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	<title>Kleingedank - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T06:23:02Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kleingedank&amp;diff=2003908&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mielas: fehlendes Leerzeichen ergänzt</title>
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		<updated>2025-07-31T20:14:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;fehlendes Leerzeichen ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die Familie &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kleingedank&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; zählte zu den bedeutendsten Dynastien des [[mittelalter]]lichen [[Köln]] und gehörte dem [[Kölner Patriziat]] an. Sie hatte die wichtigsten Positionen im [[Schöffe (historisch)|Schöffenkollegium]], in der [[Richerzeche]] und auch für lange Zeit im [[Kölner Rat bis 1796|Rat]] inne.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ReferenceA&amp;quot;&amp;gt;Ulrich S. Soenius, Jürgen Wilhelm, S. 284&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Kleingedankstraße-Köln-an-der-Kirche-St-Paul.JPG|mini|hochkant=1.20|Kleingedankstraße an der Kirche [[St. Paul (Köln)|St. Paul]], Köln]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Name Kleingedank ==&lt;br /&gt;
[[Adam Wrede]] versuchte, die [[Etymologie]] des Familiennamens durch eine Wortteilung des ursprünglichen Namens „Cleynengedanc“ zu erklären. Er bezog die niederhochdeutschen Begriffe „klein(e)“ und „gedanc“ auf einen überaus genau denkenden und hinsehenden, scharfsinnigen Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Wrede nannte sich das Geschlecht zwischen 1135 und 1180 „cleinegedanc“, aus dem ab 1160 bis 1172 auch „cleinegedang“ wurde. Wrede stellte bei seinen [[Genealogie|genealogischen]] Nachforschungen fest, dass bis zum Ende des 15. Jahrhunderts verschiedene nur kleinere Abweichungen dieser Urform des Familiennamens erfolgten. Den Namensträgern waren anfänglich [[Germanen|germanische]] und später [[Christentum|christliche]] Vornamen gegeben worden, die sich in den einzelnen Generationen häufig wiederholten. [[Hermann Keussen]], Wrede und andere Historiker stützten sich dabei auf die Auswertung der um 1130 aufkommenden [[Schreinsbücher|Schreinsurkunden]] der Kölner Pfarrbezirke und auf die Aufzeichnungen des im 13. Jahrhundert lebenden [[Stadtschreiber (Kanzleivorsteher)|Stadtschreibers]] [[Gottfried Hagen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Wrede fand sich der Name Kleingedank für 1211 auch in [[Straßburg]], [[Siegburg]] und [[Mainz]] und wurde noch für die Zeit um 1500 in [[Arnsberg]] belegt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adam Wrede, Band II, S. 47&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Das Patriziergeschlecht der Kleingedank lässt sich in den Quellen der Stadt Köln ab der Mitte des 12. Jahrhunderts nachweisen. Es verzweigte sich im Laufe der Zeit, jedoch sind nur zwei Linien der Kleingedank durch ihre in Urkunden festgehaltenen Aktivitäten belegt. Diese Familien unterschieden sich durch einen Namenszusatz, der wahrscheinlich Bezug auf den jeweiligen Erben eines Stammsitzes nahm. Es war der Haupthof der Kleingedank in der westlichen Schaafenstraße (weiterer Besitz wurde später veräußert) und der Hof Mommersloch an der [[Severinstraße (Köln)|Severinstraße]] im Süden der Stadt. Der Hofbesitzer im Bezirk [[Kirchspiel St. Severin|Severin]] wurde in den Quellen vereinzelt auch mit dem Zusatz „Kleingedank, genannt Mommersloch“ oder auch nur „Mummersloch“ bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Lacomblet, 1229 Hildegero de Mummersloch, Urkundenbuch II, 160, Qu. 2, 110&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Historiker [[Paul Clemen]] konnte den in den Schreinsakten erwähnten Zweig Mommersloch (mit dem Geschlecht Hardef(v)ust verschwägert) bei seinen [[Recherche]]n zusätzlich belegen. Er beschrieb einen auf dem Elendskirchhof von [[St. Gregorius im Elend|St. Gregorius]] stehenden Grabstein eines Kleingedank, dessen Inschrift neben dem Todesjahr 1590 den Namen „Kaspar von Kleingedank, genannt Mommersloch“ trug.&amp;lt;ref&amp;gt;Paul Clemen, S. 314 ff&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Macht, Niederlagen und familiärer Einfluss ===&lt;br /&gt;
==== Machterhalt durch Verschwägerungen ====&lt;br /&gt;
Bereits zum Ende des 12. Jahrhunderts waren die Kleingedank politisch aktiv. So war ein Heinrich Kleingedank im Jahr 1182 als [[Amtmann]] unter dem Stadtherrn Erzbischof [[Philipp I. von Heinsberg]] in der Richerzeche Kölns vertreten, und sein Nachfahre, ein späterer Heinrich Kleingedank, der mit Gertrudis [[Overstolzen|Overstolz]] verheiratet war, bekleidete 1263 ein Schöffenamt. Ida Kleingedank heiratete 1255 Henricus Gryn und Gertrud Kleingedank 1265 Ludwig, den Sohn Dietrichs des Weisen von der Mühlengasse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie diese drei Beispiele aufzeigen, waren Heiraten Mittel zum Zweck. Sie mehrten das Vermögen, steigerten das Ansehen und die politischen Einflussmöglichkeiten. Durch die entstandenen Verschwägerungen innerhalb der führenden Bürgermeisterfamilien blieb die Macht an der Spitze der Kölner Gesellschaft den Patriziern auch im Generationenwechsel erhalten.&amp;lt;ref name=Friedrich_Lau&amp;gt;Friedrich Lau: Das Kölner Patriziat bis zum Jahre 1325 Tafel II in: Mitteilungen aus dem Stadtarchiv XXV. 1894&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Machtverlust, Ächtung und erneuter Aufstieg ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Siegel-des-Melchior-Kleingedank-Mommersloch-Köln-1547h.jpg|mini|Siegelumschrift: „S• MELCHIOR MOMM ERLOCH • SCHEFFE“]]&lt;br /&gt;
Die später abgelöste Richerzeche war eine weltliche [[Bruderschaft]] und stellte einen Verband der Wohlhabenden, eine aus wenigen Familien bestehende Vereinigung dar und regierte durch selbsternannte Vertreter aus den eigenen Reihen die Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl sich auch diese Oberschicht der Stadt der Kirche tief verbunden fühlte, widersetzen sich auch die zu den etwa zehn führenden Geschlechtern gehörenden Kleingedank dem absoluten Machtanspruch des Kölner Erzbischofs, der zugleich ihr Landes- und Stadtherr war. An diesen Auseinandersetzungen mit dem Erzbischof, die seit den Emanzipationsbestrebungen der Bürgerschaft auftraten, waren Angehörige der Kleingedank in hohem Maße beteiligt. Ein Versuch der mächtigen Geschlechter, ihre nach dem „Großen Schied“ des [[Albertus Magnus]] von 1258 verlorene Macht zurückzuerhalten, endete mit [[Hinrichtung]]en, [[Inhaftierung]]en oder [[Ächtung]] der Anführer, die auf Geheiß von [[Konrad von Hochstaden]] durchgeführt wurden. Unter den von diesen Strafen betroffenen etwa 25 Familien waren allein fünf Mitglieder der Familien Kleingedank.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ReferenceA&amp;quot;/&amp;gt; Zu den Geächtetem gehörten Henricus, der im Jahr 1274, sowie Godefriedus, der im Jahr 1279 verstarb.&amp;lt;ref name=Friedrich_Lau /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst nach der erzbischöflichen Niederlage in der [[Schlacht von Worringen]], an der auch Patrizier wie Gerhard [[Overstolzen|Overstolz]] teilnahmen, wurden auch die Kleingedank wieder politisch aktiv. Zusammen mit dem Schöffen Dietrich vom Hirtze amtierte Tilmann Kleingedank im Jahr 1317/18 erstmals als [[Liste der Kölner Bürgermeister|Bürgermeister]] der Stadt.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Herborn&amp;lt;/ref&amp;gt; 1334 war [[Hilger Quattermart von der Stesse|Hilger Kleingedank]] als Angehöriger des engeren Rates der Stadt Köln an einen Vertrag der Stadt mit Erzbischof [[Walram von Jülich]] beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Jansen (Bearb): Regesten der Erzbischöfe von Köln. 5. Band. 1977. Nr. 1493&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gumpert Kleingedank genannt Mommersloch wurde Schöffe des Hohen Weltlichen Gerichtes zu Köln. Er war verheiratet mit Richmud (Steck) von Beeck. Noch im Jahr 1534 wurde er in Prozessakten als Schöffe bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Archive NRW, Prozessakten des Reichskammergerichtes, 3922 und 3924&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch sein Sohn Melchior, der Christina von Rottkirchen geheiratet hatte, wurde Schöffe des Hohen Weltlichen Gerichtes in Köln. Melchiors überliefertes Siegel wies das Jahr 1547 aus. Die beiden Eheleute starben vor 1584.&amp;lt;ref&amp;gt;Sammlung Oidtmann, Mappe 841 mit Verweis auf Schreinsbuch Aposteln (porta ovina)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zusammenhalt und Streit der Geschlechter ====&lt;br /&gt;
Der Zusammenhalt und die gegenseitige Unterstützung, die sich die verschwägerten Familien gewährten, ließ die Familien mächtig und einflussreich werden. Diese gegenseitige Hilfe, auch in finanziellen Belangen, verdeutlichte ein Beleg des Jahres 1327. In diesem Jahr verbürgten sich Johann Overstolz und Eberhard Kleingedank gegenüber Johann von Lyskirchen für Bela Kleingedank bei der Übertragung zweier Zinslasten von den Höfen Butze und Weidenbach.&amp;lt;ref&amp;gt;HAStK HUA U/1196&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An den später ausbrechenden Konflikten innerhalb der Geschlechter waren die Kleingedank nicht beteiligt. Mit dem zu dieser Zeit als Ratsherr amtierenden Ingebrand Kleingedank&amp;lt;ref name=&amp;quot;ReferenceA&amp;quot;/&amp;gt; nahm die Familie gegenüber den sich im Jahr 1396 gebildeten verfeindeten Parteien der „Greifen“ mit ihrem Führer Hilger Quattermart und der Partei der „Freunde“, die durch Konstantin von [[Lyskirchen]] angeführt wurde, eine neutrale Haltung ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kirchliches Engagement ===&lt;br /&gt;
In den oft kinderreichen Familien übernahm auch bei den Kleingedank im Erbfall in der Regel der älteste Sohn den Stammsitz. Geschwister gingen zumeist adäquate Ehen ein, die es ihnen im Einzelfall sogar erlaubten, auf das Erbteil oder eine Rente zu verzichten. So verzichteten 1290 Rigwin genannt Kleingedank (Clenegedanc), seine Ehefrau und ihre Kinder auf ihre Ansprüche in Höhe von 50 [[Mark (Gewicht)#Regionale Ausprägungen der Mark|Mark cölnisch]], die ihnen das Kapitel von [[St. Maria ad Gradus (Köln)|St. Mariengraden]] aus einer Rente von 50 [[Alte Maße und Gewichte|Maltern]] Hafer zu [[Flamersheim]] schuldete.&amp;lt;ref&amp;gt;Anne Dorothee von den Brinken (Bearb): Das Stift St. Mariengraden zu Köln. I. Teil in: Mitteilungen aus dem Stadtarchiv 57. Heft. Köln 1969. Regest U Mariengraden 28 Seite 16.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige strebten mit entsprechender Ausbildung ein Studium an und andere unter ihnen, die finanziell durch Erbteil oder Mitgift gut ausgestattet waren, wurden [[Beginen und Begarden]],&amp;lt;ref&amp;gt;Herbert Grundmann, Religiöse Bewegungen im Mittelalter. Darmstadt 1970 (Erstauflage 1936), S. 48&amp;lt;/ref&amp;gt; oder wandten sich einem geistlichen Leben zu, indem sie Nonnen, Mönche oder Priester, aber auch Stiftsdamen und -herren wurden. Auffallend viele der Frauen der Familie Kleingedank wählten für ihr künftiges Leben den Eintritt in die Gemeinschaft der [[Zisterzienserinnen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Beginen und Nonnen ====&lt;br /&gt;
Etwa von 1275 bis 1303 traten aus der Familie Kleingedank neun der weiblichen Nachkommen in eine Gemeinschaft von Beginen ein. Weitere 15 schlossen sich einer klösterlichen Gemeinschaft an, davon zwölf den Zisterzienserinnen. Vier verließen die Stadt und wählten um 1275 den Eintritt in das [[Kloster Benden]] in [[Heide (Brühl)|Heide]], eine in das [[Kloster Marienborn (Hürth-Burbach)|Kloster Burbach]]. Fünf der Frauen traten zwischen 1260 und 1300 dem Ordenshaus Mariengarten bei. Je eine wählte sich das [[Maria im Spiegel|Kloster Seyn]] und Gertrud Kleingedank das Kloster zu Mechtern (Konvent zu den Märtyrern), in dem sie um 1336 von ihrer Gemeinschaft zur [[Abt|Äbtissin]] gewählt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Archive NRW, Bestände: U 1/15, 1336 August 14, St. Apern, U 1/13 und U 1/15&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei entschieden sich für den Eintritt in das [[Prämonstratenser]]kloster [[Köln-Dünnwald|Dünnwald]] und eine, Alstradis Kleingedank, für das [[Dominikaner]]innenkloster [[Kloster St. Gertrud (Köln)|St. Gertrud]] am [[Neumarkt (Köln)|Neumarkt]], in dem sie von 1320 bis 1322 als [[Prior]]in wirkte.&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Lau in: Das Kölner Patriziat bis zum Jahre 1325 Tafel I bis III in: Mitteilungen aus dem Stadtarchiv XXV. 1894&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1321 stiftete Bela (Sybille) von Mommersloch in der Stolkgasse des [[Niederich (Köln)|Niederich]] den Konvent „Zum Mommersloch“, der 1476 zum Kloster [[Apollonia (Heilige)|Apollonia]] der [[Augustinerinnen]] wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Keussen, B. I, S. 152&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:St-Aposteln-Köln-mit-Stiftsgebäuden-Justus-Finkenbaum-um-1665.jpg|mini|St. Aposteln, im Vordergrund die nach 1200 errichteten Stiftsgebäude. (Justus Finkenbaum um 1665)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geistliche Herren ====&lt;br /&gt;
* Tilmann Kleingedank war 1278 Benediktinermönch zu [[Groß St. Martin]] in der [[Historische Kölner Rheinvorstadt|Rheinvorstadt]]&lt;br /&gt;
* Im Jahr 1291 stiftete Henricus, Clericus Cleyngedanc, den „ad portam“ genannten Konvent an der Straße „In der Höhle“. Die im Jahr 1313 auf 20 Personen angewachsene Gemeinschaft siedelte auf die Breite Straße um.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Keussen, B. I, S. 151&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Im Jahr 1302 war ein Hermann Kleingedank Pfarrer an [[St. Johann Baptist (Köln)|St. Johann Baptist]] in der Vorstadt [[Oversburg]] tätig&amp;lt;ref name=Friedrich_Lau /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Richolfus Kleingedank war 1315 Predigermönch (Dominikaner)&lt;br /&gt;
* 1322 wirkte Hubert Kleingedank als [[Kanoniker|Kanonikus]] zu St. Aposteln.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wilhelm Kisky]] (Bearb): Regesten der Erzbischöfe von Köln. 4. Band. 1915. Nr. 1353&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Zusammenhang mit dem Haus seiner als „natürliche Tochter“ (filia naturalis) bezeichneten (wohl unehelichen) Tochter, wurde „Huperti Cleynegedanx“ als can. eccl. s. Aposteln in den Jahren 1342 und 1371 erneut angeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Keussen, B. 2, S. 133 b, S. 134 b&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Um 1362 war ein Johann Kleingedank (Cleyngedanc) Kanonikus zu [[St. Severin (Köln)|St. Severin]]. Er und weitere Kanoniker des Stiftes kamen überein, dem Dekan Otto von Gennep freiwillig einen Anteil aus ihren Präsenzgeldern zu zahlen, obwohl dieser darauf keinen rechtlichen Anspruch hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Jansen (Bearb): Regesten der Erzbischöfe von Köln. 6. Band. 1977. Nr. 1493&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grundbesitz der Kleingedank ===&lt;br /&gt;
Die Kleingedank zählten hinsichtlich ihres in den Schreinsakten angeführten Besitzes zu den großen privaten Grundbesitzern der Stadt Köln. Ihr Gewinnstreben schien, im Gegensatz zu den im Handelswesen reich gewordenen Geschlechtern, vornehmlich auf [[Immobilie]]ngeschäfte ausgerichtet gewesen sein. Obwohl ihr Name an Orten alter Handelsrouten überliefert wurde, konnten Handelsaktivitäten der Kleingedank bis auf eine Ausnahme nicht nachgewiesen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So soll nach [[Hermann Kellenbenz|Kellenbenz]], Johannes Kleingedank genannt Mommersloch nach [[Westindische Inseln|Westindien]] gelangt sein, wo er auf der Insel [[Cabo de Vela|Cabo de la Vela]] verstarb. Es war ein vornehmlich von europäischen [[Kolonialismus|Kolonialunternehmen]] wie den [[Welser]]n wegen seiner [[Perle]]nvorkommen bereistes Gebiet. Noch vor seinem Tode soll ihm sein Bruder Balthasar dorthin gefolgt sein. Eine von diesen beiden Kaufleuten stammende Hinterlassenschaft ging später als Erbschaft an Catharina Mommersloch, Gattin des Hermann Lantzkrone. Die Erbschaft soll Gold und Perlen umfasst haben, die in den 1560er Jahren von dem Beauftragten Paulus Blackwaldt an die Familie ausgehändigt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Kellenbenz: Wirtschaftsgeschichte Kölns im 16. und beginnenden 17. Jahrhundert in: Zwei Jahrtausende Kölner Wirtschaft. Bd. I. Köln 1975. Seite 392.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ver[[Immobiliarmiete|pachtungen]], An- oder Verkauf der mit einer Hofstadt (Curia) oder Häusern (Domus) bestandenen Liegenschaften der einzelnen Familienzweige gewährten ein stetiges Einkommen. Größere ertragreiche Güter oder Höfe der Familien befanden sich im Umland oder in den Vorstädten. An entstehenden Straßen sowie den freiwerdenden Befestigungswällen errichtete Zinshäuser mit ihren Erträgen wurden ebenso in den Schreinseintragungen festgehalten, wie auch ein Besitzwechsel kleinerer Objekte oder der zu zahlende Mietzins von Einzelwohnungen (Mansiones) „unter einem Dach“ in der Kernstadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erhalt des Familienbesitzes durch Vererbung ====&lt;br /&gt;
Die [[Realteilung|Erbteilung]] zwischen den Geschwistern Gumpert und Clairgen Mommersloch des elterlichen [[Nachlass]]es im Jahr 1497 zeigt beispielhaft auf, welche Vermögenswerte innerhalb eines einzelnen Familienzweiges der Kölner Patrizier vorhanden waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gumpert erhielt das Haus zum Mommersloch vor [[Alt St. Alban|St. Alban]], sechs Häuser unter Kranenbäumen in der Vorstadt [[Niederich (Köln)|Niederich]], zwei „Gaddemen“ (aufgestellte Verkaufshäuser ohne Fundament) an der Hachtporzen am [[Kölner Dom|Dom]], drei Häuser auf dem Büchel in der Pfarre [[St. Peter (Köln)|St. Peter]], ein Haus auf der [[St. Gereon]]sstraße, zwei Häuser feldwärts von den vier Häusern hinter [[Antoniterkirche (Köln)|St. Antonis]] an der [[Schildergasse]], neun [[Weißpfennig]]e vom Erbe in der „Kemmergasse“ am Griechenmarkt, drei Mark vom [[Brauhaus]] auf der St. Maximinenstraße, acht Mark von der Schmiede auf der [[Kölner Bäche|Bach]] neben dem Haus zur Duyven, sieben Mark von Häusern auf der „Breiderstrassen“ (frühe Severinstraße) beim Hospital St. Johann in der Vorstadt [[Oversburg]] und die Hälfte von 26 Gulden einer Kölner Domrente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Clairgen erhielt das Haus zum Aeren vor [[St. Laurenz (Köln-Innenstadt)|St. Laurenz]], in dem Peter Roide und Ehefrau zur Miete wohnten, zwei Mark vom Haus zur Lilien (Neugasse), sieben Viertel [[Historischer Weinanbau und Weinhandel in Köln|Weingarten]] auf dem Aldengraven (heutige Eintrachtstraße) mit Wohnhaus, [[Kelter]]haus und Bütten und den 17 [[Mietshaus|Zinshäuschen]] dabei, zwei Häuser rheinwärts vor St. Antonis, 15 Mark vom Haus zum Hyrtz (Schildergasse) und die andere Hälfte der Domrente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Clairgen hatte schon vorab aus dem Erbe als „Hilichsgut“ (zur Verlobung)&amp;lt;ref&amp;gt;Adam Wrede, Band 1, S. 354&amp;lt;/ref&amp;gt; Erbrenten von Höfen außerhalb Kölns und einem Hof bei [[Niederzier]] erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichermaßen erhielt Gumpert Erbrenten von Besitzungen außerhalb Kölns und den [[Gut Kauweiler|Hof Kauweiler]] (bei [[Eschweiler über Feld]]). In Köln den dritten Teil von 40 Gulden und sechs Hühner vom Haus zum Raven auf dem [[Alter Markt (Köln)|Altermarkt]] zwischen dem Haus zum Spiegel und dem Haus von der Eren, drei Gulden vom Haus zum Scherffgin, gelegen vor den [[Kölner Kreuzbrüder]]n (an der Kreuzgasse) und fünf Gulden vom Haus Neuenburg an der „gulden Waage“ (heute [[Hohe Straße (Köln)|Hohe Straße]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Annea-Dorothee von den Brincken (Bearb.), &amp;#039;&amp;#039;Die Sammlung Lückger und Fahne im Stadtarchiv Köln&amp;#039;&amp;#039;. Köln 1965. S. 124/125 und S. 168&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Größere Anwesen ====&lt;br /&gt;
* Der Vogtshof, der Gürzenichhof und der Hof Mauritius gehörten zu den sehr früh erwähnten Besitztümern der Familie. Everhard Kleingedank (Schöffe von 1197 bis 1212, gestorben 1247) und seine Frau Gertrud hatten den Hof des [[Vogt]]es Almarus (neben [[St. Maria im Kapitol]]) von den Volmerstein als [[Lehen]] erhalten. Ihr Sohn Gottfried, der 1259 als geächtet erwähnt wurde und 1275 verstarb, mehrte den Besitz der Familie um den halben Hof [[Gürzenich]] sowie um den an der Weyerstraße liegenden Hof [[St. Mauritius (Köln)|s. Mauritius]], nach dem sich später seine Nachkommen nannten.&amp;lt;ref name=Friedrich_Lau /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die alte Hofstätte der Eltern ging an die Familie der Hardefust über und wurde im Jahr 1455 als Besitz des Kaufmanns Johannes [[Hardenrath]] in den Schrein eingetragen.&lt;br /&gt;
* Der Rennenberghof wurde in den Jahren 1318 und 1329 als Grundbesitz der Familie „Cleynegedank“ am alten Graben (Antiqua fossa) des Eigelsteinbezirkes angeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Keussen, Band I S. 97, Band II, S. 280, Sp. a f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Der Hof Kleingedank am Hildeboldplatz wurde bereits im Jahr 1323 veräußert. Der Besitz der „Cleyngedank“ bestand dort aus mehreren Häusern und einem [[Historischer Weinanbau und Weinhandel in Köln|Weingarten]] (am heutigen Hildeboldplatz) (versus portam [[St. Gereon|s. Gereonis]]), den Franko Hardefust, dessen Familie ebenfalls den Patriziern der Stadt zugehörte, erwarb.&amp;lt;ref&amp;gt;Herman Keussen, Bd. II., S. 255 Sp. b&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kleinere Besitzungen ====&lt;br /&gt;
* 1212 wurde ein neben dem [[Benediktinerinnenkloster zu den heiligen Makkabäern|Machabäerkloster]] gelegenes Haus mit Garten von Johann de [[Lechenich]], den man auch „Caput diaboli“ nannte, an Winemar Pincerra verkauft, der die Liegenschaft umgehend weiter an Everhard Cleynegedanc veräußerte.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Keussen, B. 2, S. 118, unter Verweis auf Hoeniger, Schreinsurkunde II 1, 179, 181: Die Familie Caput diaboli (= Düvelshovit) gehörte um 1200 zu den Kölner Familien, die in den Schreinsurkunden häufig bei Kauf, Verkauf von Häusern und Grundstücken und Schenkungen an die Kirche genannt wurden.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bereits 1291 hatte Henricus „dictus Clericus Cleyngedanc“ von dem „ad portam“ an der Straße „in der Höhle“ gelegenen Besitz ein Grundstück zur Errichtung eines Beginenkonventes gestiftet. Ein Haus „zoomes Cleynegedanck“ wurde im Jahr 1471 in der Schildergasse angeführt. Bis zum Beginn des 16. Jahrhunderts wurde in diesem Viertel, zwischen Oben Marspforten und Schildergasse, mehrfach Besitz der Kleingedank/Mommersloch angeführt, auch wurde wiederholt die Ortsbezeichnung „Mommerslochgasse“ verwendet. Die Steuerlisten der Jahre 1487/92 führten neben dem Haus- und Grundbesitz an der „Hellen“ auch Spezifikationen der Objekte an. So wurde die Anzahl der Schornsteine (Feuerstellen), aber auch der erhobene Mietzins in den zu dieser Zeit üblichen Oberländer Gulden angegeben.&lt;br /&gt;
* 1518 wurde die Lage eines Hauses in der Höhle (in der Hellen, auch Mummerslochgasse) präzise angegeben. Der Eintrag formulierte: „das alte Haus genannt ‚zom Cleynengedank‘ neben der [[Gaffel (Köln)|Gaffelpforte]] am Haus der Buntwörter, die auch Gesellschaftspforte genannt wurde, zur Schildergasse wärts.“&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Keussen, B. 1, S. 159 ff&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kleingedank, Pavone, Mommersloch ===&lt;br /&gt;
Der älteste bekannte Mommersloch war Ludovicus de Mumbernisloche oder Mimbernisloche, der zwischen 1165 und 1172 starb. Sein Sohn Ludovicus war zwischen 1205 und 1214 Amtmann der Richerzeche. Sein Sohn Hildegerus heiratete 1230 Blithildis, möglicherweise eine Erbtochter der Kleingedank, deren Wappen und Name übernommen wurde.&amp;lt;ref name=Anton_Fahne&amp;gt;Anton Fahne in: Geschichte der kölnischen, jülichschen und bergischen Geschlechter in Stammtafeln, Wappen, Siegeln und Urkunden, Stammfolge und Wappenbuch. A-Z, Köln, 1848. Band 1, S. 289&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kleingedank-de-Mommersloch-Wappen-nach-Anton-Fahne-1848.jpg|:Kleingedank de Mommersloch&lt;br /&gt;
Kleingedank-de-Pavone-genannt-Mommersloch-Wappen-nach-Anton-Fahne-1848.jpg|Wappen der Kleingedank de Pavone, genannt Mommersloch&lt;br /&gt;
Pavone-de-Mommersloch-Wappen-nach-Anton-Fahne-1848.jpg| Pavone de-Mommersloch&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wappen ====&lt;br /&gt;
* Ein in Gold gehaltener [[Wappenschild|Schild]] der „Kleingedank de Mommersloch“ hatte einen dreimal eckig geschobenen schwarzen Balken. Den [[Helm (Heraldik)|Helm]] bekrönten ein schwarzes und ein goldenes [[Büffel]]horn.&lt;br /&gt;
* Das [[Wappen]] der „Kleingedank de Pavone“ wurde wie folgt beschrieben: In Rot ein silberner viermal eckig verschobener Balken. Helm mit Hut, Fächerbrett wie der Schild bezeichnet, mit [[Pfau (Wappentier)|Pfaufedern]] besteckt.&lt;br /&gt;
* Dem goldenen Schild der „De Pavone / Mommersloch“ war eine rote Adlerschwinge und eine oben rechts angeordnete Bärentatze eingefügt. Den Helm des Wappens zierte ein goldener Bockskopf mit roten Hörnern.&amp;lt;ref name=Anton_Fahne /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hof Mommersloch ====&lt;br /&gt;
Kaspar Kleingedank genannt Mommersloch besaß den Hof Mommerloch in Kirchspiel St. Severin. Er starb 1590 und wurde in der Vorgängerkapelle von St. Gregorius „ahn dem elendigen Kirchhoff zu Cöllen“ bestattet. Die Grabplatte des Kaspar Kleingedank war mit den Wappen der Eltern verziert, dem des Vaters Gumpert Kleingedank genannt Mommersloch, Schöffe des Hohen Weltlichen Gerichtes zu Köln, und dem der Mutter Richmud (Steck) von Beeck. Eine Umschrift verkündete der Nachwelt:&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039; Ao. 1590 den 16. Mert ist gestorben der Edler und Vester Caspar von Kleingedanck genannt Mommersloch, letzter von dem alten Römischen Geschlecht&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=Anton_Fahne /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schwester des letzten Kleingedank/Mommersloch, Catharina Kleingedank genannt Mommersloch war verheiratet mit Hermann von Hirze genannt Lantzkron.&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Quix, Beschreibung des Kreises Eupen. Aachen 1837 ({{Google Buch|BuchID=1N4AAAAAcAAJ|Seite=113|Hervorhebung=Kaspar Kleingedank|Linktext=Online}})&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stammsitz und Umfeld ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Schafentor-und-Straße-Köln-Mercatorplan-1571.jpg|mini|Schaafentor, der davor verlaufende Wall und die zum Marsilstein führende Schaafenstraße. ([[Arnold Mercator]] um 1571)]]&lt;br /&gt;
Der Stammsitz der Familie entstand auf dem ehemaligen Gelände des um 1020/30 gegründeten [[Stift (Kirche)|Stiftes]] [[St. Aposteln]], zu dem die Familie enge Beziehungen pflegte. Der recht große Grundbesitz ragte an dieser Stelle in das Kirchspiel [[St. Mauritius (Köln)|St. Mauritius]] und damit in das Gebiet des Stiftes [[St. Pantaleon (Köln)|St. Pantaleon]] hinein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gelände lag westlich des im 11. Jahrhundert in der Höhe des „Laach“ in die [[Stadtmauer (Köln)|Römermauer]] gebrochenen Tores, der „porta ovina“ (alte Schaafenpforte), die einen Weg in die [[Flur (Gelände)|Feldflur]] entstehen ließ. Dieser Weg entwickelte sich dann zu den heutigen Straßen Marsilstein (dem mittelalterlichen Eselsmarkt) und der an das neue [[Schaafentor]] führenden Schaafenstraße, die bis weit in die [[Neuzeit]] von Höfen, Ställen und der dort vorrangig betriebenen [[Schäferei|Schafzucht]] geprägt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kleingedankhof Schaafenstraße ====&lt;br /&gt;
Die südlich der Schaafenstraße, zwischen den Straßen Rinkenpfuhl und Mauritiuswal gelegenen, 1283 und 1293 durch „Hildeger Cleynegedanc“ („iuxta ovinam portam“) erworbenen, dem Stift St. Aposteln zinspflichtigen Liegenschaften wurden zu dem mehrere Jahrhunderte bestehenden großen Stammsitz des Geschlechts Kleingedank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fünfzig Jahre später war der Hof im Besitz des „Gobel Cleyngedang“, dessen Frau Yda nach Gobels Tod in das [[Klarissenkloster Sankt Clara|Klarissenkloster St. Klara]] eintrat. Es folgte 1381 als neuer Herr des Hofes der Kölner [[Ratsherr]] Ingebrand, der erstmals in der heutigen Namensform Kleingedank genannt wurde. Im Jahr 1393 erwarb das Anwesen (die curia zůme Cleyngedancke) Gerhard de Cusino, der jedoch die Bezeichnung des Hofes beibehielt.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Keussen, Band I, S. 438, Sp a f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein sich im Jahr 1619 ereignender Großbrand verwüstete viele der Häuser im Kirchspiel St. Aposteln. Allein in der Schaafenstraße, im Bereich der Pforte, brannten, ohne die angeführten Scheuern und Ställe, über 30 Häuser nieder.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Keussen, B. I. S. 440, Sp. b (Verweis auf: Eckertz in Annalen 30, 153)&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1624 geriet der Hof Kleingedank durch einen von seinen Gebäuden an der Schaafenstraße ausgehenden Brand in den Mittelpunkt einer gerichtlichen Auseinandersetzung.&amp;lt;ref&amp;gt;Archive NRW, Bestände:A 1, Altsignatur: W57/205, 1624&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Historiker Thomas befand sich der Hof Kleingedank zuletzt im Besitz der Kölner Familien Junkersdorf und Lülsdorf. Er wurde um 1874, wie auch der benachbarte Hof des [[Johann Rinck]] niedergelegt, um der geplanten Balduinstraße mit ihrer Bebauung Raum zu schaffen.&amp;lt;ref&amp;gt;Adolph Thomas, S. 67 f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenken in der Stadt Köln ==&lt;br /&gt;
Die Stadt Köln pflegt die Erinnerung an viele der alten Patrizierfamilien, die aus ihren Reihen auch viele Bürgermeister stellten. So benannte sie Straßen nach den Geschlechtern der Hardefust, der [[Overstolzen]], der Gyr, der Quatermakt, der Scherfgin und Hirtz, der Lyskirchen und auch der Kleingedank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Herborn]]: &amp;#039;&amp;#039;Zur Rekonstruktion und Edition der Kölner Bürgermeisterliste bis zum Ende des Ancien Regime&amp;#039;&amp;#039;, in: Rheinische Vierteljahresblätter 36 (1972)&lt;br /&gt;
* [[Hermann Keussen]], &amp;#039;&amp;#039;Topographie der Stadt Köln im Mittelalter.&amp;#039;&amp;#039; in 2 Bänden. Köln 1910. Reprint: Droste-Verlag, Düsseldorf 1986, ISBN 3-7700-7560-9 und ISBN 3-7700-7561-7.&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Herausgeber=Ulrich S. Soenius, Jürgen Wilhelm|Titel=Kölner Personen-Lexikon|Verlag=Greven|Ort=Köln|Jahr=2007|ISBN=978-3774304000}}&lt;br /&gt;
* Adolph Thomas, in: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Pfarre St. Mauritius zu Köln.&amp;#039;&amp;#039; Mit einer Abbildung der alten Abtei St. Pantaleon nach Stengelius. 1. Aufl. J. P. Bachem, Köln 1878&lt;br /&gt;
* [[Adam Wrede]]: &amp;#039;&amp;#039;Neuer kölnischer Sprachschatz&amp;#039;&amp;#039;, Zweiter Band K – R, S. 269, Greven Verlag, Köln, 9. Auflage 1984, ISBN 3-7743-0155-7&lt;br /&gt;
* [[Anton Fahne]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der kölnischen, jülichschen und bergischen Geschlechter in Stammtafeln, Wappen, Siegeln und Urkunden, Stammfolge und Wappenbuch&amp;#039;&amp;#039;. A-Z, Köln, 1848. Band 1&lt;br /&gt;
* [[Hermann Kellenbenz]]: &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaftsgeschichte Kölns im 16. und beginnenden 17. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039; in: Zwei Jahrtausende Kölner Wirtschaft. Bd. I. Köln 1975&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einzelnachweise ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kölner Patriziergeschlecht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Köln im Mittelalter]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mielas</name></author>
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