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	<title>Kloster Hermetschwil - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-03-22T12:13:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!--schweizbezogen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Hermetschwil Kloster 01.JPG|mini|Kloster Hermetschwil]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kloster Hermetschwil&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine dem [[Martin von Tours|Hl. Martin]] geweihte [[Benediktiner]]innen-[[Abtei]] in der ehemaligen Gemeinde [[Hermetschwil-Staffeln]] im [[Kanton Aargau]], die heute zu [[Bremgarten AG|Bremgarten]] gehört. Es befindet sich auf einer Anhöhe im Ortsteil Hermetschwil, über dem westlichen Ufer der [[Reuss (Fluss)|Reuss]]. Das [[Kloster]] wurde am Ende des 12. Jahrhunderts gegründet, 1876 aufgehoben und 1985 wieder errichtet. Die Abtei gehört der [[Schweizerische Benediktinerinnenföderation|Schweizerischen Benediktinerinnenföderation]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Die Reuss beim Kloster Hermetschwil.jpg|mini|Das Kloster hoch über der Reuss]]&lt;br /&gt;
Das [[Kloster Muri]] erhielt 1083 im Zuge der [[Hirsauer Reform]] zusätzlich einen Frauenkonvent und wandelte sich somit zu einem Doppelkloster. Gegen Ende des 12. Jahrhunderts zogen die [[Ordensschwester|Nonnen]] nach Hermetschwil. Das neue Kloster erhielt von Muri Grundbesitz und diverse Herrschaftsrechte im Reusstal. Die Verwaltung ging um 1300 an die Meisterin über. Die geistliche und weltliche Leitung verblieb beim [[Abt]] von Muri, der das Frauenkloster Hermetschwil auch nach aussen vertrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nonnen stammten vorwiegend aus den Reihen des Landadels oder aus Bürgerfamilien der Städte im Mittelland. Es gab keine [[Klausur (Kloster)|Klausur]] und die Nonnen verfügten über [[Pfründe]]n und Privatvermögen. Als von 1529 bis 1531 in den [[Freiamt (Schweiz)|Freien Ämtern]] kurzfristig die [[Reformation]] Einzug hielt, gab es zahlreiche Austritte und die Bedeutung der Abtei ging stark zurück. Die Einführung strengerer Regeln brachte eine Wende. Das späte 16. und vor allem das 17. Jahrhundert waren die Blütezeit des Klosters; die Anlage wurde damals in drei Etappen erweitert. Als bedeutendste Äbtissin dieser Epoche gilt [[Maria Anna Brunner]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1712 flohen die Nonnen während des [[Toggenburgerkrieg|Zweiten Villmergerkriegs]] vorübergehend nach [[Luzern]]. Die Äbtissin Maria Mechthild Schnorf schrieb in ihrer von 1716 bis 1753 währenden Amtszeit die von Maria Anna Brunner begonnene Sammlung der klösterlichen Rechte fort und ließ Kirche, Gästehaus und Konventsgebäude renovieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Anne-Marie Dubler: &amp;#039;&amp;#039;Hermetschwil&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Helvetia Sacra&amp;#039;&amp;#039;. Bd. III, 1, Francke, Bern 1986, S. 1840.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Unter der [[Helvetische Republik|Helvetischen Republik]] musste das Kloster auf den Bezug der [[Gefälle (Recht)|Gefälle]] und die Ausübung der [[Niedere Gerichtsbarkeit|niederen Gerichtsbarkeit]] verzichten. Als Reaktion auf bewaffnete Aufstände nach der Verhaftung des [[Bünzer Komitee]]s hob der [[Grosser Rat (Aargau)|Grosse Rat]] das Kloster am 13.&amp;amp;nbsp;Januar 1841 auf. Im Zuge des [[Aargauer Klosterstreit]]s machte er diesen Schritt zwei Jahre später nach einem Beschluss der [[Tagsatzung]] wieder rückgängig. Während des [[Kulturkampf in der Schweiz|Kulturkampfs]] wurde das Kloster im Jahr 1876 erneut aufgehoben und in ein Kinderheim umgewandelt, ein Jahr später das Klostergut versteigert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1878 kauften die Nonnen einen Teil der Anlage zurück. Da die Aufnahme neuer [[Noviziat|Novizinnen]] verboten war, erfolgte im Jahr 1892 die Verlegung des [[Kloster#Grundbegriffe|Konvents]] ins [[Kloster Habsthal]] in [[Württemberg]] und die Zurückstufung der Abtei Hermetschwil zum [[Prior]]at. Seit 1985 leitet wieder eine Äbtissin das Kloster, seit 1986 sind die Abteien Hermetschwil und Habsthal rechtlich getrennt. Im Jahr 2003 lebten 15 Nonnen im Kloster, die hauptsächlich mit sozialen Aufgaben beschäftigt sind. Heute leben noch ein paar Nonnen im Kloster und sorgen für dessen Weiterbestand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gebäude ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hermetschwil Klosterkirche.jpg|mini|Klosterkirche]]&lt;br /&gt;
Eine trapezförmige [[Ringmauer]] umschliesst die aus mehreren Gebäuden zusammengesetzte Klosteranlage. An ihrer Nordseite, zur steil abfallenden Talsenke hin, wird sie durch die lang gestreckte Klosterkirche begrenzt. Zusammen mit dem angrenzenden Konventgebäude bildet sie die Ostflanke. Auf der gegenüberliegenden Seite des verwinkelten Klosterhofes befinden sich die ehemalige Klosterscheune und die ehemalige Bäckerei. Weitere Gebäude innerhalb des Klosterhofes sind das Pächterhaus, das ehemalige Gästehaus, der Archivturm und der Zehntenspeicher. Von den übrigen Gebäuden etwas abgesetzt befinden sich in der Südostecke der Anlage die Einsiedlerkapelle und zwei Ökonomiegebäude.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mit dem Nordtrakt des [[Kreuzgang]]s verbundene Klosterkirche ist in einem schmucklosen [[Gotik|spätgotischen]] Stil gehalten. Sie wurde 1603–1605 erbaut und ersetzte den seit dem Mittelalter bestehenden Vorgängerbau. An das 21 Meter lange und acht Meter breite [[Kirchenschiff|Schiff]] schliesst sich ein 12 Meter langer und 6,5 Meter breiter [[Chor (Architektur)|Chor]] an, die beide unter einem gemeinsamen [[Satteldach]] vereinigt sind. Auf dem Chorfirst befindet sich ein sechseckiger [[Dachreiter]] mit [[Zwiebelturm|Zwiebelhaube]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Konventgebäude stammt von 1624/25. Es bildet ein schlichtes, dreistöckiges Gebäudegeviert mit [[Sparrendach]], das einen kreuzförmig unterteilten Innenhof umschliesst. Die oberen Stockwerke weisen eine [[Fachwerk]]gliederung auf. An den Westtrakt wurde 1673 der Archivturm angebaut, der von einem polygonalen [[Helm (Architektur)|Helm]] überdacht wird. Die verschiedenen Wirtschaftsbauten entstanden über einen Zeitraum von eineinhalb Jahrhunderten: 1569 Zehntenspeicher, 1581 Bäckerei (1713/14 nach einem Brand wieder aufgebaut), Klosterscheune 1691/1692 und Pächterhaus 1727 (im selben Jahr auch die Einsiedlerkapelle).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bibliothek ==&lt;br /&gt;
Wie die meisten Frauenklöster besaß auch Hermetschwil eine Sammlung von Handschriften, die erstmals 1697 verzeichnet worden sind. Die damals insgesamt 380 Bücher befanden sich Ende des 17. Jahrhunderts in einem separaten Turm an der Klostermauer.&amp;lt;ref&amp;gt;Ruth Wiederkehr: &amp;#039;&amp;#039;Lesen, schreiben, beten, heilen. Die Bibliothek des mittelalterlichen Klosters Hermetschwil,&amp;#039;&amp;#039; S. 18.&amp;lt;/ref&amp;gt; Heute noch befinden sich noch heute 56 Manuskripte aus dem 12. bis 16. Jahrhundert im Kloster. Dieser mittelalterliche Buchbestand gehört zu den größeren in der Schweiz.&amp;lt;ref&amp;gt;Ruth Wiederkehr: &amp;#039;&amp;#039;Lesen, schreiben, beten, heilen. Die Bibliothek des mittelalterlichen Klosters Hermetschwil.&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Murensia&amp;#039;&amp;#039; 6.) Chronos, Zürich 2018, ISBN 978-3-0340-1494-6, S. 7.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dazu kommt ein Dutzend Handschriften, die sich in anderen Bibliotheken außerhalb Hermetschwils nachweisen lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ruth Wiederkehr: &amp;#039;&amp;#039;Lesen, schreiben, beten, heilen. Die Bibliothek des mittelalterlichen Klosters Hermetschwil,&amp;#039;&amp;#039; S. 59 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus heutiger Sicht herausragend ist das &amp;#039;&amp;#039;Gebetbuch von Muri&amp;#039;&amp;#039; auch dem 12. Jahrhundert. Dazu kommen weitere 17 deutschsprachige, kleinformatige Gebetbücher von 1380 und 1520 aus dem Besitz der Nonnen sowie Mess- oder andere liturgische Bücher sowie erbauliche Schriften, wie zwei Werke [[Heinrich Seuse]]s.&amp;lt;ref&amp;gt;Ruth Wiederkehr: &amp;#039;&amp;#039;Lesen, schreiben, beten, heilen. Die Bibliothek des mittelalterlichen Klosters Hermetschwil,&amp;#039;&amp;#039; S. 33 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Anne-Marie Dubler]]: &amp;#039;&amp;#039;Hermetschwil&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Helvetia Sacra&amp;#039;&amp;#039;. Bd. III, 1, Francke, Bern 1986, S. 1813–1847.&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor=Peter Felder | Herausgeber=[[Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte]] | Titel=Die Kunstdenkmäler des Kantons Aargau | Band=Band IV, Bezirk Bremgarten | Verlag=Birkhäuser Verlag | Ort=Basel | Jahr=1967 | Seiten=225–263 | ISBN=3-90613-107-6}}&lt;br /&gt;
* Ruth Wiederkehr: &amp;#039;&amp;#039;Lesen, schreiben, beten, heilen. Die Bibliothek des mittelalterlichen Klosters Hermetschwil&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Murensia&amp;#039;&amp;#039;. Band 6). Zürich, Chronos 2018, ISBN 978-3-0340-1494-6.&lt;br /&gt;
* Ruth Wiederkehr und Annina Sandmeier-Walt: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.aargauerzeitung.ch/aargau/kanton-aargau/klostergeschichte-erst-seit-1973-hat-hermetschwil-offiziell-wieder-ein-kloster-was-ein-verirrtes-weinfass-damit-zu-tun-hat-ld.2457860 Erst seit 1973 hat Hermetschwil offiziell wieder ein Kloster – was ein verirrtes Weinfass damit zu tun hat]&amp;#039;&amp;#039;, Aargauer Zeitung, 15. Mai 2023.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Äbtissinnen des Klosters Hermetschwil]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Kulturgüter in Bremgarten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Hermetschwil Abbey|Kloster Hermetschwil}}&lt;br /&gt;
* [https://kloster-hermetschwil.ch/ Website des Klosters Hermetschwil]&lt;br /&gt;
* [https://www.helvetiasacra.ch/de/database/206| Anne-Marie Dubler: Hermetschwil, in: Helvetia Sacra]&lt;br /&gt;
* {{HLS|11608|Hermetschwil|Autor=[[Anne-Marie Dubler]]}}&lt;br /&gt;
* {{DIAG|22650|Konventgebäude}}&lt;br /&gt;
* {{DIAG|22638|Pfarr- und Klosterkirche}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Klöster im Aargau}}&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=47.33426 |EW=8.34614 |type=landmark |region=CH-AG}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=4684683-9|LCCN=n/84/067344|VIAF=140024891}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kloster Hermetschwil| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Benediktinerinnenkloster in der Schweiz|Hermetschwil]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kloster (12. Jahrhundert)|Hermetschwil]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Barockbauwerk im Kanton Aargau|Hermetschwil]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gotisches Bauwerk im Kanton Aargau|Hermetschwil]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturgut von nationaler Bedeutung im Kanton Aargau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (Bremgarten AG)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Martinskloster|Hermet]]&lt;/div&gt;</summary>
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