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	<title>Kinnor - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T08:31:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kinnor&amp;diff=598744&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bertramz: wikilink, ref</title>
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		<updated>2025-02-06T12:12:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;wikilink, ref&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:AssyrianPrisonersLyresBritishMuseum.JPG|mini|Die wichtigste Bildquelle zur Form des Kinnor ist ein Relief aus [[Ninive]]: Einwohner der judäischen Stadt [[Lachisch]] werden im Jahr 701 v. Chr. in die Deportation geführt und müssen dazu auf dem Kinnor spielen ([[British Museum]])&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Thomas Staubli |Titel=Musik in biblischer Zeit |Hrsg=Bibel+Orient Museum |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag= |Ort=Fribourg |Datum=2007 |Seiten=20 |ISBN=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kinnor played before a king.jpg|mini|[[Megiddo]], ein Lyraspieler aus den Jahren 1350–1150 v. Chr., wurde von Gelehrten als wahrscheinlicher Kinnor identifiziert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=The New Grove Dictionary of Musical Instruments Volume 2: Kinnor |Datum=1984 |Verlag=MacMillan Press |Hrsg=Sadie Stanley |Autor= Jeremy Montagu |Ort=London |Seiten=432-433 |Zitat=[Im New Grove Dictionary of Musical Instruments lautet die Bildunterschrift wie folgt:] Kinnor played before a king: ivory plaque (1350-1150 BC) from Megiddo (Archaeological Museum, Jerusalem).}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Während der Eisenzeit war Megiddo eine Königsstadt im Königreich Israel.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kinnor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;kînôr&amp;#039;&amp;#039; ({{HeS|כִּנּוֹר }}, maskuliner Plural &amp;#039;&amp;#039;kinnorim&amp;#039;&amp;#039;, femininer Plural &amp;#039;&amp;#039;kinnoroth&amp;#039;&amp;#039;), ist ein altes [[Israeliten|israelitisches]], vorislamisches [[Zupfinstrument]], das mit der griechischen &amp;#039;&amp;#039;[[kithara]]&amp;#039;&amp;#039; verglichen oder gleichgesetzt und zu den [[Leier (Zupfinstrument)|Leiern]] (Jochlauten) gezählt wird. Die verbreitete Zuschreibung als &amp;#039;&amp;#039;Davids[[harfe]]&amp;#039;&amp;#039; des biblischen Königs [[David]] entspricht nicht dem andersartigen Instrumententyp der Leier, zu welchem der &amp;#039;&amp;#039;kinnor&amp;#039;&amp;#039; nach archäologischen Erkenntnissen zweifelsfrei gehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Kinnor&amp;#039;&amp;#039; kommt 42-mal im [[Altes Testament|Alten Testament]] vor. Den Namen für ein Musikinstrument und unterschiedliche Formen von Leiern gab es jedoch bereits lange vorher. Der älteste bekannte Text zu Musik stammt aus [[Ebla]] und wird auf etwa 2500 v. Chr. datiert. Die große [[Tontafel]] enthält in [[Keilschrift]] eine lexikalische Liste von Musikinstrumenten und anderen musikalischen Begriffen, darunter findet sich auch der [[Semitische Sprachen|semitische]] Name &amp;#039;&amp;#039;ki-na-ru&amp;#039;&amp;#039;. Ähnliche kleinere Tafeln aus dem 26. Jahrhundert v. Chr. sind aus den [[Mesopotamien|mesopotamischen]] Orten [[Šuruppak]] (Fara) und [[Abū Ṣalābīḫ]] bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Richard Dumbrill: {{Webarchiv|url=http://www.icobase.com/?p=184 |wayback=20120530095335 |text=&amp;#039;&amp;#039;MS 2340 IC200710:12.&amp;#039;&amp;#039;}} Icobase&amp;lt;/ref&amp;gt; Variationen des Wortes sind auf weiteren Tontafeln aus Ebla bis um 2300 v. Chr. zu lesen. Eine &amp;#039;&amp;#039;kinaru&amp;#039;&amp;#039; (Pl. &amp;#039;&amp;#039;kinaratim&amp;#039;&amp;#039;) genannte Leier wurde auf Tontafeln aus dem 18. Jahrhundert v. Chr. erwähnt, die im Palastarchiv von [[Mari (Stadt)|Mari]] entdeckt wurden. Im 14./13. Jahrhundert v. Chr. scheint das Instrument in [[Ugarit]] als heilig verehrt worden zu sein.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Leiern.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Ludwig Finscher]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Die Musik in Geschichte und Gegenwart]].&amp;#039;&amp;#039; Sachteil 5, 1996, Sp. 1016&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Konsonantenschreibung &amp;#039;&amp;#039;knr&amp;#039;&amp;#039; kommt sechsmal in ugaritischen Texten vor, als Gottheit und als Saiteninstrument. Die Namensgleichheit verweist auf die Verbindung von Opferkult und der Musik eines Instruments, dessen Ton für die Stimme Gottes gehalten wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Pieter W. Van Der Horst, Karel Van Der Toorn, Bob Becking: &amp;#039;&amp;#039;Dictionary of Deities and Demons in the Bible.&amp;#039;&amp;#039; Brill, Leiden 1999, S.&amp;amp;nbsp;488.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf dieselbe Wurzel &amp;#039;&amp;#039;knr&amp;#039;&amp;#039; geht der Name [[Kinyras]] des mythischen Königs von [[Zypern]] zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort &amp;#039;&amp;#039;kinnor&amp;#039;&amp;#039; findet sich ferner in den Namen von [[Phönizier|phönizischen]] und [[kanaan]]äischen Göttern, Herrschern und Ortsnamen: &amp;#039;&amp;#039;Kinyras, Kinnyras, Kuthar, Kinnaras oder Kinnaret&amp;#039;&amp;#039; (der [[See Genezareth]]), wobei &amp;#039;&amp;#039;kinnor&amp;#039;&amp;#039; auch von [[Sanskrit]] &amp;#039;&amp;#039;kinnara&amp;#039;&amp;#039; („tönen“) abgeleitet&amp;lt;ref&amp;gt;[[Friedrich Nork]]: &amp;#039;&amp;#039;Vollständiges Hebräisch-Chaldäisch-Rabbinisches Wörterbuch über das Alte Testament, die Thargumim, Midraschim und den Talmud.&amp;#039;&amp;#039; Grimma 1842, S. 325&amp;lt;/ref&amp;gt; und eine sprachliche Verwandtschaft zur mittelindischen Stabzither &amp;#039;&amp;#039;[[kinnari vina]]&amp;#039;&amp;#039; festgestellt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;C.&amp;amp;nbsp;R. Day: &amp;#039;&amp;#039;The Music and Musical Instruments of Southern India and the Deccan.&amp;#039;&amp;#039; Novello, Ewer &amp;amp; Co., London/New York 1891, Tafel IX (bei {{archive.org |musicmusicalinst00dayc |Blatt=}})&amp;lt;/ref&amp;gt;  &amp;#039;&amp;#039;Kunar&amp;#039;&amp;#039;, die Bezeichnung für „Lotosholz“, geht auf die ägyptische [[Neues Reich|18.–19. Dynastie]] zurück, als das semitische Fremdwort &amp;#039;&amp;#039;knwrw&amp;#039;&amp;#039; eine Leier bezeichnete.&amp;lt;ref&amp;gt;Joachim Braun, 1999, S. 39f&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Leier wird in arabischen Texten aus frühislamischer Zeit – überliefert ab dem 9. Jahrhundert – als &amp;#039;&amp;#039;al-kinnāra&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;kinnīra&amp;#039;&amp;#039; erwähnt,&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Poché: &amp;#039;&amp;#039;Kinnārāt.&amp;#039;&amp;#039; In: Laurence Libin (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Grove Dictionary of Musical Instruments.&amp;#039;&amp;#039; Band 3, Oxford University Press, Oxford/New York 2014, S. 165&amp;lt;/ref&amp;gt; war aber kaum verbreitet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans Hickmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Musik des Arabisch-Islamischen Bereichs.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Bertold Spuler]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch der Orientalistik]].&amp;#039;&amp;#039; 1. Abt. &amp;#039;&amp;#039;Der Nahe und der Mittlere Osten.&amp;#039;&amp;#039; Ergänzungsband IV. &amp;#039;&amp;#039;Orientalische Musik.&amp;#039;&amp;#039; E.J. Brill, Leiden/Köln 1970, S. 64&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funde ==&lt;br /&gt;
Nach Siegelfunden war im [[Geschichte Israels|alten Israel]] zu Beginn des 1. Jahrtausends v. Chr. eine Leier im Gebrauch, die einen rechteckigen [[Korpus (Musikinstrument)|Korpus]] mit symmetrisch abgehenden Jocharmen besaß. Ende des 8. Jahrhunderts wurde eine Bauform beliebt, deren sechs oder mehr parallele [[Saite]]n zwischen asymmetrischen Armen verliefen. Ob es sich bei den Abbildungen um &amp;#039;&amp;#039;kinnorim&amp;#039;&amp;#039; oder andere Leiern handelt, kann im Einzelfall strittig sein. Im Zusammenhang mit Blasinstrumenten sind Leiern nur äußerst selten dargestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Joachim Braun, 1999, S. 127&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Siegel von unbekannter Herkunft, von [[Nahman Avigad]] (1978) in das 7. Jahrhundert v. Chr. datiert,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Nahman Avigad]]: &amp;#039;&amp;#039;The King&amp;#039;s Daughter and the Lyre.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Israel Exploration Journal,&amp;#039;&amp;#039; Band 28, Nr. 3, 1978, S. 146–151&amp;lt;/ref&amp;gt; war laut der hebräischen Inschrift Eigentum der Königstochter Maadana und ist als [[Siegel der Maadana]] bekannt geworden.&amp;lt;ref&amp;gt;Philip J. King: &amp;#039;&amp;#039;Amos, Hosea, Micah. An Archaeological Commentary.&amp;#039;&amp;#039; Westminster Press, London 1988, S. 155, ISBN 978-0-664-24077-6&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Namensiegel zeigt eine asymmetrische Leier mit einwärts geschwungenen Seiten, zwölf Saiten und einer Rosette in der Mitte der Korpusdecke. Joachim Braun (1999) nennt etliche Ungereimtheiten, die an der Echtheit des Siegels zweifeln lassen. So sind aus der [[eisenzeit]]lichen Levante keine Leiern dieser Form, keine Leiern mit mehr als zehn Saiten und zu keiner Zeit Rosetten an Leiern bekannt. Außerdem widerspricht die Anordnung der Saiten der üblichen Spielhaltung.&amp;lt;ref&amp;gt;Joachi9m Braun, 1999, S. 129&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Siegel der Maadana wird heute von der Forschung mehrheitlich für eine moderne Fälschung gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Kinnorim&amp;#039;&amp;#039; sind auch auf Münzen des [[Bar-Kochba-Aufstand]]es abgebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kinnor in der biblischen und arabischen Tradition ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Egbert-Psalter, fol. 20v.jpg|miniatur|hochkant|König David aus dem [[Egbert-Psalter]] mit einer Leier. Buchmalerei um 980]]&lt;br /&gt;
Die Leier wird unter anderem in {{B|Gen|4,21}} erwähnt. Dort stammt der alttestamentliche [[Lamech]] in fünfter Generation von [[Kain]] ab. Der Sohn Lamechs mit seiner Frau [[Zilla (Bibel)|Zilla]] hieß [[Tubal-Kain]], er gilt nach biblischer und arabischer Tradition als der erste [[Schmied]]. Ein weiterer Sohn namens [[Jubal]] soll den &amp;#039;&amp;#039;kinnor&amp;#039;&amp;#039; erfunden haben. [[Naama (Bibel)|Naama]] war die Tochter der beiden. Über sie schreibt der Gelehrte [[Gregorius Bar-Hebraeus]] im 13. Jahrhundert, dass sie die anderen Frauen Singen, Tanzen und sich schön herzurichten gelehrt habe. Dies sind die besonderen Fähigkeiten der weiblichen Nachfahren Kains vom nomadischen Stamm der [[Keniter]]. In ihren Lagern wurde Wein getrunken, mit Flöten, Leiern und Trommeln Musik gemacht und fröhlich getanzt. Ganz anders die Nachfahren von [[Set (Bibel)|Seth]], dem dritten Sohn von [[Adam und Eva]]. Sie führten auf dem heiligen Berg sitzend für sich ein gottgefälliges Leben und beklagten die Unzucht und Schamlosigkeit, die bei den Kenitern herrschte. Es soll deren verführerischen Frauen durch das Spiel auf dem &amp;#039;&amp;#039;kinnor&amp;#039;&amp;#039; sogar gelungen sein, die Söhne Seths anzulocken. Die Geschichte findet sich als „Verführung des Teufels“ &amp;#039;&amp;#039;(Talbīs [[Iblis|Iblīs]])&amp;#039;&amp;#039; auch in der islamischen Tradition. Dort gilt Zilla (arabisch &amp;#039;&amp;#039;Ḍilāl&amp;#039;&amp;#039;) bei [[al-Mas&amp;#039;udi]] (um 895–957) als Erfinderin der Saiteninstrumente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu &amp;#039;&amp;#039;Kain&amp;#039;&amp;#039;, entsprechend arabisch &amp;#039;&amp;#039;qain&amp;#039;&amp;#039; aus der Konsonantenwurzel &amp;#039;&amp;#039;q-y-n&amp;#039;&amp;#039;, gehört die weibliche Form &amp;#039;&amp;#039;qaina&amp;#039;&amp;#039; (Pl. &amp;#039;&amp;#039;qiyān&amp;#039;&amp;#039;). Qaina war von vorislamischer Zeit über das islamische Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert ein Singmädchen, das auf Feiern vor den Gästen sang, musizierte und trinkfest, aber nicht prüde sein durfte. Die Nachfahren Kains stellen eine mythologische Verbindung von [[Schmied in der Kultur|Schmieden und Musik]] dar.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans Engel (Komponist)|Hans Engel]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Stellung des Musikers im arabisch-islamischen Raum.&amp;#039;&amp;#039; Verlag für systematische Musikwissenschaft, Bonn 1987, S. 234–236&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt erweist sich der &amp;#039;&amp;#039;kinnor&amp;#039;&amp;#039; im Alten Testament und in den nachbiblischen Traditionen als das Symbol professioneller Musiker und Sängerpoeten, die bei Festen, Gelagen und magischen Ritualen auftraten. Gleichzeitig besaß der &amp;#039;&amp;#039;kinnor&amp;#039;&amp;#039; eine rituelle Funktion beim Tempeldienst und der Überführung der israelitischen [[Bundeslade]].&amp;lt;ref&amp;gt;Joachim Braun, 1999, S. 40&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kinnor in der jüdischen Tradition ==&lt;br /&gt;
[[Datei:King David as Orpheus in a synagogue mosaic - Google Art Project.jpg|mini|hochkant|König David als Orpheus, Mosaik aus der spätantiken [[Synagoge von Gaza]].]]&lt;br /&gt;
[[Leviten]] spielten den &amp;#039;&amp;#039;kinnor&amp;#039;&amp;#039; beim musikalischen Vortrag von [[Psalm]]en im [[Jerusalemer Tempel]]. In der Bibel wird der &amp;#039;&amp;#039;kinnor&amp;#039;&amp;#039; 22-mal zusammen mit dem &amp;#039;&amp;#039;[[Nevel (Musik)|nevel]]&amp;#039;&amp;#039;, einer anderen, wohl etwas größeren Leier, erwähnt. Der &amp;#039;&amp;#039;nevel&amp;#039;&amp;#039; soll zwölf dicke Darmsaiten gehabt haben und wurde ab dem Ende des 6. Jahrhunderts v. Chr. im Jerusalemer Tempel eingesetzt. Der &amp;#039;&amp;#039;kinnor&amp;#039;&amp;#039; besaß nach unterschiedlichen nachbiblischen Angaben der [[Mischna]] sechs oder zehn, in jedem Fall weniger und dünnere (aus Vogeldärmen bestehende) Saiten als der &amp;#039;&amp;#039;nevel&amp;#039;&amp;#039;. Die Musiker schlugen den &amp;#039;&amp;#039;kinnor&amp;#039;&amp;#039; mit einem [[Plektrum]] an und den &amp;#039;&amp;#039;nevel&amp;#039;&amp;#039; mit den Händen. Beides waren in der [[Jüdische Musik|jüdischen Musiktradition]] Instrumente der Leviten, die als offizielle Tempelmusiker angestellt waren.&amp;lt;ref&amp;gt;Joachim Braun, 1999, S. 40, 45&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das im Tempel gespielte Instrument fertigte man nach dem jüdischen Historiker des 1. Jahrhunderts n. Chr. [[Flavius Josephus]] aus Elektron, womit vermutlich eine Legierung aus Gold und Silber gemeint war. Andererseits ließ König [[Salomo]] nach dem [[2. Buch der Chronik]] Musikinstrumente aus wohlriechendem [[Sandelholzbaum|Sandelholz]] anfertigen, das aus dem sagenhaften Land [[Ophir]] stammen sollte. Vielleicht diente das Metall zur Dekoration. Bei der Festveranstaltungen traten laut der Mischna mindestens zwölf Sänger und zwölf Instrumentalisten auf, von denen neun &amp;#039;&amp;#039;kinnor&amp;#039;&amp;#039;- und zwei &amp;#039;&amp;#039;nevel&amp;#039;&amp;#039;-Spieler sein mussten. Bei noch größeren Festen waren es sechs &amp;#039;&amp;#039;nevel&amp;#039;&amp;#039;- und beliebig weitere &amp;#039;&amp;#039;kinnor&amp;#039;&amp;#039;-Spieler. Josephus gibt tausend Jahre später stolze Zahlen für die Musiker an: In den Tempel sollen demnach 200.000 Sänger, 40.000 &amp;#039;&amp;#039;kinnor&amp;#039;&amp;#039;, 40.000 [[Sistrum|Sistren]] und 200.000 Trompeten und ihre Musiker gepasst haben.&amp;lt;ref&amp;gt; [[August Wilhelm Ambros]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Musik.&amp;#039;&amp;#039; Erster Band. Erstes Buch: &amp;#039;&amp;#039;Die Anfänge der Tonkunst.&amp;#039;&amp;#039; [[F. E. C. Leuckart Verlag|F.E.C. Leuckart]], Breslau 1862, S. 208 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Davidsharfe&amp;#039;&amp;#039; geht auf eine [[Legende]] zurück, wonach König [[David]], der niemals mit einem anderen Attribut als dem &amp;#039;&amp;#039;kinnor&amp;#039;&amp;#039; in den Händen abgebildet ist, ein solches Instrument als eine Art [[Äolsharfe|Windharfe]] über seinem Bett befestigt hatte. Jedes Mal um Mitternacht begann der Nordwind zu wehen und strich über die Saiten, worauf der König von einem wundersamen Geräusch erwachte, um bis zum Morgengrauen die [[Tora]] zu studieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Amnon Shiloah: &amp;#039;&amp;#039;Jewish Musical Traditions.&amp;#039;&amp;#039; (Jewish Folklore &amp;amp; Anthropology) Wayne State University Press, Detroit 1995, S. 43, 63 f., ISBN 978-0-8143-2235-2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Joachim Braun: &amp;#039;&amp;#039;Biblische Musikinstrumente.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Ludwig Finscher]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Die Musik in Geschichte und Gegenwart]].&amp;#039;&amp;#039; Sachteil Band 1, Bärenreiter, Kassel und Metzler, Stuttgart 1994, Sp. 1503–1537, hier Sp. 1516f.&lt;br /&gt;
* Joachim Braun: &amp;#039;&amp;#039;Die Musikkultur Altisraels/Palästinas: Studien zu archäologischen, schriftlichen und vergleichenden Quellen.&amp;#039;&amp;#039; (Veröffentlichungen des Max-Planck-Instituts für Geschichte). Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 1999, ISBN 978-3-525-53664-3.&lt;br /&gt;
* Bo Lawergren: &amp;#039;&amp;#039;Distinctions among Canaanite, Philistine, and Israelite Lyres, and Their Global Lyrical Contexts.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bulletin of the American Schools of Oriental Research,&amp;#039;&amp;#039; Nr. 309, Februar 1998, S. 41–68.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Leier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historisches Musikinstrument]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jüdische Musik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Feste und Brauchtum (Judentum)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bertramz</name></author>
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