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	<title>Kirchenreform - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kirchenreform&amp;diff=346188&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Abkürzung korrigiert, ISBN-Format, Leerzeichen in Überschrift</title>
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		<updated>2025-10-31T12:58:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Abkürzung korrigiert, ISBN-Format, Leerzeichen in Überschrift&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kirchenreform&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; zielt – wie alle [[Reform]]en – auf die Veränderung eines Zustandes der einen, von [[Jesus Christus]] gewollten bzw. gestifteten Kirche in ihrer universalen Einheit oder einer ihrer Ausprägungen in ihrer Vielfalt, insbesondere auch Reformen von deren Verfassung(en), Organisation(en) und Grundvollzügen (z.&amp;amp;nbsp;B. Liturgie) und dem damit verbundenen Versuch, ihre Einheit ([[Ökumenische Bewegung|Ökumene]]) und ihre Sendung [[Authentizität|authentisch]] wiederherzustellen. Je nach dem betroffenen Bereich bzw. Aspekt spricht man infolgedessen zum Beispiel auch von [[Liturgiereform]], Klerikerreform oder Ordens- und Klosterreform.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biblische Reformverständnis und paulinische Reformen ==&lt;br /&gt;
In der [[Bibel]] kommt in der lateinischen Übersetzung das Wort &amp;#039;&amp;#039;reformatio&amp;#039;&amp;#039; im [[Neues Testament|Neuen Testament]] zum Beispiel im [[Brief des Paulus an die Römer]] (Röm 12,2) vor. Paulus stellt dabei den Aspekt einer schöpferischen Erneuerung in Christus und der Einheit in Christus in den Mittelpunkt. Insofern kann die von Paulus eingeforderte und vom [[Apostelkonzil]] getroffene Entscheidung, im Rahmen der [[Heidenmission]] auf die Beschneidung zu verzichten, als eine erste der universalen Sendung und Einheit entsprechenden „Kirchenreform“ angesehen werden, wenn man davon absieht, dass es sich dabei dem Selbstverständnis der [[Urkirche]] nach immer noch um einen christlichen Reformversuch der [[Synagoge]] handelte.&amp;lt;ref&amp;gt;Roland Hardmeier: &amp;#039;&amp;#039;Geliebte Welt&amp;#039;&amp;#039;, 2012, ISBN 3-86-256026-0, S. 155&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Reformverständnis der Kirchenväter und Reformen in der Frühen Kirche ==&lt;br /&gt;
Sowohl die griechischen wie die lateinischen Kirchenväter verbinden mit den Begriffen &amp;#039;&amp;#039;reformare&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;reformatio&amp;#039;&amp;#039; in der Regel den biblisch-heilsgeschichtlichen Gedanken einer personalen Erneuerung auch die Vorstellung von der Erreichung eines qualitativ besseren Zustandes. Diese Idee von einer &amp;#039;&amp;#039;reformatio in melius&amp;#039;&amp;#039; findet sich insbesondere bei [[Tertullian]], [[Ambrosius von Mailand]] und [[Augustinus von Hippo]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Geschichtliche Grundbegriffe&amp;#039;&amp;#039;, hrsg. von Otto Brunner, Werner Conze, Reinhart Koselleck, 2004, S. 314 (ISBN 3-608-91500-1)&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch wenn sich die häufig Augustinus zugeschriebene Formulierung „[[Ecclesia semper reformanda]]“ in seinem Werk nicht findet (stammt ursprünglich aus der Reformationszeit, vermutlich von Jodocus van Lodenstein (1620–1677)), hat er den „Reformatio“-Begriff mehrfach auch auf die Kirche hin definiert. Er stellte fest, dass Reform der Kirche eine Rückkehr der „Kirche Kains“ zur „Kirche Abels“, von der &amp;#039;&amp;#039;civitas terrena&amp;#039;&amp;#039; zur &amp;#039;&amp;#039;[[Civitas Dei]]&amp;#039;&amp;#039; bedeutet. Dabei begriff er insbesondere das Mönchsleben als &amp;#039;&amp;#039;reformatio&amp;#039;&amp;#039;, die die Mönche auf besondere Weise dem „Gesetz“ Christi unterwirft.&amp;lt;ref&amp;gt; Alberto Melloni: &amp;#039;&amp;#039;Kontinuität contra Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; In: Giancarlo Corsi (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Reform und Innovation in einer unstabilen Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039;, 2005, ISBN 3-8282-0302-7, S. 42&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mittelalterliche Kirchenreformen ==&lt;br /&gt;
Im [[Mittelalter]] wird das Wort &amp;#039;&amp;#039;reformare&amp;#039;&amp;#039; immer mehr in gesellschaftlichen Vorgängen als &amp;#039;&amp;#039;reparare&amp;#039;&amp;#039; (wiederherstellen) und &amp;#039;&amp;#039;renovare&amp;#039;&amp;#039; (erneuern) verstanden, auch in Bezug auf die Kirche. Dabei geht es aber nicht um die Wiederherstellung eines früheren oder die Schaffung eines zukünftigen Zustandes, sondern um eine der Sache dienliche Verbesserung. Insbesondere seit dem [[Hochmittelalter|Hoch-]] und [[Spätmittelalter]] taucht der Gedanke auf, in diesem Sinne auch die Kirche reformieren zu müssen. Das betrifft in diesem Fall den Zustand der [[Kirche (Organisation)|Kirche]] an sich oder die [[Kirchenverfassung]] im Speziellen. Somit handelt es sich erstmals um Kirchenreformen im engeren Sinn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kirchenreform als Klosterreform (910–1122) ===&lt;br /&gt;
Um das Jahr 900 wurde die äußere und innere Bedrohung der mittelalterlichen Kirche besonders stark und die Krise der Kirche offensichtlich. Erzbischof [[Herivaeus von Reims]] sprach 909 auf der Synode von [[Trosly-Loire|Trosly]] davon, dass die christliche Religion wanke, die Welt „dem Verderben nahe“ und dies insbesondere am Zustand der Klöster zu beobachten sei:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Nirgends mehr werden in den Klöstern die Vorschriften der Regel beachtet; nirgends gibt es noch kanonisch eingesetzte Leiter der Abteien. […] Weltliche Herren beherrschen die meisten Klöster.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerade weil aber den Klöstern wie schon bei der Christianisierung auch bei der Reformierung der Kirche eine besondere Rolle beigemessen wurde, setzten die Reformbemühungen in den Klöstern an. Sie ging wesentlich vom 910 begründeten [[Abtei Cluny]] ([[Cluniazensische Reform]]) aus und weitete sich über die Abtei [[Gérard de Brogne|Brogne]] und die [[Abtei Gorze]] ([[Gorzer Reform]]) und [[Hirsau]] ([[Hirsauer Reform]]) sowie die englischen und italienischen Reformmönche aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Goez: &amp;#039;&amp;#039;Kirchenreform und Investiturstreit. 910–1122.&amp;#039;&amp;#039; 2008, ISBN 3-17-020481-5, S. 14 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kirchenreform und Hochmittelalter (1046–1215)&amp;lt;!-- In aller Regel wird bereits das Konzil von Pavia als Teil der Kirchenreform angesehen. --&amp;gt; ===&lt;br /&gt;
Gerade die Friedensbewegungen, die in der universellen Reinigung der Kirche eine Voraussetzung des Friedens sah, resultieren aus den neuen monastischen und eremitischen Reformidealen. Neben die Klosterreform und Mönchsreform trat nun aber auch eine [[Klerikerreform]], die sich gerade die sogenannten deutschen Reformpäpste (1046–1057) und die [[Synode von Sutri]] 1046 zum Anliegen machten. Hermann Jakobs charakterisierte sie als „Frühreform“.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Jakobs: &amp;#039;&amp;#039;Kirchenreform und Hochmittelalter. 1046–1215.&amp;#039;&amp;#039; 1999, ISBN 3-48-649714-6, S. 19f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zu seinem Tod 1085 war Papst [[Gregor VII.]] ein großer Reformer, weshalb nach ihm auch die sogenannten [[Gregorianische Reformen]] benannt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Kirchenreformen des 11. Jahrhunderts|Gregorianische Reformen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kirchenreform und Reformkonzilien (ab 1215) ===&lt;br /&gt;
Seit 1215 wurden dazu päpstliche [[Konzil]]ien einberufen und der Begriff auf die gesamte Kirche ausgedehnt und schließlich in den Reformkonzilien des 15. Jahrhunderts in Angriff genommen. Tatsächlich wurden auch eine Fülle von Ordens- und Bistumsreformen und Reformen ganzer [[Landeskirche]]n durchgeführt. Jedoch unterblieb eine Reform der Kirche als Ganzes und so mündete die eigentlich geplante Reform der katholischen Kirche des 16. Jahrhunderts in der [[Reformation]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Reformationsgeschichte ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Reformation}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Katholische Reform (ab 1545) ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Katholische Reform|Konzil von Trient}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kirchenreformbewegungen im 19. und 20. Jahrhundert ==&lt;br /&gt;
=== Katholische Entwicklungen zwischen Modernismus und Traditionalismus ===&lt;br /&gt;
[[Pius IX.]] begann in seiner langen Amtszeit (1846 bis 1878) einen Kampf gegen theologische Strömungen, die als [[Modernismus (Katholizismus)|Modernismus]] bekannt wurden. Als ein Meilenstein dieses Kampfes gilt der „[[Syllabus errorum]]“ (1864). Seine Nachfolger [[Leo XIII.]] und [[Pius X.]] (letzterer bezeichnete den Modernismus als „Sammelbecken aller [[Häresie]]n“&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;omnium haereseon collectum&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;) setzten diesen Kampf fort; [[Benedikt XV.]] (1914 bis 1922) dämmte die antimodernistischen Bestrebungen [[Integralismus|integralistischer]] Kreise ein. Viele damalige Antimodernisten begriffen ihren innerkirchlichen Kampf als eine Kirchenreform.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch [[Mariano Delgado]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Borromäus-Enzyklika &amp;#039;Editae saepe&amp;#039; Pius&amp;#039; X. vom 26. Mai 1910 und die Folgen.&amp;#039;&amp;#039; In: Mariano Delgado, Markus Ries (Hrsg.): [https://books.google.de/books?id=UyWZ1ZEOFO0C&amp;amp;pg=PA341&amp;amp;lpg=PA341&amp;amp;dq=%22Pius+X.%22+%22Reform+der+Kirche%22&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=EnjxWQyOLU&amp;amp;sig=5r1nIfYmbnJK2LE0ZL2G6YIdHKU&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=ggQpU-DQE-Kv0QWuzYHwDw#v=onepage&amp;amp;q=%22Pius%20X.%22%20%22Reform%20der%20Kirche%22&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Karl Borromäus und die katholische Reform: Akten des Freiburger Symposiums  zur 400. Wiederkehr der Heiligsprechung des Schutzpatrons der katholischen Schweiz.&amp;#039;&amp;#039;] 2010, S. 340–364&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reformen im 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Die größten Reformen der römisch-katholischen Kirche hat das [[Zweites Vatikanisches Konzil|Zweite Vatikanisches Konzil]] bewirkt, z.&amp;amp;nbsp;B. die Einführung der Volkssprache im Gottesdienst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Liturgiebewegung und Liturgiereform ====&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Liturgische Bewegung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Reform (Religion)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Erwin Iserloh]]: &amp;#039;&amp;#039;Luther zwischen Reform und Reformation&amp;#039;&amp;#039;, 1968&lt;br /&gt;
* [[Martin H. Jung]]: &amp;#039;&amp;#039;Reformation und Konfessionelles Zeitalter (1517–1648)&amp;#039;&amp;#039;, 2012&lt;br /&gt;
* [[Jürgen Miethke (Historiker)|Jürgen Miethke]], [[Lorenz Weinrich]]: &amp;#039;&amp;#039;Quellen zur Kirchenreform im Zeitalter der großen Konzilien des 15. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039; (Ausgewählte Quellen zur deutschen Geschichte des Mittelalters; Band 38, Teil 2), 2002&lt;br /&gt;
* [[Erich Garhammer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ecclesia semper reformanda: Kirchenreform als bleibende Aufgabe&amp;#039;&amp;#039; (Band 2 von Würzburger Theologie), 2006&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchenreform| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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