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	<title>Klagbarkeit - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T04:44:50Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Klagbarkeit&amp;diff=1763999&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;MyContribution: +Rechtshinweis</title>
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		<updated>2019-08-09T14:20:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+Rechtshinweis&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Klagbarkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bedeutet, dass ein [[Rechtsanspruch]] vor Gericht im Wege der [[Klage]] geltend gemacht werden kann. Die Klagbarkeit des geltend gemachten Anspruchs ist eine [[Prozessvoraussetzung]], deren Fehlen zur Unzulässigkeit der erhobenen Klage führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fehlende Klagbarkeit ==&lt;br /&gt;
Die Klagbarkeit von Ansprüchen ist der Regelfall, nicht klagbare Ansprüche die Ausnahme. Nicht klagbar ist beispielsweise der Anspruch des Verlobten auf Eingehung der [[Ehe]], {{§|1297|bgb|juris}} Abs. 1 BGB, der Anspruch auf Vergütung für eine [[Heiratsvermittlung]], {{§|656|bgb|juris}} BGB, der Anspruch auf Zustimmung zur [[Mieterhöhung]] während der dem Mieter zustehenden Überlegungsfrist, der [[Honorar]]anspruch eines Rechtsanwaltes oder [[Steuerberater]]s vor Stellung einer Rechnung, {{§|10|rvg|juris}} RVG, {{§|9|stbgebv|juris}} Abs. 1 StBGebV. Ebenfalls nicht klagbar sind Verfahren im Sinne von {{§|15a|EGZPO|juris}} EGZPO bei vorgeschriebener und nicht durchgeführter Schlichtung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders liegen die Dinge, wenn die Klagbarkeit im Rahmen einer Parteivereinbarung (vorläufig) ausgeschlossen ist: in diesem Falle ist das Fehlen der Klagbarkeit eine vor Beginn der mündlichen Verhandlung geltend zu machende [[Einwendung|Einrede]]. Steht einem Anspruch eine gesetzliche [[peremptorische Einrede]] entgegen, kann der Schuldner die Geltendmachung des Anspruchs durch Erhebung derselben verhindern, so gemäß {{§|275|bgb|juris}} Absätze 2 und 3 BGB, {{§|821|bgb|juris}} BGB, {{§|853|bgb|juris}} BGB und bei der beschränkten Erbenhaftung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fehlende Klagbarkeit lediglich der Erfüllungsansprüche ==&lt;br /&gt;
[[Schuldverhältnis|Schuldverträge]], die von vornherein eine unvollkommene oder auch gar keine [[Verbindlichkeit]] erzeugen, in vielen Rechtskreisen [[Naturalobligation]]en genannt, begründen zumindest bezüglich der [[Erfüllung (Recht)|Erfüllungsansprüche]] keine Klagbarkeit. Werden sie erfüllt, kann das Geleistete andererseits nicht als &amp;#039;&amp;#039;[[Condictio indebiti|indebitum]]&amp;#039;&amp;#039; [[Bereicherungsrecht (Deutschland)|kondiziert]] werden. Klassisches Beispiel ist die [[Wette]] im Sinne des {{§|762|bgb|juris}} BGB.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Dieter Medicus (Rechtswissenschaftler)|Dieter Medicus]]: &amp;#039;&amp;#039;Bürgerliches Recht. Eine nach Anspruchsgrundlagen geordnete Darstellung zur Examensvorbereitung.&amp;#039;&amp;#039; Heymanns, Köln 1968. 23., neu bearbeitete Auflage mit [[Jens Petersen (Jurist, 1969)|Jens Petersen]]: Vahlen, München 2015, ISBN 978-3-8006-3908-3, Rnr. 39.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vergleichbar dazu sind die Fälle [[Form (Recht)|formunwirksamer]] Schuldverträge, die durch Erfüllung (Leistung) wirksam werden, auch sie sind nicht klagbar. Dazu gehören das vollzogene Schenkungsversprechen des {{§|518|bgb|juris}} Absatz 2 BGB oder die getilgte Hauptforderung bei vorangegangenem Schriftformmangel einer Bürgschaftserklärung, {{§|766|bgb|juris}} Satz 3 BGB.&amp;lt;ref&amp;gt;Dieter Medicus: &amp;#039;&amp;#039;Bürgerliches Recht. Eine nach Anspruchsgrundlagen geordnete Darstellung zur Examensvorbereitung.&amp;#039;&amp;#039; Heymanns, Köln 1968. 23., neu bearbeitete Auflage mit Jens Petersen: Vahlen, München 2015, ISBN 978-3-8006-3908-3, Rnr. 40.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unberührt bleiben in den genannten Fällen Ansprüche wegen anderer [[Pflichtverletzung]]en wie [[Schlechtleistung]]en. Diese hat der [[Bundesgerichtshof]] sogar ausdrücklich zugelassen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Entscheidungen des Bundesgerichtshofes in Zivilsachen|BGHZ]] 25, 124.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Götz Schulze]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Naturalobligation : Rechtsfigur und Instrument des Rechtsverkehrs einst und heute – zugleich Grundlegung einer zivilrechtlichen Forderungslehre&amp;#039;&amp;#039;, Mohr Siebeck, Tübingen 2008, ISBN 978-3-16-149407-9 (zugleich Universität Heidelberg, Habilitationsschrift 2007).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zivilprozessrecht (Deutschland)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;MyContribution</name></author>
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