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	<title>Kleruch - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T19:52:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kleruch&amp;diff=85099&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Alepla: /* Athen */</title>
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		<updated>2023-07-02T09:09:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Athen&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:EPMA-6798-6815-12936-IGI(3)1-Salamis clerouchs-2.JPG|mini|Dekret über die Kleruchien auf [[Salamis (Insel)|Salamis]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Map Peloponnesian War 431 BC-de.svg|mini|Athenische Kleruchien]]&lt;br /&gt;
Im [[Antikes Griechenland|klassischen Griechenland]] war ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kleruch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ein Ansiedler, der ein Stück Land, das oft im Krieg erobert worden war, vom Staat in einem [[Losverfahren]] erhielt. Ein solches Landlos hieß &amp;#039;&amp;#039;kleros&amp;#039;&amp;#039;. Kleruchen behielten das [[Bürgerrecht]] ihrer Heimatgemeinde und blieben verpflichtet, an ihre [[Polis]] Steuern zu entrichten und Militärdienst zu leisten. Auf diese Weise gegründete Bürgerkolonien wurden &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kleruchien&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (κληρουχία / klêrouchía) genannt. Eine Kleruchie blieb im Gegensatz zu einer regulären Koloniegründung von der [[Metropole|Mutterstadt]] abhängig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Athen ==&lt;br /&gt;
Die Anfänge des [[Athen|athenischen]] Kleruchien-Systems sind im 6. Jahrhundert v. Chr. mit der Errichtung von Kleruchien in [[Sigeion]] und [[Salamis (Insel)|Salamis]] zu finden.&amp;lt;ref&amp;gt;Moreno: &amp;#039;&amp;#039;Feeding the Democracy&amp;#039;&amp;#039;, S. 140.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Laufe des 5. und 4. Jahrhunderts v. Chr. erfolgte die Ansiedlung von Kleruchen in [[Chalkis]] auf [[Euböa]] (506), auf [[Lemnos]] (um 499), [[Gökçeada|Imbros]] (um 499), [[Skyros]] (476/75), in [[Hestiaia in Euböa|Hestiaia]] auf Euböa (446), auf [[Lesbos]] (427), [[Milos|Melos]] (416/15), [[Samos]] (365/64) und einigen weiteren Ägäisinseln.&amp;lt;ref&amp;gt;Moreno: &amp;#039;&amp;#039;Feeding the Democracy&amp;#039;&amp;#039;, S. 339; Cargill: &amp;#039;&amp;#039;Athenian Settlements&amp;#039;&amp;#039;, S. 1–8, 12–21; Welwei/Ameling: Kleruchoi, hier Sp. 598 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Anlage der Kleruchien ging dabei regelmäßig mit der Vertreibung, Tötung oder Versklavung der Vorbevölkerung einher.&amp;lt;ref&amp;gt;Hdt. 5,77 (Chalkis), Thuk. 1,114,3 (Hestiaia), Thuk. 1,98,1 f. (Skyros), Thuk. 3,50,1 f. (Lesbos), Thuk. 5,116,3 f. (Melos)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn man in Athen zwischen [[Apoikia|Apoikien]] und Kleruchien unterschied (etwa auf Inschriften), so verschwimmt in den literarischen Quellen diese Differenzierung nicht selten und wurde wohl im 4. Jahrhundert v. Chr. weitgehend aufgegeben. Generell waren die athenischen Apoikien, trotz des rechtlich unterschiedlichen Status, ohnehin recht eng mit Athen verbunden, was eine Besonderheit gegenüber Apoikien anderer &amp;#039;&amp;#039;poleis&amp;#039;&amp;#039; darstellt und nicht zuletzt dadurch begründet war, dass Athen seine Kleruchien auf den Inseln und an den Küsten des [[Attischer Seebund|Seebundsgebiets]] zur Herrschaftssicherung benutzte.&amp;lt;ref&amp;gt;Welwei, &amp;#039;&amp;#039;Die griechische Polis&amp;#039;&amp;#039;, S. 214, 249. Vgl. auch Cargill, &amp;#039;&amp;#039;Athenian settlements&amp;#039;&amp;#039;, für die Zeit des 4. Jahrhunderts und des zweiten Seebunds.&amp;lt;/ref&amp;gt; Demgegenüber besaßen die Bürger athenischer Kleruchien zwar das Bürgerrecht, konnten dieses jedoch in Athen kaum noch ausüben.&amp;lt;ref&amp;gt;Welwei, &amp;#039;&amp;#039;Die griechische Polis&amp;#039;&amp;#039;, S. 214, 267.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Eroberung der Städte des [[Chalkidischer Bund|Chalkidischen Bundes]] durch [[Philipp II. (Makedonien)|Philipp II. von Makedonien]] kam es zur Vertreibung der athenischen Kleruchen aus [[Olynth]]. Nach dem [[Lamischer Krieg|Lamischen Krieg]] wurden die athenischen Kleruchen vom makedonischen Herrscher [[Antipatros (Makedonien)|Antipatros]] und seinen Nachfolgern weitgehend von den Inselkolonien vertrieben, so z.&amp;amp;nbsp;B. aus [[Samos]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hellenismus ==&lt;br /&gt;
Auch im [[Hellenismus]] entstanden neue Kleruchien, nur waren es hier vor allem makedonische Söldner aus den Heeren der [[Diadochen]], die angesiedelt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ägypten ===&lt;br /&gt;
Makedonische Kleruchen wurden auch im ägyptischen [[Ptolemäer]]reich angesiedelt, wo man sie auch [[Katöken]] nannte. Kleruchenland entstand, weil die makedonischen Söldner nicht dauerhaft unter Waffen gehalten werden konnten. Sie wurden hier jedoch nicht in gesonderten Kolonien zusammengefasst, sondern in bestehenden ägyptischen Dörfern angesiedelt: Die Könige gaben an Männer, die ihnen zeitweise als Soldaten dienten, gegen Pacht- und Steuerzahlung Ländereien aus, die grundsätzlich beim Tod des Kleruchen zurück an die Krone fallen sollten, jedoch während ihrer Abwesenheit oft weiterverpachtet wurden. Die in der Regel in den landwirtschaftlichen Techniken erfahrenen makedonischen Kleruchen waren für die regelmäßige Bestellung der Felder verantwortlich und wurden stark kontrolliert; allerdings waren sie freier als die anderen Königsbauern. Im Laufe der Zeit bildete sich aus den Katöken faktisch eine Art niederer Landadel heraus, der seine Ländereien vererbte. Wichtigen Zivilangestellten und Militärführern wurden größere Güter als widerrufbares Geschenk zugeteilt, die sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Doreai&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe Fritz Uebel; ferner Michael Rostovtzeff: &amp;#039;&amp;#039;Gesellschafts- und Wirtschaftsgeschichte der hellenistischen Welt.&amp;#039;&amp;#039; Band 1. Darmstadt 1998, S. 221 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit Ende des 3. Jahrhunderts v. Chr. wurden zunehmend auch Ägypter, die für den Kriegsdienst voll tauglich waren, mit Kleruchenland versorgt. Daneben bestand die altägyptische Praxis fort, dass die nur im Notfall aufgebotenen ägyptischen Milizangehörigen mit kleineren Landlosen versorgt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Libyen wurden unter den Ptolemäern auch Juden als Kleruchen in Militärsiedlungen mit Land versorgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seleukidenreich ===&lt;br /&gt;
Bei den [[Seleukiden]] war der Anteil der Söldner noch höher als unter den Ptolemäern. Hier wurden (abgesehen von der Möglichkeit der zeitweisen Einquartierung großer Truppenteile, die getrennt zu betrachten ist) in großem Umfang makedonische und andere Söldner in stadtartigen Kolonien angesiedelt und mit Land versorgt. Diese Siedlungen dienten den Königen als Rekrutierungsreservoir.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Joachim Gehrke: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Hellenismus.&amp;#039;&amp;#039; Berlin, New York 2008, S. 57.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch einige athenische Klerucheninseln leisteten einen Eid auf die Seleukidenkönige.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Jack Cargill: &amp;#039;&amp;#039;Athenian settlements of the fourth century B.C.&amp;#039;&amp;#039; Leiden 1995.&lt;br /&gt;
* [[Eberhard Erxleben]]: Die Kleruchien auf Euböa und Lesbos und die Methoden der attischen Herrschaft im 5. Jh., in: &amp;#039;&amp;#039;Klio&amp;#039;&amp;#039; 57 (1975), H. 1, S. 83–100.&lt;br /&gt;
* Christian Igelbrink: &amp;#039;&amp;#039;Die Kleruchien und Apoikien Athens im 6. und 5. Jahrhundert v. Chr. Rechtsformen und politische Funktionen der athenischen Gründungen&amp;#039;&amp;#039;, Berlin  2015.&lt;br /&gt;
* Alfonso Moreno: &amp;#039;&amp;#039;Feeding the Democracy. The Athenian Grain Supply in the Fifth and Fourth Centuries BC&amp;#039;&amp;#039;, Oxford u.&amp;amp;nbsp;a. 2007, bes. S. 77–143.&lt;br /&gt;
* Alfonso Moreno: &amp;#039;The Attic Neighbour&amp;#039;. The Cleruchy in the Athenian Empire, in: &amp;#039;&amp;#039;Interpreting the Athenian Empire&amp;#039;&amp;#039;, hrsg. von John Ma u.&amp;amp;nbsp;a., London 2009, S. 211–221.&lt;br /&gt;
* Nicoletta Salomon: &amp;#039;&amp;#039;Le cleruchie di Atene&amp;#039;&amp;#039;, Pisa 1997.&lt;br /&gt;
* Fritz Uebel: &amp;#039;&amp;#039;Die Kleruchen Ägyptens unter den ersten sechs Ptolemäern&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1968.&lt;br /&gt;
* [[Karl-Wilhelm Welwei]]: &amp;#039;&amp;#039;Die griechische Polis&amp;#039;&amp;#039;, 2. erw. Aufl. Stuttgart 1998.&lt;br /&gt;
* [[Karl-Wilhelm Welwei]] und Walter Ameling: Kleruchoi, in: &amp;#039;&amp;#039;Der Neue Pauly&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 6, Stuttgart 1999, Sp. 598–601.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://links.jstor.org/sici?sici=0002-9475(1933)54%3A1%3C39%3ADAAK%3E2.0.CO%3B2-T Die Alteste Attische Kleruchie]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Griechische Geschichte (Antike)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politik (Antike)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Alepla</name></author>
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