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	<title>Kindchenschema - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-26T15:53:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kindchenschema&amp;diff=107133&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Das Kindchenschema bei Frauen */ Tippfehler entfernt</title>
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		<updated>2025-10-17T13:48:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Das Kindchenschema bei Frauen: &lt;/span&gt; &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Kindchenschema - Mensch.jpg|mini|310px|[[Kind]]er haben charakteristische Gesichtszüge, die bei Erwachsenen die Bereitschaft auslösen und  verstärken, sie zu beschützen und zu umsorgen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kindchenschema&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet die bei Menschenkindern und bei Jungtieren vorkommenden kindlichen Proportionen, vor allem auch bestimmte Gesichtszüge, die als [[Schlüsselreiz]] wirken und so das [[Brutpflege]]verhalten auslösen. Dadurch ist gewährleistet, dass die Eltern für ihre Jungen bzw. Kinder sorgen, sie [[säugen]] bzw. [[stillen]], [[Babynahrung|füttern]], ihnen [[Ernährung des Menschen|Mahlzeiten]] zubereiten, sie beschützen und großziehen. Bei Arten, bei denen die Sprösslinge eine lange Kindheit haben, spielen solche durch [[Instinktverhalten]] abgesicherten Reaktionen auch eine wichtige Rolle, um die [[emotion]]ale Bindung der Eltern an das Kind ([[Eltern-Kind-Beziehung]]) lange aufrechtzuerhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Evolutionsbiologischer Nutzen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kopfproportionen.svg|mini|Die Änderung der Gesichts- und Schädelproportionen beim Säugling, Kind und Erwachsenen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1943 prägte [[Konrad Lorenz]] den Begriff &amp;#039;&amp;#039;Kindchenschema&amp;#039;&amp;#039; als Bezeichnung eines Merkmal[[Aggregat (Philosophie)|aggregats]] des Kleinkindergesichts (und der Kopf- und Gesichtsproportionen diverser Jungtiere).&amp;lt;ref&amp;gt;Konrad Lorenz: &amp;#039;&amp;#039;Die angeborenen Formen möglicher Erfahrung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für Tierpsychologie]].&amp;#039;&amp;#039; Band 5, Heft 2, 1943, S. 274ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu diesen Merkmalen zählen ein [[Körperproportion|proportional]] gesehen großer Kopf, eine hohe Stirnregion und damit einhergehend eine relativ weit unten liegende Platzierung der Gesichtsmerkmale. Darüber hinaus gehören ein rundliches Gesicht, große, runde Augen, eine kleine Nase, ein kleines Kinn, rundliche Wangen und eine elastische, weiche Haut zu den Charakteristika. Der kindliche Kopf ist im Vergleich zum Körper größer als beim Erwachsenen, und die Gliedmaßen (Arme, Beine, Finger) sind kürzer.&amp;lt;ref&amp;gt;Hartmut Solbach: &amp;#039;&amp;#039;Vita Nova.&amp;#039;&amp;#039; Buchner, Bamberg 2008, ISBN 3-7661-3323-3, S. 291.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Evolution]]sbiologisch betrachtet bedeutet dieses Ansprechen der Eltern und anderer Bezugspersonen auf kindliche Merkmale einen Vorteil. Denn diese werden dadurch zum notwendigen bzw. förderlichen Schutz- und Fürsorgeverhalten motiviert. Dass dies funktioniert, wies Thomas Alley 1983 nach: Erwachsene verhalten sich gegenüber kindchenschemagerechten Merkmalen stärker schützend, fürsorglicher und weniger aggressiv, als sie sich gegenüber älteren Individuen verhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas R. Alley: &amp;#039;&amp;#039;Infantile Head Shape as an Elicitor of Adult Protection.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Merrill-Palmer Quaterly.&amp;#039;&amp;#039; Band 29, Nr. 4, 1983, S. 411–427.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele aus dem Tierreich ==&lt;br /&gt;
Das Kindchenschema gibt es genauso wie beim Menschen auch im [[Tier]]reich. Jungtiere fast aller Tierarten werden nicht nur von ihren älteren Artgenossen, sondern auch vom Menschen mit besonderer Fürsorge bedacht, wenn von ihnen Schlüsselreize ausgehen, die dem Kindchenschema entsprechen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kindchenschema gibt es nicht nur bei Säugetieren, sondern bei allen rezenten [[Wirbeltiere|Vertebraten]]. Auch ausgestorbene Wirbeltiere wie beispielsweise der [[Holotyp]] des Raubsauriers &amp;#039;&amp;#039;[[Sciurumimus]]&amp;#039;&amp;#039;, ein außergewöhnlich gut erhaltenes Jungtier, zeigen ein Kindchenschema.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.uni-muenchen.de/forschung/news/2012/f-27-12.html &amp;#039;&amp;#039;Daunenweicher Dino gefunden.&amp;#039;&amp;#039;] Auf: &amp;#039;&amp;#039;uni-muenchen.de&amp;#039;&amp;#039; (Webseite der [[Ludwig-Maximilians-Universität München]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vervet monkey and baby.jpg|[[Südliche Grünmeerkatze|Meerkatze]], Muttertier mit Jungem&lt;br /&gt;
Chihuahua karl.jpg|[[Chihuahua (Hunderasse)|Chihuahua]], eine zum Kindchenschema hin gezüchtete Hunderasse&lt;br /&gt;
Alert Pug Puppy.jpg|Extreme Züchtung: Kindchenschema beim [[Mops]], einer [[Brachycephalie|brachycephalen]] Hunderasse&lt;br /&gt;
Sleeping baby cat 2.jpg|Auch bei geschlossenen Augen wirkt das Kindchenschema.&lt;br /&gt;
Knut IMG 8095.jpg|Der kleine Eisbär [[Knut (Eisbär)|Knut]] im [[Zoologischer Garten Berlin|Berliner Zoo]]&lt;br /&gt;
Xaveropterus head.jpg|Fossiler Schädel eines jungen Raubsauriers &amp;#039;&amp;#039;[[Sciurumimus]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Eintrageverhalten 3.jpg|Das Kindchenschema kann [[Eintrageverhalten]] auslösen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Die [[Assoziation (Psychologie)|Assoziation]] des Kindchenschemas mit „süß“ und „niedlich“ wirkt allgemein und auch in Bereichen, die über die ursprüngliche biologische Funktion hinausgehen. In japanischen [[Manga]] und [[Anime]] wird das Kindchenschema (übergroße Augen und Köpfe, sehr kleine oder fehlende Nasen) eingesetzt, um die Attraktivität zu erhöhen. Übertrieben wird dies im [[Super Deformed|Super-Deformed]]-Zeichenstil verwendet. Das ästhetische Konzept, das Unschuld und Kindlichkeit betont und sich auf alle Bereiche der japanischen Gesellschaft ausgedehnt hat, wird mit dem Wort &amp;#039;&amp;#039;[[kawaii]]&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Cutest Koala.jpg|Vorbild für manche Teddybären ist der [[Koala]]&amp;lt;ref&amp;gt;Herbert Cherutti: &amp;#039;&amp;#039;[https://folio.nzz.ch/1996/marz/der-teddy-im-eukalyptuswald Der Teddy im Eukalyptuswald].&amp;#039;&amp;#039; Auf: &amp;#039;&amp;#039;folio.nzz.ch&amp;#039;&amp;#039; (NZZ-Folio); zuletzt abgerufen am 19. April 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Figure in Manga style.png|[[Fan-Art]] im [[Manga]]-Stil mit Darstellung des Kindchenschemas&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Kindchenschema bei Erwachsenen ==&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
Eine Studie an der [[Universität Regensburg]] versuchte nachzuweisen, dass erwachsene Männer- und Frauengesichter als besonders attraktiv beurteilt werden, wenn man sie mit Computerhilfe dem Kindchenschema annähert, also einen gewissen Kindchenanteil hinzumischt (Braun, Gründl, Marberger und Scherber)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Christoph Braun, Martin Gründl, Claus Marberger, Christoph Scherber|Titel=Beautycheck - Ursachen und Folgen von Attraktivität|Verlag=Universität Regensburg: Psychologisches Institut|Datum=2003-09-22|DNB=1036999025|URN=nbn:de:bsz:291-psydok-83|Online=[https://psydok.psycharchives.de/jspui/bitstream/20.500.11780/45/1/beauty_mi_zensiert.pdf Volltext als PDF]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch in der [[Kosmetik]] wird das Kindchenschema eingesetzt, um die Attraktivität zu erhöhen. Karl Grammer grenzt dagegen im Blick auf Attraktivität ein „Sexy-Schema“ vom Kindchenschema ab&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Grammer: &amp;#039;&amp;#039;Signale der Liebe. Die biologischen Gesetze der Partnerschaft.&amp;#039;&amp;#039; München 2000, S. 188.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine erwachsene Person, die dem Kindchenschema entspricht, wird mit positiven Merkmalen assoziiert: Freundlichkeit, Unschuld, Arglosigkeit, Anschein von Jugendlichkeit und Gesundheit, Erwartung von Fruchtbarkeit (Symons 1979).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Kindchenschema bei Frauen ===&lt;br /&gt;
Braun, Gründl, Marberger und Scherber (2001) untersuchten in der genannten Studie, inwieweit eine Annäherung der Gesichtsproportionen erwachsener Frauen an das Kindchenschema attraktivitätssteigernd wirkt. Dazu erstellten sie durch [[Morphing]] fünf Gesichtsvariationen von sechs verschiedenen Gesichtern, deren Proportionen in 10-%-Schritten an das Kindchenschema angenähert wurden. Aus den Varianten und dem Originalgesicht wählten die Probanden das auf sie am attraktivsten wirkende Gesicht aus. 90,48 % aller Befragten wählten ihren Favoriten aus den dem Kindchenschema angepassten Varianten aus. Im Durchschnitt wurde ein Kindchenschemaanteil von 29,21 % ausgewählt. Daraus ergibt sich, dass die Charakteristika des Kindchenschemas die Attraktivität von Frauen erhöhen. Auch kam man zu dem Ergebnis, dass der Gewinn an Attraktivität durch Angleichung an das Kindchenschema von der Attraktivität des Originalgesichts unabhängig sei. Somit könne die Attraktivität einer ohnehin schon attraktiven Frau durch Kindchenschemaattribute noch gesteigert werden.&lt;br /&gt;
Karl Grammer hält es dagegen nicht für sinnvoll, von einem „Schema“ zu sprechen, wenn entscheidende Komponenten die Attraktivität reduzieren: So werden Grammer zufolge weder die hohe Stirn noch der große Augenabstand, noch „die pausbäckigen komplexen Wangen des Kindchenschemas“ als attraktiv empfunden.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Grammer: &amp;#039;&amp;#039;Signale der Liebe. Die biologischen Gesetze der Partnerschaft.&amp;#039;&amp;#039; München 2000, S. 183.&amp;lt;/ref&amp;gt; Weibliche Attraktivität zeichne sich „durch Zeichen der Reife aus, die sich in hoch angesetzten, breiten Wangenknochen ausdrückt“&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Grammer: &amp;#039;&amp;#039;Signale der Liebe. Die biologischen Gesetze der Partnerschaft.&amp;#039;&amp;#039; München 2000, S. 186–188.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Studie von 2009 mit 16 Frauen, die bisher kein Kind geboren hatten, zeigt, dass beim Betrachten von Bildern mit ausgeprägtem Kindchenschema die neuronale Aktivität im [[Nucleus accumbens]] ansteigt, einer Hirnregion, die als „Belohnungszentrum“ bekannt ist. Daneben sprechen noch weitere Hirnregionen auf das Kindchenschema an, unter anderem Areale, die bei Gesichterverarbeitung und Aufmerksamkeit eine Rolle spielen. Die Forscher vermuten, dass bei Männern ähnliche Prozesse im Gehirn ablaufen könnten, jedenfalls unterscheiden sie sich im Empfinden von „cuteness“, Niedlichkeit nicht von Frauen. Die Wirkung des Kindchenschemas auf andere Personen als die Eltern könnte ein Indiz dafür sein, dass sich Vorfahren des Menschen zu „cooperative breeders“ entwickelten, was meint, dass sich regelhaft nicht nur die Eltern um die Kinder kümmern.&amp;lt;ref&amp;gt;Melanie L. Glocker et al.: &amp;#039;&amp;#039;Baby schema modulates the brain reward system in nulliparous women.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Proceedings of the National Academy of Sciences.&amp;#039;&amp;#039; Band 106, Nr. 22, 2. Juni 2009, S.&amp;amp;nbsp;9115, {{DOI|10.1073/pnas.0811620106}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Buch von Sarah Bluffer Hrdy widmet sich ganz diesem Thema.&amp;lt;ref&amp;gt;Sarah Bluffer Hrdy: &amp;#039;&amp;#039;Mothers and Others. The Evolutionary Origins of Mutual Understanding.&amp;#039;&amp;#039; The Belknap Press of Harvard University Press, Cambridge (Mass.)/London 2009, ISBN 978-0-674-03299-6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Kindchenschema bei Männern ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Leonardo DiCaprio 2010.jpg|mini|[[Leonardo DiCaprio]] als Beispiel einer Kombination von Kindchenschema und männlichen Reifemerkmalen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hirschberg (1978) fand heraus, dass das Kindchenschema die [[Attraktivität]] von Männergesichtern nicht steigert. Zurückzuführen ist dies darauf, dass das hiermit assoziierte Merkmal der Schwäche und Bedürftigkeit nicht mit der sozial erwünschten [[Männlichkeit|maskulin]]en Dominanz einhergehen kann. Dahingegen seien eher Reifemerkmale wie ein großes Kinn, hohe Wangenknochen, tiefe Brauen, schmale Lippen und Augen sowie starker Bartwuchs als [[Soziale Indikatoren|Indikator]] für Zeugungsfähigkeit von Relevanz für männliche Attraktivitätszuschreibungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesen Annahmen widerspricht eine Studie von Cunningham, Barbee und Pike (1990). Sie gehen von der &amp;#039;&amp;#039;multiple motive hypothesis of physical attractiveness&amp;#039;&amp;#039; aus, welche die Attraktivität von Männern für Frauen auf eine Kombination aus kindlichen und reifen Merkmalen zurückführt. Diese Männer erwecken das Gefühl, sie versorgen zu wollen, sind aber gleichzeitig mit Reifemerkmalen als Ausdruck von Stärke ausgestattet. Dieses scheinbare Paradox löst sich im Laufe der Experimente auf, da gerade eine Kombination von Reifemerkmalen, wie hohe Wangenknochen ([[Korrelation]] mit Physischer Attraktivität: 0,36), und kindlichen Ausprägungen, wie große Augen (Korrelation mit Physischer Attraktivität: 0,49), auf Frauen attraktiv wirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kombination reifer und kindlicher Merkmale gilt somit als attraktiver als die Extreme. Ein Gesicht mit überdurchschnittlich hohen Reifemerkmalen wird negativ mit Dominanz assoziiert, während ein Gesicht mit überdurchschnittlich starken Attributen des Kindchenschemas auf fehlende Reife schließen lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kindchenschema bei erwachsenen Tieren ===&lt;br /&gt;
Das Kindchenschema als Kombination optischer Merkmale hat für die Attraktivität unter [[Adult|erwachsenen]] weiblichen und männlichen Tieren keine Bedeutung, da die [[Brunft|Paarungszeiten]] vom [[Sexualzyklus]] der Weibchen abhängig sind und die Männchen auf [[Pheromone|Duft]]- und [[Ethologie|Verhaltenssignale]] der [[empfängnis]]bereiten Weibchen reagieren. Es gibt allerdings beim [[Balz]]verhalten vieler Tiere unter anderem auch kindliche Verhaltensweisen, die eine [[Aggressionshemmung]] bewirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Züchtung von [[Heimtier]]en kommt es vor, dass das Kindchenschema als Zuchtziel angesteuert wird, um die gezüchteten Tiere für potenzielle Käufer durch Ansprechen des Brutpflegeinstinkts attraktiv erscheinen zu lassen. So sind Hunde- und Katzenrassen entstanden, bei denen die Tiere im erwachsenen Lebensalter [[Brachycephalie|Schädeldeformationen]] aufweisen, die dem Kindchenschema entsprechen. In der [[Veterinärmedizin]] spricht man hier von [[Brachycephalie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Thomas R. Alley: &amp;#039;&amp;#039;Infantile head shape as an elicitor of adult protection.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Merrill-Palmer Quarterly.&amp;#039;&amp;#039; Jahrgang 29, Nr. 4, 1983, {{ISSN|0272-930X}}, S. 411–427.&lt;br /&gt;
* C. Braun, M. Gründl, C. Marberger, C. Scherber: &amp;#039;&amp;#039;Beautycheck. Ursachen und Folgen von Attraktivität. Projektabschlussbericht.&amp;#039;&amp;#039; (Abgerufen am 22. Mai 2007 from Beautycheck Web site: http://www.beautycheck.de/cmsms/index.php/der-ganze-bericht)&lt;br /&gt;
* [[Karl Grammer]]: &amp;#039;&amp;#039;Signale der Liebe. Die biologischen Gesetze der Partnerschaft.&amp;#039;&amp;#039; dtv, München 2000, ISBN 3-423-30498-7.&lt;br /&gt;
* Michael R. Cunningham, Anita P. Barbee, Carolyn L. Pike: &amp;#039;&amp;#039;What do woman want? Facialmetric assessment on multiple motives in the perception of male facial physical attractiveness.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Personality and Social Psychology.&amp;#039;&amp;#039; Jahrgang 59, Nr. 1, 1990, {{ISSN|0022-3514}}, S. 61–72.&lt;br /&gt;
* Francine M. Deuisch, Carla M. Zalenski, Mary E. Clark: &amp;#039;&amp;#039;Is there a double standard of aging?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Applied Social Psychology.&amp;#039;&amp;#039; Jahrgang 16, Nr. 9, 1986, {{ISSN|1559-1816}}, S. 771–785.&lt;br /&gt;
* Manfred Hassebrauck (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Physische Attraktivität.&amp;#039;&amp;#039; Hogrefe, Göttingen 1993, ISBN 3-8017-0600-1.&lt;br /&gt;
* Nancy Hirschberg, Lawrence E. Jones, Michael Haggerty: &amp;#039;&amp;#039;What’s in a face. Individual differences in face perception.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Research in Personality&amp;#039;&amp;#039; Jahrgang 12, Nr. 4, 1978, {{ISSN|0092-6566}}, S. 488–499.&lt;br /&gt;
* [[Donald Symons]]: &amp;#039;&amp;#039;The evolution of human sexuality.&amp;#039;&amp;#039; Oxford University Press, New York 1979, ISBN 0-19-502535-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=Kot3YeTPy90 Video: Kindchenschema] bei einem Lemurenkind&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kommunikation (Biologie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Motivation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wahrnehmung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kindheit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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