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	<title>Kloster Buch - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kloster_Buch&amp;diff=295739&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;A. Pichler am 14. März 2026 um 19:52 Uhr</title>
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		<updated>2026-03-14T19:52:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Zisterzienserkloster&lt;br /&gt;
 | Titel = Zisterzienserkloster Buch&lt;br /&gt;
 | Bild = Kloster Buch Kreuzgangbereich.jpg&lt;br /&gt;
 | Beschreibung = Bereich des ehemaligen Kreuzgangs&lt;br /&gt;
 | Bildbreite = &lt;br /&gt;
 | Lage = {{DEU}}&amp;lt;br /&amp;gt; [[Sachsen]]&lt;br /&gt;
 | Bistum = &lt;br /&gt;
 | Breitengrad = 51.152189&lt;br /&gt;
 | Längengrad = 12.986867&lt;br /&gt;
 | Region-ISO = DE-SN&lt;br /&gt;
 | Nummer = 503 (DIII)&lt;br /&gt;
 | Patrozinium = Hl. [[Maria (Mutter Jesu)|Maria]]&lt;br /&gt;
 | Gründungsjahr = [[1192]]&lt;br /&gt;
 | Ursprungsorden = &lt;br /&gt;
 | zisterziensisch = &lt;br /&gt;
 | Auflösung = [[1525]]&lt;br /&gt;
 | Wiederbesiedlung = &lt;br /&gt;
 | Wiederauflösung = &lt;br /&gt;
 | Mutterkloster = [[Kloster Sittichenbach]]&lt;br /&gt;
 | Primarabtei = [[Kloster Morimond]]&lt;br /&gt;
 | Kongregation =&lt;br /&gt;
 | Tochterklöster = &amp;#039;&amp;#039;keine&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kloster Buch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein ehemaliges sächsisches [[Zisterzienser]]kloster, das als [[Kloster]] „[[Maria (Mutter Jesu)|St. Marien]]“ im 12.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert gegründet wurde und heute im Ortsteil [[Klosterbuch]] der Stadt [[Leisnig]] liegt. Nach der Reformation wurde es mit seinen Ländereien zu einem rein landwirtschaftlichen Betrieb. Heute wird unter der Führung des [[Förderverein]]s Kloster Buch [[Verein#Eingetragener Verein|e.&amp;amp;nbsp;V.]] die Klosteranlage ihren historischen Wurzeln getreu erhalten und restauriert sowie den Besuchern zugänglich gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Kloster Buch liegt in der Nähe von [[Leisnig]] im [[Landkreis Mittelsachsen]] an einem Flussknie der [[Freiberger Mulde]]. Es gehört zum Leisniger Ortsteil Klosterbuch und ist in östlicher Richtung etwa 4&amp;amp;nbsp;km vom Stadtzentrum Leisnigs entfernt. Der Fluss schuf im Bereich des Klosters eine etwa 800&amp;amp;nbsp;m breite Talaue, die landwirtschaftlich genutzt wird und an ihren Hängen von Wäldern gesäumt ist. Zwischen Klosterareal und dem gegenüberliegenden felsigen [[Prallhang|Steilufer]] fließt die Mulde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kloster Buch 1840.jpg|mini|Kloster Buch um 1840]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Leisnig-KlosterBuch-Gutskapelle-IMG 3305+2-26-06-2021-1255.jpg|mini|Der Kirchenbau von der Hofseite]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Leisnig-KlosterBuch-Abthaus-IMG 3158+8-26-06-2021-1040.jpg|mini|Das Abthaus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Von der Gründung bis zur Reformation ===&lt;br /&gt;
Eine Gründungsurkunde für Kloster Buch ist nicht überliefert. Anlässlich der Zusicherung einer Übertragung des [[Kirchspiel]]s Leisnig an das Kloster wird es in einer Urkunde [[Kaiser]] [[Heinrich VI. (HRR)|Heinrichs&amp;amp;nbsp;VI.]] 1192 erstmals erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;Originalurkunde: SHStA Dresden: 10001; Ältere Urkunden: Nr. 101 von 1.&amp;amp;nbsp;Dezember 1192.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der Zisterziensertradition&amp;lt;ref&amp;gt;P. Leopoldus Janauschek: &amp;#039;&amp;#039;Originum Cisterciensium Tomus Primus in quo praemissis congregationum domiciliis adjectisque tabulis chronologico-genealogicis veterum abbatiarum a monachis habitatarum fundationes ad fidem antiquissimorum fontium primus descripsit&amp;#039;&amp;#039;. Vindobonae 1877 (Nachdruck Ridgewood, N.J., Gregg Press, 1964) {{URN|nbn:de:urmel-f25cef6f-4481-4aba-ab64-7ad9232744c71-00001101-0048}}&amp;lt;/ref&amp;gt; hatte [[Abt]] Hildebert mit zwölf [[Mönch]]en und zwölf [[Konverse]]n aus dem [[Kloster Sittichenbach|Zisterzienserkloster Sittichenbach]] bei [[Eisleben]] am 10.&amp;amp;nbsp;August 1192 Sittichenbach verlassen und war am 17.&amp;amp;nbsp;August desselben Jahres in Buch eingezogen. Damit ist Buch [[Tochterkloster]] von Sittichenbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kloster Buch lag im Herrschaftsbereich der [[Graf#Burggraf|Burggrafen]] von [[Leisnig (Adelsgeschlecht)|Leisnig]], die auf der nur wenige Kilometer entfernten [[Burg Mildenstein]] in Leisnig ihren Sitz hatten. Die Initiative zur Gründung des Klosters ging von Burggraf Heinrich&amp;amp;nbsp;III. aus. Kloster Buch wurde daher nicht, wie es idealerweise bei einem Zisterzienserkloster der Fall sein sollte, in unbesiedelter Gegend gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kloster war großzügig geplant. Heute zeugt noch das 70&amp;amp;nbsp;m lange [[Kapitelsaal|Kapitelhaus]] davon, dass man mit einem großen [[Konvent (Kloster)|Konvent]] rechnete. Wie viele Mönche und Konversen tatsächlich im Kloster lebten, entzieht sich heutiger Kenntnis. Immerhin ist bekannt, dass zumindest im [[Spätmittelalter]] die Mönche meist bürgerlicher Herkunft waren und aus der Umgebung stammten. [[Halle (Saale)]] ist die am weitesten entfernte Stadt, die als Herkunftsort eines Mönchs belegt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der Zeit erhielt das Kloster zu dem vom Burggrafen von Leisnig stammenden Gründungsgut weitere Schenkungen. Schließlich verfügte es über Besitz in 52 Dörfern. [[Grangie]]n (Wirtschaftshöfe) bestanden in [[Paudritzsch]], [[Altenhof (Leisnig)|Altenhof]], [[Beiersdorf (Leisnig)|Beiersdorf]], Poselitz, [[Eichardt (Großweitzschen)|Tautendorf]] (mit Schäferei) sowie in [[Ammelgoßwitz]] bei [[Belgern]] und [[Unterlödla]] bei [[Altenburg]], zeitweilig auch an weiteren Orten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1309 gehörte dem Kloster die Stadt [[Belgern]] einschließlich der Elbfähre. Auch in [[Oschatz]] und [[Leipzig]] besaß das Kloster Höfe. Dieser Besitz kann als Indiz für eine Beteiligung der Mönche am spätmittelalterlichen Handel gelten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Markgrafen von Meißen]] hatten das Kloster wiederholt mit Schenkungen bedacht bzw. Schenkungen ihrer [[Ministeriale|Ministerialen]] dem Kloster übertragen. Nach einem Streit der Burggrafen von Leisnig mit dem Kloster im Jahre 1365 zwangen die Markgrafen die Burggrafen von Leisnig zum Verkauf der Burggrafschaft, die in die Markgrafschaft als &amp;#039;&amp;#039;castrum&amp;#039;&amp;#039; eingegliedert wurde. Im Jahre 1433, also kurz vor der Erfindung des [[Buchdruck]]s, entstand im Kloster Buch noch einmal eine handschriftliche [[Bibel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1441 erhielt der Abt von Buch Vorrechte, die gewöhnlich Bischöfen vorbehalten waren: Er durfte Gegenstände, die für den gottesdienstlichen Gebrauch bestimmt waren, selbst weihen und erhielt das Recht, beim Hochamt die [[Mitra]] und den [[Pontifikalien|bischöflichen Ring]] zu tragen. Im gleichen Jahr wurde dem Kloster vom [[Basler Konzil]] ein [[Wappen]] verliehen. Es zeigt das [[Agnus Dei|Lamm Gottes]] mit der Kreuzfahne, das Symbol des Sieges über den Tod in der Auferstehung. Drei Rosenblüten symbolisieren [[Maria (Mutter Jesu)|Maria]], die [[Schutzpatron]]in aller Zisterzienserklöster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der dem Kloster gehörenden Stadt Belgern entstand 1486 eine Ordensschule der Zisterzienser. Hier wurden junge Mönche auf das Studium vorbereitet, insbesondere auf den Besuch des zisterziensischen Studienkollegs an der [[Universität Leipzig]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach der Reformation ===&lt;br /&gt;
Als Abt Antonius Dytz am 20.&amp;amp;nbsp;Dezember 1525 starb, wurde das Kloster im Zuge der [[Reformation]] aufgelöst. Im benachbarten Leisnig hatte sich zu dieser Zeit die [[Martin Luther|lutherische]] Lehre bereits durchgesetzt. [[Kurfürst]] [[Johann der Beständige]] ließ die anstehende Abtswahl durch zwei seiner Amtleute verhindern und unterstellte die Verwaltung der Klostergüter seinem Beauftragten Kaspar Kitzscher. Die noch im Kloster lebenden Mönche erhielten nach ihrem Rang Teile des Klostergutes für ihren Lebensunterhalt bzw. Geld für ein Handwerk. Sie konnten auch im Kloster bleiben.&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Kamprad: &amp;#039;&amp;#039;Leisnigker Chronica&amp;#039;&amp;#039; von 1753, Nachdruck im Auftrag des Leisniger Geschichts- und Heimatvereins 2013, S. 316&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Güter des Klosters wurden zunächst durch Beauftragte des Amtmanns von [[Amt Leisnig|Leisnig]] verwaltet. Ab 1532 übernahmen die [[Landstände]] die Verwaltung aller sequestrierten Klostergüter. Entfernter Besitz ging verloren. Schrittweise erfolgte auch ein Verkauf (Poselitz 1534, Paudritzsch 1545). 1548 wurde der Besitz dem Klosteramt Buch zugeordnet und ein Amtserbbuch erstellt. Ab 1556 erfolgte die Verwaltung durch kurfürstliche Räte. 1567 wurde schließlich das Klostergut an Johann von [[Zeschau (Adelsgeschlecht)|Zeschau]] als erbliches [[Lehnswesen|Lehen]] ausgegeben und erlangte den Status eines [[Rittergut]]s. Durch diese Familie ist das Abtshaus umgebaut und wohl um 1600 aus den Ruinen des Chores der Klosterkirche die Gutskirche errichtet worden. Durch den [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] war das Gut dann so beschädigt, dass es versteigert werden musste. Ersteigert wurde es durch die [[Gymnasium St. Augustin|Fürstenschule Grimma]], in deren Besitz es als Landesschulgut blieb.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Kurt Schwabe (Archivpfleger)|Kurt Schwabe]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Archiv der Fürsten- und Landesschule St. Augustin zu Grimma und sein Schicksal nach 1945&amp;#039;&amp;#039;. In: Friedrich Wermuth, Karl Irmscher u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Von der kurfürstlichen Landesschule zum Gymnasium St. Augustin zu Grimma 1550–2000&amp;#039;&amp;#039;. Beucha 2000, ISBN 3-930076-99-3, S. 151.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1678 wurde die Kapelle nach entsprechender Renovierung erneut geweiht. Bis 1836 verwaltete die Landesschule Grimma das verbliebene Klostergut (einschließlich der Gerichtsrechte), dann wurde es sächsische [[Staatsdomäne]]. Den Betrieb in Buch hielten Pächter aufrecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1945 wurde das Gut im Zuge der [[Bodenreform in Deutschland#Bodenreform in der Sowjetischen Besatzungszone ab 1945|Bodenreform]] zunächst in eines von sieben Parteigütern der [[SED]] und 1955 in ein [[Volkseigenes Gut]] umgewandelt. Nachfolgebetrieb dieses Volksgutes „[[August Bebel]]“ war nach 1990 eine [[Gesellschaft bürgerlichen Rechts (Deutschland)|Gesellschaft bürgerlichen Rechts]], die jedoch die landwirtschaftliche Nutzung der Klosteranlage 1994 aufgab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kloster Buch heute ===&lt;br /&gt;
 {{PanoViewer|Leisnig-Kloster-Buch-Innenhof-IMG 3137-14x3B-360x180G-PanoS-26-06-2021.jpg|hochkant=1.6|2=[[Kugelpanorama]] des Klosterinnenhofes, die Gebäude sind unter anderem die Gutskapelle und das Abthaus sowie weitere Wohn- und Wirtschaftsgebäude (2021)&amp;lt;ref name=&amp;quot;KB-FV&amp;quot;&amp;gt;[https://www.klosterbuch.de/seite/23754/geb%C3%A4ude.html Gebäude (unter Geschichte Kloster Buch)] auf der Seite des Fördervereins Kloster Buch e.&amp;amp;nbsp;V., Leisnig, abgerufen am: 5. Juli 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Ab 1992 erfolgten unter Regie der Stadt Leisnig und des Geschichts- und Heimatvereins Leisnig erste Sicherungs- und Restaurierungsarbeiten. An den Wochenenden fanden Führungen durch die alte Anlage statt. Im Jahr 2000 gelangte die Klosteranlage in das Eigentum des Fördervereins Kloster Buch e.&amp;amp;nbsp;V. Damit begann die Umgestaltung in ein kulturhistorisches Zentrum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Elbehochwasser 2002|Hochwasserereignisse]] der [[Freiberger Mulde|Mulde]] im August 2002 richteten an der Klosteranlage gewaltige Schäden an, die bis 2008 vollständig behoben werden konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute finden im Kloster Ausstellungen, Veranstaltungen und Führungen statt. Besuchermagnete sind die monatlichen Bauernmärkte sowie das Kloster- und Erntedankfest im September. Jährlich kommen zehntausende Besucher in das Kloster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Bauten ==&lt;br /&gt;
Von den mittelalterlichen Klostergebäuden haben sich bis heute die Ostteile der Kirche, das [[Kapitelsaal|Kapitelhaus]], die [[Infirmerie]], das [[Abtshaus|Abthaus]] und mehrere Nebengebäude erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der mittelalterlichen dreischiffigen [[Pfeilerbasilika]] mit [[Kirchenschiff#Querschiff|Querschiff]] existiert heute nur noch eine Außenwand des [[Langhaus (Kirche)|Langhauses]], der [[Chor (Architektur)|Chor]] und drei Seitenkapellen. Im Chor errichtete man 1678 unter Verwendung mittelalterlicher Bauteile (Säulen, Gewölbe, Fenster) aus der Kirche und der [[Klausur (Kloster)|Klausur]] eine kleinere evangelische Kirche (Gutskirche benannt), allerdings nun mit dem [[Altar]] nach Westen und vom jetzigen Klosterhof aus nicht als Kirche zu erkennen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;150&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Kloster buch1 - saxony.jpg|Die Gutskapelle (Chor der mittelalterlichen Kirche)&lt;br /&gt;
 Kloster Buch Kapitelhaus.jpg|Das Südende des Kapitelhauses&lt;br /&gt;
 Kloster buch3 - saxony.jpg|Gutskapelle und Kapitelhaus&lt;br /&gt;
 Kloster Buch Ehem. Malzhaus.jpg|Ruine des ehemaligen Brau- oder Malzhauses&lt;br /&gt;
 Leisnig-KlosterBuch-Klosterschmiede-IMG 3260+2-26-06-2021-1113.jpg|Klosterschmiede, außerhalb (nordwestlich) des Klosters&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das 70 m lange &amp;#039;&amp;#039;Kapitelhaus&amp;#039;&amp;#039; ist der größte erhaltene mittelalterliche Bau. Der späteren Nutzung wegen wurde die Raumaufteilung mehrfach verändert. Fest steht, dass es den [[Kapitelsaal]] als Versammlungsraum enthielt und dass ehemals das gesamte Obergeschoss als [[Dormitorium]] (Schlafraum) diente. Am südlichen Ende des Kapitelhauses befand sich das [[Necessarium]]. Das war eine Toilettenanlage, die von einem Muldenabzweig durchflossen wurde und nur innen vom Dormitorium aus zugänglich war. Reste des unteren Bauteils des Necessariums sind noch zu besichtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zweigeschossige, um 1400 ([[Dendrochronologie|dendrochronologisch]] im Dachstuhl nachgewiesen) als Wohnhaus des Abtes erbaute &amp;#039;&amp;#039;Abthaus&amp;#039;&amp;#039;, wird in seinem äußeren Erscheinungsbild von den Umbauten im 16. und 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert bestimmt. Das spitzbogige [[Portal (Architektur)|Portal]] stammt aus dem Mittelalter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der ehemaligen [[Infirmerie]] (Krankenstation) hinter dem Abthaus existieren noch der Ostteil des Krankensaales und die [[Kapelle (Kirchenbau)|Kapelle]]. Infirmerien und Necessarien sind nur noch in wenigen Klöstern erhalten.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;150&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Kloster buch4 - saxony.jpg|Der Altarraum der Gutskapelle&lt;br /&gt;
 Kloster Buch Necessarium.jpg|Die Reste des ehemaligen [[Necessarium]]s&lt;br /&gt;
 Kloster Buch Klostermauer.jpg|Die Klostermauer auf der Muldenseite&lt;br /&gt;
 Leisnig-KlosterBuch-Kräutergarten-IMG 3233+2-26-06-2021-1103.jpg|Kräutergarten hinter Abthaus (links) und Infirmerie&lt;br /&gt;
 Muldeufer-KlosterBuch.jpg|Steilufer der Mulde bei Klosterbuch&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Westlich der ehemaligen [[Klausur (Kloster)|Klausur]] finden sich Ruinen des sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Brau- oder Malzhauses&amp;#039;&amp;#039;. Es sind Teile des ehemaligen Laien- oder Konversenbereiches des Klosters. Hier wurden auch Gäste empfangen und Reisende beherbergt. Auf dem Wege zum Brauhaus passiert man den Bereich des ehemaligen [[Kreuzgang]]es, dessen Lage mittels Blumenbeeten angedeutet wird. Zwischen Kapitelhaus und Brauhaus ist ein über 100 m langes Stück der &amp;#039;&amp;#039;Klostermauer&amp;#039;&amp;#039; erhalten, die ehemals die gesamte Anlage umgab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaftsgebäuden&amp;#039;&amp;#039; aus der Zeit des Klosters als Gutsbetrieb sind heute der Klosterladen, eine Schauwerkstatt und Räume mit speziellen Angeboten für Kinder untergebracht. Hinter den Wirtschaftsgebäuden befindet sich zur Mulde hin ein &amp;#039;&amp;#039;[[Kräutergarten]]&amp;#039;&amp;#039;. Ein weiterer, kleiner Kräutergarten befindet sich südöstlich von Abthaus und Infirmerie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
[[Liste_von_Klöstern_in_Sachsen|Klöster in Sachsen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Herta Battré: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Geschichte des Klosters Buch.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation Universität Leipzig, 1951 ([http://daten2.verwaltungsportal.de/dateien/seitengenerator/battre__beitraege_zur_geschichte_kloster_buch.pdf PDF; 1,3&amp;amp;nbsp;MB; Abschrift auf verwaltungsportal.de], abgerufen am 12. August 2022).&lt;br /&gt;
* Michael Beyer: &amp;#039;&amp;#039;Die Auflösung des Klosters Buch bei Leisnig während der Reformation.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Sächsische Heimatblätter]] 2/2017, S. 104–108.&lt;br /&gt;
* [[Leo Bönhoff]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Bucher Klosterfehde im Erzgebirge&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Glückauf! Zeitschrift des Erzgebirgsvereins&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 38, 1918, S. 71–75 ([https://digital.slub-dresden.de/werkansicht?id=5363&amp;amp;tx_dlf%5Bid%5D=405456&amp;amp;tx_dlf%5Bpage%5D=87 Digitalisat auf digital.slub-dresden.de], abgerufen am 12. August 2022).&lt;br /&gt;
* Steffen Delang, Franziska Koch, [[Heinrich Magirius]], Thomas Schmidt: &amp;#039;&amp;#039;Das Zisterzienserkloster Buch. Arbeitsbericht zur Bauforschung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Arbeitsheft des Landesamtes für Denkmalpflege Sachsen&amp;#039;&amp;#039;, 9, Sax-Verlag, Beucha 2006, ISBN 978-3-934544-85-7.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ehemaliges Zisterzienserkloster Buch.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. Leisniger Geschichts- und Heimatverein e.&amp;amp;nbsp;V. und Förderverein Kloster Buch e.&amp;amp;nbsp;V. Text: Peter Rentsch und Ina Pattloch, Fotos: Gerhart Mattuschka. Leisnig 2003 (ohne ISBN).&lt;br /&gt;
* Fabian Gall: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Geschichte des Zisterzienserklosters Buch bei Leisnig auf der Grundlage neuer archäologischer Quellen.&amp;#039;&amp;#039; In: Enno Bünz, Dirk Martin Mütze, Sabine Zinsmeyer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Neue Forschungen zu sächsischen Klöstern. Ergebnisse und Perspektiven der Arbeit am Sächsischen Klosterbuch&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;Schriften zur sächsischen Geschichte und Volkskunde; 62). Leipziger Universitätsverlag, Leipzig 2020, ISBN 978-3-96023-306-0, S. 131–138.&lt;br /&gt;
* Friedrich Gentzsch: &amp;#039;&amp;#039;Kloster Buch – Eine Annäherung an seine Geschichte anhand der Urkunden.&amp;#039;&amp;#039; Sax-Verlag, Leipzig/Beucha 2014, ISBN 978-3-86729-131-6.&lt;br /&gt;
* [[Carl Wilhelm Hingst]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Kloster Buch in seinem Ursprunge, Wachsthume und Glanze.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mittheilungen des königlich sächsischen Vereins für Erforschung und Erhaltung vaterländischer Geschichts- und Kunstdenkmale&amp;#039;&amp;#039;, Heft 14, Dresden 1865, S.&amp;amp;nbsp;64–90.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{HOV|URL=Buch,_Kloster-}}&lt;br /&gt;
* {{SächsBib|GND=4711340-6|TEXT=Literatur über}}&lt;br /&gt;
* [https://klosterbuch.info/ &amp;#039;&amp;#039;Materialsammlung zur Geschichte von Kloster Buch&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [http://www.klosterbuch.de/ Website des Fördervereins Kloster Buch e.&amp;amp;nbsp;V.]&lt;br /&gt;
* [http://www.klosterbuch.com/ &amp;#039;&amp;#039;Informationen zum Fachwerkhof Klosterbuch&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=4711340-6|LCCN=no/2007/115025|VIAF=239658498}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Zisterzienserkloster in Sachsen|Buch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kloster (12. Jahrhundert)|Buch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Leisnig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freiberger Mulde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sakralbau im Landkreis Mittelsachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst 1525]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1192]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Landkreis Mittelsachsen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (Landkreis Mittelsachsen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sakralbau in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christentum im Landkreis Mittelsachsen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;A. Pichler</name></author>
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