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	<title>Kloster Edelstetten - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T22:40:48Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kloster_Edelstetten&amp;diff=262799&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-29943-12: /* Geschichte */ wichtiges Detail eingefügt</title>
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		<updated>2025-10-24T08:24:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte: &lt;/span&gt; wichtiges Detail eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Edelstetten Blick von Westen 2.jpg|mini|Kloster bzw. Schloss Edelstetten (von der Straße nach Neuburg aus fotografiert)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Edelstetten St. Johannes Baptist und Johannes Evangelist 93.jpg|mini|Stiftsgebäude und Kirche St. Johannes Baptist und Johannes Evangelist von Westen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kloster Edelstetten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein ehemaliges [[Kanonissen]]stift in [[Edelstetten]] (Gemeinde [[Neuburg an der Kammel]]) in [[Bayern]] in der [[Bistum Augsburg|Diözese Augsburg]].  1804/1805 erwarb Fürst [[Nikolaus&amp;amp;nbsp;II. Esterházy de Galantha]] die aufgelöste Klosteranlage und wandelte sie in das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schloss Edelstetten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; um. Das ehemalige Kloster ist einer der herausragenden Barockbauten im [[Landkreis Günzburg]], derentwegen das Gebiet des Landkreises auch [[Schwäbischer Barockwinkel]] genannt wird. Das Kloster ist Sitz des Vereins Schwäbisches Literaturschloss Edelstetten e.&amp;amp;nbsp;V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Das SS. Johannes Baptist und Evangelist sowie St. Paul geweihte Kloster wurde 1126 gegründet. Stifterin und erste Äbtissin des als [[Augustinerinnen|Augustinerchorfrauenstift]] gegründeten Klosters war nach der Überlieferung Gisela von [[Herrschaft Schwabegg|Schwabegg-Balzhausen]], deren Wappen das Kloster auch übernahm. Das nur wenige Kilometer entfernte [[Kloster Ursberg]] wurde ebenfalls von dieser Adelsfamilie gegründet. Die [[Schirmvogtei]] lag bis 1460, als das Kloster diese als Pfand kaufte, bei der [[Markgrafschaft Burgau]]. Im Jahr 1153 wurde die selige [[Mechthild von Dießen]], die aus dem [[Kloster Dießen|Augustinerchorfrauenstift Dießen]] kam, als Äbtissin nach Edelstetten berufen, um das Stift zu reformieren. Nach sechs Jahren kehrte sie jedoch erfolglos dorthin zurück. Im Jahr 1283 wurde die Anzahl der adeligen Chorfrauen vom Augsburger Bischof auf dreizehn beschränkt. Spätestens um das Jahr 1500 war Edelstetten als weltliches [[Kanonissen]]stift anerkannt, wonach das Frauenstift anscheinend schon seit der Gründung bemüht war. In dem Stift lebten meist sieben Chorfrauen, die ohne Gelübde nach Statuten lebten. Bis auf die auf Lebenszeit gewählten Äbtissinnen konnten die Chorfrauen jederzeit austreten und heiraten, folglich handelte es sich eher um eine Versorgungsanstalt für Töchter des niederen schwäbischen Adels als um ein Kloster. Infolge der Anerkennung als weltliches Kanonissenstift wurde der Ort, der bis zu diesem Zeitpunkt „Oetlinstetten“ hieß, in „Edelstetten“ umbenannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kloster wurde dreimal zerstört. Das erste Mal im 14. Jahrhundert, das zweite Mal im Jahr 1525 während des [[Deutscher Bauernkrieg|Bauernkrieges]] und das dritte Mal im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]], im Jahr 1632 durch die Schweden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Maria Carolina von Westernach.jpg|mini|hochkant|Maria Carolina von Westernach (1657–1727), Äbtissin zu Edelstetten]]&lt;br /&gt;
Die heutige [[barock]]e Klosteranlage entstand in der größten Blütezeit des Klosters, die ungefähr von 1680 bis 1725 andauerte. Von 1682 bis 1705 erfolgte der Neubau der Klostergebäude nach Plänen des [[Vorarlberg]]er Baumeisters [[Michael Thumb]], der einige Jahre zuvor im nur wenige Kilometer nördlich gelegenen [[Kloster Wettenhausen]] die Stiftsgebäude und die Stiftskirche entwarf. In dem Zeitraum zwischen 1709 und 1712 entstand als Südflügel der Klosteranlage die heutige Kirche [[St. Johannes Baptist und Johannes Evangelist (Edelstetten)|St. Johannes Baptist und Johannes Evangelist]] nach Plänen von Pater Christoph Vogt aus dem [[Kloster Ottobeuren|Benediktinerkloster Ottobeuren]], die wie der Vorgängerbau gleichzeitig Stiftskirche und Pfarrkirche des Ortes war. Ausgeführt wurde der Bau von [[Simpert Kraemer]], für den dieser Bau der erste große Auftrag war. Die Fertigstellung der [[Kirchenausstattung|Ausstattung]] zog sich noch bis in die zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts hin. Im Jahr 1783, 20 Jahre vor der [[Säkularisation in Bayern|Säkularisation]], wurde das Kloster zur [[Reichsabtei]] erhoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1803 erhielt der [[Charles Joseph de Ligne|Fürst Ligne]] die Herrschaft Edelstetten als Entschädigung für die [[Grafschaft Fagnolle]] im [[Grafschaft Hennegau|Hennegau]]. 1804/1805 erwarb Fürst [[Nikolaus II. Esterházy de Galantha]] die Anlage, die heute noch den [[Esterházy|Fürsten Esterházy]] gehört (heutiger Besitzer ist Paul Anton Esterházy). Kurz darauf wurde die Herrschaft Edelstetten zur &amp;#039;&amp;#039;gefürsteten Reichsgrafschaft &amp;#039;&amp;#039; erhoben. Ein Jahr später kam Edelstetten – wie das gesamte Gebiet zwischen [[Iller]] und [[Lech]] – infolge des [[Preßburger Frieden]]s zu [[Königreich Bayern|Bayern]]. Im Jahr 1816 wurde im Verlauf der [[Verwaltungsgliederung Bayerns|Verwaltungsneugliederung Bayerns]] das [[Herrschaftsgericht Edelstetten]] der Fürsten Esterházy errichtet, das Edelstetten und Teile [[Balzhausen|Balzhausens]] sowie 3 Weiler und 2 Einöden umfasste.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Anselm Andreas Caspar Cammerer |Titel=Das Königreich Bayern in seiner gegenwärtigen Gestalt: für Schulen und Vaterlandsfreunde |Verlag=Dannheimer |Datum=1834 |Online=https://books.google.com/books?id=XMRaAAAAcAAJ&amp;amp;newbks=0}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieses Herrschaftsgericht kam zunächst zum [[Illerkreis (Kempten)|Illerkreis]] und ab 1817 zum [[Oberdonaukreis]]. Im Jahr 1848 wurde das Herrschaftsgericht Edelstetten wie alle Herrschaftsgerichte in Bayern aufgelöst.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Kreis Niederbayern |Titel=Königlich Bayerisches Intelligenzblatt von Niederbayern: 1848 |Datum=1848 |Online=https://books.google.com/books?id=if5EAAAAcAAJ&amp;amp;newbks=0}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Gut Edelstetten ging im Rahmen einer Schenkung von [[Melinda Esterházy]] an Paul Anton Esterházy (* 1986) über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schloss und heutige Nutzung ==&lt;br /&gt;
Alle Gebäude blieben erhalten. Auch die Innenausstattung der repräsentativen Räume aus dem 18. Jahrhundert mit den bedeutenden Stuckarbeiten, beispielsweise der &amp;#039;&amp;#039;Chinesische Saal&amp;#039;&amp;#039;, blieb erhalten. Das Innere des Schlosses ist aber großteils nur in Ausnahmefällen zugänglich. Die [[St. Johannes Baptist und Johannes Evangelist (Edelstetten)|Kirche]] ist heute noch die Pfarrkirche von Edelstetten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die wertvolle Barockkrippe (um 1750/60)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Ursula Pfistermeister]] |Titel=Barockkrippen in Bayern |Verlag=Konrad Theiss Verlag |Ort=Stuttgart |Datum=1984 |ISBN=3-8062-0398-9 |Seiten=117–118 Abb. 14–17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; mit 120 Figuren, teilweise originalen Gewändern und viel Zubehör, in der die Weihnachtsgeschichte und Kindheit Jesu in sieben Szenen dargestellt ist, blieb erhalten. Sie wurde ab 1982 restauriert und wird jedes Jahr in der Weihnachtszeit in Räumen des Schlosses, unter anderem dem ehemaligen [[Kapitelsaal]], museal präsentiert. Die sieben Szenen sind: &amp;#039;&amp;#039;[[Anbetung der Hirten]], [[Anbetung der Könige]], [[Darstellung des Herrn|Darbringung im Tempel]], [[Kindermord in Bethlehem]], Haus in Nazareth,&amp;lt;ref&amp;gt;Ein Foto der [https://www.flickr.com/photos/stoerche-bw/8398742501/ &amp;#039;&amp;#039;Hl. Familie in Nazareth&amp;#039;&amp;#039;] (Haus Nazareth) auf Flickr zeigt die vergleichsweise intime Szene. Die ganze Pracht der barocken Krippen entfaltet sich üblicherweise in anderen Szenen wie &amp;#039;&amp;#039;Zug und Anbetung der hl. drei Könige&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Hochzeit zu Kana.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Der zwölfjährige Jesus im Tempel]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Hochzeit zu Kana]].&amp;#039;&amp;#039; Der Landkreis Günzburg wird auch wegen dieser Krippe als &amp;#039;&amp;#039;Schwäbisches Krippenparadies&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit März 2009 gibt es den Verein &amp;#039;&amp;#039;Schwäbisches Literaturschloss Edelstetten&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Lokales/Krumbach/Lokalnachrichten/Artikel,-Heimischen-Dialekt-und-Literatur-pflegen-_arid,1525977_regid,9_puid,2_pageid,4499.html &amp;#039;&amp;#039;Heimischen Dialekt und Literatur pflegen&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;Augsburger Allgemeine Zeitung – Mittelschwäbische Nachrichten&amp;#039;&amp;#039;, 19. März 2009; augsburger-allgemeine.de; abgerufen am 4. März 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Verein organisiert Lesungen oder Preisverleihungen im Schloss. Die Gründung eines &amp;#039;&amp;#039;Museums für die schwäbische Literatur und Sprache&amp;#039;&amp;#039; ist angestrebt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Lokales/Krumbach/Lokalnachrichten/Artikel,-Ein-Literaturschloss-in-Edelstetten-_arid,1390507_regid,9_puid,2_pageid,4499.html &amp;#039;&amp;#039;Ein „Literaturschloss“ in Edelstetten?&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Augsburger Allgemeine Zeitung – Mittelschwäbische Nachrichten&amp;#039;&amp;#039;, 17. November 2008; augsburger-allgemeine.de; abgerufen am 4. März 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* Katholische Pfarrkirche und ehemalige Stiftskirche [[St. Johannes Baptist und Johannes Evangelist (Edelstetten)|St. Johannes Baptist und Johannes Evangelist]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*{{Denkmäler in Bayern|GZ|394–398}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
* {{KlosterBayern|KS0085||Edelstetten – ein Heim für die Töchter des schwäbischen Adels}}&lt;br /&gt;
* [http://literaturschloss-edelstetten.de/ literaturschloss-edelstetten.de] – Website des Vereins Schwäbisches Literaturschloss Edelstetten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=48.2986 |EW=10.3948 |type=landmark |region=DE-BY}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Burgen und Schlösser im Landkreis Günzburg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=106545953X|VIAF=313440768|REMARK={{GND|1028128150}} für das Gebäude „Schloss Edelstetten“.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Edelstetten Kloster}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichsabtei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Frauenstift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kloster (12. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Johanniskloster]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Paulskloster]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zerstört im Deutschen Bauernkrieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zerstört im Dreißigjährigen Krieg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klostergründung 1126]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Kloster in Schwaben (Bayern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historisches Territorium (Bayern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schloss im Landkreis Günzburg|Edelstetten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Neuburg an der Kammel|Kloster Edelstetten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Neuburg an der Kammel|Kloster Edelstetten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk des Hauses Esterházy]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1700er Jahren]]&lt;/div&gt;</summary>
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