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	<title>Kleinrettbach - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T17:02:18Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kleinrettbach&amp;diff=1313546&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Rubikon79: Infobox: Einwohnerzahl aktualisiert</title>
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		<updated>2025-12-15T19:27:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Infobox: Einwohnerzahl aktualisiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil                =&lt;br /&gt;
| Alternativname          =&lt;br /&gt;
| Gemeindeart             = Landgemeinde&lt;br /&gt;
| Gemeindename            = Nesse-Apfelstädt&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename =&lt;br /&gt;
| Ortswappen              =&lt;br /&gt;
| Ortswappen-Beschreibung =&lt;br /&gt;
| Breitengrad             = 50/56/3/N&lt;br /&gt;
| Längengrad              = 10/53/9/E&lt;br /&gt;
| Nebenbox                =&lt;br /&gt;
| Bundesland              = DE-TH&lt;br /&gt;
| Höhe-Präfix             =&lt;br /&gt;
| Höhe                    = 291 &amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Höhe-von                = 290&lt;br /&gt;
| Höhe-bis                = 302&lt;br /&gt;
| Fläche                  =&lt;br /&gt;
| Einwohner               = 267&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum   = 2023-12-31&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle        = &amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Gemeinde Nesse-Apfelstädt |Titel=„Gemeindenachrichten“ – Amtsblatt der Gemeinde Nesse-Apfelstädt 02/2024 |Band=15. Jahrgang |Datum=2024-02-21 |Seiten=5 |Online=[https://www.nesse-apfelstaedt.de/fileadmin/user_upload/Amtsblatt_02-2024.pdf Online] |Format=PDF |KBytes=2560 |Abruf=2025-12-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum     = 1974-03-14&lt;br /&gt;
| Eingemeindet-nach       = [[Gamstädt]]&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1           = 99192&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2           =&lt;br /&gt;
| Vorwahl1                = 036208&lt;br /&gt;
| Vorwahl2                =&lt;br /&gt;
| Lagekarte               = NA Kleinrettbach.png&lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung  =&lt;br /&gt;
| Poskarte                =&lt;br /&gt;
| Bild                    =&lt;br /&gt;
| Bild-Beschreibung       =&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kleinrettbach&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Ortsteil der [[Landgemeinde (Thüringen)|Landgemeinde]] [[Nesse-Apfelstädt]] im [[Thüringen|thüringischen]] [[Landkreis Gotha]]. Vor der Gründung der Gemeinde Nesse-Apfelstädt am 1. Dezember 2009 war das Dorf ein Ortsteil der Gemeinde [[Gamstädt]], in die es am 14. März 1974 eingemeindet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Der Ort liegt am Südrand des [[Thüringer Becken]]s, etwa 2&amp;amp;nbsp;km südlich von Gamstädt. Durch ihn führt die viel befahrene Landesstraße L 1044 zwischen dem Abzweig Gamstädt der [[Bundesstraße 7]] und der Einmündung der Straße ca. 2&amp;amp;nbsp;km weiter südlich in die Kreisstraße K3, die die Orte [[Neudietendorf]] und [[Großrettbach]] verbindet. Das Ortsgebiet liegt in einer Höhe von 288&amp;amp;nbsp;m (beim Eintritt des Rettbachs auf Großrettbacher Gebiet) bis 302&amp;amp;nbsp;m (am Grabslebener Weg Nähe historische Birke). Der Ortskern liegt in 290&amp;amp;nbsp;m Höhe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenige hundert Meter östlich des Ortes entspringt der namensgebende Rettbach in der &amp;#039;&amp;#039;Siebgen-Quelle&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der höchste Punkt der Dorfgemarkung mit 308&amp;amp;nbsp;m ü. NN liegt nordwestlich der Ortslage, wenige 100&amp;amp;nbsp;m nördlich der &amp;#039;&amp;#039;Historischen Birke&amp;#039;&amp;#039;. Hier verläuft die [[Elbe-Weser-Wasserscheide]]: die nördlich fließende Nesse bei Gamstädt mündet in die [[Hörsel]], die wiederum über die Werra und Weser in die Nordsee entwässert; die südliche [[Apfelstädt (Fluss)|Apfelstädt]] ist Nebenfluss der in die Elbe mündenden Saale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Kleinrettbach wurde erstmals zwischen 775 und 802 in einer Urkunde als Schenkung an das [[Abtei Hersfeld|Kloster Hersfeld]] erwähnt. Es ist jedoch nicht bewiesen, ob der in der Urkunde genannte Name &amp;#039;&amp;#039;Rutibah&amp;#039;&amp;#039; tatsächlich für Klein- oder Großrettbach oder für beide Orte steht. Weitere überlieferte Schreibweisen sind &amp;#039;&amp;#039;Rudibach, Retbich&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Reedewich&amp;#039;&amp;#039;. Eine Urkunde im Landesarchiv [[Sachsen-Anhalt]], [[Magdeburg]], enthält eine Textpassage, in der von einem Dorf namens &amp;#039;&amp;#039;Rythebeche&amp;#039;&amp;#039; die Rede ist. Diese Urkunde vom 25. Juli 1284 ist der bislang älteste Nachweis für die Existenz des Ortes. Es ist eine Verkaufsbestätigung des Landgrafen [[Albrecht II. (Meißen)|Albert von Thüringen]] an das [[St. Martini (Erfurt)|Kloster St. Martini]] zu Erfurt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Kleinrettbach. Geschichte in Wort und Bild.&amp;#039;&amp;#039; Herausgeber: Verein zur Erhaltung der Dorfkirche „St. Severi“ in Kleinrettbach e.&amp;amp;nbsp;V., 2009&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Ort gehörte somit in der Folgezeit zum [[Erfurter Staat|Gebiet der Stadt Erfurt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1500 hatte der Ort den Namen &amp;#039;&amp;#039;Wenigen Rettbach&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der Verwaltungsreform von 1706 gehörte er zum Amt [[Alach]]. 1802 kam der Ort mit dem Erfurter Gebiet zu [[Preußen]] und zwischen 1807 und 1813 zum französischen [[Fürstentum Erfurt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem [[Wiener Kongress]] kam der Ort 1815 wieder zu Preußen und wurde 1816 dem [[Landkreis Erfurt (1816–1932)|Landkreis Erfurt]] in der preußischen [[Provinz Sachsen]] angegliedert. Kleinrettbach gehörte als einziger der späteren Ortsteile der Gemeinde Nesse-Apfelstädt zu Preußen (Provinz Sachsen); erst nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges kam der Ort zu Thüringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 14. März 1974 wurde Kleinrettbach zur Gemeinde Gamstädt eingemeindet und wurde am 1. Dezember 2009 mit der Neugründung der Gemeinde Nesse-Apfelstädt von dieser ein Ortsteil.&lt;br /&gt;
Im Rahmen eines Bürgerentscheids am 14. September 2014 entschied sich die Mehrheit der Landgemeinde dafür, Kleinrettbach den Status einer Ortschaft zu geben, womit es fortan möglich ist, einen eigenständigen Ortschaftsbürgermeister sowie Ortschaftsrat zu stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
In den ehemals selbständigen Gemeinden Kleinrettbach und Gamstädt wurden bis 1952 eigene Siegel geführt. So zeigte das Siegel der Gemeinde Kleinrettbach die perspektivische Darstellung der Siebgenquelle, die über Jahrzehnte der Wasserversorgung diente; der Name Rettbach wurde von Rieth- oder Rutibach abgeleitet und er entspringt der Siebgenquelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
Wichtigster Erwerbszweig des Ortes ist die [[Landwirtschaft]]. So besteht hier ein landwirtschaftlicher Betrieb als Zweigbetrieb der &amp;#039;&amp;#039;Agrar GmbH&amp;#039;&amp;#039; aus Gamstädt, eines Nachfolgebetriebes der ehemaligen [[Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft|LPG]]. Im [[Hofladen]] werden zur [[Weihnachten|Weihnachtszeit]] [[Gans|Gänse]], [[Hausente|Enten]] und [[Erpel]] aus eigener Zucht verkauft, die man im Spätsommer und Herbst auf den umliegenden Wiesen beobachten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschichte der Landwirtschaft des Ortes ===&lt;br /&gt;
Die Landwirtschaft von Kleinrettbach hat eine jahrhundertealte Tradition. Da nur wenige Bewohner außerorts beschäftigt waren und es auch keine größeren [[Handwerk]]s- oder [[Industrie]]betriebe im Ort gab, war die Landwirtschaft die Grundlage der Ernährung und Haupteinnahmequelle der Bewohner. Hauptsächlich wurde in einzelbäuerlichen Familienbetrieben [[Futterbau|Ackerfutterbau]] ausgeübt. Für den eigenen Bedarf wurden [[Fleisch]], [[Milch]], [[Butter]], [[Eier]], [[Mehl]], [[Gemüse]] und andere [[Pflanzenproduktion|Pflanzenprodukte]] sowie [[Viehfutter]] erzeugt. Der [[Erlös|Verkaufserlös]] von nicht für den Eigenbedarf erzeugten Produkten diente der Verbesserung der [[Lebensqualität]] und zur Anschaffung von [[Dünger]], [[Saatgut]], landwirtschaftlichen Geräten sowie zum Kauf von [[Viehzucht|Zucht]]- und [[Nutzvieh]]. Für die industrielle Weiterverarbeitung wurden außer [[Rüben|Zuckerrüben]] und [[Faserlein]] keine Produkte angebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das änderte sich nach dem Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]], als die [[sowjet]]ische [[Besatzungsmacht]] die Pflichtablieferung einführte, durch die die Höfe veranlasst wurden, bestimmte Sonderkulturen anzubauen ([[Tabak]], [[Mohn]], [[Lein]]). Das galt sowohl für den Feldanbau als auch für die Viehhaltung. Die Staffelung der Höfe erfolgte nach Betriebsgröße und vermutlicher [[Ackerboden|Bodenqualität]]. Da die Betriebe Kleinrettbachs über eine gute Bodenqualität verfügten, hatten sie ein hohes Ablieferungssoll zu erfüllen. Die Staffelung der 46 Betriebe erfolgte in den Klassen 1–5&amp;amp;nbsp;ha (12), 6–10&amp;amp;nbsp;ha (16), 11–15&amp;amp;nbsp;ha (13), 16–20&amp;amp;nbsp;ha (4) und über 20&amp;amp;nbsp;ha (1). Der größte Betrieb bewirtschaftete eine Fläche von fast 30&amp;amp;nbsp;ha. Probleme entstanden den Betrieben durch das Fehlen von Arbeitskräften, weil viele Menschen Kriegsopfer waren und weil ungünstige Witterungsverhältnisse nicht berücksichtigt wurden, aber zu Mangelernten führten. Immer mehr Menschen gingen auch nach [[Erfurt]] oder [[Gotha]] arbeiten, weil sie dort mehr verdienen konnten und auch verschiedene Vergünstigungen hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um nach dem Krieg einen einigermaßen vertretbaren Lebensstandard zu erreichen, machte man 1946 eine Maschinen- und Traktorenzählung. Sie ergab u.&amp;amp;nbsp;a., dass die Betriebe insgesamt über acht Ackerschlepper verfügten, von denen sechs aus den Jahren 1925–1928 stammten und noch eisenbereift waren. Darüber hinaus gab es noch zur betriebsübergreifenden Nutzung eine [[Schrot (Getreide)|Schrotanlage]], eine [[Saatgutreinigung]]s- und [[Beizen (Pflanzenschutz)|Beizanlage]] und eine mobile [[Dreschmaschine]]. Dann gab es noch verschiedene andere Geräte, die für einen landwirtschaftlichen Betrieb notwendig waren. Es wurden auch Gerätschaften gezählt, die heute keine Bedeutung mehr haben: [[Butterfass|Butterfässer]] und [[kurbel]]betriebene [[Zentrifuge|Milch-Zentrifugen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste [[Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft]] (LPG) wurde am 14. Februar 1958 gegründet. 23 Mitglieder brachten insgesamt knapp 10&amp;amp;nbsp;ha in die Genossenschaft ein. In den nächsten beiden Jahren traten weitere Bauern der LPG bei. Am 30. März 1960 wurde eine weitere LPG gegründet, die sich jedoch schon nach 24 Stunden mit ihren drei Landwirten der ersten LPG anschloss. Am 1. Januar 1974 erfolgte der Zusammenschluss der LPGs aus Kleinrettbach, Gamstädt und [[Frienstedt]] zu einer [[Kooperative Abteilung Pflanzenproduktion|Kooperativen Abteilung Pflanzenproduktion]] (KAP). Viele andere Maßnahmen sollten dazu führen, die Produktionsqualität der Betriebe auf gleich hohes Niveau zu bringen, um die Ergebnisse zu verbessern. So wurden Bauten errichtet, um eine [[artgerechte Tierhaltung]] zu ermöglichen, es wurden [[Silo]]s und [[Jauchegrube]]n gebaut, größere Schuppen, Werkstattgebäude, Kuhställe usw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende der 1960er und Anfang der 1970er Jahre wurden die Strukturen der damaligen Orte und damit auch die der Produktionseinheiten geändert. Demzufolge wurde die [[Brigade (DDR)|Baubrigade]] Kleinrettbach in die LPG [[Ermstedt]] integriert. Zu den neuen Aufgaben der Baubrigade gehörten die Errichtung neuer Produktionsanlagen und die Schaffung von Urlaubsmöglichkeiten wie die Urlaubszentren in [[Plothen]], [[Schleusingen]] und [[Farnroda]] 1976 bis 1980.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Dorfkirche ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kleinrettbach-Kirche-7.JPG|miniatur|Kirche St. Severi]]&lt;br /&gt;
Mittelpunkt des Ortes ist die [[St. Severi (Kleinrettbach)|Kirche St. Severi]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Steinkreuze ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kleinrettbach-Grabsleber-Steinkreuz.JPG|links|mini|Grabslebener Steinkreuz]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kleinrettbach-Erfurter-Kreuz-3.jpg|mini|Erfurter Steinkreuz]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kleinrettbach-Birke.JPG|mini|links|Historische Birke]]&lt;br /&gt;
Zwei Steinkreuze zeugen von der bewegten Geschichte des Dorfes: Eines steht östlich des Dorfes („Erfurter Kreuz“) und eines westlich („Grabslebener Kreuz“). Ihre Entstehung, so eine örtliche Sage, geht auf eine Begebenheit im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] zurück. Eines Tages sollen sich zwei feindliche Heerscharen diesseits und jenseits des Ortes gegenübergestanden haben. Nachdem sie nachts zum Angriff gerüstet hatten, lag am Morgen dichter Nebel über den Feldlagern und der Landschaft, sodass die Heere nicht im Dorf aufeinander trafen, sondern sich verfehlten. Aus Dankbarkeit über die Verschonung des Dorfes vor Kriegsleid und als Bitte für die Zukunft sei von den Dorfbewohnern an den Stellen der Feldlager je ein Steinkreuz errichtet worden. Die Kreuze werden auch „Schwedenkreuze“ genannt und sind aus [[Seeberg (Gotha)|Seeberger]] Sandstein. Ihre Verschiedenartigkeit legt jedoch nahe, dass sie nicht aus der gleichen Zeit stammen. Allerdings sind beide schon sehr alt, vermutlich aus dem 15. Jahrhundert stammend, denn sie wurden in den Kleinrettbacher Flurbeschreibungen schon 1691 genannt: Es wurde Ackerland erwähnt mit der Bezeichnung „an der Erffurter strassen … bey dem Erffurter Creutz“. Schon 1683 wurden beide Kreuze auf dem ältesten Kleinrettbacher Flurplan eingezeichnet. Im 19. Jahrhundert wurde der Verlauf der Wege nach Grabsleben und Erfurt geändert und damit auch der Standplatz der Kreuze. Das Grabslebener Kreuz stand seitdem inmitten eines Feldes und war bei hohem Getreidestand nicht zu sehen. Es bestand dadurch die Gefahr einer Verletzung des Kreuzes durch Ackerbaumaschinen, aber auch eine Beschädigung dieser Maschinen. Daher wurde es 2008 an den neuen Grabslebener Weg versetzt und mit einer Sitzgruppe versehen. Das Grabslebener Kreuz hat eine (oberirdische) Höhe von 125&amp;amp;nbsp;cm, ist 88&amp;amp;nbsp;cm breit und wirkt mit einer Stärke von 33–38&amp;amp;nbsp;cm ausgesprochen mächtig. Die lateinische Grundform zeigt rechtwinklig gekreuzte Balken. An den Armunterseiten und an der Schaftseite sind die typischen Spuren von [[Scharriereisen]] zu sehen. Unter dem Kreuz vermutete man 1866 einen Schatz, die Suchgrabung verlief jedoch vergebens. Das Erfurter Kreuz ist zwar ca. 15&amp;amp;nbsp;cm höher als sein westliches [[Pendant]], wirkt aber mit seiner geringeren Balkenhöhe und -stärke sowie durch seine anders geformten Arme eleganter und zierlicher. Kopf, Arme und Schaft verjüngen sich zur Mitte hin, die Umrisskanten sind abgerundet. Das Kreuz steht quer zum Weg. In seiner Nähe lädt eine Sitzbank zum Verweilen ein. Dieses Kreuz ist das ältere der beiden. Keines der Kreuze weist Inschriften oder Zeichnungen auf. Beide Kreuze stehen an der alten Handelsstraße zwischen Erfurt und süddeutschen Gebieten. Sie waren in der Karte der [[Geleitrecht|Geleitstraßen]] von 1633 als „Landt Stras Von Erfurt Vber den Waldt (= [[Thüringer Wald]]) Vf Schmalkalden Vndt Franckfurt“ eingezeichnet. Die Karte wurde 1894 von [[Luise Gerbing]] publiziert. Das westliche Kreuz steht zudem noch an einem [[Jakobsweg]].&amp;lt;ref&amp;gt;Infotafel an den Steinkreuzen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nähe des Grabsleber Kreuzes steht eine &amp;#039;&amp;#039;Historische Birke&amp;#039;&amp;#039; (so der Name auf einem Wegweiser), der man zwar ihr Alter, nicht jedoch ihre historische Bedeutung ansieht. Entsprechende Informationen sind auf Infotafeln auch nicht vorhanden. Auf einer alten Landkarte ist der Ort mit &amp;#039;&amp;#039;Die Dornenhecke&amp;#039;&amp;#039; gekennzeichnet, von der allerdings heute nichts mehr zu sehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rettbach und Siebgen-Quelle ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kleinrettbach-Rettbach-Quelle-1.jpg|mini|Die Quelle mit eingefasstem  [[Quelltopf]] (Überlauf in Richtung Süden)]]&lt;br /&gt;
Nordöstlich des Ortes befindet sich die Siebgen-Quelle. Hier entspringt der [[Rettbach (Rot)|Rettbach]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile Nesse-Apfelstädt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=5280239-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Gotha]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Gotha)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nesse-Apfelstädt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 775]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1974]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Rubikon79</name></author>
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