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	<title>Kleophon - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T09:57:09Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kleophon&amp;diff=2108057&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Silewe: PD-fix, +Normdaten</title>
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		<updated>2025-05-29T12:59:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PD-fix, +Normdaten&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kleophon&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|prefix=nein|Κλεοφῶν|Kleophṓn}}; † [[404 v. Chr.]]), Sohn des Kleippidos, war ein [[athen]]ischer [[Politiker]] im 5. Jahrhundert v. Chr. während des [[Peloponnesischer Krieg|Peloponnesischen Krieges]]. Ab 411 v. Chr. war er Führer der radikalen [[Demokratie|Demokraten]] und setzte sich für die Fortführung des Krieges ein.&lt;br /&gt;
[[File:Satyros Cdm Paris DeRidder812.jpg|right|thumb|upright=1|[[Satyr]] mit griechischer [[Lyra (Zupfinstrument)|Lyra]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufstieg ==&lt;br /&gt;
Mehrere antike Autoren sagen Kleophon eine niedrige Herkunft nach, doch sind diese Vorwürfe seit der Entdeckung seines Vaternamens zumindest teilweise zu korrigieren. Vermutlich stammte seine Mutter allerdings aus [[Thrakien (Landschaft)|Thrakien]], womit die Kritik an seiner ungepflegten Ausdrucksweise zu erklären wäre. Eine Scherbe mit dem gleichen [[Patronym]] lässt außerdem vermuten, dass er einen Bruder namens Philinos hatte. Immerhin musste Kleophon sein Vermögen aber wohl selber erwerben und arbeitete zunächst als [[Lyra (Zupfinstrument)|Lyrenfabrikant]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine führende Rolle Kleophons in der athenischen Politik ist erstmals belegt durch die auf ihn entfallenen Stimmen beim [[Scherbengericht|Scherbengericht (Ostrakismos)]] des Jahres 417 v. Chr., durch das infolge einer Absprache zwischen den führenden Staatsmännern [[Alkibiades]] und [[Nikias]] der [[Demagoge]] [[Hyperbolos]] verbannt wurde. Anscheinend waren aber auch auf Kleophon nicht gerade wenige Stimmen entfallen, da sein Name unter den aufgefundenen Scherben sogar am häufigsten genannt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Herbert Heftner: &amp;#039;&amp;#039;Der Ostrakismos des Hyperbolos: Plutarch, pseudo-Andokides und die Ostraka.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Rheinisches Museum für Philologie]]&amp;#039;&amp;#039;, Band 143, 2000, S. 50f. ([http://www.rhm.uni-koeln.de/143/Heftner.pdf PDF]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Führer der Kriegspartei ==&lt;br /&gt;
Nachdem Alkibiades und Nikias infolge der unglücklichen [[Sizilienexpedition]] als Konkurrenten ebenfalls ausgeschieden waren, war Kleophon spätestens seit dem [[Peloponnesischer Krieg#Oligarchischer Umsturz in Athen|oligarchischen Intermezzo]] des Jahres [[411 v. Chr.]] der tonangebende [[Demagoge]] in der attischen Volksversammlung. Als Führer der radikalen Kriegspartei wandte er sich gegen jede Friedensinitiative. Nach dem überraschenden Sieg in der [[Schlacht von Kyzikos]] 410 v. Chr. wiegelte er das Volk durch eine flammende Rede auf und erwirkte damit die Zurückweisung des [[sparta]]nischen Friedensangebots.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Diodor]], &amp;#039;&amp;#039;Bibliothek&amp;#039;&amp;#039; 13,53,2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sozialpolitiker ==&lt;br /&gt;
Mithilfe der nach dem Sieg von Kyzikos und der [[Schlacht von Chalkedon|Einnahme von Byzanz]] wieder stärker fließenden Tribute und Zolleinnahmen führte er als Leiter der Finanzverwaltung die &amp;#039;&amp;#039;Diobelia&amp;#039;&amp;#039; ein, eine Staatspension für verarmte Bürger, die zur kritischen Finanzlage Athens in den letzten Kriegsjahren beitrug. Wohl auch dank dieser Maßnahme gelang ihm jedoch die Schaffung einer soliden Machtbasis in der Volksversammlung, mit deren Hilfe er die athenische Politik über mehrere Jahre dominierte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Lysias]], &amp;#039;&amp;#039;Reden&amp;#039;&amp;#039; 19,48. Vgl. {{KlP|3|251||Kleophon 1|[[Konrat Ziegler]]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Durchhalteparolen ==&lt;br /&gt;
Nach der siegreichen [[Schlacht bei den Arginusen]] 406 v. Chr. vereitelte Kleophon erneut die Aufnahme von Friedensverhandlungen mit Sparta. Nach der vernichtenden Niederlage der athenischen Flotte in der [[Schlacht von Aigospotamoi]] 405 v. Chr. beschuldigte er den Staatsrat des Verrats. Ungeachtet der verzweifelten Lage der Stadt verwarf er noch während der Belagerung durch [[Lysander]] alle Friedensbedingungen der Spartaner und ließ ein Dekret verabschieden, nach dem jeder Verhandlungsvorschlag mit dem Tode bestraft werden sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;Lysias, &amp;#039;&amp;#039;Reden&amp;#039;&amp;#039; 13,8 und 30,10 sowie [[Xenophon]], &amp;#039;&amp;#039;Hellenika&amp;#039;&amp;#039; 2,2,15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anklage und Tod ==&lt;br /&gt;
Die oligarchischen Führer [[Satyros]] und [[Chremon (Politiker)|Chremon]], die später zu den 30 Tyrannen unter [[Kritias]] gehörten, ließen ihn schließlich aufgrund einer fingierten Anklage wegen militärischer Pflichtverletzung festnehmen und in den Kerker werfen. Da sie um den Ausgang des Verfahrens fürchteten, bestachen sie den athenischen Stadtschreiber [[Nikomachos (Staatsschreiber)|Nikomachos]], ein gefälschtes Gesetz herauszugeben, um eine günstigere Zusammensetzung des Gerichts zu erreichen. Mit diesem Trick gelang schließlich die Verurteilung Kleophons.&amp;lt;ref&amp;gt;Lysias, &amp;#039;&amp;#039;Reden&amp;#039;&amp;#039; 13,7–12 und 30,10–13.&amp;lt;/ref&amp;gt; Da er anscheinend immer noch über zahlreiche Anhänger verfügte, kam es während seiner Hinrichtung zu Unruhen in Athen.&amp;lt;ref&amp;gt;Xenophon, &amp;#039;&amp;#039;Hellenika&amp;#039;&amp;#039; 1,7,35.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Wegen seiner Kriegshetze wurde Kleophon von der zeitgenössischen [[Griechische Komödie|Komödie]] heftig gescholten. Der Komödiendichter [[Aristophanes]] machte ihn 405 v. Chr. in seinen &amp;#039;&amp;#039;[[Die Frösche|Fröschen]]&amp;#039;&amp;#039; lächerlich. Der Komiker [[Platon (Dramatiker)|Platon]] widmete ihm sogar eine ganze Komödie mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Kleophon&amp;#039;&amp;#039;, die allerdings bei den [[Lenäen]] des Jahres 405 v. Chr. hinter den &amp;#039;&amp;#039;Fröschen&amp;#039;&amp;#039; des Aristophanes und den &amp;#039;&amp;#039;Musen&amp;#039;&amp;#039; des [[Phrynichos (Dichter)|Phrynichos]] nur den dritten Platz belegte. Noch [[Aristoteles]] kritisierte ihn in seiner Schrift über den [[Athenaion politeia|Staat der Athener]] und berichtet, dass er sich betrunken und in voller Rüstung in die Volksversammlung begab, um die Athener von ihrer Friedensbereitschaft abzubringen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Aristoteles]], &amp;#039;&amp;#039;[[Athenaion politeia|Der Staat der Athener]]&amp;#039;&amp;#039; 28,3 und 34,1.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beurteilung ==&lt;br /&gt;
Die antiken Autoren sagten Kleophon ein vulgäres Auftreten nach, womit sie ihn in eine Reihe stellten mit seinen Vorgängern [[Kleon (Athen)|Kleon]] und [[Hyperbolos]], die als Führer der radikalen Demokraten ebenfalls die Gunst des einfachen Volkes durch ihr angeblich unflätiges Gebaren erlangten. Der [[Rhetor]] [[Lysias]] behauptet, dass er deshalb auch unter den Demokraten nicht nur Freunde hatte. Immerhin erkennt er aber an, dass Kleophon sich wohl nicht auf Staatskosten bereicherte und anscheinend mittellos starb.&amp;lt;ref&amp;gt;Lysias, &amp;#039;&amp;#039;Reden&amp;#039;&amp;#039; 19,48.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[Konrat Ziegler]] war er „offenbar ein verrannter, aber uneigennütziger Patriot“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KlP|3|251||Kleophon 1|Konrat Ziegler}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch seinen anhaltenden Widerstand gegen jeden Kompromissfrieden hatte Kleophon entscheidenden Anteil an der Niederlage Athens im Peloponnesischen Krieg und am Verlust des [[Attischer Seebund|Attischen Reiches]], das ihm so sehr am Herzen lag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Aischines (Athen)|Aischines]]: 2,76.&lt;br /&gt;
* [[Aristophanes]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Frösche]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* [[Aristoteles]], &amp;#039;&amp;#039;[[Athenaion politeia|Der Staat der Athener]]&amp;#039;&amp;#039; 28,3; 34,1.&lt;br /&gt;
* [[Diodor]]: &amp;#039;&amp;#039;Bibliothek&amp;#039;&amp;#039;, 13,53,2.&lt;br /&gt;
* [[Lysias]]: &amp;#039;&amp;#039;Reden&amp;#039;&amp;#039; 13,7–12; 19,48; 30,11–13.&lt;br /&gt;
* [[Xenophon]]: &amp;#039;&amp;#039;Hellenika&amp;#039;&amp;#039; 1,7,35; 2,2,15.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bruno Bleckmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Athens Weg in die Niederlage. Die letzten Jahre des Peloponnesischen Krieges&amp;#039;&amp;#039;. Teubner, Leipzig/Stuttgart 1998, ISBN 3-519-07648-9.&lt;br /&gt;
* W. R. Connor: &amp;#039;&amp;#039;The new politicians of fifth-century Athens&amp;#039;&amp;#039;. University Press, Princeton 1971, ISBN 0-691-03539-3.&lt;br /&gt;
* [[Karl-Wilhelm Welwei]]: &amp;#039;&amp;#039;Das klassische Athen. Demokratie und Machtpolitik im 5. und 4. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. Primus-Verlag, Darmstadt 1999, ISBN 3-89678-117-0.&lt;br /&gt;
* {{KlP|3|251||Kleophon 1|Konrat Ziegler}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|LCCN=no2020015759|VIAF=84158127403515150001|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2025-05-29}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grieche (Antike)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (Athen in der Antike)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 5. Jahrhundert v. Chr.]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 404 v. Chr.]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kleophon&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Cleophon&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=athenischer Politiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=vor 450 v. Chr.&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=404 v. Chr.&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Silewe</name></author>
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