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	<title>Kinetheodolit - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T00:34:23Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kinetheodolit&amp;diff=1103141&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;OS: Linkfix</title>
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		<updated>2024-02-24T12:50:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Linkfix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kinetheodolit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (vereinzelt auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kinotheodolit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) werden große, für die [[Nachführung|nachgeführte]] Messung zu rasch bewegten [[Hochziel]]en entwickelte [[Theodolit]]e bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Two members of the Auxiliary Territorial Service (ATS) check the accuracy of anti-aircraft fire from a gun battery during the Second World War. H5122.jpg|mini|rechts|Zwei [[Auxiliary Territorial Service|ATS-Helferinnen]], die eingeteilt wurden, um mit einem Kinetheodolit Flugabwehrfeuer im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] zu beobachten.]]&lt;br /&gt;
Erste Prototypen entstanden bereits vor dem Zweiten Weltkrieg zur Steuerung der [[Flugabwehr]] und teilweise als [[motorisierter Theodolit]]. Weiterentwickelt unter den [[Auspizien#Redewendung|Auspizien]] der [[Robotik]] (siehe auch [[Erwin Gigas]]) dienten sie bald zur genauen Bahnvermessung für die [[Ballistik]] von hohen Flugkörpern, vereinzelt auch für die Erdmessung mittels [[Stellartriangulation]]. Einen großen Entwicklungsschub erhielten sie einige Jahre vor dem praktischen Beginn der [[Raumfahrt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den ersten auch für die präzise [[Satellitengeodäsie]] geeigneten Kinetheodolit baute zu Beginn der [[1950er]] Jahre die optisch-feinmechanische Firma [[Askania (1871)|Askania]] in Berlin, die als unabhängiges Unternehmen bis in die 1980er bestand. Etwas später folgte die schweizerische, im Bereich der Zeichenautomaten tätige Firma [[Contraves]], deren Spezialtheodolite teilweise bis heute im Einsatz sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese beiden bekanntesten Instrumente erlauben eine genaue [[Bahnbestimmung]] von ballistischen [[Flugkörper]]n (Raketen, Abwurf- und Raketentests) sowie von [[Ballonsonde (Messinstrument)|Ballonsonde]]n (Wetter- und andere Ballonaufstiege) und natürlich von [[Satellit (Raumfahrt)|künstlichen Erdsatelliten]], indem zwei Beobachter – jeder an einem eigenen [[Okular]]  – den Flugkörper in [[Azimut]] beziehungsweise in [[Höhenwinkel]] beobachten und am jeweiligen [[Fadennetz|Messfaden]] halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die genaue [[Registriermikrometer|Registrierung]] der gemessenen Winkel erfolgt automatisch, ebenso wie die zugehörige [[Zeitmessung]] (deren Genauigkeit bereits um 1960 die [[Millisekunde]] deutlich unterschritt). Beide Messgeräte sind sowohl im Unterbau als auch im Messteil sehr massiv gebaut (Gewicht &amp;lt;!-- von Geof Aug.2007 geschätzt --&amp;gt; über 100&amp;amp;nbsp;kg), wobei die zwei Beobachter auf einer gemeinsamen und drehbaren, [[lafette]]nartigen Vorrichtung sitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Moderne Anwendungen ==&lt;br /&gt;
Ein ähnliches, aber wesentlich kleineres Instrument ist (beziehungsweise war) das [[Moonwatch]] [[Apogee-Teleskop|Apogee]], das allerdings für den Einsatz mit einem Beobachter ausgelegt ist: der Unterbau stellt eine theodolitähnliche, aber sehr massive [[Altazimut]]-Montierung dar, die ein etwa 70&amp;amp;nbsp;cm langes, sehr lichtstarkes [[Fernrohr]] trägt (freie Öffnung etwa 15&amp;amp;nbsp;cm, Vergrößerung 20-fach). Die [[Teilkreis]]e sind nicht in Grad, sondern in [[Artilleristischer Strich|mil]] geteilt (das Gerät wurde ursprünglich für das US-Militär entwickelt), und die Beobachtung der Satelliten erfolgt wie bei einem [[Sterndurchgang]] durch ein vertikales Fadennetz. Da es bei [[Winkelgeschwindigkeit]]en zwischen 0,1° und 3° pro Sekunde, wie sie bei erdnahen Satelliten auftreten, praktisch unmöglich ist, als Einzelbeobachter eine Zielung genau im Fadennetz zu erreichen, wird die Abweichung an einer 5&amp;#039;- oder 10&amp;#039;-Skala direkt im [[Fernrohr#Gesichtsfeld im Fernrohr|Gesichtsfeld]] gemessen und zum abgelesenen Höhenwinkel addiert beziehungsweise subtrahiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sowohl die Apogee- als auch die Kinetheodolite wurden im Zuge der technischen Entwicklung ab etwa 1965 an den Rand gedrängt und um 1975 großteils außer Dienst gestellt. Die doch sehr personalintensiven Messungen, die insbesondere für fotografisch kaum schaffbare Durchgangsmessungen in der [[Dämmerung]] beziehungsweise von sehr schnell ablaufenden [[Wiedereintritt|Reentry]]-Phänomenen eine große Rolle spielten, werden heute teilweise durch Verfahren der [[Funkpeilung|Funkortung]], teilweise durch auf [[CCD-Sensor|CCD]] umgerüstete [[Satellitenkamera]]s durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Zusammenhang mit schwer beobachtbaren Flugkörpern entstanden auch [[Forschungsprojekt]]e zur Erfassung des [[Weltraummüll]]s, der heute viele hundert „tote“ Satelliten und weit über 5.000 andere umlaufende Körper beziehungsweise Bauteile über 10&amp;amp;nbsp;cm Größe umfassen dürfte. Spezielle Suchprogramme, die seinerzeit mit Kinetheodoliten oder im Moonwatch- und [[Apogee-Teleskop|Apogee]]-Programm von NASA und [[Smithsonian Astrophysical Observatory]] (SAO) starteten, wurden ab 1995 für [[CCD-Sensor|CCD]]-Kameras weiterentwickelt, unter anderem an der [[TU Wien]], der [[Universität Bern]], bei der deutschen [[Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt|DLR]] und an einigen [[Forschungsinstitut]]en der USA und Russlands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[motorisierter Theodolit]], [[Gigas-Theodolit]]&lt;br /&gt;
* [[Baker-Nunn-Kamera]], [[BC-4]]-Satellitenkamera&lt;br /&gt;
* [[Äquatoriale Montierung|Äquatoriale Nachführung]] von astronomischen Fernrohren und [[Astrograf]]en&lt;br /&gt;
* [[Registriermikrometer]] (unpersönliches Mikrometer), [[Zielmarke]]&lt;br /&gt;
* [[Tachymeter (Geodäsie)|Tachymeter]]theodolit, [[automatische Zielerfassung]] (ATR, engl. &amp;#039;&amp;#039;automatic target recognition&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* [[Zielmarke]], [[Planimeter]], [[Pantograf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Fritz Deumlich]], Rudolf Staiger: &amp;#039;&amp;#039;Instrumentenkunde der Vermessungstechnik.&amp;#039;&amp;#039; 9., völlig neu bearbeitete und erw. Auflage. Wichmann, Heidelberg 2002, ISBN 3-87907-305-8, S. 204: &amp;#039;&amp;#039;Kinotheodolit&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* Gerhard H. R. Reisig: &amp;#039;&amp;#039;Raketenforschung in Deutschland. Wie die Menschen das All eroberten.&amp;#039;&amp;#039; Mit einem Vorwort von Lothar Otto. Wissenschaft-und-Technik-Verlag, Berlin 1998, ISBN 3-89685-506-9, S. 271ff.: Kapitel VI.7.2.3.1, &amp;#039;&amp;#039;Die Kinotheodolit-Meßbasis.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Erwin Gigas]]: &amp;#039;&amp;#039;Physikalisch-geodätische Messverfahren&amp;#039;&amp;#039;, Dümmler-Verlag, Bonn 1966 (502 Seiten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geodätisches Instrument]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Satellitenbeobachtung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theodolit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ballistik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Robotik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Raketentechnik]]&lt;/div&gt;</summary>
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