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	<title>Kinothek - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; linkfix: &amp;#039;http://www.filmmusik.uni-kiel.de/kielerbeitraege4/KB4-Loll.pdf&amp;#039; --&amp;gt; &amp;#039;https://kbzf.publia.org/kbzf/article/view/194/172&amp;#039;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kinothek&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Kunstwort aus ‚[[Kino]]‘ und ‚[[Bibliothek]]‘) ist eine [[Anthologie]] mit Musikstücken für die Begleitung von [[Stummfilm]]en durch Kinomusiker. In ihr wurde [[Note (Musik)|Notenmaterial]] nach Kriterien des Musikcharakters sortiert zusammengefasst, das dann für die musikalische Illustration verschiedener Filme verwendet werden konnte.&amp;lt;ref&amp;gt;Robbert van der Lek: &amp;#039;&amp;#039;Filmmusikgeschichte in systematischer Darstellung. Ein Entwurf&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Archiv für Musikwissenschaft]].&amp;#039;&amp;#039; 44 (1987). S. 229.&amp;lt;/ref&amp;gt; Den Begriff ‚Kinothek‘ geprägt hat [[Giuseppe Becce]] mit seiner &amp;#039;&amp;#039;Kinobibliothek&amp;#039;&amp;#039; (später verkürzt zu &amp;#039;&amp;#039;Kinothek&amp;#039;&amp;#039;), einer mehrbändigen Sammlung von Musikstücken unterschiedlicher Stimmungen für typische Filmszenen, die er von 1919 bis 1929 veröffentlichte. Kinotheken sind Teil der frühen [[Filmmusik]]geschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einsatz ==&lt;br /&gt;
Neben den selteneren Fällen von speziell für einen einzelnen Film [[Komposition (Musik)|komponierter]] Musik und der häufigeren [[Improvisation (Musik)|Improvisation]] wurde für die Stummfilmbegleitung hauptsächlich auf vorhandene Musik zurückgegriffen. In jedem Fall hing die Qualität des Zusammenspiels von Film und Musik stark von der jeweiligen Musikwahl und dem Können der Musiker ab. Sowohl die sogenannten [[Cue Sheet (Filmmusik)|Cue Sheets]] als auch Kinotheken sollten dabei helfen, die Willkür in der musikalischen Begleitung einzudämmen und damit zugunsten der Wirtschaftlichkeit und des künstlerischen Anspruchs die Qualität der Filmvorführung anzuheben. Anders als Cue Sheets waren Kinotheken nicht für einen bestimmten Stummfilm konzipiert, sondern boten eine Auswahl an Stücken für verschiedene Filme an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in Kinotheken zusammengestellte Musik basiert oft auf [[Klassische Musik|klassischen]] Werken und erstreckt sich über viele Sparten wie [[Salonstück]]e, [[Potpourri (Musik)|Potpourris]], [[Fantasie (Kompositionsform)|Fantasien]], [[Paraphrase (Musik)|Opernparaphrasen]], [[Ouvertüre]]n, [[Marschmusik|Märsche]], [[Tanz|Tänze]]. Viele Sammlungen enthalten auch populäre Stücke und neue, für die Filmbegleitung vorgesehene Kompositionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allen diesen Stücken wurde eine [[Dramaturgie|dramaturgische]] Situation oder eine Stimmung zugewiesen, die in Filmen jener Zeit üblicherweise vorkommen konnte (Heiterkeit, Liebe, exotisches Ambiente, Verfolgungsjagd, Schwertkampf, Tod u.&amp;amp;nbsp;a.). So war es dem [[Dirigent]]en eines Kino-[[Orchester]]s, dem [[Pianist]]en oder einem anderen Musiker mithilfe von Kinotheken möglich, für einen bestimmten Film Musikstücke zu kombinieren, nachdem er einen Blick in den Film geworfen hatte, um abzuschätzen, was für Musik dazu passen könnte. Die damit einhergehende Standardisierung der begleitenden Musik wurde von einigen Zeitgenossen kritisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einflussreiche Kinotheken ==&lt;br /&gt;
Zwischen 1919 und 1929 gab Giuseppe Becce in der [[Robert Lienau Musikverlag|Schlesinger’schen Buch- und Musikalienhandlung]] in Berlin die Bände seiner &amp;#039;&amp;#039;Kinobibliothek&amp;#039;&amp;#039; beziehungsweise &amp;#039;&amp;#039;Kinothek&amp;#039;&amp;#039; heraus. Einige der darin enthaltenen Stücke waren von ihm eigens komponiert, die meisten jedoch bereits existierende, für den Zweck neu [[Arrangement|arrangierte]] Werke aus dem klassischen Repertoire. Für Notenunkundige nahm Becce zusätzlich eine Schallplatte mit den Musikstücken der Kinothek auf. Becces Anthologie zählt zu den bekanntesten Kinotheken, war jedoch nicht die erste und einzige derartige Publikation. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste amerikanische Filmmusik-Sammlung ist vermutlich Gregg A. Frelingers &amp;#039;&amp;#039;Motion Picture Piano Music: Descriptive Music To Fit the Action, Character or Scene of Moving Pictures&amp;#039;&amp;#039; (dt.: ‚Film-Klaviermusik: Deskriptive Musik passend zu Handlung, Charakter oder Szenen von Filmen‘) aus dem Jahr 1909.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wierzbicki 2009, S. 53&amp;quot;&amp;gt;James Eugene Wierzbicki: &amp;#039;&amp;#039;Film Music. A History&amp;#039;&amp;#039;. New York: Routledge / Taylor &amp;amp; Francis 2009. S. 53.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie enthält einfache Klavierstücke, die zum größten Teil originale Kompositionen sind, zum Teil [[Paraphrase (Musik)|Paraphrasierungen]] gängiger Lieder.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wierzbicki 2009, S. 53&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine besonders erfolgreiche und die frühe Stummfilmmusik der USA prägende amerikanische Kinothek ist die mehrbändige &amp;#039;&amp;#039;Sam Fox Moving Picture Music&amp;#039;&amp;#039; von [[John Stepan Zamecnik]]; ihr erster Band mit 25 kurzen, von Zamecnik für Klavier komponierten Stücken erschien 1913.&amp;lt;ref&amp;gt;Rodney Sauer:  {{Webarchiv | url=http://www.cinemaweb.com/silentfilm/bookshelf/21_bio_1.htm | wayback=20091028155222 | text=&amp;#039;&amp;#039;J.S. Zamecnik and Silent Film Music&amp;#039;&amp;#039;}}. In: David Pierce (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Silent Film Bookshelf&amp;#039;&amp;#039;, 1998, (englisch, Website zum Thema Stummfilm).&amp;lt;/ref&amp;gt; Im selben Jahr folgte Band zwei, ein Jahr später Band drei. Ebenfalls erfolgreich war die 1924 von [[Ernö Rapée]] herausgegebene Sammlung &amp;#039;&amp;#039;Motion Picture Moods&amp;#039;&amp;#039;. Sie beinhaltet bekannte klassische Werke von [[Edvard Grieg|Grieg]], [[Felix Mendelssohn Bartholdy|Mendelssohn]], Johann Strauss, [[Robert Schumann|Schumann]], [[Georges Bizet|Bizet]], [[Johannes Brahms|Brahms]] und [[Pjotr Iljitsch Tschaikowski|Tschaikowski]], des Weiteren volkstümliche Stücke, patriotische [[Air (Musik)|Airs]], [[Nationalhymne]]n, landesspezifische Lieder, [[Ballade_(Gedicht)#Ballade_in_der_Musik_des_19._und_20._Jahrhunderts|Balladen]] des 19. Jahrhunderts und eigens für das Kino komponierte Stücke unbekannterer Komponisten, wie etwa den &amp;#039;&amp;#039;Indian War-dance&amp;#039;&amp;#039; von Irénée Berge oder das &amp;#039;&amp;#039;Allegro Misterioso Nottorno&amp;#039;&amp;#039; von Gastón Borch.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.classicthemes.com/50sTVThemes/prodMusHistory.html &amp;#039;&amp;#039;The History of Production Music&amp;#039;&amp;#039;], 9. Februar 2009. Auf: [http://www.classicthemes.com/ classicthemes.com]. (Abgerufen am 24. Oktober 2010)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anhang ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kinotheken ===&lt;br /&gt;
* John Stepan Zamecnik: &amp;#039;&amp;#039;Sam Fox Moving Picture Music&amp;#039;&amp;#039;. Cleveland: Sam Fox Publishing. Mehrere Bände ab 1913.&lt;br /&gt;
* Giuseppe Becce (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kinothek. Neue Filmmusik&amp;#039;&amp;#039;. Berlin-Lichterfelde/Leipzig: Schlesinger’sche Buch- und Musikalienhandlung Robert Lienau 1919–1929. 6 Doppelbände.&lt;br /&gt;
* Ernö Rapée (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Motion Picture Moods For Pianists and Organists. A Rapid Reference Collection of Selected Pieces, Adapted to 52 Moods and Situations&amp;#039;&amp;#039;. New York: G. Schirmer 1924. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literatur ===&lt;br /&gt;
*Lek, Robbert van der: &amp;#039;&amp;#039;Filmmusikgeschichte in systematischer Darstellung. Ein Entwurf&amp;#039;&amp;#039;. In: Archiv für Musikwissenschaft 44 (1987). S. 216–239.&lt;br /&gt;
*Loll, Werner: &amp;#039;&amp;#039;Anmerkungen zur Geschichte und Praxis der Stummfilmmusik. Eine Einführung und Gedankensammlung&amp;#039;&amp;#039;. In: Kieler Beiträge zur Filmmusikforschung 4 (2010). S. 161–173. (Online als [https://kbzf.publia.org/kbzf/article/view/194/172 PDF], Größe: 736&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* Niehoff, Reiner: &amp;#039;&amp;#039;Vom schönen Stottern der Bilder. Zur Wiederentdeckung von Carl Froelichs Film „Richard Wagner“ (1913)&amp;#039;&amp;#039;. (Online auf [http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=18240] literaturkritik.de)&lt;br /&gt;
*Wierzbicki, James Eugene: &amp;#039;&amp;#039;Film Music. A History&amp;#039;&amp;#039;. New York: Routledge / Taylor &amp;amp; Francis 2009.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Filmmusik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthologie (Musik)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Besserw1sser RL</name></author>
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