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	<title>Kloster Brou - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T08:16:41Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kloster_Brou&amp;diff=435144&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Kiwi4all: Welterbe Kategorie ergänzt</title>
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		<updated>2026-03-28T13:13:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Welterbe Kategorie ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bourgogne, Bresse, Bourg-en-Bresse, Brou 005-1.jpg|mini|hochkant=1.7|Abtei Brou, Überblick von Osten]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bourgogne, Bresse, Bourg-en-Bresse, Brou 16-1.jpg|mini|hochkant=1.7|Grundriss Erdgeschoss]]&lt;br /&gt;
Das ehemalige &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kloster Brou&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Monastère royal de Brou&amp;#039;&amp;#039;) des [[Augustinereremiten|Augustinerordens]] ist ein großes Bauwerk aus der Wende von Spätmittelalter zu früher Neuzeit, erbaut 1506 bis 1532 anstelle einer Benediktinerzelle vor der Stadt [[Bourg-en-Bresse]] im Südosten [[Frankreich]]s. Die dem Heiligen Nikolaus von Tolentino geweihte ehemalige Klosterkirche gilt wegen ihrer harmonischen Gesamtgestaltung, ihrer qualitätvollen [[Steinmetz]]arbeiten, der Fenster mit interessanten historischen und religiösen Szenen und der ungewöhnlichen und anspruchsvollen Grabmäler im Chor der Kirche als ein Gesamtkunstwerk von höchstem künstlerischen und kunsthistorischen Rang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Im Jahr 1504 starb auf Schloss Pont-d’Ain mit nur 24 Jahren Herzog [[Philibert II. (Savoyen)|Philibert II.]] von [[Haus Savoyen|Savoyen]], auch &amp;#039;&amp;#039;Philibert der Schöne&amp;#039;&amp;#039; genannt, an den Folgen einer Erkältung, die er sich bei der Jagd zugezogen hatte. Seine Frau, die gleichaltrige [[Margarete von Österreich (1480–1530)|Margarete von Österreich]] (1480–1530), Tochter des römisch-deutschen Kaisers Maximilian I., ließ daraufhin im etwa 20&amp;amp;nbsp;km entfernten Brou bei Bourg-en-Bresse ein Kloster als herzogliche Grablege erbauen. Damit erfüllte sie das Gelöbnis ihrer Schwiegermutter Margarete von Bourbon, das diese bei einer Erkrankung ihres Gemahls Philipp I. von Savoyen alias von Bresse (1438–1497) abgelegt hatte, an dessen Einlösung sie aber der Tod hinderte. Margarete von Österreich ersuchte den Papst erfolgreich um Erlaubnis, die Benediktinerniederlassung in Brou zugunsten eines Augustinerklosters abbrechen zu dürfen. Die geplante neue Klosterkirche bat Margarete dem Schutzheiligen der Augustiner [[Nikolaus von Tolentino]] [[Kirchenweihe|weihen]] zu lassen, dessen [[Namenstag|Fest]] am Todestag Herzog Philiberts gefeiert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Poiret 1994, S. 25–30.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. August 1506 legte Margarete den Grundstein für das Kloster, verließ die Bresse aber noch im Oktober desselben Jahres, ohne das Kloster je gesehen zu haben. Nachdem im September 1506 auch ihr Bruder gestorben war, übernahm sie die Regentschaft über die [[Niederlande]] und residierte fortan weit entfernt am Hof von [[Mechelen]]. Doch kümmerte sie sich auch aus der Ferne um den Bau und beauftragte für die Weiterführung der Bauarbeiten französische, flämische, deutsche und italienische Werkmeister, Steinmetze, Glasmaler sowie Stein- und Holzbildhauer.&amp;lt;ref&amp;gt;Poiret 1994, S. 31–102.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Baulichkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Kloster ===&lt;br /&gt;
Bis 1512 wurde das Kloster mit seinen Kreuzgängen erbaut. Damit betraute Margarete örtliche Werkmeister.&lt;br /&gt;
Das Klostergebäude umfasst drei zweigeschossige Kreuzgänge (cloîtres):&lt;br /&gt;
Der kleine alias erste oder Gäste-Kreuzgang (&amp;#039;&amp;#039;petit / premier cloître / cloitre des hotes&amp;#039;&amp;#039;) ist der älteste, mit unmittelbarem Anschluss an die Abteikirche in beiden Geschossen. Im Obergeschoss des Westflügels befindet sich das für Margarete vorgesehene Appartement. Im Erdgeschoss grenzen die Sakristei und der erste Kapitelsaal an.&lt;br /&gt;
Im großen Kreuzgang (&amp;#039;&amp;#039;grand cloître&amp;#039;&amp;#039;) befinden sich im Obergeschoss die ehemaligen Mönchszellen; im Erdgeschoss grenzt der zweite Kapitelsaal an.&lt;br /&gt;
Der Kreuzgang der Wirtschaftsgebäude (&amp;#039;&amp;#039;cloître de la menagerie / des cuisines&amp;#039;&amp;#039;) beherbergt im Südflügel die ehemalige Küche. In seiner Mitte steht ein überdachter Brunnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; mode=&amp;quot;packed&amp;quot; heights=&amp;quot;160&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 BrouInnenhof.jpg|„kleiner Kreuzgang“, zweigeschossig, an Abteikirche grenzend&lt;br /&gt;
 Bourgogne, Bresse, Bourg-en-Bresse, Brou 062-1.jpg|„großer Kreuzgang“, im OG Fenster der Mönchszellen&lt;br /&gt;
 Bourgogne, Bresse, Bourg-en-Bresse, Brou 065-1.jpg|Dritter Kreuzgang, „Cloitre des Cuisines“&lt;br /&gt;
 Bourgogne, Bresse, Bourg-en-Bresse, Brou 071-1.jpg|Refektorium, Skulpturen 13.–17. Jh.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fassade und Dach der Kirche ===&lt;br /&gt;
1512 überantwortete Margarete die Baustelle dem Brüsseler Werkmeister Lodewijk van Boghem. Dieser wählte für die zwischen 1513 und 1532 erbaute Kirche die der damaligen Stilentwicklung gemäße [[Flamboyant (Stilstufe)|Flamboyant]]-Gotik mit Elementen der Renaissance.&amp;lt;ref&amp;gt;Poiret 1994, S. 48, 56f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die dreistufig gegliederte Hauptfassade der Kirche ist auch reich mit Skulpturen geschmückt. Im Bogenfeld des Hauptportals gruppieren sich seitlich des als &amp;#039;&amp;#039;[[Ecce homo]]&amp;#039;&amp;#039; dargestellten Christus die Skulpturen der Stifterin Margarete und ihres Ehemanns Philibert des Schönen und am Mittelpfeiler die Skulptur des Kirchenheiligen Nikolaus von Tolentino. Im Gewände erkennt man die Heiligen [[Simon Petrus|Petrus]] und [[Paulus von Tarsus|Paulus]]. Über dem Portal findet sich die freistehende Skulptur des Heiligen [[Andreas (Apostel)|Andreas]], des Schutzheiligen [[Burgund]]s, mit dem [[Andreaskreuz]]. Charakteristisch für den spätgotischen Baustil ist die Verwendung des [[Tudorbogen]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dach ist seit 1999 in burgundischer Tradition wieder mit glasierten unterschiedlich farbigen Ziegeln in großflächigen geometrischen Ornamenten eingedeckt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Königliches Kloster Brou&amp;#039;&amp;#039;, Faltblatt hrsg. vom Monastere royal de Brou, dem Centre des Monuments nationaux und der Ville de Bourg en Bresse, 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; mode=&amp;quot;packed&amp;quot; heights=&amp;quot;160&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Klosterkirche Brou von Nordwesten, Zustand 2019.jpg|Klosterkirche Brou von Nordwesten, Zustand 2019&lt;br /&gt;
 Bourgogne, Bresse, Bourg-en-Bresse, Brou 008-1.jpg|Nordseite der Abteikirche&lt;br /&gt;
 Eglise de Brou1.jpg|Westfassade&lt;br /&gt;
 Bourgogne, Bresse, Bourg-en-Bresse, Brou 077-1.jpg|Tympanon des Renaissance-Hauptportals&lt;br /&gt;
 BrouOstseite.jpg|Ostseite&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inneres der Kirche, Grabmäler ===&lt;br /&gt;
Der Chor der dreischiffigen Basilika ist durch einen prächtigen, filigran gearbeiteten [[Lettner]] vom Hauptschiff abgetrennt. Auf der [[Balustrade]] des Lettners stehen die Figuren von sechs Heiligen, darunter die des Kirchenheiligen [[Nikolaus von Tolentino]]. Der Lettner diente als räumliche Trennung zwischen Geistlichkeit und Laien und sein oberer flacher begehbarer Abschluss gleichzeitig als Verbindung zu den Räumen der Herzogin im Westflügel des ersten Kreuzgangs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingangs des [[Chor (Architektur)|Chors]] steht zu beiden Seiten ein reich aus Eichenholz geschnitztes [[Chorgestühl]] des Künstlers [[Pierre Berchon]], das links Szenen aus dem [[Neues Testament|Neuen]] und rechts Szenen aus dem [[Altes Testament|Alten Testament]] darstellt (geschaffen 1530 bis 1532).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschließend finden sich die Haupt-Blickfänge: die zwischen 1526 und 1531 geschaffenen Grabmäler von [[Marguerite de Bourbon|Margarete von Bourbon]], von Margarete von Österreich und von Philibert dem Schönen. Sie wurden alle von Margarete von Österreich in Auftrag gegeben und sind aus weißem Carrara-Marmor und St. Lothain-Alabaster gearbeitet.&amp;lt;ref&amp;gt;Dagmar Eichberger: &amp;#039;&amp;#039;Leben mit Kunst – Wirken durch Kunst. Sammelwesen und Hofkunst unter Margarete von Österreich, Regentin der Niederlande.&amp;#039;&amp;#039; Turnhout / Belgien 2002, S. 292f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Grabmal von Margarete von Bourbon (1438–1483), der Mutter von Philibert dem Schönen, ist das schlichteste. Es ist in eine Nische an der südlichen Seitenwand eingelassen. Margarete d. Ä. trägt ein höfisches Gewand. Ein Windhund liegt ihr zu Füßen. Vier wappenhaltende [[Putto|Putti]] umstehen die Liegende. Skulpturen von ebenfalls wappenhaltenden Putti und von Trauernden in Nischen mit spätgotischem Maßwerk schmücken die Ansicht der [[Tumba]]. Die skulpturale Ausarbeitung der Liegefigur und der Putti zeigt den Einfluss der Renaissance.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center centered&amp;quot; mode=&amp;quot;packed&amp;quot; heights=&amp;quot;160&amp;quot; perrow=&amp;quot;6&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Bourgogne, Bresse, Bourg-en-Bresse, Brou 059-1.jpg|Gotisches Tragwerk, Stützen Mittelschiff&lt;br /&gt;
 Bourgogne, Bresse, Bourg-en-Bresse, Brou 027-1.jpg|Kreuzrippengewölbe der Vierung&lt;br /&gt;
 BrouInnenraum.jpg|Hauptschiff mit Lettner&lt;br /&gt;
 Bourgogne, Bresse, Bourg-en-Bresse, Brou 023-1.jpg|Steinerner Lettner&lt;br /&gt;
 Bourgogne, Bresse, Bourg-en-Bresse, Brou 029-1.jpg|Chor&lt;br /&gt;
 BrouChorgestuehl.jpg|Chorgestühl&lt;br /&gt;
 Eglise de Brou8 chapelle de marguerite.jpg|Kapelle der Margarete, Alabasterretabel&lt;br /&gt;
 BrouGrabmalPhilibert.jpg|Grabmal Philiberts des Schönen&lt;br /&gt;
 Abbaye de Brou Grabmal von Philibert dem Schönen.ogg|kurzer Rundgang um das Grabmal von Philibert dem Schönen&lt;br /&gt;
 Bourgogne, Bresse, Bourg-en-Bresse, Brou 037-1.jpg|Putto auf dem Grabmal Philiberts des Schönen&lt;br /&gt;
 Bourgogne, Bresse, Bourg-en-Bresse, Brou 036-1.jpg|Grabmal Margaretes von Bourbon&lt;br /&gt;
 Bourgogne, Bresse, Bourg-en-Bresse, Brou 045-1.jpg|Grabmal Margaretes von Österreich&lt;br /&gt;
 Eglise de Brou5 marguerite d&amp;#039;autriche.jpg|Untere Liegefigur: Margarete von Österreich als junge Frau&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitten im Chor steht das Grabmal für Philibert den Schönen (1480–1504). Der Sarkophag ist filigran durchbrochen. Hinter den Pfeilern des spätgotisch gegliederten Unterbaus liegt die Figur eines fast nackten Mannes mit jugendlichen Gesichtszügen, Philibert in idealisierter Darstellung. Die Figur oben auf der Grabplatte hingegen zeigt Philibert, wie er zuletzt ausgesehen hat. Es ist deutlich erkennbar dasselbe Gesicht, aber gealtert, die Wangen dicker und die Mundwinkel etwas herabgezogen. Der Körper ist hier bekleidet mit Prunk[[harnisch]] und [[Hermelinfell und Wieselfell|Hermelin]] sowie von Insignien der herzoglichen Würde begleitet, so von einem Löwen zu seinen Füßen. Die Wappen und Insignien haltenden Putti wie auch die Körperlichkeit der Liegefiguren zeigen ebenfalls bereits das Verständnis der Renaissance.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das imposanteste Grabmal ist aber das von Margarete von Österreich, der Witwe von Philibert, die als Klosterstifterin, Erzherzogin und Regentin der Niederlande einen besonders hohen Rang einnahm. Es handelt sich um ein Grab vom seltenen Typus des an ein Prunkbett erinnernden [[Baldachingrabmal]]s&amp;lt;ref&amp;gt;Judith Breuer: &amp;#039;&amp;#039;Das Grabmal des Grafen Ludwig von Löwenstein-Wertheim und seiner Frau Anna in der Stiftskirche zu Wertheim. Die kultur- und kunsthistorische Bedeutung des Grabmals.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Denkmalpflege in Baden – Württemberg. Nachrichtenblatt der Landesdenkmalpflege.&amp;#039;&amp;#039; Band 45, Heft 2, S. 102f.&amp;lt;/ref&amp;gt;, das hier üppig mit Maßwerk und Fialen in spätgotischen Formen gegliedert ist. Entsprechend dem Grab ihres Gemahls zeigt auch das Grabmal von Margarete von Österreich unten die Darstellung eines verstorbenen jungen Menschen, hier der Margarete mit offenem langem gelocktem Haar und Totenhemd, und oben denselben Menschen im Alter von etwa 50 Jahren. Die obere Liegefigur trägt ein höfisches Kleid und den kronenartigen österreichischen Herzogshut, der sie als Mitglied des Hauses Habsburg auszeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Eichberger 2002, S. 41.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie ihrer Schwiegermutter liegt ihr ein Windhund zu Füßen. Auch hier sind die Liegefiguren und Putti augenscheinlich Werke eines im Sinne der Renaissance arbeitenden Künstlers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schöpfer der drei Grabmäler sind der flämische Werkmeister Boghem, der die Architektur konzipierte, und der aus [[Worms]] stammende Conrat Meit, welch letzterer als Hofbildhauer der Erzherzogin die Liegefiguren schuf.&amp;lt;ref&amp;gt;Königliches Kloster Brou / Monastere Royal de Brou. Informationsfaltblatt des Centre des Monuments Nationaux. Bourg-en-Bresse 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt; Meit assistierten bei den Putti am Grabmal von Margarete von Österreich sein Bruder Thomas, bei der oberen Liegefigur und den Attributen des Grabmals für Philibert die Bildhauer Benoit de Serins, Onofrio Campitoglio und Gilles Vambelli.&amp;lt;ref&amp;gt;Poiret 1994, S. 102; Eichberger 2002, S. 292.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Thorsten Droste]] und Marie Francoise Poiret setzen Meit auf Grund der Originalität und des künstlerischen Niveaus dieser Arbeiten mit [[Albrecht Dürer]] gleich.&amp;lt;ref&amp;gt;Poiret 1994, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kapelle der Margarete von Österreich grenzt im Norden an den [[Chor (Architektur)|Chor]] an und ist besonders reich ausgeschmückt. Es gibt Bänke aus weißem [[Alabaster]] und schwarzem [[Marmor]] und [[Polychromie|polychrome]] Fassungen der [[Schlussstein]]e. Das große Glasfenster mit [[Mariä Aufnahme in den Himmel|Mariä Himmelfahrt]] ist von [[Albrecht Dürer|Dürer]] inspiriert und der obere [[Fries]] vom „Triumph des Glaubens“ von [[Tizian]]. Ein monumentales [[Altarretabel|Alabasterretabel]] von [[Provinz Brabant|brabantischen]] Künstlern ist den „Sieben Freuden Mariens“ gewidmet.&amp;lt;ref&amp;gt;Poiret 1994, S. 90–94.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; mode=&amp;quot;packed&amp;quot; heights=&amp;quot;180&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
  Bourgogne, Bresse, Bourg-en-Bresse, Brou 048-1.jpg|Alabasterretabel, „Die sieben Freuden Mariens“&lt;br /&gt;
  Bourgogne, Bresse, Bourg-en-Bresse, Brou 051-1.jpg|Detail 1:Mitte oben „Die Himmelfahrt Mariens“&lt;br /&gt;
  Bourgogne, Bresse, Bourg-en-Bresse, Brou 050-1.jpg|Detail 2:unten links „Die Verkündigung Mariens“&lt;br /&gt;
  Bourgogne, Bresse, Bourg-en-Bresse, Brou 049-1.jpg|Detail 3:unten rechts „Die Heimsuchung Mariens“&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fenster ===&lt;br /&gt;
Die leuchtend farbigen Fenster wurden 1525 bis 1531 von einer Werkstatt in [[Lyon]] geschaffen. Ein Fenster in der linken Seitenkapelle und das Fenster links im Chor zeigen religiöse Szenen mit Jesus, Maria, und Maria Magdalena. Unterhalb ist jeweils das Herzogspaar in frommer Haltung in die Szene einbezogen. Die anderen Fenster im Chor zeigen Wappen der Territorien, über die das Herzogspaar die Herrschaftsgewalt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; mode=&amp;quot;packed&amp;quot; heights=&amp;quot;180&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Bourgogne, Bresse, Bourg-en-Bresse, Brou 060-1.jpg|Glasmalerei im Chor, besonders „lebendig“&lt;br /&gt;
 Bourgogne, Bresse, Bourg-en-Bresse, Brou 058-1.jpg|Glasmalerei, verschiedene Wappen&lt;br /&gt;
 BrouFenster.jpg|Glasmalerei in der Kapelle Margaretes von Österreich&lt;br /&gt;
 Bourgogne, Bresse, Bourg-en-Bresse, Brou 057-1.jpg|Glasmalerei im Chor&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Museum ===&lt;br /&gt;
Die Räume des ehemaligen Klosters beherbergen seit 1922 ein Museum mit Kunstgegenständen aus dem 12. bis 21. Jahrhundert. Gezeigt werden u.&amp;amp;nbsp;a. Bilder flämischer und französischer Maler vom 16. bis zum 19. Jahrhundert. Darunter finden sich zwei historisch interessante Porträts des Niederländers [[Barent van Orloy]], die den 15-jährigen Karl V. bzw. Margarete von Österreich zeigen, sowie ein sehr großformatiges Bild von [[Gustave Doré]], eines seiner wichtigsten Werke. Daneben finden im Museum ständig Ausstellungen von Werken moderner Maler, Bildhauer und Installationskünstler statt, unter ihnen Arbeiten von Künstlern so bekannter Namen wie [[Richard Serra]] und [[Ulrich Rückriem]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=46/11/51/N |EW=5/14/11/E |type=landmark |region=FR}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Königliches Kloster Brou / Monastere Royal de Brou&amp;#039;&amp;#039;. Informationsfaltblatt des Centre des Monuments Nationaux. Bourg-en-Bresse 2019.&lt;br /&gt;
* Ethan Matt Kavaler: &amp;#039;&amp;#039;Renaissance Gothic. Pictures of Geometry and Narratives of Ornament.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Art History.&amp;#039;&amp;#039; 29, 2006, S. 1–46.&lt;br /&gt;
* Christian de Mérindol: &amp;#039;&amp;#039;Le programme iconographique du couvent de Brou. réflexions sur les églises à destination funéraire.&amp;#039;&amp;#039; In: Jean Guillaume (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Demeures d’éternité. Eglises et chapelles funéraires aux XVe et XVIe siècles. Actes du colloque tenu à Tours du 11 au 14 juin 1996.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;De architectura.&amp;#039;&amp;#039; 10). Paris 2005, S. 147–156.&lt;br /&gt;
* Ethan Matt Kavaler: &amp;#039;&amp;#039;Margaret of Austria, ornament, and the court style of Brou.&amp;#039;&amp;#039; In: Stephen J. Campbell (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Artists at Court. Image-making and identity 1300–1550.&amp;#039;&amp;#039; Chicago, Ill 2004, S. 124–137.&lt;br /&gt;
* Thorsten Droste: &amp;#039;&amp;#039;DuMont Kunst-Reiseführer Burgund.&amp;#039;&amp;#039; DuMont, Köln 1998, ISBN 3-7701-4166-0, S. 146 ff.&lt;br /&gt;
* Marie-Françoise Poiret: &amp;#039;&amp;#039;Le monastère royal de Brou.&amp;#039;&amp;#039; Paris 1994, ISBN 2-85822-295-9.&lt;br /&gt;
* [[Markus Hörsch]]: &amp;#039;&amp;#039;Architektur unter Margarethe von Österreich, Regentin der Niederlande (1507–1530). Eine bau- und architekturgeschichtliche Studie zum Grabkloster St.-Nicolas-de-Tolentin in Brou bei Bourg-en-Bresse.&amp;#039;&amp;#039; Brüssel 1994. (zugl.: Berlin, Technische Univ., Diss. 1991)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Église de Brou|Kloster Brou}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.culture.gouv.fr/rhone-alpes/brou/ |text=Darstellung des französischen Kulturministeriums |archive-is=20120419}} (französisch)&lt;br /&gt;
* [https://www.monastere-de-brou.fr/ Internetauftritt des ehemaligen Klosters] (französisch, englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kloster in Auvergne-Rhône-Alpes|Brou]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kloster (16. Jahrhundert)|Brou]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Monument historique in Bourg-en-Bresse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Monument historique seit 1862]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Monument historique (Kloster)|Bourgenbresse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klosterbau in Auvergne-Rhône-Alpes|Brou]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Bourg-en-Bresse|Kloster]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klosterbau in Europa|Brou]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (Département Ain)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Centre des monuments nationaux]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grabstätte der Habsburger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliger Welterbekandidat in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliger Welterbekandidat in Frankreich]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Kiwi4all</name></author>
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