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	<title>Kirdorf - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Slashpub: /* Natur */ wiki-link</title>
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		<updated>2025-08-31T20:40:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Natur: &lt;/span&gt; wiki-link&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Gemeindeart            = Stadt&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Bad Homburg vor der Höhe&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = &lt;br /&gt;
| Ortswappen             = DEU Kirdorf COA.svg&lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 50/14/28.868&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 08/36/38.002&lt;br /&gt;
| Bundesland             = DE-HE&lt;br /&gt;
| Höhe                   = 195 &amp;lt;!-- LAGIS --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug             = DE-NN&lt;br /&gt;
| Fläche                 = &lt;br /&gt;
| Einwohner              = &lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = &lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 1901-06-29&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 61350&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2          = &lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 06172&lt;br /&gt;
| Vorwahl2               = &lt;br /&gt;
| Lagekarte              = &lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kirdorf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Stadtteil und [[Ortsbezirk]] im Norden der Stadt [[Bad Homburg vor der Höhe]] im [[Südhessen|südhessischen]] [[Hochtaunuskreis]], nordwestlich von [[Frankfurt am Main]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die historischen Spuren in der Kirdorfer Gemarkung reichen zurück bis in die [[Kelten]]zeit: Noch heute sind [[Hügelgrab|Hügelgräber]] im Hardtwald erhalten. Aus der [[Römisches Reich|Römerzeit]] wurde ein [[Brandgrab]] gefunden; eine [[villa rustica]] wird vermutet, lässt sich aber bisher [[Archäologie|archäologisch]] nicht nachweisen. Ebenso wenig gibt es Hinweise auf eine frühe [[Franken (Volk)|fränkische]] Gründung,&amp;lt;ref&amp;gt;Lotz, Friedrich, Geschichte der Stadt Bad Homburg vor der Höhe, Band I (2. Auflage Frankfurt am Main 1977), S. 231.&amp;lt;/ref&amp;gt; denn weder wurden fränkische [[Gräberfeld|Reihengräber]] gefunden noch steht der Name des Dorfes in irgendeiner Beziehung zur [[fränkische Landnahme|fränkischen Landnahme]]. Auch der überlieferte [[Flurname]] „Hostatt“ verweist aller Wahrscheinlichkeit nach nicht auf eine adlige „Hofstatt“, sondern auf eine „Hochstatt“ in dem damaligen Sumpfgebiet des heute kanalisierten Kirdorfer Bachs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der auf die Franken zurückgehende Ortsname kommt von Kirchdorf. Es darf davon ausgegangen werden, dass die Franken in jedem ihrer [[Gau]]e einen kirchlich bedeutsamen Ort „Kirchdorf“ nannten. Der heutige Ortsteil von Bad Homburg besaß vermutlich diese Funktion im [[Niddagau]]. Grundmauern eines romanischen Kirchleins wurden im 19. Jahrhundert am [[Rabenstein (Bad Homburg)|Rabenstein]] gefunden. Im Laufe der Zeit wandelte sich der Ortsname in die heutige Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste schriftliche Erwähnung der „villa Kirchdorph“ im Niddagau stammt aus dem Jahr 892 und befindet sich im [[Lorscher Codex]]. Ihr zufolge schenkten Alolf und Huda am 17.&amp;amp;nbsp;November 892 ihren dortigen Besitz zusammen mit 58 Hörigen dem [[Kloster Lorsch|Benediktinerkloster Lorsch]] an der [[Bergstraße]]. Die Benennung des Dorfes und die Lage der Kirche auf der höchsten Stelle inmitten des Ortes geben Anlass zu der Annahme, die Siedlung habe schon länger um ein [[Heidentum|heidnisches]] Heiligtum bestanden, das dann durch eine christliche Kirche ersetzt wurde – eine gängige Praxis in der Zeit der Ausbreitung des Christentums im [[Fränkisches Reich|Frankenreich]] und in diesem Fall verbunden mit einer Umbenennung des Ortes, der nun durch die Kirche hervorgehoben wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Colloquium Stefan Ohmeis/Rüdiger Kurth/Alexander Wächtershäuser 16. Januar 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch diese Schlussfolgerung lässt sich allerdings bisher nicht objektiv bestätigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe seiner weiteren Geschichte unterstand Kirdorf wiederholt dem [[Kurmainz|Erzbistum Mainz]], wurde aber während der [[Reformation]] unter der Herrschaft der [[Stolberg (Adelsgeschlecht)|Grafen von Stolberg]] zeitweilig [[Luthertum|lutherisch]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Kirdorf, Hauptstr. 1.JPG|mini|Das einzige Haus, das den Brand von 1622 überstand]]&lt;br /&gt;
Während des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] brannten Truppen des [[Herzog]]s [[Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel]] den nun wieder katholisch gewordene Ort am 7.&amp;amp;nbsp;Juni 1622 nieder. Lediglich ein Haus überstand diesen Brand unversehrt. Da im gleichen Jahr auch noch die vorwiegend protestantisch-calvinistisch geprägte Landgrafschaft [[Hessen-Homburg]] begründet wurde, glich Kirdorf bald einer katholischen Insel in protestantischem Umfeld. Dies prägte die Bevölkerung nachhaltig. Im [[Reichsdeputationshauptschluss]] von 1803 wurde Kirdorf zunächst den Fürsten von [[Nassau-Usingen]] zugesprochen, gelangte dann aber durch Tausch selbst zur Landgrafschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kirdorf, Hauptstr. 9.JPG|mini|Fachwerkhaus von 1664]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die katholische Pfarrei gehörte von 1232 bis 1803 zum Erzbistum Mainz und war nur vorübergehend (von 1540 bis 1606) durch Übertritt der Stolberger lutherisch (wie bereits oben gesagt). Von 1803 bis 1821 gelangte sie zum Generalvikariat [[Aschaffenburg]] und war anschließend bis 1836 dem [[Papst]] in Rom direkt unterstellt. Danach gehörte sie zum neuen [[Bistum Mainz]], wobei zwischen den Kirdorfern und [[Wilhelm Emmanuel von Ketteler|Bischof Ketteler]] stets eine gute Beziehung bestand. Dieser weihte auch 1862 die gewaltige [[St. Johannes (Kirdorf)|St. Johanneskirche]], die&amp;amp;nbsp;– als größter Kirchenbau im Vordertaunus&amp;amp;nbsp;– im Volksmund den Namen &amp;#039;&amp;#039;Taunusdom&amp;#039;&amp;#039; erhielt. Die Kirche wurde vom Architekten und Mainzer Dombaumeister [[Ignaz Opfermann]] (1799–1866) in einer Modifikation des byzantinischen Stils erbaut. Die Orgel (Hauptwerk) führte der Mainzer Orgelbaumeister [[Hermann Dreymann]] aus. – Seit dem Jahre 1884 ist die Pfarrei Bestandteil des [[Bistum Limburg|Bistums Limburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1849 wurde der erste [[Bürgermeister]] gewählt, [[Johannes Raab]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirdorfer Bevölkerung lebte über Jahrhunderte hinweg von der Landwirtschaft in Kombination mit der [[Leinenweberei]]. 1820 wurden in Homburg die [[Heilwasser|Heilquellen]] wiederentdeckt; schnell entwickelte sich dort ein florierender Kurbetrieb. Die Kirdorfer erkannten ihre Chance und erlernten Handwerksberufe, die in der aufstrebenden Nachbarstadt benötigt wurden: Die meisten der aus Kirdorf stammenden Maurer, Zimmerleute und Schreiner, die Händler, Bauern wie auch die Tagelöhner, Wäscherinnen, Kutscher, Dienstmädchen, Postboten verdankten ihr Einkommen dem Kurbetrieb von Homburg. 1854 legte der preußische Gartenarchitekt [[Peter Joseph Lenné]] auf Kirdorfer und Gonzenheimer Wiesen und Feldern den ersten Teil des [[Kurpark Bad Homburg|Homburger Kurparks]] an. 1876 wurde ein ausgedehnter Rasen-Tennisplatz erstellt, der erste Tennisplatz auf dem Kontinent. 1890 spielte man auf Hartplätzen aus gemahlener roter Schlacke, was schnell zum Standard moderner Tennisplätze wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts gründeten die Kirdorfer viele [[Verein]]e, von denen die meisten heute noch aktiv sind. Überhaupt ist das Kirdorfer Vereinsleben eines der aktivsten der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1866 verstarb der letzte Landgraf von Hessen-Homburg. Die Landgrafschaft (mit Kirdorf) fiel zunächst an [[Großherzogtum Hessen|Hessen-Darmstadt]] und wenige Monate später nach dem [[Deutscher Krieg|Krieg von 1866]] an [[Preußen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Reichsgründung]] gab es während des [[Kulturkampf]]es zwischen dem liberalen Homburg und dem katholischen Kirdorf heftige Meinungsverschiedenheiten. Dessen ungeachtet errichteten die Kirdorfer ab 1873 ein Schwesternhaus, das am 24.&amp;amp;nbsp;Juni 1874 von Bischof [[Wilhelm Emmanuel von Ketteler|Ketteler]] eingeweiht wurde.&lt;br /&gt;
[[Datei:Ketteler-Francke-Schule.JPG|mini|Ketteler-Francke-Schule]]&lt;br /&gt;
Nach langwierigen Verhandlungen und heftigem Widerstand wurde die Landgemeinde Kirdorf 1902 nach Bad Homburg vor der Höhe eingemeindet. Der Eingemeindungsvertrag brachte der Kirdorfer Bevölkerung eine Reihe von Annehmlichkeiten, aber auch den Verlust der Selbständigkeit, was noch Jahrzehnte später zu Widerständen führte. Zu den Errungenschaften zählen unter anderem der 1906 erfolgte Außenputz der St. Johanneskirche, die Unterhaltspflicht für den Kirchenbau, das Pfarrhaus und das Schwesternhaus sowie die 1910 eröffnete Bürgerschule II und IV, die heutige Ketteler-Francke-Schule, die die [[Alte Schule (Kirdorf)|Alte Schule]] ablöste. 1914 wurde Kirdorf an das elektrische [[Stromnetz]] angeschlossen. 1911 fand erstmals wieder ein protestantischer Gottesdienst in Kirdorf statt. 1913 wird die evangelische Gedächtniskirche feierlich eingeweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] blieben der Ortskern und die Gemarkung Kirdorf weitgehend verschont, am 24. und 25.&amp;amp;nbsp;August 1942 wurden jedoch [[Brandbombe]]n über dem Ort abgeworfen. Zwar war nur ein ziviles Opfer durch Tiefflieger zu beklagen, aber fast 200 junge Männer aus Kirdorf verloren als Soldaten im Krieg ihr Leben. Dieser endete für die Kirdorfer Zivilbevölkerung am Karfreitag, dem 30.&amp;amp;nbsp;März 1945, durch den Einmarsch US-amerikanischer Truppen. Danach gehörte Kirdorf zur [[Amerikanische Besatzungszone|Amerikanischen Besatzungszone]]. Die US-Militärverwaltung richtete in dem Ort ein kleines [[DP-Lager]] zur Unterbringung sogenannter [[Displaced Person]]s ein, die in der Mehrzahl aus ehemaligen [[Zwangsarbeit]]ern aus der [[Sowjetunion]] bestanden. Das Lager existierte über die Gründung der Bundesrepublik hinaus bis Mitte der 1950er Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bisher nicht gekannte Bautätigkeit führte in den folgenden Jahrzehnten zur Überbauung großer Teile der fruchtbaren Kirdorfer Feldgemarkung. Am Hardtwald bildete sich ein Villengebiet, das zu den bevorzugten Wohngebieten im Rhein-Main-Gebiet gezählt wird. Nur ein kleiner Teil der Feld- und Wiesengemarkung blieb unbebaut. Das als &amp;#039;&amp;#039;Kirdorfer Feld&amp;#039;&amp;#039; überregional bekannte Gelände wurde 1999 fast vollständig als Landschaftsschutzgebiet und Naturschutzgebiet ausgewiesen (siehe unten); dort befindet sich auch ein &amp;#039;&amp;#039;Apfelbaummuseum&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Großes Bild|Bad Homburg-Panorama.jpg|1000|Panorama vom Kirdorfer Feld aus}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
Für den Stadtteil Kirdorf besteht ein [[Ortsbezirk]] (Gemarkung Kirdorf mit Ausnahme des Teils westlich der Saalburgchaussee sowie denjenigen Teil der Gemarkung Bad Homburg v.d.Höhe, der östlich der Saalburgchaussee, nördlich der Bebauung der Saalburgstraße und westlich der Bebauung der Dietigheimer Straße liegt) mit [[Ortsbeirat]] und [[Ortsvorsteher]] nach der [[Hessische Gemeindeordnung|Hessischen Gemeindeordnung]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;HS&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.bad-homburg.de/stadt/rathaus/stadtrecht-aktuell/stadtrecht-archiv/dokumente/2022/Hauptsatzung__Stand_01.01.20_.pdf |titel=Hauptsatzung |titelerg=§&amp;amp;nbsp;4 |werk=Webauftritt |hrsg=Stadt Bad Homburg vor der Höhe |abruf=2024-02 |format=PDF;&amp;amp;nbsp;127&amp;amp;nbsp;kB}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Ortsbeirat besteht aus neun Mitgliedern. Bei den [[Kommunalwahlen in Hessen 2021]] betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat Kirdorf 50,70 %. Dabei wurden gewählt: Vier Mitglieder der [[CDU]], zwei Mitglieder des [[Bündnis 90/Die Grünen]] und jeweils ein Mitglied  der [[SPD]], der [[Freie Demokratische Partei|FDP]] und der „Bürgerliste Bad Homburg“ (BLB).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://votemanager-da.ekom21cdn.de/2021-03-14/06434001/html5/Ortsbeiratswahl_Hessen_515_Ortsbezirk_Kirdorf.html |titel=Ortsbeiratswahl Kirdorf |werk=Votemanager |hrsg=Stadt Bad Homburg |abruf=2024-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Ortsbeirat wählte Hans Leimeister (CDU) zum Ortsvorsteher.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bad-homburg.de/de/stadt/politik/ortsbeiraete/ortsbeirat-kirdorf |titel=Ortsbeirat Kirdorf |werk=Webauftritt |hrsg=Stadt Bad Homburg |abruf=2024-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten und Kultur ==&lt;br /&gt;
=== Kirchen ===&lt;br /&gt;
==== Taunusdom ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Kirdorf, Taunusdom, Panorama.jpg|mini|St. Johanneskirche (sog. Taunusdom)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kirdorf Taunusdom Altar und Apsis 2016-02-03-14-16-14.jpg|mini|links|Kirdorf, Taunusdom, Apsis mit Malereien von [[Augustin Kolb]]]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|St. Johannes (Kirdorf)}}&lt;br /&gt;
Als Taunusdom wird die Kirdorfer St. Johanneskirche vielfach bezeichnet. Der Architekt und Mainzer Dombaumeister [[Ignaz Opfermann]] (1799–1866) erbaute zwischen 1858 und 1862 die Kirche im spätklassizistischen Rundbogenstil. Auffällig sind die beiden Türme, die zur Bezeichnung als [[Kathedrale#Ähnliche Begriffe|Dom]] führten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Inneren befindet sich eine [[Jugendstil]]ausmalung, die 1923 bis 1925 vom Günterslebener Kirchenmaler [[Augustin Kolb]] (1869–1942) und seinen drei Söhnen erstellt wurde. Der Taufstein stammt aus dem Jahr 1661. Der Hauptaltar wurde in den Jahren 1879/80 als Flügelaltar von den Bildhauern [[Jakob Busch]] (1860–1916) und [[Karl Kreis]] (1861–1882) aus [[Hanau-Steinheim]] hergestellt. Die Kanzel von 1862 ist mit fünf vergoldeten holzgeschnitzten Reliefs aus dem Jahr 1925 von [[Alban Kolb]] geschmückt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Orgel des Mainzer Orgelbaumeisters [[Hermann Dreymann]] steht seit 1974 als größte und im Bistum Limburg einzig gut erhaltene Orgel unter Denkmalschutz.&amp;lt;ref&amp;gt;Kirchenführer Hochtaunus ({{Webarchiv|url=http://www.hochtaunuskreis.de/htkmedia/Benutzerordner/40_60/Kultur/Kulturbrosch%C3%BCren/Kulturf%C3%BChrer/Kirchenf%C3%BChrer+Druckfassung.pdf |wayback=20150924030847 |text=Online S. 16/17.}}; PDF; 4,8&amp;amp;nbsp;MB, abgerufen am 14. Januar 2016)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Kirdorf, Evangelische Gedächtniskirche.JPG|mini|hochkant|Evangelische Gedächtniskirche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Evangelische Gedächtniskirche ====&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;Koordinate: {{Coordinate|text=DMS|NS=50.237894|EW=8.608029|type=landmark|name=Evangelische Gedächtniskirche|region=DE-HE}}&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Spätestens mit der Eingemeindung des katholischen Kirdorf in das evangelische Bad Homburg 1902 stieg die Zahl der Protestanten in Kirdorf an, so dass sich der Bedarf für eine evangelische Kirche ergab. Mit Hilfe einer Stiftung des Bad Homburger Ehepaars Dippel wurde die [[Evangelische Gedächtniskirche (Kirdorf)|evangelische Gedächtniskirche]] errichtet und 1913 eingeweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kanzel, Altar, Kronleuchter und der Taufstein in der Taufkapelle sind eine Schenkung von [[Wilhelm II. (Deutsches Reich)|Kaiser Wilhelm II.]] Sie stammen aus der Bad Homburger Schlosskirche, wo sie nach dem Bau der [[Erlöserkirche (Bad Homburg)|Erlöserkirche]] nicht mehr benötigt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Orgel der Firma Kern (Straßburg) stammt aus dem Jahr 1988. 2002 wurde der Innenraum restauriert. Auffällig sind insbesondere die Glasfenster, vor allem die Rosette über dem Altar. In diesem Fenster wird Christus bei der [[Bergpredigt]] in leuchtenden Farben gezeigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kirchenführer Hochtaunus ({{Webarchiv|url=http://www.hochtaunuskreis.de/htkmedia/Benutzerordner/40_60/Kultur/Kulturbrosch%C3%BCren/Kulturf%C3%BChrer/Kirchenf%C3%BChrer+Druckfassung.pdf |wayback=20150924030847 |text=Online S. 6/7.}}; PDF; 4,8&amp;amp;nbsp;MB, abgerufen am 14. Januar 2016)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Freizeit ===&lt;br /&gt;
In Kirdorf gibt es eine Vielzahl von [[Verein]]en. Diesen wird mit dem Bürgerhaus Kirdorf ein Veranstaltungsort neben den eigenen Vereinshäusern geboten. Sportvereinen steht ein Fußballplatz &amp;#039;&amp;#039;Wiesenborn&amp;#039;&amp;#039; sowie das &amp;#039;&amp;#039;Sportzentrum Nordwest&amp;#039;&amp;#039; zur Verfügung, dort ist auch eine [[Minigolf]]anlage angegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2006 wird die Ortsgeschichte im Kirdorfer Heimatmuseum Am Kirchberg&amp;amp;nbsp;41 (direkt neben dem &amp;#039;&amp;#039;Taunusdom&amp;#039;&amp;#039;) präsentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Natur ===&lt;br /&gt;
Im Nordwesten Kirdorfs befindet sich das [[Kirdorfer Feld]], eine rund 160 Hektar große [[Streuobstwiese]]nlandschaft, von der rund 60 Hektar unter [[Naturschutz]] stehen. Eine Besonderheit bildet der üppige Bestand an sonst sehr seltenen und besonders schützenswerten [[Orchideen]], insbesondere dem [[Breitblättriges Knabenkraut|Breitblättrigen Knabenkraut]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Siehe auch ===&lt;br /&gt;
* [[Liste der Kulturdenkmäler in Kirdorf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Titel=Aufgeben war keine Option. Die totale Zerstörung Kirdorfs vor 400 Jahren. |Autor=Stefan Ohmeis |Hrsg=Hochtaunuskreis |Sammelwerk=Jahrbuch Hochtaunuskreis |Band=2023 |Nummer=31 |Auflage=1 |Verlag=Waldemar Kramer |Ort=Bad Homburg vor der Höhe |ISBN=9783737404990}}&lt;br /&gt;
* {{HessBib |NAME=Kirdorf (Tanaus) |PPN=116315709 |GND=4293692-5}}&lt;br /&gt;
* {{HessBib |NAME=Bad Homburg-Kirdorf |GND=4212389-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.bad-homburg.de/de/leben/ueber-unsere-stadt/stadtteile/kirdorf &amp;#039;&amp;#039;Kirdorf&amp;#039;&amp;#039;.] In: Webauftritt der Stadt Bad Homburg.&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|DB=OL|ID=434001060|titel=Kirdorf, Hochtaunuskreis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile in Bad Homburg vor der Höhe}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4212389-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Hochtaunuskreis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsbezirk von Bad Homburg vor der Höhe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Hochtaunuskreis)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 892]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1901]]&lt;/div&gt;</summary>
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