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	<title>Kirche Paterswalde - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T04:00:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kirche_Paterswalde&amp;diff=2892415&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Kliojünger: korrekte Genitiv-Endung mit -s</title>
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		<updated>2024-10-23T13:56:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;korrekte Genitiv-Endung mit -s&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kirche in Paterswalde&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein aus den Jahren 1876/77 stammendes neoromanisches Bauwerk und war bis 1945 [[evangelisch]]es Gotteshaus des heute [[Bolschaja Poljana (Kaliningrad)|Bolschaja Poljana]] genannten Ortes. Sie wurde 1993 der [[Russisch-orthodoxe Kirche|Russisch-orthodoxen Kirche]] übereignet, jedoch steht eine regelmäßige Nutzung noch aus.&lt;br /&gt;
[[Datei:Кирха Патерсвальде. Большая Поляна, Гвардейский район.Сентябрь 2016.jpg|mini|Kirche Paterswalde 2016]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographische Lage ==&lt;br /&gt;
Das einstige Paterswalde liegt drei Kilometer südlich der früheren [[Ostpreußen|ostpreußischen]] Kreisstadt und jetzt ländlichen Siedlung [[Snamensk (Kaliningrad)|Snamensk]] &amp;#039;&amp;#039;(Wehlau)&amp;#039;&amp;#039; in der [[Oblast Kaliningrad]] (Gebiet &amp;#039;&amp;#039;Königsberg (Preußen)&amp;#039;&amp;#039;) an der russischen [[R514 (Russland)|Fernstraße R 514]] (ehemalige deutsche [[Reichsstraße 142]]). Die nächste Bahnstation ist Snamensk an der [[Bahnstrecke Kaliningrad–Nesterow]] &amp;#039;&amp;#039;(Königsberg–Stallupönen/Ebenrode)&amp;#039;&amp;#039;, der ehemaligen [[Preußische Ostbahn|Preußischen Ostbahn]]. Das Kirchengebäude steht westlich der Hauptstraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kirchengebäude ==&lt;br /&gt;
Ein Kirchdorf war Paterswalde bereits in [[Deutscher Orden|Ordenszeit]], als um 1363 hier eine Kirche errichtet wurde. Sie ging aus einer ehemaligen [[Wallfahrt]]skapelle hervor, die südlich des Dorfes stand. Im [[Reiterkrieg]] 1520/21 wurde der Ort mit der Kirche von polnischen Truppen zerstört. In den Jahren 1541/42 stellte man das Gotteshaus wieder her, darum herum baut man auch den Ort wieder auf&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ostpreussen.net/ostpreussen/orte.php?bericht=1326 Das Dorf Bolschaja Poljana - Paterswalde bei ostpreussen.net]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1869 musste die Kirche&amp;lt;ref&amp;gt;[[Walther Hubatsch]], &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens&amp;#039;&amp;#039;, Band II: &amp;#039;&amp;#039;Bildnisse ostpreussischer Kirchen&amp;#039;&amp;#039;, Göttingen, 1968, Seite 83, Abb. 323–325&amp;lt;/ref&amp;gt; geschlossen und danach abgerissen werden. Am 23. Juni 1876 legte man den Grundstein für die jetzige in [[Neoromanik|neoromanischem]] Stil aus [[Backstein]] mit Turm errichtete Kirche, deren Einweihung am 9. Dezember 1877 erfolgte. Die [[Kanzel]] aus dem Jahre 1591 und der [[Altar]] von 1700 konnten aus der alten Kirche übernommen werden. Der Altar war mit reichem Schnitzwerk versehen, die [[Predella]] zeigte das [[Abendmahl Jesu|Abendmahl]], das Hauptgeschoss die [[Kreuzigung Jesu]], zu sehen waren auch zwei Abendmahlsengel. Alle diese Details sah man als Kunststücke aus der Werkstatt von &amp;#039;&amp;#039;Johann Christoph Döbel&amp;#039;&amp;#039; an. Eine [[Orgel]] erhielt die Kirche im Jahre 1881.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Endkämpfen des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] erhielt das Bauwerk besonders am Turm (er wurde unter anderem seiner hohen Spitze beraubt) größere Beschädigungen. Nach 1945 wurde die Kirche zweckentfremdet und als Lagerhalle benutzt. Die Fenster mauerte man zu, und das Dach wurde mit [[Asbest]]zementplatten gedeckt. Im Jahre 1993 wurde das Gebäude der [[Russisch-orthodoxe Kirche|Russisch-orthodoxen Kirche]] übereignet, die es nur eingeschränkt renovierte und die Entscheidung über die Nutzung der Zukunft überlässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kirchengemeinde ==&lt;br /&gt;
Die Gründung einer Kirchengemeinde in Paterswalde erfolgte bereits um 1363&amp;lt;ref&amp;gt;Walther Hubatsch, &amp;#039;&amp;#039;Gschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens&amp;#039;&amp;#039;, Band III: &amp;#039;&amp;#039;Dokumente&amp;#039;&amp;#039;, Göttingen, 1968, Seite 475&amp;lt;/ref&amp;gt;. Damals hieß der Ort noch „Allendorf“. Von der im nahen Wald gelegenen Kapelle kam der Pater hierher in den Ort, der dann zu „Paterswalde“ wurde. Der erste [[lutherisch]]e Pfarrer amtierte hier ab 1550. Im Jahr 1925 zählte die Kirchengemeinde 2218 Gemeindeglieder, die in 13 verschiedenen [[Kirchspiel]]orten wohnten. Bis 1945 gehörte die Pfarrei Paterswalde zum [[Snamensk (Kaliningrad)#Evangelischer Kirchenkreis Wehlau|Kirchenkreis Wehlau]] in der [[Kirchenprovinz Ostpreußen]] der evangelischen [[Kirche der Altpreußischen Union]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund von [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|Flucht und Vertreibung]] der einheimischen Bevölkerung in Kriegsfolge brach das kirchliche Leben nach 1945 in dem dann [[Bolschaja Poljana (Kaliningrad)|Bolschaja Poljana]] genannten Ort ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst in den 1990er Jahren siedelten sich hier [[Russlanddeutsche]] an, die ihre durch die Zeit der [[Sowjetunion]] hindurch ihre lutherische Frömmigkeit bewahrt hatten und hier eine Gemeinde gründeten. Den verfallenen einstigen Kindergarten richtete man mit starker Unterstützung aus Deutschland als Gemeindehaus her, das im Jahre 2002 eingeweiht werden konnte und nun auch als Gottesdienststätte fungiert. In einem separat stehenden Glockenstuhl hängte man eine Glocke ein, die das [[Paul-Gerhardt-Stift]] in [[Berlin]] stiftete und bisher in einer Berliner Kirche geläutet hatte. Die Glockenweihe fand am 16. Juni 2003 statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die noch kleine evangelisch-lutherische Gemeinde ist eine Filialgemeinde der [[Auferstehungskirche (Kaliningrad)|Auferstehungskirche]] in [[Kaliningrad]] &amp;#039;&amp;#039;(Königsberg)&amp;#039;&amp;#039; in der [[Propstei Kaliningrad]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.propstei-kaliningrad.info/ |text=Evangelisch-lutherische Propstei Kaliningrad |wayback=20110829063946}} (deutsch/russisch)&amp;lt;/ref&amp;gt; der [[Evangelisch-Lutherische Kirche Europäisches Russland|Evangelisch-lutherischen Kirche Europäisches Russland]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kirchspielorte (bis 1945) ===&lt;br /&gt;
Zum evangelischen [[Kirchspiel]] Paterswalde gehörten bis 1945 außer dem Kirchdorf noch zwölf Ortschaften&amp;lt;ref&amp;gt;Walther Hubatsch, &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens&amp;#039;&amp;#039;, Band II (wie oben), Seite 475&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Name || Russischer Name ||  || Name || Russischer Name&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Augken ||  ||  || Patershof ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Georgenberg ||  ||  || *[[Telmanowo (Kaliningrad, Gwardeisk)|Richau]] || Telmanowo&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Julienhof ||  ||  || *Rockelkeim || Uljanowka&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| *[[Jagodnoje (Kaliningrad, Gwardeisk)|Lindendorf]] || Jagodnoje ||  || Rödersbruch ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mariendorf ||  ||  || Rosengarten ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Oelsenau || ||  || Stanillien || Klubitschnoje&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
(* = Schulort)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1928 oblag auch die Betreuung der [[Allenberger Kirche (Wehlau)|Allenberger Kirche]] in der Heil- und Pflegeanstalt (ehemals „Irrenanstalt“ genannt) in Allenberg (russisch: Chlebnikowo), einem Stadtteil von Wehlau, dem Pfarrer in Paterswalde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pfarrer (1550–1945) ===&lt;br /&gt;
Zwischen 1550 und 1945 amtierten in Paterswalde 31 evangelische Geistliche&amp;lt;ref&amp;gt;Friedwald Moeller, &amp;#039;&amp;#039;Altpreußisches evangelisches Pfarrerbuch von der Reformation bis zur Vertreibung im Jahre 1945&amp;#039;&amp;#039;, Hamburg, 1968, Seite 108&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|width=&amp;quot;50%&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
* Albrecht Marckwart, ab 1550&lt;br /&gt;
* Nicolaus Rohdius, bis 1588&lt;br /&gt;
* Jacob Eichler, 1588–1592&lt;br /&gt;
* Friedrich Sommer, 1593–1594&lt;br /&gt;
* Johann Sperber, 1594–1604&lt;br /&gt;
* Andreas Schilling, 1605–1614&lt;br /&gt;
* Martin Potin, 1614–1623&lt;br /&gt;
* Gregorius Vielstich, 16123–1629&lt;br /&gt;
* Johann Lehmann, 1629–1639&lt;br /&gt;
* Georg Mentus, 1639–1669&lt;br /&gt;
* Sigismund Theodor Cuppius,abr&amp;gt;1669–1698&lt;br /&gt;
* Friedrich Wittich, 1694–1717&lt;br /&gt;
* Andreas Költze, 1718–1727&lt;br /&gt;
* David Schultz, 1728–1733&lt;br /&gt;
* Conrad Wolfgang Schaar, 1734–1757&lt;br /&gt;
|width=&amp;quot;50%&amp;quot; valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
* Johann Gotthard Hoffmann, 1757–1788&lt;br /&gt;
* Christian Sigismund Siebrandt, 1788–1804&lt;br /&gt;
* Carl Ludwig Hönke, 1804–1805&lt;br /&gt;
* Johann Ludwig Böttcher, 1806–1818&lt;br /&gt;
* Eduard Ludwig Ferdinand Krah, 1818–1924&lt;br /&gt;
* Karl Erich Meißner, 1824–1838&lt;br /&gt;
* Heinrich Christian Ziegler, 1838–1842&lt;br /&gt;
* Johann Gallandi, 1842–1852&lt;br /&gt;
* Carl Ferdinand G. Zimmermann, 1873–1879&lt;br /&gt;
* Hermann Adam F. Blaskowitz, 1880–1888&lt;br /&gt;
* Martin Gotthilf Boit, 1889–1892&lt;br /&gt;
* Rudolf Eduard Wilhelm Theel, 1892–1928&lt;br /&gt;
* Paul Kaschade, 1928–1932&lt;br /&gt;
* Kurt Steinwender, 1933–1935&lt;br /&gt;
* Ernst Hermann Froese, 1935–1945&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kirchenbücher ===&lt;br /&gt;
Zahlreiche [[Kirchenbuch|Kirchenbücher]] des Kirchspiels Paterswalde sind erhalten geblieben und werden im [[Evangelisches Zentralarchiv in Berlin|Evangelischen Zentralarchiv]] in [[Berlin-Kreuzberg]] aufbewahrt&amp;lt;ref&amp;gt;Christa Stache, &amp;#039;&amp;#039;Verzeichnis der Kirchenbücher im Evangelischen Zentralarchiv in Berlin&amp;#039;&amp;#039;, Teil 1: &amp;#039;&amp;#039;Die östlichen Kirchenprovinzen der Evangelischen Kirche der altpreußischen Union&amp;#039;&amp;#039;, Berlin, 1992³, Seite 90–91&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
* Taufen: 1629 bis 1844&lt;br /&gt;
* Trauungen: 1629 bis 1843 (Lücke: 1670 bis 1693)&lt;br /&gt;
* Begräbnisse: 1718 bis 1843&lt;br /&gt;
* Kommunikanten: 1787 bis 1806.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.prussia39.ru/sight/index.php?sid=117 Prichodskaja kircha Paterswalde bei prussia39.ru mit Bildern des Gebäudes von 2012]&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=54.5945801|EW=21.2151435|type=landmark|region=RU-KGD}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1870er Jahren|Paterswalde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude der Kirchenprovinz Ostpreußen|Paterswalde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude in der Oblast Kaliningrad|Paterswalde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neuromanisches Kirchengebäude|Paterswalde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Umgewidmetes Kirchengebäude|Paterswalde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Russisch-orthodoxes Kirchengebäude|Paterswalde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk des Historismus in Russland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rajon Gwardeisk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude in Europa|Paterswalde]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Kliojünger</name></author>
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