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	<title>Kirche Nikolassee - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kirche_Nikolassee&amp;diff=1821652&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Emmridet: /* Baubeschreibung */ Prime</title>
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		<updated>2024-03-27T20:59:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Baubeschreibung: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php/Prime_(Typografie)&quot; title=&quot;Prime (Typografie)&quot;&gt;Prime&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Nikolassee Kirchweg Kirche Nikolassee.JPG|mini|Kirche Nikolassee]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kirche Nikolassee&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Gotteshaus im [[Berlin]]er [[Bezirk Steglitz-Zehlendorf]]. Sie wurde zusammen mit einem [[Pfarrhaus]] zu Beginn des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts errichtet. Kirche, Pfarrhaus und der gesamte Vorplatz stehen unter [[Denkmalschutz]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{LDLBerlin|09075239|Baudenkmale Kirchweg in Nikolassee}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Die evangelische Kirche Nikolassee befindet sich am Kirchweg – einer Querstraße der [[Berlin-Potsdamer Chaussee|Potsdamer Chaussee]] ([[Bundesstraße&amp;amp;nbsp;1]]) – gegenüber dem [[Evangelischer Kirchhof Nikolassee|Kirchhof]] auf einem Hügel an der [[Rehwiese (Berlin)|Rehwiese]]. Das [[Autobahnkreuz Zehlendorf]] der [[Bundesautobahn 115|A&amp;amp;nbsp;115]] ist ebenso wie der [[Bahnhof Berlin-Nikolassee|Bahnhof Nikolassee]], Haltepunkt der [[S-Bahn Berlin|S-Bahn-Linien]] S1 und S7, nicht weit entfernt. [[Kirchfriedhof]] und Kirchenkomplex stehen auf einem insgesamt 11.4906&amp;amp;nbsp;m² großen Areal, das die &amp;#039;&amp;#039;Heimstätten-AG.&amp;#039;&amp;#039; als Gründungsträgerin von Nikolassee zur Verfügung gestellt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Das evangelische Gotteshaus wurde 1909 vom Architekten [[Johannes Bartschat]] und dem Regierungsrat und Bildhauer [[Erich Blunck]] entworfen. Das Bauwerk fügt sich harmonisch in die neue als [[Gartenstadt]] in [[Heimatschutzarchitektur]] angelegte [[Villenkolonie]]. Das Modell zeigte ein zweischiffiges [[Langhaus (Kirche)|Langhaus]] mit weit ausladendem [[Satteldach]], einen [[Kreuzgang]] als Verbindung zum ebenfalls zu errichtenden Pfarrhaus und einen 45&amp;amp;nbsp;Meter hohen Kirchturm mit überhöhter [[schiefer]]gedeckter Spitze. Der Entwurf fand die volle Zustimmung der gerade gegründeten Gemeinde, sodass am 20. Juni 1909 die feierliche [[Grundsteinlegung]] stattfinden konnte. Nach kurzer Bauzeit erfolgte die [[Kirchweihe#Lutherische Kirchen|Kirchweihe]] am 13. März 1910. Die Baufinanzierung besorgten die Gemeindemitglieder durch eigene Spenden. Der Bau und die gesamte Ausstattung kosteten 172.000 [[Mark (1871)|Mark]] (kaufkraftbereinigt in heutiger Währung: rund {{Inflation|DE|0.172|1909|r=2}}&amp;amp;nbsp;Millionen Euro).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gemeindechronik&amp;quot;&amp;gt;[https://gemeinde-nikolassee.de/file/1246224 Gemeindechronik aus dem Jahr 1959.] (PDF) abgerufen am 1. Dezember 2009&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Pfarrhaus wurde in der gleichen Zeit errichtet und enthält außer der Wohnung für den Pfarrer einen sogenannten Konfirmandensaal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] wurden einige Zinnpfeifen der Orgel beschlagnahmt und sollten zu Kriegsgerät umgearbeitet werden. Den Bronzeglocken drohte das gleiche Schicksal, was jedoch durch die Bewertung einer wissenschaftlichen Relevanz nicht zustande kam. 1940, im zweiten Jahr des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]], waren die beiden größeren Glocken jedoch [[Kriegsökonomie#Rohstoffe |abzuliefern]] und sollten eingeschmolzen werden, was jedoch nicht geschah. Nach dem Krieg erhielt die Gemeinde die Glocken zurück. Trotz einiger Kriegshandlungen wurden die Teile des Kirchen[[gebäudeensemble]]s nicht wesentlich zerstört. Zwischen 1949 und 1950 konnten die größeren Kriegsschäden an den Gebäuden beseitigt werden. 1958 bis 1959 erfolgten einige Erneuerungsarbeiten im Kircheninneren, beispielsweise wurden die [[Parament]]e für [[Altar]] und [[Kanzel]] neu angefertigt und der Altarraum umgestaltet. Eine erneute Umgestaltung in den 1980er Jahren stellte die ursprüngliche Fassung des Innenraums weitgehend wieder her, wobei insbesondere die aus der Erstausstattung stammende, zwischenzeitlich nicht präsente Bronzeskulptur des segnenden Christus auf den Altar zurückkehrte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Baubeschreibung ==&lt;br /&gt;
Die [[Saalkirche]] nimmt Elemente des [[Jugendstil]]s und des [[Barock]] auf. Das Langhaus ist mit einem [[Kassettendecke|kassettierten]] [[Tonnengewölbe]] aus Holz überdeckt. Der [[Chor (Architektur)|Chor]] ist rechteckig. Der Altar wird über mehrere Stufen erreicht. Eingangsseitig steht der [[Kirchturm]]. In seinem [[Glockenstuhl]] fanden drei Bronzeglocken Platz. Sie sind mit einem [[Medaillon (Ornament)|Medaillon]] verziert, in dem das Herstellungsdatum und der Name des Gießers vermerkt sind. Außerdem tragen sie umfangreiche Inschriften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Gießer !! Gieß&amp;amp;shy;jahr !! [[Schlagton|Schlag&amp;amp;shy;ton]] !! Gewicht&amp;lt;br /&amp;gt; (kg) !! Durch&amp;amp;shy;messer&amp;lt;br /&amp;gt; (mm) !! Höhe&amp;lt;br /&amp;gt; (mm) !! Krone&amp;lt;br /&amp;gt; (mm)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Martin Heintz || 1688 || as′ || 415 || 950 || 720 || 160&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Johann Heinrich Scheel || 1755 ||  b′ || 324 || 820 || 680 || 130&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gustav Collier || 1910  || des″ || 250 || 670 || 510 || 130&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausstattung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kirche Nikolassee Grundriss (1911) Zentralblatt Jg 31 Nr 39 Abb 3.png|mini|Grundriss mit Pfarrhaus und Kirchplatz]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kirche Nikolassee Haupteingang (1911) Zentralblatt Jg 31 Nr 39 Abb 5.png|mini|Eingang mit Engelsfiguren, 1911]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hölzerne Eingangshalle mit zwei Engelsfiguren führt in das Kircheninnere, das durch die in Holz gearbeitete Ausstattung mit Emporenanlage beeindruckt. Die von dem Künstler [[Max Kutschmann]] ausgeführte großzügige Ausmalung gibt dem Raum einen besonderen Charakter. Altar mit einem sitzenden Christus und einer Weltkugel in der Hand sowie Kanzel, Altarfenster und Wandfriese vervollständigen das Kircheninnere. Noch im ersten Monat erhielt die Kirche auch [[Abendmahlskelch]], Pokal und eine Taufschale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kirchengemeinde ==&lt;br /&gt;
Die Nikolasseer evangelische Kirchengemeinde entstand 1909 in Ausgliederung aus der Kirchengemeinde [[Berlin-Zehlendorf|Zehlendorf]] und umfasste zur damaligen Zeit rund 1200 Mitglieder. 1919 kamen weitere Christen hinzu, als die spätere Kolonie Schlachtensee-Süd (Eisenbahnersiedlung) gegründet wurde. 1927 wurden die Kirchenmitglieder des Bereichs [[Schwanenwerder]] nach Nikolassee gepfarrt. Erster Pfarrer der neuen Kirchengemeinde wurde Dr. Hollmann.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gemeindechronik&amp;quot; /&amp;gt; Durch Zukauf eines Grundstücks aus Privatbestand konnten 1927 an der Potsdamer Chaussee ein Kindergartenhaus und Gemeindehaus nach Plänen des Regierungsbaumeisters und Architekten [[Walter Lehweß]] errichtet werden, der sich in früheren Jahren mit dem Privat-Schulhaus in Nikolassee und der &amp;#039;&amp;#039;Reichs-Reiterführer-Schule&amp;#039;&amp;#039; in Zehlendorf (heutiges Veterinärmedizinisches Institut der [[Freie Universität Berlin|Freien Universität]]) einen guten Namen gemacht hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.dso-berlin.de/content/e18630/e18637/e18865/index_ger.html |wayback=20090425014658 |text=Geschichtsdaten 1909}}, abgerufen am 1. Dezember 2009&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Lehweß: {{Webarchiv |url=http://www.vetmed.fu-berlin.de/einrichtungen/zentrale/bibliothek/digarchiv/klauentierklinik/Reichs-Reiterfuehrer-Schule.pdf |wayback=20160304192028 |text=&amp;#039;&amp;#039;Die Reichs-Reitführer-Schule in Berlin-Zehlendorf&amp;#039;&amp;#039;}} (PDF; 1,0&amp;amp;nbsp;MB); abgerufen am 7. November 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Einweihung des Baukomplexes erfolgte am 21. April 1929. Als weiter beteiligter Architekt wird der Berliner Engelbert Breidenbend&amp;lt;!--Name nach Berl. Adressbuch 1929 vervollständigt/Vorname berichtigt. Die 44Pinguine.--&amp;gt; genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.deutsche-digitale-bibliothek.de/newspaper/item/UOCGL2PTGIXEFBWB73UW3IT5TEXLNC7X?issuepage=3 &amp;#039;&amp;#039;Festtag in Nikolassee&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsche Allgemeine Zeitung (1919–1945)|Deutsche Allgemeine Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 22. April 1929, S.&amp;amp;nbsp;3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1933 wurden weitere Gebietsteile nach Nikolassee gepfarrt. Während der Herrschaft der [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] erfolgte in der Gemeinde eine weitgehende ideologische Gleichschaltung. Aufgrund der zunehmenden Verfolgung auch von Kirchenmitgliedern und deren Einsatz im Krieg wurden die kirchlichen Einrichtungen jedoch bald ein seelischer Zufluchtsort für die Menschen. Um 1940 beschlagnahmte die [[Wehrmacht]] Räumlichkeiten der Gemeinde und nutzte diese als Unterkünfte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gemeindechronik&amp;quot; /&amp;gt; Im Frühjahr 1945 zogen Flüchtlinge und flüchtende Berliner durch den Ort und fanden zeitweilige Unterkunft und Beistand. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs besetzten die [[Rote Armee|sowjetischen Truppen]] das Gemeindehaus und etliche Villen im Ort Nikolassee. Mit nur wenigen Helfern konnte der Pfarrer den am Leben gebliebenen Einwohnern und den Heimkehrern Mut machen, er musste allerdings auch die zahlreichen Toten beerdigen. Die bald einziehenden amerikanischen Militärangehörigen nutzten die Kirche später auch für ihre Gottesdienste und Trauungen. Von all diesen Kriegs- und Nachkriegsereignissen erholte sich die Gemeinde nur langsam wieder, vor allem war die Zahl der Mitglieder stark zurückgegangen. 1949 gab es einen Zuwachs durch Aufnahme der Schwestern des Diakonissenmutterhauses aus [[Königsberg (Preußen)|Königsberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 21.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert ist die Kirchengemeinde Nikolassee Teil des [[Kirchenkreis]]es [[Teltow]]-Zehlendorf im [[Sprengel (evangelisch)|Sprengel]] Berlin der [[Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz|Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kirchengemeinde gehörten und gehören zahlreiche prominente Persönlichkeiten an, unter anderem der Schriftsteller [[Jochen Klepper]], der zwischen 1938 und 1942 mit seiner Familie nur wenige Minuten von der Kirche entfernt gewohnt hat. Das Grab der Familie befindet sich auf dem gegenüberliegenden Kirchhof der Gemeinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Günther Kühne, Elisabeth Stephani: &amp;#039;&amp;#039;Evangelische Kirchen in Berlin&amp;#039;&amp;#039;. Berlin, 1978&lt;br /&gt;
* [[Christine Goetz]], Matthias Hoffmann-Tauschwitz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Kirchen Berlin Potsdam. Führer zu den Kirchen in Berlin und Potsdam&amp;#039;&amp;#039;. Berlin, 2003.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Kirche mit Pfarrhaus in Nikolassee bei Berlin&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Zentralblatt der Bauverwaltung&amp;#039;&amp;#039;, 31. Jg., Nr. 39 (13. Mai 1911), S. 238–241, {{URN|nbn:de:kobv:109-opus-44847}}.&lt;br /&gt;
* Klaus-Dieter Wille: &amp;#039;&amp;#039;Die Glocken von Berlin (West). Geschichte und Inventar&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Die Bauwerke und Kunstdenkmäler von Berlin.&amp;#039;&amp;#039; Beiheft 16). Mann, Berlin 1987, ISBN 3-7861-1443-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.gemeinde-nikolassee.de/ Website der Evangelischen Kirchengemeinde Nikolassee]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=52/25/34.2|EW=13/12/11.6|type=landmark|region=DE-BE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude in Berlin|Nikolassee]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berlin-Nikolassee]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1910er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude des Evangelischen Kirchenkreises Teltow-Zehlendorf|Nikolassee]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Emmridet</name></author>
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