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	<title>Kirchengemeinde - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kirchengemeinde&amp;diff=30526&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Chattus: Stil</title>
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		<updated>2025-07-20T15:19:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stil&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|Christliche Gemeinde|Zu der um 1900 in Südnorwegen gegründeten weltweiten christlichen Freikirche siehe [[Die Christliche Gemeinde]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Überarbeiten}}&lt;br /&gt;
Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kirchengemeinde&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (in der Schweiz und teilweise in Deutschland &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kirchgemeinde&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist der [[Staatskirchenrecht (Deutschland)|staatskirchenrechtliche]] Begriff für eine kirchlich verfasste Gemeinde. Vom [[Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland|deutschen Grundgesetz]] ist den Kirchengemeinden die [[Körperschaft des öffentlichen Rechts (Deutschland)|Körperschaft öffentlichen Rechts]] zugesagt. Die entsprechenden Artikel wurden aus der [[Weimarer Verfassung|Weimarer Reichsverfassung]] übernommen (vgl. GG Art.&amp;amp;nbsp;140).&amp;lt;ref name=&amp;quot;pree1514&amp;quot;&amp;gt;vgl. {{LThK|Helmut Pree|Kirchengemeinde|3|5|1514}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den [[Evangelische Kirche|evangelischen Kirchen]] ist die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kirchengemeinde&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (in wenigen [[Landeskirche]]n mit abweichender Bezeichnung) die Organisationsform der Kirchenglieder auf lokaler Ebene. Sie ist die unterste eigenverantwortliche Gliederungsebene der Landeskirchen. In ihrem Bereich nimmt sie die Aufgaben der Kirche wie das Halten von Gottesdiensten, Seelsorge, kirchliche Unterweisung, diakonische Aufgaben sowie die Verwaltung des Vermögens wahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsgeschichte ==&lt;br /&gt;
Der Begriff der Kirchengemeinde entstammt dem in der evangelischen [[Ekklesiologie]] sehr wichtigen Begriff der „Gemeinde“: Die von [[Martin Luther]] gewählte Übersetzung des [[Griechische Sprache|griechischen]] biblischen Wortes ἐκκλησία &amp;#039;&amp;#039;ekklēsía&amp;#039;&amp;#039; (wörtlich: „die her[aus]gerufene [Versammlung]“). Diese Übersetzung ist in Abgrenzung von der zuvor gängigen Übersetzung „Kirche“ zu verstehen, um eine Verwechslung oder Engführung auf das Kirchengebäude zu verhindern. Gemeinde lässt sich dabei nicht auf die vor Ort Agierenden einschränken, als eine Art „Filiale der übergreifenden Institution ‚Kirche‘“. Mit dem Wort &amp;#039;&amp;#039;Kirchengemeinde&amp;#039;&amp;#039; werden beide Elemente nochmals deutlich dargestellt: Institution, Gesamtheit, Raum und Gemeinschaft, Konkretion, Ort.&amp;lt;ref&amp;gt;{{TRE|12|316|333|Gemeinde|Christian Möller|hier S.&amp;amp;nbsp;317}}&amp;lt;!-- Art. Gemeinde, RGG³ (Bd.&amp;amp;nbsp;3, Sp. 610) --&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem [[Zweites Vatikanisches Konzil|Zweiten Vatikanischen Konzil]] und dessen „communio“-[[Ekklesiologie]] hat der Begriff „Gemeinde“, auch als „Pfarr-Gemeinde“, Eingang in den römisch-katholischen Sprachgebrauch gefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LThK|Siegfried Wiedenhofer|Gemeinde. III. Systematisch-theologisch|3|4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Begriff in verschiedenen Konfessionen und Denominationen ==&lt;br /&gt;
Wie Kirchengemeinde in den einzelnen Konfessionen und Denominationen verstanden wird, hängt vom Kirchenverständnis der betreffenden Gruppe ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rechtlicher Status, Aufbau und Bezeichnung unterliegen, soweit der Staat den Religionen ein [[Kirchliches Selbstbestimmungsrecht|Selbstbestimmungsrecht]] zugesteht, dem internen [[Kirchenrecht]]. Demnach bestehen zwischen den Ländern und Konfessionen, in Deutschland sogar innerhalb der einzelnen evangelischen Landeskirchen, teils erhebliche Unterschiede.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Römisch-katholische Kirche ===&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Pfarrei}}&lt;br /&gt;
==== Kirchenrecht ====&lt;br /&gt;
Der Begriff der Kirchengemeinde stammt nicht aus dem römisch-katholischen Kirchenrecht. Vorgeprägt durch den evangelischen Gemeindebegriff entstammt er dem deutschen Staatskirchenrecht des 19. Jahrhunderts und floss so in die Konkordate ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pree1513&amp;quot;&amp;gt;vgl. {{LThK|Helmut Pree|Kirchengemeinde|3|5|1513}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er bezeichnet die kirchlich verfasste Ortseinheit. Damit verbunden ist auch die vom preußischen Staat geforderte Einrichtung der [[Pfarrverwaltungsrat|Kirchenvorstände]] im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert, welche von den Mitgliedern der Kirchengemeinde gewählt werden. Den noch heute bestehenden Kirchenvorständen ist das Vermögen der Kirchengemeinde anvertraut.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pree1513f&amp;quot;&amp;gt;vgl. {{LThK|Helmut Pree|Kirchengemeinde|3|5|1513–1514}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb ist zwischen Pfarrei (kirchliche Einheit) und Kirchgemeinde (staatliche Definition) zu unterscheiden:&lt;br /&gt;
* Die Pfarrei besitzt gemäß {{CIC|515|§=3}} „von Rechts wegen Rechtspersönlichkeit“ und gilt innerkirchlich als öffentliche juristische Person des [[Kanonisches Recht|kanonischen Rechts]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der [[staatskirchenrecht]]liche Status der römisch-katholischen Kirche als einer [[Körperschaft des öffentlichen Rechts (Deutschland)|Körperschaft des öffentlichen Rechts]] (Deutschland) resp. öffentlich-rechtlich anerkannten Kirche (Schweiz), wodurch die Kirchengemeinde einen staatlich geregelten Status hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verfassung der [[Pfarrei]] wird nach den Vorgaben des kanonischen Rechts vom [[Bischof]] geregelt und kann von Diözese zu Diözese verschieden sein.&lt;br /&gt;
Andererseits kann auch der Staat Regelungen bezüglich der Kirchgemeinde treffen: So war im [[Kanton Zürich]] beispielsweise die Volkswahl des Pfarrers durch die Kirchgemeinde eine Bedingung für die öffentlich-rechtliche Anerkennung der römisch-katholischen Kirche im Jahr 1963.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pastoraltheologie ====&lt;br /&gt;
Seit dem [[Zweites Vatikanisches Konzil|Zweiten Vatikanischen Konzil]] tritt der im evangelischen Bereich übliche Begriff &amp;#039;&amp;#039;Gemeinde&amp;#039;&amp;#039; im römisch-katholischen Sprachgebrauch neben oder an die Stelle des Begriffs &amp;#039;&amp;#039;Pfarrei&amp;#039;&amp;#039; als Bezeichnung für eine Seelsorgeeinheit auf der untersten Ebene, auch als &amp;#039;&amp;#039;Pfarr-Gemeinde&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Kirchen-Gemeinde&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LThK|Siegfried Wiedenhofer|Gemeinde. III. Systematisch-theologisch|3|4}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Karl Lehmann]]: „Gegenüber einem einseitig rechtlich-institutionell interpretierten Begriff von Pfarrei wird […] der im gemeinsamen Glauben wurzelnde, freie Zusammenschluss von Personen hervorgehoben, die sich zum Evangelium Jesu Christi bekennen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Lehmann: &amp;#039;&amp;#039;Gemeinde&amp;#039;&amp;#039; (= Christlicher Glaube in moderner Gesellschaft; 29). Herder, Freiburg im Breisgau 1982, ISBN 3-451-19229-2, S.&amp;amp;nbsp;5–65, hier S.&amp;amp;nbsp;8.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Gemeinde&amp;#039;&amp;#039; ist im Zuge der Erneuerung der Kirche nach dem Konzil zu einem zentralen [[Pastoraltheologie|pastoraltheologischen]] Leitbegriff geworden. Die [[Würzburger Synode|Gemeinsame Synode der Bistümer in der Bundesrepublik Deutschland]] brachte in dem Begriff „Pfarrgemeinde“ zum Ausdruck, dass die stark institutionell-juristisch geprägte Sichtweise von &amp;#039;&amp;#039;Pfarrei&amp;#039;&amp;#039; um den Aspekt des mehr ereignishaften und den vom Konzil geprägten Gedanken des [[Römisch-katholische Kirche#Volk Gottes|&amp;#039;&amp;#039;Volkes Gottes&amp;#039;&amp;#039;]] erweitert und korrigiert werden müsse.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LThK|Norbert Mette|Gemeinde. IV. Praktisch-theologisch|3|4}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Synode sah die Ebene der Pfarrgemeinde in enger Affinität zum gesellschaftlichen „Verflechtungsnahbereich“, in dem die Bevölkerung ihre alltäglichen Lebensbedürfnisse in sozialer, kultureller und wirtschaftlicher Hinsicht decken kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Gemeinsame Synode der Bistümer in der Bundesrepublik Deutschland: Beschluss &amp;#039;&amp;#039;Rahmenordnung für die pastoralen Strukturen und für die Leitung und Verwaltung der Bistümer in der Bundesrepublik Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; II. Allgemeiner Teil. I. Gliederung in drei Ebenen. In: [[Ludwig Bertsch]] u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Gemeinsame Synode der Bistümer in der Bundesrepublik Deutschland. Offizielle Gesamtausgabe.&amp;#039;&amp;#039; Bd.&amp;amp;nbsp;1: &amp;#039;&amp;#039;Beschlüsse der Vollversammlung.&amp;#039;&amp;#039; Herder Verlag, Freiburg im Breisgau/Basel/Wien 1976, 7. Aufl. 1989, ISBN 3-451-17614-9, S.&amp;amp;nbsp;691.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritik an dem Gemeindebegriff und der Abkehr vom Begriff der Pfarrei wurde in neuerer Zeit laut. Der Pastoraltheologe [[Herbert Haslinger]] kritisiert die Selbstbezogenheit der Gemeinde. Oft seien nur die Menschen im Blick, die aktuell versammelt sind, nicht aber die darüber hinaus zur Kirche Gehörenden. Der Begriff der (Territorial-)Pfarrei mache dies deutlicher.&amp;lt;ref&amp;gt;Herbert Haslinger: &amp;#039;&amp;#039;Lebensort für alle. Gemeinde neu verstehen.&amp;#039;&amp;#039; Patmos, Düsseldorf 2005, ISBN 3-491-70392-1, S.&amp;amp;nbsp;84–91.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff der Gemeinde kann auf jede sich versammelnde Gemeinschaft von Christen angewandt werden, zum Beispiel [[Basisgemeinde]]n, &amp;#039;&amp;#039;small christian communities&amp;#039;&amp;#039;, [[Ordensgemeinschaft]]en oder andere Gruppen. Innerhalb einer Pfarrei können mehrere Gemeinden als „sozialer Nahraum“ bestehen, welche [[Subsidiarität|subsidiär]] pastorale Schwerpunkte für bestimmte Personengruppen und Ortsgemeinden setzen können.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.erzbistumberlin.de/fileadmin/user_mount/PDF-Dateien/Glaube/GlaubenRaum/PL_Broschuere_EinSei.pdf |titel=Wo Glauben Raum gewinnt: Pastorale Leitlinien für das Erzbistum Berlin |werk=erzbistumberlin.de |datum=2013-10-10 |seiten=8–12 |format=pdf; 1,7&amp;amp;nbsp;MB |abruf=2021-08-03}}&amp;lt;br /&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://kirchensite.de/fileadmin/red/pdf_downloads/Bistumshandbuch/Pastoralplan_01032013.pdf |titel=Pastoralplan für das Bistum Münster |werk=kirchensite.de |datum=2013-02-21 |seiten=28 |format=pdf; 143&amp;amp;nbsp;kB |archiv-url=https://web.archive.org/web/20130418011136/http://kirchensite.de/fileadmin/red/pdf_downloads/Bistumshandbuch/Pastoralplan_01032013.pdf |archiv-datum=2013-04-18 |abruf=2021-08-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die zum Gottesdienst versammelten Menschen werden Gottesdienstgemeinde genannt, sodass &amp;#039;&amp;#039;Gemeinde&amp;#039;&amp;#039; auch als Anrede gebräuchlich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Evangelische Landeskirchen der EKD ===&lt;br /&gt;
Es gibt im evangelischen Bereich kein zentrales oder einheitliches Kirchenrecht. Vielmehr verfügen die 20 Landeskirchen in der EKD über jeweils eigene verfassungsmäßige Ordnungen. Dennoch sind die Strukturen und Prinzipien bezüglich der Kirchengemeinden sehr ähnlich. Als typisches Beispiel kann die [[Evangelische Kirche im Rheinland|rheinische]] Kirchenordnung dienen. Demnach ist die „Kirchengemeinde […] die Gemeinschaft ihrer Mitglieder in der Regel in einem durch Herkommen oder Errichtungsurkunde bestimmten Gebiet.“ Neben der typischen „Gebietsgemeinde“ gibt es die seltene [[Personalgemeinde]], wie den [[Berliner Dom]], in der man nicht durch Gebietszugehörigkeit, sondern durch Beitritt Mitglied wird. Die Gemeinde soll Gemeinschaft ermöglichen und eine für ihre Aufgaben ausreichende Leistungsfähigkeit gewährleisten. Dabei stehen die Gemeinden in der Gemeinschaft ihres Kirchenkreises und ihrer Landeskirche. „Die Kirchengemeinde nimmt den Auftrag der Kirche […] in ihrem Bereich im Rahmen der kirchlichen Ordnung in eigener Verantwortung wahr.“&amp;lt;ref&amp;gt;Evangelische Kirche im Rheinland: [http://www.kirchenrecht-ekir.de/showdocument/id/3060#s10000014 Kirchenordnung, Artikel 5 und 6] in der Fassung vom 17. Januar 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Gemeindetheologie einfügen s.&amp;amp;nbsp;o. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirchengemeinden sind demokratisch verfasst, die Leitung obliegt einem Kirchenvorstand, der überwiegend aus gewählten Laien und den Pfarrern oder Pfarrerinnen der Gemeinde besteht. Besondere Vorrechte von Pfarrern gegenüber Laien gibt es darin nicht. Theologischer Hintergrund für dieses demokratisch-synodale Prinzip ist [[Martin Luther|Luthers]] Idee des „[[Priestertum aller Gläubigen|allgemeinen Priestertums aller Getauften]]“. Demnach gibt es keine qualitative Unterscheidung der Gläubigen in Priester und Laien, grundsätzlich kann jedes Gemeindeglied an der Gemeindeleitung mitwirken. Die Verantwortung der gewählten Leitungsorgane umfasst auch die Kernbereiche Gottesdienst und Seelsorge (siehe z.&amp;amp;nbsp;B. §&amp;amp;nbsp;20 Abs.&amp;amp;nbsp;1 S.&amp;amp;nbsp;2 der Grundordnung der [[Evangelische Landeskirche in Baden|Evangelischen Landeskirche in Baden]]: „&amp;lt;nowiki&amp;gt;[…]&amp;lt;/nowiki&amp;gt; trägt die Verantwortung dafür, dass Gottes Wort rein und lauter gepredigt wird, die Sakramente in ihr recht verwaltet werden und der Dienst der Liebe getan wird“) und insbesondere die Wahl des Gemeindepfarrers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regionale Besonderheiten:&lt;br /&gt;
* In der [[Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsens|sächsischen Landeskirche]] wird die Bezeichnung Kirchgemeinde verwendet; dies galt auch für die [[Evangelisch-Lutherische Landeskirche Mecklenburgs|mecklenburgischen Landeskirche]] (2012 in der [[Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland|Nordkirche]] aufgegangen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die [[Kirchengemeindeleitung]] heißt Kirchenvorstand ([[Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern|Bayern]], [[Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck|Kurhessen-Waldeck]], [[Evangelische Kirche in Hessen und Nassau|Hessen-Nassau]]), Gemeindekirchenrat ([[Evangelische Landeskirche Anhalts|Anhalt]], [[Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz|Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz]], [[Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg|Oldenburg]], [[Evangelische Kirche in Mitteldeutschland|Mitteldeutschland]] und früher auch [[Pommersche Evangelische Kirche|Pommern]]), Kirchengemeinderat ([[Evangelische Landeskirche in Württemberg|Württemberg]]), Kirchgemeinderat (ehemals [[Evangelisch-Lutherische Landeskirche Mecklenburgs|Mecklenburg]]) oder Presbyterium ([[Evangelische Kirche der Pfalz (Protestantische Landeskirche)|Pfalz]], [[Evangelische Kirche im Rheinland|Rheinland]], [[Evangelische Kirche von Westfalen|Westfalen]], [[Evangelisch-reformierte Kirche (Landeskirche)|reformierte Kirche]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Einen Sonderfall stellt die [[Evangelische Landeskirche in Baden]] dar. Sie benutzt nicht den Begriff der Kirchengemeinde, sondern spricht von der Pfarrgemeinde. Deren Leitungsorgan ist der Ältestenkreis. Ist die Pfarrgemeinde als Körperschaft des öffentlichen Rechts rechtlich selbständig, heißt sie Kirchengemeinde. Ihr Ältestenkreis ist dann gleichzeitig Kirchengemeinderat. Es können aber auch mehrere unselbständige Pfarrgemeinden zu einer Kirchengemeinde zusammengefasst sein. In diesem Fall entsenden die Ältestenkreise Mitglieder in den gemeinsamen Kirchengemeinderat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ===&lt;br /&gt;
Die Freikirche der [[Siebenten-Tags-Adventisten]] in Deutschland ist eine [[Körperschaft des öffentlichen Rechts (Deutschland)|Körperschaft des öffentlichen Rechts]]. Sie ist untergliedert in einen Norddeutschen und einen Süddeutschen Verband sowie jeweils in regionale Vereinigungen (etwa vergleichbar mit Landeskirchenämtern oder Diözesen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ortsgemeinden heißen grundsätzlich &amp;#039;&amp;#039;Adventgemeinde.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie bei allen Evangelischen gilt das „allgemeine Priestertum“, also keine Hierarchie zwischen Pastoren und Gemeindegliedern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Leitung heißt in der Regel „Gemeindeausschuss“ oder „Gemeinderat“. Dieses Gremium wird alle zwei Jahre neu gewählt. An der Spitze steht der „[[Gemeindeleiter]]“ oder „Gemeindeälteste“ (= (ein-)gesegneter Gemeindeleiter).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Evangelisch-methodistische Kirche ===&lt;br /&gt;
Die [[Evangelisch-methodistische Kirche]] hat im Kirchenrecht keine Ortsgemeinden, da die Kirche historisch als Erneuerungsbewegung innerhalb der anglikanischen Kirchenstruktur entstand. Die unterste Einheit ist der Bezirk, geleitet von der Bezirkskonferenz, die Geistliche und Laienvertreter eines Bezirks umfasst. In der Regel umfasst ein Bezirk eine Gemeinde, er kann aber auch aus mehreren Gemeinden bestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kongregationalistische Konfessionen ===&lt;br /&gt;
In Konfessionen mit [[Kongregationalismus|kongregationalistischem]] Kirchenverständnis, beispielsweise bei den [[Baptisten]], [[Mennoniten]] oder bei den Gemeinden der [[Pfingstbewegung]] ist die lokale Gemeinde die eigentliche Kirche, die rechtlich und theologisch weitgehend oder völlig autonom ist – übergeordnete Strukturen dienen nur der Koordination oder Wahrnehmung gemeinsamer Aufgaben der örtlichen Kirchen. So ist zum Beispiel der [[Baptist World Alliance|Baptistische Weltbund]] erst 1905 gegründet worden&amp;amp;nbsp;– also 300 Jahre nach der Entstehung der ersten baptistischen Ortsgemeinden. Die [[Mennonitische Weltkonferenz]] entstand erst 1925&amp;amp;nbsp;– 400 Jahre nach Entstehung der ersten Täufergemeinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der rechtliche Status dieser prinzipiell autonomen Ortsgemeinden ist – selbst innerhalb derselben kongregationalistischen Gemeindebünde – recht verschieden.&lt;br /&gt;
* Die meisten örtlichen Gemeinden sind eingetragene und als gemeinnützig anerkannte Vereine. Hier sind in der Regel alle Mitglieder der Gemeinde gleichzeitig Vereinsmitglieder. Die Gemeindeleitung ist zugleich Vereinsvorstand.&lt;br /&gt;
* In anderen Fällen (zum Beispiel häufig bei [[Brüderbewegung|Brüdergemeinden]]) existieren sogenannte Trägervereine, denen die Vermögens- und Immobilienverwaltung obliegt. Gemeindemitgliedschaft und Vereinsmitgliedschaft sind hier nicht identisch.&lt;br /&gt;
* Ältere Gemeinden, deren Entstehung vor der Gründung des jeweiligen Gemeindebundes datiert, sind hier und dort als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt. In ganz seltenen Fällen erhalten sie auch heute noch auf Antrag eigene Körperschaftsrechte. Beispiel dafür ist die zum [[Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden]] gehörige Baptistengemeinde [[Hesel]]-Firrel, die erst 2005 ihre Körperschaftsrechte erhielt.&lt;br /&gt;
* Manche Ortsgemeinden haben keinen eigenen Rechtsstatus, sondern partizipieren an den öffentlich-rechtlichen Körperschaftsrechten, die ihrem regionalen oder nationalen Verband seitens des Staates erteilt worden sind.&lt;br /&gt;
* An den Körperschaftsrechten der überörtlichen Gemeindebünde partizipieren übrigens alle zugehörigen Ortsgemeinden, was in der Praxis manchmal zu juristischen Schwierigkeiten führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schweiz ==&lt;br /&gt;
In der Schweiz, wo man von &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kirchgemeinden&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (ohne &amp;#039;&amp;#039;-en&amp;#039;&amp;#039; in der Wortfuge) spricht, sind je nach [[Kanton (Schweiz)|kantonalem]] Recht die Gemeinden der evangelisch-reformierten, der römisch-katholischen und teilweise auch der christkatholischen Kirche als [[Körperschaft des öffentlichen Rechts (Schweiz)|öffentlich-rechtliche Körperschaften]] organisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirchgemeinde resp. die Kirchgemeindeverwaltung (je nach Kanton &amp;#039;&amp;#039;Kirchenpflege&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Kirchenrat&amp;#039;&amp;#039; genannt) ist die Behörde, die das Personal einschließlich der Pfarrer anstellt. Die Beauftragung für ihre Arbeit in den katholischen Pfarreien erhält das Personal hingegen vom zuständigen Bischof.&amp;lt;ref&amp;gt;{{HLS|10263|Kirchgemeinde|Autor= Hans Berner}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirchensteuern werden verbreitet durch die [[Politische Gemeinde|politischen Gemeinden]] bei den Mitgliedern der Kirchgemeinden der anerkannten [[Landeskirche#Landeskirchen in der Schweiz|Landeskirchen]] eingezogen und an die jeweilige Kirchgemeinde weitergeleitet; in einigen Kantonen erfolgt die Weiterleitung an die Kantonalkirche, welche die Verteilung an die Kirchgemeinden resp. Pfarreien selbst vornimmt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.steuerverwaltung.bs.ch/steuerwissen/steuersystem/kirchensteuern.html|titel=Kirchensteuern|hrsg=Kanton Basel-Stadt, Steuerverwaltung |abruf=2023-06-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{HLS|10263|Kirchgemeinde|Autor= Hans Berner}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4073439-0}}&lt;br /&gt;
* René Roca: [https://blog.nationalmuseum.ch/2023/10/demokratie-katholiken/ &amp;#039;&amp;#039;Von Kirchgemeinden zur Gemeindefreiheit&amp;#039;&amp;#039;] Im Blog des [[Schweizerisches Nationalmuseum|Schweizerischen Nationalmuseums]] vom 11. Oktober 2023&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Gemeindearten in der Schweiz}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4073439-0|LCCN=sh85098086}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evangelisches Kirchenrecht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kanonisches Recht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchenverwaltung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pfarrwesen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Chattus</name></author>
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