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	<title>Kietzer See - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kietzer_See&amp;diff=2679292&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;TaxonBot: Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links</title>
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		<updated>2026-04-17T07:38:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox See&lt;br /&gt;
|NAME = Kietzer See&lt;br /&gt;
|BILD = Kietzer See 02.jpg&lt;br /&gt;
|BILDBESCHREIBUNG = Kietzer See im April 2011&lt;br /&gt;
|BREITENGRAD= 52/37/40/N&lt;br /&gt;
|LÄNGENGRAD= 14/13/12/E&lt;br /&gt;
|REGION-ISO= DE-BB&lt;br /&gt;
|LAGE = [[Deutschland]], [[Brandenburg]]&lt;br /&gt;
|ZUFLUSS = Wasserzufuhr nach Bedarf vom [[Stöbber]]&lt;br /&gt;
|ABFLUSS = Keiner&lt;br /&gt;
|INSELN = &lt;br /&gt;
|UFERORT = [[Altfriedland]]&lt;br /&gt;
|NAHERORT = [[Buckow (Märkische Schweiz)|Buckow]]&lt;br /&gt;
|HÖHE = 5.8&lt;br /&gt;
|HÖHE-BEZUG= DE-NN&lt;br /&gt;
|FLÄCHE = 2.06&lt;br /&gt;
|NACHWEIS-FLÄCHE  = &amp;lt;ref name=&amp;quot;Steckbrief&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.mugv.brandenburg.de/w/seen/65_KietzerSee.pdf |text=Landesumweltamt Brandenburg. Steckbrief Seen EG-Wasserrahmenrichtlinie: &amp;#039;&amp;#039;Kietzer See&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20170106071951}} (PDF; 200&amp;amp;nbsp;kB) Dazu: [http://www.mugv.brandenburg.de/cms/detail.php/bb2.c.546903.de Lesehilfe und Erläuterung der Parameter.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|SEELÄNGE = 3.020&lt;br /&gt;
|NACHWEIS-SEELÄNGE = &amp;lt;ref name=&amp;quot;Steckbrief&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|SEEBREITE = 1.115&lt;br /&gt;
|NACHWEIS-SEEBREITE = &amp;lt;ref name=&amp;quot;Steckbrief&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|VOLUMEN = &lt;br /&gt;
|NACHWEIS-VOLUMEN = &lt;br /&gt;
|UMFANG = &lt;br /&gt;
|MAX-TIEFE = 1.0&lt;br /&gt;
|NACHWEIS-MAX-TIEFE = &amp;lt;ref name=&amp;quot;Steckbrief&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|MED-TIEFE = &lt;br /&gt;
|PH-WERT = &lt;br /&gt;
|EINZUGSGEBIET = 4.22&lt;br /&gt;
|NACHWEIS-EINZUGSGEBIET = &amp;lt;ref name=&amp;quot;Steckbrief&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|BESONDERHEITEN = In den 1960er Jahren zum Fischteich umgeformter See&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kietzer See&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein 206&amp;amp;nbsp;[[Hektar]] umfassender Flachsee in dem [[Brandenburg|brandenburgischen]] Ort [[Altfriedland]] im [[Landkreis Märkisch-Oderland]]. Den Namen trägt er nach einem slawischen [[Kietz (Siedlung)|Kietz]] aus der Zeit der [[Deutsche Ostsiedlung|Deutschen Ostsiedlung]]. Das [[Landesamt für Umwelt Brandenburg]] kategorisiert den maximal einen Meter tiefen See als „Fischteich“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Teich liegt am Südrand des [[Oderbruch]]s am Nordostausgang der [[Glaziale Rinne|glazialen]] &amp;#039;&amp;#039;Buckower Rinne&amp;#039;&amp;#039; (auch: &amp;#039;&amp;#039;[[Löcknitz (Spree)|Löcknitz]]-[[Stobber]]-Rinne&amp;#039;&amp;#039;), die die Hochflächen [[Barnim]] und [[Lebuser Land]] trennt. Zwischen dem Kietzer See und dem westlich benachbarten [[Klostersee (Altfriedland)|Klostersee]] hat sich eine schmale Landzunge herausgebildet, auf der der Stobber die beiden Seen passiert und auf der sich zwischen den Seeufern Altfriedland (ursprünglich Friedland) erstreckt. Seine heutige Ausprägung erhielt der See in den 1960er Jahren, als das weitgehend verlandete Gewässer durch Eindeichung und Anstauung des Stobber vergrößert und in die [[Teichwirtschaft]]en der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Altfriedländer Teiche&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; umgeformt wurde. Das neu geschaffene und landschaftsprägende Wasserland führte zu einer besonderen Ausbildung der [[Avifauna]], die seit der Ausweisung der Altfriedländer Teiche als [[Richtlinie 79/409/EWG über die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten|Europäisches Vogelschutzgebiet (SPA)]] bewahrt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geomorphologie und Hydrologie ==&lt;br /&gt;
Der Kietzer See liegt nordöstlich von [[Buckow (Märkische Schweiz)|Buckow]] in der nordöstlichen Ecke des [[Naturpark Märkische Schweiz|Naturparks Märkische Schweiz]]. Am Südufer führt die [[Bundesstraße 167]] vorbei, die [[Bad Freienwalde (Oder)|Bad Freienwalde]] über [[Neuhardenberg]] mit [[Lebus]] verbindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Buckower Rinne und Oderbruch ===&lt;br /&gt;
{{Positionskarte+&lt;br /&gt;
 |Barnim&lt;br /&gt;
 |maptype = relief&lt;br /&gt;
 |caption = [[Löcknitz (Spree)|Löcknitz]]-[[Stöbber]]-Rinne mit dem Kietzer See am Nordostausgang zum [[Oderbruch]]&lt;br /&gt;
 |width = 400&lt;br /&gt;
 |float = left&lt;br /&gt;
 |places =&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gewässer befindet sich am Nordostausgang der &amp;#039;&amp;#039;Buckower Rinne&amp;#039;&amp;#039; (auch: &amp;#039;&amp;#039;[[Löcknitz (Spree)|Löcknitz]]-[[Stobber]]-Rinne&amp;#039;&amp;#039;), einer [[Glaziale Rinne|glazialen Schmelzwasserrinne]], die sich in den letzten beiden Phasen der [[Weichsel-Kaltzeit|Weichsel-Eiszeit]] zwischen dem von [[Toteis]] gefüllten Oderbruch und dem [[Berliner Urstromtal]] (heutiges Spreetal) herausgebildet hat und die [[Barnim]]platte von der [[Land Lebus|Lebuser Platte]] trennt. Diese rund 30&amp;amp;nbsp;Kilometer lange und zwei bis sechs Kilometer breite Rinne entwässert vom Niedermoor- und Quellgebiet [[Rotes Luch]] über [[Stobberbach]]/[[Löcknitz (Spree)|Löcknitz]] nach Südwesten zur [[Spree]] und über den Stobber nach Nordosten zur [[Oder]]. Unmittelbar über dem Nordufer des Kietzer Sees vereinigt sich der Stobber (früher &amp;#039;&amp;#039;Stobberow&amp;#039;&amp;#039;) mit dem [[Alte Oder#Reitwein–Wriezen|Quappendorfer Kanal]] zum [[Friedländer Strom]].&amp;lt;ref&amp;gt;Claus Dalchow, Joachim Kiesel: {{Webarchiv|url=https://www.geobasis-bb.de/geodaten/lbgr/pdf/1-2_05_Dalchow_73-86.pdf |wayback=20160611171613 |text=&amp;#039;&amp;#039;Die Oder greift ins Elbegebiet – Spannungsverhältnisse und Sollbruchstellen zwischen zwei Flussgebieten&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2022-03-09 00:22:28 InternetArchiveBot }} (PDF; 2,9&amp;amp;nbsp;MB). In: &amp;#039;&amp;#039;Brandenburgische Geowissenschaftliche Beiträge.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg.: Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg, Kleinmachnow Heft&amp;amp;nbsp;1/2 2005, S.&amp;amp;nbsp;81, {{ISSN|0947-1995}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.maerkische-schweiz.de/pages/region/naturraum/naturraum.html LAG Märkische Schweiz e. V.:] Naturraum Märkische Schweiz.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Rande des Oderbruchs hat sich zwischen dem Kietzer See und dem westlich benachbarten Klostersee eine schmale Landzunge geformt, auf der der Stobber die beiden Seen passiert und auf der sich zwischen den Seeufern Altfriedland (ursprünglich Friedland) erstreckt. Die Oder durchfloss das [[Binnendelta]] des Oderbruchs ursprünglich in [[Mäander]]n, die sich mehrfach von Ost nach West verlagerten. Die letzte große Laufverlagerung fand wahrscheinlich im 13.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert statt. Im Anschluss bildeten sich im Niederen Bruch mehrere Nebenarme und flache, weiträumige Seen heraus, darunter der Kietzer See. 1751, unmittelbar vor der [[Melioration]] des Oderbruchs, soll die Fläche des Kietzer Sees 154&amp;amp;nbsp;Hektar betragen haben. Während Seen wie der &amp;#039;&amp;#039;Faule See&amp;#039;&amp;#039; (bei [[Wriezen]], 92&amp;amp;nbsp;ha im Jahr 1751) oder der &amp;#039;&amp;#039;Große See&amp;#039;&amp;#039; (zwischen [[Bliesdorf]], [[Alttrebbin]] und [[Altwriezen]], 293&amp;amp;nbsp;ha) nach der Trockenlegung des Bruchs noch im 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert verschwanden, blieb der Kietzer See erhalten, verlandete aber stark. 1938 wies das [[Verlandungsmoor]] bis zu neun Meter mächtige [[Sedimentation|Schlammablagerungen]] auf und konnte aufgrund seiner geringen Tiefe nicht mehr befischt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Antje Jakupi, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Überformung in den 1960er Jahren ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Stobber in Altfriedland 10.jpg|mini|links|Kietzer See mit dem kanalisierten [[Stobber]]]]&lt;br /&gt;
Seine heutige Ausprägung erhielt der Kietzer See in den 1960er/1970er Jahren. Zwischen 1965 und 1972 wurden seine Verlandungsgebiete durch Eindeichung und Anstauung des Stobber in Teichanlagen zur Karpfenzucht umgewandelt. Dabei wurden inklusive der südwestlich vorgelagerten sieben [[Karlsdorf (Neuhardenberg)|Karlsdorfer]] Teiche neunzehn flache Teiche mit insgesamt 280&amp;amp;nbsp;Hektar Teichnutzfläche eingerichtet. Allerdings blieb die Parzellierung unvollendet, sodass der größte künstliche Teich Brandenburgs mit einer Fläche von rund 200&amp;amp;nbsp;Hektar verblieb. Dieser Teich überdeckt das Niedermoorgebiet des Kietzer Sees und das ursprüngliche Mündungsgebiet des Stöbber zur [[Alte Oder|Alten Oder]]. Während der Stobber in Teilen seines Oberlaufs und insbesondere im Mittellauf durch das Naturschutzgebiet [[Stobbertal]] weitgehend als naturnahes Fließ erhalten ist, wurde er im Zuge des Seeumbaus in kanalisierter Form dicht am West- und Ostufer um den Teich, der weiterhin als Kietzer See, teils auch als &amp;#039;&amp;#039;Altfriedländer Teich&amp;amp;nbsp;13&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Anglermap&amp;quot;&amp;gt;[https://www.anglermap.de/angeln/steckbrief-gewaesser.php?id=altfriedlaender-teich-13-neuhardenberg-altfriedland Anglermap, Steckbrief Altfriedländer Teich 13.]&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet wird, herumgezogen. Sämtliche Gewässer, die sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Altfriedländer Teiche&amp;#039;&amp;#039;, werden nach Bedarf vom Stobber gespeist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die überformten Verlandungsgebiete bestanden aus ausgedehnten versumpften Wiesen und Waldteilen des Nonnenwinkels – Baumstümpfe, die über die Wasseroberfläche des Kietzer See hinausragen, zeugen noch heute von der ehemaligen Bewaldung. Die Nonnenwinkel-Caveln (&amp;#039;&amp;#039;Caveln&amp;#039;&amp;#039; = durch Gräben unterteilte Wiesenflächen) nordöstlich des Sees waren bereits bei [[Mittelwasser]] der Oder überschwemmt worden und für eine [[Weide (Grünland)|Beweidung]] unbrauchbar. Der Umbau der Landschaft und die [[Teichwirtschaft|fischereiwirtschaftliche]] Nutzung der Teiche führte zu einem grundlegenden Wandel in der Avifauna und zur Bildung von [[Sekundärbiotop|Sekundärlebensräumen]].&amp;lt;ref&amp;gt;Antje Jakupi, S. 11, 21, 136.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;TeicheErsatz&amp;quot;&amp;gt;[http://www.maerkischeschweiz.com/naturpark/index.php?id=16 Naturpark Märkische Schweiz, Naturparkverwaltung: &amp;#039;&amp;#039;Teiche als Ersatzlebensräume&amp;#039;&amp;#039;.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nabu&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://nabu.maerkische-schweiz.com/Altfriedlaender_Teiche.html |archive-is=20130128032438 |text=Naturschutzbund Deutschland, RV Strausberg-Märkische Schweiz: &amp;#039;&amp;#039;Altfriedländer Teiche, Entstehung&amp;#039;&amp;#039;. |archiv-bot=2025-12-04 12:57:21 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hydrographie und Limnologie ==&lt;br /&gt;
Das [[Landesamt für Umwelt Brandenburg]] kategorisiert den maximal einen Meter tiefen See (Wasserkörper-Nr. 8000169621989) im Steckbrief nach der [[Richtlinie 2000/60/EG (Wasserrahmenrichtlinie)|EG-Wasserrahmenrichtlinie]] (EG-WRRL) als „Fischteich“. Nach einer Bestandsaufnahme im Jahr 2004 gibt der Steckbrief eine Fläche von 206 und ein [[Einzugsgebiet]] von 422&amp;amp;nbsp;Hektar an. Die maximale Tiefe liegt bei einem Meter, die größte Länge des von Süd nach Nord gestreckten Gewässers bei 3020 und die größte Breite bei 1115&amp;amp;nbsp;Metern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Steckbrief&amp;quot; /&amp;gt; Der LAWA-Trophieindex, der vier [[Trophie]]-Parameter (TP&amp;amp;nbsp;während der Frühjahrsvollzirkulation sowie die Vegetationsmittel von [[Chlorophylle#Typen|Chlorophyll&amp;amp;nbsp;a]], [[Sichttiefe]] und [[Phosphorfraktion|TP]]) in unterschiedlicher Gewichtung in einer Zahl zusammenfasst&amp;lt;ref&amp;gt;Jacqueline Rücker: {{Webarchiv |url=http://www-docs.tu-cottbus.de/gewaesserschutz/public/aktuelle_reihe/ar_3_2004/ar_03_2004_02_ruecker.pdf |text=&amp;#039;&amp;#039;10 Jahre Gewässeruntersuchung im Scharmützelseegebiet – Trophie- und Phytoplanktonentwicklung 1994 bis 2003.&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20151117015829 |archiv-bot=2019-04-23 00:20:57 InternetArchiveBot}} (PDF; 883&amp;amp;nbsp;kB) Brandenburgische Technische Universität Cottbus, BTU Aktuelle Reihe 3/2004, S.&amp;amp;nbsp;11.&amp;lt;/ref&amp;gt;, wurde nicht erhoben. Erhoben wurde lediglich der chemische Zustand, der auf einer fünfstufigen Skala mit &amp;#039;&amp;#039;zwei&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Umweltziel &amp;#039;guter Zustand&amp;#039; der WRRL wird erreicht&amp;#039;&amp;#039;) bewertet wird. Daraus wird – unter Fehlen aller übrigen Parameter – ein Gesamtzustand von gleichfalls &amp;#039;&amp;#039;zwei&amp;#039;&amp;#039; abgeleitet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Steckbrief&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Überwachung der [[Radioaktivität#Natürlich vorkommende Radioaktivität|Umweltradioaktivität]] auf der Basis des [[Integriertes Mess- und Informationssystem|Integrierten Mess- und Informationssystems]] (IMIS) ließ das Landesamt für Verbraucherschutz und Landwirtschaft (LVL) 2001/2002 auch im Kietzer See Proben entnehmen. Dabei lagen die Werte für &amp;lt;sup&amp;gt;137&amp;lt;/sup&amp;gt;[[Caesium|Cs]] unter der Nachweisgrenze und auch die Caesiumaufnahme durch Fische lag sowohl bei Fried- wie auch bei Raubfischen unter dieser Grenze. Im [[Sedimentation|Sediment]] ergab sich allerdings mit 70&amp;amp;nbsp;[[Becquerel (Einheit)|Bq]]/kg&amp;amp;nbsp;TM ein im Vergleich zu anderen brandenburgischen Gewässern hoher Wert.&amp;lt;ref&amp;gt;Landesamt für Verbraucherschutz und Landwirtschaft (LVL): {{Toter Link |datum=2019-04 |url=http://www.mugv.brandenburg.de/cms/media.php/lbm1.a.2339.de/umwradio.pdf |text=&amp;#039;&amp;#039;Umweltradioaktivität in Brandenburg 2001–2002&amp;#039;&amp;#039;. |archivebot=2019-04-23 00:20:57 InternetArchiveBot}} (PDF; 1,4&amp;amp;nbsp;MB) Frankfurt/Oder 2002, S.&amp;amp;nbsp;23, 25 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ökologie, Flora und Fauna ==&lt;br /&gt;
Brüteten vor der Überformung auf den versumpften Wiesen um den Kietzer See unter anderem [[Wiesenweihe]]n, [[Bekassine]]n und [[Schlagschwirl]]en,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nabu&amp;quot; /&amp;gt; bildeten sich in den Sekundärräumen Refugien für zahlreiche neue Tier- und Pflanzenarten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TeicheErsatz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umgebung und Teichwirtschaft ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Vogelschutzgebiet Altfriedland 06.jpg|mini|Rest des Niedermoorgebiets westlich des Sees]]&lt;br /&gt;
Die bewirtschafteten Fischteiche liegen hauptsächlich am langgestreckten West- und schmalen Südufer des Kietzer Sees. Die restlichen Ufer der freien großen Seefläche besitzen einen gut ausgeprägten [[Röhricht]]gürtel. Den südlichen Teil des Westufers nehmen die Siedlungsflächen Altfriedlands ein, seinen nördlichen Teil und das Nordufer bestimmen hinter dem dicht am See fließenden Stöbber noch erhaltene Sumpfgebiete, die teilweise von einem Waldsaum am Ufer begleitet sind. Das Ostufer prägen weitgehend die Wälder des Nonnenwinkels,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://bb-viewer.geobasis-bb.de/ Brandenburg-Viewer, Digitale Topographische Karten 1:10.000] (Menu anklicken)&amp;lt;/ref&amp;gt; dessen Benennung (wie die Benennung der ehemaligen Nonnen-Caveln) auf die [[Zisterzienserinnen]] des [[Kloster Friedland|Klosters Friedland]] zurückgeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Berufsfischerei der ansässigen Fischereibetriebe steht der Kietzer See beziehungsweise der Altfriedländer Teich&amp;amp;nbsp;13 für das [[Angeln (Fischfang)|Angeln]] inklusive Nachtangeln zur Verfügung; das Bootsangeln ist nicht erlaubt. Die Teiche haben einen Mischbesatz mit [[Forelle]], [[Karpfen]], [[Störe|Stör]], [[Europäischer Aal|Aal]], [[Hecht]], [[Europäischer Wels|Wels]], [[Graskarpfen]], [[Marmorkarpfen]], [[Flussbarsch|Barsch]] und [[Zander]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Anglermap&amp;quot; /&amp;gt; Die [[Aquakultur|Fischzucht]] in der „Zuleiter-Teichwirtschaft“ erfolgt mittels Getreidezufütterung. Das Produktionsniveau wird mit 1–1,5&amp;amp;nbsp;t/ha angegeben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SchutzTeiche&amp;quot;&amp;gt;[http://www.maerkischeschweiz.com/naturpark/index.php?id=24 Naturpark Märkische Schweiz, Naturparkverwaltung: &amp;#039;&amp;#039;Europäisches Vogelschutzgebiet Altfriedländer Teiche&amp;#039;&amp;#039;.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Seen sind Lebensraum für den nach der [[Rote Liste gefährdeter Arten|Roten Liste]] in Brandenburg&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Klawitter, Rainer Altenkamp u.&amp;amp;nbsp;a.: [http://www.stadtentwicklung.berlin.de/natur_gruen/naturschutz/downloads/artenschutz/rotelisten/10_saeuge_print.pdf &amp;#039;&amp;#039;Rote Liste und Gesamtartenliste der Säugetiere (Mammalia) von Berlin.&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 203&amp;amp;nbsp;kB) Bearbeitungsstand: Dezember&amp;amp;nbsp;2003. In: Der Landesbeauftragte für Naturschutz und Landschaftspflege / Senatsverwaltung für Stadtentwicklung (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Rote Listen der gefährdeten Pflanzen und Tiere von Berlin.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;6. Anmerkung: Die Berliner Liste enthält auch die Angaben für Brandenburg.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;vom Aussterben bedrohten&amp;#039;&amp;#039; [[Fischotter]]. Allerdings ist der an das Wasserleben angepasste [[Marder]], der zu den besten Schwimmern unter den [[Landraubtier]]en zählt, wie auch der [[Vogel des Jahres (Deutschland)|Vogel des Jahres]]&amp;amp;nbsp;2010, der [[Kormoran (Art)|Kormoran]], als vermeintlicher Nahrungskonkurrent des Menschen bei den Fischereibetrieben nicht gerne gesehen. Zum Ausgleich der Schäden durch diese Tiere hat die Fischerei Altfriedland, die 278&amp;amp;nbsp;Hektar bewirtschaftet, den Angel-Tourismus zum zweiten Standbein ihres Betriebes entwickelt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/109596/| titel=&amp;#039;&amp;#039;Spektakel mit dicken Fischen&amp;#039;&amp;#039;.| werk=[[Märkische Oderzeitung]]| datum=2009-11-16| abruf=2022-09-05| archiv-url=https://web.archive.org/web/20180904090050/http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/109596/| abruf-verborgen=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Europäisches Vogelschutzgebiet (SPA) ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Europäisches Vogelschutzgebiet Altfriedländer Teich- und Seengebiet}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Stobber in Altfriedland 09.jpg|mini|Natürliche und künstliche Inseln im See, im Vordergrund der Stobber]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;Europäische Vogelschutzgebiet Altfriedländer Teich- und Seengebiet&amp;#039;&amp;#039; (auch: &amp;#039;&amp;#039;Europäisches Vogelschutzgebiet Altfriedländer Teiche&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Europäisches Vogelschutzgebiet Kietzer See&amp;#039;&amp;#039;) ist ein Teilbereich des &amp;#039;&amp;#039;Europäischen Vogelschutzgebietes (SPA) Märkische Schweiz&amp;#039;&amp;#039;. Der nach der [[Richtlinie 79/409/EWG über die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten|EU-Richtlinie zur Erhaltung der wildlebenden Vogelarten]] geschützte Teilbereich umfasst auf rund 700&amp;amp;nbsp;Hektar den Klostersee, einige kleinere Seen südwestlich des Klostersees und als zentralen Bestandteil den Kietzer See mit seiner Teichlandschaft. Das Gebiet ist das bedeutendste Wasservogelbrut-, Rast- und Durchzugsgebiet des [[Naturpark Märkische Schweiz|Naturparks Märkische Schweiz]]. Zur [[Avifauna]] zählen bestandsbedrohte Vogelarten wie [[Eisvogel]], [[Seeadler (Art)|See-]] und [[Fischadler]] oder [[Schwarzstorch]] und im Herbst sehr seltene, rastende [[Regenpfeiferartige|Limikolenarten]]. Die Kolonie der [[Fluss-Seeschwalbe]] gehört zu den wichtigsten der &amp;#039;&amp;#039;stark gefährdeten&amp;#039;&amp;#039; [[Art (Biologie)|Art]] in Brandenburg. Im Herbst bilden die Seen Rastplätze für bis zu 30.000 durchziehende [[Waldsaatgans|Waldsaat-]] und [[Blässgans|Blässgänse]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bestimmungen der EU-Vogelschutzrichtlinie werden in enger Kooperation zwischen der Naturparkverwaltung und den Fischern, Fischereibetrieben und sonstigen Flächennutzern umgesetzt; die fischereiwirtschaftliche Nutzung der Gewässer wird einverträglich mit dem [[Naturschutz]] betrieben. Zur Sicherung der vorhandenen [[Artenvielfalt]] und einer Verbesserung der [[Habitat]]bedingungen bestandsgefährdeter und überregional bedeutsamer Vogelarten wurden verschiedene Projekte begonnen oder bereits umgesetzt. Dazu gehört als [[Nisthilfe]] eine alljährliche [[Mähen|Mahd]] im Winter bei Eis auf einigen der natürlichen schwimmenden Schilfinseln des Kietzer Sees, die dann als Brutplätze für [[Lachmöwe]]n, Fluss-Seeschwalben und weitere Arten dienen. Zudem wurden aus den Mitteln des [[Vertragsnaturschutz]]es der Naturparkverwaltung beziehungsweise der Landesanstalt für [[Großschutzgebiet]]e zwei künstliche Brutinseln finanziert. Dafür wurden ausgediente [[Ponton]]s, die die Fischer zur Verfügung stellten, mit Kies, Grasflies und Unterschlupfmöglichkeiten präpariert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Zu 17 Prozent befindet sich der Kietzer See, bezogen auf eine Fläche von 202&amp;amp;nbsp;Hektar, in der Verfügung der [[BVVG Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH]], einer Nachfolgeeinrichtung der [[Treuhandanstalt]] und Tochter der [[Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben]]&amp;amp;nbsp;(BvS).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.parldok.brandenburg.de/parladoku/w5/drs/ab_3400/3497.pdf &amp;#039;&amp;#039;Landtag Brandenburg Drucksache 5/3497, 5. Wahlperiode&amp;#039;&amp;#039;.] (PDF; 371&amp;amp;nbsp;kB) Antwort der Landesregierung auf die Große Anfrage Nr.&amp;amp;nbsp;10 der Fraktion der FDP, Drucksache 5/2832, &amp;#039;&amp;#039;Fischerei und Fischzucht in Brandenburg&amp;#039;&amp;#039;, siehe Teil&amp;amp;nbsp;V.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Slawischer Kietz und Nonnenkloster {{Anker|Kiez}} ===&lt;br /&gt;
Bereits zur [[Wenden|slawischen]] Zeit bestand in Altfriedland eine [[Fischerdorf|Fischersiedlung]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wöbbecke&amp;quot;&amp;gt;Kerstin Wöbbecke, Büro enviteam: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine nicht fachsprachliche Beschreibung des Badegewässers auf der Grundlage des Badegewässerprofils.&amp;#039;&amp;#039; In: Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (MUGV), LUIS-BB LandesUmwelt / VerbraucherInformationsSystem: {{Webarchiv |url=http://www.luis.brandenburg.de/v/badestellen/V7100029/profile/119.pdf |text=&amp;#039;&amp;#039;Klostersee. Badegewässerprofil nach Artikel 6 der Richtlinie 2006/7/EG und § 6 der Verordnung über die Qualität und die Bewirtschaftung der Badegewässer vom 06.02.2008 (BbgBadV).&amp;#039;&amp;#039; S. 12. |wayback=20140116065358 |archiv-bot=2019-04-23 00:20:57 InternetArchiveBot}} (PDF; 104&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Name &amp;#039;&amp;#039;Kietzer See&amp;#039;&amp;#039; und die Altfriedländer Straße &amp;#039;&amp;#039;Kietz&amp;#039;&amp;#039; verweisen auf eine slawische Siedlung, da der Begriff [[Kietz (Siedlung)|Kietz]] im ursprünglichen Wortsinn eine slawische Dienstsiedlung in der [[Germania Slavica]] bezeichnet, die in der Regel in der Nähe einer [[Burg]] (mit deutscher Herrschaft) lag und zumeist als Fischersiedlung angelegt war. Umstritten ist das Vorhandensein einer bisher nicht nachgewiesenen Burg; sie ist allerdings nicht zwingende Voraussetzung für die Anlage eines Kietzes. Im Jahre 1375&amp;amp;nbsp;wurde im [[Landbuch Karls IV.]] ausdrücklich die &amp;quot;Fischerei&amp;quot; (&amp;#039;&amp;#039;pescatura&amp;#039;&amp;#039;) erwähnt. Selbst 1776 wurden noch sieben Fischer genannt; 1801 letztmals nur noch ein Fischer.&amp;lt;ref&amp;gt;Historisches Ortslexikon für Brandenburg, Band VI (Barnim), S. 164f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Helene-v-Friedland.jpg|mini|[[Helene Charlotte von Friedland]]]]&lt;br /&gt;
Im Zuge der [[Deutsche Ostsiedlung|Deutschen Ostsiedlung]] entstand um 1250 über dem Ostufer des Klostersees das [[Kloster Friedland|Frauenkloster Friedland]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Reinhard E. Fischer]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Ortsnamen der Länder Brandenburg und Berlin&amp;#039;&amp;#039;, Band&amp;amp;nbsp;13 der &amp;#039;&amp;#039;Brandenburgischen Historischen Studien&amp;#039;&amp;#039; im Auftrag der Brandenburgischen Historischen Kommission. be.bra Wissenschaft, Berlin 2005, ISBN 3-937233-30-X, S.&amp;amp;nbsp;58, {{ISSN|1860-2436}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die &amp;#039;&amp;#039;Ecclesia sanctae Mariae semper virginis in Vredeland&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Gustav Abb (Germania Sacra), S. 349.&amp;lt;/ref&amp;gt; hatte für die [[Askanier|askanischen]] Landesherren eine landsichernde beziehungsweise siedlungsabschließende Funktion. Das Nonnenkloster diente als Hauskloster des [[Barnim]]-Adels; vor allem die unverheirateten Töchter des märkischen Landadels fanden hier Aufnahme.&amp;lt;ref&amp;gt;Uta Puls, S. 53, 55 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit umfangreichem Landbesitz, darunter zehn Dörfer, zwanzig Einzelgüter und acht Seen, zählte die [[Abtei]] zu den wohlhabenden Klöstern der Mark. Auch der Kietzer See befand sich im Besitz der Zisterzienserinnen,&amp;lt;ref&amp;gt;Gustav Abb (Germania Sacra), S. 351 f, 356 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; die sehr wahrscheinlich spätestens vor rund 700&amp;amp;nbsp;Jahren erste Fischteiche anlegten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.fischerei-altfriedland.de/index.html |wayback=20120728034716 |text=Fischerei Altfriedland. |archiv-bot=2022-03-09 00:22:28 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frau von Friedland und Wasserschulze {{Anker|Schulze}} ===&lt;br /&gt;
1603 vermerkte eine [[Wriezen]]er Zollakte Friedland neben [[Bliesdorf]] und [[Altranft|Ranft]] als bedeutendsten Lieferanten für den Wriezener Fischmarkt. &amp;#039;&amp;#039;100&amp;amp;nbsp;Wagen mit Hechten, Aalen, Krebsen und anderen Fischen&amp;#039;&amp;#039; seien hier jährlich eingetroffen.&amp;lt;ref&amp;gt;Antje Jakupi, zur Seefläche 1751, S.&amp;amp;nbsp;11, Zitat aus der Wriezener Zollakte S.&amp;amp;nbsp;92.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bedeutenden Einfluss auf die Entwicklung der Fischereiwirtschaft hatte die als &amp;#039;&amp;#039;Frau von Friedland&amp;#039;&amp;#039; in die Geschichte eingegangene Gutsherrin [[Helene Charlotte von Friedland|Charlotte Helene von Lestwitz]] (1754–1803), die in Friedland wegen ihrer Tatkraft, ihres Organisations- und Erziehungstalents verehrt wurde. In den [[Wanderungen durch die Mark Brandenburg]] (Band Oderland) widmete ihr [[Theodor Fontane]] ein Kapitel&amp;lt;ref&amp;gt;Fontane, S. 174–178.&amp;lt;/ref&amp;gt; und der Agrarreformer [[Albrecht Daniel Thaer]] schrieb voller Bewunderung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Wir haben gewiß vier Spann Pferde müde gefahren. So etwas von Aktivität ist mir noch nie vorgekommen. Sie hat über ein Dutzend Verwalter […] und dennoch kennt sie jeden kleinen Gartenfleck, jeden Baum, jedes Pferd, jede Kuh […]. Sie hat nicht nur mehrere große Branntweinbrennereien und Brauereien, sondern betreibt auch ein starkes Mühlengewerbe, weshalb sie sich förmlich in das Müllergewerk hat einschreiben lassen, so daß sie das Meisterrecht hat und Lehrburschen ein- und losschreiben kann.&lt;br /&gt;
 |Autor=Albrecht Daniel Thaer über Frau von Friedland.&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert aus Theodor Fontane, S. 177.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1794 focht sie mit der Gemeinde [[Quilitz (Mark)|Quilitz]] einen Rechtsstreit wegen der [[Fischereirecht]]e auf dem Kietzer See aus. Ein im [[Brandenburgisches Landeshauptarchiv|Brandenburgischen Landeshauptarchiv]] erhaltenes Dokument vermerkt dazu: &amp;#039;&amp;#039;Acta manualia in Sachen der Frau von Friedland gebohrenen von Lestwitz, wider die Gemeine zu Quilitz wegen unbefugter Fischereÿ und Rohrschneidens im Kietzer=See; item: Flachs u. Hanf Röthen und verübte Pfandkehrung.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert aus Antje Jakupi, S. 262.&amp;lt;/ref&amp;gt; Rechtsstreitigkeiten schlichtete ansonsten der Wasserschulze, der an der Spitze der Kietzer Fischergemeinde stand und der noch bis in das 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert hinein in allen Fischereiangelegenheiten das Sagen hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Heerwagen64&amp;quot;&amp;gt;Dierk Heerwagen, S. 64.&amp;lt;/ref&amp;gt; An diese Tradition erinnert der symbolische Auftritt eines Wasserschulzen, der den Einzug der Fischer in ihren historischen Kostümen beim alljährlichen Fischerfest in Altfriedland anführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wöbbecke&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur| Titel=&amp;#039;&amp;#039;Neuer Wasserschulze in Altfriedland&amp;#039;&amp;#039;.| Datum=2009-08-02| Sammelwerk=[[Märkische Oderzeitung]]| Online=[https://web.archive.org/web/20160531141003/http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/97459 moz.de]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Seen in Brandenburg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Gustav Abb]]: [http://books.google.de/books?id=iPn2Qqdr68YC&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de#v=onepage&amp;amp;q=Vredeland&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Das Zisterziensernonnenkloster in Alt-Friedland&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;Germania Sacra.&amp;#039;&amp;#039; Erste Abteilung: &amp;#039;&amp;#039;Die Bistümer der Kirchenprovinz Magdeburg&amp;#039;&amp;#039;. Erster Band: &amp;#039;&amp;#039;Das Bistum Brandenburg&amp;#039;&amp;#039;. Erster Teil. Bearbeitet von Gustav Abb und [[Gottfried Wentz]]. Verlag Walter de Gruyter &amp;amp; Co., Berlin 1929. Fotomechanischer Nachdruck 1963, S.&amp;amp;nbsp;349–358.&lt;br /&gt;
* [[Theodor Fontane]]: &amp;#039;&amp;#039;Friedland.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Wanderungen durch die Mark Brandenburg]] in 8&amp;amp;nbsp;Bänden.&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;2 &amp;#039;&amp;#039;Oderland&amp;#039;&amp;#039;. [[Gotthard Erler]], Rudolf Mingau (Hrsg.), [[Aufbau-Verlag]], Berlin&amp;amp;nbsp;1997, S.&amp;amp;nbsp;159–169. Siehe auch Folgekapitel &amp;#039;&amp;#039;Kunersdorf.&amp;#039;&amp;#039; ISBN 3-7466-5702-4 ([http://www.textlog.de/40476.html Kapitel &amp;#039;&amp;#039;Friedland&amp;#039;&amp;#039;], [http://www.textlog.de/40478.html Kapitel &amp;#039;&amp;#039;Frau von Friedland&amp;#039;&amp;#039;] im Textlog)&lt;br /&gt;
* W. Halle: &amp;#039;&amp;#039;Der Kietzer See.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Kreiskalender Oberbarnim, Ein Heimatbuch für Stadt und Land.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg.: Rudolf Schmidt, im Auftrage des Kreisausschusses Oberbarnim, Jg.&amp;amp;nbsp;1932, S.&amp;amp;nbsp;101–105.&lt;br /&gt;
* Dierk Heerwagen: &amp;#039;&amp;#039;Unterwegs im Naturpark Märkische Schweiz. Die schönsten Wander- und Radtouren.&amp;#039;&amp;#039; Hendrik Bäßler Verlag, Berlin 2001, ISBN 3-930388-21-9.&lt;br /&gt;
* Antje Jakupi: [http://webdoc.sub.gwdg.de/diss/2008/jakupi/jakupi.pdf &amp;#039;&amp;#039;Zur Rekonstruktion historischer Biodiversität aus archivalischen Quellen: Das Beispiel des Oderbruchs (Brandenburg) im 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 10,6&amp;amp;nbsp;MB). Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultäten der [[Georg-August-Universität Göttingen|Georg-August-Universität zu Göttingen]]. Göttingen 2007.&lt;br /&gt;
* Uta Puls: &amp;#039;&amp;#039;Altfriedland.&amp;#039;&amp;#039; In: H. Jürgen Feuerstake, Oliver H. Schmidt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Zisterzienser und ihre Klöster in Brandenburg. Ein kulturhistorisch-touristischer Führer.&amp;#039;&amp;#039; Überarbeitete und erweiterte 2.&amp;amp;nbsp;Auflage, Lukas Verlag, Berlin 2005, ISBN 3-936872-23-6, S.&amp;amp;nbsp;51–57.&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Schmidt (Journalist)|Rudolf Schmidt]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Herrschaft Friedland: Nachrichten zur Geschichte von [[Altfriedland|Alt-]] und [[Neufriedland]], [[Gottesgabe (Neuhardenberg)|Gottesgabe]], [[Karlsdorf (Neuhardenberg)|Carlsdorf]], [[Neutrebbin|Kleinbarnim]], [[Grube (Neutrebbin)|Grube]], [[Letschin|Sietzing]], [[Wuschewier]], [[Wriezen|Lüdersdorf]], [[Wriezen|Biesdorf]], [[Falkenberg (Mark)|Gersdorf]], [[Batzlow]], [[Ringenwalde (Märkische Höhe)|Ringenwalde]], [[Oberbarnim|Bollersdorf]], [[Pritzhagen]], [[Kunersdorf (Bliesdorf)|Cunersdorf]], [[Neutrebbin|Burgwall]], [[Metzdorf (Bliesdorf)|Metzdorf]], [[Neutrebbin|Horst]], [[Neutrebbin|Wubrigsberg]]&amp;#039;&amp;#039;. Schriftenreihe &amp;#039;&amp;#039;Oberbarnimer Heimatbücher&amp;#039;&amp;#039;, Band&amp;amp;nbsp;7, hrsg. vom Kreisausschuss Oberbarnim, Bad Freienwalde (Oder) 1928.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Topographische Freizeitkarte 1:25.000 Märkische Schweiz.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg.: Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg, Potsdam Ausgabe 2009, ISBN 978-3-7490-4070-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gewässer im Landkreis Märkisch-Oderland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:See in Brandenburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flusssystem Oder|SKietzer See]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:See in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Neuhardenberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturpark Märkische Schweiz]]&lt;/div&gt;</summary>
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