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	<title>Klassische Logik - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T03:50:20Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Klassische_Logik&amp;diff=70101&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Jaliash am 26. August 2025 um 00:01 Uhr</title>
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		<updated>2025-08-26T00:01:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|schildert die moderne Verwendung der Bezeichnung „klassische Logik“. Für Informationen über Logik in der klassischen Antike und über traditionelle Logik im weiteren Sinn siehe [[Logik]], [[Syllogistik]] und [[Begriffslogik]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;klassischen Logik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; versteht man ein [[Logik|logisches]] System, das die [[Aussagenlogik|Aussagen-]], die [[Prädikatenlogik]] erster oder höherer Stufe sowie im Allgemeinen den (logischen) [[Identität (Logik)|Identitätsbegriff]] enthält. Eine erste Axiomatisierung eines solchen Systems hat [[Gottlob Frege]] in seiner &amp;#039;&amp;#039;[[Begriffsschrift]]&amp;#039;&amp;#039; (1879) entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manchmal wird der Begriff &amp;#039;&amp;#039;klassische Logik&amp;#039;&amp;#039; auch als historischer Begriff verwendet, d.&amp;amp;nbsp;h. bezogen auf Logiker der Antike. Nun wurde aber in der Antike durchaus nicht nur klassische Logik betrieben; vielmehr behandelte schon [[Aristoteles]], der in historischem Sinn geradezu mustergültig klassische Logiker, Sachverhalte nichtklassischer Logik. Es ist –&amp;amp;nbsp;je nach Zusammenhang&amp;amp;nbsp;– nicht immer ganz leicht zu erkennen, in welchem Sinn der Begriff „klassische Logik“ verwendet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
Die [[algebraische Struktur]] der klassischen Aussagenlogik ist eine zweielementige [[Boolesche Algebra]]. Die formale zweiwertige Logik im modernen Sinn wurde in der zweiten Hälfte des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts von [[George Boole|Boole]], Frege und anderen entwickelt. Die Bezeichnung „klassische Logik“ entstand dann im 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert zur Abgrenzung von einer Reihe anderer, als nicht-klassisch bezeichneter Logiken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die klassische Logik ist durch genau zwei Eigenschaften gekennzeichnet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Jede Aussage hat einen von genau zwei [[Wahrheitswert]]en, meist &amp;#039;&amp;#039;falsch&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;wahr&amp;#039;&amp;#039; ([[Prinzip der Zweiwertigkeit]]/Bivalenzprinzip).&lt;br /&gt;
* Der Wahrheitswert jeder zusammengesetzten Aussage ist eindeutig durch die Wahrheitswerte ihrer Teilaussagen bestimmt ([[Extensionalitätsprinzip|Prinzip der Extensionalität]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;Prinzip der Zweiwertigkeit&amp;#039;&amp;#039; ist vom [[Satz vom ausgeschlossenen Dritten]] zu unterscheiden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;p \lor \neg p&amp;lt;/math&amp;gt; (z.&amp;amp;nbsp;B. „Es regnet, oder es ist nicht der Fall, dass es regnet.“)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
stellt einen [[Theorem|Satz]] der klassischen Aussagenlogik dar, kann also syntaktisch aus den Regeln und [[Axiom]]en des logischen Systems hergeleitet werden, ohne dass der Wahrheitsbegriff explizit eine Rolle spielt. Demgegenüber ist das Prinzip der Zweiwertigkeit eine Aussage über die [[Semantik (Logik)|Semantik der Logik]], welche jeder Aussage einen Wahrheitswert zuordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzungen ==&lt;br /&gt;
In Abgrenzung zur klassischen Logik entstehen nichtklassische Logiksysteme, wenn man das Prinzip der Zweiwertigkeit, das Prinzip der Extensionalität oder sogar beide Prinzipien aufhebt. [[Nichtklassische Logik]]en, die durch die Aufhebung des Prinzips der Zweiwertigkeit entstehen, sind [[Mehrwertige Logik]]en. Die Zahl der Wahrheitswerte (vielleicht besser: Pseudowahrheitswerte) kann dabei endlich sein (z.&amp;amp;nbsp;B. dreiwertige Logik), ist aber oft auch unendlich (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Fuzzy-Logik]]). Logiken, die durch die Aufhebung der Extensionalität entstehen, verwenden hingegen [[Junktor]]en (Konnektive), bei denen sich der Wahrheitswert des zusammengesetzten Satzes nicht mehr eindeutig aus dem Wahrheitswert seiner Teile bestimmen lässt. Ein Beispiel für nichtextensionale Logik ist die [[Modallogik]], die die einstelligen nichtextensionalen Operatoren „es ist notwendig, dass“ und „es ist möglich, dass“ einführt. Ein anderes Beispiel ist die [[intuitionistische Logik]], die zwar keine neuen Operatoren einführt, aber die bestehenden Operatoren anders interpretiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele klassisch gültiger Aussagen ==&lt;br /&gt;
Einige bekannte Aussagen, die in der klassischen Logik gültig sind, sind folgende:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Satz vom ausgeschlossenen Widerspruch: &amp;lt;math&amp;gt;\neg(p \land \neg p)&amp;lt;/math&amp;gt; (z.&amp;amp;nbsp;B. „Es ist nicht der Fall, dass es (zugleich und am selben Ort) regnet und nicht regnet.“)&lt;br /&gt;
; Satz vom ausgeschlossenen Dritten: &amp;lt;math&amp;gt;p \lor \neg p&amp;lt;/math&amp;gt; (z.&amp;amp;nbsp;B. „Die Erde ist rund, oder es ist nicht der Fall, dass die Erde rund ist.“)&lt;br /&gt;
; Verum sequitur ex quodlibet (Wahres folgt aus Beliebigem): &amp;lt;math&amp;gt;p \rightarrow (q \rightarrow p)&amp;lt;/math&amp;gt; (z.&amp;amp;nbsp;B. „Wenn es regnet, dann regnet es (auch) unter der Voraussetzung, dass die Erde eine Scheibe ist.“)&lt;br /&gt;
; Ex falso sequitur quodlibet (aus Falschem folgt Beliebiges): &amp;lt;math&amp;gt;\neg p \rightarrow (p \rightarrow q)&amp;lt;/math&amp;gt; (z.&amp;amp;nbsp;B. „Wenn es nicht regnet, dann ist unter der Voraussetzung, dass es (am selben Ort und zur selben Zeit) regnet, die Erde eine Scheibe.“)&lt;br /&gt;
; Paradox der materialen Implikation: &amp;lt;math&amp;gt;(p \rightarrow q) \vee (q \rightarrow p)&amp;lt;/math&amp;gt; (Von zwei beliebigen Sätzen ist immer mindestens einer die hinreichende Bedingung für den jeweils anderen.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Antoine Arnauld]], [[Pierre Nicole]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Logik oder die Kunst des Denkens.&amp;#039;&amp;#039; Aus dem Französischen übersetzt und eingeleitet von Christos Axelos.  2. durchgesehene und um eine Einleitung erweiterte Auflage. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1994, ISBN 3-534-03710-3 (&amp;#039;&amp;#039;Bibliothek klassischer Texte&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
* [[Gottlob Frege]]: &amp;#039;&amp;#039;Begriffsschrift, eine der arithmetischen nachgebildete Formelsprache des reinen Denkens.&amp;#039;&amp;#039; Nebert, Halle 1879.&lt;br /&gt;
* Dov Gabbay: &amp;#039;&amp;#039;Classical vs non-classical logic.&amp;#039;&amp;#039; In: Don M. Gabbay, Christopher J. Hogger, J. A. Robinson, J. Siekmann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbook of Logic in Artificial Intelligence and Logic Programming.&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Deduction Methodologies.&amp;#039;&amp;#039; Clarendon Press, Oxford 1994, ISBN 0-19-853746-8, Kapitel 2, 6.&lt;br /&gt;
* Lothar Kreiser, [[Siegfried Gottwald]], Werner Stelzner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Nichtklassische Logik. Eine Einführung.&amp;#039;&amp;#039; 2. durchgesehene Auflage. Akademie-Verlag, Berlin 1990, ISBN 3-05-000274-3.&lt;br /&gt;
* [[Jan Łukasiewicz]]: &amp;#039;&amp;#039;O zasadzie wyłączonego środka.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Przegląd filozoficzny.&amp;#039;&amp;#039; 13, 1910, {{ISSN|1230-1493}}, S. 372–373 (Über den Satz vom ausgeschlossenen Dritten).&lt;br /&gt;
* Jan Łukasiewicz: &amp;#039;&amp;#039;Z historii logiki zdań.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Przegląd filozoficzny.&amp;#039;&amp;#039; 37, 1934, S. 417–437 (Entdeckung der stoischen Junktorenlogik).&lt;br /&gt;
* Jan Łukasiewicz: &amp;#039;&amp;#039;Zur Geschichte der Aussagenlogik.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Erkenntnis&amp;#039;&amp;#039; 5, 1935, {{ISSN|0165-0106}}, S. 111–131. (Deutsche Übersetzung des Artikels: &amp;#039;&amp;#039;Z historii logiki zdań&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Formale Logik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{SEP|https://plato.stanford.edu/entries/logic-classical/|Classical Logic|Stewart Shapiro}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4333219-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Logik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klassische Logik| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Jaliash</name></author>
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