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	<title>Kleinherbede - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-10T21:23:32Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;BurghardRichter: /* 15. bis 17. Jahrhundert */ Schatzbuch der Grafschaft Mark verlinkt</title>
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		<updated>2023-09-19T11:17:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;15. bis 17. Jahrhundert: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Schatzbuch_der_Grafschaft_Mark&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Schatzbuch der Grafschaft Mark (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Schatzbuch der Grafschaft Mark&lt;/a&gt; verlinkt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Spezialkarte des mittleren Bergwerkdistrikts des Amts Bochum 13 Blatt XIII - Klein Herbede, Westerberg, Papenholz 1792.jpg|mini|[[Niemeyersche Karte]], 1792]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kleinherbede&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die Bezeichnung eines landwirtschaftlich geprägten Gebietes im Westen [[Witten]]s. Es bestand ursprünglich aus mehreren [[Bauernhof|Bauernhöfen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kleinherbede befindet sich am [[Oelbach]] westlich von [[Heven]], nördlich von [[Herbede]] rechtsseitig der [[Ruhr]] und südöstlich des [[Bochum]]er Stadtteils [[Querenburg]]. Zu den weiteren Gewässern zählen der [[Hemkebach]] (auch Hemeckebach genannt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 13. und 14. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten Höfe in dem heute Kleinherbede benannten Gebiet können mit Sicherheit für das Jahr 1220 beurkundet werden. Die Höfe orientierten sich am Verlauf des Hemkebachs, auch Hemeke genannt, sowie am Verlauf des Oelbachs. Dessen feuchte [[Niederung]]en und Ufer wurden von den Bauern jedoch gemieden. Zumindest drei der Höfe, die sich in dem Gebiet ansiedelten, gehörten zur so genannten [[Villikation]] [[Herbede]], Grundherr war das [[Kloster Kaufungen]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem 14. Jahrhundert gehörten diese Höfe direkt zur Gerichtsbarkeit der Herren von [[Elverfeldt (Adelsgeschlecht)|Elverfeldt]], die im [[Haus Herbede]] residierten. Im Jahr 1347 vermerkt eine Urkunde einen Schulte von Cleynherbede, womit auch der Name erstmals urkundlich Erwähnung findet. Vermutlich geht die Namensgebung auf die Tatsache zurück, dass die Höfe zu dieser Zeit zwar zum Hofverband Herbede gehörten, sich aber außerhalb der Herbeder Grenzen befanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 15. bis 17. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Schatzbuch der Grafschaft Mark]] aus dem Jahr 1486 wird ein Schult von Kleynherbede zusammen mit den Bauern &amp;#039;&amp;#039;Thoen&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Derick to Vrylinhusen&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Coirt&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Wennemar&amp;#039;&amp;#039; sowie &amp;#039;&amp;#039;Evertz&amp;#039;&amp;#039; Sohn den Höfen von Vrylinhusen, dem späteren [[Frielinghausen (Gevelsberg)|Frielinghausen]], zugeordnet. In einer [[Steuerregister (Finanzwesen)|Steuerliste]] aus dem Jahr 1542 wird Frielinghausen wiederum erstmals als ein Teil von [[Querenburg]] bezeichnet. So gehörten einige Höfe zum Einflussgebiet von Herbede und dem nahen, wachsenden Dorf [[Heven]], andere wiederum zu Querenburg. Die Trennlinien verliefen dabei teils recht willkürlich; die unterschiedlichen Einflusssphären lassen sich auch anhand der Zugehörigkeit der Höfe zu den unterschiedlichen [[Kirchspiel]]en nachweisen. So gehörten einige Höfe zur [[Pfarrei|Pfarre]] in [[Ümmingen]], andere wiederum zu Herbede. Der Schulte von Kleinherbede verwaltete derweil [[Flurstück|Parzellen]] auf Hevener, Querenburger und darüber hinaus [[Langendreer]]er Gebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 19. und 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Im [[Rheinisch-westfälisches Urkataster|Urkataster]] aus dem Jahre 1823 wird ein Teil der Bauerschaft Kleinherbedes Heven zugeordnet, nicht aber der Hof Schulte von Kleinherbede, der sich auf dieser Karte auf Querenburger Gebiet befindet. Manifestiert wurde die Teilung Kleinherbedes im Jahre 1921: In diesem Jahr löste sich Heven, zu dem bis heute der südliche Teil Kleinherbedes gehört, aus dem [[Amt Heven-Herbede]] und schloss sich der Stadt [[Witten]] an. Heven besitzt seither den Status eines Wittener [[Ortsteil|Stadtteils]]. Mit der [[Gebietsreform|Gemeindereform]] von 1929 wurde schließlich Querenburg ein Stadtteil von Bochum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== 1970 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bochum Ölbachtal Klärwerk.jpg|miniatur|[[Klärwerk Oelbachtal]]]]&lt;br /&gt;
Im Jahr 1970 wurden auf der Bochumer Seite Kleinherbedes massive Eingriffe ins [[Landschaftsbild]] vorgenommen. Gebäude wurden abgerissen, neue [[Straße]]n gebaut. Grund für diesen massiven Eingriff ins gewachsene Landschaftsbild war der Bau der in Querenburg gelegenen [[Ruhr-Universität Bochum]] einige Jahre zuvor. Durch den massiven Zuzug von Einwohnern nach Querenburg entstanden neue Straßen, am nahen Oelbach entstand das [[Klärwerk Oelbachtal]], die bereits einige Jahre zuvor gebaute [[Bundesautobahn 43]], die auch durch Kleinherbede führt, wurde mit einer direkten Zufahrt versehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ortsteil-Status ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 nennt der Heimatbuchautor &amp;#039;&amp;#039;Günther Höfken&amp;#039;&amp;#039; Kleinherbede einen [[Ortsteil]] von Querenburg. Tatsächlich aber hat Kleinherbede einen solchen Status nie besessen und besitzt ihn bis heute nicht. Auf Wittener [[Stadtplan|Stadtkarten]] wird Kleinherbede als Gebiet zwar wie ein Ortsteil von Heven behandelt, jedoch hat Kleinherbede keine eigene [[Gemarkung]]snummer und wird demnach auch nicht als Ortsteil geführt. Obwohl sich Kleinherbedes Siedlungsverband bis ins 13. Jahrhundert urkundlich zurückverfolgen lässt und folglich sogar noch älter sein dürfte, ist in Kleinherbede nie ein Dorfkern entstanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund seiner zentralen Lage zwischen Heven, Querenburg und Langendreer – und darüber hinaus zwischen Bochum und Witten – wäre Kleinherbede eigentlich dazu prädestiniert gewesen zu [[Prosperität|prosperieren]]. Die teils willkürlich festgelegten Steuer- und Gerichtsbarkeitgrenzen aber dürften maßgeblich ein Prosperieren des Bauernverbandes verhindert haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spätestens mit den [[Bauwesen|Baumaßnahmen]] der späten 60er und frühen 70er Jahren in Querenburg, von denen Kleinherbede massiv betroffen war, ist Kleinherbede auf Querenburger Seite als ein Haus- oder Siedlungsverband nicht mehr existent, auf Wittener Seite haben einige wenige Gebäude die Zeiten überdauert, die &amp;#039;&amp;#039;„Kleinherbeder Straße“&amp;#039;&amp;#039;, die Heven und Querenburg heute miteinander parallel zum Verlauf der [[Bundesautobahn 43|A&amp;amp;nbsp;43]] verbindet, erinnert letztlich noch an die ehemalige Existenz dieses Bauernverbandes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Curt H. F. Gaertner: &amp;#039;&amp;#039;Querenburg, wie es war, wie es ist.&amp;#039;&amp;#039; Brockmeyer 1976; ISBN 3-921543-53-3&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
| Autor=Günther Höfken&lt;br /&gt;
| Titel=&amp;#039;&amp;#039;Querenburger Bauernsitze&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| Reihe=Bochumer Heimatbuch&lt;br /&gt;
| BandReihe=Band 1&lt;br /&gt;
| Datum=1925&lt;br /&gt;
| HrsgReihe=[[Kortum-Gesellschaft Bochum|Vereinigung für Heimatkunde Bochum]]&lt;br /&gt;
| Ort=Bochum&lt;br /&gt;
| Seiten=&lt;br /&gt;
| Online=[https://www.kortumgesellschaft.de/id-1-heimatbuch-1925-querenburger-bauernsitze.html online]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
* Jürgen Därmann: &amp;#039;&amp;#039;Der Schultenhof in Kleinberbede.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bürger- und Heimatverein Heven: Heven einst und jetzt, Heft 5&amp;#039;&amp;#039;; 1994&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bürger- und Heimatverein Heven: [http://www.heimatverein-heven.de/stammbaum/schulte-kleinherbede.htm &amp;#039;&amp;#039;Die Bauern des Hofes Schulte Kleinherbede in Querenburg.&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=51/27/18/N |EW=7/17/23/E |type=city |pop=1000 |region=DE-NW}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Bochum)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Witten)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsteil von Witten]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;BurghardRichter</name></author>
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