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	<title>Kitsunebi - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T03:55:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kitsunebi&amp;diff=871823&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;MissingMemberException am 5. Oktober 2024 um 19:51 Uhr</title>
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		<updated>2024-10-05T19:51:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bakemono-tsukushi-emaki Kitsune-bi.jpg|mini|230px|&amp;#039;&amp;#039;Kitsunebi&amp;#039;&amp;#039;, wie sie im &amp;#039;&amp;#039;Bakemono Emaki&amp;#039;&amp;#039; erscheinen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:SekienKitsunebi.jpg|mini|230px|Der &amp;#039;&amp;#039;Kitsunebi&amp;#039;&amp;#039;, wie er in Sekiens &amp;#039;&amp;#039;Gazu Hyakki Yagyō&amp;#039;&amp;#039; erscheint.]]&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kitsunebi&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (狐火; „Fuchsfeuer“), auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rinka&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (燐火; „Phosphor-Feuer“) genannt, ist ein [[fiktiv]]es Wesen aus der [[japan]]ischen [[Folklore]] und gehört zur Gruppe der [[Yūrei]]. Es ist Geisterfeuern wie dem [[Irrlicht]] und dem [[Hitodama]] sehr ähnlich und wird oft und gern mit ihnen verwechselt oder gleichgestellt. Kitsunebi sind nicht identisch mit [[Onibi]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Der Kitsunebi wird als bläulicher Feuerball von meist geringer Größe beschrieben, der lautlos oder leise knisternd umherschwebt. Oder er tritt als Gruppe kleiner Flämmchen auf, die emsig umher huschen. Kitsunebis sind gemäß der Folklore das Werk von Fuchs-Yōkai ([[Kitsune]]) und tauchen vorgeblich besonders in dichten Wäldern, auf [[Friedhof|Friedhöfen]] und/oder Feuchtwiesen auf. Die Entstehung von Kitsunebi wird unterschiedlich beschrieben: entweder kann ein Kitsune das Feuer von Natur aus ausatmen oder ausspeien, oder er kann es beschwören. Alternativ fängt der Kitsune ein Hitodama oder gar einen Yūrei ein und bringt beides unter seine Kontrolle. Nun kann er das „Fuchsfeuer“ steuern und zum Beispiel unachtsamen oder unliebsamen Menschen entgegenschicken, um sie in die Irre zu führen, zu erschrecken oder anzugreifen. In seltenen Fällen sollen „Fuchsfeuer“ ein Eigenleben entwickeln können und nun an verschiedenen Orten herumspuken.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MDF&amp;quot;&amp;gt;Michael Dylan Foster: &amp;#039;&amp;#039;The Book of Yokai...&amp;#039;&amp;#039;, Berkeley 2015, S. 185 u. 186.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;MKT&amp;quot;&amp;gt;Murakami Kenji: 妖怪事典, Tokio 2000, S. 51.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund ==&lt;br /&gt;
=== Ursprünge ===&lt;br /&gt;
Die älteste Abbildung eines Kitsunebi findet sich im Sammelwerk &amp;#039;&amp;#039;Bakemono Emaki&amp;#039;&amp;#039; (化物之絵巻; &amp;#039;&amp;#039;Sammlung von übernatürlichen Wesen&amp;#039;&amp;#039;) eines unbekannten Autors aus dem Jahr 1706. Eine interessante Zeichnung eines Kitsunebi findet sich im Sammelwerk &amp;#039;&amp;#039;Gazu Hyakki Yagyō&amp;#039;&amp;#039; (画図百鬼夜行; &amp;#039;&amp;#039;Bilderbuch der Nachtparade der 100 Dämonen&amp;#039;&amp;#039;) von [[Toriyama Sekien]] aus dem Jahr 1776. Sekien verweist in seiner Bildbeschriftung auf die Fähigkeit der Kitsune, Fuchsfeuer ausatmen zu können. Er deutet auch darauf hin, dass Kitsune Menschengestalt annehmen können, wenn sie einen menschlichen Knochen ausgraben und im Maul tragen: der Kitsune in seinem Gemälde tanzt auf einem Häuflein Menschenknochen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hiroko Yoda, Matt Alt: &amp;#039;&amp;#039;Japandemonium Illustrated...&amp;#039;&amp;#039;, New York/Mineola 2017, S. 22.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anekdoten ===&lt;br /&gt;
Die meisten [[Anekdote]]n um Kitsunebi stammen aus den [[Präfektur]]en [[Präfektur Toyama|Toyama]], [[Präfektur Ishikawa|Ichikawa]] und [[Präfektur Shimane|Shimane]]. In den dortigen ländlichen Gegenden leben wenige Menschen, aber viele Füchse.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KAS&amp;quot;&amp;gt;Karen Ann Smyers: &amp;#039;&amp;#039;The fox and the jewel...&amp;#039;&amp;#039;, Honolulu 1999, S. 117 u. 118.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der [[Präfektur Tokio]] steht der [[Schrein]] &amp;#039;&amp;#039;Ōji-Inari-jinja&amp;#039;&amp;#039;, ein [[Shintō]]-Schrein, der dem Gott [[Inari (Kami)|Inari]] geweiht ist. An dem Schrein, unter einem heiligen Baum, halten angeblich jedes Jahr am letzten Tag die Kitsune der gesamten Kantō-Region eine Art [[zeremonie]]lle Versammlung ab. Ihre „Fuchsfeuer“ sollen vorhersagen können, wie gut oder schlecht die Ernten im nächsten Jahr ausfallen werden. In der [[Präfektur Nagano]] steht die [[Burg Matsushiro]], deren Standort der Legende nach von einem freundlichen Kitsune vorherbestimmt wurde: dessen „Fuchsfeuer“ soll den Weg zur Errichtungsstelle geleuchtet haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MDF&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;MKT&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wissenschaftliche Erklärungsversuche ===&lt;br /&gt;
Vermutlich geht der Glaube an „Fuchsfeuer“ auf bekannte und gut erforschte [[Naturphänomene]] wie auf in Japan häufige [[Leuchtkäfer]], zum Beispiel &amp;#039;&amp;#039;Luciola cruciata&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|ja|源氏蛍}}, &amp;#039;&amp;#039;Genji-botaru&amp;#039;&amp;#039;; zu dt. „[[Minamoto|Genji]]-Leuchtkäfer“) und &amp;#039;&amp;#039;Luciola lateralis&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|ja|平家蛍}}, &amp;#039;&amp;#039;Heike-botaru&amp;#039;&amp;#039;; zu dt. „[[Taira|Heike]]-Leuchtkäfer“) zurück. Sie alle sind [[schnecken]]fressende Käfer und deren [[Larve]]n, deren rhythmisches Leuchten ([[Biolumineszenz]]) in ganz Japan berühmt ist. Sie wurden nach einflussreichen Adelsfamilien des Altertums benannt. Im &amp;#039;&amp;#039;Fusa&amp;#039;&amp;#039;-Park von [[Tokio]] wird alljährlich das sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Hotarugari&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|ja|蛍狩り}}; zu dt. „Leuchtkäferfangen“) abgehalten.&amp;lt;ref&amp;gt;Lloyd Vernon Knutson, Jean-Claude Vala: &amp;#039;&amp;#039;Biology of Snail-Killing Sciomyzidae Flies&amp;#039;&amp;#039;. Cambridge University Press, Cambridge (UK) 2011, ISBN 0-521-86785-1, S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt; Weitere Erklärungsmöglichkeiten sind Naturerscheinungen wie die Biolumineszenz der Pilzgattungen &amp;#039;&amp;#039;Mycena&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Omphalotus&amp;#039;&amp;#039;, die in Japan recht häufig sind. Auch [[Elmsfeuer]] und [[Kugelblitz]]e werden vorgeschlagen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KAS&amp;quot;/&amp;gt; Möglicherweise haben auch [[Meteorit]]en den Glauben an Fuchsfeuer gefördert: der Schweif eines Meteoriten mag an Fuchsschweife erinnern.&amp;lt;ref&amp;gt;Karen Ann Smyers: &amp;#039;&amp;#039;The fox and the jewel.&amp;#039;&amp;#039; Honolulu 1999, S. 138–141.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kitsunebi in der modernen Subkultur ==&lt;br /&gt;
Kitsune und Kitsunebi sind bis heute ein beliebtes Motiv in der modernen Subkultur und tauchen in [[Comic]]s, [[Manga]]s, [[Roman]]en, [[Anime]]s und -serien auf. Ein bekannter fiktiver Kitsune der Moderne ist &amp;#039;&amp;#039;Shippō&amp;#039;&amp;#039; aus der Manga- und Animereihe &amp;#039;&amp;#039;[[Inuyasha]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Rumiko Takahashi]]. Die Serie handelt von der 15-jährigen Schülerin &amp;#039;&amp;#039;Kagome Higurashi&amp;#039;&amp;#039;, die durch einen Unfall eine Zeitreise zurück in die [[Sengoku-Zeit]] ([[15. Jahrhundert|15.]] – [[16. Jahrhundert]]) des feudalen Japans macht, eine Epoche, in der dem Roman zufolge Yōkai, Han’yō und Bōrei real sind. Während ihrer Reise lernt Kagome den noch sehr jungen Shippō kennen. Shippō beherrscht, neben einigen Zaubertricks, auch das Beschwören und Entsenden von Kitsunebis. Ein weiteres Beispiel ist in der Manga-Reihe &amp;#039;&amp;#039;[[Natsume Yuujinchou]]&amp;#039;&amp;#039; (夏目友人帳; „Natsumes Buch der Freunde“) von Yuki Midorikawa zu finden. Diese Serie dreht sich um den Jugendlichen &amp;#039;&amp;#039;Takashi Natsume&amp;#039;&amp;#039;, der die Gabe besitzt, Yōkai, Yūrei und Bōrei sehen und mit ihnen interagieren zu können. Takashi freundet sich mit einem jungen Kitsune an, der ebenfalls Kitsunebis einsetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Florian Schütz: &amp;#039;&amp;#039;Japanische Zauberfüchse zwischen Bits und Bytes: wie viel narratives Erbe steckt in Videospielen?&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Lit, Berlin/Münster 2016, ISBN 978-3-643-13514-8, S. 95 u. 96.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Sōgen-bi]]:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Irrlicht-ähnlicher Geist eines Mönches, der für seine Bosheit und Falschheit bestraft wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hiroko Yoda, Matt Alt: &amp;#039;&amp;#039;Japandemonium Illustrated: The Yokai Encyclopedias of Toriyama Sekien&amp;#039;&amp;#039;. Dover Publications, New York/Mineola 2017, ISBN 978-0-486-80035-6.&lt;br /&gt;
* Murakami Kenji: 妖怪事典. Mainichi shinbun, Tokio 2000, ISBN 978-4-620-31428-0, S. 51.&lt;br /&gt;
* Michael Dylan Foster: &amp;#039;&amp;#039;The Book of Yokai: Mysterious Creatures of Japanese Folklore&amp;#039;&amp;#039;. California Press, Berkeley 2015, ISBN 978-0-520-27101-2, S. 185 u. 186.&lt;br /&gt;
* Karen Ann Smyers: &amp;#039;&amp;#039;The fox and the jewel: shared and private meanings in contemporary Japanese inari worship&amp;#039;&amp;#039;. University of Hawaii Press, Honolulu 1999, ISBN 0-8248-2102-5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Japanische Mythologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gespenst]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;MissingMemberException</name></author>
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