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	<title>Kinine - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-29T16:29:37Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kinine&amp;diff=407603&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Benff: WL-Ziel gefettet</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kinine&amp;diff=407603&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-10-23T13:10:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;WL-Ziel gefettet&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kinine&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind zu den [[Gewebshormon]]en zählende biologisch aktive Oligo[[peptide]], sie werden von [[Kallikrein]] aus &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kininogenen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (inaktive Vorstufe von Kininen) freigesetzt. Das Kinin-Kallikrein-System oder einfach Kininsystem ist ein schlecht abgrenzbares System von [[Blut]]-[[Protein]]en, das eine Rolle bei [[Entzündung]], [[Blutdruck]]kontrolle, [[Blutgerinnung|Gerinnung]] und [[Schmerz]] spielt. Seine wichtigen Mediatoren [[Bradykinin]] und [[Kallidin]] sind [[Vasodilatator]]en und wirken auf viele Zelltypen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Physiologische Bedeutung ==&lt;br /&gt;
* Kinine sind möglicherweise für die Aktivität glattmuskulärer Organe zuständig.&lt;br /&gt;
* Sie regulieren die Gefäßweite und Gefäßdurchlässigkeit.&lt;br /&gt;
* Sie beeinflussen die Erregung sensibler Strukturen (Schmerzen).&lt;br /&gt;
* Sie sind an der Entstehung von Schock und Entzündung beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rolle bei der Erkrankung ==&lt;br /&gt;
Störungen des Kinin-Kallikrein-Systems bei Erkrankungen sind im Allgemeinen noch nicht ausreichend geklärt. Das System ist Gegenstand einer umfangreichen Forschung auf Grund seines Zusammenhangs mit den [[Entzündung]]s- und [[Blutdruck]]systemen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Das System wurde [[1909]] (Abelous &amp;amp; Bardier) entdeckt, als Forscher feststellten, dass eine Injektion mit [[Urin]] (mit hohem Kiningehalt) zu [[Hypotonie]] (niedriger Blutdruck) führte. Die Forscher Emil Karl Frey, Heinrich Kraut und Eugen Werle entdeckten [[hochmolekulares Kininogen]] im Urin etwa [[1930]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mitglieder ==&lt;br /&gt;
Das System besteht aus einer Reihe großer Proteine, einigen kleinen [[Polypeptid]]en und einer Gruppe von [[Enzyme]]n, die die Substanzen aktivieren und deaktivieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Kinine sind bekannt&lt;br /&gt;
:* [[Bradykinin]]&lt;br /&gt;
:* [[Lysylbradykinin]]&lt;br /&gt;
:* [[Harnkinin]]&lt;br /&gt;
:* Neurokinin&lt;br /&gt;
:* [[Kolostkinin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Proteine ===&lt;br /&gt;
[[Hochmolekulares Kininogen]] (HMW-Kininogen) und [[niedermolekulares Kininogen]] (LMW-Kininogen) sind Vorläufer der Polypeptide. Sie weisen per se eine Wirkung auf.&lt;br /&gt;
* HMW-Kininogen wird von der [[Leber]] zusammen mit Präkallikrein (siehe unten) gebildet. Es wirkt hauptsächlich als Kofaktor auf Gerinnung und Entzündung und hat keine [[intrinsisch]]e katalytische Wirkung.&lt;br /&gt;
* LMW-Kininogen wird lokal von zahlreichen Geweben gebildet und zusammen mit Gewebekallikrein sezerniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Polypeptide ===&lt;br /&gt;
* [[Bradykinin]] (BK), das am B2-Rezeptor und geringfügig auch am B1-Rezeptor wirkt, wird produziert, wenn Kallikrein es aus HMW-Kininogen freisetzt. Es ist ein [[Nonapeptid]] mit der [[Aminosäure]]-Sequenz Arg-Pro-Pro-Gly-Phe-Ser-Pro-Phe-Arg.&lt;br /&gt;
* [[Kallidin]] (KD) wird durch Gewebekallikrein aus LMW-Kininogen freigesetzt. Es ist ein [[Peptid|Decapeptid]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Enzyme ==&lt;br /&gt;
* [[Kallikrein]]e (Gewebe- und Plasmakallikrein) sind [[Serinprotease]]n, die Kinine (BK und KD) aus Kininogenen freisetzen. Präkallikrein ist der Vorläufer von Plasmakallikrein. Es kann Kinine erst aktivieren, nachdem es selbst durch [[Faktor XII]] oder andere Stimuli aktiviert wurde.&lt;br /&gt;
* [[Carboxypeptidase]]n liegen in zwei Formen vor: N zirkuliert und M ist membrangebunden. Sie entfernen Arginin-Reste am Carboxy-terminalen Ende von BK und KD.&lt;br /&gt;
* [[Angiotensin Converting Enzyme]] (ACE), auch als &amp;#039;&amp;#039;Kininase II&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet, inaktiviert eine Reihe von Peptid-Mediatoren, einschließlich Bradykinin. Es ist besser bekannt wegen der Aktivierung von [[Angiotensin]].&lt;br /&gt;
* [[Neutrale Endopeptidase]] deaktiviert ebenfalls Kinine und andere Mediatoren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pharmakologie ==&lt;br /&gt;
Die Hemmung von ACE mit [[ACE-Hemmer]]n führt zu einer Abnahme von Angiotensin (einem [[Vasokonstriktor]]), aber auch zu einer Zunahme von Bradykinin auf Grund eines reduzierten Abbaus. Dies erklärt, warum manche Patienten unter der Therapie mit ACE-Hemmern einen trockenen [[Husten]] entwickeln, und manche mit einem [[Angioödem]] reagieren, einer gefährlichen Schwellung des Kopf- und Halsbereichs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt Hypothesen, wonach viele der günstigen Wirkungen von ACE-Hemmern auf ihrer Beeinflussung des Kinin-Kallikrein-Systems beruhen. Dies beinhaltet ihre Wirkungen bei [[Arterielle Hypertonie|arterieller Hypertonie]], beim [[Kardiales Remodeling|ventrikulären Remodeling]] (nach einem Myokardinfarkt) und möglicherweise bei [[Diabetische Nephropathie|diabetischer Nephropathie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abbau und Synthese von Kininen ==&lt;br /&gt;
* Abbau:&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kininfreisetzung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird durch [[Aprotinin]]&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. etwa &amp;#039;&amp;#039;Proteinaseninhibition verringert die Häufigkeit postoperativer Komplikationen. Trasylol schützt den Patienten vor den Folgen von Hypoxie und Acidose.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Anaesthesist.&amp;#039;&amp;#039; Band 33, Heft 1, Januar 1984, S. A 17 (Anzeige von Bayer Leverkusen).&amp;lt;/ref&amp;gt; gehemmt.&lt;br /&gt;
* körperliche Synthese:&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kinin&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird proteolytisch durch Abbau von [[Bradykinin]], zu anderen Kininen (durch Kininase II) metabolisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* J. E. Abelous, E. Bardier: &amp;#039;&amp;#039;Les substances hypotensives de l&amp;#039;urine humaine normale.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;CR Soc Biol.&amp;#039;&amp;#039; Band 66, 1909, S. 511–520.&lt;br /&gt;
* A. Dendorfer, S. Wolfrum, P. Dominiak: &amp;#039;&amp;#039;Pharmacology and cardiovascular implications of the kinin-kallikrein system.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Jpn J Pharmacol]].&amp;#039;&amp;#039; Band 79, 1999, S. 403–426. PMID 10361880.&lt;br /&gt;
* H. Kraut, E. K. Frey, E. Werle: &amp;#039;&amp;#039;Der Nachweis eines Kreislaufhormon in der Pankreasdrüse.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Hoppe Seylers Z Physiol Chem]].&amp;#039;&amp;#039; Band 189, 1930, S. 97–106.&lt;br /&gt;
* R. A. Skidgel, F. Alhenc-Gelas, W. B. Campbell: &amp;#039;&amp;#039;Relation of cardiovascular signaling by kinins and products of similar converning enzyme systems; prologue: kinins and related systems. New life for old discoveries.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Am J Physiol Heart Circ Physiol.&amp;#039;&amp;#039; Band 284, 2003, S. H1886–H1891. PMID 12742820.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hormon]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stoffgruppe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oligopeptid| Kinine]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Benff</name></author>
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