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	<title>Kloster Marienthal (Westerwald) - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Z thomas: HC: Entferne Kategorie:Kulturdenkmal im Landkreis Altenkirchen (Westerwald); Ergänze Kategorie:Kulturdenkmal in Seelbach bei Hamm (Sieg)</title>
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		<updated>2026-04-16T12:27:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Entferne &lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Kulturdenkmal_im_Landkreis_Altenkirchen_(Westerwald)&quot; title=&quot;Kategorie:Kulturdenkmal im Landkreis Altenkirchen (Westerwald)&quot;&gt;Kategorie:Kulturdenkmal im Landkreis Altenkirchen (Westerwald)&lt;/a&gt;; Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Kulturdenkmal_in_Seelbach_bei_Hamm_(Sieg)&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Kulturdenkmal in Seelbach bei Hamm (Sieg) (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Kulturdenkmal in Seelbach bei Hamm (Sieg)&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kloster Marienthal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein [[Franziskaner (OFM)|Franziskanerkloster]] im [[Westerwald]] im heutigen [[Landkreis Altenkirchen (Westerwald)|Landkreis Altenkirchen]] in [[Rheinland-Pfalz]]. Heute ist Marienthal ein Ortsteil von [[Seelbach bei Hamm (Sieg)]]. Am 30. Juni 2011 zählte er 55 Einwohner.&amp;lt;ref&amp;gt;Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Kloster Marienthal (Westerwald) 005.jpg|mini|Kloster Marienthal (Westerwald), Luftaufnahme (2017)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Marienthal kloster bei Hilgenroth 2009.jpg|mini|Das ehemalige Franziskanerkloster (Blick von Norden, 2009)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Wallfahrtsort Marienthal ===&lt;br /&gt;
Die Geschichte des Klosters geht zurück bis in die erste Hälfte des 15. Jahrhunderts. Nach der Gründungslegende soll ein Hirte ein Bildnis der [[Muttergottes]] geschnitzt und an der Stelle aufgestellt haben, an der um 1460 die erste [[Kapelle (Kirchenbau)|Kapelle]] errichtet wurde. Die älteste Erwähnung der Wallfahrtsstätte ist aus dem Jahr 1428.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gensicke&amp;quot;&amp;gt;Hellmuth Gensicke: &amp;#039;&amp;#039;Landesgeschichte des Westerwaldes&amp;#039;&amp;#039;. 3. Auflage. Historische Kommission für Nassau, Wiesbaden 1999, Seiten 125, 343, 345, 440, ISBN 3-922244-80-7&amp;lt;/ref&amp;gt; Um 1460 ist auch das heute verehrte Gnadenbild entstanden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dehio&amp;quot;&amp;gt;Georg Dehio: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler – Rheinland-Pfalz, Saarland&amp;#039;&amp;#039;. Deutscher Kunstverlag, München 1984, Seite 951, ISBN 3-422-00382-7&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Betreuung der Kapelle und der [[Pilger]] erfolgte in der Zeit von Mönchen des Zisterzienserklosters [[Abtei Marienstatt|Marienstatt]] (heute [[Streithausen]] im [[Westerwaldkreis]]).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Chronik&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.marienthal-westerwald.de/kloster.html |titel=Kloster Marienthal |hrsg=Marienthal im Westerwald |abruf=2022-08-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Namen „Marienthal“ („Mergendaell“) erhielt die Kapelle 1489, als der Kölner Weihbischof [[Johann Spender]] einen neuen [[Altar]] in der Pilgerkapelle [[Altar#Altarweihe|weihte]]. Weil die Kapelle zu klein wurde, wurde in der Zeit von 1494 bis 1503 eine [[Kirchenschiff|dreischiffige]] [[Gotik|gotische]] Kirche errichtet und unter das Patrozinium der [[Mater Dolorosa|Schmerzhaften Mutter]] gestellt. 1502 wurde der Glockenturm mit einem hohen Spitzdach hinzugefügt, 1511 erhielt die Kirche eine 1.800 Pfund schwere [[Kirchenglocke|Glocke]], die 1828 an die [[Florinskirche (Koblenz)|Florinskirche]] in Koblenz verkauft wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Chronik&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Marienthal&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.kloster-marienthal.eu/ |text=Homepage Kloster- und Wallfahrtskirche „Zur Schmerzhaften Mutter“ Marienthal, Westerwald – Geschichtlicher Abriss |wayback=20090425072339}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Spätestens 1503 entstand im Zusammenhang mit den Wallfahrten ein Jahrmarkt, zu dem bald zwei weitere hinzukamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marienthal lag in der [[Grafschaft Sayn]], die Grafen von Sayn führten von 1561 an die lutherische und 1605 die reformierte Konfession ein.&amp;lt;ref&amp;gt;Zur konfessionellen Entwicklung vgl. Daniel Schneider: &amp;#039;&amp;#039;Die Entwicklung der Konfessionen in der Grafschaft Sayn im Grundriss&amp;#039;&amp;#039;, S. 74–80.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wallfahrten zur Kirche fanden seitdem nicht mehr statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klostergründung ===&lt;br /&gt;
Die Klostergründung im Marienthal erfolgte 1666 durch Graf Salentin Ernst von Manderscheid.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Salentin Ernst (1630–1705) war katholisch und hatte 1651 Ernestine von [[Sayn-Wittgenstein]] (1626–1661) geheiratet, die Erbin des Hachenburger Teils der Grafschaft Sayn. Von 1652 an übernahm Salentin Ernst zusammen mit Ernestine die Regentschaft über die [[Grafschaft Sayn-Hachenburg]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gensicke&amp;quot; /&amp;gt; Ernestine starb 1661, Salentin Ernst heiratete 1662 die protestantische Christina Elisabeth von Erbach (1641–1692). Wegen der gemischten Ehe bekam er eine Dispens. Aus Dankbarkeit stiftete Salentin Ernst 1666 das Kloster Marienthal. Bereits vorher, am Palmsonntag im Jahr 1664, wurde in der Wallfahrtskirche der erste katholischer Gottesdienst gefeiert, betreut wurde die Kirche von [[Franziskaner (OFM)|Franziskanern]] der [[Thüringische Franziskanerprovinz|Thüringischen Ordensprovinz]], zunächst aus dem [[Franziskanerkloster Hachenburg|Kloster Hachenburg]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Marienthal&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bau des Klosters verzögerte sich, was auch durch die besonderen Lage der Kirche und des Klosters begründet war. Marienthal lag im 17. Jahrhundert direkt an der Grenze zwischen den beiden Grafschaften Sayn-Hachenburg und [[Grafschaft Sayn-Altenkirchen|Sayn-Altenkirchen]], gehörte aber noch zum Kirchspiel Hamm in der Grafschaft Sayn-Hachenburg. In beiden Grafschaften bestanden lutherische und reformierte Pfarreien nebeneinander, in Sayn-Hachenburg wurde inzwischen der katholische Glaube wieder zugelassen, in Sayn-Altenkirchen dagegen nicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Marienthal&amp;quot; /&amp;gt; Der Grundstein wurde Anfang Februar 1668, noch vor der kurfürstlichen Genehmigung, gelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Jahr 1688 wurde eine Altarweihe durch den Trierer Weihbischof [[Johannes Petrus Verhorst]] berichtet. Da Graf Salentin Ernst diese nicht genehmigt hatte, befahl er den Franziskanern, Marienthal binnen 14 Tagen zu verlassen, was die Minderbrüder jedoch durch inständiges Bitten abwenden konnten. Im Jahr 1701 bestätigte der Kölner Erzbischof die Klostergründung. Schon 1703 begann man den ersten Klosterbau durch einen neuen, dreigeschossiger Fachwerkneubau auf der Anhöhe über dem Ort zu ersetzen, 1704 wurde das Kloster von den Franziskanern bezogen. Wegen Baufälligkeit wurde 1756 der Fachwerkbau durch einen Bruchsteinbau ersetzt. Der Bau wurde vom Franziskanerbruder [[Cornelius Schmitt]] aus Wessobrunn, die Stuckarbeiten wurden von [[Wessobrunner Schule|Wessobrunner]] Stuckateuren ausgeführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Chronik&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Marienthal&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Plath: &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Gegenreformation und Barockfrömmigkeit.&amp;#039;&amp;#039; Mainz 2010, S. 119ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Aufgrund des [[Reichsdeputationshauptschluss]]es wurde das Kloster 1803 [[Säkularisation|säkularisiert]]. Unter der [[Herzogtum Nassau|nassauischen]] Regierung wurde das Kloster 1813 geräumt, 1815 kam es in [[Preußen|preußischen]] Besitz. Die Klostergebäude wurden 1836 für 1.315 Taler versteigert, die Klosterkirche schenkte der preußische König [[Friedrich Wilhelm III. (Preußen)|Friedrich Wilhelm III.]] 1838 den Katholiken von Marienthal. Baron Everhard von [[Geyr von Schweppenburg|Geyr-Schweppenburg]] ließ Kirche und Kloster renovieren und übereignete das Kloster 1853 dem Erzbischöflichen Stuhl zu [[Erzbistum Köln|Köln]]. Die Kirche wurde 1839 teilweise abgerissen und als Barockkirche, kleiner und ohne Turm, wieder aufgebaut.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Chronik&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Marienthal&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Erzbistum richtete in den Klostergebäuden ein [[Demeritenhaus]] für straffällig gewordene Priester ein. Von 1853 bis 1864 waren [[Lazaristen]], von 1864 bis 1872 [[Spiritaner]] in Marienthal tätig. In einem Reiseführer aus dem Jahre 1865 wird „ehemaligen Franciskaner-Kloster Marienthal“ wie folgt beschrieben:&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Weyden: &amp;#039;&amp;#039;[http://books.google.de/books?id=ZCsDAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA241&amp;amp;dq=marienthal&amp;amp;as_brr=3#v=onepage&amp;amp;q=marienthal&amp;amp;f=false Das Siegthal: ein Führer von der Mündung bis zur Quelle des Flusses und durch seine Seitenthäler]&amp;#039;&amp;#039;, 1865, Seite 241&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:„Von der alten Kirche steht nur der Chorbau in Spitzbogenstil, der, wie das Klostergebäude, jetzt wiederhergestellt ist, Kirche und Kloster gehören dem Erzstifte Köln&amp;lt;ref&amp;gt;Hinweis auf einen Fehler des Reisebuchautoren aus 1885: Das [[Kurköln|Erzstift Köln]] wurde 1803 aufgelöst&amp;lt;/ref&amp;gt;, welches, unterstützt von der Regierung, die Domäne angekauft hat und als Strafort für Geistliche, Demeriten-Asyl (Demeritenhaus), unter Leitung von Lazaristen benutzt. Seitdem der Chorbau der halbzerstörten Kirche dem Gottesdienste wiedergegeben ist, sie wie vordem ein vielbesuchter Wallfahrtsort.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Erzbistum Köln hatte bereits 1842 und 1867 bei der [[Sächsische Franziskanerprovinz|Sächsischen Franziskanerprovinz]] (&amp;#039;&amp;#039;Saxonia&amp;#039;&amp;#039;) angefragt, ob sie die Leitung der Demeritenanstalt übernehmen könne, was die Provinz wegen Personalmangels noch abgelehnt hatte. Nach dem [[Kulturkampf]] wandte sich Erzbischof [[Philipp Krementz]] mit dem Anliegen erneut an die inzwischen erstarkte &amp;#039;&amp;#039;Saxonia&amp;#039;&amp;#039;, und am 6.&amp;amp;nbsp;Mai 1892 wurde in Marienthal eine Niederlassung der Franziskaner mit zwei bis drei [[Pater|Patres]] und drei [[Laienbruder|Laienbrüdern]] eröffnet, deren Aufgabe in der Leitung des Demeritenhauses und der Seelsorge für die 76 Einwohner Marienthals bestand. Hinzu kamen zeitweise ältere oder erholungsbedürftige Patres, die von der Ordensprovinz hierhin versetzt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Gisela Fleckenstein: &amp;#039;&amp;#039;Die Franziskaner im Rheinland 1875–1918.&amp;#039;&amp;#039; (= Franziskanische Forschungen, Heft 38) Dietrich-Coelde-Verlag, Werl 1992, S.&amp;amp;nbsp;136.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Eigentum an Kloster und Kirche verblieb beim Erzbistum.&amp;lt;ref&amp;gt;Gisela Fleckenstein: &amp;#039;&amp;#039;Die Franziskaner im Rheinland 1875–1918.&amp;#039;&amp;#039; (= Franziskanische Forschungen, Heft 38) Dietrich-Coelde-Verlag, Werl 1992, S.&amp;amp;nbsp;74, 232.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1929 gehörte das Kloster zur wiedererrichteten [[Kölnische Franziskanerprovinz|Kölnischen Ordensprovinz]] (&amp;#039;&amp;#039;Colonia&amp;#039;&amp;#039;), die Franziskaner blieben bis 1974.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Das [[Pietà|Gnadenbild]] aus dem 15. Jahrhundert wurde 1911 restauriert und geweiht. Seit 1969 steht es in einer Seitenkapelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirche wurde 1969 umgebaut und renoviert. Dabei wurden alte Fresken und ein altes Gewölbe entdeckt. 1978 wurde ein Anbau am Klostergebäude errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten Franziskaner verließen 1971 das Kloster, eine Betreuung der Pilger durch die Franziskaner wurde noch bis 1974 weitergeführt. Von 1979 bis 2007 war ein Pater vom „[[Michaeliten|Orden des Heiligen Michael]]“ aus Polen in der seelsorgerischen Betreuung tätig. Seit 2008 haben Priester des [[Erzbistum Köln|Erzbistums Köln]] die Wallfahrtsseelsorge übernommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Marienthal&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mirakelbücher ==&lt;br /&gt;
In den Jahren 1487 bis 1492 beschrieb ein Mönch aus [[Marienstatt]] das &amp;#039;&amp;#039;Marienthaler Wunderbüchlein&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Marienthaler Mirakelbuch&amp;#039;&amp;#039; genannt, in dem 81 [[Wunderheilung (Christentum)|Wunderheilungen]] aufgeführt sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gensicke&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Chronik&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch aus dem nur zwei Kilometer entfernten [[Hilgenroth]], das vom 15. bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts ebenfalls ein beliebter Marien-Wallfahrtsort war, ist ein [[Mirakelbuch]] überliefert. Das &amp;#039;&amp;#039;Hilgenrother Mirakelbuch&amp;#039;&amp;#039; wurde in der Zeit 1427 bis 1430 geschrieben, in ihm sind mehr als hundert Wunderheilungen beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Marienthal heute ==&lt;br /&gt;
=== Ehemaliges Kloster ===&lt;br /&gt;
Als die [[Franziskaner (OFM)|Franziskaner]] Marienthal 1974 verließen, richtete die [[Erzdiözese Köln]] in den Räumlichkeiten des Klosters zunächst eine Nebenstelle ihrer [[Landvolkshochschule]] in [[Rhöndorf]] ein. Seit 1982 wurde das Haus vom Erzbistum als Bildungsstätte „Haus Marienthal“ betrieben, das für Tagungen und Kurse zur Verfügung stand. In den Jahren 1997 bis 2013 war hier auch der Sitz der Geschäftsstelle des „[[Bildungswerk der Erzdiözese Köln|Bildungswerks der Erzdiözese Köln in der Region Rheinland-Pfalz]]“, welcher zu Beginn des Jahres 2014 nach Bonn verlegt worden ist. Wegen Mängeln im Brandschutz, deren Behebung für einen weiteren Betrieb in dieser Form als unwirtschaftlich angesehen wurde, stellte das Erzbistum Köln Ende 2014 den Tagungsbetrieb ein. Im Jahr 2015 konnte man einen Pächter für das Haus gewinnen, der ab Mai 2016  dort die &amp;#039;&amp;#039;Klostergastronomie Marienthal&amp;#039;&amp;#039; betrieb, bis sie wegen starker Preissteigerungen bei Energie und Waren zum 31. Oktober 2022 geschlossen werden musste.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ak-kurier.de/akkurier/www/artikel/122880-klostergastronomie-marienthal-schliesst-wegen-kostenexplosion AK-Kurier: &amp;#039;&amp;#039;Klostergastronomie Marienthal schließt wegen Kostenexplosion&amp;#039;&amp;#039;], 3. November 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 2017 ist die ehemalige Hauskapelle des Klosters eine Außenstelle des Standesamts der Verbandsgemeinde Hamm/Sieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kloster- und Wallfahrtskirche ===&lt;br /&gt;
Die heutige Wallfahrtskirche wurde 1839 gebaut, von der ursprünglichen um 1500 errichteten Kirche ist nur der Ostteil im Original erhalten. Die beiden Westjoche wurden um 1970 barockisierend rekonstruiert. Der hohe [[Kirchenschiff|einschiffige]] Kirchenraum ist mit [[Stichkappe]]ngewölbe und [[Rocaille]]schmuck versehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dehio&amp;quot; /&amp;gt; Die beiden Glocken der Kirche sind von 1880 und 1950.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Innenausstattung&lt;br /&gt;
Der [[barock]]e Hochaltar wurde erst 1968 hier aufgestellt, er stammt aus [[Windorf]] an der Donau. Das Hochaltarbild „[[Maria Immaculata]]“ wurde 1841 von Clementine von Geyr-Schweppenburg gemalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Orgel ====&lt;br /&gt;
Die [[Orgel]] wurde im Jahr 1972 durch die Firma [[Romanus Seifert &amp;amp; Sohn|Romanus Seifert]] aus [[Kevelaer]] als neues Werk in einem historischen [[Prospekt (Orgel)|Gehäuse]] errichtet. Ein Teil des Pfeifenwerks wurde hierbei aus dem Vorgängerinstrument der Firma Speith (1914) übernommen. Im Juli 2021 erfolgte eine umfassende Sanierung des Werks durch die Erbauerfirma.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.rhein-zeitung.de/region/aus-den-lokalredaktionen/kreis-altenkirchen_artikel,-nach-generalueberholung-orgelmusik-im-kloster-marienthal-erklingt-aus-neuen-pfeifen-_arid,2307264.html Nach Generalüberholung: Orgelmusik im Kloster Marienthal erklingt aus neuen Pfeifen], auf rhein-zeitung.de&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Disposition lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;0&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;20&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;12&amp;quot; style=&amp;quot;border-collapse:collapse;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;3&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;I. Manual&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; C-g&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1. || Principal || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2. || Metallgedackt || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 3. || Oktave || 4′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 4. || Salicional || 4′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 5. || Mixtur IV ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 6. || Schalmei || 8′&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;3&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;II. Manual&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; C-g&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7. || Rohrflöte || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 8. || Gemshorn || 4′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 9. || Sesquialter II ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 10. || Principal || 2′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 11. || Quinte || {{Bruch|1|1|3}}′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| || [[Tremulant]] ||&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;3&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pedal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; C–f&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 12. || Subbaß || 16′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 13. || Oktavbaß || {{0}}8′&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Koppel (Orgel)|Koppeln]]:&amp;#039;&amp;#039; II/I, I/P, II/P&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Gnadenbild ====&lt;br /&gt;
Das 105 cm große [[Pietà|Gnadenbild]] der „schmerzhaften Mutter“ stammt aus dem 15. Jahrhundert. Es wird einem Künstler der „Kölner Schule“ zugerechnet. Das Gnadenbild steht in einer Nebenkapelle auf der rechten Seite der Wallfahrtskirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wallfahrtsort ===&lt;br /&gt;
Marienthal ist weiterhin ein [[Wallfahrtsort]]. Die Hauptzeiten der Wallfahrt sind von Mai bis zur ersten Oktoberhälfte. Das Hochfest mit [[Lichterprozession]] findet am ersten Samstag nach dem 15.&amp;amp;nbsp;September, dem Tag des [[Gedächtnis der Schmerzen Mariens|Gedächtnisses der Schmerzen Mariens]], statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umgebung/Verkehr ===&lt;br /&gt;
Der Ort Marienthal liegt an der [[Kreisstraße]] 51, die Hilgenroth und Breitscheidt verbindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Klosterbereich stehen zwei Fachwerkhäuser aus dem [[18. Jahrhundert|18.]] und [[19. Jahrhundert]], welche wie die Kirche als [[Kulturdenkmal|Kulturdenkmäler]] ausgewiesen sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KulturdenkmälerRP |Kreis=Altenkirchen |Stand=2025 |Seiten=35}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Links des Marienthaler Bachs liegt auf einer Anhöhe der Marienthaler [[Kreuzweg]]; er wurde in den Jahren von 1853 bis 1869 errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Marienwanderweg]] verbindet Marienthal mit der Abtei Marienstatt in Streithausen bei Hachenburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Per Zug ist Mariental über den 10 Minuten Fußweg vom Ortskern entfernten Bahnhaltepunkt &amp;#039;&amp;#039;Kloster Marienthal&amp;#039;&amp;#039; zu erreichen. Er liegt an der [[Bahnhof Au (Sieg)|Bahnstrecke Altenkirchen–Au (Sieg)]], die von den Zügen der Linie RB 90 „Westerwald-Sieg-Bahn“ nach dem [[Rheinland-Pfalz-Takt]] täglich im [[Taktfahrplan|Stundentakt]] befahren wird. An Werktagen außer samstags halten die Züge am Haltepunkt &amp;#039;&amp;#039;Kloster Marienthal&amp;#039;&amp;#039; allerdings nur jede zweite Stunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Linie&lt;br /&gt;
! Verlauf&lt;br /&gt;
! Takt&lt;br /&gt;
{{Linienverlauf SPNV NRW 9X|0|Farbe=RLP|Bst=KKLM}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Haltepunkt ist eine der wenigen Stationen in Deutschland mit Klosterbezug im Namen, neben [[Stift Keppel]]-Allenbach im [[Siegerland]], [[Kloster Bronnbach]] bei [[Wertheim]], [[Kloster Oesede]] bei [[Osnabrück]], [[Klosterlechfeld]], [[Klostermansfeld]], [[Klosterbuch]] und [[Neukloster (Buxtehude)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Andachtsbüchlein für Pilger zum Gnadenort Marienthal nebst einer gedrängten Geschichte der Kirche des Klosters und des Gnadenbildes: Maria, du schmerzhafte Mutter, … bitt für uns! Mit e. Stahlstich&amp;#039;&amp;#039;. Linz a. Rh.: Krumscheid, nicht vor 1853. [http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:061:1-72864 Digitalisierte Ausgabe] der [[Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf]]&lt;br /&gt;
* Jakob Wirtz: &amp;#039;&amp;#039;Fünfhundert Jahre Marienthal bei Hamm an der Sieg&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage, Werl 1928.&lt;br /&gt;
* Gabriel Busch (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Hilgenroth/Marienthal. Zwei Wallfahrtsorte&amp;#039;&amp;#039;, Siegburg 1982.&lt;br /&gt;
* Daniel Schneider: &amp;#039;&amp;#039;Die Entwicklung der Konfessionen in der Grafschaft Sayn im Grundriss&amp;#039;&amp;#039;, in: Heimat-Jahrbuch des Kreises Altenkirchen 58 (2015), S. 74–80.&lt;br /&gt;
* Daniel Schneider: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte der Ortsgemeinde Obererbach (Westerwald). Die Ortschaften Hacksen, Niedererbach, Obererbach und Koberstein vom Mittelalter bis zur Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;. Obererbach 2009, ISBN 978-3-00-027494-7 (2 Bände, mit zahlreichen Bezügen zu Marienthal).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikivoyage|Marienthal (Westerwald)}}&lt;br /&gt;
* [http://wallfahrtskirche-marienthal.de/ Homepage der Kloster- und Wallfahrtskirche „Zur Schmerzhaften Mutter“ Marienthal, Westerwald]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=50.736352 |EW=7.671301 |type=landmark |region=DE-RP}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Marienthal}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Franziskanerkloster in Rheinland-Pfalz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Katholischer Wallfahrtsort in Rheinland-Pfalz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal in Seelbach bei Hamm (Sieg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marienkloster|Kloster Marienthal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seelbach bei Hamm (Sieg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kölnische Franziskanerprovinz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sächsische Franziskanerprovinz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Thüringische Franziskanerprovinz|Marienthal Westerwald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wallfahrtskirche des Erzbistums Köln]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Disposition einer Orgel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klostergründung 1666]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Z thomas</name></author>
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