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	<title>Klatschmohn - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Klatschmohn&amp;diff=125995&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Tippfehler korrigiert</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Klatschmohn&amp;diff=125995&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-10-26T10:12:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]! --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Klatschmohn&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Papaver rhoeas&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Carl von Linné|L.]]&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = Mohn&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Papaver&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Papaveroideae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Unterfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Mohngewächse&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Papaveraceae&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Hahnenfußartige&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Ranunculales&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Eudikotyledonen&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = ohne&lt;br /&gt;
| Bild             = Koeh-101.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Klatschmohn (&amp;#039;&amp;#039;Papaver rhoeas&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Koehler’s Medizinal-Pflanzen&amp;#039;&amp;#039; (1887)&amp;lt;!-- A unterer Teil der Pflanze. B blühender Zweig. 1 Staubblatt vergrößert; 2 unreife Kapsel vergrößert; 3 dieselbe im Querschnitt vergrößert; 4 reife Kapsel natürlicher Größe; 5 Samen sehr stark vergrößert; 6 derselbe im Längsschnitt--&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Klatschmohn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Papaver rhoeas&amp;#039;&amp;#039;), auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mohnblume&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Klatschrose&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, ist eine [[Art (Biologie)|Pflanzenart]] aus der [[Gattung (Biologie)|Gattung]] [[Mohn]] (&amp;#039;&amp;#039;Papaver&amp;#039;&amp;#039;) innerhalb der Familie der [[Mohngewächse]] (&amp;#039;&amp;#039;Papaveraceae&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erscheinungsbild und Blatt ===&lt;br /&gt;
Der Klatschmohn ist eine [[Laubrhythmus|sommergrüne]], einjährige bis zweijährige [[krautige Pflanze]], die Wuchshöhen von 20 bis 90 Zentimetern erreicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FloraWeb&amp;quot; /&amp;gt; In gegliederten und netzartig verbundenen [[Milchsaftröhren]] wird [[Milchsaft]] produziert. Der wenig verzweigte [[Stängel]] ist relativ dünn und behaart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die rauen, borstig behaarten [[Blatt (Pflanze)|Laubblätter]] sind bei einer Länge von etwa 15 Zentimetern im Umriss lanzettlich, einfach bis doppelt fiederschnittig mit grob eingeschnittenen bis scharf gesägten Blattabschnitten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FloraWeb&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blüte ===&lt;br /&gt;
Die [[Phänologie|Blütezeit]] reicht von Mai bis Juli. Die Blüten stehen einzeln, endständig auf dem Stängel. Die zwittrigen [[Blüte]]n sind [[radiärsymmetrisch]] und vierzählig mit doppelter [[Blütenhülle]]. Die zwei behaarten [[Kelchblatt|Kelchblätter]] fallen beim Öffnen der Blütenknospe ab. Die Kronblätter sind in der Knospe unregelmäßig „zusammengeknautscht“. Die mit einem Durchmesser von 5 bis 10 Zentimetern relativ großen Blütenkronen können in der Größe erheblich variieren. Die vier scharlach- bis purpurroten, selten weißen oder violetten [[Kronblatt|Kronblätter]] besitzen im unteren Bereich einen großen schwarzen, oft weiß umrandeten Fleck&amp;lt;ref name=&amp;quot;FloraWeb&amp;quot; /&amp;gt; und sind sehr dünn. Sie ähneln etwas knittrigem Papier und sind daher leicht zu erkennen. Es sind etwa 164 [[Staubblatt|Staubblätter]] vorhanden. Die kurz kegelige Narbenscheibe besitzt meist 10 (5 bis 18) Narbenstrahlen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FloraWeb&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frucht und Samen ===&lt;br /&gt;
Die typische, bei einer Länge von 10 bis 22 Millimetern bis zu doppelt so lange wie breite und an ihrer Basis abgerundete [[Kapselfrucht]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;FloraWeb&amp;quot; /&amp;gt; enthält einige hundert Samen. Die Kapselfrucht ist durch zahlreiche „falsche Scheidewände“ (= Wucherungen der Samenleisten) in unvollständig gefächerte Porenkapseln (= „Streubüchsen“) unterteilt. Die dunklen [[Same (Pflanze)|Samen]] („Mohnkörner“) sind bei einem Durchmesser von bis zu 1 Millimeter sehr klein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Chromosomensatz ===&lt;br /&gt;
Die [[Chromosomenzahl]] beträgt 2n = 14.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberdorfer2001&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Panorama|Poster papaver 3a.jpg|600|Blütenknospe, offene Blüte und Kapselfrucht}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ökologie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Grote klaproos vrucht Papaver rhoeas.jpg|mini|Reife Samenkapsel]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Papaver rhoeas Pollen 400x.jpg|mini|Pollenkörner (400×)]]&lt;br /&gt;
Der Klatschmohn ist eine [[Zweijährige Pflanze|winterannuelle]], seltener [[Einjährige Pflanze|sommerannuelle]] [[Halbrosettenpflanze]] und [[mesomorpher]] [[Therophyt]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;FloraWeb&amp;quot; /&amp;gt; Als [[Tiefwurzler]] erreicht seine [[Wurzel (Pflanze)|Wurzel]] eine Tiefe bis 1 Meter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Exemplar blüht nur zwei bis drei Tage. Die [[Nektar (Botanik)|nektar]]- und duftlosen [[Blüte]]n sind vormännliche „Pollen-Scheibenblumen“. Die durch [[Anthocyane]] (beispielsweise [[Mecocyanin]]) rot gefärbten Kronblätter werden von den rotblinden, jedoch UV-Licht wahrnehmenden Bienen wegen ihrer starken UV-Reflexion wahrscheinlich blauviolett gesehen. Die schwarzen [[Saftmal|Flecksaftmale]] entstehen durch Überlagerung von blauen und roten Farbzellen (Subtraktionsfarbe). Je Blüte werden etwa 2,5 Millionen grünschwarze [[Pollen]]körner produziert; diese ungewöhnlich hohe Anzahl wird nur noch von der [[Pfingstrose]] übertroffen. Die Pollendarbietung unterliegt einer Tagesrhythmik. Am reichlichsten ist sie zur Zeit des Hauptbesuchs bis 10 Uhr morgens. Die „streifenförmigen“ [[Narbe (Botanik)|Narben]] liegen einer Scheibe des Fruchtknotens auf, die als Anflugplatz für verschiedene [[Insekten]] dient. Auch [[Windbestäubung]] ist möglich. Die Blüten sind [[selbststeril]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es werden die typischen Kapselfrüchte gebildet, welche 2000 (-5000) sehr kleine (bis 1&amp;amp;nbsp;mm), nierenförmige, harte, erhaben netzartig geaderte und grubig vertiefte, dunkle Samenkörner (Mohnkörner) enthalten. Die [[Tausendkornmasse]] beträgt nur ca.&amp;amp;nbsp;0,11–0,125 Gramm. Die unmittelbar über den Poren liegende dachige Verbreiterung dient als Windfang, so dass die [[Samen (Pflanze)|Samen]] beschleunigt ausgeblasen werden: Es handelt sich somit um „Fliehkraft-Windstreuer“. Die Samen rasseln in der Kapselfrucht und werden durch den Wind ausgestreut. Die Flugweite beträgt bis 4 Meter und ist bei starkem Wind wesentlich größer. Die Ausstreuung der Samen erfolgt nur bei trockenem Wetter. Die meist abstehenden Borstenhaare des Stängels und das Kapseldach dienen als Klettorgane: Tierstreuer. Menschenausbreitung als Kulturfolger. [[Fruchtreife]] erfolgt von Juli bis August. Die Samen enthalten ein ölreiches Nährgewebe, was für [[Windausbreitung]] typisch ist, da bei gleichem Gewicht Fette doppelt so energiereich sind wie [[Kohlenhydrate]]. Die Samen sind [[Lichtkeimer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bekannte Populärschriftsteller [[Raoul Heinrich Francé]] hat ein bemerkenswertes [[Patent]] angemeldet, nämlich einen [[Salzstreuer]] nach dem Vorbild der Mohnkapsel. Dies gilt als Pionierleistung für die Forschungsrichtung der [[Bionik]]. Francé selber benutzte allerdings in seinem Buch „Die Pflanze als Erfinder“ (1920) den Begriff „Biotechnik“, der inzwischen anders definiert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Mohn im Gerstenfeld.jpg|mini|Mohn in Mecklenburger Gerstenfeld]]&lt;br /&gt;
Das genaue Ursprungsgebiet des Klatschmohns ist nicht bekannt, jedoch werden [[Eurasien]] oder [[Nordafrika]] (wo heute noch aus der Blüte Schminke auf traditionelle Weise hergestellt wird) angenommen und damit Gebiete, in denen schon lange [[Ackerbau]] betrieben wird. Mit dem Ackerbau verbreitete sich der Klatschmohn über die ganze Welt ([[Permafrost|Dauerfrostzone]] bis [[Subtropen]]), bevorzugt jedoch die nördliche gemäßigte Zone. Mit dieser [[Ausbreitungsmechanismen von Pflanzen|Ausbreitungsstrategie]] gehört der Klatschmohn zu den so genannten [[Hemerochorie|hemerochoren]] Pflanzen, also den Pflanzen, die durch menschliches Zutun Gebiete besiedeln, in denen sie nicht ursprünglich beheimatet sind und die sie ohne die bewusste oder unbewusste Verbreitung durch den Menschen nicht erreicht hätten. Typischer Ausbreitungsweg für den Klatschmohn ist die Verunreinigung von Getreidesaatgut durch Klatschmohn (so genannte [[Speirochorie]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man findet den Klatschmohn verbreitet in Getreidefeldern, selten auch auf Schutt, an Wegen, im Bahnhofsgelände usw. Zur Begrünung von Ödflächen wird er auch angesät.&lt;br /&gt;
Er ist ein [[Archäophyt]] („Altbürger“) und seit dem [[Neolithikum]] Kulturbegleiter. Durch [[Herbizid]]einsatz ist er in Getreidefeldern oft sehr zurückgegangen, tritt aber dafür oft in Mengen beispielsweise an ungespritzten, offenerdigen Straßenböschungen auf. Auf lockeren und steinigen Brachen ohne Konkurrenz bildet der Klatschmohn Bestände, die im Laufe der Zeit von Gräsern und anderen Pflanzen zurückgedrängt werden (Pionierpflanze). Klatschmohn bevorzugt sommerwarmen, meist kalkhaltigen Lehmboden. Er steigt in Mitteleuropa bis 1750 Meter Meereshöhe auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Markgraf1958&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[Zeigerwerte nach Ellenberg|Ellenberg]] ist er ein Frischezeiger, an stickstoffreichen Standorten wachsend und eine Klassencharakterart der Getreide-Beikrautfluren (Secalietalia). Die ökologischen [[Zeigerwerte]] nach [[Elias Landolt (Botaniker)|Landolt]] et al. 2010 sind in der [[Schweiz]]: Feuchtezahl F = 2 (mäßig trocken), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 4 (neutral bis basisch), Temperaturzahl T = 4 (kollin), Nährstoffzahl N = 3 (mäßig nährstoffarm bis mäßig nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 4 (subkontinental).&amp;lt;ref name=&amp;quot;InfoFlora&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Ackerinsel Mai 2020 IMG 4438.jpg|alternativtext=Mohnblühaspekt bei Bonn, Getreideacker mit und ohne Beikrautbekämpfung|mini|Mohnblühaspekt bei Bonn, Getreideacker mit und ohne Beikrautbekämpfung]]&lt;br /&gt;
== Inhaltsstoffe und Giftigkeit ==&lt;br /&gt;
Im Klatschmohn können viele [[Alkaloide]] mit einem Gesamtgehalt von 0,11–0,12 % nachgewiesen werden. Prinzipiell enthalten alle Pflanzenteile als Hauptalkaloid das schwach giftige [[Rhoeadin]] (Gehalt etwa 0,06 %), insbesondere der weiße Milchsaft. Weitere erwähnenswerte Inhaltsstoffe sind [[Allocryptopin]], [[Berberin]], [[Coptisin]], [[Papaverin]], [[Roemerin]] und [[Sinactin]] sowie [[Depside]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hillenbrand&amp;quot; /&amp;gt; [[Schleimstoffe]], [[Gerbstoffe]], [[Meconsäure]] und [[Mecocyanin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kronblätter wurden wegen ihrer [[Anthocyanin]]e, Derivaten von [[Cyanidin]] und [[Pelargonidin]], früher zur Herstellung roter Tinte verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schwedt&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Pflanzenteile sind giftig, besonders aber der [[Milchsaft]]. Die jungen Blätter vor der Blütezeit, Blütenkronblätter, die jungen grünen Früchte und Samen sind mäßig verwendet unbedenklich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bissegger2011&amp;quot; /&amp;gt; Nach Verzehr größerer Mengen Samen kann es jedoch zu Magen-Darm-Beschwerden mit Bauchschmerzen kommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Alberts Mullen&amp;quot; /&amp;gt; Früher kamen bei Kindern häufiger Vergiftungen mit Klatschmohn vor, die zu Blässe, Müdigkeit, Bauchschmerzen und Erbrechen führen können. Anscheinend besitzt [[Rhoeadin]] eine krampfanregende Wirkung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hagers&amp;quot; /&amp;gt; Nehmen [[Wiederkäuer]], [[Pferde]] und [[Echte Schweine|Schweine]] während der Blütezeit und Samenbildung zu große Mengen Klatschmohn ein, kann es zu Vergiftungen kommen. Es zeigen sich folgende Symptome: zentralnervöse Erregung, [[Gastroenteritis]], Unruhe, Schrecken, dann Raserei, epileptiforme Krämpfe und Bewusstlosigkeit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hagers&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung ==&lt;br /&gt;
=== Speisepflanze ===&lt;br /&gt;
Roh verwenden kann man die jungen Blätter vor der Blüte, zum Beispiel in Salaten. Sie schmecken etwa wie [[Gurke]]n mit [[Haselnuss]]geschmack. Die roten Blütenblätter eignen sich als essbare Dekoration. Man kann auch die jungen, noch grünen Früchte essen. Die Blätter können wie [[Spinat]] gekocht werden, zum Beispiel mit gebratenen [[Schalotten]] und etwas [[Rahm]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bissegger2011&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heilpflanze ===&lt;br /&gt;
Als Drogen dienen die getrockneten Blütenblätter. Die roten Klatschmohnblütenblätter sind heute allein als [[Schmuckdroge]] ohne Anspruch auf Wirksamkeit in Teemischungen verschiedener Indikationen enthalten. Früher nutzte man sie in Form eines Sirups gegen [[Husten]] und [[Heiserkeit]] und als [[Beruhigungsmittel]] für Kleinkinder bei Schmerzen, Schlafstörungen und Unruhe. Da es keinen Beleg für die Wirksamkeit gibt, hat man diese Anwendungen aufgegeben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hagers&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Klatschmohnsamen wird ein Öl gewonnen, das ähnliche Eigenschaften aufweist wie Öl vom [[Schlafmohn]] ([[Mohnöl]]).&amp;lt;ref&amp;gt;W. Awe, G. Kunert: &amp;#039;&amp;#039;Das Öl der Klatschmohnsamen (Papaver Rhoeas) im Vergleich mit dem Schlafmohnöl (Papaver somniferum).&amp;#039;&amp;#039; In &amp;#039;&amp;#039;Fette Seifen&amp;#039;&amp;#039; 52, 1950, S.&amp;amp;nbsp;268–273, [[doi:10.1002/lipi.19500520503]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zierpflanze ===&lt;br /&gt;
Unter der Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Seidenmohn&amp;#039;&amp;#039; sind Gartenformen von &amp;#039;&amp;#039;Papaver rhoeas&amp;#039;&amp;#039; in diversen Farbvarianten, besonders als gefüllte Sorten im Handel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symbolik ==&lt;br /&gt;
Im [[Englische Sprache|englischsprachigen]] Raum ist der Klatschmohn ein [[Remembrance Poppy|Symbol für das Gedenken an gefallene Soldaten]] am Remembrance Day ([[Volkstrauertag]]) am 11. November. Dies geht zurück auf das Gedicht &amp;#039;&amp;#039;[[In Flanders Fields]]&amp;#039;&amp;#039; und den [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]], in dem auf den frisch aufgeschütteten Hügeln der Soldatengräber als erstes der Klatschmohn zu blühen begann. Die stilisierten [[Boutonniere (Blume)|Ansteckblumen]] auf Gedenkveranstaltungen bestehen aus einer Mohnblüte, auch mit Blatt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im persischsprachigen Raum symbolisiert der Klatschmohn die Liebe. So heißt es in einem der berühmtesten Gedichte des neuzeitlichen persischen Dichters [[Sohrab Sepehri]]: {{&amp;quot;|Ja, solange es den Klatschmohn gibt, solange müssen wir leben.|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Farsin Banki |Titel=Gedichte von Sohrab Sepehri (Teil II) |Datum= |Kapitel=In Golestaneh |Seiten=111–115 |Online=[http://spektrum.irankultur.com/wp-content/uploads/2013/05/Gedichte-von-Sohrab-Sepehri-Teil-2.pdf spektrum.irankultur.com] |Format=PDF |KBytes=2300 |Abruf=2017-11-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}} Weiterhin symbolisiert sein schwarzer Mittelpunkt die Leiden der Liebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Heraldik wird der Klatschmohn als &amp;#039;&amp;#039;[[Klapperrose]]&amp;#039;&amp;#039; geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Farbvariationen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; class=&amp;quot;center centered&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ruhland, Klatschmohn im Garten, Blüte, Frühsommer, orange cropped.jpg|rot-orange&lt;br /&gt;
Remblinghausen_Klatschmohn_1.jpg|Weiß&lt;br /&gt;
Remblinghausen_Klatschmohn_6.jpg|Pink-Weiß&lt;br /&gt;
Remblinghausen_Klatschmohn_21.jpg|Farben und Stadien im Wildwuchs&lt;br /&gt;
Remblinghausen_Klatschmohn_9.jpg|orange-weiß, verwelkt&lt;br /&gt;
Плюс cropped.jpg|vergrößerte Kreuzzeichnung&lt;br /&gt;
Pink and red poppies.jpg|Pink und rot&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Der Klatschmohn war 2017 in [[Deutschland]] die [[Blume des Jahres]]. Mit der Ernennung wollte die [[Loki Schmidt Stiftung]] darauf aufmerksam machen, dass Ackerwildblumen zunehmend verloren gehen. Jede zweite Ackerwildkraut-Art stehe in mindestens einem [[Land (Deutschland)|Land]] aufgrund der Landwirtschaft auf der Roten Liste.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.loki-schmidt-stiftung.de/projekte/aktuelle_blume_des_jahres.php |wayback=20171103101223 |text=Klatschmohn |archiv-bot=2022-03-09 13:17:47 InternetArchiveBot }} ist Blume des Jahres 2017; abgerufen am 31. Oktober 2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Blüten wurden im alten Ägypten als Grabschmuck verwendet. So fanden sich bei der Mumie der Prinzessin Nsichonsu, der Tochter des Königs Tonthonthuti aus der 21. Dynastie (1100–1000 v. Chr.) vollkommen erhaltene Blüten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Markgraf1958&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3870033525}}&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3494013977}}&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3800131315}}&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|3825281043}}&lt;br /&gt;
* {{BibISBN|9783494014241}}&lt;br /&gt;
* Deni Bown: &amp;#039;&amp;#039;Dumonts große Kräuterenzyklopädie.&amp;#039;&amp;#039; Aus dem Englischen von Christian Koziol. Dumont, Köln 1996, ISBN 3-7701-4607-7.&lt;br /&gt;
* Burkhard Fugmann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Römpp Lexikon Naturstoffe.&amp;#039;&amp;#039; Georg Thieme, Stuttgart 1997, ISBN 3-13-749901-1.&lt;br /&gt;
* Ingrid Schönfelder, [[Peter Schönfelder]]: &amp;#039;&amp;#039;Das neue Handbuch der Heilpflanzen.&amp;#039;&amp;#039; Sonderausgabe. Franckh-Kosmos, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-440-12932-6.&lt;br /&gt;
* Lutz Roth, [[Max Daunderer]], Kurt Kormann: &amp;#039;&amp;#039;Giftpflanzen – Pflanzengifte. Vorkommen, Wirkung, Therapie, allergische und phototoxische Reaktionen. Mit Sonderteil über Gifttiere.&amp;#039;&amp;#039; 6., überarbeitete Auflage, Sonderausgabe. Nikol, Hamburg 2012, ISBN 978-3-86820-009-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Papaver rhoeas|Klatschmohn (&amp;#039;&amp;#039;Papaver rhoeas&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{BIB|4115}}&lt;br /&gt;
* Thomas Meyer: [https://www.blumeninschwaben.de/Zweikeimblaettrige/Mohngewaechse/papa_4_kron.htm#Klatsch-%20Mohn Datenblatt mit Bestimmungsschlüssel und Fotos bei &amp;#039;&amp;#039;Flora-de: Flora von Deutschland&amp;#039;&amp;#039; (alter Name der Webseite: &amp;#039;&amp;#039;Blumen in Schwaben&amp;#039;&amp;#039;)].&lt;br /&gt;
* {{GRIN|ID=26703|WissName=Papaver rhoeas|Abruf=}}&lt;br /&gt;
* [https://www.heilkraeuter.de/lexikon/klatschmohn.htm Eintrag auf dem privaten Portal &amp;#039;&amp;#039;Heilkräuter-Seiten&amp;#039;&amp;#039;.]&lt;br /&gt;
* [http://www.heilpflanzenkatalog.net/heilpflanzen/heilpflanzen-europa/204-klatschmohn.html Artikel über die Verwendung in der Volksheilkunde auf dem privaten Portal &amp;#039;&amp;#039;Heilpflanzenkatalog&amp;#039;&amp;#039;.]&lt;br /&gt;
* [http://journal.lhbsa.de/cpt-articles/die-gewoehnliche-fichte-und-der-klatsch-mohn/#articlestart Der Klatsch-Mohn. Blume des Jahres 2017 - Informationen und Bilder im Sachsen-Anhalt-Journal 2017].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;FloraWeb&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{FloraWeb|4115|Papaver rhoeas L., Klatsch-Mohn}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;InfoFlora&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{InfoFlora|ID=1032530|WissName=Papaver rhoeas L.|Abruf=2022-03-22}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hillenbrand&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
M. Hillenbrand, J. Zapp, H. Becker: &amp;#039;&amp;#039;Depsides from the petals of Papaver rhoeas.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Planta Medica]].&amp;#039;&amp;#039; Band 70, Nr. 4, 2004, S. 380–382, [[doi:10.1055/s-2004-818956]].&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Alberts Mullen&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Andreas Alberts, Peter Mullen: &amp;#039;&amp;#039;Psychoaktive Pflanzen, Pilze und Tiere.&amp;#039;&amp;#039; Kosmos, Stuttgart 2006, ISBN 3-440-10749-3.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schwedt&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Georg Schwedt: &amp;#039;&amp;#039;Chemie für alle Jahreszeiten.&amp;#039;&amp;#039; John Wiley &amp;amp; Sons, Weinheim 2012, ISBN 978-3-527-66195-4, Kapitel 3.4 &amp;#039;&amp;#039;Klatschmohn.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hagers&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Wolfgang Blaschek|W. Blaschek]], [[Rudolf Hänsel|R. Hänsel]], K. Keller, J. Reichling, [[Horst Rimpler|H. Rimpler]], G. Schneider: &amp;#039;&amp;#039;Hagers Handbuch der Pharmazeutischen Praxis: Drogen L-Z.&amp;#039;&amp;#039; Springer, 1997, ISBN 978-3-540-61619-1, S. 288.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bissegger2011&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Meret Bissegger: &amp;#039;&amp;#039;Meine wilde Pflanzenküche - Bestimmen, Sammeln und Kochen von Wildpflanzen.&amp;#039;&amp;#039;  Fotos Hans-Peter Siffert. AT Verlag, Aarau und München, 3. Auflage 2011, S. 38. ISBN 978-3-03800-552-0.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Oberdorfer2001&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Erich Oberdorfer]]: &amp;#039;&amp;#039;Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete&amp;#039;&amp;#039;. 8. Auflage. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2001, ISBN 3-8001-3131-5. Seite 426.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Markgraf1958&amp;quot;&amp;gt;[[Friedrich Markgraf]]: &amp;#039;&amp;#039;Familie Papaveraceae&amp;#039;&amp;#039;. In [[Gustav Hegi]]: &amp;#039;&amp;#039;Illustrierte Flora von Mitteleuropa&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage, Band IV, Teil 1, Seite 41–43. Verlag Carl Hanser, München 1958.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Blume des Jahres in Deutschland}}&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4331338-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mohn]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wildkraut]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Blattgemüse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zierpflanze]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
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