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	<title>Klaus Reich - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T15:12:47Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Klaus_Reich&amp;diff=2192172&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Jürgen Engel: /* Leben */ Stilistisch bearbeitet.</title>
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		<updated>2025-03-17T23:59:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; Stilistisch bearbeitet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Klaus Hermann Karl Richard Reich&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Geburtsregister StA Schöneberg I Nr. 3127/1906&amp;lt;/ref&amp;gt; (* [[1. Dezember]] [[1906]] in [[Berlin-Schöneberg|Schöneberg]]; † [[24. Januar]] [[1996]] in [[Marburg]]) war ein deutscher [[Philosoph]], der sich hauptsächlich mit [[Immanuel Kant]] beschäftigt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Reich wurde als Sohn des Buchhändlers Gustav Reich und seiner Ehefrau Else Amalie Reich, geborene Gruber, in der elterlichen Wohnung in der Luitpoldstraße 4 in Schöneberg geboren. Er studierte von 1925 bis 1932 in Freiburg im Breisgau, Berlin und Rostock [[Philosophie]] und [[klassische Philologie]]. Zu seinen philosophischen Lehrern gehörten [[Edmund Husserl]], [[Jonas Cohn]] und vor allem [[Julius Ebbinghaus]], bei dem er 1932 in Rostock promovierte. 1933 wurde er wegen seiner Ablehnung des [[Nationalsozialismus]] von seiner Stelle als wissenschaftliche Hilfskraft an der Universität Rostock entlassen und in der Folge durch wiederholte Parteiinterventionen an einer [[Habilitation]] gehindert. Die emigrierten klassischen Philologen [[Ernst Kapp (Altphilologe)|Ernst Kapp]] und [[Rudolf Pfeiffer (Philologe)|Rudolf Pfeiffer]] vermittelten dem Oxforder Kant-Spezialisten [[Herbert James Paton]] Reichs Schriften, worauf er ihn für den Sommer 1939 nach England einlud. Dies wurde durch Reichs Einberufung zu einer Militärübung und den Kriegsbeginn vereitelt. Reich leistete seinen Militärdienst als einfacher Soldat bei der Luftwaffe und geriet 1945 in amerikanische Kriegsgefangenschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst 1946 wurde er von Ebbinghaus in Marburg habilitiert. Von 1947 an hatte Reich in Marburg eine [[Professur|außerplanmäßige Professur]] inne, die 1956 in eine ordentliche Professur umgewandelt wurde, die er bis zur [[Emeritierung]] 1972 bekleidete. Danach hielt er bis zu seinem Tod weiterhin Lehrveranstaltungen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
Reichs dem Umfang nach schmales Werk ist in erster Linie der Philosophie Immanuel Kants, daneben auch der antiken Philosophie, insbesondere [[Platon]], gewidmet. Neben Ebbinghaus war er der Hauptvertreter des – u.&amp;amp;nbsp;a. von [[Hans Georg Gadamer]] so genannten – „Marburger Erzkantianismus“, der sich in betonter Selbst-Abgrenzung vom [[Neukantianismus]] dem genauen Nachvollzug der Philosophie Kants widmete und dessen argumentative Überlegenheit gegenüber allen kantianisierenden (und auch allen anderen) Positionen nachzuweisen suchte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reichs wichtigstes Werk ist seine [[Dissertation]] &amp;#039;&amp;#039;Die Vollständigkeit der kantischen Urteilstafel&amp;#039;&amp;#039; aus dem Jahr 1932. In ihr rekonstruiert er das Argument, mit dem Kant die Vollständigkeit der Urteilstafel in der &amp;#039;&amp;#039;[[Kritik der reinen Vernunft]]&amp;#039;&amp;#039; bewiesen hatte oder bewiesen zu haben glaubte. Durch Berücksichtigung des handschriftlichen Nachlasses versuchte er zu zeigen, wie sich die Kategorien aus der Struktur der Subjektivität herleiten lassen. Laut der Einleitung zu seinen Schriften (in einem Band) hat dieses „bahnbrechende Werk ... die Kant-Forschung auf ein neues Niveau gehoben“&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Baum, Udo Rameil, Klaus Reisinger, Gertrud Scholz: &amp;#039;&amp;#039;Einleitung&amp;#039;&amp;#039;. In: Klaus Reich: &amp;#039;&amp;#039;Gesammelte Schriften&amp;#039;&amp;#039;. Hamburg 2001, S.&amp;amp;nbsp;IX. Siehe auch Julius Ebbinghaus: [Rezension zu:] Klaus Reich: &amp;#039;&amp;#039;Die Vollständigkeit der kantischen Urteilstafel&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1932. In: [[Deutsche Litteraturzeitung]], Heft 44, 1933, Sp. 2074–2077 (wieder in: Julius Ebbinghaus, Interpretation und Kritik. Schriften zur Theoretischen Philosophie und zur Philosophiegeschichte 1924-1972. Bonn 1990, S. 95–97).&amp;lt;/ref&amp;gt; und gilt seinen Schülern als Klassiker der Kant-Literatur. Reichs &amp;#039;&amp;#039;Kant und die Ethik der Griechen&amp;#039;&amp;#039; (1935) ist hingegen nicht einmal von seinen Schülern stark rezipiert worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reichs Aufsätze zu Kant haben für einige seiner Schüler das Niveau der Kant-Deutung markiert, an das anzuschließen sie sich bemühten; hierzu gehörten u.&amp;amp;nbsp;a. [[Dieter Henrich (Philosoph)|Dieter Henrich]] (wenn auch nicht primär), [[Manfred Baum (Philosoph)|Manfred Baum]] und [[Reinhard Brandt]]. Im Anschluss an Reichs Dissertation haben der letztere und [[Michael Wolff (Philosoph)|Michael Wolff]] weitere Abhandlungen zur Rekonstruktion von Kants Vollständigkeitsbeweis geliefert. Kritisch behandelt wurde er u.&amp;amp;nbsp;a. von [[Lorenz Krüger]] und [[Hans Lenk (Philosoph)|Hans Lenk]].  Auch Henrichs Kantstudien, besonders seine Studie &amp;#039;&amp;#039;Identität und Objektivität&amp;#039;&amp;#039; (1976) zur Rekonstruktion der transzendentalen Deduktion, sind  teilweise von Reich (und u.&amp;amp;nbsp;a. von [[Wilfrid Sellars]]) angeregt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen ==&lt;br /&gt;
Reichs Schriften sind unvollständig gesammelt in:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Gesammelte Schriften&amp;#039;&amp;#039;. Mit Einleitung und Annotationen aus dem Nachlaß&amp;lt;!--sic--&amp;gt; hrsg. von Manfred Baum u.&amp;amp;nbsp;a. Hamburg: Meiner, 2001. (S. 499–504: Schriftenverzeichnis)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Manfred Baum: &amp;#039;&amp;#039;Klaus Reich (1906–1996)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Kant-Studien&amp;#039;&amp;#039; 87 (1996), S.&amp;amp;nbsp;129–131.&lt;br /&gt;
* Marion Heinz: &amp;#039;&amp;#039;Kants Fundierung von Begriff und Urteil in der ursprünglich synthetischen Einheit der Apperzeption. Überlegungen im Anschluß&amp;lt;!--sic--&amp;gt; an Klaus Reich&amp;#039;&amp;#039;. In: Sabine Doyé, Marion Heinz, Udo Rameil (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Metaphysik und Kritik. Festschrift für Manfred Baum&amp;#039;&amp;#039;. de Gruyter, Berlin 2004, S.&amp;amp;nbsp;137–151.&lt;br /&gt;
* Norbert Nail: &amp;#039;&amp;#039;Akademische Lebenswege zwischen Exil und Gefangenschaft. Wie es 1933 anfing und wie es 1945 endete.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Studenten-Kurier&amp;#039;&amp;#039; 3/2015, S.&amp;amp;nbsp;18–21 ([https://www.uni-marburg.de/de/uniarchiv/inhalte-pdf/sk-2015-3-akademische-lebenswege.pdf PDF]; 2,88&amp;amp;nbsp;MB) [u. a. Klaus Reich über seine Kriegsgefangenschaft 1945 auf den Rheinwiesen bei Koblenz].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116394641}}&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=HBN|ID=116394641|titel=Reich, Klaus|datum=2020-10-15}}&lt;br /&gt;
* [http://www.klausreich.de/ Klaus Reich-Website] (mit einer Biographie von Manfred Baum und einer Bibliographie)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116394641|LCCN=n/85/819273|VIAF=22190986}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Reich, Klaus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosoph (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kantianer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Philipps-Universität Marburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1906]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1996]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Reich, Klaus&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Reich, Klaus Hermann Karl Richard (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Philosoph&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. Dezember 1906&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin-Schöneberg|Schöneberg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=24. Januar 1996&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Marburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Jürgen Engel</name></author>
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