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	<title>Kirche Wusterhusen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T10:03:50Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kirche_Wusterhusen&amp;diff=1441439&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bergmusiker: Gesch ergänzt mit Ref</title>
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		<updated>2025-02-23T10:43:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Gesch ergänzt mit Ref&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Wusterhusen Johanneskirche Westseite.jpg|mini|Westseite mit Turm]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wusterhusen, Kirche, 4 (2009-10-25).JPG|mini|Ostseite]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Johanneskirche Wusterhusen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die [[Dorfkirche]] von [[Wusterhusen]] und eine von drei Kirchen der &amp;#039;&amp;#039;[[Kirchengemeinde]] Wusterhusen und Lubmin&amp;#039;&amp;#039;. Sie gehört seit 2012 zur Propstei Demmin im [[Pommerscher Evangelischer Kirchenkreis|Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis]] der [[Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland|Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland]]. Vorher gehörte sie zum [[Kirchenkreis Greifswald]] der [[Pommersche Evangelische Kirche|Pommerschen Evangelischen Kirche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Wolgaster Straße&amp;#039;&amp;#039; führt von [[Lubmin]] kommend in südlicher Richtung durch den Ort. Dort trifft sie auf die &amp;#039;&amp;#039;Greifswalder Straße&amp;#039;&amp;#039;, die von West nach Ost verläuft. Die Kirche steht nordwestlich dieser Kreuzung auf einem erhöhten Grundstück, das mit einer Mauer aus rötlichem [[Mauerstein]] [[Einfriedung|eingefriedet]] ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die älteste bekannte schriftliche Quelle nennt für das Jahr 1230 einen [[Leutpriester|Pleban]] &amp;#039;&amp;#039;Servatius&amp;#039;&amp;#039; für Wusterhusen. Wahrscheinlich gab es zu dieser Zeit bereits ein hölzernes Kirchengebäude. 1271 erfolgte die Altarweihe einer [[Joch (Architektur)|einjochigen]] [[Saalkirche]] in [[Feldstein (Baumaterial)|Feldsteinmauerwerk]] mit gerade geschlossenem [[Chor (Architektur)|Chor]] und Sakristei durch den [[Bistum Cammin|Camminer Bischof]] [[Hermann von Gleichen]]. Bei einer [[Dendrochronologie|dendrochronologischen]] Untersuchung des Dachwerkes konnten für die [[Sakristei]] Fälldaten von 1268 und für den Chor von 1283 ermittelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere dendrochronologische Untersuchungen wiesen nach, dass das Holz für das [[Kirchenschiff]] um 1350 gefällt wurde. Daher kann davon ausgegangen werden, dass die Halle in der Mitte des 14.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts errichtet wurde. Am Anfang des 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts wurde der Chor durch einen polygonalen Schluss aus [[Backstein]] erweitert. Der [[Kirchturm|Westturm]] wurde in drei Bauabschnitten errichtet. Das hierfür erforderliche Holz wurde auf die Jahre 1479, 1504 und 1516 datiert. 1627 und 1648 kam es zu Beschädigungen, wahrscheinlich mit Einstürzen verbunden, am nördlichen Seitenschiff, das später mit geringeren Abmessungen und ohne Wölbung wiederaufgebaut wurde. Ende des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts bauten Handwerker Glasmalereien am Chorscheitelfenster ein, die auf den [[Architekt]]en [[Theodor Prüfer]] zurückgingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauschreibung ==&lt;br /&gt;
Der Chor ist gegenüber dem Schiff stark eingezogen und hat einen [[Fünfachtelschluss]]. Das Bauteil wurde im unteren Bereich aus Feldsteinen errichtet, die wenig behauen und leicht lagig geschichtet sind. Darüber nutzten die Handwerker rötliche Mauersteine. Bei den im Chorschluss verwendeten Fenstern handelt es sich um große [[Spitzbogen#Lanzettfenster und Gruppenfenster|Lanzett-Drillingsfenster]] mit überhöhtem Spitzbogen und einer zweifach profilierten [[Laibung]]. Dazwischen sind einfach getreppte [[Strebepfeiler]]. Die Nordwand des Chors wurde aus großen Feldsteinen errichtet, die wenig behauen und nur leicht lagig geschichtet wurden. Nach Westen ist ein dreifach profiliertes Spitzbogenportal, darüber leicht nach Westen versetzt ein kleineres sowie nach Osten versetzt ein weiteres, größeres Rundbogenfenster. Vor der Chornordwand ist die [[Sakristei]] von 1268 mit einem rechteckigen Grundriss. Die hat keinen eigenen Zugang von außen, sondern an der Nordseite ein kleines Rundbogenfenster. Darüber ist ein [[Giebel]], der mit fünf [[Blende (Architektur)|Blenden]] im unteren Bereich sowie drei kleineren Blenden im oberen Bereich reichhaltig verziert ist. Die mittlere der unteren Blenden ist als Fenster ausgeführt. Während die Westseite der Sakristei fensterlos und gerade ist, bauten Handwerker an der Ostseite einen mächtigen Strebepfeiler mit einer schlitzförmigen und hochrechteckigen Öffnung ein. Die Sakristei trägt ein schlichtes [[Satteldach]]. An der Südseite ist mittig ein gedrücktes, dreiteiliges Lanzettfenster, dessen mittleres Fenster durch einen vierfach getreppten Strebepfeiler verdeckt wird. Während auch diese Wand aus Feldsteinen errichtet wurde, nahmen Handwerker für die Laibung, den Strebepfeiler sowie die Ausbesserungsarbeiten oberhalb des Pfeilers rötlichen Mauerstein. Westlich neben dem Fenster ist eine reich profilierte und vierfach getreppte [[Priesterpforte]] mit wechselnden, glasiertem rot-schwarzem Gewändeprofil. Sie ist im 21.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert mit Mauersteinen zugesetzt. Im Chordach befinden sich an der Südseite zwei [[Dachgaube|Fledermausgauben]]. Der Chor hat im Inneren ein achtteiliges hochgezogenes [[Kreuzrippengewölbe]], sein Polygon besitzt ein kleinteiliges Sterngewölbe. Die Sakristei hat ein Kuppelgewölbe. Das Kreuzrippengewölbe des Schiffes wird durch Achteckpfeiler gestützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kirchenschiff von um 1350 ist drei Joch lang. Die westliche Wand wurde überwiegend aus rötlichem Mauerstein errichtet. Sie hat bis auf zwei kleine Fenster im Giebel keine Öffnungen. Im südlichen Bereich des Seitenschiffs ist eine rechteckige Fläche, die bis kurz unterhalb der Dachtraufe am Chor reicht, hell verputzt. An seiner Nordseite sind im östlichen und westlichen Bereich zwei große Spitzbogenfenster, die in je vier senkrecht verlaufende Abschnitte gegliedert sind. Mittig ist ein kleineres, dreifach gegliedertes Spitzbogenfenster, darunter eine gedrückt-segmentbogenförmige Pforte. Während die Langhauswand überwiegend aus Feldsteinen errichtet wurde, sind unterhalb der Fenster jeweils Ausbesserungsarbeiten aus rötlichem Mauerstein erkennbar. Zwischen den Fenstern sind drei mächtige, dreiecksförmige Strebepfeiler, die durch einen weiteren, ungleich schmaleren Pfeiler an der Nordostecke des Langhauses ergänzt werden. An der Südseite sind drei große Spitzbogenfenster verbaut. Unterhalb des mittigen angebrachten, ein wenig kleiner ausgeführten Fensters, ist eine gedrückt-spitzbogenförmige Öffnung, die im unteren Bereich vermauert und darüber mit einem Fenster versehen ist. Die Wand wird durch vier schmale Strebepfeiler stabilisiert. An der Nordwand des Seitenschiffs ist ein weiterer Strebepfeiler, gefolgt von einem gedrückt-segmentbogenförmigen Fenster. An der Südwand sind im unteren Bereich zahlreiche Feldsteine verbaut. Sie wurden nicht behauen oder lagig geschichtet. Darüber ist ein großes Spitzbogenfenster. Rechts oberhalb ist eine gedrückt-segmentbogenförmige Öffnung, die mittlerweile zugesetzt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der quadratische Westturm ist gegenüber dem Schiff stark eingezogen. Er kann von Westen her über ein großes und fünffach-profiliertes Portal betreten werden. Darüber ist eine spitzbogenförmige Öffnung mit zwei kleinen, hochrechteckigen Fenstern. Diese sind auch an der Nord- und Südseite vorhanden. Im Innern sind die Ansätze einer Wölbung erkennbar, die aber offenbar nicht ausgeführt wurde. Im mittleren [[Geschoss (Architektur)|Geschoss]] ist jeweils nur eine schmale und spitzbogenförmige Öffnung. An der Nordseite ist rechts darüber eine kleine hölzerne Tür. Oberhalb folgt das Glockengeschoss. Es besteht aus zwei außen liegenden, spitzbogenförmigen Blenden mit einem eingearbeiteten Kreis im oberen Drittel sowie einer mittig angeordneten, spitzbogenförmigen Öffnung mit je zwei [[Klangarkade]]n. Darüber folgt ein weiteres Blendenfeld, das sich in den hohen und oktogonalen Spitzhelm erstreckt. Er schließt mit [[Turmkugel]] und Wetterhahn ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausstattung ==&lt;br /&gt;
=== Altar ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kirche Wusterhusen Altaraufsatz außen Simon Petrus.JPG|mini|hochkant|[[Simon Petrus]] auf dem äußeren Altaraufsatz]]&lt;br /&gt;
In der [[Predella]] von um 1700 ist das [[Abendmahl Jesu]] zu sehen. Der mittelalterliche Altarblock besitzt als Aufsatz einen Schnitzaltar, der in den letzten fünfhundert Jahren drei Mal wesentlich umgestaltet wurde&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Burkhard Kunkel |Titel=Rezeption – Renovation. Reformatorisches Gestalten mittelalterlicher Ausstattungen pommerscher Kirchen zwischen Ästhetik und Katechese |Ort=Bonn |Datum=2009 |Seiten=269-290}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Er stammt aus dem Zeitraum von 1510 und 1520 und geht vermutlich auf den [[Usedom]]er [[Archidiakon (evangelische Kirchen)|Archidiakon]] &amp;#039;&amp;#039;Christopher&amp;#039;&amp;#039; zurück, ein illegitimer Sohn des damaligen [[Kirchenpatronat|Kirchherrens]] Wusterhusens, [[Bogislaw X. (Pommern)|Bogislaws X.]] Im Jahr 1650 wurde der Aufsatz gravierend umgestaltet. Ein [[Kreuzigung Christi|Kreuzigungsgemälde]] von [[Caspar Niemann]] ersetzte eine bis dahin vorhandene Skulpturengruppe im [[Schrein|Mittelschrein]]. Hinter dem Gemälde wurden bei Untersuchungen [[Goldgrund]]reste gefunden, was darauf schließen lässt, dass dort einst eine dreifigurige [[Krönung Mariens|Marienkrönung]] installiert war. Spuren am Hintergrund der Kastenflügel zeigen, dass hier je vier kleinere [[Apostel]] und [[Heiliger|Heilige]] in zwei Zeilen standen. An dieser Stelle befinden sich noch die monumentalen Skulpturen von [[Mose]] und [[Aaron (biblische Person)|Aaron]] aus dem Jahr 1740. Diese stammten aus der Werkstatt von [[Michel Müller (Bildhauer)|Michel Müller]] aus [[Stralsund]], ein Schüler von [[Elias Keßler]]. Die ursprünglich vorhandenen Figuren sind nicht mehr erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die doppelte Bemalung der Altarflügel, die etwa 200 Jahre zugenagelt waren, wurde 1963 bei einer Restaurierung wiederentdeckt. Die Heiligendarstellungen auf der Außenseite haben stark gelitten und bedürfen einer dringenden Sicherung. Oben links ist [[Katharina von Alexandrien]] auf einer Blumenwiese zu sehen. An ihre [[Geißelung]] erinnert das Schwert und das Rad. Daneben ist der Apostel Simon Petrus mit dem Himmelsschlüssel und einem prunkvollen Papst-[[Ornat]] abgebildet. In einer roten Gelehrtentracht mit Schwert und Buch ist [[Paulus von Tarsus]] unten links, daneben [[Barbara von Nikomedien]] zu sehen. Sie steht vor dem Turm, in dem ihr Vater Dioscorus sie einst einsperrte. Der Kelch in einer Turmnische symbolisiert ihre Rolle als Nothelferin bei der [[Sterbekommunion]].&amp;lt;ref&amp;gt;Detlef Witt: &amp;#039;&amp;#039;Die Tafelbilder des Wusterhusener Altars&amp;#039;&amp;#039;, 2004.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kirche Wusterhusen Altaraufsatz rechter Flügel.JPG|mini|hochkant|Rechter Innenflügel des Altaraufsatzes]]&lt;br /&gt;
Auf der Innenseite befindet sich ein doppelzeiliger Zyklus, der die [[Anna (Heilige)|Annenlegende]] [[Maria (Mutter Jesu)|Marias]] darstellt. Der Maler ist auch hier unbekannt, doch fällt das Werk durch die reichhaltige Verwendung von [[Brokatstoff|Brokat]] und unterschiedlichen [[Granatapfel]]motiven auf.&lt;br /&gt;
Im Bild oben links ist die Verkündigung des Engels an [[Joachim (Heiliger)|Joachim]] zu sehen. Er erfährt, dass er nicht länger kinderlos bleiben wird. Die 40 Tage seiner Buße, die er in der Wüste bei einer Herde verbracht hat, sind damit vorbei. Im Hintergrund ist ein [[Hirte]] zu sehen, der [[Dudelsack]] spielt. Auffallend ist auch der blaue Himmel. Joachim kehrte nun nach [[Jerusalem]] zurück und umarmt seine Frau Anna vor dem Eingang der  &amp;#039;&amp;#039;Goldenen Pforte&amp;#039;&amp;#039;, dem Tempel der Stadt. In der Ferne jagt ein Hund einen Hasen. Das darauffolgende Bild zeigt Anna im [[Wochenbett]] in einer prächtigen Kulisse mit edel bespannten Wänden und einer Magd, die gerade die Wäsche macht. Das letzte Gemälde der oberen Zeile zeigt, wie Maria die Stufen zum Tempel hinaufschreitet. Sie wird von einem Priester empfangen, während ihre Eltern Joachim und Anna am Aufgang stehen bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Zeile beginnt mit der [[Verkündigung]] an Maria. Gezeigt wird die [[Jungfrau]], wie sie vor einem Lesepult kniet, während der [[Erzengel]] [[Gabriel (Erzengel)|Gabriel]] ihr die Geburt von [[Jesus Christus]] ankündigt. Ein Spruchband um ein Zepter in seiner Hand zeigt den [[Englischer Gruß|Englischen Gruß]]. Bemerkenswert ist auch ein Zettel über dem Bett Marias, auf dem in der untersten Zeile das Wort [[Amen]] erkennbar ist. Daneben zeigt ein weiteres Gemälde die [[Mariä Heimsuchung|Heimsuchung]], als Maria auf ihre Cousine Elisabeth trifft. Sie stehen auf einer Wiese, die einem Teppich aus [[Gänseblümchen]] gleicht, einem Symbol der [[Unschuld]] aus dem 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert. Im Hintergrund ist eine Landschaft zu sehen, die der Steilküste von [[Rügen]] ähnelt; vermutlich eine Anlehnung des Malers an seinen Auftraggeber. Auffällig sind auch die beiden [[Schwäne]], die sich im Wasser spiegeln. Es folgt die [[Weihnachten|Geburt Christi]] und zeigt das Kind mit zwei dahinter stehenden Engeln, während ein dritter die Weihnachtsbotschaft verkündet. Im Hintergrund leuchtet der [[Stern von Betlehem]], der den [[Heilige drei Könige|Heiligen drei Königen]] den Weg zeigt. Sie sind auf dem letzten Bild zu sehen, als sie das Christuskind anbeten. Die drei Figuren stellen die drei menschlichen Lebensalter sowie die seinerzeit bekannten [[Erdteil]]e [[Europa]], [[Afrika]] und [[Asien]] dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Ausstattung ===&lt;br /&gt;
Die [[Kanzel]] entstand in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts, der Schalldeckel und die Brüstung um 1740. Der Taufstein, eine [[Fünte]] aus Granit, stammt aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Sie ist an ihrer Kuppa mit vier männlichen Köpfen verziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Restaurierung des Chores wurde 1972 die farbliche Innengestaltung wiederentdeckt. Diese stammt an den Längswänden aus dem 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert. Wandmalereien am [[Triumphbogen]] zwischen Polygon und dem alten Chor wurden im ersten Viertel des 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts gefertigt. Sie zeigen die Anbetung der [[Heilige Drei Könige|Heiligen Drei Könige]], die [[Gertrud von Nivelles|Heilige Gertrud]] mit Pilgern, den [[Jüngstes Gericht|Weltenrichter]] mit [[Maria (Mutter Jesu)|Maria]] und [[Johannes der Täufer|Johannes den Täufer]] sowie den Heiligen [[Christophorus]], die [[Flucht nach Ägypten]] sowie den [[Georg (Heiliger)|Heiligen Georg]]. Im Chorscheitelfenster befindet sich eine Glasmalerei, die Christus zwischen Paulus und Petrus zeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Halle ruht auf achteckigen Pfeiler mit profilierten Arkadenböden, die ein Kreuzrippengewölbe tragen. Das Schiff an der Nordseite ist flach gedeckt – vermutlich die Folge eines Einsturzes. Zur weiteren [[Kirchenausstattung]] gehört ein stehender [[Taufengel]] aus dem ersten Drittel des 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts. Hinzu kommt eine kleine [[Pietà]], die vermutlich im 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert entstand. Eine Grabplatte aus Kalkstein erinnert an den 1662 verstorbenen Pastor Christoph Caden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Orgel ===&lt;br /&gt;
Die [[Manual (Musik)|zweimanualige]] [[Orgel]] wurde 1841 von [[Carl August Buchholz (Orgelbauer)|Carl August Buchholz]] erbaut. 1923 wurde ein Register durch den Orgelbauer Heintze aus [[Kołobrzeg|Kolberg]] geändert (12). 1955 erfolgte ein Austausch dieses Registers durch B. Grüneberg aus Greifswald (12. Sifflöte).&amp;lt;ref&amp;gt;Informationen zur [http://www.kirchenmusik-mv.de/index.php?site=orgeldetails&amp;amp;ort=wusterhusen Orgel]&amp;lt;/ref&amp;gt; 2024 wird eine Restaurierung der Orgel abgeschlossen und die Waldflöte 2&amp;#039; im Oberwerk rekonstruiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://orgel-verzeichnis.de/wusterhusen-johanneskirche/ |titel=Wusterhusen – Johanneskirche – Orgel Verzeichnis – Orgelarchiv Schmidt |sprache= |abruf=2025-02-23 |abruf-verborgen=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;0&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;24&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;18&amp;quot; style=&amp;quot;border-collapse:collapse;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;I Hauptwerk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; C–&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1. || Bordun || 16′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2. || Principal || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 3. || Prestant || 4′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 4. || Rohrflöte || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 5. || Quinte || {{Bruch|2|2|3}}′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 6. || Octave || 2′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 7. || Mixtur III&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;II Oberwerk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; C–&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 8. || Salicional || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 9. || Gedact || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 10. || Principal || 4′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 11. || Rohrflöte || 4′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 12. || Waldflöte || 2′&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pedal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; C–&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 13. || Subbaß || 16′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 14. || Posaune || 16′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 15. || Violon || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 16. || Principal || 4′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 17. || Bassflöte || 8′&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Koppel (Orgel)|Koppeln]]:&amp;#039;&amp;#039; II/I, I/P,&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Spielhilfen:&amp;#039;&amp;#039; Hauptwerk Ventil, Oberwerk Ventil, Pedal Ventil, Evacuant, [[Kalkant|Calcanten]]-[[Calcanten-Glocke|Glocke]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geläut ===&lt;br /&gt;
Die älteste der drei Glocken mit einem Durchmesser von 129&amp;amp;nbsp;cm stammt vom Anfang des 14.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts. Sie trägt eine geritzte Schrift und hat den Schlagton e&amp;lt;sup&amp;gt;I&amp;lt;/sup&amp;gt; +2,5. Sie könnte im Jahr 1319 gegossen worden sein. Eine weitere Glocke aus dem Jahr 1419 hat den Schlagton f&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; +9. Eine dritte Glocke wurde 1996 von der [[Glockengießerei Bachert]] in [[Heilbronn]] gegossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Landesamt für Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Bau- und Kunstdenkmale in Mecklenburg-Vorpommern. Vorpommersche Küstenregion.&amp;#039;&amp;#039; Henschelverlag, Berlin 1995, S. 373–374.&lt;br /&gt;
* [[Georg Dehio]] (Bearb. Hans-Christian Feldmann u. a.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler – Mecklenburg-Vorpommern&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Kunstverlag, Berlin/München, 2016, ISBN 978-3-422-03128-9.&lt;br /&gt;
* Arbeitsgemeinschaft Kirchengeschichte der Ev. Landeskirche Greifswald (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Altaraufsatz in Wusterhusen&amp;#039;&amp;#039;, VOB Eichsfelddruck Heiligenstadt, Februar 1984, Faltblatt&lt;br /&gt;
* Joachim Krüger: Die Buchholz-Orgel in der Johanneskirche Wusterhusen. Anlässlich der Orgelweihe vor 180 Jahren (Gemeindebrief Wusterhusen – Lubmin – Spandowerhagen, Sonderheft 1/2021), Wusterhusen 2021.&lt;br /&gt;
* Joachim Krüger: Die Buchholz-Orgel in der Johanneskirche zu Wusterhusen. Orgelweihe vor 180 Jahren, in: Pommern. Zeitschrift für Kultur und Geschichte, Jg. 59, H. 4 (2021), S. 22–29, {{ISSN|0032-4167}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|St.-Johannes-Kirche (Wusterhusen)|Kirche in Wusterhusen}}&lt;br /&gt;
* {{LBMV PPN|265357535}}&lt;br /&gt;
* [http://www.kirchentour.de/index.php?site=detail&amp;amp;ID=279 Wusterhusen. Johanneskirche]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=54.11199955|EW=13.618025779|type=landmark|dim=250|region=DE-MV}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wusterhusen, Kirche}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude im Landkreis Vorpommern-Greifswald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude der Propstei Demmin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude der Kirchenprovinz Pommern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude der Backsteingotik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Backsteingotik in Mecklenburg-Vorpommern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Wusterhusen|Kirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Disposition einer Orgel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut im 13. Jahrhundert]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bergmusiker</name></author>
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