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	<title>Kikimora - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T12:36:38Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kikimora&amp;diff=131876&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mad420 am 30. März 2026 um 16:20 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Kikimora.jpg|mini|1934 Illustration von [[Iwan Bilibin]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kikimora&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Russische Sprache|russ.]] &amp;#039;&amp;#039;кикимора, шишимора&amp;#039;&amp;#039;: „Kikímora, Schischímora“); [[Mara (Buddhismus)|मार]] ist das nach der [[Christianisierung]] der [[Slawen]] und [[Finno-ugrische Völker|Ugrier]] zu einem [[Poltergeist]] umgewidmete Bild einer alten heidnischen Gottheit. Sie kommt sowohl im ost- als auch im westslawischen [[Pantheon]] – bei Ukrainern, Polen, Tschechen, Russen und Ugriern – vor und hat [[Analogie (Philosophie)|Analoga]] auch bei den Südslawen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Ursprung der &amp;#039;&amp;#039;Kikimora&amp;#039;&amp;#039; gilt einigen russischen Autoren zufolge die weibliche, ostslawische Gottheit &amp;#039;&amp;#039;[[Mokosch]]&amp;#039;&amp;#039; (russ. &amp;#039;&amp;#039;Макошь&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Мокошь&amp;#039;&amp;#039;), eine ursprünglich wohl [[chthonisch]]e Gottheit (Erdgottheit) mit deutlichen Parallelen zu anderen Göttinnen des indoeuropäischen Pantheons. Andererseits vereint die Kikimora in sich Züge, die eine eigenständige Herkunft ebenfalls als möglich erscheinen lassen. Im englischsprachigen Internet findet man ebenfalls Beschreibungen einer &amp;#039;&amp;#039;Kikimora&amp;#039;&amp;#039;, wobei allerdings wegen fehlender Quellenangaben nicht immer klar ist, ob diese auf originär angelsächsische mythologische Vorstellungen zurückgehen oder – was wahrscheinlicher ist – aus dem slawischen Sprachraum übernommen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;Kikimora&amp;#039;&amp;#039;, die bei den Slawen als alte, seltsam gekleidete, meist unsichtbare Frau in Erscheinung tritt, wird unter anderem nachgesagt, dass sie Fäden spinnt, wobei sie den häuslichen [[Spinnrocken]] zerzaust und durcheinanderbringt, und dass sie poltert und dabei versucht, die Einwohner eines Hauses mit Geräuschen in den Wahnsinn zu treiben, bis diese das Haus verlassen. Demjenigen, der sie sieht, bringt sie Unglück – nicht selten endet ein solcher Vorfall mit dem Tod eines Hausbewohners. Sie stiehlt aber auch das Hausgeflügel oder hindert es am Eierlegen. Der Volksglaube besagt dazu, dass man, um den bösen Einfluss abzuwehren, den abgeschlagenen Hals eines Kruges oder aber einen Stein mit einem natürlichen Loch über den Nestern oder vor den Ställen aufhängen soll. Dies fand auch Aufnahme in das im 19. Jahrhundert entstandene &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der großrussischen Sprache&amp;#039;&amp;#039; von [[Wladimir Iwanowitsch Dal|Wladimir Dal]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wladimir Iwanowitsch Dal|Wladimir Dal]]: [https://ru.wikisource.org/wiki/%D0%A2%D0%A1%D0%94/%D0%9A%D0%B8%D0%BA%D0%B8%D0%BC%D0%BE%D1%80%D0%B0 Кикимора]. In: Толковый словарь живого великорусского языка. 1881. (russisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;. Daraus erklärt sich der Begriff &amp;#039;&amp;#039;[[Hühnergott]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gelegentlich wurden &amp;#039;&amp;#039;Kikimora&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Mara&amp;#039;&amp;#039; (s. u.) miteinander identifiziert. Umgekehrt hat die &amp;#039;&amp;#039;Kikimora&amp;#039;&amp;#039; bei den Russen mitunter auch eine Deutung als Frau des Hauskobolds, des &amp;#039;&amp;#039;[[Domowoi]]&amp;#039;&amp;#039;, erfahren. Nicht nur in Häusern, sondern auch in Sümpfen sollen Kikimoras vorgekommen sein, denen in manchen Überlieferungen werwolfähnliche Eigenschaften nachgesagt wurden. Das Wort &amp;#039;&amp;#039;Kuriny bog&amp;#039;&amp;#039; (russ. куриный бог; [[Hühnergott]]) wiederum bezeichnet seinerseits im slawischen Sprachraum nicht nur Lochsteine, sondern auch andere als Talisman gegen die Kikimora gebrauchte Gegenstände – etwa Gefäße mit ausgeschlagenem Boden oder alte Sachen, zum Beispiel abgetragene Bastschuhe, die genauso wie Lochsteine verwendet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spekulativ muss vorerst die Frage bleiben, ob der zweite Namensbestandteil des Hausgeistes &amp;#039;&amp;#039;Kikimora&amp;#039;&amp;#039;, wie es bereits D. Zelenin vermutete und von modernen russischen Autoren als sehr wahrscheinlich angesehen wird, etymologisch an die gleiche Wurzel zu knüpfen ist, die man beim deutschen &amp;#039;&amp;#039;[[Nachtalb|Mahr]]&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Nachtmar&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Nachtmahr&amp;#039;&amp;#039;), dem englischen &amp;#039;&amp;#039;[[Nightmare]]&amp;#039;&amp;#039; oder beim französischen &amp;#039;&amp;#039;[[Cauchemar(e)]]&amp;#039;&amp;#039; (alles im Sinne von &amp;#039;&amp;#039;[[Albtraum]]&amp;#039;&amp;#039;) findet. Auch einige deutsche Internetquellen behaupten, die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Mahr&amp;#039;&amp;#039; (wie auch beispielsweise &amp;#039;&amp;#039;[[Thrud]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Toggel]]i&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Schrat]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Walrider]]&amp;#039;&amp;#039;) sei ein Synonym für &amp;#039;&amp;#039;[[Alb (Mythologie)|Alb]]&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Alp&amp;#039;&amp;#039;). Die ursprüngliche Bezeichnung der drei griechischen Schicksalsgöttinnen – [[Moiren]] (Sing. &amp;#039;&amp;#039;Moira&amp;#039;&amp;#039;), die den römischen [[Parzen]] und den wesensverwandten germanischen [[Nornen]] entsprechen – scheint in diese Richtung zu weisen, ähnlich wie die ebenfalls in vielen indoeuropäischen Sprachen anzutreffende Wurzel &amp;#039;&amp;#039;*mor-&amp;#039;&amp;#039; für Finsternis, Düsternis oder Tod. Auch im albanischen Pantheon kommen vergleichbare Figuren vor, die sogenannten &amp;#039;&amp;#039;[[Meri (Geist)|Mira]]&amp;#039;&amp;#039;. All dies spricht dafür, dass die Vorstellungen von der &amp;#039;&amp;#039;Kikimora&amp;#039;&amp;#039; und von als Talisman gebrauchten Lochsteinen ein hohes Alter besitzen und sich vermutlich bereits mit den religiösen Vorstellungen der alten Indoeuropäer herausgebildet haben. So soll es in der alten griechischen Mythologie ursprünglich nur eine &amp;#039;&amp;#039;Moira&amp;#039;&amp;#039; gegeben haben, deren Attribute (etwa das Spinnen, Bemessen und Abschneiden von Lebens- oder Schicksalsfäden, was dann den Moiren &amp;#039;&amp;#039;[[Klotho (Mythologie)|Klotho]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Lachesis (Mythologie)|Lachesis]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Atropos]]&amp;#039;&amp;#039; zugeschrieben wurde) Parallelen zu denen der &amp;#039;&amp;#039;Kikimora&amp;#039;&amp;#039; aufweisen. Dazu passt, dass es beispielsweise in der ost- und südslawischen Mythologie ursprünglich todbringende Frauenfiguren mit der Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Mora&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Mara&amp;#039;&amp;#039; (russ. &amp;#039;&amp;#039;мара&amp;#039;&amp;#039;), &amp;#039;&amp;#039;[[Morena]]&amp;#039;&amp;#039; und andere gegeben hat, die mit schicksalhaften Begegnungen verknüpft werden. Auch die der keltischen Mythologie entstammende Figur von &amp;#039;&amp;#039;[[Morgan le Fay]]&amp;#039;&amp;#039;, die als Heilerin, aber auch als Bewohnerin der &amp;#039;&amp;#039;[[Keltische Anderswelt|Anderswelt]]&amp;#039;&amp;#039; später in den Kreis der Sagen um [[König Arthur]] einging, scheint mit diesen Vorstellungen in Verbindung zu stehen (vgl. Literatur, aber auch die unter Mara aufgeführten Verweise auf mythologische Figuren bzw. Gottheiten anderer Völker).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der russische Komponist [[Anatoli Konstantinowitsch Ljadow|Anatoli Ljadow]] (1855–1914) porträtierte Kikimora 1905 in seiner gleichnamigen [[Symphonische Dichtung|symphonischen Dichtung]], op 63. Auch in die russische Literatur hat die Figur der Kikimora verschiedentlich Eingang gefunden, so etwa in die gleichnamigen Erzählungen von [[Albert Lichanow]], [[Ludmila Milewskaja]] oder [[Orest Somow]]. In der &amp;#039;&amp;#039;[[The Witcher (Computerspiel)|Witcher]]&amp;#039;&amp;#039;-Videospielreihe und in der Serie [[The Witcher (Fernsehserie)|The Witcher]] kommt die Kikimora als insektenähnliches Monster vor.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.youtube.com/watch?v=BjuQRIJ6BzY |titel=Building the Kikimora Battle with Vladimir Furdik {{!}} The Witcher {{!}} Netflix |sprache=de-DE |abruf=2023-09-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Dmitri Konstantinowitsch Selenin|Dmitrij Zelenin]]: &amp;#039;&amp;#039;Russische (Ostslavische) Volkskunde. (Grundriß der slavischen Philologie und Kulturgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. von [[Reinhold Trautmann]] und [[Max Vasmer]]). Berlin und Leipzig, Walter de Gruyter 1927.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://archive.today/20140119013514/http://www.pagan.ru/k/kikimora0.php Kikimora (russ.)]&lt;br /&gt;
* [https://archive.today/20140119013544/http://www.pagan.ru/k/kurinyjbog0.php Kuriny bog (russ.)]&lt;br /&gt;
* [https://archive.today/20140119013534/http://www.pagan.ru/m/mara0.php Mara (russ.)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=133889122|VIAF=50428788}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Slawische Gottheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weibliche Gottheit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mad420</name></author>
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