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	<title>Kirche Krien - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T16:14:19Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kirche_Krien&amp;diff=2547572&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;M Huhn: Buchtitel berichtigt; bibliographische Angaben vervollständigt; Majuskeln nicht erforderlich; Wiederholung der ISBN nicht erforderlich; kleine sprachliche Überarbeitung</title>
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		<updated>2025-11-20T09:19:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Buchtitel berichtigt; bibliographische Angaben vervollständigt; Majuskeln nicht erforderlich; Wiederholung der ISBN nicht erforderlich; kleine sprachliche Überarbeitung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Krien Kirche Südseite.jpg|miniatur|Südseite der Kirche in Krien]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kirche Krien&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Kirchengebäude in der Gemeinde [[Krien]] im [[Landkreis Vorpommern-Greifswald]]. Sie gehört zur Kirchengemeinde Krien-[[Iven]] in der Propstei Pasewalk im [[Pommerscher Evangelischer Kirchenkreis|Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis]] der [[Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland|Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland]]. Bis 2012 gehörte sie zum [[Kirchenkreis Greifswald]] der [[Pommersche Evangelische Kirche|Pommerschen Evangelischen Kirche]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;KKG&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www.kirche-mv.de/Krien.1137.0.html|titel=Ev. Kirchengemeinden Krien und Iven|zugriff=2018-11-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Ort Krien wurde im [[Mittelalter]] als typisches [[Rundling]]sdorf angelegt. Die Kirche befindet sich im Zentrum des ehemaligen Rundlings, möglicherweise an Stelle eines früheren slawischen Heiligtums. Der älteste Teil der Kriener Kirche, der [[Joch (Architektur)|zweijochige]] [[Chor (Architektur)|Chor]] mit der Nord[[sakristei]], wird um 1280 datiert. Der heute verputzte Backsteinsaal des [[Kirchenschiff]]s wurde im 14. Jahrhundert gebaut. Die  von 1328. Der Turm und der südliche Anbau, das ehemalige &amp;#039;&amp;#039;Kindelhaus&amp;#039;&amp;#039;, wurden später errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zur Einführung der [[Reformation]] im [[Herzogtum Pommern]] hatte das [[Kloster Stolpe]] das [[Kirchenpatronat]] inne, das es 1328,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hellmuth Heyden]]: &amp;#039;&amp;#039;Kirchengeschichte Pommerns.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1, 2. Auflage, Köln-Braunsfeld 1957, S. 55.&amp;lt;/ref&amp;gt; wie aus der frühesten bekannten Erwähnung der Kirche hervorgeht, dem Herzog [[Barnim III. (Pommern)|Barnim III.]] auf Lebenszeit überließ.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HH&amp;quot;&amp;gt;[[Hermann Hoogeweg]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Stifter und Klöster der Provinz Pommern.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 2. Leon Saunier, Stettin 1925, S. 691, {{URN|nbn:de:gbv:9-g-5274017}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kirchen in [[Kirche Wegezin|Wegezin]] und [[Kirche Steinmocker|Steinmocker]] waren [[Filialkirche]]n der Kriener Mutterkirche. Nach der [[Säkularisation]] des Klosters im 16. Jahrhundert ging das Patronat an den jeweiligen Landesherrn über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1936 wurde eine Heizung eingebaut. 1966 erfolgte eine umfangreiche Renovierung der Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gebäude ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Krien Kirche Nordseite 1.JPG|miniatur|Nordseite der Kirche mit Sakristei]]&lt;br /&gt;
Die [[Saalkirche]] ist ein Bauwerk der [[Backsteingotik]]. Der nicht abgesetzte Chor ist gerade abgeschlossen. In seiner Ostwand ist eine zugesetzte ehemalige gestufte Dreifenstergruppe zu sehen. An den Ecken des [[Langhaus (Kirche)|Langhauses]] befinden sich jeweils stärkere, an der Südseite zwei und an der Nordseite drei schwächere, gestufte [[Strebepfeiler]]. Die Fenster sind spitzbogig. Im Giebel der Nordsakristei befinden sich [[Blende (Architektur)|Blendenpaare]] mit Winkelstürzen. Der Anbau an der Südseite des Chores aus Backstein hat ein spitzbogiges Stufenportal und einen Fachwerkgiebel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Westturm hat ein Untergeschoss aus [[Feldstein (Baumaterial)|Feldstein]] mit einer spitzbogigen fünfstufigen Portaleinfassung mit eingestellten [[Birnstab|Birnstäben]]. Das Obergeschoss wurde im 18. Jahrhundert in Fachwerkbauweise errichtet und um die Mitte des 20. Jahrhunderts mit Brettern verblendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KKG&amp;quot;/&amp;gt; Der Turm hat eine [[barock]]e [[Haube (Architektur)|Haube]] mit Schindeldeckung und [[Helm (Architektur)|Spitzhelm]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während das Kirchenschiff eine flache Decke hat, ist der Chor mit einem [[Kreuzrippengewölbe]] überspannt. Reste von [[Wandmalerei]] und [[Weihekreuz]]e sind erhalten. Die vermutlich vom Anfang des 15. Jahrhunderts stammenden Malereien zeigen an der Ostwand ein Fabeltier und an der Südseite zwei Heilige. In der Nordwand befindet sich eine hohe spitzbogige Nische. Der südliche Vorbau fasst die ehemalige Priesterpforte ein, die als Portal mit Spitzbogen und reichem Gewände ausgeführt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausstattung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Krien Kirche Kanzel.JPG|miniatur|Kanzel]]&lt;br /&gt;
Der [[Altar]] hat einen barocken Aufsatz aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Im Mittelfeld befindet sich vor einer gemalten Stadtlandschaft eine geschnitzte [[Kreuzigungsgruppe]], bei der die Figuren der [[Maria (Mutter Jesu)|Maria]] und des [[Johannes (Apostel)|Johannes]] fehlen. In der [[Predella]] ist das [[Abendmahl Jesu|Abendmahl]] dargestellt. Der [[Altaraufsatz]] hat seitliche gewundene Säulen. In den plastisch geschnitzten Wangen mit Akanthuslaub befinden sich ovale Bildnisse von [[Mose]]s und [[Aaron (biblische Person)|Aaron]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Kanzel]] im Stil der [[Renaissance]] ist mit [[Beschlagwerk]] reich verziert, ruht auf einer Säule mit [[Blattkapitell]] und wurde auf 1602 datiert. Gemälde mit Szenen und Figuren in [[Ädikula]]rahmung zeigen am Aufgang die [[Taufe Christi]] und das [[Pfingstwunder]], an der Kanzel die [[Evangelist (Neues Testament)|Evangelisten]] und in der Mitte [[Jesus Christus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine aus Eichenholz geschnitzte [[Marienbildnis|Sitzmadonna mit Kind]], die sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Madonna von Krien&amp;#039;&amp;#039;, die wahrscheinlich um 1320 in einer [[Lübeck]]er Werkstatt gefertigt worden war, galt seit dem [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] als verschollen. 1955 wurde sie bei Dachdeckerarbeiten über der Nordsakristei wiedergefunden.&amp;lt;ref&amp;gt;Zur Kriener Madonna siehe Burkhard Kunkel: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunst der lutherischen Kirchen im 16. Jahrhundert. Medien, Mitteldinge, Monumente – eine Geschichte der materiellen Kultur&amp;#039;&amp;#039;. Gebr. Mann Verlag, Berlin 2020, ISBN 978-3-7861-2848-9, S. 331.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Glocke stammt aus dem 15. Jahrhundert. An ihrem unteren Rand befinden sich Abdrücke von [[Brakteat]]en, die in [[Stralsund]] und [[Demmin]] geprägt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Orgel]] mit [[Neugotik|neugotischem]] [[Prospekt (Orgel)|Prospekt]] wurde im 19. Jahrhundert eingebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Taufstein ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Krien Taufstein Rückseite.JPG|miniatur|hochkant|Stern und großer Hahn auf der Rückseite des Steins]]&lt;br /&gt;
Beim Einbau einer Heizungsanlage wurde 1936 ein mit Ornamenten verzierter [[Granit]]block vor der südlichen Eingangspforte im Altarraum gefunden. Er befand sich in etwa zwei Meter Tiefe auf der Seite liegend, teilweise unter dem Fundament in Lehm eingebettet und wurde bei der Bergung beschädigt. Seit 1966 trägt der Stein die [[Taufschale]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Stein ist 77&amp;amp;nbsp;cm hoch und hat den Grundriss eines abgerundeten Rechtecks mit 55&amp;amp;nbsp;cm Länge und 36&amp;amp;nbsp;cm Breite. Auf der Oberseite befindet sich eine annähernd kreisrunde Mulde mit einem maximalen Durchmesser von 22&amp;amp;nbsp;cm und 8&amp;amp;nbsp;cm Tiefe. Eine 8&amp;amp;nbsp;cm lange und 4&amp;amp;nbsp;cm tiefe Kerbe, die oben 4&amp;amp;nbsp;cm breit ist und sich nach unten stark verjüngt, befindet sich 4&amp;amp;nbsp;cm neben der Mulde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Stein ist an den Seiten reliefartig behauen. Ein großes [[lateinisches Kreuz]] mit mehreren einander gegenüberstehenden Wülsten (Knospen) nimmt die eine Seite des Steins ein. Links vom Kreuz ist eine Weinrebe mit Trauben dargestellt. Beiderseits des Kreuzes befinden sich stilisierte Lilien. Ein Hahn steht auf der Spitze der einen Lilie. Ein größerer Hahn mit einem Stern ist auf der Rückseite zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Darstellungen auf dem Stein weisen diesen als romanischen Bildstein mit [[Christliche Symbolik|christlicher Symbolik]] aus. Die Darstellung des größeren Hahns gibt aber auch Anlass zur Vermutung, dass es sich ursprünglich um einen Kultstein der [[Slawen]] gehandelt haben könnte. Der frühere Kriener Pastor Walter Kusch stellte die These auf, dass der Bildstein zunächst den südlich der [[Peene]] ansässigen Slawen als Opferstein diente, bevor er im gegen Ende des 12. Jahrhunderts mit den christlichen Symbolen versehen und als Weihwasserbecken genutzt wurde. Seiner Ansicht nach deutet das tiefe Vergraben des Steins, das er auf die Zeit um 1300 datiert, darauf hin, dass die Bedeutung des Objekts für den heidnischen Glauben auch durch die Umwidmung nicht in Vergessenheit geriet.&amp;lt;ref&amp;gt;Zum Kriener Taufstein siehe Burkhard Kunkel: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunst der lutherischen Kirchen im 16. Jahrhundert. Medien, Mitteldinge, Monumente – eine Geschichte der materiellen Kultur&amp;#039;&amp;#039;. Gebr. Mann Verlag, Berlin 2020, S. 331.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein kleinerer Bildstein mit ähnlicher Symbolik befand sich ursprünglich im rund sechs Kilometer entfernten Dersewitz und kam im 20. Jahrhundert als Weihwasserstein ins [[Kulturhistorisches Museum Stralsund|Kulturhistorische Museum Stralsund]].&amp;lt;ref&amp;gt;Zum Dersewitzer Weihwasserstein siehe die Notiz von Burkhard Kunkel zu Katalog-Nr. 579 in: Christoph Stiegemann et al. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Credo. Christianisierung Europas im Mittelalter&amp;#039;&amp;#039;, Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Katalog&amp;#039;&amp;#039;. Imhof, Petersberg 2013, ISBN 978-3-86568-827-9, S. 629–631.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hugo Lemcke]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Bau- und Kunstdenkmäler des Regierungsbezirks Stettin.&amp;#039;&amp;#039; Heft 2: &amp;#039;&amp;#039;Der Kreis Anklam.&amp;#039;&amp;#039; Léon Saunier, Stettin 1899, S. 205–209.&lt;br /&gt;
* Jana Olschewski: &amp;#039;&amp;#039;Krien, ev. Kirche&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Vom Greifswalder Bodden bis zur Peene. Offene Kirchen II.&amp;#039;&amp;#039; Thomas Helms, Schwerin 2005, ISBN 3-935749-50-3, S. 39–40.&lt;br /&gt;
* {{Balt|N68|45|50|Walter Kusch|Ein merkwürdiger Taufstein}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{LBMV PPN|317500376}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=53.831132|EW=13.447528|type=landmark|region=DE-MV}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Krien, Kirche}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Backsteingotik in Mecklenburg-Vorpommern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude der Backsteingotik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude im Landkreis Vorpommern-Greifswald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude der Propstei Pasewalk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude der Kirchenprovinz Pommern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Saalkirche in Mecklenburg-Vorpommern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Krien|Kirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut im 13. Jahrhundert]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;M Huhn</name></author>
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