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	<title>Klickertraining - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T06:01:31Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Klickertraining&amp;diff=345685&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;ChantalScriba: Abschnitte recherchiert, leicht abgeändert und entsprechende Quellen eingefügt. Es wurden noch nicht alle markierten Abschnitte belegt.</title>
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		<updated>2026-03-30T15:51:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Abschnitte recherchiert, leicht abgeändert und entsprechende Quellen eingefügt. Es wurden noch nicht alle markierten Abschnitte belegt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{QS-Psychologie}}&lt;br /&gt;
[[Datei:ClickersFxwb.jpg|miniatur|Verschiedene Klicker]]&lt;br /&gt;
[[Datei:D-Day cricket.ogg|miniatur|Geräusch eines Klickers]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Klickertraining&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet eine Methode der Verhaltensbeeinflussung (oder Ausbildung) von Tieren. Mit Hilfe eines &amp;#039;&amp;#039;Klickers&amp;#039;&amp;#039; (eines Geräts, das ein [[Akustik|akustisches]] Signal oder Geräusch in Form eines „Klicks“ erzeugt) werden erwünschte Verhaltensweisen [[Verstärkung (Psychologie)|verstärkt]]. Aus wissenschaftlicher Sicht fällt das Klickertraining bei systematischer Verwendung des Klickers als [[Konditionierung|konditioniertem]], sekundärem [[Verstärker (Psychologie)|Verstärker]] unter die [[Instrumentelle und operante Konditionierung|operante Konditionierung]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Karen Pryor |Titel=Don&amp;#039;t Shoot the Dog! The New Art of Teaching and Training |Verlag=Ringpress |Datum=2006 |ISBN=978-1-86054-238-1 |Seiten=70 ff.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Training mit einem sekundärem Verstärker wie einem Klicker ist mit verschiedenen Tierarten möglich. Es wird unter anderem bei [[Haustier]]en wie [[Haushund|Hund]] und [[Hauskatze|Katze]] eingesetzt, aber auch bei [[Pferde]]n,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.cavallo.de/reittraining/so-klappt-der-einstieg-ins-clickertraining-mit-pferden/ So klappt der Einstieg ins Clickertraining mit Pferden], Nadine Szymanski, Cavallo, 7. Februar 2020&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Vögel]]n, [[Rinder|Rindern]], [[Ziegen]] und [[Fische|Fischen]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Nicole Pfaller-Sadovsky, Camilo Hurtado-Parrado, Daniela Cardillo, Lucia G. Medina, Susan G. Friedman |url=https://www.mdpi.com/2076-2615/10/10/1757 |titel=What’s in a Click? The Efficacy of Conditioned Reinforcement in Applied Animal Training: A Systematic Review and Meta-Analysis |werk=Animals 10(10), 1757 |hrsg=MDPI |datum=2020-09-28 |sprache=en |abruf=2026-03-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundlagen ==&lt;br /&gt;
Klickertraining basiert auf den Prinzipien der verhaltenswissenschaftlich begründeten [[Operante Konditionierung|Operanten Konditionierung]], wie sie von [[Burrhus Frederic Skinner|B. F. Skinner]] beschrieben wurden, und wird durch Prozesse der [[Klassische Konditionierung|Klassischen Konditionierung]] nach [[Iwan Petrowitsch Pawlow|Pawlow]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pawlow&amp;quot;&amp;gt;[[Iwan Petrowitsch Pawlow|Pawlow, Iwan Petrowitsch]]: &amp;#039;&amp;#039;Die bedingten Reflexe: eine Auswahl aus dem Gesamtwerk&amp;#039;&amp;#039;, Kindler, München, 1972, ISBN 3-463-00519-0&amp;lt;/ref&amp;gt; vorbereitet. .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der operanten Konditionierung wird Verhalten durch seine Konsequenzen beeinflusst: Verhaltensweisen, auf die eine für das Tier positive Konsequenz folgt, treten mit höherer Wahrscheinlichkeit erneut auf. Dieses Prinzip entspricht dem „law of effect“ nach [[Edward Lee Thorndike|Thorndike]] (1898), wonach Handlungen, die zu befriedigenden Ergebnissen führen, verstärkt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=E.L. Thorndike |Titel=Animal intelligence: An experimental study of the associative processes in animals. |Sammelwerk=The Psychological Review: Monograph Supplements |Band=2(4), i–109 |Datum=1898 |DOI=10.1037/h0092987}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Psychologie wird dieser Mechanismus als [[Verstärkung (Psychologie)|Verstärkung]] bezeichnet. Genauer fällt Klickertraining unter den Prozess der „Positiven Verstärkung&amp;quot;, bei der ein Stimulus, etwas angenehmes für das Tier oder die Person, auf ein Verhalten folgt und dadurch die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Auftretens des Verhaltens verstärkt wird. Der Stimulus, etwa Nahrung, Spielzeug oder soziale Zuwendung, fungiert dabei als Verstärker des Verhaltens.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=W.D. Pierce, C.D. Cheney |Titel=Behavior Analysis and Learning: A Biobehavioral Approach |Auflage=6 |Verlag=Routledge |Ort=New York / Oxon |Datum=2017 |ISBN=978-1-138-89858-5 |Seiten=102 f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben diesen primären Verstärkern spielen im Training auch sogenannte sekundäre Verstärker eine zentrale Rolle. Diese entstehen, wenn ein ursprünglich neutraler Reiz wiederholt mit einem primären Verstärker gekoppelt wird und dadurch selbst eine verstärkende Wirkung erhält. Im Klickertraining ist der Klicker ein solcher sekundärer Verstärker.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Versuche mit Hunden&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Rachel J. Gilchrist, Lisa M. Gunter, Samantha F. Anderson, Clive D.L. Wynne |Titel=The click is not the trick: the efficacy of clickers and other reinforcement methods in training naïve dogs to perform new tasks |Sammelwerk=PeerJ |Band=9 |Datum=2021-02-22 |ISSN=2167-8359 |DOI=10.7717/peerj.10881 |PMC=7906040 |PMID=33665026 |Seiten=e10881 |Online=https://peerj.com/articles/10881 |Abruf=2021-10-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und Pferden&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=J.L. Williams, T.H. Friend, C.H. Nevill, G.Archer |Titel=The efficacy of a secondary reinforcer (clicker) during acquisition and extinction of an operant task in horses |Sammelwerk=Applied Animal Behaviour Science |Band=Volume 88 |Nummer=Issue 3-4 |Datum=2004-10 |Seiten=331-341}}&amp;lt;/ref&amp;gt; legen nahe, dass weder primäre noch sekundäre Verstärker eine signifikant höhere Wirksamkeit zeigen. Der Klicker ist nur eine der akustischen Möglichkeiten der operanten Konditionierung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Cinzia Chiandetti, Silvia Avella, Erica Fongaro, Francesco Cerri |Titel=Can clicker training facilitate conditioning in dogs? |Sammelwerk=Applied Animal Behaviour Science |Band=184 |Datum=2016-11-01 |ISSN=0168-1591 |DOI=10.1016/j.applanim.2016.08.006 |Seiten=109–116 |Online=https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0168159116302386 |Abruf=2021-10-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Klicker ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der „Klicker“ als solcher ist ein Gerät, welches dem Kinderspielzeug „[[Knackfrosch]]“ ähnelt (ein geprägter Stahlblechstreifen, montiert in ein Gehäuse, der beim Biegen ein lautes Knickgeräusch erzeugt). Eine wesentliche Forderung an den Klicker ist es, dass sein Geräusch natürlicherweise in freier Natur (und auch im Umfeld des Menschen) einmalig ist und von sich aus nicht mit einer Bedeutung für das Tier verbunden ist. Diese Bedingungen werden vom Klicker ideal erfüllt. Ebenso ist eine gewisse Auffälligkeit und Lautstärke erforderlich, damit das Tier das Geräusch klar wahrnehmen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Tieren mit eingeschränktem oder fehlendem Hörvermögen kann ein akustischer Marker wie der Klicker nicht eingesetzt werden. In solchen Fällen werden stattdessen visuelle Markersignale verwendet, die funktional die gleichen Eigenschaften erfüllen, etwa ein kurzer Lichtimpuls oder ein spezifisches Handzeichen. Entscheidend ist dabei, dass das Signal konsequent eingesetzt und durch Kopplung mit einem primären Verstärker zu einem konditionierten Verstärker aufgebaut wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Durchführung ==&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen|1=|2=Die Angabe des Verknüpfungszeitfensters &amp;quot;0,48 bis 0,7 Sekunden&amp;quot;}}&lt;br /&gt;
Wesentlich für den Lernerfolg mithilfe der positiven Verstärkung ist, dass das Tier die Konsequenz seines Verhaltens innerhalb eines möglichst kurzen Zeitraumes erfährt, damit der Zusammenhang zwischen Verhalten und Stimulus (die Verknüpfung) deutlich ist. Das optimale Verknüpfungszeitfenster für Hunde liegt beispielsweise bei unter 0,5 Sekunden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Mariko Yamamoto, Takefumi Kikusui, Mitsuaki Ohta |Titel=Influence of delayed timing of owners&amp;#039; actions on the behaviors of their dogs, Canis familiaris |Sammelwerk=Journal of Veterinary Behavior |Band=Volume 4 |Nummer=Issue 1 |Datum=2009-01 |DOI=10.1016/j.jveb.2008.08.006 |Seiten=11-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Klick als sekundärer Verstärker sollte ebenfalls in diesem Zeitfenster erfolgen. Er ist selbst zwar keine Belohnung, aber ein Markierungssignal für den präzisen Moment des gezeigten Verhaltens, das folgend durch einen primären Verstärker belohnt wird. Der Klick wird dabei neben Markierungssignal auch als &amp;#039;&amp;#039;bridging signal&amp;#039;&amp;#039; genutzt. Das Signal soll den Zeitraum von der Markierung des Verhaltens bis zur Belohnung überbrücken.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Lynna C. Feng, Tiffanii J. Howell, Pauleen C. Bennett |Titel=How clicker training works: Comparing Reinforcing, Marking, and&lt;br /&gt;
Bridging Hypotheses |Sammelwerk=Applied Animal Behaviour Science |Band=181 |DOI=10.1016/j.applanim.2016.05.012 |Seiten=34-40}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Geräusch des Klickers ist für das Tier zunächst bedeutungslos. Wird der Klicker &amp;#039;&amp;#039;unmittelbar&amp;#039;&amp;#039; vor der Gabe einer kleinen Futtermenge betätigt, lernt das Tier nach einigen Wiederholungen, dass der Klicker Futter ankündigt (Klassische Konditionierung). Somit wird aus einem bisher „neutralen Reiz“ ein „bedingter Reiz“, der ankündigt, dass ein Bedürfnis (nach Futter) befriedigt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Klicker erzeugt ein Geräusch (&amp;#039;&amp;#039;Reiz&amp;#039;&amp;#039;), das im üblichen Umfeld des Tieres nicht vorkommt und auch nicht zufällig auftreten kann. Der Klicker lässt sich „punktgenau“ betätigen, so dass das Verknüpfungszeitfenster eingehalten werden kann. Er ist, im Gegensatz zur Stimme des Ausbilders, frei von dessen Emotionen und Stimmungen und immer gleich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedes Gerät, das diese Bedingungen erfüllt, kann als „Klicker“ verwendet werden, also auch eine Pfeife oder ein Fotoblitzgerät bei Tieren ohne Gehör. Der Klicker in der Art des „Knackfrosches“ ist jedoch das am häufigsten eingesetzte Gerät.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Hausschwein]]e fangen üblicherweise vor der Fütterungszeit zu schreien an, sobald jemand den Stall betritt (beispielsweise um auszumisten). Gewöhnt man die Tiere daran, dass beim Füttern eine Klingel ertönt, also dass es nur Futter gibt, wenn die Klingel ertönt, haben die im Stall Arbeitenden mehr Ruhe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trainingsmöglichkeiten ==&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen|1=Steht im Widerspruch zu Abschnitt &amp;quot;Was Klicker und Klickertraining nicht sind&amp;quot;: ... sind keine Mittel, ein nicht ausgelastetes oder “gelangweiltes” Tier zu “beschäftigen” |2=Klickertraining als Beschäftigung&amp;quot;}}&lt;br /&gt;
* Das Tier zeigt zufällig ein bestimmtes Verhalten. Der Trainer wartet den Augenblick ab, in dem das Verhalten auftritt, und „belohnt“ es mit einem Klicken (man nennt diesen Vorgang auch &amp;#039;&amp;#039;capturing&amp;#039;&amp;#039;, d.&amp;amp;nbsp;h. einfangen).&lt;br /&gt;
* Durch Hilfen/Anleitung und/oder situativen Zwang (das Tier kann in dieser Situation sich nur in bestimmter Weise verhalten) erzeugtes Verhalten wird mit Klicken belohnt.&lt;br /&gt;
* Ansätze zu einem Verhalten werden belohnt und die Annäherung an das Trainingsziel (ein bestimmtes Verhalten, das das Tier momentan noch nicht zeigt) ausgearbeitet (&amp;#039;&amp;#039;shaping&amp;#039;&amp;#039; = Formung).&lt;br /&gt;
* Eine Aneinanderreihung von Einzelverhaltensweisen (&amp;#039;&amp;#039;chaining&amp;#039;&amp;#039; = Verkettung) erzeugt eine komplexe Verhaltenskette. Hierbei wird jeder Einzelschritt (jedes einzelne Verhalten) zum Auslöser (&amp;#039;&amp;#039;Trigger&amp;#039;&amp;#039;) von weiteren Verhaltensweisen, die das Tier zu einem festgelegten Ziel führen.&lt;br /&gt;
* Beim [[Targettraining]] wird das Tier dazu gebracht, mit dem Kopf (oder der Nase) einem &amp;#039;&amp;#039;Target-Stick&amp;#039;&amp;#039; (= Zeigestock, auch nur &amp;#039;&amp;#039;Target&amp;#039;&amp;#039; genannt) zu folgen. Ist dieses Verhalten gelernt, kann man das Tier nun wie an einer &amp;#039;&amp;#039;Leine&amp;#039;&amp;#039; führen und/oder zu weiteren Aktionen veranlassen.&lt;br /&gt;
* Klickertraining als Beschäftigung (&amp;#039;&amp;#039;Enrichment&amp;#039;&amp;#039;) bei Zoo- und Zirkustieren: Wenn die Erreichung eines bestimmten Ausbildungszieles nicht im Vordergrund steht, ist Klickertraining gut geeignet, mit dem Tier zu „spielen“, um es so physisch und psychisch auszulasten. Dies ist besonders relevant bei Heim-, Zoo- und Zirkustieren, deren Umwelt nicht genügend Anregungen für eine artgerechte Haltung bietet.&lt;br /&gt;
* Klickertraining wird bei Zootieren auch gerne für das &amp;#039;&amp;#039;medical-training&amp;#039;&amp;#039; verwendet. Hierbei wird das Tier an notwendige Untersuchungen durch einen Tierarzt gewöhnt. Dadurch kann meistens auf eine [[Sedierung]] oder [[Narkose]] mit ihren Risiken verzichtet werden. Weiterhin sind die Handlungen des Tierarztes mit deutlich weniger [[Stress]] für das Tier verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einschränkungen ==&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen|1=Siehe Diskussionsseite|2=Die folgenden Absätze|Plural=1}}&lt;br /&gt;
Klickertraining ist nicht geeignet, einem Tier unerwünschtes Verhalten abzugewöhnen. Unerwünschtes Verhalten lässt sich nur durch „[[Extinktion (Psychologie)|Löschung]]“ oder Aufbau eines Alternativverhaltens beseitigen. Unerwünschtes Verhalten kann aber auch mit einem Signal verknüpft werden, so dass das unerwünschte Verhalten nur noch auf ein Zeichen ausgeführt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tiere haben meistens eine niedrige Aufmerksamkeitsspanne von nur ca. zehn bis fünfzehn Minuten. Länger sollten die Trainingseinheiten nicht sein, sonst setzt Überforderung ein. Wenn die Zuordnung für das Tier nicht nachvollziehbar ist (Klickern zum falschen Zeitpunkt, zu spät usw.), kann das Signal an Bedeutung verlieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hunde, die sich sehr an ihren Menschen orientieren und mit dem Klickertraining sehr vertraut sind, sind während des Trainings oft hoch motiviert, gelegentlich fordern sie ihre Bestärkung (welche aus Klick und Belohnung besteht) durch unerwünschtes Bellen oder Zeigen von bereits erlernten Verhaltensweisen, die der Trainer in diesem Moment nicht sehen möchte, ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Forschungen bei Yucatan Miniatur Schweinen (&amp;#039;&amp;#039;Sus scrofa domesticus&amp;#039;&amp;#039;) legen nahe, dass bei reinem Clickertraining die Fähigkeiten der Tiere kognitive Prozesse zu nutzen eingeschränkt sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Pedro Paredes-Ramos, Joanna V. Diaz-Morales, Manuel Espinosa-Palencia, Genaro A. Coria-Avila, Apolo A. Carrasco-Garcia |Titel=Clicker Training Accelerates Learning of Complex Behaviors but Reduces Discriminative Abilities of Yucatan Miniature Pigs |Sammelwerk=Animals |Band=10 |Nummer=6 |Datum=2020-06 |DOI=10.3390/ani10060959 |PMC=7341331 |PMID=32486472 |Seiten=959 |Online=https://www.mdpi.com/2076-2615/10/6/959 |Abruf=2021-10-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Vergleich von Klicker + Lebensmittel Testgruppen zu reinen Lebensmittel Testgruppen zur Verhaltensbeeinflussung, konnte nur in einer von fünf Studien ein schnelleres Lernverhalten durch Klicker nachgewiesen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Lynna C. Feng, Tiffani J. Howell, Pauleen C. Bennett |Titel=How clicker training works: Comparing Reinforcing, Marking, and Bridging Hypotheses |Sammelwerk=Applied Animal Behaviour Science |Band=181 |Datum=2016-08-01 |ISSN=0168-1591 |DOI=10.1016/j.applanim.2016.05.012 |Seiten=34–40 |Online=https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0168159116301393 |Abruf=2021-10-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Klicker ist weder ein “Rufinstrument” noch ein Spielzeug für das Tier. Wird er als solches eingesetzt, verliert er als Hilfsmittel der operanten Konditionierung, als Trainingshilfsmittel und als Mittel zur Verhaltenssteuerung seine Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hebel, Antje: &amp;#039;&amp;#039;Jeder Hund ist anders&amp;#039;&amp;#039;. Individuelles Hundetraining mit oder ohne Clicker, ISBN 978-3-938071-69-4&lt;br /&gt;
* Braun, Martina: &amp;#039;&amp;#039;Clickertraining für Katzen&amp;#039;&amp;#039;. Cadmos-Verlag 2005, ISBN 978-3-86127-124-6&lt;br /&gt;
* Hauschild, Christine (2010): &amp;#039;&amp;#039;Trickschule für Katzen&amp;#039;&amp;#039;. ISBN 978-3-8404-4004-5.&lt;br /&gt;
* Laser, Birgit: &amp;#039;&amp;#039;Clickertraining&amp;#039;&amp;#039;. Cadmos-Verlag, ISBN 3-86127-710-7&lt;br /&gt;
* Pryor, Karen: &amp;#039;&amp;#039;Positiv bestärken – sanft erziehen&amp;#039;&amp;#039;. (Originaltitel: &amp;#039;&amp;#039;Don’t shoot the dog!&amp;#039;&amp;#039;). Kosmos Verlag, ISBN 978-3-440-10629-7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Clicker training|Klickertraining}}&lt;br /&gt;
* Das [https://behavior.org/help-centers/animal-behavior/ Cambridge Center for Behavioral Studies] zum Thema Tiertraining (die theoretische Grundlage des Klickertrainings)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Haustierhaltung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Behaviorismus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;ChantalScriba</name></author>
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