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	<title>Kloster Christgarten - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-24T20:52:58Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kloster_Christgarten&amp;diff=253988&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Josef J. Jarosch am 9. September 2025 um 10:17 Uhr</title>
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		<updated>2025-09-09T10:17:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:D-BY-DON-Ederheim-Christgarten - Kloster Christgarten.jpg|mini|Die ehemalige Kar&amp;amp;shy;täu&amp;amp;shy;ser&amp;amp;shy;klo&amp;amp;shy;ster&amp;amp;shy;kir&amp;amp;shy;che, heute [[St. Peter (Christgarten)|Kirche St. Peter]] (2023)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kloster Christgarten Chor.jpg|mini|hochkant|Altarraum der heutigen Pfarrkirche]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kloster Christgarten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein ehemaliges [[Kloster]] der [[Kartäuser]] bei [[Ederheim]] in [[Bayern]] in der [[Bistum Augsburg|Diözese Augsburg]]. Das kleine Kloster wurde Mitte des 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts aufgelöst und später bis auf den [[Chor (Architektur)|Chor]] der Kirche und Reste der [[Konvent (Kloster)|Konventsgebäude]] abgebrochen. Der erhaltene Chor der Klosterkirche wird heute als evangelische [[Pfarrkirche]] genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Das burgengesäumte [[Kartäusertal]] am südlichen [[Nördlinger Ries|Riesrand]] entwickelte sich nach dem Zweiten Weltkrieg zum beliebten Wander- und Naherholungsgebiet. Das Tal ist besonders von den nahen Städten [[Nördlingen]] und [[Donauwörth]] aus schnell zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Forellenbach hat sich hier auf seinem Weg in die Ebene tief in die [[Jura (Geologie)|Jurakalkhügel]] eingeschnitten. Neben dem Kloster ziehen besonders die beiden Burgruinen [[Burg Hochhaus|Hoch]]- und [[Burg Niederhaus|Niederhaus]] und der weitläufige [[Christgarten#Jagdgatter|Wildpark Christgarten]] zahlreiche Ausflügler an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Rekonstruktion Kloster Christgarten.png|mini|hochkant|Rekonstruktion der Klosteranlage]]&lt;br /&gt;
Das dem heiligen [[Simon Petrus|Peter]] geweihte Kloster wurde 1383 durch die Grafen Ludwig und Friedrich von [[Oettingen (fränkisch-schwäbisches Adelsgeschlecht)|Oettingen]] gegründet. Nachdem die Oettinger Grafen ab 1525 die [[Reformation]] unterstützt hatten, wurden ab 1558 Kartäusermönche aus Christgarten zu evangelischen Pfarrern berufen. Im Laufe der Reformation trat auch der Prior von [[Hürnheim (Ederheim)|Hürnheim]] (bei Ederheim) zur neuen Lehre über und betreute auch Christgarten im reformatorischen Geiste. Das kartusianische Generalkapitel entsandte daraufhin [[Bruno Fleischmann]] aus dem fränkischen Astheim, um das Kloster neu zu gründen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1599 verlangte das Reichskammergericht im sogenannten „Vier-Klöster-Streit“ auf Grundlage des [[Augsburger Reichs- und Religionsfrieden|Augsburger Religionsfriedens]] die Wiederherstellung von umgewidmetem und [[Säkularisierung|säkularisiertem]] Kirchengut auf den Stand von vor 1552. Dieses Urteil wurde jedoch nicht vollstreckt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Lanzinner |Titel=Konfessionelles Zeitalter |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag= |Ort= |Datum= |ISBN= |Seiten=176f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kartause wurde erst nach dem [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] 1649 aufgelöst. 1656 wurde der Glockenturm abgebrochen; weitere Gebäude folgten im 18. und 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert. Von der Klosterkirche blieb nur der als evangelische [[Pfarrkirche]] dienende Chor erhalten. Der sogenannte Scheuffelinaltar kam in die [[Alte Pinakothek]] nach [[München]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rekonstruktion der Kartause ==&lt;br /&gt;
Im Norden der Klosterkirche lag der dreiflügelige Konventbau mit seinem [[Kreuzgang]]. Im Süden war eine als Ruine erhaltene Kapelle an die Kirche angebaut. Im Obergeschoss dieses Anbaus lag möglicherweise das [[Refektorium]] oder der [[Kapitelsaal]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zellen der Mönche gruppierten sich als kleine Häuschen im Osten um einen großen Wandelgang, der den direkten Zugang zum Mönchschor der Kirche ermöglichte. Der Chor war durch einen teilweise erhaltenen [[Lettner]] vom Langhaus abgetrennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Klosterzelle war ein kleiner Garten zugeordnet. Das Rechteck der Kartause wurde durch eine Umfassungsmauer begrenzt. Im Osten lag der Werkstattbereich des Klosters. Der geräumige Innenhof diente als Friedhof der Klosterinsassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige Pfarrkirche ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|St. Peter (Christgarten)}}&lt;br /&gt;
=== Architektur ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kloster Christgarten Orgel.jpg|mini|hochkant|Blick auf die Orgel der heutigen Pfarrkirche]]&lt;br /&gt;
Das Bauwerk entstand aus der Kirche des ehemaligen Kartäuserklosters. Die Kirche wurde um 1390 neu erbaut, in den Jahren 1865 und 1878 wurde die Laienkirche abgebrochen und der Mönchschor durch die jetzige Westfassade geschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die am Südrand des Weilers gelegene Ruine gibt einen Eindruck von Abgeschiedenheit und Stille und steht in charakteristischer Weise für den Wahlort einer Einsiedlerklause. Das Bauwerk ist ein einschiffiger fünfseitig geschlossener Raum zu drei Jochen und zeigt an den Schlusssteinen des Kreuzrippengewölbes einen Christuskopf, ein männliches Brustbild und eine gemalte Rosette.&lt;br /&gt;
In der Nordwand ist ein zugesetztes spätgotisches Portal zu einer ehemaligen Seitenkapelle mit [[Krabbe (Kunstgeschichte)|Krabben]], [[Kreuzblume]] und seitlichen [[Fiale]]n eingebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Lettner, der früher den Chor von der Laienkirche trennte, ist der östliche Teil erhalten und wird als Orgelempore genutzt. Vom früheren Laienschiff sind noch Reste der Nord- und Südwand mit einigen Gewölbeanfängern erhalten.&lt;br /&gt;
Der erhaltene Chor der ehemaligen Klosterkirche wird heute als evangelische Pfarrkirche genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausstattung ===&lt;br /&gt;
Der Altar und das Kruzifix sind Kopien der Originale aus der Zeit um 1500. Das niedrige Chorgestühl stammt aus der Zeit um 1400. Ein Grabstein für Lienhard Vetter († 1504) zeigt auf einer Rotmarmorplatte ein menschliches Skelett mit Schlangen und Eidechsen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;dh&amp;quot;&amp;gt;[[Dehio-Handbuch]] Bayern III, S. 243–244.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Norbert Backmund: &amp;#039;&amp;#039;Die kleineren Orden in Bayern und ihre Klöster bis zur Säkularisation&amp;#039;&amp;#039;. Windberg 1974, S. 63 f.&lt;br /&gt;
* [[Karl Bosl]] (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Historischen Stätten Deutschlands&amp;#039;&amp;#039;. Band 7 = Bayern, Stuttgart 1974, S. 117 f.&lt;br /&gt;
* [[Georg Dehio]], [[Bruno Bushart]], [[Georg Paula]] (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler – Bayern III, Schwaben&amp;#039;&amp;#039;. München, 2, überarb. Aufl., 2008, ISBN 978-3-422-03116-6&lt;br /&gt;
* [[Maximilian Lanzinner]]: Konfessionelles Zeitalter 1555–1618. In: Haverkamp, Alfred (Hrsg.): Handbuch der deutschen Geschichte. Frühe Neuzeit bis zum Ende des Alten Reiches (1495–1806), Bd. 10. Stuttgart &amp;lt;sup&amp;gt;10&amp;lt;/sup&amp;gt;2004, S. 3–206.&lt;br /&gt;
* Gustav Adolf Zipperer: &amp;#039;&amp;#039;Christgarten im Kartäusertal&amp;#039;&amp;#039;. In: Hans Frey, [[Adolf Layer]] (u.&amp;amp;nbsp;a.): &amp;#039;&amp;#039;Im Flug über Schwaben&amp;#039;&amp;#039; (Beiträge zur Landeskunde von Schwaben, 1), S. 158/59. Weißenhorn, 1974, ISBN 3-87437-107-7&lt;br /&gt;
* [[Christof Metzger]]: &amp;#039;&amp;#039;Christgarten/Nördlingen.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Gerhard Schlegel (Historiker)|Gerhard Schlegel]], [[James Lester Hogg|James Hogg]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Monasticon Cartusiense.&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;2. Salzburg 2004, 365–371.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{KlosterBayern|KS0071| |Christgarten – Gebet und Schweigen in der Einsamkeit}}&lt;br /&gt;
* Alle verfügbaren Informationen aus der Datenbank &amp;#039;&amp;#039;Klöster in Bayern&amp;#039;&amp;#039; als [http://www.datenmatrix.de/projekte/hdbg/kloster/pdf/KS0071.pdf PDF], 8 KB&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=48/46/56.34/N |EW=10/27/47.76/E |type=landmark |region=DE-BY}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Kartäuserkloster in Bayern|Christgarten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klosterruine in Bayern|Christgarten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klosterbau in Bayern|Christgarten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kloster auf der Schwäbischen Alb|Christgarten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klosterbau in Europa|Christgarten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sakralbau im Landkreis Donau-Ries|Christgarten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Ederheim|Christgarten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klostergründung 1383|Christgarten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst 1649|Christgarten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (Landkreis Donau-Ries)|Christgarten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christentum im Landkreis Donau-Ries|Christgarten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oettingen (fränkisch-schwäbisches Adelsgeschlecht)|Christgarten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Ederheim|Christgarten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Josef J. Jarosch</name></author>
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