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	<title>Kindfrau - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kindfrau&amp;diff=601916&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Derkoenig: lf nach Verschiebung</title>
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		<updated>2026-03-05T22:42:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;lf nach Verschiebung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Audrey Hepburn in 1966.jpg|mini|Viele Filmhistoriker sind sich darüber einig, dass [[Audrey Hepburn]] in den meisten ihrer Rollen Kindfrauen verkörpert hat&amp;lt;ref name=&amp;quot;fluk&amp;quot; /&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kindfrau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{frS|femme-enfant}}) ist eine [[Figur (Fiktion)|Frauenfigur]] in Kunst, Film und Literatur, die zwar kein Kind mehr ist, an der sich aber charakteristische Merkmale von Kindlichkeit aufweisen lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Mareike Börner |Titel=Mädchenknospe – Spiegelkindlein. Die Kindfrau im Werk Theodor Storms |Verlag=Königshausen &amp;amp; Neumann |Ort=Würzburg |Datum=2009 |ISBN=978-3-8260-4125-9 |Seiten=17f |Online={{Google Buch |BuchID=I-mtxr7keV0C |Seite=17}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Während die ostentative Kindlichkeit in manchen Fällen [[Verführung|verführt]], dient sie in anderen im Gegenteil der Entsexualisierung – insbesondere, um einem gefährdeten, z.&amp;amp;nbsp;B. von einer [[Femme fatale]] verführten männlichen Protagonisten eine geschwisterähnliche Bindung bieten zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.linternaute.fr/dictionnaire/fr/definition/femme-enfant/ |titel=femme-enfant |werk=linternaute.fr |abruf=2023-06-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Claudia Gremler |Titel=„Fern im dänischen Norden ein Bruder“. Thomas Mann und Herman Bang. Eine literarische Spurensuche |Verlag=Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht |Ort=Göttingen |Datum=2003 |ISBN=3-525-20593-7 |Seiten=275 |Online={{Google Buch |BuchID=jv_DBCUEuDkC |Seite=275}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Beispiel für eine verführerische Kindfrau ist Lulu in [[Frank Wedekind]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Erdgeist (Wedekind)|Erdgeist]]&amp;#039;&amp;#039;, während [[Thomas Mann]] mit Imma Spoelmann in &amp;#039;&amp;#039;[[Königliche Hoheit (Roman)|Königliche Hoheit]]&amp;#039;&amp;#039; ein Beispiel für eine betont asexuelle und unbedrohliche Kindfrau geschaffen hat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Madeleine Diederich |url=https://core.ac.uk/download/pdf/11583266.pdf |titel=Die Inszenierung der Kindfrau in Wedekinds LULU-Dramen. Untersuchungen zur Urfassung und ihrer szenischen Umsetzung durch Peter Zadek |werk=core.ac.uk |datum=2008 |format=PDF |abruf=2023-06-19 |kommentar=Magisterarbeit, Wien}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Claudia Gremler |Titel=„Fern im dänischen Norden ein Bruder“. Thomas Mann und Herman Bang. Eine literarische Spurensuche |Verlag=Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht |Ort=Göttingen |Datum=2003 |ISBN=3-525-20593-7 |Seiten=245 |Online={{Google Buch |BuchID=jv_DBCUEuDkC |Seite=245}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die österreichische Erziehungswissenschaftlerin Andrea Bramberger, von der die bis heute wichtigste Monografie zum Thema stammt, schrieb im Vorwort:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=KindFrauen sind weibliche Wesen, die verführerisch und unschuldig, erwachsen und kindlich zugleich sind. Als solche existieren sie nicht genuin, sondern ausschließlich als Projektionen des Begehrens jener Männer, die sie als KindFrauen ersinnen, ersehnen und erschaffen. Sie sind Kunstfiguren, an denen sich Vorstellungen von Weiblichkeit und Kindlichkeit übereinander legen.&lt;br /&gt;
 |Autor=Andrea Bramberger&lt;br /&gt;
 |Quelle=Die Kindfrau, Vorwort}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kindfrau ist meist eine liebenswerte Figur, deren Anziehungskraft darin besteht, dass sie neben manchen kindlichen Eigenschaften auch den [[Charme]] eines Kindes hat: Sie besitzt eine gewisse Reinheit und Unschuld, sie ist emotional (also wenig steif und selbstbeherrscht), spontan, freudvoll, unverblümt, ehrlich, verspielt und spitzbübisch.&amp;lt;ref name=&amp;quot;cf&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://cremefrenchdotcom.wordpress.com/2015/03/17/the-french-woman-is-a-femme-enfant/ |titel=The French Woman is a Femme-enfant |werk=cremefrenchdotcom.wordpress.com |datum=2015-03-17 |abruf=2023-06-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsabgrenzung ==&lt;br /&gt;
Eine fiktionale Figur, von der die Kindfrau unterschieden werden muss, ist die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lolita&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Während die Kindfrau eine Erwachsene ist, die als kindlich wahrgenommene Züge aufweist, bezeichnet der Ausdruck „Lolita“ umgekehrt ein weibliches Kind, das stark verfrüht als verführerisch wahrgenommen wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;fluk&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://filmlexikon.uni-kiel.de/doku.php/k:kindfrau-946 |titel=Kindfrau |werk=filmlexikon.uni-kiel.de |abruf=2023-06-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.merriam-webster.com/dictionary/Lolita |titel=Lolita |werk=merriam-webster.com |abruf=2023-06-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Lolita&amp;#039;&amp;#039; hat seinen Ursprung im 1955 erschienenen [[Lolita (Roman)|gleichnamigen Roman]] von [[Vladimir Nabokov]], in dem sich der [[Pädophilie|pädophile]] [[Protagonist]] in die 12-jährige Lolita verliebt. Ironischerweise ist diese namengebende Figur gerade &amp;#039;&amp;#039;keine&amp;#039;&amp;#039; Lolita-Figur, denn Nabokov lässt nur den [[Unzuverlässiges Erzählen|unzuverlässigen Erzähler]] in ihr sexuelle Provokation sehen, während sich für die Leser im Handlungsverlauf klar herausstellt, dass Lolita ein missverstandenes und missbrauchtes Kind ist. Ein einschlägigeres Beispiel bilden die [[Lolicon]]-Figuren in japanischen [[Hentai]], [[Anime]] und [[Manga]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zweites kulturelles Stereotyp, von dem die Kindfrau unterschieden werden muss, ist der „[[Bimbo (englischer Slang)|Bimbo]]“: eine einfältige Frauenfigur mit Sex-Appeal.&amp;lt;ref name=&amp;quot;cf&amp;quot; /&amp;gt; Beispiele wie die Charaktere, die [[Marilyn Monroe]] gespielt hat, zeigen allerdings, dass der Übergang zwischen beiden Typen unklar, fließend oder von der Wahrnehmung des Betrachters abhängig sein kann.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.lemonde.fr/archives/article/1987/09/13/la-femme-enfant_4041763_1819218.html |titel=La femme-enfant |werk=[[Le Monde]] |datum=1987-09-13 |abruf=2023-06-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ariane Nicolas |url=https://www.francetvinfo.fr/culture/cinema/marilyn-monroe-le-mythe-se-delite_126567.html |titel=Marilyn Monroe, le mythe se délite |datum=2012-08-06 |abruf=2023-06-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://nationalpost.com/entertainment/celebrity/marilyn-monroe-not-just-a-blonde-bimbo |titel=Hollywood moguls dismissed Marilyn Monroe as a blonde bimbo |werk=nationalpost.com |datum=2015-06-06 |abruf=2023-06-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Victoria Pochapska |url=https://movieweb.com/marilyn-monroe-and-audrey-hepburn-blonde-brunette/ |titel=How Marilyn Monroe and Audrey Hepburn Represented Two Types of Femininity to Hollywood |werk=movieweb.com |datum=2022-07-31 |abruf=2023-06-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie sich an literarischen Arbeiten wie [[Gerhart Hauptmann]]s Novelle &amp;#039;&amp;#039;[[Der Ketzer von Soana]]&amp;#039;&amp;#039; (1918) und [[Marguerite Duras]]’ Roman &amp;#039;&amp;#039;[[Der Liebhaber (Roman)|Der Liebhaber]]&amp;#039;&amp;#039; (1984) oder an Filmen wie &amp;#039;&amp;#039;[[Die blaue Lagune (1980)|Die blaue Lagune]]&amp;#039;&amp;#039; (USA, 1980) zeigen lässt, genügt keineswegs jede [[Adoleszenz|adoleszente]] weibliche Figur, die sexuell aktiv ist oder als Liebesinteresse einer anderen Figur dargestellt wird, den Definitionskriterien für eine Lolita-Figur oder eine Kindfrau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakteristisch für Kindfrau-Figuren im Sinne oder oben genannten Definition ist, dass ihre Kindlichkeit und Naivität in dem literarischen oder filmischen Werk, in dem sie erscheinen, nicht kritisch hinterfragt wird. Zu unterscheiden sind Kindfrauen insofern auch von Figuren wie [[Henrik Ibsen]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Nora oder Ein Puppenheim|Nora]]&amp;#039;&amp;#039; (1879),  [[Theodor Fontane]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Effi Briest]]&amp;#039;&amp;#039; (1894/1895) oder Baby Doll Meighan in [[Elia Kazan]]s [[Tennessee Williams|Tennessee-Williams]]-Adaption &amp;#039;&amp;#039;[[Baby Doll – Begehre nicht des anderen Weib|Baby Doll]]&amp;#039;&amp;#039; (USA, 1956). Diese Arbeiten feiern nicht die Niedlichkeit oder den Sex-Appeal ihrer Titelfigur, sondern arbeiten die Tragik der Verzögerung ihrer Reife heraus und werben für Empathie mit der missverstandenen, missbrauchten jungen Frau.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Stefan Neuhaus |Titel=Effi Briest. Handbuch |Verlag=J. B. Metzler |Ort=Berlin |Datum=2019 |ISBN=978-3-476-04873-8 |Seiten=199 |Online={{Google Buch |BuchID=g5GzDwAAQBAJ |Seite=199}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Imke Barfknecht, Levana Oesting, Fritz Hubertus Vaziri, Hans-Georg Wendland |Titel=Fontanes „femmes fragiles“. Effi Briest, Cécile und Frau Jenny Treibel |Verlag=ScienceFactory |Ort=Norderstedt |Datum=2013 |Seiten=12 |Online={{Google Buch |BuchID=7TSwAQAAQBAJ |Seite=12}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://leeraloo.wordpress.com/2010/06/13/baby-doll-and-the-holy-war-of-decency/ |titel=“Baby Doll”, and the Holy War of Decency |werk=leeraloo.wordpress.com |datum=2010-06-13 |abruf=2023-06-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wortgeschichte ==&lt;br /&gt;
Bei [[Alphonse Daudet]] ist bereits 1879 der Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;femme-enfant&amp;#039;&amp;#039; belegt, der eine heiratsfähige Frau bezeichnet, bei der noch kindliche Züge erhalten sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[[s:fr:Les Rois en exil/VII]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Mary Burns |Titel=La langue d’Alphonse Daudet |Verlag=Jouve &amp;amp; Cie |Ort=Paris |Datum=1916 |Seiten=143 |Online={{Google Buch |BuchID=pX4VAAAAMAAJ |Seite=143}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.lalanguefrancaise.com/dictionnaire/definition/femme-enfant |titel=femme-enfant |werk=lalanguefrancaise.com |abruf=2023-06-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der spanische [[Surrealismus|surrealistische]] Maler [[Salvador Dalí]] hat von 1929 bis 1932 mehrere Gemälde mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;La memoria de la mujer-niña&amp;#039;&amp;#039; gefertigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://salvadordaliprints.org/fr/memoire-de-la-femme-enfant-1929/ |titel=Mémoire de la femme enfant (1929) |werk=salvadordaliprints.org |abruf=2023-06-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Grimms Wörterbuch]] (1838–1852) kennt das deutsche Wort „Kindfrau“ in den zwei Bedeutungen einer [[Kindermädchen|Kinderfrau]] und einer [[Hebamme]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Deutsches Wörterbuch |Lemma=kindfrau |Wortart=f. |Band=11 |Sp=762 |lemid=K05091}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mindestens bis in die Zwischenkriegszeit war es im deutschen Sprachraum nur in diesen Bedeutungen gebräuchlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Armgard Ritter |Titel=Der Einfluß des Dreißigjährigen Krieges auf die Stadt Naumburg |Sammelwerk=Thüringisch-Sächsische Zeitschrift für Geschichte und Kunst |Band=15 |Ort=Halle |Datum=1926 |Seiten=1–96, hier: S. 92 |Online={{Google Buch |BuchID=LxoKAAAAIAAJ |Seite=92}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Bezeichnung für eine erwachsene Frau mit kindlicher Anmutung lässt das Wort sich im Deutschen spätestens seit den 1960er Jahren nachweisen, und zwar zunächst vor allem in literaturwissenschaftlichen Zusammenhängen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Georg-Michael Schulz |Titel=Studien zur deutschen Literatur |Verlag=M. Niemeyer |Datum=1977 |Seiten=84, 86}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In der auf Zeitungsdaten basierenden Statistik des [[Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache|Digitalen Wörterbuchs der deutschen Sprache]] erscheint das Wort erstmals im Jahre 1955, erreicht seine stärkste Verbreitung 1996 und ist seitdem wieder auf das vergleichsweise niedrigen Niveau der frühen 1970er Jahre gesunken.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.dwds.de/r/plot/?view=1&amp;amp;corpus=zeitungenxl&amp;amp;norm=date%2Bclass&amp;amp;smooth=spline&amp;amp;genres=0&amp;amp;grand=1&amp;amp;slice=1&amp;amp;prune=0&amp;amp;window=3&amp;amp;wbase=0&amp;amp;logavg=0&amp;amp;logscale=0&amp;amp;xrange=1946%3A2022&amp;amp;q1=Kindfrau |titel=Kindfrau |werk=dwds.de |abruf=2023-06-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den [[Duden]] wurde das Wort erst spät aufgenommen; 2009 findet man den Begriff Kindfrau ohne Erklärung neben den [[Berufsbezeichnung]]en &amp;#039;&amp;#039;Kinderfrau&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Kindermädchen|Kinderfräulein]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Duden]]: &amp;#039;&amp;#039;Die deutsche Rechtschreibung.&amp;#039;&amp;#039; 25. Auflage, Dudenverlag, Mannheim / Leipzig / Wien / Zürich 2009, ISBN 978-3-411-04015-5, S. 616.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das &amp;#039;&amp;#039;Große Wörterbuch der deutschen Sprache&amp;#039;&amp;#039; des [[Dudenverlag]]s nennt 1999 zwei Bedeutungen des [[Femininum]]s &amp;#039;&amp;#039;Kindfrau&amp;#039;&amp;#039;: „1. Mädchen, das zugleich unschuldig und raffiniert, naiv und verführerisch wirkt“ und „2. junge, jüngere Frau, die noch sehr kindlich wirkt, in Denken und Handeln unselbstständig ist“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.dwds.de/wb/Kindfrau |titel=Kindfrau, die |werk=DWDS.de |abruf=2023-06-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitunter findet sich auch der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Mädchenfrau&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Maria Bruckmann, Friedrich Mai: &amp;#039;&amp;#039;Über klassische Mythen von Aeskulap bis Venus.&amp;#039;&amp;#039; Firma Robugen, Esslingen 2020, S. 58.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Englische Sprache|Englischen]] lässt der Begriff &amp;#039;&amp;#039;child-woman&amp;#039;&amp;#039; sich spätestens in den 1990er Jahren nachweisen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Katharine Conley |Titel=Automatic Woman. The Representation of Woman in Surrealism |Verlag=University of Nebraska Press |Ort=Lincoln, London |Datum=1996 |ISBN=0-8032-1474-X |Seiten=123 |Online={{Google Buch |BuchID=DFTQjV0gDEAC |Seite=123}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturgeschichte der Kindfrau ==&lt;br /&gt;
Eine der frühsten literarischen Figuren, die in der Fachliteratur mehrfach als „Kindfrau“ bezeichnet wurden, ist das [[Androgynie|androgyne]] Mädchen [[Mignon (Figur)|Mignon]] aus [[Johann Wolfgang von Goethe|Goethes]] Roman &amp;#039;&amp;#039;[[Wilhelm Meisters Lehrjahre]]&amp;#039;&amp;#039; (1795/1796), die von Wilhelm auf zwölf- bis dreizehnjährig geschätzt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Barbara Becker-Cantarino |Titel=Bettina von Arnim Handbuch |Verlag=Walter de Gruyter |Ort=Berlin, Boston |Datum=2020 |ISBN=978-3-11-026091-5 |Seiten=440 |Online={{Google Buch |BuchID=kVC9DwAAQBAJ |Seite=440}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Konstanze Bäumer, Hartwig Schultz |Titel=Bettina von Arnim |Verlag=J. B. Metzler |Ort=Stuttgart, Weimar |Datum=1995 |ISBN=3-476-10255-6 |Seiten=65 |Online={{Google Buch |BuchID=plC3DQAAQBAJ |Seite=65}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johann Wolfgang von Goethe]]: [[Wilhelm Meisters Lehrjahre]]. 2. Buch. 4. Kapitel; [https://www.projekt-gutenberg.org/goethe/meisterl/mstl204b.html projekt-gutenberg.org]&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie Konstanze Bäumer aufgewiesen hat, war die Darstellung der Mignon vom Kind-Mythos der [[Frühromantik]] geprägt, der nicht das abhängige, sondern das schöpferische, geniale, den Erwachsenen überlegene Kind meint.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Konstanze Bäumer |Titel=&amp;quot;Bettine, Psyche, Mignon&amp;quot;. Bettina von arnum und Goethe |Verlag=Heinz |Ort=Stuttgart |Datum=1986 |ISBN=3-88099-143-X |Seiten=121–124}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach {{Literatur |Autor=Konstanze Bäumer, Hartwig Schultz |Titel=Bettina von Arnim |Verlag=J. B. Metzler |Ort=Stuttgart, Weimar |Datum=1995 |ISBN=3-476-10255-6 |Seiten=65 |Online={{Google Buch |BuchID=plC3DQAAQBAJ |Seite=65}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Schriftstellern, deren Kindfrauen bei Literaturwissenschaftlern besondere Beachtung gefunden haben, zählt [[Theodor Storm]] (1817–1888). Kindfrauen erscheinen etwa in seinen Novellen &amp;#039;&amp;#039;[[Immensee]]&amp;#039;&amp;#039; (1849; Elisabeth), &amp;#039;&amp;#039;[[Von Jenseit des Meeres]]&amp;#039;&amp;#039; (1865; Jenni), &amp;#039;&amp;#039;[[Draußen im Heidedorf]]&amp;#039;&amp;#039; (1872; Margret), &amp;#039;&amp;#039;Zur Wald- und Wasserfreude&amp;#039;&amp;#039; (1880; Kätti) und &amp;#039;&amp;#039;Ein Fest auf Haderslevhuus&amp;#039;&amp;#039; (1885; Dagmar).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Mareike Börner |Titel=Mädchenknospe – Spiegelkindlein. Die Kindfrau im Werk Theodor Storms |Verlag=Königshausen &amp;amp; Neumann |Ort=Würzburg |Datum=2009 |ISBN=978-3-8260-4125-9 |Kommentar=Die Autorin trägt heute (2023) den Namen Mareike Giesen |Online={{Google Buch |BuchID=I-mtxr7keV0C}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mareike Giesen, die sich mit diesem Gesichtspunkt von Storms Werk am engsten beschäftigt hat, trug auch zur Theorie der Kindfrau bei, die sie als einen „Typus phantasmagorischer Weiblichkeitskonfiguration“ versteht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Mareike Börner |Titel=Mädchenknospe – Spiegelkindlein. Die Kindfrau im Werk Theodor Storms |Verlag=Königshausen &amp;amp; Neumann |Ort=Würzburg |Datum=2009 |ISBN=978-3-8260-4125-9 |Seiten=17 |Online={{Google Buch |BuchID=I-mtxr7keV0C |Seite=17}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Besonderheit der Kindfrau, die sie von anderen Weiblichkeitsimaginationen unterscheide, besteht nach Giesen darin, dass sie, weil ihre Geschlechtlichkeit noch nicht fertig ausdifferenziert sei, einen „[[Topos (Geisteswissenschaft)|Topos]] der unbegrenzten Möglichkeiten“ bilde und dadurch „zum Phantasma kultureller wie individueller Selbstverwirklichung“ werde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Mareike Börner |Titel=Mädchenknospe – Spiegelkindlein. Die Kindfrau im Werk Theodor Storms |Verlag=Königshausen &amp;amp; Neumann |Ort=Würzburg |Datum=2009 |ISBN=978-3-8260-4125-9 |Seiten=18 |Online={{Google Buch |BuchID=I-mtxr7keV0C |Seite=18}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der dänische Schriftsteller [[Herman Bang]] hat Kindfrauen in seinem Werk ähnlich eingesetzt wie später der stark von ihm angeregte Thomas Mann – nämlich als Ausweichpartnerin für seine homosexuellen Protagonisten, denen eine gleichgeschlechtliche Beziehung nicht möglich schien –, diese aber mit großer psychologischer Einfühlsamkeit dargestellt, während sie bei Thomas Mann meist nur als Beiwerk der männlichen Gestalten dienten. Beispiele finden sich unter anderem in den Romanen &amp;#039;&amp;#039;Haabløse Slægter&amp;#039;&amp;#039; (1880; Margarethe) und &amp;#039;&amp;#039;De uden Fædreland&amp;#039;&amp;#039; (1906; Gerda), in der Erzählung &amp;#039;&amp;#039;Elna&amp;#039;&amp;#039; (1883) und in der Novelle &amp;#039;&amp;#039;Fratelli Bedini&amp;#039;&amp;#039; (1885; Rosa).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Claudia Gremler |url=https://publications.aston.ac.uk/id/eprint/26690/1/_Fern_im_d_nischen_Norden_ein_Bruder_Thomas_Mann_und_Herman_Bang._2003_.pdf |titel=„Fern im dänischen Norden ein Bruder“. Thomas Mann und Herman Bang. Eine literarische Spurensuche |seiten=164, 346, 348 f., 368 |format=PDF |abruf=2023-06-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Herman Bang |url=https://tekster.kb.dk/text/adl-texts-bang02val-shoot-workid58685 |titel=Elna |werk=tekster.kb.dk |abruf=2023-06-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Frank Wedekind]]s Lulu (&amp;#039;&amp;#039;[[Erdgeist (Wedekind)|Erdgeist]]&amp;#039;&amp;#039;, 1895; &amp;#039;&amp;#039;[[Die Büchse der Pandora (Drama)|Die Büchse der Pandora]]&amp;#039;&amp;#039;, 1902), die an anderer Stelle auch als „Urbild der Femme fatale“ bezeichnet worden ist,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hans Richard Brittnacher |Titel=Erschöpfung und Gewalt. Opferphantasien in der Literatur des Fin de siècle |Verlag=Böhlau |Ort=Köln, Weimar, Wien |Datum=2001 |ISBN=3-412-08001-2 |Seiten=215}}&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde von Literaturwissenschaftlern deshalb immer wieder als Kindfrau eingestuft, weil sie bei all ihrer Gefährlichkeit naiv und verspielt ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Madeleine Diederich |url=https://core.ac.uk/download/pdf/11583266.pdf |titel=Die Inszenierung der Kindfrau in Wedekinds LULU-Dramen. Untersuchungen zur Urfassung und ihrer szenischen Umsetzung durch Peter Zadek |werk=core.ac.uk |datum=2008 |format=PDF |abruf=2023-06-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Lulus Alter wird von Wedekind nicht angegeben; dass sie bereits im zweiten Akt von &amp;#039;&amp;#039;Erdgeist&amp;#039;&amp;#039; verheiratet ist, weist jedoch darauf hin, dass sie kein Kind mehr ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Frank Wedekind]]: &amp;#039;&amp;#039;Erdgeist&amp;#039;&amp;#039;. Zweiter Aufzug; [https://www.projekt-gutenberg.org/wedekind/erdgeist/erdgst21.html projekt-gutenberg.org]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Werk von [[Thomas Mann]] erscheint 1909 als Liebesinteresse des latent homosexuellen Prinzen Klaus Heinrich die androgyne Millionärstochter Imma Spoelmann (&amp;#039;&amp;#039;[[Königliche Hoheit (Roman)|Königliche Hoheit]]&amp;#039;&amp;#039;), „die kleine Imma“, die eine „wohlausgebildete und dennoch kindliche Gestalt“ besitzt, die er zärtlich „kleine Schwester“ nennt und als eine Art Notlösung heiratet, weil das „wirkliche Leben“ ihm unerreichbar erscheint.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Herman Bang |url=https://tekster.kb.dk/text/adl-texts-bang02val-shoot-workid58685 |titel=Elna |werk=tekster.kb.dk |abruf=2023-06-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Claudia Gremler |url=https://publications.aston.ac.uk/id/eprint/26690/1/_Fern_im_d_nischen_Norden_ein_Bruder_Thomas_Mann_und_Herman_Bang._2003_.pdf |titel=„Fern im dänischen Norden ein Bruder“: Thomas Mann und Herman Bang. Eine literarische Spurensuche |werk=aston.ac.uk |seiten=111, 117, 148f, 151, 158, 298, 323, 351f |format=PDF |abruf=2023-06-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Imma stellt, wie Claudia Gremler aufgewiesen hat, „in ihrer Kombination aus schwesterlicher &amp;#039;&amp;#039;femme-enfant&amp;#039;&amp;#039;, verharmloster &amp;#039;&amp;#039;femme fatale&amp;#039;&amp;#039; und knabenhaftem Mädchen“ für den Prinzen, der seine Neigung zu Männern nicht ausleben kann, die ideale Frau dar.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Herman Bang |url=https://tekster.kb.dk/text/adl-texts-bang02val-shoot-workid58685 |titel=Elna |werk=tekster.kb.dk |abruf=2023-06-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Claudia Gremler |url=https://publications.aston.ac.uk/id/eprint/26690/1/_Fern_im_d_nischen_Norden_ein_Bruder_Thomas_Mann_und_Herman_Bang._2003_.pdf |titel=„Fern im dänischen Norden ein Bruder“: Thomas Mann und Herman Bang. Eine literarische Spurensuche |werk=aston.ac.uk |seiten=353 f. |format=PDF |abruf=2023-06-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Weitere Kindfrauen hat Thomas Mann in den Erzählungen &amp;#039;&amp;#039;[[Gefallen (Thomas Mann)|Gefallen]]&amp;#039;&amp;#039; (1894; Irma Weltner) und &amp;#039;&amp;#039;[[Der Kleiderschrank]]&amp;#039;&amp;#039; (1899), in der Novelle &amp;#039;&amp;#039;[[Tonio Kröger]]&amp;#039;&amp;#039; (1903; Lilli) und in den Romanen &amp;#039;&amp;#039;[[Buddenbrooks]]&amp;#039;&amp;#039; (1901; Blumenmädchen Anna), &amp;#039;&amp;#039;[[Der Zauberberg]]&amp;#039;&amp;#039; (1923; Elly Brand), &amp;#039;&amp;#039;[[Joseph und seine Brüder]]&amp;#039;&amp;#039; (1933–1943; Rahel) und &amp;#039;&amp;#039;[[Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull]]&amp;#039;&amp;#039; (1954; Eleanor Twentyman) geschaffen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Claudia Gremler |url=https://publications.aston.ac.uk/id/eprint/26690/1/_Fern_im_d_nischen_Norden_ein_Bruder_Thomas_Mann_und_Herman_Bang._2003_.pdf |titel=„Fern im dänischen Norden ein Bruder“: Thomas Mann und Herman Bang. Eine literarische Spurensuche |werk=aston.ac.uk |seiten=324, 335 |format=PDF |abruf=2023-06-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barbara Gutt hat auch den literarischen Typus des [[Süßes Mädel|süßen Mädels]], der im ausgehenden 19. Jahrhundert besonders von [[Arthur Schnitzler]] geprägt worden ist, als Kindfrau klassifiziert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Barbara Gutt |Titel=Emanzipation bei Arthur Schnitzler |Verlag=Volker Spiess |Ort=Berlin= |Datum=1978 |Seiten=61}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein markantes Beispiel bildet die nach eigener Aussage 17-jährige Prostituierte Mizzi, die sich in der &amp;#039;&amp;#039;[[Traumnovelle]]&amp;#039;&amp;#039; (1925) auf den Schoß des Protagonisten Fridolin setzt und „wie ein Kind den Arm um seinen Nacken“ schlingt; indem sie sein Grauen vor der Ansteckung mit einer Geschlechtskrankheit versteht und respektiert, erweist sie sich dann als die humanste Figur der Novelle.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Arthur Schnitzler]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Traumnovelle]]&amp;#039;&amp;#039;. Kapitel 3; [https://www.projekt-gutenberg.org/schnitzl/traumnov/chap003.html projekt-gutenberg.org]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Vanessa Trösch |url=https://www.uni-due.de/imperia/md/content/genderportal/vanessa_tr__sch_neu.pdf |titel=Die Frau in den literarischen Geschlechterbeziehungen Arthur Schnitzlers |seiten=80f |format=PDF |abruf=2023-06-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filmgeschichte der Kindfrau ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Once a Clown, Always a Clown-p175b.png|mini|hochkant|Mary Pickford (1927)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Film]] sind Kindfrau-Figuren eng mit dem Phänomen des [[Typecasting (Film)|Typecasting]] verknüpft. Immer wieder in der Filmgeschichte sind Schauspielerinnen, die ihre Leinwandlaufbahn im Alter von 16 bis 19 Jahren als Darstellerinnen von Kindern oder Teenagern begonnen haben, im Anschluss jahre-, manchmal jahrzehntelang auf diesen Typus festgelegt worden. Dies gilt besonders für frühe [[Hollywood]]-Stars wie [[Mary Pickford]] (1892–1979), [[Lillian Gish]] (1893–1993) und [[Mae Marsh]] (1895–1968).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Penelope McMillan |url=https://www.latimes.com/local/obituaries/la-me-lillian-gish-19930301-story.html |titel=From the Archives: Death Takes Screen Legend Lillian Gish |werk=Los Angeles Times |datum=1993-03-01 |abruf=2023-06-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Molly Haskell |url=https://www.theguardian.com/film/2018/feb/16/times-finally-up-for-hollywoods-lolita-complex |titel=Time’s finally up for Hollywood’s Lolita complex |werk=theguardian.com |datum=2018-02-16 |abruf=2023-06-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die extrem populäre Pickford etwa, die als „America’s Sweetheart“ bekannt war, ist noch mit Anfang 40 in den Ringellöckchen aufgetreten, die ihr Markenzeichen waren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Matthias Dell |url=https://www.deutschlandfunkkultur.de/imagination-dem-kino-ganz-nah-100.html |titel=Dem Kino ganz nah |werk=[[deutschlandfunk]]kultur.de |abruf=2023-06-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.filmpodium.ch/film/162404/rosita |titel=Rosita |werk=filmpodium.ch |abruf=2023-06-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://content.ucpress.edu/chapters/10969.ch01.pdf |titel=Oh, “Doll Divine”. Mary Pickford, Masquerade, and the Pedophelic Gaze |werk=ucpress.edu |format=PDF |abruf=2023-06-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein frühes Beispiel aus dem deutschsprachigen Raum ist [[Elisabeth Bergner]] (1897–1986), die von 1926 bis 1930 viermal in Jungmädchen-Hauptrollen zu sehen gewesen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Beate Hochholdinger-Reiterer |Titel=Vom Erschaffen der Kindfrau. Elisabeth Bergner – Ein Image |Verlag=Wilhelm Braumüller |Ort=Wien |Datum=1999 |ISBN=3-7003-1243-1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Andrea Bramberger |Titel=Die Kindfrau. Lust, Provokation, Spiel |Verlag=Matthes &amp;amp; Seitz |Ort=München |Datum=2000 |ISBN=3-88221-286-1}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Stephanie Catani&lt;br /&gt;
   |Titel=Das fiktive Geschlecht. Weiblichkeit in anthropologischen Entwürfen und literarischen Texten zwischen 1885 und 1925&lt;br /&gt;
   |Verlag=Königshausen &amp;amp; Neumann&lt;br /&gt;
   |Ort=Würzburg&lt;br /&gt;
   |Datum=2005&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-8260-3099-0&lt;br /&gt;
   |Online={{Google Buch |BuchID=ONcgeG9gAW8C}}}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Morna Laing&lt;br /&gt;
   |Titel=Picturing the Woman-Child. Fashion, Feminism and the Female Gaze&lt;br /&gt;
   |Verlag=Bloomsbury&lt;br /&gt;
   |Ort=London&lt;br /&gt;
   |Datum=2021&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-1-350-05960-3&lt;br /&gt;
   |Online={{Google Buch |BuchID=8ZYXEAAAQBAJ}}}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Malte Stein, Regina Fasold, Heinrich Detering&lt;br /&gt;
   |Titel=Zwischen Mignon und Lulu. Das Phantasma der Kindsbraut in Biedermeier und Realismus&lt;br /&gt;
   |Verlag=Erich Schmidt&lt;br /&gt;
   |Ort=Berlin&lt;br /&gt;
   |Datum=2010&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-503-12219-6&lt;br /&gt;
   |Online={{Google Buch |BuchID=itXmC0RO7GgC}}}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle&lt;br /&gt;
   |autor=Danielle Burchart&lt;br /&gt;
   |url=https://danielleburchart.wordpress.com/2016/08/12/surrealism-and-the-femme-enfant/&lt;br /&gt;
   |titel=Surrealism and the Femme Enfant&lt;br /&gt;
   |werk=danielleburchart.wordpress.com&lt;br /&gt;
   |abruf=2023-06-25}}&lt;br /&gt;
* Ludger Kaczmarek: [https://filmlexikon.uni-kiel.de/doku.php/k:kindfrau-946 &amp;#039;&amp;#039;Kindfrau&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Lexikon der Filmbegriffe]]&amp;#039;&amp;#039;, Universität Kiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frauen in der Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erotik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Derkoenig</name></author>
	</entry>
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