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	<title>Kloster Coldinne - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Coldinnegedenk48.jpg|mini|Gedenkstein für das ehemalige Kloster]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kloster Coldinne&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein ehemaliges Kloster in [[Ostfriesland]]. Es lag in [[Menstede-Coldinne]], einem Ortsteil der heutigen Gemeinde  [[Großheide]]. Nach der [[Reformation]] löste sich das Kloster allmählich auf und wurde schließlich nach dem Tod der letzten verbliebenen Nonne um 1580 aufgelöst. Das Archiv ist bis auf geringe Reste, die Bibliothek komplett verschwunden. Vom Kloster selbst finden sich heute keine aufgehenden Mauerreste mehr. Daher ist unbekannt, wie es einst ausgesehen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Zwischen 1235 und 1287 gründeten [[Prämonstratenser]] aus dem Kloster Dokkum ([[Provinz Friesland|Friesland]]) das Kloster unter dem [[Patrozinium]] der heiligen [[Maria (Mutter Jesu)|Maria]] (und möglicherweise auch [[Anna (Heilige)|Anna]])&amp;lt;ref name=&amp;quot;prämonstratenser&amp;quot;&amp;gt;[https://www.praemonstratenser.de/85.html &amp;#039;&amp;#039;Coldinne in Großheide (Landkreis Aurich, Ostfriesland)&amp;#039;&amp;#039;.] praemonstratenser.de; abgerufen am 6. Januar 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; In Urkunden finden sich auch die lateinischen Begriffe &amp;#039;&amp;#039;vera charitas&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;ter waeren minne&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ortschronisten&amp;quot;&amp;gt;Hinrich Gast: [https://www.ostfriesischelandschaft.de/fileadmin/user_upload/BIBLIOTHEK/HOO/HOO_Menstede-Coldinne.pdf &amp;#039;&amp;#039;Menstede-Coldinne, Großheide, Landkreis Aurich&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 613&amp;amp;nbsp;kB) Ortschronisten der Ostfriesischen Landschaft.&amp;lt;/ref&amp;gt; (Übersetzung aus dem Lateinischen bzw. ins Hochdeutsche: „wirkliche Herzensliebe“ und „dort waren Liebende/Wohltätige“). Es lag an einem vor- und frühgeschichtlichen Handelsweg, der von Norden über [[Hage]], Großheide, Coldinne und [[Westerholt (Landkreis Wittmund)|Westerholt]] nach [[Esens]] führte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ok16&amp;quot;&amp;gt;[http://www.grossheide.de/fileadmin/Mediendatenbank/Gemeinde/Grossheide/Pressespiegel/August_2012/16_Aug_12_Gedenksteinenthüllung.pdf &amp;#039;&amp;#039;Ein 2,5-Tonner erzählt Ortsgeschichte&amp;#039;&amp;#039;] (PDF){{Toter Link |url=http://www.grossheide.de/fileadmin/Mediendatenbank/Gemeinde/Grossheide/Pressespiegel/August_2012/16_Aug_12_Gedenksteinenth%C3%BCllung.pdf |date=2019-04 |archivebot=2019-04-23 11:40:11 InternetArchiveBot}} (PDF; 522&amp;amp;nbsp;kB) Ostfriesischer Kurier, 16. August 2012; abgerufen am 29. November 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1287 lebten dort nach der [[Luciaflut]] 56 Insassen. Dies stellte der Orden bei einer [[Visitation]] fest.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klosterbuch&amp;quot;&amp;gt;Axel Heinze: &amp;#039;&amp;#039;Coldinne&amp;#039;&amp;#039;. In: Josef Dolle unter Mitarbeit von Dennis Knochenhauer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Niedersächsisches Klosterbuch. Verzeichnis der Klöster, Stifte, Kommenden und Beginenhäuser in Niedersachsen und Bremen von den Anfängen bis 1810&amp;#039;&amp;#039;. Teil 1. Bielefeld 2012, ISBN 3-89534-957-7, S. 315–317.&amp;lt;/ref&amp;gt; Coldinne galt als arme Niederlassung der Prämonstratenser.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ortschronisten&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1450 war das Frauenkloster offenbar so heruntergekommen, dass das [[Ordenskapitel|Generalkapitel]] der Prämonstratenser es an das [[Augustiner-Chorherren]]konvent des [[Kloster Marienkamp (Esens)|Klosters Marienkamp]] übertrug, die Coldinne als Schwesternkloster weiterführten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;prämonstratenser&amp;quot; /&amp;gt; Im Jahre 1481 lebten hier 48 namentlich aufgeführte Nonnen unter einer Priorin.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klosterbuch&amp;quot; /&amp;gt; Im Zuge der Reformation blieb das Kloster zunächst bestehen, sein Landbesitz wurde allerdings von den ostfriesischen Herrschern eingezogen. Ein Schutzbrief des Grafen [[Johann I. (Ostfriesland)|Johann&amp;amp;nbsp;I.]] vom 21. Dezember 1538 garantierte den Bestand von Coldinne, dessen Gebäude noch 1562 im Besitz des Stiftes waren. Nach dem Tod der letzten Nonne wurde das Kloster um 1580 aufgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Altar wurde vermutlich im gleichen Jahr in die [[St.-Ansgari-Kirche (Hage)|St.-Ansgari-Kirche]] nach Hage verbracht und dort aufgestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klosterbuch&amp;quot; /&amp;gt; In seiner Ausgestaltung gleicht er dem Altar der [[Bonifatius-Kirche (Arle)|Bonifatius-Kirche]] in [[Arle]], so dass beide der gleichen nordniederländisch-friesischen Werkstatt zugeordnet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kiesow286&amp;quot;&amp;gt;[[Gottfried Kiesow]]: &amp;#039;&amp;#039;Architekturführer Ostfriesland – Natur- und Kulturlandschaft&amp;#039;&amp;#039;. Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn 2009, ISBN 978-3-86795-021-3, S. 286.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Entstehungszeit wird auf die Jahre um 1480 datiert. Dafür sprechen unter anderem modische Details wie auch die Schlichtheit der Figuren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;diss&amp;quot;&amp;gt;Herbert R. Marwede: [https://ediss.sub.uni-hamburg.de/volltexte/2007/3243/pdf/dissertation.pdf &amp;#039;&amp;#039;Vorreformatorische Altäre in Ost-Friesland&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 1,19&amp;amp;nbsp;MB) Dissertation, Hamburg 2007, S. 161; abgerufen am  19. Januar 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; Erhalten blieb zudem eine Eichenholzfigur des heiligen [[Paulus von Tarsus|Paulus]], die sich im [[Ostfriesisches Landesmuseum Emden|Ostfriesischen Landesmuseum]] befindet. Das Archiv ist bis auf geringe Reste, die im [[Niedersächsisches Landesarchiv (Standort Aurich)|Niedersächsischen Landesarchiv (Standort Aurich)]] aufbewahrt werden, weitgehend verloren. Die Bibliothek ist ebenfalls verschwunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gebäude wurden nach Auflösung des Konvents als Steinbrüche genutzt. Anschließend wurde auf dem Areal ein Bauernhaus errichtet, das 1703 abbrannte. Heute ist vom Kloster nur noch ein flacher Hügel erhalten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ortschronisten&amp;quot; /&amp;gt; Im August 2012 stellte der Heimatverein &amp;#039;&amp;#039;för’t Karkspill Arle&amp;#039;&amp;#039; einen Gedenkstein für das Kloster auf. Der Findling ist rund 2,5 Tonnen schwer und zeigt neben dem Schriftzug &amp;#039;&amp;#039;Kloster Coldinne&amp;#039;&amp;#039; einen [[Krummstab|Abtstab]] mit Tuch.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ok16&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftsgeschichte ==&lt;br /&gt;
Zeit seines Bestehens galt der [[Konvent (Kirche)|Konvent]] als sehr arm. Die Flächen um das Kloster bestanden im Mittelalter hauptsächlich aus vermoorter Heide und waren damit kaum nutzbar. Dennoch liegen mehrere Schenkungsurkunden aus dem späten 15. und frühen 16. Jahrhundert vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Klosterbuch&amp;quot; /&amp;gt; Zudem verfügte Coldinne über großen Grundbesitz, der etwa 500&amp;amp;nbsp;ha Land ausmachte. Etwa zehn Kilometer von Coldinne unterhielt der Konvent ein [[Vorwerk (Gutshof)|Vorwerk]] in [[Nesse (Dornum)|Nesse]], das Ostercoldinner Grashaus. Dieses bildete bis 1972 eine [[Exklave]] der Gemeinde Großheide.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Leiner: &amp;#039;&amp;#039;Panorama Landkreis Norden&amp;#039;&amp;#039;. [https://www.grossheide.de/menstede-coldinne.html &amp;#039;&amp;#039;Menstede-Coldinne&amp;#039;&amp;#039;] grossheide.de; abgerufen am 31. Oktober 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; Weitere Besitzungen des Konvents waren der Marienhof und das Wester-Coldinner Grashaus sowie Ländereien im Arler und [[Westerende (Großheide)|Westerender]] [[Hammrich]] und in [[Hagermarsch]]. Der Überlieferung zufolge waren die Ländereien so groß, dass täglich 12 oder 16 Pflüge angesetzt werden mussten. Die Insassen des Klosters bauten darauf hauptsächlich Roggen und Hafer an.&amp;lt;ref&amp;gt;Eberhard Rack: &amp;#039;&amp;#039;Das Kloster Coldinne&amp;#039;&amp;#039;. In: Eberhard Rack: {{Webarchiv|url=http://www.lwl.org/geko-download/Spieker/Spieker_15/Spieker_15.pdf |wayback=20150610140410 |text=&amp;#039;&amp;#039;Besiedlung und Siedlung des Altkreises Norden&amp;#039;&amp;#039;.}} (PDF; 4,28&amp;amp;nbsp;MB) Selbstverlag der Geographischen Kommission, Münster/Westfalen 1967, ISBN 3-923668-48-1, S. 31&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gesamte Besitz fiel bis auf die Stiftsgebäude nach der Reformation als [[Staatsdomäne]] an die [[Liste der Grafen und Fürsten von Ostfriesland|Grafen und Fürsten von Ostfriesland]] und wurde anschließend verpachtet oder privatisiert. 1663 wurde das Land in Oster- und Westercoldinne geteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Axel Heinze: &amp;#039;&amp;#039;Coldinne&amp;#039;&amp;#039;. In: Josef Dolle unter Mitarbeit von Dennis Knochenhauer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Niedersächsisches Klosterbuch. Verzeichnis der Klöster, Stifte, Kommenden und Beginenhäuser in Niedersachsen und Bremen von den Anfängen bis 1810&amp;#039;&amp;#039;. Teil 1. Bielefeld 2012, ISBN 3-89534-957-7, S. 315–317.&lt;br /&gt;
* Werner Löhnertz: &amp;#039;&amp;#039;Kloster Steinfeld und seine ostfriesischen Töchterklöster. Anmerkungen zu den Anfängen der Prämonstratenser in Friesland&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Emder Jahrbuch für historische Landeskunde Ostfrieslands|Jahrbuch der Gesellschaft für bildende Kunst und vaterländische Altertümer zu Emden]]&amp;#039;&amp;#039;, 73/74, 1993/94, S. 5–42&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Reimers]]: &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen an Kloster Koldinne.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Heim und Herd&amp;#039;&amp;#039;, Beilage zum &amp;#039;&amp;#039;[[Ostfriesischer Kurier|Ostfriesischen Kurier]]&amp;#039;&amp;#039;, 30. Dezember 1937.&lt;br /&gt;
* Hemmo Suur: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der ehemaligen Klöster in der Provinz Ostfriesland: Ein Versuch&amp;#039;&amp;#039;. Hahn, Emden 1838. S. 66 ff. (Reprint der Ausgabe von 1838: Verlag Martin Sändig, Niederwalluf 1971, ISBN 3-500-23690-1); {{archive.org|geschichtedereh00suurgoog |Blatt=80}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=53.589741|EW=7.393692|type=landmark|region=DE-NI}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Prämonstratenserinnenkloster in Niedersachsen|Coldinne]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Augustiner-Chorfrauen-Stift in Niedersachsen|Coldinne]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Kloster in Ostfriesland|Coldinne]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgegangenes Bauwerk in Niedersachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kloster (13. Jahrhundert)|Coldinne]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Großheide]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (Landkreis Aurich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christentum im Landkreis Aurich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Landkreis Aurich)]]&lt;/div&gt;</summary>
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