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	<title>Kind und Kegel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T19:08:14Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kind_und_Kegel&amp;diff=72759&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;PerfektesChaos: tk k</title>
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		<updated>2025-10-31T12:53:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;tk k&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;„&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mit Kind und Kegel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;“ ist eine [[Redewendung]] in der Bedeutung „mit der gesamten Familie“ oder umfassend „mit Kindern, Haustieren und Gepäck“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Duden-kekel&amp;quot; /&amp;gt; Sie bedeutet eigentlich „mit ehelichem und unehelichem Kind“, weil der [[frühmittelalter]]liche Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;kekel&amp;#039;&amp;#039; das Kind aus einer [[Kebsehe]] bezeichnete ([[Ehe]] zwischen einem [[Freie]]n und einer [[Leibeigenschaft|Leibeigenen]]);&amp;lt;ref name=&amp;quot;Adelung-Kegel&amp;quot; /&amp;gt; diese ursprüngliche Bedeutung ging jedoch weitgehend verloren. Die Redewendung vereint zwei [[Rhetorisches Stilmittel|Stilmittel]]: [[Alliteration]] und  [[Hendiadyoin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wortherkunft ==&lt;br /&gt;
„Kegel“ stammt ab vom [[Althochdeutsche Sprache|althochdeutschen]] &amp;#039;&amp;#039;kegil&amp;#039;&amp;#039;, „Knüppel, Pflock“,&amp;lt;ref name=&amp;quot;kluge&amp;quot;&amp;gt;Kluge: &amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Wörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; 18. Auflage, S. ??.&amp;lt;/ref&amp;gt; und hatte im Mittelalter die zusätzliche Bedeutung „[[Unehelichkeit|uneheliches]] [[Verwandtschaftsbeziehung#Kinder|Kind]]“, „[[Bastard]]“ oder „Kind einer [[Kebse]]/aus einer Kebsehe“. Vermutlich entspricht der Begriff ähnlich gewendeten und gleichfalls geringschätzigen Bezeichnungen wie „Bengel, Prügel, Stift“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kluge&amp;quot; /&amp;gt;  Durch die hohe [[Müttersterblichkeit]] kam es vor, dass nicht nur Kinder aus mehreren Ehen des Mannes in einem Haushalt lebten, sondern dass beim Tod des Mannes und der wirtschaftlich nötigen Wiederverehelichung der Witwe Waisen im Haushalt lebten. Auch solche [[Waise]]n wurden der Einfachheit halber als Kegel bezeichnet, obwohl sie ehelich geboren waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;Kegel&amp;#039;&amp;#039; hatte weniger Rechte als ein eheliches Kind. Der Begriff „Kind“ bezeichnete damals keinen Lebensabschnitt, sondern einen Ehrenstatus, ähnlich dem Begriff „[[Herr]]“. In der [[Neuzeit]] ging die soziale Bedeutung der [[Ehrenhaftigkeit]] im deutschen Kulturraum allgemein zurück, wobei sich der Begriff „Kind“ generalisierte und der Begriff „Kegel“ fast völlig aus der Sprache verschwand. Lediglich das Thüringische kennt den Begriff noch; dort wird ein ungezogenes, flegelhaftes Kind „Keschel“ genannt. Im Hochdeutschen ist nur noch die Redewendung „Kind und Kegel“ erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsches Wörterbuch|Deutschen Wörterbuch]]&amp;#039;&amp;#039; der [[Brüder Grimm]] heißt es dazu:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Deutsches Wörterbuch |Lemma=Kegel |Wortart=m. |Band=11 |Sp=389 |lemid=K03005}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=diesz zeugnis reicht übrigens wol ins 13. jh. zurück. doch auch hier erscheint es nicht mehr selbstständig, sondern schon in der verbindung mit kind; diese verbindung, meist ‚kind und kegel‘, ist eine jener formeln, in denen ein sonst erstorbenes wort sich noch lange mit fortschleppt, und diese gerade, die noch heute lebendig ist, wird mit ihrem stabreim bis in die zeit der ältesten [[Alliteration|alliterierenden]] dichtung zurückreichen.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es folgt ein Beispiel zur Redewendung aus einer vor oder um die Lutherzeit stammenden scherzhaften Ansprache an die versammelten Universitätsmitglieder:&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Bibliothek des litterarischen Vereins in Stuttgart. XLVI. Fastnachtspiele aus dem fünfzehnten Jahrhundert. Nachlese. Von Adelbert von Keller.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart, 1858, S. 216 (i/j und u/v stellenweise dem Lautwert entsprechend angepasst)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Nun hört, ir herren, alle gemain,&amp;lt;br /&amp;gt; Payde grosse und auch klain,&amp;lt;br /&amp;gt; Alt, jung, kegel und kind,&amp;lt;br /&amp;gt; Alle, die hye gesamlet sind.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ähnliche Redewendungen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;„mit Sack und Pack“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;!--fett wegen Weiterleitung hierher--&amp;gt;: bezieht sich nicht auf Personen, sondern auf alles, was sich in Säcken und Packen&amp;lt;ref name=&amp;quot;Duden-Packen&amp;quot; /&amp;gt; verstauen lässt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Duden-Sack&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|mit Kind und Kegel}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Duden-kekel&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.duden.de/rechtschreibung/Kind#Bedeutung-1b &amp;#039;&amp;#039;Kind, das:&amp;#039;&amp;#039; Bedeutungen (3).] [[Duden#Duden online|Duden Online]]; abgerufen am 16. Juli 2019; Zitat: {{&amp;quot; |Text=[…]&amp;amp;nbsp;–&amp;amp;nbsp;mit Kind und Kegel (mit der gesamten Familie; mittelhochdeutsch kegel, kekel = uneheliches Kind, wohl identisch mit kegel = Knüppel, Stock, Kegel)}}.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Adelung-Kegel&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Adelung-1793 |Lemma=Kegel, der |BK-Nummer=1 |Band=2 |Seite=1530 |zenoID=20000260118}} Zitat: {{&amp;quot; |ein uneheliges Kind; eine im Hochdeutschen veraltete Bedeutung, welche nur in der im gemeinen Leben üblichen R.&amp;amp;nbsp;A. Kind und Kegel vorkommt, d.&amp;amp;nbsp;i. eheliche und uneheliche Kinder, oder die ganze Familie. Mit Kind und Kegel davon gehen, mit seiner ganzen Familie. Er hat weder Kind noch Kegel, keine nahen Erben.}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Duden-Packen&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.duden.de/rechtschreibung/Packen &amp;#039;&amp;#039;Packen, der.&amp;#039;&amp;#039;] [[Duden#Duden online|Duden Online]]; abgerufen am 16. Juli 2019; Zitat: {{&amp;quot; |Bedeutung: Ganzes von fest aufeinandergelegten, aufeinandergeschichteten [und zusammengebundenen, -gehaltenen] Dingen}}.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Duden-Sack&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.duden.de/rechtschreibung/Sack#Bedeutung-4a &amp;#039;&amp;#039;Sack, der:&amp;#039;&amp;#039; Bedeutungen (4).] [[Duden#Duden online|Duden Online]]; abgerufen am 16. Juli 2019; Zitat: {{&amp;quot; |Text=[…]&amp;amp;nbsp;–&amp;amp;nbsp;mit Sack und Pack (mit aller Habe; eigentlich = alles das, was man in Säcken oder Packen verstaut)}}.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verwandtschaft|Kegel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kind (Bezeichnung)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Redewendung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;PerfektesChaos</name></author>
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