church&amp;#039;&amp;#039;. University Microfilms International (UMI), Ann Arbor 1984 (zugleich Dissertation, University of Indiana, Bloomington 1984).&lt;br /&gt;
* [[Thomas Mann]]: Pariser Rechenschaft, in dsb., Gesammelte Werke. S Fischer, Berlin 1926 Band IX, S. 9–97.&lt;br /&gt;
* Claude Wiéner: &amp;#039;&amp;#039;Pontigny&amp;#039;&amp;#039;. Zodiaque Editorial, St.-Léger-Vauban 1987, ISBN 2-7369-0035-9.&lt;br /&gt;
* Les Amis de Pontigny: &amp;#039;&amp;#039;Découvrir Pontigny&amp;#039;&amp;#039;. Pontigny 1994.&lt;br /&gt;
** deutsch: &amp;#039;&amp;#039;Pontigny entdecken&amp;#039;&amp;#039;. Pontigny 1994.&lt;br /&gt;
* Monique Peyrafort-Huin: &amp;#039;&amp;#039;La bibliothèque médiévale de l&amp;#039;abbaye de Pontigny (XIIe – XIXe siècle)&amp;#039;&amp;#039;. CNRS Éditions, Paris 2001, ISBN 2-271-05715-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Romanische und frühgotische Chorumgänge]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Abbaye de Pontigny|Kloster Pontigny|audio=0|video=1}}&lt;br /&gt;
* {{archINFORM|projekte|11356}}&lt;br /&gt;
* [http://www.bourgogneromane.com/edifices/pontigny.htm Bourgogne Romane: &amp;#039;&amp;#039;Pontigny&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [http://www.burgundforum.de/reisef/pontigny.html Bilder von Pontigny]&lt;br /&gt;
* [https://www.cister.net/abbeys/en/12/pontigny/ frz. Seite zur Geschichte der Abtei]&lt;br /&gt;
* [https://warwick.ac.uk/fac/arts/scapvc/arthistory/staff/ja/research/pontigny/readings/kinder_pontigny077.pdf Terry N. Kinder: &amp;#039;&amp;#039;Toward Dating Construction of the Abbey Church of Pontigny&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [https://gebaut.eu/pontigny_romanik_gotik/pontigny_romanik_gotik.html Burgundische Romanik – Pontigny – Zisterziensergotik]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Zisterzienserkloster in Frankreich|Pontigny]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pontigny]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kloster im Département Yonne|Pontigny]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Monument historique seit 1840]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Monument historique (Kloster)|Pontigny]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klostergründung 1114|Pontigny]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst 1791]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;L. aus W.</name></author>
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