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	<title>Kimmerer - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kimmerer&amp;diff=58738&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;HilmarHansWerner: /* Nowotscherkassk */</title>
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		<updated>2026-04-10T13:35:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Nowotscherkassk&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem Volk der Antike. Zur US-amerikanischen Pflanzenökologin, Autorin und Hochschullehrerin siehe [[Robin Wall Kimmerer]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Alter Orient 0600BC.svg|mini|hochkant=2|Kimmerer im Zentrum Kleinasiens um 600 v. Chr.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kimmerer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kimmerier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Altgriechische Sprache|altgriechisch]] &amp;#039;&amp;#039;Κιμμέριοι, Kimmérioi&amp;#039;&amp;#039;; [[Assyrer|assyrisch]] &amp;#039;&amp;#039;Gimir-ri/Gimir-rai&amp;#039;&amp;#039;, [[Singular]] Gimir, [[Bibel|biblisch]] &amp;#039;&amp;#039;Gomer&amp;#039;&amp;#039;) waren ein indogermanisches [[Reitervölker|Reitervolk]] der Antike, welches nach griechischen Autoren wie [[Herodot]] ursprünglich am &amp;#039;&amp;#039;[[Straße von Kertsch|Kimmerischen Bosporus]]&amp;#039;&amp;#039; (die heutige &amp;#039;&amp;#039;Straße von Kertsch&amp;#039;&amp;#039; zwischen der [[Krim]] und Süd[[russland]]) und im nördlichen [[Kaukasus]] ansässig war. Nach übereinstimmenden griechischen und assyrischen Quellen zogen die Kimmerier ab dem späten 8. Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr. über den Kaukasus nach [[Kleinasien]], wo sie zunächst das Reich der [[Phryger]] zerschlugen und jahrzehntelang eine Bedrohung für die griechischen Städte Kleinasiens und das [[Lyder]]reich waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriftquellen ==&lt;br /&gt;
=== Griechen ===&lt;br /&gt;
In der &amp;#039;&amp;#039;[[Odyssee]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Homer, &amp;#039;&amp;#039;Odyssee&amp;#039;&amp;#039; XI, 12–19. Zu dieser Stelle siehe Michaela Rücker: &amp;#039;&amp;#039;Die Hüter des Hades. Zur Bedeutung und Interpretation der homerischen Kimmerier.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Digital Classics Online.&amp;#039;&amp;#039; Band 3, Nummer 1, 2017, S. 19–43, [[DOI:10.11588/dco.2017.1.40180]].&amp;lt;/ref&amp;gt; beschreibt [[Homer]] das Land und die Stadt der kimmerischen Männer, die im äußersten Rand des tiefen [[Okeanos]], nahe am Eingang des [[Hades]], lägen. In ihrem Gebiet herrschten stete Nacht und Nebel („kimmerische Finsternis“) und [[Helios]] würde hier nicht leuchten. Vielleicht sind auch die in der &amp;#039;&amp;#039;[[Ilias]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Homer, &amp;#039;&amp;#039;Ilias&amp;#039;&amp;#039; XIII, 5–6.&amp;lt;/ref&amp;gt; erwähnten [[Hippemolgen]], „das trefflichste aller Völker“, als Kimmerer zu identifizieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Aristeas]] erwähnt die Kimmerer als Bewohner der Steppen am Nordufer des [[Schwarzes Meer|Schwarzen Meeres]] ([[Arimaspeia]]), etwa im 7. Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr. In der Erdbeschreibung des [[Hekataios von Milet]] wird ein Einfall der [[Skythen]] in das Gebiet der Kimmerer beschrieben. Dieses Werk gilt als Quelle Herodots für den Skythenfeldzug des persischen Königs [[Dareios I.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Herodot]] berichtet, dass die Kimmerer lange vor seiner Zeit am Nordrand des Schwarzen Meeres ansässig waren und durch die Skythen, die zu Herodots Zeit dort lebten, einst aus ihrer ehemaligen Heimat vertrieben wurden. Darauf weisen Herodot zufolge Ortsnamen wie &amp;#039;&amp;#039;Kimmerische Feste&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Kimmerische Furt&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Kimmerischer Bosporus&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Herodot, [[Historien (Herodot)|&amp;#039;&amp;#039;Historien&amp;#039;&amp;#039;]] IV, 12.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Kimmerer wurden von Königen regiert, wichtige Entscheidungen wurden aber anscheinend von der Volksversammlung getroffen&amp;lt;ref&amp;gt;Herodot, &amp;#039;&amp;#039;Historien&amp;#039;&amp;#039; IV, 11.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Es kam zu einer Schlacht, da die Kimmerer von den Skythen bedroht wurden und sich das Volk sowie die Könige nicht darauf einigen konnten, ob sie fliehen oder im Widerstand zu Grunde gehen sollten. Die Toten wurden anschließend am Fluss [[Dnister|Tyras]] bestattet&amp;lt;ref&amp;gt;Herodot, &amp;#039;&amp;#039;Historien&amp;#039;&amp;#039; IV, 11.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Daraufhin flohen die Kimmerer, der Meeresküste folgend, nach [[Kleinasien]], nur wenige fanden Zuflucht auf der [[Krim]]. Die Skythen verfolgten sie, nahmen aber eine andere Route nach Süden, mit dem Kaukasus zur Rechten, also näher am Kaspischen Meer, und konnten sie daher nicht finden.&amp;lt;ref&amp;gt;Herodot, &amp;#039;&amp;#039;Historien&amp;#039;&amp;#039; IV, 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Phillips&amp;lt;ref name=&amp;quot;Phillips&amp;quot;&amp;gt;E. D. Phillips: &amp;#039;&amp;#039;The Scythian domination in Western Asia: its record in history, scripture and archaeology.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;World Archaeology.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 4, Nr. 2, 1972, S. 129–138.&amp;lt;/ref&amp;gt; nimmt an, dass die Kimmerer die [[Darialschlucht]] in der Mitte des [[Kaukasus]] benutzten, während die Skythen über [[Derbent]] im Osten vordrangen. Sie griffen stattdessen die [[Meder (Volk)|Meder]] an. Die Kimmerer ließen sich später auf der Halbinsel von [[Sinop]] nieder.&amp;lt;ref&amp;gt;Herodot, &amp;#039;&amp;#039;Historien&amp;#039;&amp;#039; I, 12.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[Strabon|Strabo]] drangen die Kimmerer nach [[Paphlagonien]] vor und griffen das Reich der [[Phryger]] an. Ihr König [[Midas]], Sohn des [[Gordios]], habe sich beim Angriff der Kimmerer auf die Hauptstadt [[Gordion]] (696 oder 679 v.&amp;amp;nbsp;Chr.) durch Trinken von „Ochsenblut“, vermutlich ein aus [[Realgar]] hergestelltes Arsen-Gift, das Leben genommen. Die Kimmerer siedelten sich um [[Sinop]] an und erschlugen den [[Milet|Milesier]] Habron.&amp;lt;ref&amp;gt;In manchen Publikationen wird der Name auch als Habrondas oder Abrondas wiedergegeben. Siehe hierzu Askold I. Ivantchik: &amp;#039;&amp;#039;Die Gründung von Sinope und die Probleme der Anfangsphase der griechischen Kolonisation des Schwarzmeergebietes.&amp;#039;&amp;#039; In: Gocha R. Tsetskhladze (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Greek Colonisation of the Black Sea Area.&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Historical Interpretation of Archaeology.&amp;#039;&amp;#039; Fran Steiner Verlag, Stuttgart 1998, ISBN 3-515-07302-7, S. 298 Anm. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Aristoteles]] berichtet, dass die Kimmerer [[Antandros|Antadros]] am Fuße des [[Ida-Gebirge (Türkei)|Ida]] einnahmen und für hundert Jahre beherrschten. Die Kimmerer griffen den [[Lyder]]könig [[Ardys II.]], Sohn des [[Gyges]], an und nahmen seine Hauptstadt [[Sardes]] bis auf die [[Akropolis]] ein. Zusammen mit den [[Trerer]]n plünderten sie die Städte der [[Ägäisches Meer|ägäischen]] Küste. Schließlich wurden sie von König [[Alyattes II.]], Sohn des [[Sadyattes II.]], Enkel des Ardys II., geschlagen und aus Kleinasien vertrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;Herodot, &amp;#039;&amp;#039;Historien&amp;#039;&amp;#039; I, 16.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Dionysios von Alexandria (Geograph)|Dionysios Periegetes]], ein Schriftsteller des 2. Jahrhunderts&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;Chr., beschreibt die Kimmerer als Nachbarn der [[Sindi (Stamm)|Sinder]] und [[Kerketen]], also wohl als im [[Kaukasus]] ansässig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lateinische Quellen ===&lt;br /&gt;
Nach [[Pomponius Mela]]&amp;lt;ref&amp;gt;Pomponius Mela, &amp;#039;&amp;#039;Chorographia&amp;#039;&amp;#039; 1, 12.&amp;lt;/ref&amp;gt; lebten an der Küste des [[Kaspisches Meer|Kaspischen Meeres]] die [[Komaren]], [[Massageten]], [[Kadusier]], [[Hyrkanien|Hyrkanier]] und [[Hiberer]]. Jenseits davon lebten die [[Hyperborea|Hyperboräer]] und [[Amazonen]], und oberhalb von diesen die [[Kerketen|Cercetae]], Kimmerer, [[Cissianti]], Achaei, Georgili, [[Moschoi|Moschi]], [[Phoristae]], [[Rimphaces]] und [[Arimphaei]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Assyrische Quellen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Urartu 715 713-en.svg|mini|Einfall der Kimmerer im 8. Jahrhundert v. Chr. über den Kaukasus nach Kleinasien]]&lt;br /&gt;
Die Kimmerer werden oft mit den &amp;#039;&amp;#039;Gimirri&amp;#039;&amp;#039; der [[Assyrien|assyrischen]] Quellen gleichgesetzt. Als Bezeichnung für nomadische Stämme im Norden findet sich häufig der Name „umman-manda“ (Meder), der seit der [[Akkad]]-Zeit belegt ist. Auch mit dieser Bezeichnung werden oft Kimmerer und Skythen identifiziert. Des Weiteren werden sie von [[Šarru-kīn II.|Sargon II.]] auch [[Gutium|Gutäer]] genannt, was womöglich als Schimpfwort genutzt wurde. Der Harper-Brief ABL 112 erwähnt Kimmerer in [[Mannäer|Mannai]]&amp;lt;ref&amp;gt;Anne Katrine Gade Kristensen: &amp;#039;&amp;#039;Who were the Cimmerians, and where did they come from? Sargon II, the Cimmerians, and Rusa I&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;The Royal Danish Academy of Sciences and Letters. Historisk-filosofiske meddelelser.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 57). Munksgaard, Kopenhagen 1988, ISBN 87-7304-191-2.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kronprinz [[Sîn-aḫḫe-eriba|Sanherib]] berichtet 714 v.&amp;amp;nbsp;Chr. an Sargon II., dass die Gimirri aus [[Gamirru]] nach Urartu eingefallen seien, wobei der Statthalter von [[Uaiš]] fiel. In dem [[Gottesbrief]] über seinen achten Feldzug beschreibt Sargon II. unter anderem den Selbstmord des [[Rusa I.]] von [[Urartäisches Reich|Urartu]] wegen des Falls von [[Musasir]] und der „Gefangenschaft“ des Gottes [[Ḫaldi]]. Dieser Erfolg war möglicherweise durch einen Einfall der Kimmerer möglich geworden. Sargon selbst fiel 705 v.&amp;amp;nbsp;Chr. auf seinem neunten Feldzug gegen die [[Kulummu]]. Manche Forscher (Winkler) glauben aber, dass die Kimmerer für seinen Tod verantwortlich waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nächste Erwähnung der Kimmerer stammt aus dem Jahr 679 v.&amp;amp;nbsp;Chr. [[Asarhaddon]] unterwarf den kimmerischen König Teušpa in Hubušna&amp;lt;ref name=&amp;quot;Phillips&amp;quot; /&amp;gt;. Aus einem Brief des Kronprinzen [[Aššur-bāni-apli|Assurbanipal]] an seinen Vater Asarhaddon ist bekannt, dass die Kimmerer die Stadt [[Kudana]] eingenommen hatten. Der stark zerbrochene Brief erwähnt auch den „Sohn“ von ú-ak-sa-ta ([[Kyaxares I.]]?) und einen gewissen pa-ra-m[u] ([[Phraortes]]?). Ein weiterer Brief (83-1-18, 283) erwähnt Kimmerer in Minda.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Annalen des Assurbanipal berichten, dass Guggu ([[Gyges]]?), König von Luddu, zwei Häuptlinge der Gimirri gefangen nach [[Ninive]] schickte und sich um ein Bündnis mit Assyrien bemühte. Kurz danach verbündete sich Guggu aber mit [[Psammetich I.|Psamettich]] und sandte diesem Söldner. [[Ardys II.|Ardys]], Guggus Sohn, stellte um 646 v.&amp;amp;nbsp;Chr. wieder freundschaftliche Beziehungen zu Assurbanipal her. [[Dugdamme]], König der &amp;#039;&amp;#039;Saka Ugutumki&amp;#039;&amp;#039;, zerstörte Sardes und zog weiter nach [[Kilikien]], wo er erkrankte. Er spuckte Blut und seine Genitalien verfaulten&amp;lt;ref name=&amp;quot;Phillips&amp;quot; /&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bibel ===&lt;br /&gt;
In der [[Bibel]] wird „Gomer“, ein Volk aus Mitternacht (Norden) „von den Enden der Erde“ erwähnt, das oft mit den Kimmerern gleichgesetzt wird. Die Völkertafel in {{B|Genesis|10|2}} führt Gomer unter den Kindern [[Jafet]]s. Die anderen Nachfahren Jafets sind [[Gog und Magog|Magog]], Madai (Meder), [[Tubal]] ([[Tabal]] in der heutigen Osttürkei), [[Mesech]] ([[Phryger]]) und [[Tiras]]. Gomer wurde im Mittelalter und der frühen Neuzeit auch als [[Kimbern]] gedeutet und wurde so zum Beispiel zum Vorfahren der Briten und Schweden. Unter den Kindern Gomers findet sich [[Aschkenas]], der unter anderem mit den [[Skythen]] gleichgesetzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{B|Ez|38|6}} nennt Gomer zusammen mit dem Haufen [[Thogarma]] (Tilgarimmu?&amp;lt;ref name=&amp;quot;Phillips&amp;quot; /&amp;gt;) unter den Gefolgsleuten [[Gog und Magog|Gogs]] im Lande [[Gog und Magog|Magog]] und Oberherr von Mesech und Tubal (39,2) und prophezeit, dass er zu Rosse über Israel kommen werde wie eine Wolke (38,16). Aber [[JHWH]] werde ihn mit Pestilenz, Blut und Feuer- und Schwefelregen vernichten und ihm den Bogen aus der Hand schlagen. Der Prophet beschreibt, wie die Bewohner Israels die Schilde, Bögen, Pfeile, Keulen und Spieße von Magog und Gomer verbrennen und so sieben Jahre kein Feuerholz brauchen (39,10). Die Reste des Heeres werden im Tal [[Abǎrim]] oder [[Hamon Gog]] östlich des [[Totes Meer|Toten Meeres]] bestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{B|Jes|5|26–28}} beschreibt die Bögen, Pferde und Wagen von Gomer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Armenische Quellen ===&lt;br /&gt;
Nach armenischen Quellen besiedelten die Kimmerer Kleinasien, das nach ihnen Gamirk genannt wird&amp;lt;ref&amp;gt;E. D. Phillips: &amp;#039;&amp;#039;The Scythian domination in Western Asia: its record in history, scripture and archaeology.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;World Archaeology.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 4, Nr. 2, 1972, S. 129–138, hier S. 136.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herrscher der Kimmerer ==&lt;br /&gt;
* Teušpa&lt;br /&gt;
* [[Dugdamme]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archäologische Funde ==&lt;br /&gt;
Die Funde der [[Tschernogorowka-Kultur|Tschernogorowka]]- und [[Nowotscherkassk]]-Kulturen der frühen [[Eisenzeit]], zwischen dem 9. und 7. Jahrhundert v. Chr., am Nordufer des Schwarzen Meeres werden traditionell den Kimmerern zugeschrieben. Diese Kulturen lösten die [[Belosjorka-Kultur]] ab, deren Träger feste Siedlungen bewohnten und sich von Ackerbau und Viehzucht ernährten. Mit dem Beginn der frühen Eisenzeit lässt sich ein Wechsel der Wirtschaftsweise zur nomadischen Viehzucht erkennen. Die Funde beschränken sich fast völlig auf die Waldsteppe und die Steppe, bewaldete Gebiete werden gemieden, hier findet sich die [[Tschorny-Les-Kultur]]. Deren befestigte Siedlungen werden von einigen Forschern als Schutz gegen nomadische Überfälle gedeutet. Jedoch ist Handel zwischen Tschorny-Les und Nowotscherkassk wahrscheinlich, da auch Voll[[nomaden]] auf gewisse Erzeugnisse des Ackerbaus angewiesen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tschernogorowka ===&lt;br /&gt;
Die Tschernogorowka-Kultur wird in das 9. und frühe 8. Jahrhundert v. Chr. datiert. Sie ist nach einem Fundort beim Dorf Tschernogorowka (heute Stadt [[Siwersk]] bei [[Bachmut]]) benannt. Typisch sind ost-west-orientierte Hockerbestattungen unter [[Hügelgrab|Grabhügeln]], manchmal in Nischen, die von einem zentralen unterirdischen Schacht ausgehen. Männer erhielten eherne Tüllenpfeilspitzen, Pferdegeschirr und Eisendolche mit Bronzegriff als Beigaben.&lt;br /&gt;
Die Metallurgie der Tschernogorowka-Kultur ist vermutlich durch die nordkaukasische [[Koban-Kultur]] beeinflusst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nowotscherkassk ===&lt;br /&gt;
Die [[Nowotscherkassk]]-Kultur wird aus der bronzezeitlichen [[Srubna-Kultur|Srubnaja]](Balkengrab)-Kultur abgeleitet. Sie datiert in das 8. und 7. Jahrhundert und ist nach einem Fundort in der [[Oblast Rostow]] benannt. Sie war zwischen [[Donau]] und [[Wolga]] verbreitet. Typisch sind West-Ost ausgerichtete gestreckte Bestattung unter niedrigen Grabhügeln ([[Kurgan (Grabhügel)|Kurganen]]), auch Nachbestattungen in älteren Hügeln kommen vor. Die Grabbeigaben der Männer bestehen aus Waffen, [[Kompositbogen|Kompositbögen]], rautenförmigen Tüllenpfeilspitzen sowie Lanzen, Schwertern und Dolchen aus Eisen, Steinkeulen, [[Wetzstein]]en und Pferdegeschirr aus Bronze und Bein. Pferdebestattungen (Girejewa Mogila) sind selten. Frauengräber enthalten hauptsächlich Keramik.&lt;br /&gt;
Einzelne Gräber sind sehr reich ausgestattet, unter anderem mit Goldschmuck, dies deutet auf gesellschaftliche Differenzierung.&lt;br /&gt;
Ein Hortfund der Nowotscherkassk-Kultur ist aus Surmuschi in Georgien bekannt.&lt;br /&gt;
Die Nowotscherkassk-Kultur endete im 7. Jahrhundert abrupt und wird durch Funde abgelöst, die den Skythen zugeschrieben werden. Dies könnte die Angaben Herodots über den Einfall der Skythen in kimmerisches Gebiet stützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Funde im [[Kuban-Gebiet]] beweisen Kontakte mit Assyrien. So wurden in Hockergräbern in [[Klin-Jar]] III. bei [[Kislowodsk]] mehrere assyrische spitze eherne Kegelhelme aus der Zeit [[Sîn-aḫḫe-eriba|Sanheribs]] oder [[Aššur-bāni-apli|Assurbanipals]] zusammen mit Pferdegeschirr von Nowotscherkassk-Typ gefunden. Es könnte sich um Gräber von Söldnern oder um Beutegut handeln. Askold verweist allerdings darauf, dass sie aus Blech genietet, nicht gegossen sind wie die vorderasiatischen Stücke und hält sie für einheimische Erzeugnisse.&amp;lt;ref&amp;gt;Askold Ivantchik: &amp;#039;&amp;#039;Die archäologischen Spuren der Kimmerier im Vorderen Orient und das Problem der Datierung der vor- und frühskythischen Kulturen.&amp;#039;&amp;#039; In: Ricardo Eichmann, Hermann Parzinger (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Migration und Kulturtransfer.&amp;#039;&amp;#039; 2001, S. 339.&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus Werchnjaja Rutcha in Nord[[ossetien]] stammt ein gegossener Bronzehelm mit einer Inschrift von [[Argišti I.]], König von [[Urartäisches Reich|Urartu]].&amp;lt;ref&amp;gt;Askold Ivantchik: &amp;#039;&amp;#039;Die archäologischen Spuren der Kimmerier im Vorderen Orient und das Problem der Datierung der vor- und frühskythischen Kulturen.&amp;#039;&amp;#039; In: Ricardo Eichmann, Hermann Parzinger (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Migration und Kulturtransfer.&amp;#039;&amp;#039; 2001, S. 340.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Glinoje ===&lt;br /&gt;
Beim Dorf [[Hlinaia (Rajon Grigoriopol)]] in [[Republik Moldau|Moldawien]] bzw. [[Transnistrien]] wurde als Grabbeigabe ein doppelstöckiger Tonkrug gefunden, der in seiner Machart ein Unikum sein dürfte und den Kimmerern des 8. Jahrhunderts v.&amp;amp;nbsp;Chr. zugeschrieben wird&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Alexander Koretsky |url=https://novostipmr.com/en/news/21-02-22/unusual-shape-clay-pot-was-found-tomb-mysterious-cimmerians |titel=Unusual shape clay pot was found in the tomb of the mysterious Cimmerians from Pridnestrovie |werk=Novosti Pridnestrovya |datum=2021-02-22 |sprache=en |abruf=2021-03-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kelermes-Stufe ===&lt;br /&gt;
Um eindeutig kimmerische Funde zu identifizieren, untersuchte I. Askold im nördlichen Kleinasien Gebiete, in denen nach Auskunft griechischer Schriftsteller Kimmerer, aber keine Skythen siedelten. Er schreibt auch zwei Gräber vom [[Norşuntepe]] den Kimmerern zu, sowie zwei Gräber in [[Imirler]] und bei [[Amasya]] in der [[Türkei]] (ohne genaue Herkunft), die von Ünal den Skythen oder [[Sarmaten]] zugeschrieben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gräber auf der Akropolis von Norşun-Tepe werden von einem Gebäude überlagert, das durch die darin gefundene Keramik in die Mitte des 7. Jahrhunderts v. Chr. datiert wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Askold Ivantchik: &amp;#039;&amp;#039;Die archäologischen Spuren der Kimmerier im Vorderen Orient und das Problem der Datierung der vor- und frühskythischen Kulturen.&amp;#039;&amp;#039; In: Ricardo Eichmann, Hermann Parzinger (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Migration und Kulturtransfer.&amp;#039;&amp;#039; 2001, S. 330.&amp;lt;/ref&amp;gt; Grab 3 enthält Gegenstände mit Inschriften des urartäischen Königs [[Argišti II.]], eine Anzahl urartäischer Trensenknebel sowie ein Trensenknebel mit Raubtierkopf, der typisch für die Kelermes-Stufe ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Askold Ivantchik: &amp;#039;&amp;#039;Die archäologischen Spuren der Kimmerier im Vorderen Orient und das Problem der Datierung der vor- und frühskythischen Kulturen.&amp;#039;&amp;#039; In: Ricardo Eichmann, Hermann Parzinger (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Migration und Kulturtransfer.&amp;#039;&amp;#039; 2001, S. 332.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Funde gehören in die Kelermes-Stufe, die gewöhnlich den Skythen zugeschrieben wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Askold Ivantchik: &amp;#039;&amp;#039;Die archäologischen Spuren der Kimmerier im Vorderen Orient und das Problem der Datierung der vor- und frühskythischen Kulturen.&amp;#039;&amp;#039; In: Ricardo Eichmann, Hermann Parzinger (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Migration und Kulturtransfer.&amp;#039;&amp;#039; 2001, S. 329–342.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die typische Keramik fehlt, ist nach Askold aber auch nicht zu erwarten. Einbrüche von Reiternomaden „hinterlassen […] immer nur spärliche, durch die archäologischen Methoden schwer erkennbare Spuren.“&amp;lt;ref&amp;gt;Askold Ivantchik: &amp;#039;&amp;#039;Die archäologischen Spuren der Kimmerier im Vorderen Orient und das Problem der Datierung der vor- und frühskythischen Kulturen.&amp;#039;&amp;#039; In: Ricardo Eichmann, Hermann Parzinger (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Migration und Kulturtransfer.&amp;#039;&amp;#039; 2001, S. 329.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Er verweist auf Analogien mit den [[Hunnen]]- und [[Ungarn]]einfällen in Europa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kleinasien/Vorderer Orient ===&lt;br /&gt;
Ein Zerstörungshorizont in [[Sardes]] wird den Kimmerern zugeschrieben, er enthielt jedoch wenige kimmerische Funde. Ein Knochenortband in Form eines Rolltieres von frühskythischer Form stammt aus einer Schicht, die auch [[protokorinthisch]]e Keramik des 7. Jahrhunderts v. Chr. führt&amp;lt;ref&amp;gt;Askold Ivantchik: &amp;#039;&amp;#039;Die archäologischen Spuren der Kimmerier im Vorderen Orient und das Problem der Datierung der vor- und frühskythischen Kulturen.&amp;#039;&amp;#039; In: Ricardo Eichmann, Hermann Parzinger (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Migration und Kulturtransfer.&amp;#039;&amp;#039; 2001, S. 330.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Pfeilspitzen aus [[Ephesos]] werden zuweilen den Kimmerern zugeschrieben. Jedoch kann nicht bewiesen werden, dass sie tatsächlich von kimmerischen Angreifern stammen. Dreiflüglige Bronzepfeilspitzen sind unter anderem auch aus Sardes&amp;lt;ref&amp;gt;A. Henry Dettweiler, George M. A. Hanfmann, D. G. Mitten: &amp;#039;&amp;#039;Excavations at Sardis, 1965.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Türk Arkeoloji Dergisi.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 14, 1965, {{ISSN|0564-5042}}, S. 151–160, [http://www.kulturvarliklari.gov.tr/sempozyum_pdf/turk_arkeoloji/14.turk.arkeoloji.pdf online (PDF; 28,9&amp;amp;nbsp;MB)].&amp;lt;/ref&amp;gt;, Norsuntepe Grab 2, Nusch-i-Jan (medische Schichten)&amp;lt;ref&amp;gt;British Institute of Persian Studies (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Nush-i Jan.&amp;#039;&amp;#039; Band 3: John Curtis: &amp;#039;&amp;#039;The small finds.&amp;#039;&amp;#039; British Institute of Persian Studies u. a., London 1984, ISBN 0-901477-03-6.&amp;lt;/ref&amp;gt;, Boǧazköy&amp;lt;ref&amp;gt;Rainer Michael Boehmer: &amp;#039;&amp;#039;Die Kleinfunde von Boǧazköy. Aus den Grabungskampagnen 1931–1939 und 1952–1969&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Wissenschaftliche Veröffentlichungen der Deutschen Orient-Gesellschaft.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 87 = &amp;#039;&amp;#039;Boğazköy-Ḫattuša.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 7). Mann, Berlin 1972, ISBN 3-7861-2193-1.&amp;lt;/ref&amp;gt;, [[Ayanıs]], [[Bastam (West-Aserbaidschan)|Bastam]], aus der Cella des Tempels von [[Kayalıdere]]&amp;lt;ref&amp;gt;C. A. Burney: &amp;#039;&amp;#039;A first season of excavations at the Urartian Citadel of Kayalidere.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Anatolian Studies]]&amp;#039;&amp;#039; Bd. 16, 1966, {{ISSN|0066-1546}}, S. 55–111, hier S. 79.&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Samarien|Samaria]] bekannt. Sie treten aber noch bis ins 5. Jahrhundert auf&amp;lt;ref&amp;gt;Askold Ivantchik: &amp;#039;&amp;#039;Die archäologischen Spuren der Kimmerier im Vorderen Orient und das Problem der Datierung der vor- und frühskythischen Kulturen.&amp;#039;&amp;#039; In: Ricardo Eichmann, Hermann Parzinger (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Migration und Kulturtransfer.&amp;#039;&amp;#039; 2001, S. 331.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reiter auf Reliefs in [[Nimrud]] ([[Aššur-nâṣir-apli II.|Assurnasirpal II.]], 884–858 v. Chr.) werden manchmal als Kimmerer oder Skythen gedeutet, nach Ivanchik (2001) reiten sie jedoch auf typisch vorderasiatische Weise und sind daher nicht als Mitglieder von Reitervölkern zu identifizieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mitteleuropa ===&lt;br /&gt;
In [[Mitteleuropa]] wurde der sogenannte &amp;#039;&amp;#039;[[Thrako-Kimmerischer Horizont|Thrako-Kimmerische Horizont]]&amp;#039;&amp;#039; (vor allem Dolche mit durchbrochener Griffplatte und bestimmte Formen von Pferde[[trense]]n) auf die Kimmerer zurückgeführt. Tatsächlich ähneln diese in Ungarn, Polen und Deutschland verbreiteten Pferdetrensen Funden aus der Schwarzmeergegend und dem Kaukasus ([[Koban-Kultur]]), es ist jedoch unklar, ob diese auf die historisch belegten Kimmerer zurückgehen. Östlicher Einfluss zu Beginn der [[Hallstattzeit]], zum Beispiel das Auftreten größerer Pferde, wird ebenfalls gerne diesem Steppenvolk zugewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chronologie ==&lt;br /&gt;
* 721–715 [[Sîn-aḫḫe-eriba|Sanherib]] erwähnt ein Land Gamirru nördlich von [[Urartäisches Reich|Urartu]]&lt;br /&gt;
* 714 Selbstmord von [[Rusa I.]] von Urartu&lt;br /&gt;
* 705 Tod des [[Šarru-kīn II.|Sargon II.]] in einem Feldzug gegen die [[Kulummu]].&lt;br /&gt;
* Sieg [[Asarhaddon]]s über die Kimmerer unter [[Teušpa]].&lt;br /&gt;
* 679/678 Einfall der Gimirri aus [[Hubuškia]] nach [[Assyrien]] im Jahr 4 von Asarhaddon.&lt;br /&gt;
* 676–674 Zerstörung des [[Phrygien|Phrygischen Reiches]] durch die Kimmerer, Selbstmord des Königs [[Midas]] (Mi-ta-a), Vorstoß nach [[Paphlagonien]].&lt;br /&gt;
* 644 Tod des [[Lyder|Lydischen]] Königs [[Gyges]] (Guggu) in der Schlacht gegen die Kimmerer, Einnahme von [[Sardes]].&amp;lt;ref&amp;gt;Herodot, &amp;#039;&amp;#039;Historien&amp;#039;&amp;#039; I,15.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kimmerer plündern zusammen mit den [[Trerer]]n die [[Ionien|ionischen]] Städte.&lt;br /&gt;
* um 600 Vertreibung der Kimmerer durch den Lyderkönig [[Alyattes II.]]&amp;lt;ref&amp;gt;Herodot, &amp;#039;&amp;#039;Historien&amp;#039;&amp;#039; I,16.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprache ==&lt;br /&gt;
Von den Kimmerern sind lediglich einige Personennamen überliefert (Teušpa, Lygdamis/Dugdamme), einige Sprachforscher versuchen ihnen auch Ortsnamen (Toponyme) zuzuweisen. Wegen fehlender sprachlicher Belege werden die Kimmerier in der seriösen Sprachwissenschaft kaum erwähnt. Spekulativ werden sie zur [[Iranische Sprachen|iranischen Sprachgruppe]] oder, griechischen Quellen folgend, der [[Thraker|thrakischen Sprachgruppe]] zugerechnet. Vermutungen über einen engeren Zusammenhang mit der keltischen Sprache müssen aus genetischen Gründen (Krzywinski et al. 2018) als abwegig betrachtet werden. Die Einordnung als Thraker mag aber auf die häufige Verwechslung mit den [[Trerer]]n zurückgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachleben ==&lt;br /&gt;
=== Kimmerer und die Krim ===&lt;br /&gt;
Der Name der Kimmerer soll sich in der Bezeichnung der [[Krim]] erhalten haben. Allerdings wurde in der Antike diese [[Halbinsel]] („Chersonesos“) landläufig als [[Taurisches Gebirge|Taurische]] bzw. Skythische Chersonesos&amp;lt;ref&amp;gt;Strabo, &amp;#039;&amp;#039;Geographie&amp;#039;&amp;#039; VII 4,1.&amp;lt;/ref&amp;gt;, „rauhe“ Chersonesos&amp;lt;ref&amp;gt;Herodot, &amp;#039;&amp;#039;Historien&amp;#039;&amp;#039; IV 99,3.&amp;lt;/ref&amp;gt; oder einfach nur als Chersonesos&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ammianus Marcellinus]], XXII 8,32.&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet. Der Name „Krim“ ist vielmehr deutlich jünger als diese [[antike]]n Bezeichnungen und lässt sich&amp;amp;nbsp;– ohne dazu den Namen der Kimmerer bemühen zu müssen&amp;amp;nbsp;– auf das [[Türken|turk]]-[[Tataren|tatarische]] &amp;#039;&amp;#039;qyrym&amp;#039;&amp;#039; = „Festung“ zurückführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literarische Rezeption ===&lt;br /&gt;
Der amerikanische Schriftsteller [[Robert E. Howard]] beschrieb ein Volk der &amp;#039;&amp;#039;Kimmerier&amp;#039;&amp;#039;, das mit den historischen Kimmerern fast nur den Namen gemeinsam hat. Howards &amp;#039;&amp;#039;Kimmerier&amp;#039;&amp;#039; leben im &amp;#039;&amp;#039;[[Hyborisches Zeitalter|Hyborischen Zeitalter]]&amp;#039;&amp;#039; und sind die Nachfahren der [[Atlantis|Atlanter]]. In dem Gedicht &amp;#039;&amp;#039;I remember&amp;#039;&amp;#039; wird Cimmeria im Refrain als „Land of darkness and deep night“ bezeichnet, Howard kannte also vermutlich [[Homer]]. Howards berühmteste Romanfigur, [[Conan der Cimmerier|Conan]], ist ein &amp;#039;&amp;#039;Kimmerier&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Roman [[Wenn ein Reisender in einer Winternacht]] von [[Italo Calvino]], der aus mehreren unvollendeten Romananfängen besteht, ist einer dieser Romane aus dem „Kimmerischen“ übersetzt. Kimmerien ist hier ein fiktiver Staat, der vermutlich in Nordosteuropa gelegen haben soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[John Bagnell Bury]]: &amp;#039;&amp;#039;The Homeric and the historic Cimmerians.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Klio (Zeitschrift)|Klio]].&amp;#039;&amp;#039; Band 6, 1906, S. 79–88.&lt;br /&gt;
* [[Kurt Bittel]]: &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge der Vor- und Frühgeschichte Kleinasiens.&amp;#039;&amp;#039; Wasmuth, Tübingen 1945.&lt;br /&gt;
* E. D. Phillips: &amp;#039;&amp;#039;The Scythian domination in Western Asia: its record in history, scripture and archaeology.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;World Archaeology.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 4, Nr. 2, 1972, {{ISSN|0043-8243}}, S. 129–138, [[doi:10.1080/00438243.1972.9979527]].&lt;br /&gt;
* [[Harald Hauptmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Neue Funde eurasischer Steppennomaden in Kleinasien.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Rainer Michael Boehmer]], Harald Hauptmann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Altertumskunde Kleinasiens. Festschrift für Kurt Bittel.&amp;#039;&amp;#039; von Zabern, Mainz am Rhein 1983, ISBN 3-8053-0585-0, S. 251–270ff.&lt;br /&gt;
* [[Renate Rolle]], [[Michael Müller-Wille]], Kurt Schietzel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Gold der Steppe, Archäologie der Ukraine.&amp;#039;&amp;#039; Wachholtz, Neumünster 1991, ISBN 3-529-01841-4.&lt;br /&gt;
* Askold I. Ivantchik: &amp;#039;&amp;#039;Les Cimmériens au Proche-Orient&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Orbis biblicus et orientalis.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 127). Editions Universitaires u. a., Freiburg (Schweiz) u. a. 1993, ISBN 3-7278-0876-4.&lt;br /&gt;
* Sergej Tokhtas’ev: &amp;#039;&amp;#039;Die Kimmerier in der antiken Überlieferung.&amp;#039;&amp;#039; In: Hyperboreus Bd. 2, 1996, 1–46 ([http://www.bibliotheca-classica.org/sites/default/files/tokhtasjev_0.pdf online] [PDF; 1,7&amp;amp;nbsp;MB]).&lt;br /&gt;
* Askold I. Ivantchik: &amp;#039;&amp;#039;Das Problem der ethnischen Zugehörigkeit der Kimmerier und die kimmerische archäologische Kultur.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Prähistorische Zeitschrift.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 72, 1997, S. 12–53.&lt;br /&gt;
* Hermann Sauter: &amp;#039;&amp;#039;Studien zum Kimmerierproblem&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Saarbrücker Beiträge zur Altertumskunde&amp;#039;&amp;#039; Band 72). Habelt, Bonn 2000, ISBN 3-7749-3005-8 (Zugleich: Saarbrücken, Universität, Dissertation, 1997).&lt;br /&gt;
* Askold I. Ivantchik: &amp;#039;&amp;#039;Kimmerier und Skythen. Kulturhistorische und chronologische Probleme der Archäologie der osteuropäischen Steppen und Kaukasiens in vor- und frühskythischer Zeit.&amp;#039;&amp;#039; = &amp;#039;&amp;#039;Киммерийцы и Скифы&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Steppenvölker Eurasiens.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 2). Paleograph Press u. a., Moskau 2001, ISBN 3-8053-2977-6.&lt;br /&gt;
* Askold Ivantchik: &amp;#039;&amp;#039;Die archäologischen Spuren der Kimmerier im Vorderen Orient und das Problem der Datierung der vor- und frühskythischen Kulturen.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Ricardo Eichmann]], [[Hermann Parzinger]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Migration und Kulturtransfer. Der Wandel vorder- und zentralasiatischer Kulturen im Umbruch vom 2. zum 1. vorchristlichen Jahrtausend&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Kolloquien zur Vor- und Frühgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 6). Akten des internationalen Kolloquiums, Berlin, 23. bis 26. November 1999. Habelt, Bonn 2001, ISBN 3-7749-3068-6, S. 329–342.&lt;br /&gt;
* {{RGA|16|504|523|Kimmerier|[[Carola Metzner-Nebelsick]]}}&lt;br /&gt;
* Carola Metzner-Nebelsick: &amp;#039;&amp;#039;„Thrako-Kimmerische“ Fundkomplexe zwischen der Südoststeiermark, Sudwest-Transdanubien und Nordkroatien und ihre Bedeutung für die Kulturentwicklung während der frühen Eisenzeit.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Andreas Lippert]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Drau-, Mur- und Raab-Region im 1. vorchristlichen Jahrtausend&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Universitätsforschungen zur prähistorischen Archäologie.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 78). Akten des internationalen und interdisziplinären Symposiums vom 26. bis 29. April 2000 in Bad Radkersburg. Habelt, Bonn 2001, ISBN 3-7749-3072-4, S. 137–154.&lt;br /&gt;
* Mikko Luukko, Greta van Buylaere: &amp;#039;&amp;#039;The political correspondence of Esarhaddon&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;State Archives of Assyria.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 16). Helsinki University Press, Helsinki 2002, ISBN 951-570-539-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Hermann Sauter |url=http://www.kimmerier.de/start.htm |titel=Studien zum Kimmerierproblem |werk=kimmerier.de |abruf=2023-03-31 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vorderasiatische Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische europäische Ethnie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische asiatische Ethnie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte des Kaukasus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nomaden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike Ethnie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;HilmarHansWerner</name></author>
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