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	<title>Kinderschreckfigur - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kinderschreckfigur&amp;diff=890079&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie.</title>
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		<updated>2026-02-23T08:08:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Kinderfresser 4.tif|mini|hochkant|Lorentz Schultes: &amp;#039;&amp;#039;Der Kinderfresser&amp;#039;&amp;#039;, Flugblattausschnitt (17. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kinderfresser 2.jpg|mini|hochkant|Abraham Bach: &amp;#039;&amp;#039;Der Kindleinfresser&amp;#039;&amp;#039;, Flugblatt (2.&amp;amp;nbsp;Hälfte des 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Der Mann mit dem Sack.jpg|mini|hochkant|Abraham Bach: &amp;#039;&amp;#039;Der Mann mit dem Sack&amp;#039;&amp;#039;, Flugblatt (2.&amp;amp;nbsp;Hälfte des 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:4377 - Bern - Kindlifresserbrunnen am Kornhausplatz.JPG|mini|hochkant|[[Kindlifresserbrunnen]] in Bern]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kinderschreckfigur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Fabelwesen|fiktive Figur]], mit der Kindern [[Angst]] eingejagt werden soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eltern, Großeltern, Ammen oder andere Kinder erzählten Kindern seit vielen Jahrhunderten von solchen Gestalten. Klassisch ist das Motiv des „Kinder-Mitnehmens“, bei dem den Kindern damit gedroht wird, dass die Schreckfigur kommen und sie „holen“ würde, wenn sie nicht brav wären. Ebenfalls wird oft mit Figuren gedroht, die Kinder „auffressen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies dient einerseits dazu, die Kinder mit [[Grauen|gruseligen]] Geschichten zu unterhalten, zum anderen aber auch dazu, sie einzuschüchtern und gehorsam zu machen (z.&amp;amp;nbsp;B. zu bewirken, dass sie nachts still im Bett bleiben oder sich von gefährlichen Orten wie [[Gewässer]]n fernhalten). Kinderschreckfiguren kommen in [[Sage]]n, [[Märchen]] und Gruselgeschichten vor (siehe auch [[Ammenmärchen]]), werden aber auch außerhalb der Literatur verwendet – beispielsweise in Form einer Drohung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den typischen Kinderschreckfiguren sind Schreckgestalten abzugrenzen, die weniger speziell zum Ängstigen von Kindern erfunden wurden und an die die Menschen zum Teil auch als Erwachsene noch glauben. Dazu zählen beispielsweise Fabelwesen wie [[Aufhocker]], [[Kobold]]e, [[Troll (Mythologie)|Trolle]], [[Hexe]]n, [[Teufel]], [[Geist]]er und [[Gespenst]]er.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kinderfolklore ==&lt;br /&gt;
Die Schreckgestalten hatten auch ihren festen Platz in der [[Kinderfolklore]] (soziale Übertragung von Kindern an Kinder, also nicht hauptsächlich über Erwachsene). Bisweilen treiben Kinder untereinander Scherze mit solchen Schreckfiguren. Sie sind aus [[Kinderspiel]]en (z.&amp;amp;#8239;B. &amp;#039;&amp;#039;[[Der schwarze Mann|Wer hat Angst vorm Schwarzen Mann?]]&amp;#039;&amp;#039;), [[Gedicht]]en, [[Geschichte]]n, Märchen und [[Kinderlied]]ern (z.&amp;amp;#8239;B. dem Lied vom &amp;#039;&amp;#039;[[Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann|Bi-Ba-Butzemann]]&amp;#039;&amp;#039;) bis heute noch bekannt. Hier wird oftmals die Angst vor diesen Figuren spielerisch sublimiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kinderbücher ==&lt;br /&gt;
Auch haben viele [[Kinderbuch]]autoren des 20. Jahrhunderts die Figuren aufgegriffen und literarisch in „liebe“ Sympathiefiguren umgewandelt, um Kindern die Angst vor ihnen zu nehmen. Ein beliebtes Mittel dazu ist, die Furchtgestalten selbst als Kinder mit Ängsten und Problemen darzustellen. Die bekanntesten Werke dieser Art stammen von [[Otfried Preußler]], zum Beispiel &amp;#039;&amp;#039;[[Das kleine Gespenst]]&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[Die kleine Hexe]]&amp;#039;&amp;#039;. Weitere Beispiele dieses Kinderbuchgenres sind &amp;#039;&amp;#039;[[Der kleine Vampir]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Angela Sommer-Bodenburg]] und &amp;#039;&amp;#039;[[Alle meine Monster]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Thomas Brezina]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch weiter wird die didaktische Umkehr im Bilderbuch &amp;#039;&amp;#039;[[Wo die wilden Kerle wohnen]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Maurice Sendak]] vorangetrieben: Dort gelingt es dem unartigen Max in einem Traum die Schreckgestalten zu zähmen, indem er ihnen in die Augen starrt. Die Wilden Kerle krönen daraufhin Max zu ihrem König und er schickt sie ohne Essen ins Bett. Als Max die Wilden Kerle alleine zurücklässt, versuchen sie ihm wieder Furcht einzujagen, aber er zeigt sich nicht beeindruckt und kehrt nach Hause zurück, wo das Essen noch auf ihn wartet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In vielen der Mut-Mach-Geschichten sind die Schreckfiguren selbst hilfsbedürftige Wesen. So kultiviert das Mädchen [[Zeraldas Riese|Zeralda]] in einem Bilderbuch von [[Tomi Ungerer]] den kinderfressenden Riesen, indem sie wunderbare Gerichte zubereitet, die so viel schmackhafter sind als Menschenfleisch, sodass der Riese seine Essgewohnheiten bald ändert, und beide am Schluss sogar heiraten. [[Sophiechen und der Riese|Sophiechens Riese]] von [[Roald Dahl]] stellt sich gar als Außenseiter heraus, der sich lieber von Kotzgurken und Blubberwasser ernährt, als Menschenfleisch zu fressen. Hier ist Sophiechen gefordert, dem armen Riesen zu helfen, sich gegen die anderen Riesen zu behaupten, bei denen es sich wiederum um klassische Schreckfiguren handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Kinderschreckfiguren ==&lt;br /&gt;
=== Für unartige Kinder ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kinderfresser 3.jpg|mini|hochkant|„Der Kinderfresser“ (Holzschnitt, Original handkoloriert), gedruckt bei &amp;#039;&amp;#039;Albrecht Schmid seel. Erben&amp;#039;&amp;#039;, [[Augsburg]], c. 1750]]&lt;br /&gt;
; Buhmann: Der Buhmann (auch Bullemann&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ruhrgebietssprache.de/lexikon/bullemann.html |titel=Bullemann |abruf=2021-03-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) hat sich in der deutschen Sprache eingebürgert und bezeichnet etwa gleichbedeutend mit dem „[[Sündenbock]]“ eine Person, der – gänzlich unverdient oder in unverhältnismäßigem Ausmaß – von einer Mehrheitsmeinung Schuld zugeschoben wird.&lt;br /&gt;
; Butzemann: Der [[Butzemann]] ist eine gespensterhafte, kobold- oder zwergenartige Figur, die vorwiegend aus dem süddeutschen und schweizerischen Raum bekannt ist. Erst in neuerer Zeit taucht diese Figur hauptsächlich als Kinderschreckfigur auf.&lt;br /&gt;
; Busebeller: Der [[Busebeller]] wird als große, dunkle Gestalt beschrieben, die, so der Volksglaube, in [[Ostfriesland]] ihr Unwesen treibt.&lt;br /&gt;
; Knecht Ruprecht: [[Knecht Ruprecht]], auch Rupperich, Hans Muff&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.grenzecho.net/art/magazin/hans-muff |titel=Hans Muff |werk=Grenzecho.net |datum=30.11.2018 |sprache=de |abruf=2022-06-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; oder [[Krampus]], ist der finstere Begleiter des [[Nikolaus von Myra|Nikolaus]], der unartigen Kindern mit einer [[Birkenrute|Rute]] droht, bzw. damit, dass er sie in seinen Sack oder seine Kiepe steckt und mitnimmt. Eine Besonderheit dieser Kinderschreckfigur ist, dass sie nicht nur in mündlichen und schriftlichen Geschichten und Bildern, sondern in Form verkleideter Erwachsener alljährlich in der betreffenden Jahreszeit sichtbar in Erscheinung tritt.&lt;br /&gt;
; Mummelratz: In Zentralthüringen werden Kinder vor dem Mummelratz gewarnt, der sie bei unartigem Verhalten oder an gefährlichen Orten holt. Er wird zumeist als schwarzer, vermummter Mann beschrieben. In und um [[Gotha]] ist bis heute die redensartliche Drohung „&amp;#039;&amp;#039;... sonsd hold dech dar Mummlratz!“&amp;#039;&amp;#039; bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://echt-gothsch.de/pages/redensarten.php Goth’sche Redensarten und Spruchweisheiten] auf www.echt-gothsch.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
; Popelmann: Der im [[Sudetenland]] bekannte [[Popelmann]] und seine Gefährtin Popelhole verschleppen unartige Kinder in ihren Sumpf.&lt;br /&gt;
; {{Anker|Schwarzer Mann}}Schwarzer Mann: Der schwarze Mann ist im gesamten deutschsprachigen Gebiet und weit darüber hinaus bekannt. Je nach Region und Zeit verband man mit ihm unterschiedliche Erscheinungsbilder, wie z.&amp;amp;nbsp;B. eine düstere, schattenhafte Gestalt, einen Mann mit schwarzer Kleidung oder den Tod als [[Anthropomorphismus|anthropomorphes Wesen]]. Der schwarze Mann ist auch aus dem [[Kinderspiel]] „[[Der schwarze Mann|Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?]]“ bekannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bauer&amp;quot;&amp;gt;Karl W. Bauer: &amp;#039;&amp;#039;Freut euch und lacht! Dafür ist&amp;#039;s gemacht. Zur Produktion des Affektiven in Heinrich Hoffmanns Struwwelpeter.&amp;#039;&amp;#039; In: Hugh Ridley, Sabine Strümper-Krobb: &amp;#039;&amp;#039;Sentimente, Gefühle, Empfindungen. Zur Geschichte und Literatur des Affektiven von 1770 bis heute.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Königshausen &amp;amp; Neumann, Würzburg 2003, ISBN 3-8260-2263-7, S.&amp;amp;nbsp;104.&amp;lt;/ref&amp;gt; Darin tritt er nicht nur als Kinderschreck in Erscheinung, sondern als Verkörperung des [[Pest|(Schwarzen) Todes]], der „bis in die Gegenwart hinein im kollektiven Gedächtnis präsent geblieben ist“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Achim Landwehr]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Verschwinden der Pest. Soziale und kulturelle Konsequenzen in Europa um 1700.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Wolfgang Benz]] (Hrsg.), [[Georg Iggers]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Geschichtswissenschaft (ZfG).&amp;#039;&amp;#039; Band 54, Metropol Verlag, Berlin 2006, ISSN 0044-2828, S.&amp;amp;nbsp;761.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Kinder ihrerseits ziehen nicht nur im Märchen aus, um das Fürchten zu lernen. So korrespondierte beispielsweise dem erwachsenen Schreckbild vom ‚schwarzen Mann‘ schon lange das die Angstlust herbeirufende Fangspiel &amp;#039;&amp;#039;Wer fürchtet sich vorm schwarzen Mann?&amp;#039;&amp;#039;, bei dem die Kinder der Bedrohung lauthals ein trotziges &amp;quot;Niemand!&amp;quot; entgegenrufen, um dann wegzulaufen.&lt;br /&gt;
 |Autor=Karl W. Bauer, Germanist an der [[Justus-Liebig-Universität Gießen]]&lt;br /&gt;
 |Quelle=&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bauer&amp;quot; /&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere „allgemeine“ Schreckfiguren sind der &amp;#039;&amp;#039;Kindermitnehmer&amp;#039;&amp;#039;, der &amp;#039;&amp;#039;Kinderfresser&amp;#039;&amp;#039;, der &amp;#039;&amp;#039;Böse Onkel&amp;#039;&amp;#039; und [[Franz Karl Ginzkey]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Hatschi Bratschis Luftballon|Hatschi Bratschi]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Für Daumenlutscher ===&lt;br /&gt;
; Schneider mit der Schere: Eine Kinderschreckfigur aus der Literatur (dem Bilderbuch [[Struwwelpeter]]), die dem daumenlutschenden Kind [[Struwwelpeter#Die Geschichte vom Daumenlutscher|die Daumen abschneidet]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Für Kinder, die nicht ins Bett wollen ===&lt;br /&gt;
; Nachtbock&amp;lt;ref&amp;gt;Anmerkung: Es gibt auch einen Käfer, der außer seinem Namen nichts mit dieser fiktiven Schreckfigur zu tun hat, den &amp;#039;&amp;#039;Bleichen Alteichen-Nachtbock&amp;#039;&amp;#039; aus der Familie der [[Bockkäfer]].&amp;lt;/ref&amp;gt;: Eine Kinderschreckfigur in [[ziegen]]bockähnlicher Tiergestalt, die in der Nacht zu Kindern kommt, die nicht ruhig sind oder schlafen. Mit dem Nachtbock wurde auch Kindern gedroht, die nachts noch im Freien unterwegs waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Nachtgiger: Der in [[Franken (Region)|Franken]] bekannte [[Nachtgiger]] holt nachts Kinder, die frech oder noch alleine unterwegs sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Nachtkrabb: Der [[Nachtkrabb]], teilweise als riesiger, schwarzer Rabe gedacht, greift sich Kinder, die sich nach Einbruch der Dunkelheit noch im Freien aufhalten, und fliegt mit ihnen so weit fort, dass sie ihr Zuhause nie mehr wiederfinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Sandmann: Der [[Sandmann]] war eine Kinderschreckfigur, die den Kindern, die nicht schlafen wollten, Sand in die Augen streute. Der literarische Höhepunkt dieser Figur war in [[E.T.A. Hoffmann]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Der Sandmann (Hoffmann)|Der Sandmann]]&amp;#039;&amp;#039; zu lesen. Seit der TV-Sendung &amp;#039;&amp;#039;[[Unser Sandmännchen]]&amp;#039;&amp;#039;, welche kurz vor dem Zubettgehen ausgestrahlt wird, verbinden Kinder im deutschsprachigen Raum den Sandmann nicht mehr mit etwas Schrecklichem.&lt;br /&gt;
Weitere Schreckfiguren der Nacht sind der &amp;#039;&amp;#039;Bummelux oder Bullerlux&amp;#039;&amp;#039;, in Zentralthüringen die &amp;#039;&amp;#039;[[Nachtraben]]&amp;#039;&amp;#039;, in Schwaben das &amp;#039;&amp;#039;Boggaraule&amp;#039;&amp;#039; und im [[Hunsrück]] die &amp;#039;&amp;#039;Naachseil&amp;#039;&amp;#039; (Nachteule).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Warnung vor gefährlichen Orten ===&lt;br /&gt;
; Böser Wolf: [[Wolf|Wölfe]] waren in früheren Jahrhunderten eine durchaus reale Gefahr, vor der man sich in Wald und Flur in Acht nehmen musste. Davon ausgehend entwickelte sich „der Wolf“ auch zu einer beliebten Kinderschreckfigur. Klassischerweise diente er dazu, Kinder davor zu ängstigen, allein in den Wald zu gehen. Der Wolf findet sich in vielen Märchen (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Rotkäppchen]]).&lt;br /&gt;
; Stoßbube: Der Stoßbube kommt besonders im süddeutschen Raum vor. Er schleicht sich heimlich an Kinder heran, die zu dicht an Abgründen stehen, und stößt sie hinunter. Mit der Gestalt des Stoßbuben sollen Kinder davon abgehalten werden, sich zu dicht an tiefe Abgründe zu wagen.&lt;br /&gt;
; Wassermann: Der [[Wassermann (Mythologie)|Wassermann]], Nix, Nöck oder Neck ist ein im Binnenland meist als böse beschriebener [[Wassergeist]]. Kindern wurde gedroht, dass der Wassernöck sie durch Geschenke anlocke, dann ins Wasser (meist in Teiche oder Tümpel) zöge und dort ihre Seelen gefangenhalte. &lt;br /&gt;
;Hakemann: Der [[Hakemann]] gehört zu den Wassermännern, ist aber ein Mischwesen aus Mensch und Fisch. Er zieht nichtschwimmende Kinder mit einem Haken in Gewässer, damit sie ertrinken und von ihm gefressen werden. In Franken ist er als [[Hägglmoo]] bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Warnung vor Anpflanzungen ===&lt;br /&gt;
[[Korndämon]]en (ein von [[Wilhelm Mannhardt]] eingeführter Sammelbegriff) sollten Kinder von [[Kornfeld]]ern fernhalten:&lt;br /&gt;
* Der [[Roggenwolf]], eine Variante des bösen Wolfs&lt;br /&gt;
* Die [[Roggenmuhme (Korndämon)|Roggenmuhme]]&lt;br /&gt;
* Der [[Kornmann (Korndämon)|Kornmann]]&lt;br /&gt;
Ähnliche Schreckfiguren sind der &amp;#039;&amp;#039;Schlurger&amp;#039;&amp;#039; und der &amp;#039;&amp;#039;Rebhansel&amp;#039;&amp;#039;, die Kinder von [[Weinberg]]en fernhalten sollten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Warnung vor Fremden ===&lt;br /&gt;
; Fremder Mann: Der fremde Mann tritt oft mit einer giftgrünen Hose und einem schwarzen Mantel in Erscheinung. Er ist eine bekannte Kinderschreckfigur im Westen Österreichs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Andere Länder ==&lt;br /&gt;
Im englischsprachigen Kulturraum ist der &amp;#039;&amp;#039;[[Butzemann|Bogeyman]]&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Boogeyman&amp;#039;&amp;#039; geschrieben) bekannt, vermutlich eine Entsprechung zum deutschen Butzemann. Auch der &amp;#039;&amp;#039;[[Oger]]&amp;#039;&amp;#039; ist als menschenfressende Schreckfigur vor allem im englischen Sprachraum bekannt. Die US-amerikanische Kinderfolklore kennt darüber hinaus auch weibliche Schreckfiguren: die blutrünstige &amp;#039;&amp;#039;[[Bloody Mary (Moderne Sage)|Bloody Mary]]&amp;#039;&amp;#039;, die erscheinen soll, wenn man ihren Namen dreimal vor einem Spiegel ausspricht sowie die [[Zahnfee]]. In Frankreich gibt es den &amp;#039;&amp;#039;monsieur du grenier&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;le croque-mitaine&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;le Bonhomme sept-heures&amp;#039;&amp;#039;, in Spanien kennt man &amp;#039;&amp;#039;el Coco&amp;#039;&amp;#039;. In Russland werden die Kinder mit &amp;#039;&amp;#039;babaj&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;babajka&amp;#039;&amp;#039; genannt) eingeschüchtert. Er wird als ein alter Mann beschrieben, der vor dem Haus lauert und unartige Kinder in einem Sack wegbringt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der schwarze Mann wird in Ungarn mit dem &amp;#039;&amp;#039;Mumus&amp;#039;&amp;#039; (Mume) gleichgestellt. In Irland heißt er &amp;#039;&amp;#039;Fear dubh&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;Harvey O&amp;#039;Brien: &amp;#039;&amp;#039;The Real Ireland. The Evolution of Ireland in Documentary Film.&amp;#039;&amp;#039; Manchester University Press, Manchester und New York, 2004, ISBN 0-7190-6906-8, S.&amp;amp;nbsp;140.&amp;lt;/ref&amp;gt; in Frankreich &amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;homme noir&amp;#039;&amp;#039;, in Italien &amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;umo nero&amp;#039;&amp;#039;, in Rumänien &amp;#039;&amp;#039;Omul negru&amp;#039;&amp;#039;. Im estnischen Volksglauben ist er als &amp;#039;&amp;#039;Must mees&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Heinrich Rosenplänter: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur genauern Kentniss der esthnischen Sprache.&amp;#039;&amp;#039; Dritter Teil, Reval, in der Bornwasserschen Buchhandlung, Bernau 1817, S.&amp;amp;nbsp;61&amp;lt;/ref&amp;gt; bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zwarte Piet ===&lt;br /&gt;
Zwarte Piet (&amp;#039;&amp;#039;Schwarzer Peter&amp;#039;&amp;#039;, engl. &amp;#039;&amp;#039;Black Peter&amp;#039;&amp;#039;) ist eine Gestalt der niederländischen (und [[Flandern|flämischen]]) Folklore, die u.&amp;amp;nbsp;a. 1766 in [[Pieter Nieuwland]]s &amp;#039;&amp;#039;De bespookte Waereld ontspookt&amp;#039;&amp;#039; und 1777 in einer Neuauflage des &amp;#039;&amp;#039;Etymologicum Teutonicae Linguae&amp;#039;&amp;#039; von Cornelis Kiel – neben [[Poltergeist]], [[Nachtalb|Nachtmahr]] und [[Klabautermann]] – als Schreckgestalt Erwähnung findet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Pieter Nieuwland]]: [https://www.digitale-sammlungen.de/en/view/bsb10132877?page=46,47&amp;amp;q=zwarte+piet &amp;#039;&amp;#039;De bespookte Waereld ontspookt. De Duivel geroskamt, en het Euangelie van den Spinnerok weerlegt.&amp;#039;&amp;#039;] Amsterdam 1766, S.&amp;amp;nbsp;30.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Cornelis Kiel, Gerard van Hasselt: &amp;#039;&amp;#039;Etymologicum Teutonicae Linguae. Sive Dictionarium Teutonico-Latinum.&amp;#039;&amp;#039; Traiecti Batavorum, APVD Roelandvm de Meyere, Utrecht 1777, S.&amp;amp;nbsp;20.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Zwarte Piet wird vereinzelt mit dem Teufel gleichgestellt&amp;lt;ref&amp;gt;Antonie Niermeyer: &amp;#039;&amp;#039;Verhandeling over het booze wezen in het bijgeloof onzer natie eene bijdrage tot de kennis onzer voorvaderlijke mythologie.&amp;#039;&amp;#039; Arjen Wijnands, Rotterdam 1840, S.&amp;amp;nbsp;22, 25, 29, 46.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder als Geistwesen&amp;lt;ref&amp;gt;Nicolaas Westendorp: &amp;#039;&amp;#039;Over het Gebruik der Noordsche Mythologie.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Verhandeling over de vraag. Eene beknopte voordragt van de Noordsche Mythologie.&amp;#039;&amp;#039; 1826, S.&amp;amp;nbsp;196.&amp;lt;/ref&amp;gt; und koboldgestaltiger Unhold&amp;lt;ref&amp;gt;Dudley Costello: &amp;#039;&amp;#039;A Tour Through the Valley of the Meuse. With the Legends of the Walloon Country and the Ardennes.&amp;#039;&amp;#039; Chapman &amp;amp; Hall, London 1846, S.&amp;amp;nbsp;69.&amp;lt;/ref&amp;gt; beschrieben. Erhalten hatte sich die Figur im anglo-amerikanischen Raum in dem Kinderfangspiel &amp;#039;&amp;#039;Black Peter&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Iona Archibald Opie, Peter Opie: &amp;#039;&amp;#039;Black Peter. &amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Children&amp;#039;s Games in Street and Playground.&amp;#039;&amp;#039; At the Clarendon Press, Oxford 1969, S.&amp;amp;nbsp;130–131.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Gleichsetzung von Zwarte Piet mit [[Knecht Ruprecht]] als Gehilfe des [[Sinterklaas]] erfolgte erst im späten 19. Jahrhundert.&amp;lt;ref&amp;gt;Alfons de Cock, August Gittée, [[Pol de Mont|Karel Maria Polydoor de Mont]]: &amp;#039;&amp;#039;Nederlandsch Tijdschrift voor Volkskunde.&amp;#039;&amp;#039; Band 10, Algemene Boekhandel van Adolphe Hoste, Gent 1898, S.&amp;amp;nbsp;186.&amp;lt;/ref&amp;gt; In dieser Form ist der Zwarte Piet [[Zwarte Piet|Teil des niederländischen Nikolausbrauchtums]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Specht (Brauchtum)|Specht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Richard Barber, Anne Riches: &amp;#039;&amp;#039;A dictionary of fabulous beasts&amp;#039;&amp;#039;. Boydell Press, Woodbridge 2001, ISBN 0-85115-685-1 (Nachdr. d. Ausg. London 1971).&lt;br /&gt;
* Alexander Eliot: &amp;#039;&amp;#039;Mythen van de mensheid&amp;#039;&amp;#039;. Kosmos, Amsterdam 1977, ISBN 90-215-0652-1.&lt;br /&gt;
* Theo Schildkamp: &amp;#039;&amp;#039;Das große Buch der Wunderwesen&amp;#039;&amp;#039; („Wonderwezens“). Stalling Verlag, Oldenburg 1981, ISBN 3-7979-1704-X.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Ogre|Oger}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fabelwesen|*]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Pädagogik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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