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	<title>Klaus Kratzel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Klaus_Kratzel&amp;diff=1948254&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Coffins am 9. Oktober 2024 um 17:17 Uhr</title>
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		<updated>2024-10-09T17:17:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Klaus Kratzel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[3. März]] [[1940]] in [[Berlin]]; † [[8. August]] [[1965]] ebenda) war ein [[Todesopfer an der Berliner Mauer]], da er bei einem Fluchtversuch tödlich verunglückte.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Hermann Hertle: &amp;#039;&amp;#039;Die Berliner Mauer. Biografie eines Bauwerkes.&amp;#039;&amp;#039; 2.&amp;amp;nbsp;Auflage, Ch. Links Verlag, Berlin 2015, ISBN 978-3-86153-649-9, S.&amp;amp;nbsp;127.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wurde bei dem Versuch, die [[Berliner Mauer|Mauer]] zwischen den Stadtteilen [[Berlin-Pankow|Pankow]] und [[Bezirk Wedding|Wedding]] zu überwinden, im Grenzgebiet von einer S-Bahn erfasst und tödlich verletzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Klaus Kratzel wurde in Berlin geboren und wuchs im Stadtteil [[Berlin-Weißensee|Weißensee]] auf. Nach Abschluss der Schule absolvierte er eine Maurerlehre und arbeitete danach in diesem Beruf. Im April 1961 heiratete er, nach dem bereits zuvor eine gemeinsame Tochter geboren worden war. Wenige Tage nach dem [[Berliner Mauer#Mauerbau|Mauerbau]] entschloss sich Klaus Kratzel am 18. August 1961 auf Drängen seiner Schwiegereltern, zusammen mit diesen, [[Flucht aus der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR|seiner Frau und Tochter nach West-Berlin zu fliehen]]. Wie viele andere Flüchtlinge bezog die Familie zunächst ein Quartier im [[Notaufnahmelager Marienfelde]], erst ein Jahr später erfolgte ein Umzug in eine eigene Wohnung. Kurze Zeit darauf wurde die zweite Tochter geboren. Im Jahr 1965 geriet Kratzel mehrfach in Zahlungsschwierigkeiten, worauf es zum Streit mit seiner Frau kam. Daraufhin verließ er seine Frau, fuhr zum [[Bahnhof Berlin Friedrichstraße|Bahnhof Friedrichstraße]] und beantragte am dortigen Grenzübergang die Rückeinreise in die [[DDR]]. Nach dem vorgeschriebenen Aufenthalt in einem Aufnahmelager für Rückkehrer in Ost-Berlin, bereute er diese Entscheidung und entschloss sich zu einer erneuten Flucht nach West-Berlin. Diese sollte über die Gleisanlagen am [[Bahnhof Berlin Bornholmer Straße|S-Bahnhof Bornholmer Straße]] erfolgen. Die dortige [[Bahnstrecke Berlin-Pankow–Berlin Schönhauser Allee|S-Bahn-Strecke]] führte zwischen den Bahnhöfen [[Bahnhof Berlin-Pankow|Pankow]] und [[Bahnhof Berlin Schönhauser Allee|Schönhauser Allee]] auf einem Teilstück nahe der [[Bösebrücke]] direkt durch das Grenzgebiet. Am 8. August 1965 wurde von einem Triebwagenführer der S-Bahn um 23.30&amp;amp;nbsp;Uhr gemeldet, dass sich im Tunnel in Höhe Görschbrücke eine männliche Leiche befinde. Ermittlungen der [[Grenztruppen der DDR]] ergaben, dass es sich um Klaus Kratzel handelte, der bei seiner Flucht sehr wahrscheinlich im Tunnel von einer S-Bahn erfasst und tödlich verletzt worden war. Auf seinem Weg bis zu dieser Stelle war es ihm offenbar geglückt, unbemerkt die Hinterlandsmauer zu überwinden. Der Fundort des Leichnams befand sich ungefähr 500&amp;amp;nbsp;Meter von der letzten Grenzmauer zu West-Berlin entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Untersuchungen von den Behörden der DDR als Militärgeheimnis eingestuft wurden, erfuhren die Angehörigen lediglich, dass er bei einem Bahn-Unfall tödlich verletzt wurde. Da der Familie seine Fluchtabsichten bekannt waren, bestand über viele Jahre der Verdacht, dass Klaus Kratzel an der Berliner Mauer erschossen worden sei. Erst nach der [[Deutsche Wiedervereinigung|Deutschen Wiedervereinigung]] erhielten die Angehörigen Einsicht in die Ermittlungsakten. Im Jahr 1991 bestätigten Untersuchungen der Staatsanwaltschaft Berlin die unfallbedingte Todesursache.&amp;lt;ref&amp;gt; Verfügung der Staatsanwaltschaft bei dem Kammergericht Berlin (Az. 27/2 Js 197/91)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute wird an ihn am Mahnmal &amp;#039;&amp;#039;Fenster des Gedenkens&amp;#039;&amp;#039; der [[Gedenkstätte Berliner Mauer]] erinnert: in einem der Fenster befindet sich ein Bild von ihm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund ==&lt;br /&gt;
* Ungefähr 20&amp;amp;nbsp;Minuten nach dem Auffinden des Leichnams von Klaus Kratzel gelang es dem Flüchtling Manfred L. nur wenige hundert Meter weiter südlich, die Grenzanlagen nach West-Berlin zu überwinden.&lt;br /&gt;
* Der betreffende S-Bahn-Tunnel existiert heute nicht mehr; nach der Deutschen Wiedervereinigung wurde die von Pankow führende Strecke wieder in den Bahnhof Bornholmer Straße eingefädelt, wobei ein neuer Tunnel unmittelbar nördlich der Bösebrücke gebaut wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Dietmar Schulz (Maueropfer)|Dietmar Schulz]], wurde 1963 fast an gleicher Stelle, wenige Meter nördlich des betreffenden S-Bahn-Tunnels ebenfalls bei einem Fluchtversuch von einer S-Bahn erfasst und tödlich verletzt.&lt;br /&gt;
* [[Volker Frommann]] starb 1973 bei einem Fluchtversuch an den Folgen eines Sprungs aus einer fahrenden S-Bahn im gleichen Grenzabschnitt.&lt;br /&gt;
* [[Thomas Taubmann]] wurde 1981 während eines Fluchtversuchs im gleichen Grenzabschnitt beim Sprung von einem fahrenden Güterzug von diesem überrollt und tödlich verletzt.&lt;br /&gt;
* [[Ingolf Diederichs]] blieb 1989 während eines Fluchtversuchs im gleichen Grenzabschnitt beim Sprung von einer fahrenden S-Bahn am Zug hängen und wurde dabei tödlich verletzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hans-Hermann Hertle]], [[Maria Nooke]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Todesopfer an der Berliner Mauer 1961 - 1989. Ein biographisches Handbuch.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. vom Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam und der Stiftung Berliner Mauer. Links, Berlin 2009, ISBN 978-3-86153-517-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.chronik-der-mauer.de/todesopfer/171383/kratzel-klaus?n Porträt mit Fotos von Klaus Kratzel bei chronik-der-mauer.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=|LCCN=|NDL=|VIAF=|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2024-10-09}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kratzel, Klaus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Todesopfer der Berliner Mauer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Flüchtling]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer der Diktatur in der DDR]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1940]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1965]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kratzel, Klaus&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsches Todesopfer der Berliner Mauer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=3. März 1940&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=8. August 1965&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Coffins</name></author>
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