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	<title>Kirchenkonvent - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kirchenkonvent&amp;diff=724673&amp;oldid=prev</id>
		<title>194.145.232.155: Weblink auf den genannten Artikel aktualisiert</title>
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		<updated>2020-01-23T12:16:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Weblink auf den genannten Artikel aktualisiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kirchenkonvent&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein kommunales Sittengericht in [[Württemberg]] zwischen 1642 und 1891.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Andportraits2.jpg|left|thumb|Johann Valentin Andreae]]&lt;br /&gt;
Der Kirchenkonvent wurde im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] durch Verordnung Herzog [[Eberhard III. (Württemberg, Herzog)|Eberhards III.]] vom 29. Juli 1642&amp;lt;ref&amp;gt;Abgedruckt in: [[August Ludwig Reyscher]]: &amp;#039;&amp;#039;Vollständige, historische und kritisch bearbeitete Sammlung der württembergischen Gesetze. Band V&amp;#039;&amp;#039;. 1991, S. 427ff&amp;lt;/ref&amp;gt; in den Amtsstädten des Herzogtums Württemberg, 1644 auch in den anderen Gemeinden eingeführt. Die Initiative hierzu ging von [[Johann Valentin Andreae]] aus, der die Idee von seinem Aufenthalt im [[Calvinismus|calvinistisch]] geprägten [[Genf]] im Jahr 1610 mitgebracht hatte. Sein Ziel war es, die im Laufe des Dreißigjährigen Kriegs verkommenen Sitten wieder zu bessern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Konvent wurde gemeinsam geleitet vom [[Schultheiß]] als weltlichem und vom [[Pfarrer]] als geistlichem Oberhaupt der Gemeinde. In den [[Oberamt (Württemberg)|Oberamts-]] und Amtsstädten lag diese Aufgabe bei [[Vogt]] und &amp;#039;&amp;#039;Spezial&amp;#039;&amp;#039; ([[Superintendent|Dekan]]). Weitere Mitglieder waren der &amp;#039;&amp;#039;[[Kirchenpfleger|Heiligenpfleger]]&amp;#039;&amp;#039; und mindestens ein [[Beisitzer]] aus dem Kreis der Gemeindemitglieder. Ein Verteidiger der Vorgeladenen war nicht zugelassen. Getagt wurde in der Regel einmal pro Monat sonntags nach dem Gottesdienst im Rat- oder Pfarrhaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verhandelt wurden [[Vergehen]] gegen die kirchliche Ordnung (zum Beispiel Pflicht zum Gottesdienst- und Abendmahlsbesuch, Verbot der Sonntagsarbeit, Disziplin im Gottesdienst), gegen die herrschende Sexualmoral (zum Beispiel vor- und außerehelicher Geschlechtsverkehr und Schwangerschaften) und andere Vorschriften, zum Beispiel das Tanzen, Trinken, Spielen und Fluchen betreffend. Der Konvent konnte [[Geldstrafe (Deutschland)|Geld-]] oder [[Haft|Arreststrafen]] verhängen. Wer ein Vergehen angezeigt hatte, das mit einer Geldstrafe geahndet wurde, erhielt ein Drittel der Buße als Belohnung (&amp;#039;&amp;#039;Anbringdrittel&amp;#039;&amp;#039;). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Sitzungen und Beschlüsse wurde ein Protokoll erstellt. Kirchenkonventsprotokolle sind eine wichtige Quelle zur Kultur- und Sittengeschichte des 17. bis 19. Jahrhunderts, vor allem für den ländlichen Bereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der territorialen Erweiterung Württembergs ab 1803 wurden die Kirchenkonvente auch in den neu erworbenen Gebieten eingeführt. Es gab dann sowohl evangelische als auch katholische Kirchenkonvente. Unter König [[Wilhelm I. (Württemberg)|Wilhelm I.]] erhielten die Kirchenkonvente zusätzliche Aufgaben in der Armen- und Wohlfahrtspflege.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirchenkonvente bestanden bis 1891. Sie wurden durch das Gesetz vom 21. Mai 1891&amp;lt;ref&amp;gt;Abgedruckt in: Württembergisches Regierungsblatt Nr. 14/1891 (S. 103ff)&amp;lt;/ref&amp;gt; abgeschafft. Ihre Aufgaben wurden auf die jeweiligen [[Gemeinderat (Deutschland)|Gemeinderäte]] und Kirchengemeinderäte übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Alfred Dehlinger: &amp;#039;&amp;#039;Die Kirchenkonvente von 1642 bis 1891.&amp;#039;&amp;#039; In: Alfred Dehlinger: &amp;#039;&amp;#039;Württembergs Staatswesen.&amp;#039;&amp;#039; Band 1. Stuttgart 1951, S. 281f&lt;br /&gt;
* Beate Popkin: &amp;#039;&amp;#039;Der Kirchenkonvent in Württemberg&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Blätter für Württembergische Kirchengeschichte 96&amp;#039;&amp;#039;. 1996, S. 98–118&lt;br /&gt;
* Hermann Ehmer, [[Sabine Holtz]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Kirchenkonvent in Württemberg. Quellen und Forschungen zur Württembergischen Kirchengeschichte 21.&amp;#039;&amp;#039; Epfendorf/Neckar 2009.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[https://www.leo-bw.de/themenmodul/sudwestdeutsche-archivalienkunde/archivaliengattungen/amtsbucher/protokolle/kirchenkonventsprotokolle Bertram Fink: &amp;#039;&amp;#039;Kirchenkonventsprotokolle&amp;#039;&amp;#039;. In: Serielle Quellen in südwestdeutschen Archiven]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Württembergische Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evangelisches Kirchenrecht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evangelische Landeskirche in Württemberg]]&lt;/div&gt;</summary>
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