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	<title>Kinderkreuzzug - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kinderkreuzzug&amp;diff=43249&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-31888-61: /* Kreuzzug gegen die Albigenser */</title>
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		<updated>2025-11-07T13:55:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Kreuzzug gegen die Albigenser&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt den Kreuzzug ab 1212. Das Gedicht von Bertolt Brecht wird unter [[Kinderkreuzzug 1939]] behandelt.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kinderkreuzzug&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{laS|&amp;#039;&amp;#039;peregrinatio puerorum&amp;#039;&amp;#039;}}) soll laut verschiedener Überlieferungen ein Ereignis gewesen sein, in dem sich im Frühsommer 1212 Tausende Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus [[Deutschland]] und aus [[Frankreich]] veranlasst sahen, unter der Leitung visionärer Knaben in einem unbewaffneten [[Kreuzzug]] ins [[Heiliges Land|Heilige Land]] zu ziehen. Der Zug hatte sich teilweise schon vor Erreichen der Ufer des [[italien]]ischen [[Mittelmeer]]s aufgelöst; der Teil, der das Ufer trotzdem erreichte, wurde an [[Sarazenen|sarazenische]] Sklavenhändler verkauft.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.welt.de/geschichte/article226670695/Kinderkreuzzug-Viele-landeten-auf-den-Sklavenmaerkten-des-Orients.html &amp;#039;&amp;#039;Für viele endete das Himmelfahrtskommando auf den Sklavenmärkten des Orients.&amp;#039;&amp;#039;] Auf: &amp;#039;&amp;#039;welt.de&amp;#039;&amp;#039;;  abgerufen am 16. August 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begrifflichkeit: {{lang|la|&amp;#039;&amp;#039;peregrinatio puerorum&amp;#039;&amp;#039;}} ==&lt;br /&gt;
Der Name &amp;#039;&amp;#039;Kinderkreuzzug&amp;#039;&amp;#039; ist eine Übersetzung des in den Quellen oft verwendeten Begriffes {{lang|la|&amp;#039;&amp;#039;peregrinatio puerorum&amp;#039;&amp;#039;}}. Sowohl &amp;#039;&amp;#039;peregrinatio&amp;#039;&amp;#039; ([[Kreuzzug]]) wie &amp;#039;&amp;#039;puer&amp;#039;&amp;#039; ([[Kind]]) lassen jedoch mehrere Deutungsmöglichkeiten zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hirten in Chartres Westportal.jpg|mini|Die für ihre Zeit (13.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert) charakteristische Darstellung der Hirten während der Geburt Jesu am Westportal der Kathedrale von Chartres. Zur selben Zeit soll der Hirte Stefan in Cloyes seine Vision erhalten haben.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== {{lang|la|&amp;#039;&amp;#039;puer&amp;#039;&amp;#039;}} ===&lt;br /&gt;
Die Teilnehmer des Kinderkreuzzugs waren nicht, wie der Name impliziert, ausschließlich Kinder, sondern zu einem großen Teil Jugendliche und Gruppen von Erwachsenen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{lang|la|„…multa milia puerorum a 6 annis et supra usque ad virilem etatem,…“}} In: &amp;#039;&amp;#039;Chronica Regia Coloniensis continuatio IIa.&amp;#039;&amp;#039; In: {{MGH|SSrerGerm|18|171|196}}. Auf Deutsch: …viele Tausend Kinder, im Alter von sechs Jahren bis zum Mannesalter…&amp;lt;/ref&amp;gt; Es handelte sich bei ihnen überwiegend um Angehörige niederer sozialer Schichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eventuell beruht die Vorstellung eines Kinderkreuzzuges auf einem sprachlichen [[Missverständnis]]. Das lateinische Wort „puer“ kann nicht nur als „Kind“ oder „Knabe“ übersetzt werden, sondern auch als „Knecht“. Damit waren vor allem jüngste Kinder von Bauernfamilien bezeichnet, die oft höchstens eine Arbeit als Hirten oder [[Taglöhner]] fanden und so eine arme ländliche Unterschicht bildeten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Georges Duby]]: &amp;#039;&amp;#039;Les pauvres des campagnes dans l’occident médiéval jusqu&amp;#039;au XIIIe siècle&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Revue d’histoire de l’eglise de France.&amp;#039;&amp;#039; 1968 S. 23–32.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Philippe Ariès]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Kindheit.&amp;#039;&amp;#039; Hanser, München/Wien 1975, ISBN 3-446-12015-7.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Interpretation des Namens ist von mehreren neueren Forschungen zum Teil bestätigt worden.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Miccoli: &amp;#039;&amp;#039;La Crociata dei Fanciulli del 1212.&amp;#039;&amp;#039; In: Studi Medievali. 3. Serie, Band 2, 1961.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;raedts&amp;quot;&amp;gt;P. Raedts: &amp;#039;&amp;#039;The Children’s Crusade of 1212.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Medieval History.&amp;#039;&amp;#039; Band 3, 1977.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;roeder&amp;quot;&amp;gt;C. Roeder: &amp;#039;&amp;#039;Der Kinderkreuzzug von 1212 in Deutschland in der Sicht der Zeitgenossen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte in Köln.&amp;#039;&amp;#039; Band 34, 1993.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;dickson&amp;quot;&amp;gt;G. Dickson: &amp;#039;&amp;#039;La Genese de la Croisade des Enfants (1212).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bibliothèque de l’École des Chartes. Revue d’Érudition.&amp;#039;&amp;#039; Band 153, Nr. I, 1995.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Andere Forscher weisen auf eine Bedeutungsverschiebung des Begriffes &amp;#039;&amp;#039;puer&amp;#039;&amp;#039; hin, die im 13. Jahrhundert eingesetzt hatte und in Beziehung zu der neuentstandenen freiwilligen Armutsbewegung steht.&amp;lt;ref&amp;gt;M. Menzel: &amp;#039;&amp;#039;Die Kinderkreuzzüge in geistes- und sozialgeschichtlicher Sicht.&amp;#039;&amp;#039; In: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters. Band 55, 1999, S. 154f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== {{lang|la|&amp;#039;&amp;#039;peregrinatio&amp;#039;&amp;#039;}} ===&lt;br /&gt;
Weniger umstritten als der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Kind&amp;#039;&amp;#039; ist die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Kreuzzug&amp;#039;&amp;#039;. Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Kreuzzug&amp;#039;&amp;#039; wird im Deutschen erst ab dem 17. Jahrhundert verwendet. In den Quellen zum Kinderkreuzzug werden die Begriffe &amp;#039;&amp;#039;peregrinatio&amp;#039;&amp;#039; (Pilgerfahrt), &amp;#039;&amp;#039;iter&amp;#039;&amp;#039; (Weg) und &amp;#039;&amp;#039;expeditio&amp;#039;&amp;#039; (Feldzug) verwendet. Diese Begriffe mit der Angabe des Zieles Jerusalem und dem Hinweis auf das Tragen des Kreuzzeichens &amp;#039;&amp;#039;(crucisignati)&amp;#039;&amp;#039; ist durchaus die gängige zeitgenössische Bezeichnung für Kreuzzug. Obwohl die Teilnehmer des Kinderkreuzzuges unbewaffnet waren und kein päpstlicher Kreuzzugsaufruf vorhergegangen war, wird die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Kreuzzug&amp;#039;&amp;#039; in der Forschung als zutreffend betrachtet.&amp;lt;ref&amp;gt;P. Raedts: &amp;#039;&amp;#039;The Children’s Crusade of 1212.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Medieval History.&amp;#039;&amp;#039; Band 3, 1977, besonders den Abschnitt &amp;#039;&amp;#039;The “Crusade”&amp;#039;&amp;#039;, S. 300–310.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch hat der Begriff &amp;#039;&amp;#039;[[peregrinatio]]&amp;#039;&amp;#039; einen Deutungswandel von der ursprünglichen Bezeichnung einer Lebensform &amp;#039;&amp;#039;(Leben in der Fremde)&amp;#039;&amp;#039; zur Bezeichnung der christlichen &amp;#039;&amp;#039;[[Wallfahrt]]&amp;#039;&amp;#039; erfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn in der Folge weiterhin von „Kinderkreuzzug“ die Rede ist, muss dies immer in der erweiterten Bedeutung von {{lang|la|„puer“}} und {{lang|la|„peregrinatio“}} verstanden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellenlage ==&lt;br /&gt;
[[Datei:BritLibRoyal14CVIIFol006rMattParisSelfPort.jpg|mini|300px|Selbstporträt des Chronisten Matthäus Paris (1200–1259) in seiner &amp;#039;&amp;#039;Chronica Majora&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Quellenlage zu den Kinderkreuzzügen ist insofern dürftig, als kein einziger Augenzeugenbericht eines Teilnehmers erhalten geblieben ist. An die 50 zeitgenössische Quellen, vornehmlich Einträge in Kloster-Annalen, sind zu finden. Gemäß Peter Raedts können von diesen allerdings nur die 20 als relevant betrachtet werden, die vor 1220 entstanden sind.&amp;lt;ref name=&amp;quot;raedts&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrich Gäbler will die Zahl der zuverlässigen Quellen sogar auf fünf beschränkt sehen. Gäbler (1978)&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Autoren der Quellen, die zwischen 1220 und 1250 entstanden sind, können immerhin noch als Zeitgenossen betrachtet werden. Die Quellen, die nach 1250 entstanden sind, stammen jedoch vorwiegend aus zweiter oder dritter Hand.&amp;lt;ref&amp;gt;Die ausführlichste Darlegung der Quellenlage bei P. Raedts: &amp;#039;&amp;#039;The Children’s Crusade of 1212.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Medieval History.&amp;#039;&amp;#039; Band 3, 1977.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Historiker nahmen an, dass die [[Hirtenkreuzzug von 1251|Pastorellen]]-, die [[Flagellanten]]bewegung und die Kinderwallfahrten nach [[Le Mont-Saint-Michel|Mont-Saint-Michel]] mit dem Kinderkreuzzug in Verbindung stehen; aufgrund anderer Entstehungsbedingungen und abweichender Jahreszahlen gelten diese Zusammenhänge aber als wenig plausibel, auch weil diese Bewegungen nie die Befreiung Jerusalems zum Ziel hatten.&amp;lt;ref&amp;gt;M. Menzel: &amp;#039;&amp;#039;Die Kinderkreuzzüge in geistes- und sozialgeschichtlicher Sicht.&amp;#039;&amp;#039; 1999, S. 149f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sage vom [[Rattenfänger von Hameln]] gehört in den Kontext der [[Deutsche Ostsiedlung|Ostkolonisation]] und hat vermutlich mit dem Kinderkreuzzug nichts zu tun (vgl. [[Rattenfänger von Hameln#Historischer Hintergrund|Interpretation der Rattenfängersage]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sagen- und Legendenbildung zum Kinderkreuzzug hat schon sehr früh eingesetzt. In dieser Hinsicht sind vor allem drei Chronisten aus dem dreizehnten Jahrhundert von Bedeutung. Es handelt sich um [[Alberich von Trois-Fontaines]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;albrici&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Albrici monachi Trium-Fontium Chronicon.&amp;#039;&amp;#039; edition P. Scheffer-Boichorst. In: {{MGH|SS|23|631|950}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Matthäus Paris]]&amp;lt;ref&amp;gt;Henry Richard Luard (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Matthaei Parisiensis Chronica Majora.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Rolls Series]].&amp;#039;&amp;#039; (RS) London 1874.&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Vinzenz von Beauvais]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Bibliotheca mundi: Vincentii Bellovacensis speculum quadruplex; naturale, doctrinale, morale, historiale.…&amp;#039;&amp;#039; ExOfficina Typographica Baltazaris Belleri, Douai 1624; Neudruck: Akademische Druck- und Verlaganstalt, Graz 1964–1965.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihre Berichte zum Kinderkreuzzug sind sehr mythenumwoben und wurden in der späteren Historiographie stark rezipiert. Da sie als „Zeitzeugen“ gelten, wurden ihre Einträge bis weit ins 19. Jahrhundert als glaubwürdig betrachtet und oft unbesehen kopiert.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Dickson: &amp;#039;&amp;#039;The Children’s Crusade. Medieval history, modern mythistory.&amp;#039;&amp;#039; Palgrave Macmillan, Basingstoke u. a. 2008; besonders das Kapitel &amp;#039;&amp;#039;Mythistory: The Shape of a Story&amp;#039;&amp;#039;, S. 131–157.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anhand der als glaubwürdig eingestuften Quellen können die Chronologie und der Weg des Kinderkreuzzuges annähernd rekonstruiert werden. Gleichzeitig deutet das Fehlen von Quellen auf unplausible Interpretationen hin. So wurde für den französischen Zug, der laut Alberich von Trois-Fontaines von der [[Île-de-France]] nach [[Marseille]] geführt hatte, südlich der [[Loire]] kein einziger Chronikeintrag gefunden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;raedts&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Dana Carleton Munro]], George C. Sellery: &amp;#039;&amp;#039;A syllabus of medieval history, 395-1500.&amp;#039;&amp;#039; Department of history of the University of Pennsylvania, Philadelphia (Pa) 1913.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;dickson2008&amp;quot;&amp;gt;G. Dickson: &amp;#039;&amp;#039;The Children’s Crusade. Medieval history, modern mythistory.&amp;#039;&amp;#039; Palgrave Macmillan, Basingstoke u. a. 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kontext ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Saladin Guy.jpg|mini|300px|Saladin erobert das &amp;#039;&amp;#039;Wahre Kreuz&amp;#039;&amp;#039;. Darstellung in der &amp;#039;&amp;#039;Chronica majora&amp;#039;&amp;#039; von Matthäus Paris, 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Krise der Kreuzzugsbewegung ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1187 erlitten die Kreuzfahrer bei der [[Schlacht von Hattin]] eine massive Niederlage. [[Saladin]] eroberte das [[Königreich Jerusalem]] zurück und es gelang ihm, das [[Heiliges Kreuz|&amp;#039;&amp;#039;Wahre Kreuz Christi&amp;#039;&amp;#039;]] zu erbeuten. Im darauf folgenden [[Dritter Kreuzzug|Dritten Kreuzzug]] (1189–1192) wurde zwar die Stadt [[Akkon]] zurückerobert, eine Rückgewinnung [[Jerusalem]]s misslang jedoch. Der [[Vierter Kreuzzug|Vierte Kreuzzug]] von 1204 wurde zu einem völligen Misserfolg, da er nach dem christlichen [[Konstantinopel]] umgeleitet wurde und mit der Eroberung und Plünderung der Stadt endete. In dieser Krise des Kreuzzuges entstand im Norden Frankreichs eine Bewegung der freiwilligen Armut. Prediger wie [[Petrus von Blois]], [[Alain de Lille]], [[Fulko von Neuilly]] und andere vertraten die Ansicht, dass nur eine Bewegung von Unschuldigen und Armen fähig sein werde, das Grab Christi zurückzuerobern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;raedts&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kreuzzug gegen die Albigenser ===&lt;br /&gt;
Am Ende des 11. Jahrhunderts war die [[Laienbewegung]] der [[Katharer]] entstanden, die besonders in [[Okzitanien (historische Region)|Okzitanien]] (Südfrankreich) große Verbreitung fand. Als alle Gegenmaßnahmen der Kirche gegen die [[Ketzer]] wenig fruchteten, rief Papst [[Innozenz III.]] 1208 nach der Ermordung von [[Pierre de Castelnau]] zum [[Albigenserkreuzzug|Kreuzzug]] gegen die [[Albigenser]] auf. Eine große Anzahl adliger und nichtadliger Leute aus dem Gebiet der Île-de-France folgte dem Aufruf und schloss sich unter dem Bischof von [[Chartres]] 1210 dem Kreuzzugsheer an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schlacht bei Las Navas de Tolosa ===&lt;br /&gt;
1211 überquerte ein [[Almohaden]]-Heer unter Sultan [[Muhammad an-Nasir]] die [[Straße von Gibraltar]] und eroberte christliche Gebiete Spaniens zurück, so unter anderem die Ordensburg des [[Orden von Calatrava|Ordens von Calatrava]] in Salvatierra (eine mittelalterliche Burg in der Provinz Ciudad Real in Spanien, um 1199–1211 Sitz des Ordens). Daraufhin rief Papst Innozenz III. zu einem Kreuzzug auf. Gleichzeitig forderte der Papst die ganze Christenheit auf, in Prozessionen für den Sieg gegen die &amp;#039;&amp;#039;inimicos Christianitatis&amp;#039;&amp;#039; (Feinde der Christenheit) zu beten. Das Unternehmen endete schließlich am 16. Juli 1212 mit dem Sieg der Christen über die Muslime in der [[Schlacht bei Las Navas de Tolosa]].&amp;lt;ref&amp;gt;Zum Kontext vergleiche G. Dickson: &amp;#039;&amp;#039;The Children’s Crusade. Medieval history, modern mythistory.&amp;#039;&amp;#039; Basingstoke u. a. 2008, besonders das Kapitel &amp;#039;&amp;#039;Birthpangs of the Children’s Crusade&amp;#039;&amp;#039;, S. 36–58.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung: Étienne de Cloyes (Stefan von Cloyes) ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Chartres cathedral.jpg|mini|[[Kathedrale von Chartres]], Bauzeit von 1194 bis 1260]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als in der [[Oktav (Liturgie)|Oktave]] nach Pfingsten 1212 Papst Innozenz III. auch Prozessionen im Raume von Chartres angeordnet hatte, schienen einige dieser Prozessionen sich der Kontrolle des Klerus entzogen und verselbstständigt zu haben. Mit Fahnen, Kreuzen, Kerzen und Weihrauchfässern seien diese Prozessionen durch verschiedene Städte des [[Pariser Becken]]s gezogen und hätten gesungen: &amp;#039;&amp;#039;Domine deus, exalta Christianitatem et redde nobis veram crucem&amp;#039;&amp;#039; (Herr Gott, erhöhe das Christentum und gib uns das wahre Kreuz zurück).&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Auctarium Mortui Maris.&amp;#039;&amp;#039; edition L. Bethmann. In: {{MGH|SS|6|463|469}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Chronist aus [[Laon]] berichtet, dass fast gleichzeitig ein junger Hirte namens Étienne (deutsch: Stefan) in [[Cloyes-sur-le-Loir|Cloyes]], einem Dorf in der Nähe von [[Vendôme]], aufgetreten sei, der behauptet habe, Jesus sei ihm in der Gestalt eines armen Pilgers erschienen und habe ihm einen Brief für den französischen König gegeben. Von ganz Frankreich seien ihm Anhänger zugeströmt. Die bis auf 30.000 Personen angewachsene Schar sei Étienne nach [[Saint-Denis (Seine-Saint-Denis)|St. Denis]] gefolgt, wo dieser etliche Wunder gewirkt habe und als Anführer anerkannt worden sei. Doch der König [[Philipp II. (Frankreich)|Philippe Auguste]] habe die Bewegung aufgelöst, nachdem er die Magister von Paris befragt habe. Étienne de Cloyes habe ihm gehorcht und die große Menge habe sich zerstreut.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Chronicon universale anonymi Laudunensis.&amp;#039;&amp;#039; edition A. Cartellieri und W. Stechele, in: {{MGH|SS|26|442|443}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist die letzte Nachricht von Étienne de Cloyes. Doch nicht alle Teilnehmer scheinen nach Hause gegangen zu sein. Ende Juni, Anfang Juli 1212 war eine Gruppe von &amp;#039;&amp;#039;pueri&amp;#039;&amp;#039; in &amp;#039;&amp;#039;Rocourt&amp;#039;&amp;#039; nahe bei [[Saint-Quentin]] anzutreffen. Sie waren dort an sozialen Unruhen beteiligt oder sogar deren Auslöser &amp;#039;&amp;#039;(occasione puerorum)&amp;#039;&amp;#039;. Es ging in dieser Auseinandersetzung zwischen dem Klerus und den Laien offenbar um die Verteilung der [[Almosen]].&amp;lt;ref&amp;gt;G. Dickson: &amp;#039;&amp;#039;The Children’s Crusade. Medieval history, modern mythistory.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Basingstoke u. a. 2008, Abschnitt &amp;#039;&amp;#039;Violence at Saint-Quentin.&amp;#039;&amp;#039;, S. 77–82.&amp;lt;/ref&amp;gt; Danach verlieren sich die Spuren der &amp;#039;&amp;#039;pueri&amp;#039;&amp;#039;. Möglicherweise zogen sie nach [[Liège|Lüttich]] weiter. Darauf deutet der Eintrag Reniers von Lüttich, vermutlich eines Zeitgenossen, in den Annalen seines Klosters hin. Jener Chronist erwähnt eine erstaunliche Bewegung von &amp;#039;&amp;#039;pueri&amp;#039;&amp;#039; aus Frankreich und Deutschland &amp;#039;&amp;#039;(de Romano quam Teutonico regno)&amp;#039;&amp;#039;, in der Mehrheit Schäfer, die die &amp;#039;&amp;#039;Absicht zeigten, das Meer zu überqueren, um das zu erreichen, was den Mächtigen und Königen nicht gelungen war, nämlich das Heilige Grab zurückzugewinnen&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Erat autem eorum intentio mare se velle transire, et quod potentes et reges non fecerant, sepulcrum Christi recuperare&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;Reineri Annales S. Jacobi Leodiensis.&amp;#039;&amp;#039; edition G. H. Pertz. In: {{MGH|SS|16|632|83}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Renier fixiert das Ereignis auf Anfang Juli 1212. Von Lüttich zogen die jungen Kreuzfahrer (vermutlich über [[Aachen]]) nach [[Köln]] weiter, wo sie sich mit dem deutschen Zug vereinigten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Deutscher Zug: Nikolaus von Köln ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hasak - Der Dom zu Köln - 006 Alter Dom.jpg|mini|Der Kölner [[Hildebold-Dom]] (bis 1248), Nachzeichnung aus dem [[Hillinus-Codex]] (11. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen [[Ostern]] und dem [[Weißer Sonntag|Weißen Sonntag]] des Jahres 1212 sammelten sich in den [[Rheinland]]en und in [[Niederlothringen]] Scharen von „pueri“, um sich auf den Weg nach Jerusalem zu begeben. Aus den Quellen ist kein äußerer Anlass ersichtlich. In einigen Quellen wird ein gewisser Nikolaus, ein Junge aus [[Köln]], als Anführer genannt. Diesem sei ein Engel erschienen, der ihn aufgefordert habe, das [[Grabeskirche|heilige Grab]] von den [[Sarazenen]] zu befreien. Gott werde den Zug unterstützen und das Meer teilen, so dass sie wie die [[Israeliten]] (vgl. [[2. Buch Mose|Exodus]], Kapitel 13–15) trockenen Fußes in das Heilige Land gelangen würden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ce427-53&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Chronicon Ebersheimense.&amp;#039;&amp;#039; edition L. Weiland. In: {{MGH|SS|23|427|53}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Chronik von [[Trier]] berichtet, dass Nikolaus ein Kreuzzeichen in der Form eines [[Tau (Buchstabe)|Taus]] als Zeichen seiner Auserwählung auf sich getragen habe.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Gestorum Treverorum continuatio IVa&amp;#039;&amp;#039;. In: {{MGH|SS|24|368|399}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anhand der Einträge in verschiedenen Chroniken kann der Zug ungefähr rekonstruiert werden. Von Köln zog die Gruppe über Trier nach [[Speyer]] und von da weiter Richtung Süden. Die Reise wird ziemlich erschöpfend gewesen sein. Eine Chronik aus Köln berichtet, dass bereits vor der Überquerung der Alpen viele der Teilnehmer durch Hunger und Durst gestorben seien.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Chronica Regia Coloniensis continuatio IIIa&amp;#039;&amp;#039;. In: {{MGH|SSrerGerm|18|199|256}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wo genau die Alpen überquert worden sind, ist aus den Quellen schwer ersichtlich. Die Häufung von Einträgen in [[Bayern|bayerischen]] und österreichischen Chroniken lässt die Vermutung zu, dass der Zug über den [[Brennerpass|Brenner]] in die [[Lombardei]] gelangte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;raedts&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über [[Cremona]] und [[Piacenza]] kamen die Kreuzzugteilnehmer schließlich am 25. August in [[Genua]] an. Der Stadtchronist von Genua vermerkte, dass an die 7000 Männer, Frauen und Kinder („pueros et puellas“) in die Stadt gelangt seien. Einige hätten die Stadt bereits anderntags verlassen, offensichtlich enttäuscht darüber, dass das Wunder der Meeresteilung ausgeblieben war.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Annales Ianuenses.&amp;#039;&amp;#039; edition K. Pertz. In: {{MGH|SS|18|1|356}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem „Debakel von Genua“&amp;lt;ref name=&amp;quot;raedts&amp;quot; /&amp;gt; scheint sich der Zug aufgeteilt zu haben. Ein Teil zog weiter nach Marseille, ein anderer Teil zog Richtung Rom. Dort sollen sie gemäß den Annalen von Marbach Papst [[Innozenz III.]] aufgesucht haben, damit sie von dem Kreuzzugsgelübde entbunden würden.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Annales Marbacenses.&amp;#039;&amp;#039; edition H. Bloch. In: {{MGH|SSrerGerm|9|1|103}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine größere Gruppe soll versucht haben, in [[Pisa]] und [[Brindisi]] Schiffe nach [[Palästina (Region)|Palästina]] zu besteigen. Die wenigen, denen dies gelang, seien schließlich als Sklaven an die [[Sarazenen]] verkauft worden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ce427-53&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keiner der Kreuzzugsteilnehmer scheint das Heilige Land je erreicht zu haben. Einige sind wohl in Italien geblieben, wo sie sich als Knechte und Mägde verdingten. Alle Quellen sind sich einig, dass von den Tausenden, die die Alpen überquert hatten, nur wenige den Weg zurückfanden. Auf dem Heimweg wurden sie nicht selten hämisch empfangen. Der Marbacher Annalist vermerkt nicht ohne Hohn, dass diejenigen, die auf der Hinfahrt singend in Scharen gegen Süden gezogen seien, nun kleinlaut, barfüßig, hungrig und von allen verlacht nach Hause gekommen seien.&amp;lt;ref&amp;gt;zitiert bei C. Roeder: &amp;#039;&amp;#039;Der Kinderkreuzzug von 1212 in Deutschland in der Sicht der Zeitgenossen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte in Köln.&amp;#039;&amp;#039; Band 34, 1993, S. 30.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Französischer Zug laut Alberich von Trois-Fontaines ==&lt;br /&gt;
Von Alberich, einem Mönch aus dem [[Kloster Trois-Fontaines]], stammt eine Erzählung über den Kinderkreuzzug, die an die Ereignisse um Stefan von Cloyes anknüpft, wegen fehlender Vergleichsquellen von den meisten Forschern heute als unplausibel bezeichnet, aber teilweise immer noch kolportiert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe etwa: G. Signori: &amp;#039;&amp;#039;Das 13. Jahrhundert: eine Einführung in die Geschichte des spätmittelalterlichen Europas.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart 2007, S. 40f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Erzählung, die neben Mythen auch viel Geschichtliches enthält, fand große Verbreitung und ist Grundlage für die weitere Entwicklung des sogenannten „französischen Zugs“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;albrici&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;200&amp;quot; heights=&amp;quot;180&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Kirchhoff kinderkreuzzug 1843.jpg|&amp;#039;&amp;#039;Der Kreuzzug der Kinder&amp;#039;&amp;#039;, Phantasiedarstellung von [[Johann Jakob Kirchhoff]], 1843.&lt;br /&gt;
 Gustave dore crusades the childrens crusade.jpg|&amp;#039;&amp;#039;Der Kinderkreuzzug&amp;#039;&amp;#039;, romantisierende Illustration von [[Gustave Doré]], 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert&lt;br /&gt;
 Childrens crusade gray frontispiece.jpg|Vermutliche Kirche der &amp;#039;&amp;#039;Neuen Unschuldigen&amp;#039;&amp;#039; nahe Carloforte auf der Insel San Pietro eines unbekannten Illustrators&amp;lt;ref&amp;gt;Abbildung eines unbekannten Illustrators in George Zabriskie Gray: &amp;#039;&amp;#039;The children&amp;#039;s crusade; an episode of the thirteenth century.&amp;#039;&amp;#039; Houghton/Mifflin, Boston / New York 1898 ([https://archive.org/details/childrenscrusade00grayuoft/page/n7/mode/2up Digitalisat.]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Alberich zog der Kreuzzug der kleinen Kinder &amp;#039;&amp;#039;(expeditio infantium)&amp;#039;&amp;#039; von Vendôme nach Paris. Als sie zu 30.000 zusammen waren, zogen sie nach Marseille, um das Meer zu überqueren und gegen die Sarazenen zu kämpfen. Die Kinder seien von zwei übelgesinnten Kaufleuten und Kapitänen, Hugo Ferreus („der Eiserne“) und Wilhelm Porcus („das Schwein“), auf sieben große Schiffe gelockt worden. Nach zwei Tagen seien sie in einen Sturm geraten, und zwei der Schiffe seien vor Sardinien gesunken. Papst [[Gregor IX.]] (1227–1241) habe später diesen Kindern zu Ehren eine Kirche der &amp;#039;&amp;#039;Neuen Unschuldigen&amp;#039;&amp;#039; auf der Insel [[San Pietro (Insel)|San Pietro]] gestiftet. Die restlichen fünf Schiffe seien nach [[Bejaia]] und [[Alexandria]] weitergefahren, wo die Kinder den Sarazenen als Sklaven verkauft worden seien. Unter diesen Sklaven hätten sich auch vierhundert Kleriker befunden. Obendrein seien die Kinder noch im selben Jahr weiter nach [[Bagdad]] verkauft worden, wo achtzehn von ihnen als Märtyrer gestorben seien. Achtzehn Jahre nach dem Kinderkreuzzug (1230) hätten sich immer noch siebenhundert Kinder, jetzt im Mannesalter, als Sklaven in Alexandria befunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
=== Wissenschaftliche Literatur ===&lt;br /&gt;
* Gary Dickson: &amp;#039;&amp;#039;The Children’s Crusade. Medieval history, modern mythistory.&amp;#039;&amp;#039; Palgrave Macmillan, Basingstoke u. a. 2008, ISBN 978-1-4039-9989-4.&lt;br /&gt;
* [[Michael Menzel (Historiker)|Michael Menzel]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Kinderkreuzzüge in geistes- und sozialgeschichtlicher Sicht.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters.&amp;#039;&amp;#039; Band 55, 1999, {{ISSN|0012-1223}}, S. 117–156.&lt;br /&gt;
* [[Franco Cardini]]: &amp;#039;&amp;#039;La crociata dei fanciulli.&amp;#039;&amp;#039; Giunti, Florenz 1999, ISBN 88-09-21770-5.&lt;br /&gt;
* Gary Dickson: &amp;#039;&amp;#039;La Genese de la Croisade des Enfants (1212).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bibliothèque de l’École des Chartes. Revue d’Érudition.&amp;#039;&amp;#039; Band 153, Nr. I, 1995, {{ISSN|0373-6237}}, S. 53–103.&lt;br /&gt;
* Corinna Roeder: &amp;#039;&amp;#039;Der Kinderkreuzzug von 1212 in Deutschland in der Sicht der Zeitgenossen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte in Köln.&amp;#039;&amp;#039; Band 34, 1993, {{ISSN|0720-3659}}, S. 5–44.&lt;br /&gt;
* [[Ulrich Gäbler]]: &amp;#039;&amp;#039;Der „Kinderkreuzzug“ vom Jahre 1212&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Schweizerische Zeitschrift für Geschichte]].&amp;#039;&amp;#039; Nr. 28, 1978, {{ISSN|0036-7834}}, S. 1–14 ([https://www.e-periodica.ch/digbib/view?rid=szg-006:1978:28::19 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* Peter Raedts: &amp;#039;&amp;#039;The Children’s Crusade of 1212.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Medieval History.&amp;#039;&amp;#039; Band 3, 1977, {{ISSN|0304-4181}}, S. 279–324.&lt;br /&gt;
* Giovanni Miccoli: &amp;#039;&amp;#039;La Crociata dei Fanciulli del 1212.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Studi Medievali.&amp;#039;&amp;#039; 3. Serie, Band 2, 1961, {{ISSN|0391-8467}}, S. 407–443.&lt;br /&gt;
* George Zabriskie Gray: &amp;#039;&amp;#039;The Children’s Crusade. An episode of the thirteenth century.&amp;#039;&amp;#039; Hurd &amp;amp; Houghton, New York (NY) 1872 ([https://quod.lib.umich.edu/cgi/t/text/text-idx?c=moa;idno=ACS3489.0001.001 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* [[Reinhold Röhricht]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Kinderkreuzzug 1212.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Historische Zeitschrift.&amp;#039;&amp;#039; Band 36, 1876, {{ISSN|0018-2613}}, S. 1–8.&lt;br /&gt;
* [[Klaus Arnold (Historiker)|Klaus Arnold]]: &amp;#039;&amp;#039;Kinderkreuzzug.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon des Mittelalters.&amp;#039;&amp;#039; Band 5. 1991, S. 1150–1151.&lt;br /&gt;
* [[Jonathan Riley-Smith]]: &amp;#039;&amp;#039;Kreuzzüge.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Theologische Realenzyklopädie (TRE).&amp;#039;&amp;#039; Band 20, 1990 (S. 1–10, zum Kinderkreuzzug; S. 2, 13–15 zum allgemeinen Hintergrund große Teile des Artikels).&lt;br /&gt;
* [[Gabriela Signori]]: &amp;#039;&amp;#039;Das 13. Jahrhundert: eine Einführung in die Geschichte des spätmittelalterlichen Europas&amp;#039;&amp;#039;. Kohlhammer, Stuttgart 2007, ISBN 3-17-019096-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Belletristik ===&lt;br /&gt;
* [[Jerzy Andrzejewski]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Pforten des Paradieses&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt a. Main 1989, ISBN 3-596-29330-8.&lt;br /&gt;
* Helene Pages: &amp;#039;&amp;#039;Von Godefried und Mechthildis die kreuzfahren gingen&amp;#039;&amp;#039;. Herder &amp;amp; Co. G.m.b.H Verlagsbuchhandlung, Freiburg im Breisgau 1924&lt;br /&gt;
* [[Thea Beckman]]: &amp;#039;&amp;#039;Kruistocht in spijkerbroek.&amp;#039;&amp;#039; 1973 (deutsch: &amp;#039;&amp;#039;[[Kreuzzug in Jeans (Buch)|Kreuzzug in Jeans]].&amp;#039;&amp;#039; dtv, München 2008, ISBN 978-3-423-71311-5).&lt;br /&gt;
* [[Peter Berling]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Kreuz der Kinder.&amp;#039;&amp;#039; Ullstein, Berlin 2008. ISBN 978-3-548-26919-1.&lt;br /&gt;
* [[Andreas Brandhorst]]: &amp;#039;&amp;#039;Äon.&amp;#039;&amp;#039; Heyne, München 2009, ISBN 978-3-453-53295-3.&lt;br /&gt;
* [[Bertolt Brecht]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Kinderkreuzzug 1939]]&amp;#039;&amp;#039;. Gedicht. 1941; (= &amp;#039;&amp;#039;SchriftBild.&amp;#039;&amp;#039;). einmalige Auflage, Leipziger Bibliophilen-Abend, Leipzig 2012, OCLC-Nummer: 827037130.&lt;br /&gt;
* [[Astrid Fritz]]: &amp;#039;&amp;#039;Unter dem Banner des Kreuzes.&amp;#039;&amp;#039; Rowohlt Taschenbuch, 2017, ISBN 3499271052&lt;br /&gt;
* [[Andreas Galk]]: &amp;#039;&amp;#039; Der Kreuzzug der Kinder.&amp;#039;&amp;#039; Hörspielreihe 2023, deepwater media.&lt;br /&gt;
* [[Alma Holgersen]]: &amp;#039;&amp;#039;Kinderkreuzzug.&amp;#039;&amp;#039; Wien 1940&lt;br /&gt;
* [[Ricarda Jordan]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Eid der Kreuzritterin.&amp;#039;&amp;#039; Digitales Hörbuch, Lübbe Audio, Köln 2010, ISBN 978-3-8387-6709-3.&lt;br /&gt;
* Bernd Kaufmann: &amp;#039;&amp;#039;Mitternachtslämmer.&amp;#039;&amp;#039; BKP-Verlag, Zweibrücken 2018, ISBN 978-3-9813424-7-5.&lt;br /&gt;
* [[Harald Parigger]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Der schwarze Mönch (Parigger)|Der schwarze Mönch.]]&amp;#039;&amp;#039; Schneider, München 1994, ISBN 3-505-04897-6.&lt;br /&gt;
* [[Herbert Plate]]: &amp;#039;&amp;#039;Der weiße Falke. Der Kinderkreuzzug nach Jerusalem.&amp;#039;&amp;#039; Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 1995, ISBN 3-596-80023-4.&lt;br /&gt;
* Evan H. Rhodes: &amp;#039;&amp;#039;Im Zeichen des Kreuzes.&amp;#039;&amp;#039; BLT (Lübbe), Bergisch Gladbach 2000, ISBN 3-404-92056-2.&lt;br /&gt;
* Thomas Ritter: &amp;#039;&amp;#039;Sehnsucht nach dem Paradies.&amp;#039;&amp;#039; Ancient-Mail-Verlag, Groß-Gerau 2003, ISBN 3-935910-06-1.&lt;br /&gt;
* Thomas Ritter: &amp;#039;&amp;#039;Im Namen des Herrn. Die Kreuzzüge der ungeliebten Kinder.&amp;#039;&amp;#039; König, Greiz (Thüringen) 2005, ISBN 3-934673-07-4.&lt;br /&gt;
* [[Leopold Schefer]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Hirtenknabe Nikolas, oder der Kinderkreuzzug im Jahre 1212.&amp;#039;&amp;#039; F. A. Brockhaus, Leipzig 1857.&lt;br /&gt;
* [[Marcel Schwob]]: Der Kinderkreuzzug. Eine Legende („La Croisade des enfants“). Thorbecke, Lindau 1949 (Nachdruck der Ausgabe Leipzig 1917).&lt;br /&gt;
* [[Kurt Vonnegut]]: &amp;#039;&amp;#039;Slaughterhouse Five or The Children’s Crusade.&amp;#039;&amp;#039; 1969 (= &amp;#039;&amp;#039;[[Schlachthof 5 oder Der Kinderkreuzzug]].&amp;#039;&amp;#039; 1972, Neuausgabe: Reinbek 2010, ISBN 978-3-499-25313-3).&lt;br /&gt;
* Christian Waluszek: &amp;#039;&amp;#039;Philipp der Pfeifer.&amp;#039;&amp;#039; ungekürzte Ausgabe, Deutscher Taschenbuch-Verlag, München 1992, ISBN 3-423-70266-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dokumentationen ==&lt;br /&gt;
* [https://programm.ard.de/TV/Audiodeskription/Startseite/?sendung=281084000639862 &amp;#039;&amp;#039;Unsere Geschichte - Der Kreuzzug der Kinder.&amp;#039;&amp;#039;] (&amp;#039;&amp;#039;Der Kreuzzug der Kinder. Eine szenische Dokumentation.&amp;#039;&amp;#039;) TV-Dokumentation von Reinhold Jaretzky, Martin Papirowski, Produktion: Zauberbergfilm Berlin, Deutschland [[ZDF]]/[[arte]] (1999) 2006 ([https://www.youtube.com/watch?v=W8fmN_aYmo8 permanente Ansicht auf: &amp;#039;&amp;#039;youtube.com&amp;#039;&amp;#039;]).&lt;br /&gt;
* [https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/der-kreuzzug-der-kinder-entstehung-eines-mythos-100.htm &amp;#039;&amp;#039;Der Kreuzzug der Kinder – Entstehung eines Mythos.&amp;#039;&amp;#039;] (Teil 1) TV-Dokumentation in [[High Definition Television|HD]] von Martin Papirowski, Deutschland, [[ZDF]], [[arte]], [[WDR]] 2020 ([https://www.youtube.com/watch?v=qasgM-d8-xE permanente Ansicht auf: &amp;#039;&amp;#039;youtube.com&amp;#039;&amp;#039;]); Mitwirkend: Christoph Markschies – Theologe, Nikolas Jaspert – Historiker, Michael Embach – Philologe, Sabina Pauen – Psychologin, Carola Berszin – Pathologin, Francois-Olivier Touati – Historiker.&lt;br /&gt;
* [https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/der-kreuzzug-der-kinder-geheimnisse-des-vatikans-100.html &amp;#039;&amp;#039;Der Kreuzzug der Kinder – Geheimnisse des Vatikans.&amp;#039;&amp;#039;] (Teil 2) TV-Dokumentation in [[High Definition Television|HD]] von Martin Papirowski, Deutschland, [[ZDF]], [[arte]], [[WDR]] 2020 ([https://www.youtube.com/watch?v=WaDHBodB9Mg permanente Ansicht auf: &amp;#039;&amp;#039;youtube.com&amp;#039;&amp;#039;]); Mitwirkend: Christoph Markschies – Theologe, Francois-Olivier Touati – Historiker, Nikolas Jaspert – Historiker, Michael Embach – Philologe, Stefan Daberkow – Kunsthistoriker, Martina Winkler – Historikerin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spielfilme ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Die Pforten des Paradieses]].&amp;#039;&amp;#039; – Spielfilm von [[Andrzej Wajda]] nach dem gleichnamigen Roman von Jerzy Andrzejewski, GB/YUG 1968.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Richard Löwenherz und die Kinder Gottes]].&amp;#039;&amp;#039; – von [[Francis Ford Coppola]] produzierter Spielfilm von [[Franklin J. Schaffner]], USA 1987.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Kreuzzug in Jeans]].&amp;#039;&amp;#039; – Spielfilm, der das Thema als Ziel einer unfreiwilligen Zeitreise aufgreift, NL/D/USA 2007.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Fordham University / Paul Halsall: [https://sourcebooks.fordham.edu/source/1212pueri.asp &amp;#039;&amp;#039;Medieval Sourcebook: Chronica Regiae Coloniensis, s.a.1213 - The &amp;quot;Children&amp;#039;s Crusade&amp;quot;, 1212.&amp;#039;&amp;#039;] Auf: &amp;#039;&amp;#039;sourcebooks.fordham.edu&amp;#039;&amp;#039; erstellt 26. Januar 1996; letzte Revision 20. Januar 2021; zuletzt abgerufen am /. Dezember 2022.&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/5/0,1872,3999045,00.html | wayback=20070204104346 | text=ZDF-Sendung „Sphinx: Der Kreuzzug der Kinder“}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.historyhouse.com/in_history/childrens_crusade/ | wayback=20070207200343 | text=History House: The Children’s Crusade}} ({{enS}})&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Kreuzzüge}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4163835-9|LCCN=sh/85/023587}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:1212]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kreuzzug]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Französische Geschichte (13. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kindheit und Krieg]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-31888-61</name></author>
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