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	<title>Kloster Falkenhagen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2025-12-11T08:10:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;ordentlich&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Zisterzienserkloster&lt;br /&gt;
 | Titel = Kloster Falkenhagen&lt;br /&gt;
 | Bild = Lügde - 16 - Kloster Falkenhagen, ev. Kirche (3).jpg&lt;br /&gt;
 | Beschreibung = &lt;br /&gt;
 | Bildbreite = &lt;br /&gt;
 | Lage = Kreis Lippe, Nordrhein-Westfalen&lt;br /&gt;
 | Breitengrad = 51.89013&lt;br /&gt;
 | Längengrad = 9.30655&lt;br /&gt;
 | Region-ISO = DE-NW&lt;br /&gt;
 | Nummer = &lt;br /&gt;
 | Patrozinium =&lt;br /&gt;
 | Gründungsjahr = 1246&lt;br /&gt;
 | Ursprungsorden = &lt;br /&gt;
 | zisterziensisch = 1247&lt;br /&gt;
 | Auflösung = 1596&lt;br /&gt;
 | Wiederbesiedlung = &lt;br /&gt;
 | Wiederauflösung = &lt;br /&gt;
 | Mutterkloster = &lt;br /&gt;
 | Primarabtei = &lt;br /&gt;
 | Tochterklöster = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kloster Falkenhagen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein ehemaliges [[Zisterzienser]]innenkloster am Fuße des [[Köterberg]]es im [[Lügde]]r Ortsteil [[Falkenhagen (Lügde)|Falkenhagen]] im früheren Land [[Lippe (Land)|Lippe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorgeschichte der Gründung des Klosters in Falkenhagen ==&lt;br /&gt;
=== Klostergründung als Sühneleistung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Lügde - 16 - Kloster Falkenhagen, ev. Kirche (6).jpg|mini|hochkant=1.3|Klostergebäude Falkenhagen von Osten]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lügde - 16 - Kloster Falkenhagen, ev. Kirche (19).jpg|mini|hochkant=1.3|Innenansicht der Klosterkirche]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lügde - 16 - Kloster Falkenhagen, ev. Kirche (22).jpg|mini|hochkant=1.3|Chorfenster und Chorgestühl, um 1500]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lügde - 17 - Kloster Falkenhagen, Pfarrhaus (4).jpg|mini|hochkant=1.3|Ehemaliges Dormitorium von 1509]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lügde - 18 - Kloster Falkenhagen, Kapitelsaal (3).jpg|mini|hochkant=1.3|Kapitelsaal]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lügde - 21 - Kloster Falkenhagen, kath. Pfarrhaus (3).jpg|mini|hochkant=1.3|Ehemalige Priorei von 1581]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lügde - Kloster Falkenhagen, Gedenkstein.jpg|mini|hochkant=1.3|Friedrich Spee von Langenfeld – Gedenkstein]]&lt;br /&gt;
Zwischen den [[Grafschaft Schwalenberg|Grafen von Schwalenberg]] und dem [[Hochstift Paderborn|Bistum Paderborn]] gab es zu Anfang des 13. Jahrhunderts verschiedene Streitpunkte. So hatten die Schwalenberger vor 1209&amp;lt;ref&amp;gt;[[Heinrich Schoppmeyer (Historiker)|Heinrich Schoppmeyer]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Entstehung der Landstände im Hochstift Paderborn.&amp;#039;&amp;#039;, in [[Westfälische Zeitschrift|WZ]] 136 1986, S. 271. [https://www.westfaelische-geschichte.de/lit9341 Digitalisat.]&amp;lt;/ref&amp;gt; die [[Vogt]]eien über die Klöster [[Kloster Gehrden|Gehrden]] und [[Kloster Willebadessen|Willebadessen]] beansprucht, was sie auch mit Gewalt durchzusetzen suchten. Als [[Adolf I. (Waldeck und Schwalenberg)|Graf Adolf I. von Schwalenberg und Waldeck]] versuchte, die Herrschaft über die Stadt [[Korbach]] durch den Bau einer Stadtburg zu erlangen, und von den Bürgern den Lehnseid forderte, hielt Bischof [[Wilbrand von Oldenburg|Wilbrand von Paderborn]] in Korbach eine Versammlung ab, bei der er die Waldecker Lehen für eingezogen erklärte, die Bürger von dem Lehnseid entband und sie mit einem Treueeid auf sich als Landesherrn verpflichtete. Auf dem Rückweg wurde Wilbrand von Adolf I. überfallen und durch eine nicht näher bezeichnete „iniuria“ (dt.: „Ungerechtigkeit“) beleidigt. Der Bischof entkam jedoch dem Überfall und verhängte den Kirchenbann über den Grafen. An der sich nun entspinnenden Fehde war auch Adolfs Bruder [[Volkwin IV. (Schwalenberg)|Graf Volkwin IV. von Schwalenberg und Waldeck]] beteiligt. Während der im Winter fortgesetzten Fehde wurde auch die Stammburg der Schwalenberger, die [[Oldenburg (Marienmünster)|Oldenburg]], zerstört. Während der Karwoche 1227 baten dann die Grafen „auf Anraten vernünftiger Männer“ den Bischof barfüßig um Vergebung, und jeder der beiden gelobte zur Sühne ein Kloster zu gründen. Darüber wurde am 14. April 1227 eine Urkunde ausgefertigt, in der die Schwalenberger neben anderen Bedingungen auch auf die Vogteien über Gehrden und Willebadessen und ihre Ansprüche sowie den Burgenbau im Gebiet um Korbach verzichteten. Bereits 1228 gründete Graf Adolf I. das [[Kloster Marienthal (Netze)|Kloster Marienthal]] in [[Netze (Waldeck)|Netze]].&amp;lt;ref&amp;gt;Diether Pöppel: &amp;#039;&amp;#039;Das Hochstift Paderborn Entstehung und Entwicklung der Landeshoheit.&amp;#039;&amp;#039; Paderborn 1996, S. 84 f, vgl. S. 55 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kloster Burghagen ===&lt;br /&gt;
Graf Volkwin IV. gründete das Kloster in &amp;#039;&amp;#039;Burghagen&amp;#039;&amp;#039; mit einem [[Johannes der Täufer|St. Johannis]]-[[Patrozinium]]. Es wurde von [[Zisterzienserinnen]] aus [[Eisenach]] besiedelt. Gründeräbtissin war Kunigunde I. von Schwalenberg. Urkunden aus der Mitte des 13. Jahrhunderts führen den Ortsnamen in den Formen &amp;#039;&amp;#039;Burchagen&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Burighagen&amp;#039;&amp;#039; an. Da in einer Urkunde von 1231 eine Kirche in Burghagen erwähnt wird, dort aber keine Pfarrei bestand, wird vermutet, dass es sich um die Klosterkirche handelt und das Kloster somit zwischen 1228 und 1231 gegründet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Lage von Burghagen gibt es unterschiedliche Vermutungen. Einerseits wird jener Ort zwischen der Stadt [[Schwalenberg]] und [[Niese (Lügde)|Niese]] auf einer später &amp;#039;&amp;#039;de wöste Kerke&amp;#039;&amp;#039; genannten Flur vermutet, andererseits nordöstlich von Falkenhagen auf einer Flur &amp;#039;&amp;#039;Berkenhagen&amp;#039;&amp;#039;. Bei &amp;#039;&amp;#039;de wöste Kerke&amp;#039;&amp;#039; waren noch im 1882 Ruinen zu sehen, die von Preuß aber als von zu geringen Ausmaßen für ein Kloster und in Bezug auf die späteren Besitzungen des Klosters Falkenhagen als zu dezentral liegend empfunden werden. Für die Lage bei &amp;#039;&amp;#039;Berkenhagen&amp;#039;&amp;#039; führt er an, dass laut einer lokalen mündlichen Tradition das Kloster dort gegründet wurde, es dort angeblich „bis in die neuere Zeit“ Ruinen gab und dort ein Gut „Kerkhof“ liege, das das Kloster aber erst 1263 erworben hat. Abweichungen des Namens erklärt er mit schlechter mittelalterlicher Namensüberlieferung. Möglicherweise lag das Kloster Burghagen aber auch auf dem sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Brink&amp;#039;&amp;#039;, an Stelle des späteren [[Jüdischer Friedhof (Rischenau)|jüdischen Friedhofs]] in [[Rischenau]].&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Hohenschwert: Der Kreis Lippe II – Führer zu archäologischen Denkmälern in Deutschland, Stuttgart 1985, S. 205, ISBN 3-8062-0428-4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1246, als Schenkungen an das Kloster und die Kirche in Burghagen beurkundet wurden, und 1249, als Papst [[Innozenz IV.]] dem Kloster unter der Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;monasterium de Valleliliorum&amp;#039;&amp;#039; (dt.: &amp;#039;&amp;#039;Kloster von Lilienthal&amp;#039;&amp;#039;), die wahrscheinlich erst das verlegte Kloster bezeichnete, und mit Angabe des neuen Marienpatroziniums seine Rechte bestätigte, wurde der Konvent dann aus unbekannten Gründen nach Falkenhagen verlegt. Nach einer späten Quelle aus der Zeit zwischen 1510 und 1535 verlegte Graf Volkwin IV. das Kloster auf Bitten seiner Tochter, der Äbtissin Kunigunde. Die erste ausdrückliche Benennung des Klosters mit dem Namen des neuen Orts stammt von 1251.&amp;lt;ref&amp;gt;Diether Pöppel: &amp;#039;&amp;#039;Das Hochstift Paderborn Entstehung und Entwicklung der Landeshoheit.&amp;#039;&amp;#039; Paderborn 1996, S. 84 f. [[Hans Jürgen Brandt (Theologe)|Hans Jürgen Brandt]], [[Karl Hengst]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Erzbistums Paderborn.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1, (=Karl Hengst u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen zur Geschichte der Mitteldeutschen Kirchenprovinz.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 12), Paderborn 2002, S. 291. Ludwig August Theodor Holscher: &amp;#039;&amp;#039;Die ältere Diöcese Paderborn, nach ihren Grenzen, Archidiakonaten, Gauen und alten Gerichten, Teil I.&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Westfälische Zeitschrift|WZ]] 37 1879, S. 57–59. [https://www.westfaelische-geschichte.de/lit9873 Digitalisat.] [[Otto Preuß (Bibliothekar)|Otto Preuß]]: &amp;#039;&amp;#039;Zur Geschichte der Anfänge des Klosters Falkenhagen.&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Westfälische Zeitschrift|WZ]] 40 1882, S. 88–97. [https://www.westfaelische-geschichte.de/lit10219 Digitalisat.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Zisterzienserinnen in Falkenhagen ==&lt;br /&gt;
Ihr Kloster in Falkenhagen benannten die Schwestern als Kloster &amp;#039;&amp;#039;vallis liliorum&amp;#039;&amp;#039; (dt. Lilienthal). Wie viele Zisterzienserinnen lebte der Konvent zwar nach der Zisterzienserregel, war aber dem [[Zisterzienser|Orden von Citeaux]], der lange keine Frauenklöster aufnahm, nicht inkorporiert. Die Klosterkirche &amp;#039;&amp;#039;St. Maria, Alexander und Gefährten&amp;#039;&amp;#039; war gleichzeitig Pfarrkirche.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans Jürgen Brandt (Theologe)|Hans Jürgen Brandt]], [[Karl Hengst]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Erzbistums Paderborn.&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 1, (=Karl Hengst u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen zur Geschichte der Mitteldeutschen Kirchenprovinz.&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 12), Paderborn 2002, S. 290 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zweite Äbtissin war wahrscheinlich die 1268 und 1298 erwähnte Kunigunde II. von Schwalenberg, eine Tochter Graf Volkwins IV. von Schwalenberg.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans Jürgen Brandt (Theologe)|Hans Jürgen Brandt]], [[Karl Hengst]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Erzbistums Paderborn.&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 1, (=Karl Hengst u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen zur Geschichte der Mitteldeutschen Kirchenprovinz.&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 12), Paderborn 2002, S. 291. [[Otto Preuß (Bibliothekar)|Otto Preuß]]: &amp;#039;&amp;#039;Zur Geschichte der Anfänge des Klosters Falkenhagen.&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Westfälische Zeitschrift|WZ]] 40 1882, S. 88–97.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschichte&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://klosterlandschaft-owl.de/falkenhagen/|hrsg=klosterlandschaft-owl.de|titel=Klostergeschichte|datum=|zugriff=2018-01-19|format=| sprache=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zunächst nicht sehr reich ausgestattete Kloster konnte seine Situation durch Spenden und dort zu gewinnende Ablässe verbessern. Doch während der [[Eversteiner Fehde|Eversteinschen Fehde]] wurde das Kloster um 1407 verwüstet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschichte&amp;quot;/&amp;gt; Die letzte noch im Kloster lebende Nonne konnte ins [[Kloster Brenkhausen]] flüchten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans Jürgen Brandt (Theologe)|Hans Jürgen Brandt]], [[Karl Hengst]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Erzbistums Paderborn.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1, (=Karl Hengst u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen zur Geschichte der Mitteldeutschen Kirchenprovinz.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 12), Paderborn 2002, S. 291. Ludwig August Theodor Holscher: Die ältere Diöcese Paderborn, nach ihren Grenzen, Archidiakonaten, Gauen und alten Gerichten, Teil I., in: [[Westfälische Zeitschrift|WZ]] 37 1879, S. 57–59. [https://www.westfaelische-geschichte.de/lit9873 Digitalisat.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Wilhelmiten und Kreuzherren in Falkenhagen ==&lt;br /&gt;
Auf Bitten Erzbischof [[Dietrich II. von Moers|Dietrichs von Köln]], [[Diözesanadministrator|Administrator]] des Bistums Paderborn, versuchten sich 1429 [[Wilhelmiten]]brüder aus [[Witzenhausen]] im verwüsteten Kloster niederzulassen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschichte&amp;quot;/&amp;gt; Weil ihr Aufbauversuch misslang, übertrug 1432 der Erzbischof das Klosterareal dem [[Orden vom Heiligen Kreuz]] (Kreuzherren).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschichte&amp;quot;/&amp;gt; Da die ehemalige Grafschaft Schwalenberg als [[Samtherrschaft]] der [[Haus Lippe|Edelherren zur Lippe]] und der [[Fürstbischof|Fürstbischöfe]] von Paderborn verwaltet wurde, bestätigten auch erstere 1446 dem Kloster seine alten Rechte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um dieselbe Zeit begann der Wiederaufbau, der jedoch durch mehrere Katastrophen behindert wurde. In der [[Soester Fehde]] wurde das Kloster 1447 geplündert, im August 1479 brannten gerade fertiggestellte Wirtschaftsgebäude ab, und 1483 ist ein erster [[Pest]]umzug belegt, dem innerhalb eines halben Jahres 29 Mönche zum Opfer fielen. Dennoch konnten am 25. Oktober 1483 der Chor der neuen Kirche und am 21. Oktober 1487 die Kirche geweiht werden. Es kam während dieser Zeit unter Prior Heinrich von Bocholt (1457–1495) sogar zu einer solchen Blüte des Klosters, dass es als das größte und reichste des Ordens galt. 1518 lebten dort schließlich 89 Kreuzherren, davon 27 Priester, und 1522 begann das Kloster damit, [[Wüstung|wüstgefallene]] Dörfer des Umlandes wieder zu besiedeln. Doch erst 1533 wurde ein neuer [[Kreuzgang]] mit Friedhof geweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Ein älteres Falkenhagener Copiar mit Abschriften von Urkunden wurde 1485 angelegt, eine jüngere Sammlung endet 1558. Die ältesten aufgenommenen Urkunden sind zwei Schenkungsurkunden aus dem Jahr 1246 für das Kloster, bzw. die Kirche Burghagen. Eine weitere im Kloster entstandene Quelle ist das Notizbuch des Falkenhagener Konventsmitglieds Johann Vrese aus den Jahren von 1510 bis 1535.--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch nach der [[Reformation]] blieb der Konvent katholisch, lehnte 1542 die [[Lippische Kirchenordnung]] ab und stellte nur unter Zwang einen Bruder für den lutherischen Gottesdienst zur Verfügung. Das Kloster wurde schließlich auf einen Schlag zum Krisenkonvent, als 1555 alle Angehörigen des Konvents bis auf zwei Laienbrüder an der Pest starben. Im protestantischen Umfeld des Klosters fanden sich nicht genug Novizen für einen Neuanfang. Deshalb kamen [[Dietrich von Fürstenberg]] als Fürstbischof von Paderborn und Graf [[Simon VI. (Lippe)|Simon VI. zur Lippe]] 1596 überein, das Kloster, in dem noch 6 Priester und 3 Laienbrüder lebten, aufzulösen und den Besitz zwischen sich aufzuteilen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans Jürgen Brandt (Theologe)|Hans Jürgen Brandt]], [[Karl Hengst]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Erzbistums Paderborn.&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 1, (=Karl Hengst u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen zur Geschichte der Mitteldeutschen Kirchenprovinz.&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 12), Paderborn 2002, S. 270. [[Hans Jürgen Brandt (Theologe)|Hans Jürgen Brandt]], [[Karl Hengst]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Erzbistums Paderborn.&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 2, (=Karl Hengst u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen zur Geschichte der Mitteldeutschen Kirchenprovinz.&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 13), Paderborn 2007, S. 283. Ludwig August Theodor Holscher: Die ältere Diöcese Paderborn, nach ihren Grenzen, Archidiakonaten, Gauen und alten Gerichten, Teil I., in: [[Westfälische Zeitschrift|WZ]] 37 1879, S. 57–59. [https://www.westfaelische-geschichte.de/lit9873 Digitalisat.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschichte&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Jesuiten in Falkenhagen ==&lt;br /&gt;
Während Paderborn seinen Anteil (alle Wirtschaftsgebäude) 1604 den Jesuiten übertrug, fiel die Kirche mit Klausurgebäuden an den Grafen zur Lippe (Simon&amp;amp;nbsp;VI.).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschichte&amp;quot; /&amp;gt; Dieser setzte einen lutherischen Prediger ein, der in den Wirren des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] Falkenhagen verlassen musste. Seit 1649 ist die Kirchengemeinde ev.-reformiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Wirken der Jesuiten gelang es nach 1609, die Einwohner der bis dahin protestantischen Nachbarorte teils bis zur Hälfte zu rekatholisieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heimatland&amp;quot;&amp;gt;Willy Gerking: &amp;#039;&amp;#039;Die Dörfer der Großgemeinde Lügde.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Heimatland Lippe,&amp;#039;&amp;#039; August 1984, 2009, S. 279f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie wurden 1620 von [[Hermann (Lippe-Schwalenberg)|Graf Hermann zur Lippe]], der konvertiert war, mit einem großzügigen Nachlass vor Ort bedacht und besetzten während des Dreißigjährigen Krieges leerstehende Klostergebäude, die sie später wieder verlassen mussten. Auf ihrem Gelände weihten sie 1695&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geschichte&amp;quot; /&amp;gt; eine eigene Kirche, die bis heute besteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berühmtester Bewohner des Klosters war [[Friedrich Spee]] von Langenfeld, der sich 1629 und 1631 längere Zeit im Kloster aufhielt. Er soll hier an seiner &amp;#039;&amp;#039;[[Cautio Criminalis]]&amp;#039;&amp;#039; (dt.: „Rechtliche Bedenken“) gegen Hexenwahn und Folter gearbeitet haben, die 1631 im nicht weit entfernten [[Rinteln]] anonym herausgebracht wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans Jürgen Brandt (Theologe)|Hans Jürgen Brandt]], [[Karl Hengst]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Erzbistums Paderborn,&amp;#039;&amp;#039; Bd. 2 (=&amp;amp;nbsp;Karl Hengst u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen zur Geschichte der Mitteldeutschen Kirchenprovinz,&amp;#039;&amp;#039; Bd. 13). Paderborn 2007, S. 543&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hieran erinnert vor Ort ein Gedenkstein. In der Nacht des 9. Februar 1631 haben Spee und der Koadjutor Henricus Mejer einen Übergriff von Räubern auf das Kloster beenden können.&amp;lt;ref&amp;gt;Sander: &amp;#039;&amp;#039;Historia Collegii S. J.,&amp;#039;&amp;#039; Handschrift Pa 43, Bd. 2, S. 99 in der Bibliothek des Theodorianums in Paderborn, zitiert nach [[Klemens Honselmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Nachrichten über den Aufenthalt P. Friedrichs von Spe [sic!] in Paderborn&amp;#039;&amp;#039;, [[Westfälische Zeitschrift]] 109 1959, S. 367. [https://www.westfaelische-geschichte.de/lit5735 Digitalisat]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Aufhebung des Jesuitenordens 1773 endete die Geschichte des Klosters. Über die Besitzungen kam es zu einem Rechtsstreit zwischen Paderborn und Lippe vor dem [[Reichshofrat]], der mit einem Vergleich endete.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans Jürgen Brandt (Theologe)|Hans Jürgen Brandt]], [[Karl Hengst]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Erzbistums Paderborn,&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1 (=&amp;amp;nbsp;Karl Hengst u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen zur Geschichte der Mitteldeutschen Kirchenprovinz,&amp;#039;&amp;#039; Bd. 12). Paderborn 2002, S. 270.&amp;lt;br /&amp;gt; [[Hans Jürgen Brandt (Theologe)|Hans Jürgen Brandt]], [[Karl Hengst]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Erzbistums Paderborn,&amp;#039;&amp;#039; Bd. 2 (=&amp;amp;nbsp;Karl Hengst u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen zur Geschichte der Mitteldeutschen Kirchenprovinz,&amp;#039;&amp;#039; Bd. 13). Paderborn 2007, S. 290&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;br /&amp;gt; Georg Joseph Bessen: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Bisthums Paderborn&amp;#039;&amp;#039;, Band 2. Paderborn 1820, S. 366.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erhaltene Gebäude ==&lt;br /&gt;
Es sind die folgenden Gebäude zu nennen:&lt;br /&gt;
* In der 1487 geweihte Klosterkirche, heute evangelische Pfarrkirche, haben sich Glasmalereien von ca. 1500 in drei Chorfenstern und das gleich alte Chorgestühl erhalten.&lt;br /&gt;
* Südlich der Kirche findet sich ein Flügel des Kreuzgangs.&lt;br /&gt;
* Von den Klausurgebäuden ist das zweigeschossige Dormitorium von 1509, das als ältester Fachwerkbau in Lippe gilt, zu nennen, welches ein typisch spätmittelalterliches Fachwerkgefüge zeigt. Es dient als Pfarrhaus. Auch der Kapitelsaal ist erhalten.&lt;br /&gt;
* Westlich der Kirche findet sich mit dem katholischen Pfarrhaus die Fachwerk-Priorei aus dem Jahre 1581.&lt;br /&gt;
* Ein 1695 zur [[St. Michael (Falkenhagen)|Kirche St. Michael]] umgestaltetes, massives Wohnhaus dient als katholische Pfarrkirche. Ein Umbau von 1929 hat den Charakter des Gebäudes wenig verändert.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wilfried Hansmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Kunstreiseführer Westfalen.&amp;#039;&amp;#039; Bindlach 1988, S. 437. [[G. Ulrich Großmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Östliches Westfalen / Vom Hellweg zur Weser / Kunst und Kultur zwischen Soest und Paderborn, Minden und Warburg.&amp;#039;&amp;#039; Köln 1986, S. 257 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Wilhelm Hunecke: &amp;#039;&amp;#039;Das Kloster Lilienthal und die Gemeinde Falkenhagen : Festschrift zur Feier der vollendeten Restauration und des 400jährigen Jubiläums der ehemaligen Klosterkirche zu Falkenhagen, 650 Jahre nach der Gründung des Klosters.&amp;#039;&amp;#039; Detmold 1897 ([https://sammlungen.ulb.uni-muenster.de/urn/urn:nbn:de:hbz:6:1-57088 UB Münster])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Facti Species Über Eine militaire und gewaltsame Depossession ... Betreffend Das Closter Falckenhagen in der Graffschaft Lippe Ampts Schwalenberg Derer Regierenden Graffen zur Lippe Wider Die Jesuiter zu Falckenhagen und das Jesuiten-Collegium zu Paderborn.&amp;#039;&amp;#039; ca. 1678 ([https://s2w.hbz-nrw.de/llb/urn/urn:nbn:de:hbz:51:1-2615 LLB Detmold])&lt;br /&gt;
* Willy Gerking: 750 Jahre Kloster Falkenhagen. Festschrift zur 750jährigen Wiederkehr der Klostergründung und zum 500jährigen Jubiläum der Kirchweihe. Im Auftrag der ev.-ref. Kirchengemeinde Falkenhagen herausgegeben von Willy Gerking. Mit Beiträgen von Willy Gerking, Gerald Klaassen, Ralph Röber, Heinrich Rüthing, Hermann-Josef Schmalor, Barbara Seifen, Dirk Strohmann, Hans-Peter Wehlt, Hans Ulrich Weiß und Jürgen Wieggrebe. Leopoldshöhe 1997.&lt;br /&gt;
* [[Otto Preuß (Bibliothekar)|Otto Preuß]]: &amp;#039;&amp;#039;Zur Geschichte der Anfänge des Klosters Falkenhagen.&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Westfälische Zeitschrift|WZ]] 40 1882. [https://www.westfaelische-geschichte.de/lit10219 Digitalisat.]&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Festing]]: &amp;#039;&amp;#039;Kloster und katholisches Kirchspiel Falkenhagen.&amp;#039;&amp;#039; Paderborn 2005, ISBN 978-3-89710-305-4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
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* {{LWLGDK|10031933|Gärten am Kloster Falkenhagen}}&lt;br /&gt;
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== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Zisterzienserinnenkloster in Nordrhein-Westfalen|Falkenhagen]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Reformiertes Kirchengebäude der Lippischen Landeskirche|Falkenhagen]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Aufgelöst 1596]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Tsungam</name></author>
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