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	<title>Kloster Immichenhain - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-12-31T17:22:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:InternetArchiveBot&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:InternetArchiveBot (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;InternetArchiveBot&lt;/a&gt; hat 1 Archivlink(s) ergänzt und 0 Link(s) als defekt/tot markiert.) #IABot (v2.0.9.5&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Klosterkirche und Domäne Immichenhain.jpg|mini|Klosterkirche und Domäne Immichenhain]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kloster Immichenhain&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ursprünglich ein [[Prämonstratenser]]-[[Doppelkloster]], aus dem ein [[Augustiner-Chorfrauen B.M.V.|Augustiner-Chorfrauen]]-[[Stift (Kirche)|Stift]] hervorging.  Es befand sich im Ortsteil [[Immichenhain]] der Gemeinde [[Ottrau]] im [[Schwalm-Eder-Kreis]] in [[Nordhessen]], am westlichen Ende und unmittelbar oberhalb des auf der Niederterrasse und in der Talmulde gelegenen und nach der Klostergründung entstandenen, 1231 erstmals urkundlich erwähnten Dorfs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klostergeschichte ==&lt;br /&gt;
Die Gründung des Klosters stand wohl in Zusammenhang mit der des Prämonstratenser-Doppelklosters [[Wirberg]] um 1148/49.  Dort hatte der Prämonstratenser [[Otto von Cappenberg]] nach dem Tode Manegolds von Hagen und Wirberg dessen Erbtochter Aurelia zum Eintritt in das von seinem Bruder [[Gottfried von Cappenberg]] gegründete [[Kloster Ilbenstadt]] und die Witwe Manegolds, Immecha, zur Umwandlung der Burg Wirberg in ein Kloster und ihrem eigenen Eintritt in dasselbe genötigt oder gar gezwungen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Irene Crusius]]: &amp;#039;&amp;#039;Prämonstratenser als Forschungsaufgabe&amp;#039;&amp;#039;, in: Irene Crusius &amp;amp; [[Helmut Flachenecker]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Studien zum Prämonstratenserorden&amp;#039;&amp;#039;, Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen, 2003, ISBN 3-525-35183-6 (S. 17)&amp;lt;/ref&amp;gt;  In Immichenhain, dem Hain der Immicha, wird Manegolds Witwe ebenfalls als Stifterin eines Prämonstratenser-Doppelklosters genannt, wobei die Angaben zum Gründungsdatum jedoch von 1124 bis zur Zeit 1173–1175 differieren.  Die Klosterkirche, heute Dorfkirche von Immichenhain, war der [[Maria (Mutter Jesu)|Hl. Maria]] geweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1263 unterstand das Kloster dem Kloster Wirberg, und nachdem die Wirberger Schwestern im Jahre 1286 zum [[Ordensgemeinschaft|Orden]] der Augustiner-Chorfrauen gewechselt hatten, wurde auch aus dem Prämonstratenser-Doppelkloster in Immichenhain ein Augustiner-Chorfrauenstift.  Das Stift erwarb zwar im Laufe der Zeit einigen Besitz in der Umgebung und wurde 1335 durch Schenkung des Grafen [[Johann I. (Ziegenhain)|Johann I.]] von [[Grafschaft Ziegenhain|Ziegenhain]] auch Besitzer des Dorfes Immichenhain, blieb aber ohne größere Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1441 wurde das Stift unter dem Einfluss des Klosters [[Böddeken]] zu einem strengeren und regeltreuen Klosterleben im Sinne der [[Windesheimer Chorherren|Windesheimer Kongregation]] reformiert. Weitere Reformen erfolgten 1493–1497 auf Veranlassung von Landgraf [[Wilhelm II. (Hessen)|Wilhelm II.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufhebung und spätere Nutzung ==&lt;br /&gt;
Mit der Einführung der [[Reformation]] in der [[Landgrafschaft Hessen]] wurde das Stift 1527 durch Landgraf [[Philipp I. (Hessen)|Philipp I.]] aufgehoben. Die verbliebenen Chorfrauen wurden abgefunden, und das Klostergut wurde landgräfliche [[Staatsdomäne|Domäne]]. 1538 belehnte Landgraf Philipp seinen Kämmerer und Geheimen Rat [[Konrad Diede|Konrad (Kurt) Diede zum Fürstenstein]] mit der Hälfte des ehemaligen Klosterguts samt Zubehör, d.&amp;amp;nbsp;h. den Höfen Volkershof und [[Niederberf]] (heute Berfhof und Berfmühle bei [[Hattendorf (Alsfeld)|Hattendorf]]). Die andere Hälfte diente zur Finanzierung von Hof- und Landesverwaltung und [[Pfarrei]]kosten. Dies Lehen wurde 1544 erneuert und erweitert: es umfasste nun das Klostergut samt Bauhof, das Dorf Immichenhain mit dem Weinzapf ebenda, den Volkershof sowie Einkünfte zu [[Leimbach (Willingshausen)|Leimbach]], [[Neukirchen (Knüll)|Neukirchen]], [[Riebelsdorf]], [[Holzburg (Schrecksbach)|Holzburg]] und dem Zehnten zu Niederberf. Die [[Diede zum Fürstenstein]] blieben bis zum Tode von Wilhelm Christoph Diede zum Fürstenstein, königlich-dänischer Staatsminister und Gesandter des Herzogtums Holstein-Glückstadt zum [[Immerwährender Reichstag|Immerwährenden Reichstag]] in [[Regensburg]], im Jahre 1807 im Besitz von Gut und Dorf Immichenhain.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] versuchte der [[Kloster Fulda|Fuldaer]] Fürstabt [[Johann Bernhard Schenk zu Schweinsberg]], nach dem Erlass des [[Restitutionsedikt]]s durch Kaiser [[Ferdinand II. (HRR)|Ferdinand II.]] am 6. März 1629, das Kloster neu zu beleben: er sandte im Jahre 1631 fünf [[Mönch]]e in das Kloster, aber noch im gleichen Jahr verwüsteten Truppen des [[Johann t’Serclaes von Tilly|Grafen Tilly]] Kloster und Dorf, und der Versuch der Wiederbelebung wurde aufgegeben, als der Landgraf wieder die Kontrolle über Hessen erlangte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Wilhelm Christoph Diede zum Fürstenstein]] am 1. Dezember 1807 starb und neben seiner Witwe Margaretha Konstantine Louise, einer geborenen Gräfin [[Callenberg (Adelsgeschlecht)|von Callenberg]] aus [[Bad Muskau|Muskau]], nur Töchter hinterließ, zog [[Jérôme Bonaparte]], von seines Bruders Gnaden König von [[Königreich Westphalen|Westphalen]] den Besitz ein und gab ihn am 24. Dezember 1807 als Lehen an einen seiner Günstlinge, den Staatsrat und späteren Minister-Staatssekretär [[Pierre Alexandre le Camus]] (1774–1824), bei dessen gleichzeitiger Erhebung zum Grafen von Fürstenstein.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=wdgMAQAAMAAJ&amp;amp;pg=PA391#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Dietrich Christoph von Rommel: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte von Hessen&amp;#039;&amp;#039;, Band 5, Kassel 1835 (S. 391-392)]&amp;lt;/ref&amp;gt; Nur wenige Monate später, am 15. April 1808, wandelte Jérôme das Lehen in [[Allod]]ialbesitz um. Le Camus verkaufte das Gut Immichenhain bereits am 11. August 1809 an den Hofmarschall Baron von Boucheporn für 200.000 Franken. Am 23. Dezember 1810 bestätigte Großherzog [[Ludwig I. (Hessen-Darmstadt)|Ludwig I.]] von [[Großherzogtum Hessen|Hessen-Darmstadt]] auf Antrag des Verkäufers dem Käufer den Besitz auch der im Großherzogtum gelegenen Zubehöre. Nach dem Ende des napoleonischen Intermezzos und der Restitution des [[Kurfürstentum Hessen|Kurfürstentums Hessen]] wurde der Besitz am 18. Januar 1814 eingezogen und wieder Hessische Staatsdomäne.&amp;lt;ref&amp;gt;Boucheporns Witwe klagte einige Jahre später gegen die Witwe des Grafen von Fürstenstein auf Rückerstattung des Kaufpreises mit Zinsen und erhielt am 27. Januar 1825 Recht. Franz Ferdinand Stickel: &amp;#039;&amp;#039;Beitrag zu den Lehren von der Gewährleistung und der Rechtsbeständigkeit der Handlungen eines Zwischenherrschers.&amp;#039;&amp;#039; Georg Friedrich Heyer, Gießen, 1826, S. 1–4&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst 1928 wurde der bis dahin selbständige Gutsbezirk Domäne Immichenhain zum größten Teil nach Immichenhain eingemeindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutiger Zustand ==&lt;br /&gt;
Die einstigen Kloster- bzw. Gutsgebäude am westlichen Ortsausgang in Richtung Hattendorf gehören weiterhin der Hessischen Staatsdomäne Immichenhain.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ehemalige Klosterkirche, ein kurzer Rechteckbau mit einfachen, klaren Formen, Rundbogenfenstern und schlichtem Holzturm, wird heute von der Evangelischen Stephanusgemeinde am Rimberg im [[Kirchenkreis Schwalm-Eder]] der [[Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck|Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck]] genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://www.ekkw.de/ziegenhain/gemeinden/immichenhain.php |wayback=20210913074447 |text=Webauftritt der Kirchengemeinde |archiv-bot=2025-12-31 17:22:50 InternetArchiveBot }} auf der Website des Kirchenkreises.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Sehenswert sind der aus dem 12. Jahrhundert stammende [[Taufbecken|Taufstein]] mit rundbogigen [[Arkade]]n und Feldern mit ornamentaler und figürlicher Darstellung in Ritztechnik, Wandmalereien aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts und fünf Grabplatten bzw. [[Epitaph]]ien der Diede zum Fürstenstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=50.81137|EW=9.3496|type=landmark|dim=2500|region=DE-HE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=OL|ID=63402002005| titel=Immichenhain, Augustinerchorfrauenstift, Schwalm-Eder-Kreis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kloster (12. Jahrhundert)|Immichenhain]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Prämonstratenserkloster in Hessen|Immichenhain]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Prämonstratenserinnenkloster in Hessen|Immichenhain]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Augustiner-Chorfrauen-Stift in Hessen|Immichenhain]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Doppelkloster|Immichenhain]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baugruppe (Städtebau) der Romanik|Immichenhain]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal in Ottrau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klosterbau in Europa|Immichenhain]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klosterbau in Hessen|Immichenhain]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klosteranlage|Immichenhain]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baugruppe (Städtebau) in Europa|Immichenhain]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baugruppe (Städtebau) in Hessen|Immichenhain]]&lt;/div&gt;</summary>
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