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	<title>Klitten - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Klitten&amp;diff=164374&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;DCB am 15. Juni 2025 um 13:55 Uhr</title>
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		<updated>2025-06-15T13:55:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zum dänischen Fußballspieler siehe [[Lukas Klitten]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil               = Klitten&lt;br /&gt;
| Alternativname         = {{lang|hsb|Klětno}}&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Boxberg/O.L.&lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 51/21/00/N&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 14/36/00/E&lt;br /&gt;
| Bundesland             = Sachsen&lt;br /&gt;
| Höhe                   = 134&lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug             = DE-NN&lt;br /&gt;
| Fläche                 = 5.289 &amp;lt;!-- Stand 1931 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Einwohner              = 459&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2020-11-30&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;lt;ref&amp;gt;[https://boxberg-ol.de/de/boxberg-ortsteile/ortsteile/klitten.html &amp;#039;&amp;#039;Ortsteile – Klitten.&amp;#039;&amp;#039;] Gemeinde Boxberg/O.L., abgerufen am 27. März 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 2009-02-01&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 02943&lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 035895&lt;br /&gt;
| Lagekarte              = &lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Klitten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, {{OrtsnSorb|hsb|Klětno|Audio=Klětno.ogg}}, ist ein Ortsteil der sächsischen Gemeinde [[Boxberg/O.L.]] im [[Landkreis Görlitz]]. Bekannt ist das Dorf im [[Sorbisches Siedlungsgebiet|sorbischen Siedlungsgebiet]] mit etwa 500 Einwohnern für seine zwei evangelischen Kirchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Klittener Kirchspiel hat sich die [[Klittener Tracht]] herausgebildet, die eine eigenständige [[sorbische Tracht]] darstellt. Inzwischen wird sie als [[Truhentracht]] nur noch zu besonderen Anlässen getragen. Im ursprünglich rein sorbischen Dorf wurde ein obersorbischer Heidedialekt gesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Klitten liegt im südöstlichen Teil der Gemeinde im [[Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft]] und bildet mit dem westlich angrenzenden Ort [[Jahmen]] sowie dem südlich angrenzenden Ort [[Klein-Oelsa]] eine geschlossene Siedlung. Umgebende Ortschaften sind [[Dürrbach (Boxberg)|Dürrbach]] im Norden, [[Klein-Radisch]] im Osten, [[Tauer (Boxberg)|Tauer]] und [[Zimpel (Boxberg)|Zimpel]] im Südosten sowie [[Kaschel]] im Südwesten. Größere Dörfer sind [[Boxberg (Oberlausitz)|Boxberg]] im Norden, [[Reichwalde]] im Nordosten, [[Kreba]] im Osten, [[Mücka]] im Südosten und [[Uhyst (Boxberg)|Uhyst]] im Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bahnhof Klitten an der [[Bahnstrecke Węgliniec–Roßlau]] liegt im benachbarten Ortsteil Jahmen. Hier verkehrt die Linie OE&amp;amp;nbsp;64 (Hoyerswerda–Görlitz) alle zwei Stunden als &amp;#039;&amp;#039;Seenland-Neisse-Shuttle&amp;#039;&amp;#039;. Nordwestlich des Ortes liegt der [[Bärwalder See]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klitten zeigt die Siedlungsform [[Gassengruppendorf]] und als Gemarkung eine [[Gelängeflur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Klětno – Ewangelska cyrkej 2.jpg|mini|[[Kirche Klitten|Evangelische Kirche]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Klitten - evangelische Kirche der Altlutheraner.jpg|mini|Evangelisch-Lutherische St.-Johannes-Kirche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ortsgeschichte ===&lt;br /&gt;
Archäologische Funde in der Gemarkung belegen eine Besiedlung in der [[Jungsteinzeit]], der [[Bronzezeit|Bronze-]] sowie der frühen [[Eisenzeit]]. Nach der [[Völkerwanderung]] und der Ansiedlung slawischer Stämme in der Lausitz erfolgte 1390 eine erste urkundliche Erwähnung unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Cletin&amp;#039;&amp;#039; im Görlitzer Stadtbuch &amp;#039;&amp;#039;Liber actorum&amp;#039;&amp;#039; (1389–1413).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Menzel&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Steffen Menzel |Titel=Neue Erkenntnisse zu Ersterwähnungen Oberlausitzer Ortschaften. |Sammelwerk=Neues Lausitzisches Magazin |Nummer=137 |Datum=2015 |Seiten=148}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kirche waren ursprünglich die Kirchen von [[Merzdorf (Oberlausitz)|Merzdorf]] und [[Reichwalde]] als [[Filialkirche]]n unterstellt. Die [[Reformation]] hielt 1555 Einzug, im gleichen Jahr kam es zu baulichen Veränderungen und Erweiterungen an der Kirche. Bereits Mitte des 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts gehörte Klitten zum Rittergut [[Jahmen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] (1618–1648) hielten sich 1637 über längere Zeit schwedische Truppen in Klitten auf, die das Dorf plünderten und Feuer legten. Am 6.&amp;amp;nbsp;Juli 1689 &amp;lt;!-- Schmiede und 10 Höfe einschließlich Schule --&amp;gt;sowie am 19.&amp;amp;nbsp;März 1802 zerstörten Großbrände weite Teile des Dorfes. Zum Brand 1802 findet sich im Klittener Gerichtsbuch ein Eintrag:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=1802 den 19. Mart. Nachmittags 3&amp;amp;nbsp;Uhr entstand bei dem Ganzbauern Handrick aus Verwahrlaßung des alten Bauer Handricks Gedinge Mannes, durchs Kien Räuchern auf den Garten, am Schuppen ein Brand, wodurch die drey Gantz Bauern Handrick, Noack, Basde, die Vier Halbbauern Brade, Drusche, Pettrick, Loocke, drei Dresch Häußler-Nahrungen Voigt, Poslantz, Borbasky, ingleichen 5 Freihäußlernahrung Domaschk, Scholte, und Richter-ische frei iezo Mahns Hauß, nebst dessen Ehe Weibe, Bridde, Fr.&amp;amp;nbsp;Häußl. Lockes, ein gäntzlicher Raub der Flammen wurden.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach Alpermann: &amp;#039;&amp;#039;Höfe und Bauern in Klitten (seit 1588)&amp;#039;&amp;#039;, S. 9.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&amp;lt;!-- weitere Brände: 29. März 1757--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den [[Befreiungskriege]]n, in denen das [[Königreich Sachsen]] an französischer Seite kämpfte, lag Klitten in dem Teil der [[Oberlausitz]], der 1815 an [[Preußen]] abgetreten werden musste. Im Folgejahr wurde Klitten in der [[Provinz Schlesien]] dem neu gegründeten [[Landkreis Rothenburg (Ob.&amp;amp;nbsp;Laus.)]] zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Pfarrer [[Jan Kilian]] schlossen sich 1854 etwa 200 sorbische Lutheraner aus Klitten, Jahmen und anderen Orten der Oberlausitz an, die nach Texas (zumeist nach [[Serbin]]) auswanderten. Dort gründeten sie mit anderen [[Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche|Altlutheranern]] die [[Missouri-Synode|Lutherische Kirche Missouri-Synode]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Bau der [[Bahnstrecke Węgliniec–Falkenberg/Elster|Bahnstrecke Kohlfurt–Falkenberg (Elster)]] erhielt Klitten 1871 einen Bahnanschluss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinden Jahmen, Kaschel und Klein-Oelsa (seit 1936 &amp;#039;&amp;#039;Oelbrück&amp;#039;&amp;#039;) wurden am 1. April 1938 nach Klitten eingemeindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] kamen im April 1945 die Kampfhandlungen nach Klitten. Nach dem Oder- und Neißeübertritt der [[1. Ukrainische Front|1.&amp;amp;nbsp;Ukrainischen Front]] am 16.&amp;amp;nbsp;April waren die Truppen der [[5. Gardearmee (Rote Armee)|5.&amp;amp;nbsp;Gardearmee]] sowie der [[2. Polnische Armee|2.&amp;amp;nbsp;Polnischen Armee]] am 19.&amp;amp;nbsp;April bei Klitten. Durch einen Vorstoß von [[Wehrmacht]]struppen am 21.&amp;amp;nbsp;April kam es zu Kampfhandlungen, bei denen die [[Kirche Klitten|evangelische Kirche]] am 29.&amp;amp;nbsp;April niederbrannte. Die Kirche der Altlutheraner erhielt zwar ebenfalls einige Treffer, wurde aber kaum beschädigt und nach dem Krieg rasch wieder aufgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde vergrößerte sich 1973 um Dürrbach, Klein-Radisch und [[Zimpel-Tauer]] und war damit im [[Kreis Niesky]] die Gemeinde mit den meisten Ortsteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-1990-0120-035, Klitten, Demonstration gegen Tagebau.jpg|mini|Demonstration im Januar 1990 gegen den Ortsabbruch Klittens]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den [[Tagebau Bärwalde]] wurde 1988 die Siedlung [[Jasua]] abgebrochen, ein Großteil der Gemeinde sollte folgen. Gegen Ende der achtziger Jahre begannen die Einwohner unter Mithilfe der beiden Kirchen gegen die Devastierung des Ortes zu protestieren. Das einsetzende energiepolitische Umdenken in den frühen [[Wende (DDR)|Nachwendejahren]] sowie gesteigerte Proteste der Klittener Bevölkerung resultierten 1991 in einer [[Stundung]] des Tagebaus. Die Braunkohleförderung wurde 1992 eingestellt, was auch für Klittener den Verlust des Arbeitsplatzes zur Folge hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 1994 wurde der [[Verwaltungsverband Heidedörfer]] mit Sitz in Klitten gegründet. Nach seiner Auflösung im Dezember 1999 trat Klitten der [[Verwaltungsgemeinschaft Boxberg/O.L.]] bei. Im Juni 2008 sprachen sich die Gemeinderäte Boxbergs und Klittens für eine Eingliederung Klittens nach Boxberg aus, die am 1. Februar 2009 vollzogen werden konnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DESTATIS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bevölkerungsentwicklung ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot;&lt;br /&gt;
! rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;| Jahr ||colspan=2| Einwohner&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Ort !! Gemeinde&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1825&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heimatbuch NOL&amp;quot; /&amp;gt;||align=right| 294 ||align=right| 294&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1863 ||align=right| 382 ||align=right| 382&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1871&amp;lt;ref name=&amp;quot;HOV&amp;quot; /&amp;gt;||align=right| 405 ||align=right| 405&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1885 ||align=right| 433 ||align=right| 433&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1905 ||align=right| 408 ||align=right| 408&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1919 ||align=right| 506 ||align=right| 506&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1925 ||align=right| 554 ||align=right| 554&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1939 ||  ||align=right| 1263&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1946 ||  ||align=right| 1725&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1950 ||  ||align=right| 1777&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1964 ||  ||align=right| 1688&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1971 ||  ||align=right| 1627&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1988 ||  ||align=right| 1581&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1990 ||  ||align=right| 1493&lt;br /&gt;
|- &amp;lt;!-- --- Hier ist nicht klar, ob Klitten mit oder ohne Klein-Oelsa (erst seit 2003 wieder ein Ortsteil) aufgeführt wird.&lt;br /&gt;
| 1999 ||align=right| 760 ||align=right|&lt;br /&gt;
|- --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| 2002 ||  ||align=right| 1491&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2008&amp;lt;ref&amp;gt;Meldeamt Boxberg&amp;lt;/ref&amp;gt; ||align=right| 526 ||align=right| 1377&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Jahr !! Bauern&amp;lt;br /&amp;gt;([[Hufner|besessene Mann]]) !! [[Gärtner#Der Gärtner als Kleinbauer|Gärtner]] !! [[Häusler]] !! insgesamt&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| 1588&amp;lt;ref name=&amp;quot;Höfe und Bauern&amp;quot; /&amp;gt;|| 14 || 3 || 6 || 23&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| 1600&amp;lt;ref name=&amp;quot;WuH&amp;quot; /&amp;gt;|| 12 || 4 || 3 || 19&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| 1647&amp;lt;ref name=&amp;quot;Höfe und Bauern&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; 1657&amp;lt;ref name=&amp;quot;WuH&amp;quot; /&amp;gt;|| {{0}}9 || 4 || 3 || 16&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| 1741&amp;lt;ref name=&amp;quot;Höfe und Bauern&amp;quot; /&amp;gt;|| 11 || 4 || 17 || 32&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| 1777&amp;lt;ref name=&amp;quot;HOV&amp;quot; /&amp;gt;|| 13 || 4 || 20 || 37&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
| 1807/13&amp;lt;ref name=&amp;quot;WuH&amp;quot; /&amp;gt;|| {{0}}8 || 3 || 20 || 31&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Aufteilung des Güterkomplexes des Hieronymus [[Nostitz (Adelsgeschlecht)|von Nostitz]] auf [[Guttau]] auf seine fünf Söhne werden in der Teilungsurkunde 1588 für Klitten zwei [[Lehnbauer]]n, fünf Ganz- und sieben [[Halbbauer]]n, insgesamt 14 besessene Mann, sowie drei Gartennahrungsbesitzer und sechs Häusler genannt. In den folgenden Jahren fiel die Zahl der Wirte von 23 auf 19 (1600). Ein weiterer Bevölkerungsrückgang ist durch die Ereignisse des Dreißigjährigen Krieges spürbar, bei der Landeserhebung&amp;lt;!-- Landesexamination --&amp;gt; von 1647 wurden nur noch fünf Ganz- und vier Halbbauern, vier Gärtner und drei Häusler genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb eines knappen Jahrhunderts konnte sich das Dorf erholen und weiter wachsen, jedoch auf Kosten der Sozialstruktur. So wurden im [[Urbar (Verzeichnis)|Urbarium]] der Herrschaft Jahmen 1741 zwar wieder sieben Halbbauern genannt, dafür waren nur noch vier Ganzbauern verzeichnet, und wie schon 1647 werden keine Lehnmänner aufgeführt (insgesamt elf besessene Mann). Die Zahl der Gärtner ist unverändert, die der Häusler auf 17 angestiegen. Die Anzahl der Wirtschaften hatte sich von 1647 bis 1741 von 16 auf 32 verdoppelt. Bei der Landesexamination im Jahr 1777 wurden zwei zusätzliche Bauern- sowie drei weitere Häuslerstellen genannt. Bis in die Zeit der [[Befreiungskriege]] sank die Zahl der Bauern um sechs sowie der Gärtner auf drei, was zum Teil auf den Brand von 1802 zurückzuführen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der ersten Bevölkerungserhebung, bei der nicht die steuerpflichtigen Wirtschaften gezählt wurden, sondern jeder Einwohner als gleichwertig von Interesse war, wurden in Klitten 294&amp;amp;nbsp;Einwohner im Jahr 1825 gezählt. Innerhalb der nächsten 100 Jahre verdoppelte sich die Einwohnerzahl nahezu und erreichte 1925 einen Stand von 554.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Eingemeindung von Jahmen, Kaschel und Klein-Oelsa stieg die Einwohnerzahl der vier Orte von 1176 im Dezember 1885 auf 1263 im Mai 1939. Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] stieg die Einwohnerzahl durch Flüchtlinge und Vertriebene aus den ehemals deutschen Ostgebieten weiter an, so dass die Einwohnerzahl 1950 rund 40 % über dem Stand von 1939 lag. Innerhalb der nächsten 20 Jahre fiel die Zahl von 1777 auf 1627 Einwohner ab, und trotz der Eingemeindung von Dürrbach, Klein-Radisch und Zimpel-Tauer lag die Zahl 1990 bereits unter 1500. Bis 2008 reduzierte sich die Einwohnerzahl in der Gemeinde um etwa 120 auf 1377.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch im 19. Jahrhundert war die Bevölkerung überwiegend sorbisch. Im Jahr 1863 waren laut amtlichen Zahlen 269 der 382 Einwohner [[Sorben]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heimatbuch NOL&amp;quot; /&amp;gt; um 1880 ermittelte [[Arnošt Muka|Muka]] 353 Sorben unter 440 Einwohnern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Muka&amp;quot; /&amp;gt; Dies entspricht einem sorbischen Bevölkerungsanteil von 70,4 % (1863) beziehungsweise 80,2 % (1884). Der Sprachwechsel zum Deutschen erfolgte überwiegend in der ersten Hälfte des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts. So ermittelte [[Ernst Tschernik]] 1956 in der Gemeinde Klitten einen sorbischsprachigen Bevölkerungsanteil von nur noch 15,7 %.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Ludwig Elle]] |Titel=Sprachenpolitik in der Lausitz |Verlag=Domowina-Verlag |Ort=Bautzen |Datum=1995 |Seiten=254}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Heute ist die Sprache aus dem Ortsalltag weitgehend verschwunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ortsname ===&lt;br /&gt;
Der Ortsname entwickelte sich von &amp;#039;&amp;#039;Cleten&amp;#039;&amp;#039; (1396, 1421) über &amp;#039;&amp;#039;Kletin&amp;#039;&amp;#039; (1399) und &amp;#039;&amp;#039;Clethen&amp;#039;&amp;#039; (1511) zum heute gängigen Namen &amp;#039;&amp;#039;Klitten&amp;#039;&amp;#039; (1703). Der sorbische Name ist 1767 in [[Christian Knauthe]]s &amp;#039;&amp;#039;Derer Oberlausitzer Sorbenwenden umständliche Kirchengeschichte&amp;#039;&amp;#039; als &amp;#039;&amp;#039;{{lang|hsb|Kljetno}}&amp;#039;&amp;#039; nachgewiesen. Die Form mit &amp;#039;&amp;#039;-je-&amp;#039;&amp;#039; wird noch 1835 verwendet, während sich 1885 bereits der Wandel zu &amp;#039;&amp;#039;-[[ě]]-&amp;#039;&amp;#039; in der heute gültigen Schreibweise &amp;#039;&amp;#039;{{lang|hsb|Klětno}}&amp;#039;&amp;#039; vollzogen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Jan Meschgang]] leitete den Namen vom altsorbischen &amp;#039;&amp;#039;{{lang|wen|klět}}&amp;#039;&amp;#039; als &amp;#039;&amp;#039;eine Siedlung aus Holzhütten&amp;#039;&amp;#039; ab, hielt aber auch &amp;#039;&amp;#039;{{lang|wen|klětka}}&amp;#039;&amp;#039; für &amp;#039;&amp;#039;ein Vogelbauerdorf mit Fangkäfigen für Vögel&amp;#039;&amp;#039; als Namensursprung für möglich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Meschgang&amp;quot; /&amp;gt; [[Ernst Eichler (Linguist)|Ernst Eichler]] führte übereinstimmend das altsorbische Wort {{lang|wen|Klět´no}} zu &amp;#039;&amp;#039;{{lang|wen|klět´}}&amp;#039;&amp;#039; ‘Vorratskammer, Lehmhütte’ an und erwähnte vergleichend &amp;#039;&amp;#039;{{lang|wen|klětka}}&amp;#039;&amp;#039; ‘Käfig für Vögel, für wilde Tiere’.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Eichler,Walther&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenkstätten ==&lt;br /&gt;
Grabstätten und ein Gedenkstein auf dem Friedhof von Klitten erinnern an sieben unbekannte [[Konzentrationslager|KZ-Häftlinge]], die im Frühjahr 1945 ermordet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Walter Bodenthal]] (1892–1988), Maler und Grafiker; geboren in Klitten&lt;br /&gt;
* [[Heinz Roy]] (&amp;#039;&amp;#039;Hinc Roj&amp;#039;&amp;#039;; 1927–2019), Komponist; wohnte in Klitten, dort auch Schuldirektor und Bürgermeister&lt;br /&gt;
* [[Reinhard Roy]] (* 1948), Maler und Bildhauer; geboren in Klitten&lt;br /&gt;
* [[Hartmut Ulbricht]] (* 1950), Politiker (CDU), MdL, Staatssekretär; geboren in Klitten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und weiterführende Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Titel=Von der Muskauer Heide zum Rotstein. Heimatbuch des Niederschlesischen Oberlausitzkreises |Verlag=Lusatia Verlag |Ort=Bautzen |Datum=2006 |ISBN=978-3-929091-96-0 |Seiten=273 f}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Robert Pohl (Heimatforscher)|Robert Pohl]] |Titel=Heimatbuch des Kreises Rothenburg O.-L. für Schule und Haus |Verlag=Buchdruckerei Emil Hampel |Ort=Weißwasser O.-L. |Datum=1924 |Seiten=234 ff}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Georg Alpermann |Titel=Höfe und Bauern in Klitten (seit 1588) |Reihe=Deutsche Ortssippenbücher |BandReihe=18 |Verlag=Deutsche Arbeitsgemeinschaft genealogischer Verbände |Ort=Frankfurt am Main |Datum=1959}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Titel=Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft. Eine landeskundliche Bestandsaufnahme im Raum Lohsa, Klitten, Großdubrau und Baruth |Sammelwerk=[[Werte der deutschen Heimat]] |Band=67 |Verlag=Böhlau |Ort=Köln |Datum=2005 |ISBN=3-412-08903-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Klitten/Klětno}}&lt;br /&gt;
* [https://boxberg-ol.de/index.php?menuid=45 Gemeinde Boxberg/O.L. – Ortsteil Klitten]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;DESTATIS&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.destatis.de/DE/Themen/Laender-Regionen/Regionales/Gemeindeverzeichnis/Namens-Grenz-Aenderung/2009-januar-dezmber.html StBA: Gebietsänderungen vom 2. Januar bis 31. Dezember 2009]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heimatbuch NOL&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Von der Muskauer Heide zum Rotstein&amp;#039;&amp;#039;, S. 273.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;HOV&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{HOV}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Höfe und Bauern&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alpermann: &amp;#039;&amp;#039;Höfe und Bauern in Klitten (seit 1588)&amp;#039;&amp;#039;, S. 1.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;WuH&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Werte der deutschen Heimat, Band 67, Seiten 391–398.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Muka&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur |Autor=Ernst Tschernik |Titel=Die Entwicklung der sorbischen Landbevölkerung |Sammelwerk=Deutsche Akademie der Wissenschaften zu Berlin – Veröffentlichungen des Instituts für Slawistik |Band=4 |Verlag=Akademie-Verlag |Ort=Berlin |Datum=1954 |Seiten=118}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Meschgang&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur |Autor=Jan Meschgang |Titel=Die Ortsnamen der Oberlausitz |TitelErg=bearbeitet von Ernst Eichler |Auflage=2. |Verlag=Domowina-Verlag |Ort=Bautzen |Datum=1979 |Seiten=64}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Eichler,Walther&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur |Autor=[[Ernst Eichler (Linguist)|Ernst Eichler]], [[Hans Walther (Onomastiker)|Hans Walther]] |Titel=Ortsnamenbuch der Oberlausitz – Studien zur Toponymie der Kreise Bautzen, Bischofswerda, Görlitz, Hoyerswerda, Kamenz, Löbau, Niesky, Senftenberg, Weißwasser und Zittau. I Namenbuch |Sammelwerk=Deutsch-slawische Forschungen zur Namenkunde und Siedlungsgeschichte |Band=28 |Verlag=Akademie-Verlag |Ort=Berlin |Datum=1975 |Seiten=128}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortschaften in der Gemeinde Boxberg/O.L.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4031203-3|VIAF=239436724}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in der Oberlausitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Görlitz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Görlitz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Boxberg/O.L.)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1390]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 2009]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Ortsname slawischer Herkunft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;DCB</name></author>
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