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	<title>Klein Vielen - Versionsgeschichte</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
|Wappen = kein&lt;br /&gt;
|Breitengrad = 53/27/11/N&lt;br /&gt;
|Längengrad = 13/1/47/O&lt;br /&gt;
|Lageplan = Klein Vielen in MSE.svg&lt;br /&gt;
|Bundesland = Mecklenburg-Vorpommern&lt;br /&gt;
|Landkreis = Mecklenburgische Seenplatte&lt;br /&gt;
|Amt = Neustrelitz-Land&lt;br /&gt;
|Höhe = 100&lt;br /&gt;
|PLZ = 17237&lt;br /&gt;
|Vorwahl = 03981, 039822, 039824&lt;br /&gt;
|Gemeindeschlüssel = 13071075&lt;br /&gt;
|Adresse-Verband = Marienstraße 5&amp;lt;br /&amp;gt;17235 Neustrelitz&lt;br /&gt;
|Website = [https://www.amtneustrelitz-land.de/gemeinden/klein-vielen.html www.amtneustrelitz-land.de]&lt;br /&gt;
|Bürgermeister = Sylvana Reggentin&lt;br /&gt;
|Bürgermeistertitel = Bürgermeisterin&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Klein Vielen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine Gemeinde im [[Landkreis Mecklenburgische Seenplatte]] im Süden [[Mecklenburg-Vorpommern]]s (Deutschland). Sie wird vom [[Amt Neustrelitz-Land]] mit Sitz in der nicht amtsangehörigen Stadt [[Neustrelitz]] verwaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Brustorf Berg in Richtung Klein Vielen.jpg|mini|links|Berg bei Brustorf in Richtung Klein Vielen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gemeindegebiet Klein Vielens liegt auf einer welligen Hochfläche auf der [[Nordsee-Ostsee-Wasserscheide]] am nordöstlichen Rand des [[Müritz-Nationalpark]]es. Südwestlich von Klein Vielen (in der Nachbargemeinde [[Kratzeburg]]) entspringt die [[Havel]] und entwässert über die [[Elbe]] zur [[Nordsee]], während das Wasser im Bereich nördlich von Klein Vielen über den &amp;#039;&amp;#039;Aalbach&amp;#039;&amp;#039;, die [[Tollense]] und [[Peene]] zur [[Ostsee]] abfließt. Zwischen Klein Vielen und dem Ortsteil &amp;#039;&amp;#039;Liepen&amp;#039;&amp;#039; ragt der &amp;#039;&amp;#039;Strelitzer Berg&amp;#039;&amp;#039; etwas aus der Umgebung hervor, er ist mit 116 m ü. NN die höchste Erhebung zwischen [[Neubrandenburg]] und der [[Müritz]]. Im Nordosten des Gemeindegebietes liegen der 2300 Meter lange und bis zu 500 Meter breite [[Klein Vielener See]] und in dessen Verlängerung der 800 Meter lange [[Wedensee]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umgeben wird Klein Vielen von den Nachbargemeinden [[Penzlin]] im Norden, [[Hohenzieritz]] im Osten, [[Blumenholz]] im Südosten, [[Neustrelitz]] im Süden sowie [[Kratzeburg]] im Nordwesten.&lt;br /&gt;
{{Absatz|links}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gemeindegliederung ==&lt;br /&gt;
Die Gemeinde Klein Vielen besteht aus den ehemals selbständigen Ortsteilen&lt;br /&gt;
* Klein Vielen&lt;br /&gt;
* Hartwigsdorf&lt;br /&gt;
* Adamsdorf&lt;br /&gt;
* Liepen&lt;br /&gt;
* Brustorf&lt;br /&gt;
* [[Peckatel (Klein Vielen)|Peckatel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Adamsdorf ===&lt;br /&gt;
Der ursprüngliche Name von Adamsdorf lautete Kuhstall (Kostel). Als im Jahr 1812 Hilfstruppen für [[Napoleon]]s [[Russlandfeldzug 1812|Russlandfeldzug]] eingezogen wurden, war unter ihnen auch der Sohn des Gutsherren Graf Heinrich von Blumenthal, Graf Adam von Blumenthal. Er zog mit den zweiten Kürassier-Regiment der westfälischen Truppen, bis er kurz vor [[Moskau]] in der Schlacht bei Borodino verwundet wurde und seinen Verletzungen wenig später in Moskau erlag. Zu Ehren seines Sohnes benannte der Gutsherr Graf Heinrich von Blumenthal den Ort in Adamsdorf um. An die Geschichte Adamsdorfs erinnern heute eine Informationstafel nahe der Bushaltestelle und der Adamsstein nahe dem Dorfeingang.&amp;lt;ref&amp;gt;Informationstafel in Adamsdorf.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Adamsstein ist als Naturdenkmal unter Schutz gestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.kleinvielen-ev.de/?page_id=867 Adamstein.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brustorf ===&lt;br /&gt;
Brustorf, als Brusmezdorpe wohl 1317 ersterwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Me(c)klenburgisches Urkundenbuch |Hrsg=Verein für meklenburgische Geschichte und Alterthumskunde |Sammelwerk=Standardwerk &amp;#039;&amp;#039;[[Mecklenburgisches Urkundenbuch|MUB]]&amp;#039;&amp;#039; |Band=IV. Band B, Register zu Band I. - IV. I. Ortsregister |Verlag=In Commission der Stiller’schen Hofbuchhandlung. Gedruckt in der Hofbuchdruckerei von Dr. F. W. Bärensprung |Ort=Schwerin |Datum=1867-08-15 |Seiten=10–1521 |Online=[https://www.google.de/books/edition/Mecklenburgisches_Urkunden/HqYMAQAAMAAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Brustorf&amp;amp;pg=PA10&amp;amp;printsec=frontcover Online]|Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Andere nachhaltige Quellen beziehen sich auf eine Urkunde bereits vom 12. März 1274, womit der Fürst Nikolaus von Werle den Brüdern Bernhard und Heinrich von Peccatel dieses und weitere Güter, wie Peckatel und Klein Vielen, verleiht. Die kleine Vorgänger-Ortschaft lag etwas westlich vom heutigen Brustorf. Die Hochschule Neubrandenburg&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Brustorf |Hrsg=Institut für Umweltgeschichte und Regionalentwicklung e.&amp;amp;nbsp;V. an der Hochschule Neubrandenburg |Sammelwerk=Heimatgeschichte |Verlag=Selbstverlag |Ort=Neubrandenburg |Datum=2020-10-10 |Seiten=1 |Online=[https://www.hs-nb.de/iugr/landschaft-hat-geschichte/geschichtliche-entwicklung/standard-titel/standard-titel-4/ Online]|Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; geht von einem Alt-Brustorf aus, nachmals Sitz einer Meierei. Der heutige Ort Brustorf begann sich demnach erst ab 1728 zu entwickeln, auf der Brustorfer Feldmark entstand Glashütte. Früher war es immer ein Nebengut der Familie von Maltzan auf Rothenmoor. Deren durchgehende genealogische Reihe beginnt, auch für Brustorf, mit Joseph von Maltzan (1735–1805), dann folgt Landrat Friedrich von Maltzan (1783–1864). In Brustorf geboren ist der erste Schüler des 1836 gegründeten [[Pädagogium Putbus|Königlichen Pädagogiums zu Putbus]], einem bekannten Gymnasiums, [[Bernhard von Maltzan]] (1820–1905). Er trug den Ehrentitel [[Exzellenz (Titel)|Exzellenz]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hans Friedrich v. Ehrenkrook |Titel=Genealogisches Handbuch der Freiherrlichen Häuser / A (Uradel) 1956 |Hrsg=Ausschuss für adelsrechtliche Fragen in Gemeinschaft mit dem Deutschen Adelsarchiv |Sammelwerk=GHdA Gesamtreihe von 1951 bis 2015 |Band=II |Nummer=13 |Verlag=C. A. Starke |Ort=Glücksburg/Ostsee |Datum=1956 |ISSN=0435-2408 |Seiten=312 f. |Online=http://d-nb.info/451802543 |Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und war Senatspräsident am Gericht in Rostock.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Jahresbericht über das Königlichen Pädagogium zu Putbus Ostern 1906 |Band=Vita des Bernhard Johann v. Maltzan |Nummer=1906. Progr. - No.: 179 |Verlag=Druck von R. Decker |Ort=Putbus |Datum=1906 |Seiten=18 |Online=[http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ulbdsp/periodical/pageview/6883567 Online]|Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch in späteren Zeiten diente Brustorf der Gutsbesitzerfamilie als Wohnsitz.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser A (Uradel vor 1400 nobilitiert). 1936 |Sammelwerk=Standardwerk der Genealogie, bis 1942 publiziert |Verlag=Justus Perthes |Ort=Gotha |Datum=1936 |Seiten=380–383 |Online=[https://www.google.de/books/edition/Gothaisches_genealogisches_Taschenbuch_d/OUEbAAAAYAAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;bsq=Brustorf Online]|Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hartwigsdorf ===&lt;br /&gt;
Im heutigen Ortsteil Hartwigsdorf wurden 1933 30 Personen gezählt, sechs Jahre später waren es 105.&amp;lt;ref&amp;gt;{{GOV|objekt=HARORF_O2081 |val=Hartwigsdorf |abruf=2025-07-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach amtlichen Quellen ist die Wohnbevölkerung 1940 mit 105 Personen beziffert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Regierungsblatt für Mecklenburg. 1940. Nr. 1- 54 |Hrsg=Staatsministerium, Abt. Inneres |Nummer=46 |Auflage=1940 |Verlag=Gedruckt von der Bärensprungschen Buchdruckerei |Ort=Schwerin |Datum=1940 |Seiten=247 |Online=[https://books.google.de/books?id=Nv3lAAAAMAAJ&amp;amp;pg=PA247 Online]|Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das kleine eingeschossige Gutshaus Hartwigsdorf wurde vermutlich um 1833 errichtet und dient heute für Ferienwohnungen. Am 1. Juli 1950 wurde Hartwigsdorf eingemeindet.&lt;br /&gt;
[[Datei:Jahn-Kapelle Klein Vielen im Winter.jpg|mini|Die wiederhergestellte [[Jahn-Kapelle Klein Vielen|Jahn-Kapelle]]]]&lt;br /&gt;
=== Klein Vielen ===&lt;br /&gt;
Klein Vielen wurde als „Vilim Carstici“ im Jahr 1170 erstmals urkundlich erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Paul Kühnel |Titel=Die slavischen Ortsnamen in Meklenburg |Sammelwerk=Jahrbücher des Vereins für meklenburgische Geschichte und Alterthumskunde |WerkErg=Jahrbücher für Geschichte |Band=Band 46 |Ort=Schwerin |Datum=1881 |ISSN=0259-7772 |Seiten=150 |Online=[https://mvdok.lbmv.de/resolve/id/mvdok_document_00002845/image/nr/0023 online] |Abruf=2016-04-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Frühe Lehnsnehmer waren die von Holstein, die mit dem [[Wendenkreuzzug]], an der Seite [[Heinrich der Löwe|Heinrich des Löwen]] kamen. Im 15. Jahrhundert entstand hier ein Herrenhaus, das Gutshaus existiert nicht mehr. Das Gut wechselte nach dem [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] mehrfach den Besitzer. 1804 erwarb es als erster bürgerlicher Besitzer Gottfried Joachim Vick. Während der französischen Besetzung kam es in den Besitz von Graf [[Heinrich von Blumenthal (Bürgermeister)|Heinrich von Blumenthal]], der es von 1810 bis 1815 leitete. Gleich 1815 verkaufte er es an den Prokurator Rudolph Jahn, der aus Köritz bei Neustadt an der Dosse kam.&lt;br /&gt;
Rudolf Jahns zweitgeborener Sohn Eduard, der das Gut erbte, ließ um 1851 auf dem Klingenberg zu Ehren seiner Frau, die bei der Geburt ihres achten Kindes verstarb, eine neogotische [[Jahn-Kapelle Klein Vielen|Grabkapelle]] errichten.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Behrens: &amp;#039;&amp;#039;Die Jahn-Kapelle in Klein Vielen. Geschichten um ein Kleinod in der mecklenburgischen Kulturlandschaft&amp;#039;&amp;#039;, Friedland 2016, ISBN 978-3-941681-91-0, S. 19–26&amp;lt;/ref&amp;gt; Eduard fand unter seinen Kindern keinen Erben und verkaufte das Gut im Jahre 1880 an einen Freiherrn [[Kap-herr|von Kap-herr]]. Hermann Freiherr von Kap-herr (1801–1877) war als spanischer Konsul, Bankier und erblicher Ehrenbürger von St. Petersburg erst 1868 in den Adelsstand erhoben worden. Und sein Sohn Karl (1827–1887) begründete sogleich einen [[Familienfideikommiss]] mit festgelegter Erbfolge. Hauptwohnsitz des Erben Freiherr Hermann von Kapp-herr (1854–1929) blieb aber Schloss Lockwitz bei Dresden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hans Friedrich v. Ehrenkrook, [[Friedrich Wilhelm Euler (Genealoge)|Friedrich Wilhelm Euler]], Jürgen Thiedicke von Flotow-Stuer |Titel=Genealogisches Handbuch der Freiherrlichen Häuser / B (Briefadel nach 1400 nobilitiert) 1963 |Hrsg=[[Deutsches Adelsarchiv]] e. V. |Sammelwerk=[[Genealogisches Handbuch des Adels|GHdA]], von 1951 bis 2015 |Band=III |Nummer=31 |Verlag=C. A. Starke |Ort=Limburg an der Lahn |Datum=1963 |ISSN=0435-2408 |Seiten=223–232 |Online=https://d-nb.info/456719768 |Abruf=2021-09-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf dem Gutshof im heutigen Ortsteil Klein Vielen lebten 1910 gezählte 211 Personen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{GOV|objekt=Klein Vielen |val=KLELENJO63MK |abruf=2025-07-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Kurz vor der großen Wirtschaftskrise 1928/1929 umfasste das Rittergut Klein Vielen mit Hartwigshof der Gebrüder Freiherren von Kapp-herr konkret 1108 ha, davon 151 ha Wald.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ernst Seyfert, Hans Wehner |Titel=Niekammer’s Landwirtschaftliches Güter-Adreßbücher, Band IV, Mecklenburg |Hrsg=Niekammer |Sammelwerk=Letzte Ausgabe |Band=IV |Auflage=4 |Verlag=Niekammer’s Güter-Adreßbuch GmbH |Ort=Leipzig |Datum=1928 |Seiten=200 |Online=http://katalog.g-h-h.de/vufind/Search/Results?lookfor=G%C3%BCteradressbuch+Mecklenburg+1928&amp;amp;type=AllFields |Abruf=2021-09-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1937/1938&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Walter v. Hueck |Titel=Genealogisches Handbuch des Adels 1979 |Hrsg=Deutsches Adelsarchiv e. V. |Sammelwerk=GHdA von 1951 bis 2015 |Verlag=C. A. Starke |Ort=Limburg an der Lahn |Datum=1979 |Seiten=342 |Online=[https://www.google.de/books/edition/Genealogisches_Handbuch_des_Adels/xUJmAAAAMAAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;bsq=Klein+Vielen+Herbert+Bennecke&amp;amp;dq=Klein+Vielen+Herbert+Bennecke Detail/Online]|Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; verkauften die von Kap-herr das Gut an den Landwirt Herbert Bennecke,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=[[Deutsches Geschlechterbuch]] 1996 |Sammelwerk=DGB |Verlag=C. A. Starke |Ort=Limburg an der Lahn |Datum=1996 |Seiten=39 |Online=[https://www.google.de/books/edition/Deutsches_Geschlechterbuch/BkdmAAAAMAAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;bsq=Klein+Vielen+Herbert+Bennecke Detail/Online]|Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; der mit Löbnitz ebenso ein Gut im Anhaltinischen besaß. Klein Vielen galt als [[Allod]]ialbesitz und war somit auch ohne größere Auflagen veräußerbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der Bodenreform wurde Bennecke enteignet. 1946 wurden einige Neubauernstellen geschaffen. Typische Neubauernhäuser entstanden. 1953 gründeten die Klein Vielener ihre [[Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft]] (LPG) &amp;#039;&amp;#039;Karl Marx&amp;#039;&amp;#039;. Das auch als „Schloss“ bezeichnete [[Herrenhaus (Gebäude)|Herrenhaus]] des 1945 entschädigungslos enteigneten Gutes in Klein Vielen brannte 1947 ab. An seiner Stelle steht ein mehrgeschossiges Wohnhaus aus den 1950er Jahren. Es befindet sich in der einzigen 90-Grad-Kurve des Ortes – drumherum sind einige Wirtschaftsgebäude erhalten, die in die Denkmalliste aufgenommen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde Klein Vielen bemüht sich in Zusammenarbeit mit dem 2015 eigens gegründeten &amp;#039;&amp;#039;Förderverein Jahn-Kapelle Klein Vielen e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;#039;&amp;#039; und dem örtlichen Kulturverein &amp;#039;&amp;#039;Klein Vielen e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;#039;&amp;#039; um die Erhaltung der [[Jahn-Kapelle Klein Vielen|Jahn-Kapelle]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Liepen Kirche 2010-09-03 202.JPG|miniatur|hochkant|Kirche in Liepen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Liepen ===&lt;br /&gt;
Liepen wurde als „Lipyn“ erstmals im Jahr 1247 urkundlich erwähnt. Der Name leitet sich vom slawischen Wort „Linde“ ab und bedeutet so viel wie „Lindenort“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Paul Kühnel |Titel=Die slavischen Ortsnamen in Meklenburg |Sammelwerk=Jahrbücher des Vereins für meklenburgische Geschichte und Alterthumskunde |WerkErg=Jahrbücher für Geschichte |Band=Band 46 |Ort=Schwerin |Datum=1881 |ISSN=0259-7772 |Seiten=84 |Online=[https://mvdok.lbmv.de/resolve/id/mvdok_document_00002845/image/nr/0023 Online] |Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Ort gehörte zum Rittersitz Klein Vielen im ritterschaftlichen Amt Stavenhagen. Der Ort liegt an einer alten Handelsstraße und besaß eine Kirche aus dem 13. Jahrhundert. Diese wurde im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] teilweise zerstört und in der Folgezeit nur notdürftig instand gesetzt. Erst 1888 wurde die neue [[Neugotik|neugotische]] Kirche eingeweiht. Die Kirche wurde umfangreich durch Bemühungen des Fördervereins Liepener Kirche und Orgel in den Jahren 2019–2023 restauriert. Die in der Kirche befindliche [[Grüneberg (Orgelbauer)|Grüneberg]]-[[Orgel]] mit vier Registern wurde ebenfalls restauriert und ist nach 40 Jahre wieder spielbar.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://orgel-verzeichnis.de/klein-vielen-liepen-dorfkirche/ Klein Vielen/Liepen – Dorfkirche – Orgel], In: Verzeichnis – Hrsg. Orgelarchiv Schmidt. 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Peckatel (Klein Vielen) Kirche 2010-09-03 189.JPG|miniatur|hochkant|Kirche in Peckatel]]&lt;br /&gt;
=== Peckatel ===&lt;br /&gt;
Der Name [[Peckatel (Klein Vielen)|Peckatel]] leitet sich vom einst ortsbesitzenden Adelsgeschlecht derer &amp;#039;&amp;#039;von Peccatel&amp;#039;&amp;#039; ab. Seit 1505 waren die Güter im Besitz der Familie von [[Maltzahn]] (Linie Wartenberg-Penzlin), die sie 1629 verpfändete. Joseph von Maltzahn erwarb 1795 das Gut wieder. 1854 entstand das Gutshaus und 1895 der zweigeschossige, rotsteinige Anbau. In der Neujahrsnacht 1928/1929 brannte die Kartoffelfabrik ab und damit war der Gutsbetrieb wirtschaftlich stark angeschlagen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jaspar v. Maltzan-Peckatel, Albrecht v. Maltzan-Kru(c)kow, Mortimer v. Maltzahn-Vanselow |Titel=Die Maltza(h)n 1194 - 1945. Der Lebensweg einer ostdeutschen Adelsfamilie |Hrsg=Maltzan-Maltzahnscher Familienverein |Sammelwerk=Familiengenealogie |Auflage=1979 |Verlag=Gütersloher Druckservice Reinhard Mohn GmbH |Ort=Köln |Datum=1979 |Seiten=378–381 |Online=http://d-nb.info/800771702 |Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1934 verkauften Maltzahns den Großteil des Gutes an eine Siedlungsgesellschaft, kauften das Herrenhaus mit Park danach wieder zurück, um es 1942 an einen Drahtfabrikanten zu veräußern. Zum damaligen Gutsareal Peckatel gehörte einst die Wüstung Peutsch, ein 599 ha-Forst-Lehngut. Seit 2003 erinnert ein Baum und ein Gedenkstein an die Gemarkung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://kleinvielen-ev.de/?page_id=1095 Wüstung Peutsch. Ein Ort, der immer nur kurze Zeit bestand.], Hrsg. Klein Vielen e.&amp;amp;nbsp;V. 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.hs-nb.de/iugr/landschaft-hat-geschichte/geschichtliche-entwicklung/standard-titel/standard-titel-2/ Peckatel/Peutsch], Hrsg. IUGR - Institut für Umweltgeschichte und Regionalentwicklung e.&amp;amp;nbsp;V. an der Hochschule Neubrandenburg. 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dienstsiegel ==&lt;br /&gt;
Die Gemeinde verfügt über kein amtlich genehmigtes Hoheitszeichen, weder [[Wappen]] noch Flagge. Als [[Dienstsiegel]] wird das kleine Landessiegel mit dem Wappenbild des Landesteils Mecklenburg geführt. Es zeigt einen hersehenden [[Stierkopfwappen|Stierkopf]] mit abgerissenem Halsfell und Krone und der Umschrift „GEMEINDE KLEIN VIELEN * LANDKREIS MECKLENBURGISCHE SEENPLATTE“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.amtneustrelitz-land.de/export/sites/amt_neustrelitz_land/ortsrecht/klein_vielen/hauptsatzung-klein-vielen.pdf Hauptsatzung § 1 Abs.2]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
* Adamsstein&lt;br /&gt;
* Herrenhaus in Hartwigsdorf&lt;br /&gt;
* [[Jahn-Kapelle Klein Vielen|Jahn-Kapelle in Klein Vielen]]&lt;br /&gt;
* Neugotische [[Dorfkirche Liepen]]&lt;br /&gt;
* Neugotische Feldsteinkirche (1863) mit Backsteinturmaufsatz in Peckatel&lt;br /&gt;
* Schloss Peckatel&lt;br /&gt;
* {{Siehe auch|Liste der Baudenkmale in Klein Vielen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
[[Neustrelitz]] ist etwa zehn Kilometer entfernt, die Kleinstadt [[Penzlin]] etwa acht Kilometer. Die [[Bundesstraße 193]] (Neustrelitz–Penzlin) führt durch die Ortsteile Peckatel und Brustorf. Der nächstgelegene Bahnhof in [[Kratzeburg]] liegt an der [[Bahnstrecke Neustrelitz–Warnemünde]]. Die Anbindung der Ortschaften der Gemeinde an Neustrelitz wird unter der Woche mit den [[Linienbus]]sen der [[Mecklenburg-Vorpommersche Verkehrsgesellschaft|MVVG]] sichergestellt. In den Schulferien ist das Angebot teils auf einzelne Wochentage beschränkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gewässer ==&lt;br /&gt;
* [[Klein Vielener See]]&lt;br /&gt;
* [[Wedensee]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Persönlichkeiten vor Eingemeindungen - s. bei den Ortsteilen, wenn die eigene Lemma haben //--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Adamsdorf ===&lt;br /&gt;
* [[Peter-Joachim Rakow]] (* 1933 in Adamsdorf), Historiker und Archivar&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brustorf ===&lt;br /&gt;
* [[Julius von Maltzan]] (1812–1896), Gutsherr, Politiker und Publizist&lt;br /&gt;
* [[Bernhard von Maltzan]] (1820–1905), Jurist, Präsident des [[Oberlandesgericht Rostock|Oberlandesgerichts Rostock]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klein Vielen ===&lt;br /&gt;
* [[Georg von Plessen|Georg Karl Werner Friedrich von Plessen]] (1773–1828), preußischer Hauptmann, Landrat im [[Landkreis Osthavelland]] und Feuersozietätsdirektor&lt;br /&gt;
* [[Hans Adolf von Plessen|Hans Adolf (Ulrich Anton Bernhard Leopold) von Plessen]] (1790–1871), mecklenburgischer Wirklicher Geheimer Rat und Oberkammerherr, Exzellenz.&lt;br /&gt;
* Uwe Schwichtenberg (1942–2004), Tierdresseur,&amp;lt;ref&amp;gt;Undine Freyberg: &amp;#039;&amp;#039;Tiertrainer Uwe Schwichtenberg vom DDR-Staatszirkus kannte zu Ostzeiten jeder. Was er mit dem Familienunternehmen Circus Probst zu tun hat und wann in Merseburg die günstigsten Vorstellungen sind&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Mitteldeutsche Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, Merseburg 10. Mai 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt; Preisträger [[Kunstpreis der DDR]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{LBMV SWW|klein+vielen}}&lt;br /&gt;
* Hermann Behrens: &amp;#039;&amp;#039;Die Jahn-Kapelle in Klein Vielen. Geschichten um ein Kleinod in der mecklenburgischen Kulturlandschaft&amp;#039;&amp;#039;. (Mit einer Darstellung der Gutsgeschichte Klein Vielens), Friedland 2016, ISBN 978-3-941681-91-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|3=S}}&lt;br /&gt;
* {{LBMV PPN|232442789}}&lt;br /&gt;
* [https://kleinvielen-ev.de/ Internetseite des Vereins Klein Vielen e. V.]&lt;br /&gt;
* [https://www.kirche-liepen.de/herzlich-willkommen/ Internetseite des Fördervereins Liepener Kirche und Orgel e.&amp;amp;nbsp;V.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte}}&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Ort im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1170]]&lt;/div&gt;</summary>
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