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	<title>Kirche Koserow - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T03:14:00Z</updated>
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		<title>imported&gt;InternetArchiveBot: InternetArchiveBot hat 1 Archivlink(s) ergänzt und 0 Link(s) als defekt/tot markiert.) #IABot (v2.0.9.5</title>
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		<updated>2025-12-07T19:55:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:InternetArchiveBot&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:InternetArchiveBot (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;InternetArchiveBot&lt;/a&gt; hat 1 Archivlink(s) ergänzt und 0 Link(s) als defekt/tot markiert.) #IABot (v2.0.9.5&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Kirche Koserow, außen.jpg|miniatur|Die Kirche in Koserow (2024)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kirche Koserow innen.jpg|miniatur|Innenraum (2024)]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kirche Koserow&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts ist die einzige mittelalterliche Kirche an der Außenküste der Insel [[Usedom]] im Seebad [[Koserow]] in [[Vorpommern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Kirche in Koserow gehört nach [[Kirche Liepe (Usedom)|Liepe]], [[Kirche Benz|Benz]] und [[Kirche Netzelkow|Netzelkow]] zu den ältesten Dorfkirchen der Insel, die am [[Achterwasser]] und im Innern der Insel Usedom gebaut wurden. Nicht alle Kirchen auf der Insel, so auch Koserow, wurden von den Klöstern gestiftet und errichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Dirk Schleinert: &amp;#039;&amp;#039;Klöster und Kirchen bis zur Reformation.&amp;#039;&amp;#039; 2005, S. 41–42.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Koserower Kirche ist somit die älteste Kirche an der Usedomer [[Ostsee]]küste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Koserower Kirche stand immer unter staatlichem Patronat. Sie war die ärmste aller Usedomer Kirchen. Zur Zeit der sparsamen Preußenkönige [[Friedrich Wilhelm I. (Preußen)|Friedrich Wilhelm I.]] und [[Friedrich II. (Preußen)|Friedrich der Große]] war die Koserower als einzige Inselkirche &amp;#039;&amp;#039;wegen notorischer Armut&amp;#039;&amp;#039; von bestimmten Abgaben befreit. Auch im 19. Jahrhundert wurde über ihren schlechten Zustand geklagt. Durchgreifende Reparaturen erfolgten zwischen 1875 und 1897. Dabei wurden die Langhaussüdwand teilweise und das Turmoberteil vollständig erneuert. Erst hundert Jahre später begann man wieder mit Reparaturen am äußeren Kirchenbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Baugeschichte ===&lt;br /&gt;
Ein Vorgängerbau der heutigen Kirche soll schon kurz vor oder nach 1300 als kleine [[Kapelle (Kirchenbau)|Feldsteinkapelle]] errichtet worden sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Robert Burkardt: &amp;#039;&amp;#039;Chronik der Insel Usedom.&amp;#039;&amp;#039; 1912, S. 120.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von diesem Bau, einem Kirchenschiff von einfacher Hausform, sind die sauber gequaderten Wände des [[Chor (Architektur)|Chors]] bis zum Fensteransatz noch erhalten. Wohl Anfang des 15. Jahrhunderts wurde das Gotteshaus nach Westen um das Schiff und den eingerückten Westturm erweitert.  Der Mauervorsprung an der Ostseite deutet auf ein höheres Dach hin. In mehreren Abschnitten massiv ausgeführt, erhielt der Turm seine heutige Gestalt. Im Mai 2015 wurden an der Westseite des Turms und der Südseite des Langhauses &amp;#039;&amp;#039;Schönheitsreparaturen&amp;#039;&amp;#039; durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Äußere ===&lt;br /&gt;
Das Mauerwerk besteht außer im westlichen Abschnitt des Chors im unteren Teil aus Feldstein, darüber aus Backstein. Im Chor ist das Feldsteinmauerwerk besonders regelmäßig (sogenannte Feldsteinquader) und reicht bis knapp zur Hälfte der Traufenhöhe, am Schiff ist es weniger als ein Drittel der Traufenhöhe, am Turm nur ein hoher Sockelbereich. Portal- und Fenstergewände sind ganz aus Backstein, überwiegend [[Formstein|Formziegeln]]. Das [[Satteldach]] des erhöhten Kirchturms und des Langhauses ist mit [[Dachziegel|Hohlpfannendachziegeln]] neuzeitlich eingedeckt worden. Auf dem Turmdach stehen beidseitig zwei [[Dachgaube|Schleppgauben]] mit Schallluken. An der Westseite vom Turmobergeschoss befindet sich über dem gestuften Spitzbogenportal eine [[Rosette (Ornamentik)|Fensterrosette]] in spitzbogigem Blendbogen mit dreifach gestuftem Gewände.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://kirche-auf-usedom.de/kirchen/ev-kirche-koserow/ |wayback=20181205003248 |text=Archivierte Kopie |archiv-bot=2025-12-07 19:55:47 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Westgiebel des Langhauses und der Ostgiebel des Chors sind mit Blendenschmuck aus Backsteinen versehen. Der Ostgiebel ist mit zwei durch einen [[Zahnfries]] als [[Deutsches Band]] getrennten horizontalen schmalen Putzblendenreihen verziert. Die Spitzbogenportale am nördlichen Langhaus sind vermauert, das spitzbogige Portal an der Südseite mit seinem profilierten und gestuften Gewände wurde im Mai 2015 erneuert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirche ist von einer gut gepflegten, vollständig umlaufenden Findlingsmauer umgeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Innere ===&lt;br /&gt;
Der Innenraum der Kirche hatte bis zum Ende des 19. Jahrhunderts eine schlichte Holzbalkendecke, deren letzter Balken am Westgiebel hinter der Orgel noch zu sehen ist. Bei der umfassenden Renovierung 1897 wurde die gerade Holzbalkendecke als vierseitig gebrochene Holztonne ausgebildet, die an einen umgekehrten Schiffsrumpf erinnert.&amp;lt;ref&amp;gt;Georg Dehio: &amp;#039;&amp;#039;Koserow.&amp;#039;&amp;#039; 2000, S. 287.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der [[Altarraum]] wurde neu gestaltet. Dabei wurden die südliche Holzempore im Chor entfernt, der innere Ostgiebel glatt hochgezogen und das Mittelfenster neu eingesetzt. Der [[Altar|Schnitzaltar]], das [[Kruzifix]], das [[Taufbecken]] und die [[Kanzel]] erhielten neue Plätze. Die [[Taufschale]] und der Altarleuchter sind Messingtreibarbeiten um 1650. Die Taufschale zeigt Eva, wie sie Adam den Apfel überreicht. Die Arme bilden mit dem Baum des Lebens ein Kreuz als Zeichen der Versöhnung. Südlich vom Altar liegt seit 1994 die [[Plastik (Kunst)|Plastik]] &amp;#039;&amp;#039;Lebensstrom&amp;#039;&amp;#039; von Otto Flath. Sie wurde 1936 in Ulme gearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Kronleuchter]] im Turm wurde von den Zempiner Fischern als Dank für einen überreichen Beifang im Achterwasser am 6. Januar 1900 gestiftet. Die Fenster wurden 2007 nach altem Vorbild erneuert. 2009 erfolgte eine umfassende Renovierung der Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Flügelaltar ====&lt;br /&gt;
Der in der Zeit vor 1500 gefertigte Schnitzaltar wurde 1955 restauriert, neu zusammengestellt und steht nun an der Ostwand im Chor. Sowohl die Schnitzfiguren als auch die außen angesetzten Tafelmalereien der Flügel-Rückwand sind von großer künstlerischer Qualität, so dass die Herkunft aus einer Lübecker Werkstatt angenommen werden kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Norbert Buske, Gerd Baier: &amp;#039;&amp;#039;Dorfkirchen in der Landeskirche Greifswald.&amp;#039;&amp;#039;1984, S. 192. Auch in &amp;#039;&amp;#039;Die Bau- und Kunstdenkmale in Mecklenburg-Vorpommern, Vorpommersche Küstenregion.&amp;#039;&amp;#039; 1995. Dort wird bei der Dorfkirche Koserow der Schnitzaltar einer Lübecker Werkstatt zugeschrieben. S. 318.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach neueren Erkenntnissen könnte der Altar auch aus der Werkstatt des Hochaltars der [[St.-Nikolai-Kirche (Stralsund)|Stralsunder Nikolaikirche]] stammen.&amp;lt;ref&amp;gt;Georg Dehio: &amp;#039;&amp;#039;Koserow, Lkr. Ostvorpommern.&amp;#039;&amp;#039; 2000, S. 287.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittelteil des [[Schrein]]s steht eine sehr ausdrucksstarke [[Kreuzigungsgruppe]] mit Maria und Johannes unter dem Kreuz Jesu. In den zugehörigen beidseitigen Kastenflügeln stehen übereinander je zwei Paare von [[Heilige]]n. Auf dem linken Seitenflügel sind oben [[Simon Petrus|Petrus]] und [[Paulus von Tarsus|Paulus]], unten [[Katharina von Alexandrien|Katharina]] und [[Barbara von Nikomedien|Barbara]] zu sehen. Petrus fehlt der Schlüssel und Katharina das Schwert. Zu Füßen Katharinas rauft sich der Kaiser, den sie im Glauben besiegt hat, den Bart. Im oberen Feld des rechten Seitenflügels steht eine heilige Märtyrerin neben einem Bischof. Darunter sind [[Anna selbdritt]] und [[Christophorus]] mit dem Jesuskind zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf beiden Außenflügeln sind in qualitätsvoller Malerei weibliche Heilige in zeitgenössischer Tracht unter Rankenwerk zu erkennen. Links sind [[Ursula von Köln|Ursula]] und [[Maria Magdalena]] mit dem Salbengefäß, rechts [[Margarete von Antiochia|Margarete]] und [[Agnes von Rom|Agnes]] mit dem Lamm zu sehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Norbert Buske, Gerd Baier: &amp;#039;&amp;#039;Koserow (Kr. Wolgast).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Dorfkirchen in der Landeskirche Greifswald.&amp;#039;&amp;#039; 1984, S. 192.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kruzifix ====&lt;br /&gt;
An der nördlichen Chorwand hängt über der [[Taufe]] ein ungewöhnlich großes spätgotisches hölzernes Kruzifix. Das aus Eiche gefertigte etwa 2,33 Meter große Stück wurde vermutlich um 1400 hergestellt. Faktisch ist seine Herkunft allerdings unbekannt. Ob es sich um eine schwedische Arbeit handelt, ist nicht sicher zu bestimmen.&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Hösel: &amp;#039;&amp;#039;Koserow, Kirche, mittelalterliches Kruzifix.&amp;#039;&amp;#039; 2008, S. 128.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die ungewöhnliche Gestaltung lässt vermuten, dass es sich hier um ein Echthaarkruzifix handeln könnte, denn auf der Kopfoberseite befinden sich elf kreisförmig angeordnete Löcher mit Resten von Holznägeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inselchronik berichtet, dass es der Sage nach von einem schwedischen Schiff stammen soll, welches vor über 500 Jahren an der Küste vor Koserow strandete. Koserower Fischer bargen es aus der Ostsee und brachten es in die Kirche.&amp;lt;ref&amp;gt;Hellmut Hannes: &amp;#039;&amp;#039;Mittelalterliche Dorfkirche auf der Insel Usedom.&amp;#039;&amp;#039; 1982, S. 40.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Volksmund]] wird es auch &amp;#039;&amp;#039;[[Vineta]]kreuz&amp;#039;&amp;#039; nach dem untergegangenen Vineta genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem schlechten Zustand, dem partiellen Verlust des rechten Fußes und Schäden durch Anobienbefall am [[Kruzifix|Korpus]] erfolgte 2007 durch Anja Gundermann aus Greifswald die Restaurierung des Kruzifixes. Unter der vorhandenen, recht phantasielosen Fassung konnte eine fast komplette barocke Farbigkeit mit auffällig dargestellten Wundmalen und Blutspuren freigelegt werden. Diese qualitätsvolle Farbfassung, welche den Eindruck des [[Martyrium]]s weiter steigerte, wurde nach Sicherung der geschädigten Holzsubstanz und weiteren Ergänzungen nun wieder sichtbar.&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Hösel: &amp;#039;&amp;#039;Koserow, Kirche, mittelalterliche Kruzifix.&amp;#039;&amp;#039; 2008, S. 129.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein modernes schmiedeeisernes &amp;#039;&amp;#039;Vineta-Symbol&amp;#039;&amp;#039; findet sich auch an der Kapelle in [[Zempin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Orgel ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Koserow Kirche 2010-08-02 007.JPG|mini|hochkant|Grüneberg-Orgel von 1897]]&lt;br /&gt;
Die [[Orgel]] auf der [[Empore|Westempore]] wurde 1897 durch den [[Stettin]]er Orgelbauer [[Barnim Grüneberg]] gebaut. Sie hat ein [[Manual (Musik)|Manual]], [[Pedal (Orgel)|Pedal]] und ursprünglich zehn [[Register (Orgel)|Register]]. Der neogotische [[Prospekt (Orgel)|Prospekt]] wird durch drei spitzbogige Pfeifenfelder geprägt. Das überhöhte Mittelfeld hat einen Giebel mit [[Dreipass]] und [[Kreuzblume]], die flankierenden Seitenfelder werden mit Zinnen und [[Fiale]]n bekrönt. Bei einer umfassenden Restaurierung 1977 durch die Firma Schuster aus [[Zittau]] wurde die Orgel auf vier Register im Pedal und sieben Register im Manual erweitert. Eine weitere Restaurierung erfolgte 1994 durch die [[Orgelbau- und Restaurierungswerkstatt Rainer Wolter]], die damals ihre Werkstatt noch in [[Zudar]] auf der Insel Rügen hatte. Im Zuge einer Restaurierung im Jahr 2012 wurde die ursprüngliche [[Disposition (Orgel)|Disposition]] durch den Mecklenburger Orgelbau [[Wolfgang Nußbücker]] aus [[Plau am See]] wiederhergestellt:&amp;lt;ref&amp;gt;Mecklenburger Orgelbau: [http://www.mecklenburger-orgelbau.de/Seite55.html &amp;#039;&amp;#039;Grüneberg-Orgel von 1897&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 15. Juni 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;0&amp;quot; cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;10&amp;quot; style=&amp;quot;border-collapse:collapse;&amp;quot;&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=2 | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;I Manual&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; C–f&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Bordun || 16′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Principal || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Salicional || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Gedakt || 8′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Octave || 4′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Flöte || 4′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Mixtur II–III&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{| border=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
| colspan=2 | &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pedal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; C–d&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Subbaß || 16′&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Violon || 8′&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Koppel (Orgel)|Koppeln]]:&amp;#039;&amp;#039; I/P&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Votivschiff ====&lt;br /&gt;
Das [[Votivschiff]] ist eine [[Fregatte]] von 107&amp;amp;nbsp;cm Länge, 16,5&amp;amp;nbsp;cm Breite und 101&amp;amp;nbsp;cm Höhe Anno 1823 von J. Labahn aus Ückeritz gebaut. &lt;br /&gt;
Im [[Schiffsmast|Großtopp]] eine weiße [[Flagge]] und an der [[Gaffeltakelung|Gaffel]] eine schwarz-weiße preußische Flagge mit dem [[Adler (Wappentier)|Adler]]. Nach mündlicher Überlieferung soll dieses Modell von einem oder mehreren Fischern aus Ückeritz nach glücklicher Rettung aus Seenot der Koserower Kirche 1823 gestiftet worden sein. Weitere Angaben liegen nicht vor, da die geschriebene Kirchenchronik erst 1833 beginnt und der Familienname Labahn in Ückeritz sehr zahlreich war.&amp;lt;ref&amp;gt;Brigitte Metz: &amp;#039;&amp;#039;Kirche Koserow.&amp;#039;&amp;#039; 2009, S. 67–68.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Instandsetzungen erfolgten 1936 durch den Koserower Lotsen Riedel und 1977 durch L. Tiefert aus Koserow. Nach schweren Schädigungen in den letzten Jahren durch Holzschädlinge wurde das Modell durch Kirchenbesucher aus [[Stade]], [[Büchen]] und [[Remshalden]] fachkundig und kostenlos saniert und hängt seit dem 14. Juni 2009 wieder in der Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Glocken ====&lt;br /&gt;
Das heutige Geläut der Kirche besteht aus der 1886 in Stettin durch den Glockengießer Voß umgegossene [[Glocke|Bronzeglocke]]. Eine größere Glocke wurde der Überlieferung nach im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] von durchziehenden Kroaten in kaiserlichen Diensten als Kriegsbeute mitgenommen. 1895 wurde sie bei Baggerarbeiten in der [[Swine]] gefunden, gehoben und in ein Museum nach Stettin gebracht, wo sie sich noch heute befinden soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 3. Juli 2011 konnte nach fast 400 Jahren wieder eine zweite Glocke eingeweiht werden. Davor wurde der [[Glockenstuhl]] erneuert und eine Läuteanlage installiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pastoren ==&lt;br /&gt;
1821–1827 [[Wilhelm Meinhold (Pfarrer, 1797)|Wilhelm Meinhold]], danach erhielt er die höher dotierte Pfarrstelle an der [[St.-Michael-Kirche (Krummin)]]. Während seiner Zeit in Koserow schrieb er 1826 sein erstes Buch &amp;#039;&amp;#039;Vermischte Gedichte&amp;#039;&amp;#039;. 1826 folgten &amp;#039;&amp;#039;Die Pfarrerstochter von Coserow&amp;#039;&amp;#039; und das religiöse Epos &amp;#039;&amp;#039;St. Otto, Bischof von Bamberg oder die Kreuzfahrt nach Pommern.&amp;#039;&amp;#039; Namen und Begebenheiten aus der Koserower Pastorenzeit um 1630 ergaben für Meinhold Motive, die er 1826 in seinem Roman &amp;#039;&amp;#039;Die Bernsteinhexe&amp;#039;&amp;#039; verarbeitet, der aber erst 1841 erschienen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Hellmut Hannes: &amp;#039;&amp;#039;Mittelalterliche Dorfkirchen auf der Insel Usedom.&amp;#039;&amp;#039; 1982, S. 40.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gemeinde ==&lt;br /&gt;
Die evangelische Kirchgemeinde gehört seit 2012 zur Propstei [[Pasewalk]] im [[Pommerscher Evangelischer Kirchenkreis|Pommerschen Evangelischen Kirchenkreis]] der [[Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland|Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland]]. Vorher gehörte sie zum [[Kirchenkreis Greifswald]] der [[Pommersche Evangelische Kirche|Pommerschen Evangelischen Kirche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Pfarramt Koserow gehören die Orte Koserow (mit Kirche), Kölpinsee, Loddin, Ückeritz, Zempin (mit Kirche), Neu Pudagla und Stubbenfelde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hellmut Hannes]]: &amp;#039;&amp;#039;Mittelalterliche Dorfkirchen auf der Insel Usedom.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg 1982, In: &amp;#039;&amp;#039;Baltische Studien.&amp;#039;&amp;#039; NF 68.&lt;br /&gt;
* [[Norbert Buske]], [[Gerd Baier]]: &amp;#039;&amp;#039;Dorfkirchen in der Landeskirche Greifswald.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1984, S. 121, 192.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Bau- und Kunstdenkmale in Mecklenburg-Vorpommern, Vorpommersche Küstenregion.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1995 (Hrsg.) Landesamt für Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern, ISBN 3-89487-222-5, S. 318–320.&lt;br /&gt;
* [[Georg Dehio]]: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler, Mecklenburg-Vorpommern.&amp;#039;&amp;#039; München, Berlin 2000, ISBN 3-422-03081-6, S. 287.&lt;br /&gt;
* [[Helge Bei der Wieden]], [[Roderich Schmidt]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch der historischen Stätten Deutschlands]].&amp;#039;&amp;#039; Band 12: &amp;#039;&amp;#039;Mecklenburg/Pommern&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 315). Kröner, Stuttgart 1996, ISBN 3-520-31501-7, S. 224.&lt;br /&gt;
* Frank Hösel: &amp;#039;&amp;#039;Koserow, Lkr. Ostvorpommern, Kirche, mittelalterliches Kruzifix.&amp;#039;&amp;#039; Schwerin 2008, In: &amp;#039;&amp;#039;KulturERBE in Mecklenburg und Vorpommern.&amp;#039;&amp;#039; Band 3 ISBN 978-3-935770-22-4, S. 128–129.&lt;br /&gt;
* [[Dirk Schleinert]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte der Insel Usedom.&amp;#039;&amp;#039; Rostock 2005, ISBN 3-356-01081-6.&lt;br /&gt;
* Brigitte Metz: &amp;#039;&amp;#039;Kirchen auf Usedom.&amp;#039;&amp;#039; Usedom 2009, ISBN 978-3-937040-23-3, S. 67–69.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
=== Ungedruckte Quellen ===&lt;br /&gt;
* Stadtarchiv Stralsund&lt;br /&gt;
** Handschriften, Nr. 15 Grundbesitz, Matrikeln und Steuern 1703–1707.&lt;br /&gt;
** Nachlässe, Nr. 75 Brigitte Metz, Nr. 42 Synode Usedom, Nr. 52 Kirchen auf Usedom.&lt;br /&gt;
* Landesarchiv Greifswald&lt;br /&gt;
** Postkartensammlung, Nr. 2.111 Koserow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Koserower Kirche}}&lt;br /&gt;
* [http://www.koserow.de/kirche.html Informationen zur Kirche auf www.koserow.de]&lt;br /&gt;
* [http://www.kirche-mv.de/Koserow.1136.0.html Informationen zur Kirche auf www.kirche-mv.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=54/02/52|EW=13/59/54.4|type=landmark|region=DE-MV}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Koserow, Kirche}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Feldsteinkirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk auf Usedom]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude im Landkreis Vorpommern-Greifswald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude der Propstei Pasewalk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude der Kirchenprovinz Pommern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Backsteingotik in Mecklenburg-Vorpommern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchengebäude der Backsteingotik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Koserow|Kirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Disposition einer Orgel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut im 13. Jahrhundert]]&lt;/div&gt;</summary>
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